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S-m pulenwickelmaschine für Statorkerne dyniamoelektrischer Maschinen
Die Erfindung betrifft eine Spulenwickelmaschine zum Wickeln von Spulen in den Statorkemnuten
einer dynamoelektrischen Maschine.
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Es ist bereits bekannt, bei einer solchen Spulenwickelmaschine eine
Einrichtung anzubringen, die zur Erzeugung einer zwischen zwei Grenzlagen ablaufenden
relativen Winkelbewegung und einer relativen Linearbewegung zwischen einer den Draht
in die Statorkernnuten einlegenden Zuführungsvorrichtung und dem Statorkern dient.
Es ist ferner bekannt, in Verbindung mit einer solchen Spulenwickelmaschine eine
weitere Einrichtung vorzusehen, die nach Einbringung einer bestimmten Anzahl von
Windungen bzw. Lagen in ein Nutenpaar des Statorkerns die Grenzlagen der relativen
Winkelbewegung der Drahtzuführungseinrichtung gegenüber dem Stator zwecks Bewicklung
eines anderen Nutenpaares selbsttätig verstellt. Ausgehend von einer Spulenwickelmaschine
der vorstehend erläuterten Art wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß auf einer
proportional mit der in ein Nutenpaar eingelegten Windungszahl einer Spule umlaufenden
Welle der Spulenwickelmaschine eine mit der Zahl der nacheinander selbsttätig zu
wickelnden Spulen übereinstimmende Anzahl rotationssymmetrischer Steuerscheiben
axial hintereinander befestigt ist, die mit Ausnahme der letzten Steuerscheibe in
bezug auf ihren Drehwinkel gegenüber der Welle der Spulenwickelmaschine einstellbar
sind und an ihrem äußeren Umfang, um bestimmte, durch gegenseitiges Verdrehen der
Steuerscheiben einstellbare Winkel gegeneinander versetzt, je einen axialen
Einschnitt aufweisen, wobei auf der die Steuerung der Winkelgrenzlagen einleitenden
Steuerscheibe ein in bezug auf die Drehbewegung der Steuerscheiben im Raum festgehaltener
Ansatz entlanggleitet, der sich jeweils nach Ablauf einer einer bestimmten Windungszahl
einer Spule eines Nutenpaares entsprechenden Winkeldrehung der Steuerscheiben axial
durch den am Umfang angeordneten Schlitz der jeweiligen Steuerscheibe auf die Oberfläche
der jeweils nachfolgenden Steuerscheibe zu bewegt und durch seine Axialbewegung
über ein Hebelsystern die Grenzlagen der Winkelbewegung der Drahtzuführungseinrichtung
gegenüber dem Stator zwecks Bewicklung eines neuen Nutenpaares verstellt.
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Insbesondere kann dabei der in bezug auf die Drehbewegung der Steuerscheibe
im Raum festgehaltene Ansatz in Form eines Doppelhebels auf einem tangential zum
Umfang der Steuerscheiben angeordneten Zapfen einer Stange drehbar angebracht sein,
wobei sein den Steuerscheiben abgewandtes Hebelende unter der Wirkung einer Feder
an einem Anschlag der Stange anliegt, so daß der erwähnte Ansatz nur im Falle der
Rückfahrbewegung der Stange in ihre Ausgangslage durch Eingriff mit den aufeinanderfolgenden
Steuerscheiben gegen die Feder gedreht werden kann und auf diese Weise nach Passieren
der Ausgangssteuerscheibe durch die Feder in seine ArbeitssteHung zurückgeführt
wird.
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Die erfindungsgemäße Spulenwickelmaschine ist insbesondere für das
Wickeln konzentrischer Spulen anwendbar.
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Eine Ausführungsform der Erfindung soll nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beispielsweise erläutert werden.
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Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Wickelmaschine; Fig. 2
ist eine - teilweise schaubildliche - Ansicht, in welcher der Antriebsmechanismus
gemäß Fig. 1 in größerem Maßstab und in detaillierter Form dargestellt ist;
Fig. 3 zeigt im Schnitt eine vertikale Ansicht eines Teils des Antriebsmechanismus
gemäß Fig. 1 und 2 in noch größerem Maßstab als Fig. 2;
Fig.
4 ist eine Ansicht bestimmter Einzelheiten des Mechanismus gemäß Fig.
1 und 2 in einer Vertikalebene im rechten Winkel zu derjenigen von Fig.
1, 2 und 3;
Fig. 5 ist eine fraginentarische Draufsicht entsprechend
Fig. 4.
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Bei der Ausführungsforrn der Maschine, die nachfolgend im einzelnen
erlautert werden soll, werden der zu wickelnde Statorkem und die Drahtzuführungseinrichtung
durch einen Elektromotor 81 bewegt. Ein den Statorkem tragender Sattel
79 wird auf einem Fundament der Maschine in axialer Richtung abwechselnd
mit einer winkelförmig oszillierenden Bewegung einer die Drahtzuführungseinrichtung
tragenden Welle 92 hin- und herbewegt, so daß in aufeinanderfolgend weiter
nach außen liegenden Nuten der Pole der Maschine Spulen gewickelt werden. Die Pole
des Statorkerns werden gleichzeitig gewickelt. Der Statorkern steht still, wenn
die Drahtzuführungseinrichtung sich bewegt, und umgekehrt. Die in axialer Richtung
hin- und hergehende Bewegung des Sattels wird durch mit Hilfe des Motors erzeugte
Umdrehung einer ersten Nockentrommel 24 erzielt, während die Winkelbewegung der
Welle 92
durch mittels des Motors erzeugte Umdrehung einer zweiten Nockentrommel
25 bewirkt wird. Die Rotation der zweiten Nockentrommel wird über einen drehbar
angelenkten Hebel 88, der eine Zahnstange 47 hin- und herbewegt, in eine
Rotation der Welle 92
umgewandelt. Die Zahnstange 47 greift an einem verlängerten
Zahntrieb 91 an, der mit der Welle 92 verbunden ist. Die Zahnstange
ist in einem Schlitz 88a des drehbar angeschlossenen Hebels 88 in axialer
Richtung des Zahntriebs 91 verschiebbar zwecks Änderung des hin- und hergehenden
Hubs der Zahnstange unter Steuerung eines Zählwerks 1, welches es ermöglicht,
daß die Stange sich bei Fertigstellung einer Spule in einem Nutenpaar zwecks Einstellung
-ihres Hubs bewegt, um die nächste Spule in dem nächsten Nutenpaar zu wickeln, wie
im folgenden ausführlicher dargelegt werden soll.
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Irn einzelnen besteht das Zählwerk 1 aus einer Zählwelle (Fig.
3) mit oberen und unteren Teilen 2 -und 3, die in einer weiterhin
zu beschreibenden Weise gegeneinander ausgerichtet gehalten werden und in einem
Tisch 4 vermittels eines Lagers 5 bzw. in einer Platte 6 vermittels
eines Lagers 7 drehbar gelagert sind. An dem Zählwellenteil 3 ist
ein Kegelrad 8 befestigt, das sich im Eingriff mit einem Kegelrad
9 befindet, das auf einer Wehe 10 sitzt, die sich in Lagern dreht,
welche durch Ansätze 11 gebildet werden, die z. B. durch Verschweißung an
einer Rahmenplatte 12 befestigt sind. Ein zweites Kegelrad 13,
das auch auf
der Welle 10 befestigt ist, befindet sich im Eingriff mit einem Kegelrad
14, das auf einem Achsstunimel 15 arbeitet, der von der Rahmenplatte 12 getragen
wird. Das Kegelrad 14 ist fest mit einem Stirnrad 15 a verbunden,
das sich im Eingriff mit einem Zahnrad 16 befindet, da seinerseits mit einem
Stirnrad 17 verbunden ist. Das Zahnrad 16 und das Stirnrad
17 sind lose auf einem Achsstummel 18 angebracht, der von der Rahmenplatte
12 getragen wird. Das Stimrad 17 befindet sich im Eingriff mit einem Zahnrad
19, das mit einer Welle 20 verbunden ist, die drehbar in der Rahmenplatte
12 gelagert ist. Auf der Hinterseite der erwähnten Rahmenplatte ist mit der Wehe
20 ein Schneckenrad 21 (Fig. 2) verbunden, das sich im Eingriff mit der Schnecke
22 befindet, die auf einer Zwischenwelle 23 sitzt. Die Zählwelle ist infolgedessen
mit der Zwischenwelle 23 durch ein Reduktionsgetriebe gekuppelt, das in der
beschriebenen beispielsweisen Ausführung ein Geschwindigkeitsverhältnis von
1000: 1 aufweist. Nockentrommeln 24 und 25 (Fig. 2) werden von der
Zwischenwelle 23 vermittels eines Zahnrades 26 und eines Zahnkranzes
27 ebenfalls mit einer Geschwindigkeitsverminderung angetrieben, die in diesem
Falle 5-. 1 ist. Die Zählwelle 3 wird infolgedessen in bezug auf die
Nockentrommeln 24 und 25 mit einer Geschwindigkeitsverminderung von 200:
1 angetrieben.
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Wie am besten aus Fig. 3 hervorgeht, ist mit dem Zählwellenteil
2 z. B. mittels eines Zapfens 28 eine Trommel 29 fest verbunden, in
deren Bohrung das obere Ende des Zählwellenteiles 3 lose drehbar gelagert
ist.
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Mit dem Wellenteil 3 ist z. B. durch einen Zapfen
30 ein Sperrad 31 verbunden, welches von einem Sperradgehäuse
32 umgeben ist, das mit einem Kopf 33 versehen ist, durch welchen
die Welle 3 lose hindurchgeführt ist. In dem Sperradgehäuse 32 sind
unter Federwirkung stehende Sperrklinken drehbar angeordnet, die mit dem Sperrad
31 zusammen
arbeiten. Die Anordnung ist so getroffen, daß eine Bewegung
des Wellenteiles, 3 im Uhrzeigersinn bei Draufsicht auf das Gehäuse
32 übertragen wird. Die Sperrvorrichtung kann im übrigen in üblicher Weise
ausgebildet sein, so daß es im vorliegenden Zusammenhang nicht erforderlich ist,
ihre Einzelheiten zu beschreiben. Es sei indes bemerkt, daß während des Arbeitsvorgangs
der Maschine das Wellenteil 3 bei Draufsicht im Uhrzeigersinn angetrieben
wird.
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Das Sperradgehäuse ist durch eine Anzahl Schraubenbolzen, z. B. die
Bolzen 34, an einer ringförnügen Steuerscheibe 35 befestigt, die das untere
Ende der Trommel 29 umgibt und gegen Winkeldrehung an der genannten Trommel
vermittels eines Keils 36 gesichert ist. Die Trommel 29 trägt
eine Anzahl, z. B. drei, in axialem Abstand voneinander angeordnete ringförmige
Steuerscheiben 37, 38 und 39. Die Anzahl dieser ringförmigen Steuerscheiben
zusammen mit der Steuerscheibe 35 ist gleich der Anzahl der bei der Wicklung
herzustellenden Spulen. Dazwischen sind aufeinanderliegende Scheiben mit geriffelten
oder gezahnten Flächen vorgesehen, die miteinander im Eingriff stehen. Die Verzahnungen
sind mit 40 bezeichnet und verlaufen radial, so daß eine Drehung der Steuerscheibe
35 auf die Steuerscheiben 38, 37
und 39 übertragen wird. Die
Steuerscheiben werden lösbar im Eingriff miteinander gehalten, wobei die Riffelungen
oder Verzahnungen vermittels eines Klemmringes 41 mit Innengewinde, der auf einem
Außengewinde 42 am oberen Ende der Trommel 29
sitzt, sich in antriebsmäßigem
Kontakt befinden. Der Druck des Klerrunringes 41 wirkt abwärts über die verschiedenen
Steuerscheiben auf das Sperradgehäuse 32. Indes wird dieser Druck durch Druckkugellager
43 und 44 zwischen der Welle 2 und dem Tisch 4 einerseits sowie dem Kopf
33 und der Platte 6 andererseits aufgenommen.
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Ein Handgriff 45 (Fig. 2) ist mit dem oberen Ende des Wellenteiles
2 fest verbunden, das sich vom Tisch 4 nach oben erstreckt. Dieser Handgriff wird
dazu benutzt, um die Maschine in der später zu beschreibenden Weise erneut einzustellen.
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Eine Stange 46, die einen Teil des Wagens der Zahnstange 47 (Fig.
2) bildet, ist hinter der Zwischenwelle
23 mit einem aufwärts
ragenden Vorsprung 46 a
versehen (vgl. insbesondere Fig. 2 und 5),
der eine zentrale öffnung aufweist, in welcher eine Nase oder ein Ansatz 48 (Fig.
4 und 5) drehbar vermittels eines Zapfens 49 angeordnet ist. Der Ansatz 48
wird vermittels einer Druckfeder 50 in seine dargestellte Stellung (Fig.
4) gelenkt.
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Der Ansatz 48 ist, bezogen auf die Achse des Zählwellenteiles 2, radial
ausgerichtet und ragt bis in den Bereich innerhalb des äußeren Umfangs der Steuerscheiben
37, 38 und 39 vor. Diese Steuerscheiben sind jede mit einem am Umfang
befindlichen Einschnitt versehen, wie bei 51 in Fig. 5 dargestellt
ist.
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Der Wagen der Zahnstange 47, der aus Teilen 52,
53 und
46 besteht, ist in vertikaler Richtung längs den Führungen 55 und
56 verschiebbar. Dieser Wagen ist in seiner untersten Stellung (Fig. 2) veranschaulicht.
Er kann durch ein Fußpedal 57 (Fig. 1)
aufwärts bewegt werden, das
drehbar z. B. an einem Ankerbolzen 58 zwischen den Beinen des Tisches angeordnet
ist. Dieses Pedal ist auf der Rückseite des erwähnten Ankerbolzens mit dem Unterende
einer Stoßstange 59 verbunden, die an ihrem oberen Ende (Fig. 4) vermittels
eines Bügels 60 mit der Wagenstange 46 verbunden ist. Zugfedern
61 (Fig. 1) sind an ihren oberen Enden mit einem Glied 62,
das an der Stange 59 befestigt ist, und an ihren unteren Enden mit einem
geeigneten Festpunkt am Tisch verbunden, wodurch eine Kraft ausgeübt wird, die den
CD
Wagen abwärts zieht.
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Ein Steuerschalter 63 (vgl. Fig. 3) ist auf der Platte
6 angeordnet. Dieser Schalter kann eine beliebige zweckmäßige Bauart besitzen
und weist Kontakte auf, die durch einen Druckknopf oder Wähler 64 betätigt werden
können. Der Schalter ist an einem Gleitkörper oder Wagen 65 angeordnet, der
auf einer Führung 66 in radialer Richtung zum Wellenteil 3
beweglich
ist. Der Gleitkörper 65 wird von dem erwähnten Wellenteil 3 weg vermittels
einer Druckfeder 67 in eine durch einen Anschlagstift 68 bestimmte
Stellung getrieben. Der Wähler 64 kann je-
doch vermittels eines Kolbens
69, der von einem an der Wagenstange 46 ausgebildeten Ansatz 70 getragen
wird, auf die Welle 3 zu bewegt werden. Der Wähler 64 ist so ausgebildet,
daß er in noch zu beschreibender Weise mit einem Nocken 71 zum Eingriff gebracht
werden kann, der von einem Block 72 getragen wird, der seinerseits von einem
ringförinigen Glied 73 getragen wird, das beispielsweise durch Schrauben
74 an dem Gehäuse 32 befestigt ist. In dem ringförmigen Glied 73 ist
ein ringförmiger T-Schlitz 75
vorgesehen, in dem ein Bolzen 76 verschieblich
angeordnet ist, der durch den Block 72 hindurchgeht. Vermittels dieses Bolzens
sowie einer Flügelmutter77 kann der Block an dem Glied 73 derart befestigt
werden, daß er in radialer Richtung einstellbar ist.
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Beim Betrieb der das vorstehend beschriebene Zählwerk verwendenden
Maschine wird, nachdem der zu wickelnde Statorkern in seiner Stellung an -einem
Sattel 79 (Fig. 1) festgelegt ist und durch die nicht dargestellte
Zuführungseinrichtung geführte Drähte 80 mit ihren Enden in bezug auf den
Statorkern in zweckmäßiger Weise befestigt sind, die Welle 2 im Uhrzeigersinn vermittels
des Handgriffs 45 in eine gegebene Stellung gedreht, die durch einen geeigneten
Index auf dem Tisch 4 angezeigt werden kann. Die Sperrklinke 31, 32 läßt
diese Einstellbewegung der Welle 2 zu. Der Bedienungsmann drückt nun das Fußpedal
57 (Fig. 1) nieder, wodurch der Wagen mit den Teilen 52, 53,
46 in seine oberste Stellung gehoben wird. Es ist zu bemerken, daß die unteren Kanten
der Steuerscheiben 37, 38 und 39
sowie die obere Kante des Ansatzes
48 derart abgeschrägt sind, daß während seiner Betätigung der erwähnte Ansatz 48
im Winkel um seinen Drehzapfen 49 verschoben wird, um eine freie Aufwärtsbewegung
des Wagens zu ermöglichen.
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In der erwähnten obersten Stellung des Wagens ist der Ansatz 48 räumlich
frei von der Scheibe 39, so daß er durch die Feder 50 in seine veranschaulichte
Stellung gegenüber der Stange 46 zurückgeführt werden kann. Bei Freigabe des Fußpedals
fällt infolgedessen der Wagen um ein geringes Maß in eine Stellung, in welcher die
Unterseite des Ansatzes 48 durch die Oberfläche der Scheibe 39 getragen wird.
In der Rückstellposition der Welle 2 wird der Einschnitt 51
(Fig.
5) in der Scheibe 39 im Winkel gegenüber dem Ansatz 48 verschoben.
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Die Maschine wird alsdann durch Erregung des Antriebsmotors
81 in Gang gesetzt, wodurch die Trommeln 24 und 25 über Riemenscheiben
82 und 84 sowie einen Riemen 83 derart gedreht werden, daß der Statorkern
mittels eines Zapfens 85, der in einem Nockenschlitz24a in der Trommel 24
aufgenommen ist, in linearer Richtung hin- und herbewegt wird, abwechselnd mit einer
Winkelbewegung der Zuführungseinrichtung durch einen in einem Schlitz
25 a vorgesehenen Zapfen 86. Durch den Eingriff des Ansatzes 48 mit
der obersten Scheibe 39
wird die durch die Zahnstange 47 getragene Rolle
87
in einer Position festgelegt, die dem oberen Ende des Schlitzes 88a des
Hebels 88 benachbart lieg' welcher den Zapfen 86 trägt und bei
89 drehbar angelenkt ist. Das Verhältnis der Abstände zwischen der Achse
der erwähnten Rolle 87 und dem Drehzapfen 89
einerseits und zwischen
dem genannten Drehzapfen und dem Zapfen 86 andererseits ist derart, daß eine
verhältnismäßig geringfügige Bewegung der Zahnstange 47 nebst einer entsprechenden
Winkelbewegung der Welle 90 über den verlängerten Zahntrieb 91, an
welchem die Zahnstange 47 angreift, und folglich auch der durch Zahnräder
93, 94 angetriebenen Welle 92 erzeugt wird, so daß die Zuführungseinrichtung
zwecks Wicklung der Spulen jeweils zwischen zwei am wenigsten voneinander entfernt
liegenden Nuten verschwenkt wird.
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Die Wicklung schreitet in dieser Weise fort, während gleichzeitig
das Zählwellenteil 3 kontinuierlich, jedoch mit verhältnismäßig geringer
Geschwindigkeit, angetrieben wird.
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Die Winkelstellung der Steuerscheibe 39 gegenüber der Welle
2 ist derart eingerichtet, daß - wenn die erforderliche Anzahl Windungen
in die erwähnten Nuten für die innerste Spule kleinster Weite gelegt ist
- der Einschnitt 51 in der genannten Steuerscheibe unter den Ansatz
48 bewegt wird, so daß letzterer auf die obere Fläche der Steuerscheibe
38
fallen kann. Die Winkelstellung der letzteren ist so getroffen, daß in
diesem Zeitpunkt der in derselben befindliche Einschnitt gegenüber dem erwähnten
Ansatz verschoben ist. Die Zahnstange 47 wird daher um eine Strecke, die gleich
dem axialen Abstand zwischen der Oberfläche der Steuerscheiben 39 und
38 ist, bei einem entsprechenden Zuwachs im Ab-
stand zwischen der
Achse der Rolle 87 und dem
Zapfen 89 abwärts bewegt.
Das Ausmaß der Bewegung der Zahnstange 47 wird infolgedessen entsprechend vergrößert,
um eine Winkelbewegung der Welle 92 in übereinstimmung mit den nächstfolgenden,
nach außen anschließenden Nuten im Statorkern zwecks Bildung der zweiten Spule an
jedem Pol der Wicklung zu bewirken.
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Die WinkelsteHung der Steuerscheibe 38 auf der Welle 2 ist
so getroffen, daß - wenn die erforderliche Zahl Windungen in die erwähnten
nächstäußeren Nuten eingelegt ist, um die zweite Spule zu vervollständigen
- der Einschnitt in dieser Steuerscheibe 38 mit dem Ansatz 48 ausgerichtet
wird und der letztere alsdann auf die Steuerscheibe 37 fällt. Die Zahnstange
47 bewegt sich wiederum abwärts, so daß die Bewegung der Zahnstange erneut vergrößert
und ebenso die Winkelbewegung der Welle 92 sowie der Drahtzuführungseinrichtung
vergrößert wird, damit die dritte Spule in die entsprechenden Statornuten eingelegt
werden kann. Wenn die dritte Spule fertiggestellt ist, wird wieder der Einschnitt
in der Steuerscheibe 37 mit dem Ansatz 48 ausgerichtet, und der letztere
fällt auf die Steuerscheibe 35, um einen Endzuwachs in der Bewegung
der Zahnstange 47 und der Welle 92 zwecks Einlegen des Drahtes in die vierte
Spule jedes Pols zu bewirken. Wenn der Wagen sich, wie vorstehend beschrieben, in
seine unterste Stellung bewegt, greift der Kolben 69 (Fig. 3) an einer
Nockenfläche 65 a an dem Gleitkörper 65 an und bewegt dadurch den
Schalter 63
aus seiner dargestellten Lage auf das Wellenteil 3 zu.
Es
ist ersichtlich, daß während des vorhergehenden Arbeitsvorgangs der Nocken
71 bei seinen verschiedenen Umdrehungen nicht in Eingriff mit dem Wähler
64 gekommen ist. Wenn indes der Schalter in seine innere Stellung bewegt wird, gelangt
der Wähler 64 in die Eingriffslinie des Nockens 71. Wenn daher das Wellenteil
3 anschließend an die Bewegung des Wagens in seine unterste Stellung um einen
bestimmten Winkelbetrag bewegt worden ist, wobei die letzten Windungen der Wicklung,
wie vorstehend beschrieben, gelegt werden, kommt der Nocken 71
zum Eingriff
mit dem Wähler 64 und betätigt den Schalter 63, wodurch die Maschine elektrisch
zum Stillstand zebracht wird. Der Stator mit der an ihm befindlichen Wicklung kann
dann von dem Drahtzuführungskopf entfernt werden, und nachdem die Drähte an geeigneten
Stellen abgetrennt sind, können die vorstehend beschriebenen Arbeitsgänge an einem
anderen Kein wiederholt werden. Es ist zu bemerken, daß beim Anheben des Zahnstangenwagens
der Kolben 69 den Gleitkörper 65 (Fig. 3) freigibt, so daß
der Schalter 63 in seine dargestellte Lage zurückkehrt, wobei der Wähler
64 von dem Nocken 71 gelöst und ein Wiederanlassen des Motors ermöglicht
wird.
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Es ist ersichtlich, daß die radialen Verzahnungen oder Riffelungen
an den miteinander im Eingriff befindlichen Flächen der aufeinanderliegenden Steuerscheiben
35, 37, 38 und 39 es ermöglichen, daß diese Steuerscheiben in jeder
gewünschten Winkelstellung auf der Welle 3 eingestellt werden, nachdem der
Klemmring 41 abgehoben ist, und daß die Steuerscheiben alsdann in ihrer Stellung
durch den genannten Ring derart festgehalten werden, daß die Anzahl der auf jeder
Spule aufgewickelten Windungen nach Erfordernis eingestellt werden kann. Die Steigung
der Verzahnungen ist dabei so getroffen, daß sie einer einzigen Umdrehung oder einer
Anzahl Umdrehungen der Trommeln 24 und 25 entspricht.
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Um die Einstellung der Steuerscheiben in den gewünschten Stellungen
zu erleichtern, können die Umfangsflächen, die bei C in Fig. 3 und
4 angedeutet sind, mit einer Indexeinteilung zur Anzeige der Zahl der Windungen
versehen sein, die entsprechend den Stellungen der Steuerscheiben zueinander gewickelt
werden sollen. In ähnlicher Weise kann die Umfangsfläche des Gehäuses
35 (Fig. 2) kalibriert sein, wie bei C angedeutet ist, zwecks Zusammenarbeit
mit einem Anzeigearin 95 (Fig. 2), der an dem Block 72
befestigt ist.