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DE1154025B - Verfahren zur Herstellung von Globularpulver aus Nitrocellulose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Globularpulver aus Nitrocellulose

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Publication number
DE1154025B
DE1154025B DEO4489A DEO0004489A DE1154025B DE 1154025 B DE1154025 B DE 1154025B DE O4489 A DEO4489 A DE O4489A DE O0004489 A DEO0004489 A DE O0004489A DE 1154025 B DE1154025 B DE 1154025B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paint
suspension
lacquer
suspended
particles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO4489A
Other languages
English (en)
Inventor
Ralph L Cook
Eugene A Andrew
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Olin Corp
Original Assignee
Olin Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Olin Corp filed Critical Olin Corp
Publication of DE1154025B publication Critical patent/DE1154025B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/20Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic by expressing the material, e.g. through sieves and fragmenting the extruded length
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0033Shaping the mixture
    • C06B21/0066Shaping the mixture by granulation, e.g. flaking

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Globularpulver aus Nitrocellulose Das Patent 1028 924 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Globularpulver mit mindestens 0,635mm Durchmesser aus Nitrocellulose, die mit einem Lösungsmittel in einen viskosen Lack übergeführt ist, bei dem die Viskosität des Lackes so eingestellt wird, daß sich abgetrennte, kleine Portionen nicht runden können, der Lack in kleine Portionen unterteilt und in einem Nichtlösermedium suspendiert wird, die Viskosität des suspendierten Lackes durch Zugabe von Lösungsmittel oder Erhitzen so weit herabgesetzt wird, daß die einzelnen Lackportionen sich runden können und die gerundeten Lackpartikeln noelt während der Suspendierung gehärtet werden.
  • Schon die deutsche Patentschrift 701493 schützt ein Verfahren, bei dem eine Nitrocelluloselacklösung in einem Nichtlösungsmittel suspendiert, die Lackteilchen durch Bewegung gerundet und während der Suspendierung gehärtet werden. In der Folgezeit sind durch die USA.-Patenschriften 2 160 626, 2 213 255 und 2 375 175 verschiedene Abänderungen dieses Verfahrens bekanntgeworden, durch die verschiedene chemische und physikalische Eigenschaften des Globularpulvers geregelt werden. Nach diesen Verfahren kann aber nur in gewissern Umfange. eine Regelung der Lackteilchengrößen erreicht werden; die Größenabmessungen der Teilchen untereinander sind sehr verschieden, und vor allem können nach diesen Verfahren Körnchen mit größerem Durchmesser nicht hergestellt werden.
  • Das Verfahren nach dem Hauptpatent 1028 924 stellt insofern eine Verbesserung dieser bekannten Arbeitsweise dar, als man den Lack durch eine gleichbleibende öffnung zu einer Strangform verpreßt und zu Zylindern zerschneidet, wodurch stets gleich große Teilchen erhalten werden, die darüber hinaus auch noch große Durchmesser, d. h. von mindestens 0,635 mm, haben.
  • Die vorliegende Erfindung ist nun dem Verfahren nach dem Hauptpatent gegenüber dadurch gekennzeichnet, daß die Unterteilung und Suspendierung des Lackes portionsweise erfolgt, wobei das Verhältnis von Lackmenge zur Suspendierflüssigkeit jeweils konstant ist und die so erhaltenen Suspensionen in einem einzigen Gefäß gesammelt. gerundet und gehärtet werden.
  • Die Verbesserung gegenüber dem Verfahren des Hauptpatentes besteht darin, daß der Lack erfindungsgemäß in ein aliquotes Volumen Nichtlösungsmittel verpreßt wird, während er nach dem Verfahren des Hauptpatentes in eine Menge Nichtlösungsmittel verpreßt wird, deren Verhältnis zur Lackmenge zu Anfang sehr groß, gegen Ende des Einpressens des Lackstranges jedoch geringer ist. Durch Verpressen des Lackes in einen aliquoten Teil ist es möglich, das Verhältnis von Nichtlösungsmittel zu Lösungsmittel während des ganzen Verfahrens konstant zu halten und auf diese Weise die Extraktion von Bestandteilen des Lackes in die Suspendierflüssigkeit auf ein Mindestmaß zu beschränken. Bei dein Verfahren nach dem Hauptpatent ist in dem Gefäß, in dem die Lackteilchen geschnitten und gerundet werden, ein ständiger Wechsel in dem Verhältnis von Lack zu Nichtlösungsmittel zu verzeichnen. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß ballistische Modifizierungsmittel gleichmäßiger und in genauer festgelegten Mengen verteilt werden können.
  • Beispiele für solche Zusatzstoffe sind Calciumcarbonat, Gasruß, Zinn, Nitroguanidin u. a. Diese Stoffe können, da sie in dem Lack unlöslich sind, mit einer solchen Gleichförmigkeit dispergiert werden, daß jedes Pulverkörnchen theoretisch fast den gleichen Prozentsatz an Zusatzstoff enthält. Setzt man bei den Verfahren nach der deutschen Patentschrift 701493 und dem Hauptpatent 1028 924 derartige Stoffe zu, so wurde beobachtet, daß in einem gegebenen Ansatz ein Teil der Körnchen die gewünschte Menge des Zusatzstoffes enthält, ein weiterer Teil enthält jedoch weniger und ein ein bestimmter Teil überhaupt keinen Zusatzstoff. Offensichtlich ist diese Uneinheitlichkeit des Produktes unter Wanderern auf die Tatsache zurückzuführen, daß nach diesen Verfahren zum Zerkleinem des Lackes eine erhebliche Zeit erforderlich ist, so daß auch eine erhebliche Zeit zwischen der endgültigen Bildung der ersten und der letzten Kügelchen verstreicht.'Wenn der Zusatzstoff nun in der Suspendierflüssigkeit löslich ist, wird er aus den Lackteilchen durch Auslaugen entfernt, und zwar um so stärker, je länger die zum Auslaugen verfügbare Zeit ist. Weiterhin ist Zu Beginn der bekannten Verfahren im Verhältnis zur Zahl der bereits abgeteilten Lackteilchen ein verhältnismäßig großes Volumen Suspendierflüssigkeit vorhanden. während zum Schluß im Verhältnis zur -Zahl der Lackteilchen ein verhältnismäßig kleines Volumen Suspendierflüssigkeit vorliegt. Dadurch werden wiederum die zuerst abgeteilten Lackpartikeln stärker ausgelaugt als die zuletzt in das Gefäß gelangenden. Schließlich ist noch die Tatsache von Einfluß, daß die Konzentration an ausgelaugtem Stoff in der Suspendierflüssigkeit laufend ansteigt, wodurch sich die Auslaugungsgeschwindigkeit ebenso fortlaufend verringert, was sich wiederum zuungunsten der zuerst abgeteilten Lackteilchen auswirkt. Es wird also ein Pulver erhalten, bei dem die einzelnen Teilchen untereinander sehr ungleichmäßig zusammengesetzt sind.
  • Diese Nachteile werden nun erfindungsgemäß vermieden. Die Nitrocellulose wird in einem Lösungsmittel gelöst und mit den Zusatzstoffen, die in den entstehenden Globularkörnchen vorhanden sein sollen, versetzt. Nach der gleichmäßigen Verteilung des Zusatzstoffes oder der Zusatzstoffe in dem Lack wird der Lack fast sofort zu Teilchen endgültigen Volumens zerkleinert. Diese Teilchen werden sofort in einem verhältnismäßig kleinen Volumen Suspendiermedium suspendiert und die sich ergebende Suspension sofort von ihrer Bildungsstelle entfernt. Bei weiterer Zufuhr von Lackteilchen werden aliquote Anteile Suspendiermedlurn hinzugegeben, so daß das Massenverhältnis zwischen dem Lack und dem Medium konstant ist und die durch Veränderung der Konzentration bedingten Wirkungen verringert werden. Alle Lackteilchen unterliegen dabei etwa gleichen Bedingungen, erst recht natürlich beim folgenden Vereinen der Suspensionsteile und Runden und Härten der Kügelchen in dem gesonderten Gefäß.
  • Vorzugsweise liegt die Viskosität der Lackkörper während der Unterteilung und anfänglichen Suspendierung über dem Wert, bei dem sie klebrig werden.
  • Dazu wird die Suspension vorzugsweise bei einer Temperatur gehalten, die unter der liegt, bei der die Lackkörper nach erfolgter Suspension und vor dem Runden klebrig sind.
  • Dadurch werden die Lackteilchen »eingefroren«, d. h., ihre Fließfähigkeit reicht nicht aus, daß die Kräfte der Grenzflächenspannung auf sie einwirken können, und sie sind nicht ausreichend klebrig, um bei flüchtiger Berührung aneinanderzukleben. Dadurch kann man die Suspension erhebliche Strecken durch Röhren leiten bzw. sie eine gewisse Zeit lang aufbewahren, ohne daß stärkeres Rühren erforderlich wäre. Man kann auch die Rührbewegung unterbrechen und die Lackkörper sich mehrere Minuten lang aufeinander absetzen lassen, ohne daß nachteilige Ergebnisse eintreten, wenn sie in dieser Form »eingefroren« sind.
  • Man kann dem Lack vor der Berührung mit dem Suspendierrnedium eine geringe Menge Wasser gleichmäßig einverleiben. Dabei muß darauf geachtet werden, daß ein zu starkes Rühren vermieden wird und die Lackteilchen beim Zerteilen des Lackes in der Suspendierflüssigkeit sogleich ihr endgültiges Volumen erhalten, damit der Wassergehalt der Teilchen unverändert bleibt und sich nicht durch Auslaugen verringert oder - falls das Suspendiermedium Wasser ist - durch Eintritt weiteren Wassers in die Teilchen erhöht. Die Anwendung von Wasser als Zusatzstoff zu dem Lack gestattet bei quantitativer Regelung die Herstellung von Globularkörnchen mit einem porösen Inneren (bei zusammenhängender Oberfläche), wobei das Ausmaß der Porosität durch die Wassermenge geregelt wird. Auf diese Weise kann Globularpulver größerer oder geringerer Dichte erzeugt werden.
  • Ganz gleich, ob Zusatzstoffe in den Lack eingearbeitet werden oder nicht, dasVerfahren der vorliegenden Erfindung ist insofern von Vorteil, als nach ihm die Lackkörper in einem relativ kleinen Volumen Suspensionsmedium vorgeformt und suspendiert werden und die sich ergebende Suspension sofort von der Bildungsstelle entfernt wird. Die Erfindung ist also nicht auf Lacke beschränkt, in die Zusatzstoffe eingearbeitet sind.
  • Erfindungsgemäß wird ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Zerteiler 4 gleichzeitig als Rührvorrichtung ausgebildet ist.
  • Die Fig. 1 erläutert die verwendete Apparatur, während die Fig. 2 einen Seitenaufriß des Gefäßes 4 zeigt, in dem die Zerteilung des Lackstranges vorgenommen wird.
  • Der Lackvorratsbehälterl ist über eine Pumpe2 und eine Leitung 3 mit dem Zerteiler 4 verbunden. Mit diesem ist ferner ein Behälter 5 mit Suspendierflüssigkeit über eine Pumpe 6 und einen Zuflußmesser7 verbunden. Der Zerteiler4 weist einen tangentialen Auslaß 8 auf, der durch die Leitung 9 mit einem Destillationskessel 10 verbunden ist.
  • Eine Umgehungsleitung 11 verbindet den Auslaß der Pumpe 6 mit dem Behälter 5. Die Umgehungsleitung besitzt ein Ventil 12, die Leitung zwischen Pumpe 6 und Zuflußmesser 7 ein Ventil 13. Die Ventile 12 und 13 können durch den Zuflußmesser 7 automatisch so eingestellt werden, daß ein konstanter Strom Suspendierflüssigkeit in den Zerteiler 4 eintritt, dessen Menge so geregelt wird, daß ein konstantes Verhältnis von Suspendierflüssigkeit zu Lack aufrechterhalten wird, der in den Zerteciler 4 eintritt. Der Lackvorratsbehälter 1 ist vorzugsweise ein geschlossenes Gefäß, das durch Einführung eines inerten Gases unter konstantem Druck gehalten wird, das man der Lackentnahme entsprechend zuläßt und das die Beschickung der Pumpe unterstützt. Es können Vorrichtungen geschaffen werden, um den Lack ununterbrochen in den Behälter 1 einzuführen. In Fig. 1 ist der Behälter 1 so bemessen, daß er bei einer Beschickunc, die Lackmenge aufzunehmen vermag, die in einem Schub von der Destillierblase 10 verarbeitet wird. Selbstverständiglich kann der Ausstoß mehrerer solcher Behälter zugleich demselben Destillationskessel zugeführt werden; es kann aber auch der Ausstoß eines einzelnen Behälters unter mehrere Destillationskessel aufgeteilt werden.
  • Der Zerteiler 4 (vgl. Fig. 2) besteht aus einem geschlossenen Gefäß, das so bemessen ist, daß es etwa 1,1-# 070 der gesamten Beschickung des Destillationskessels 10 aufnimmt. In der Mitte des Gefäßbodens ist eine Lochplatte 15 mit einer Vielzahl von Löchern 16 angeordnet. Die untere Seite der Lochplatte ist in eine Umfassung 17 eingelassen, die wiederum mit der Leitung 3 verbunden ist, die zu der Pumpe 2 führt. über der Lochplatte 15 ist ein Rotor mit vier radial angeordneten Schneidmessern 18 angeordnet. Die Schneidmesser drehen sich auf der oberen Fläche der Lochplatte 15; der Rotor wird von einem Motor außerhalb des Gefäßes über die Welle 20 angetrieben. Unmittelbar neben und unter der Einfassung 17 besitzt der Zerteiler 4 einen Einlaß 21, der mit der Leitung verbunden ist, die zu dem Zuflußmesser 7 führt.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens wird Lack durch die öffnungen 16 mit geregelter Geschwindigkeit und gleichzeitig Suspendierflüssigkeit durch die Öffnung 21 mit geregelter Geschwindigkeit gepumpt, wobei gleichzeitig die Messer 18 mit festgesetzter Geschwindigkeit laufen. Die Größe der Öffnungen 16 hängt von der gewünschten Komgröße ab. Bei gegebener Größe der öffnung wird die Umlaufgeschwindigkeit der Messer 18 mit der Fließgeschwindigkeit des Lackes durch die Öffnungen koordiniert, so daß Lackzylinder mit dem gewünschten Verhältnis von Durchmesser zu Länge, das praktisch 1. 1 beträgt, entstehen.
  • Beim Austritt des Lackes durch die Öffnungen 16 wird er durch die Messer 18 in die Zylinder zerschnitten, die dann sofort in der Suspendierflüssigkeit suspendiert werden, die zur a gleichen Zeit in den Zerteiler 4 eingeführt wird. Die Umdrehung der Messer 18 reicht aus, um die Lackzylinder in Suspension zu halten. gei Einführung von weiteren Mengen Suspendierflüssigkeit und Lack in den Zerteiler 4 wird die Suspension durch den tangentialen Auslaß 8 und die Leitung 9 in den Destillationskessel 10 geführt, in dem so stark gerührt wird, daß die Suspension der aus dem Zerteiler 4 abgelassenen Lackzylinder aufrechterhalten wird. Wenn die gesamte Beschickung in den Kessel 10 übergeführt ist, wird das Formen und anschließend das Härten ausgeführt. Beispiel 60,75 kg Äthylacetat werden mit 56 g Calciumcarbonat und 1-25 c, Diphenylamin vermischt. Das Gemisch wird auf 50- C erwärmt und lanasam mit 36 kg wasserfeuchter Nitrocellulose (entsprechend 25,2 kg trockener Nitrocellulose) versetzt. Das Vermischen kann in jedem geeigneten mechanischen Vermischer ausgeführt werden, der von außen erwärmt werden kann. Es wird fortgesetzt, bis ein homogener Lack entstanden ist. Während des Vermischens wird die Temperatur des Gemisches vorzugsweise von 50 auf 60#: C erhöht. Der erhaltene Lack besitzt b,-i 60' C eine Viskosität von etwa 9 Sekunden. Dieser Wert wurde nach dem folgenden Verfahren gemessen: Ein rostfreier Stahlstab von etwa 8 mm Durchmesser und einem Gewicht von 60 g, einem flachen Ende und einer um den Stab herumlaufenden Markierung, die sich 5,8 cm von dem flachen Ende entfernt befindet, wird auf die Laekoberfläche so aufgelegt, daß das flache. Ende nach unten zeigt. Es wird die Zeit gemessen, die benötigt wird, damit der Stab bis zur Markierung einsinkt.
  • Die verwendete Nitrocellulose hat einen Stickstoffgehalt von 13,2% und eine Viskosität, die etwa der C handelsüblichen Nitrocellulose entspricht, also etwa 6 bis 10 Sekunden.
  • Die Suspendierflüssigkeit wird durch Auflösen von 6,3 kg Gummiarabikum in 22,5 1 heißem Wasser j hergestellt. Diese Lösung wird in 315 1 Wasser von 60' C filtriert und gründlich vermischt. Sodann werden 12 kg Natriumsulfat in der Lösung gelöst und 6,8 kg Äthylacetat zugefübrt. Die Temperatur wird bei 60' C gehalten.
  • Die oben erhaltenen 100 kg Lack werden in den Vorratsbehälter 1 und die 360 kg Suspendierflüssigkeit in den Behälter 5 -ebracht. Bei einer Umdrehungszahl der Messer 18 von 1000 Umdr./min, wobei der Schneider vier Messer aufweist, die sich 3,5 cm von der Mitte der Lochplatte entfernt befinden, deren Öffnungen einen Durchmesser von 1 mm haben, wird die Suspendierflüssigkeit in den Zerteiler 4 mit einer Geschwindigkeit g von etwa 2,9 kg/min eingepumpt. Gleichzeitig wird der Lack aus dem Behälter 1 mit einer Geschwindigkeit von 1, 17 kg7min in den Zerteiler 4 gepumpt, in dem die Fäden des durch die Öffnungen 16 ausgepreßten Lackes in Zylinder mit einer Länge von 1 mm und einem Durchmesser von 'j mm geschnitten und sofort in der Suspendierflüssigkeit suspendiert werden. Darauf wird die Suspension der geschnittenen Lackzylinder aus dem Zerteiler 4 durch den Auslaß 8 und die Leituno, 9 in den Kessel 10 abgelassen. Beim Austritt aus dem Zerteiler 4 enthält die Suspension 1 kg Lackteilchen auf 2,2 kg Suspendierflüssigkeit. Dabei wird die Temperatur der Suspension bei oder unter 60' C und der Inhalt des Kessels 10 schwach in Bewegung gehalten. Wenn die gesamte Beschickung in den Kessel 10 eingeführt ist, befindet sich der Flüssigkeitsspiegel in gleicher Höhe wie die in der Zeichnung gezeigte obere Rührschaufel. Die Temperatur des Inhalts wird sodann innerhalb einer Stunde auf 70' C gebracht, wobei die Flüssigkeit weiter in ausreichender Bewegung gehalten wird, um die Lackteilchen in Suspension zu halten. Sobald der Inhalt des Kessels eine Temperatur von 701 C erreicht hat, haben die Lackleilchen Kugelforin angenommen. Sodann wird das Härten vorgenommen. Dazu muß das Lösungsmittel aus den suspendierten Lackteilchen entfernt werden, was entweder durch weitere Temperaturerhöhung des Kesselinhalts auf etwa 100' C über einen Zeitraum von etwa 4 Stunden oder durch Verringerung des Druckes auf etwa 0,5 1 at erreicht wird, während die Temperatur dabei 6 Stunden bei 70' C gehalten wird. Sobald die suspendierten Kügelchen gehärtet sind, werden sie aus dem Destillationskessel 10 entlernt und in der üb- lichen Weise von Wasser befreit. Es wurden 22,5 kg gut gerundete Körnchen erhalten, von denen über 8011/o einen Durchmesser zwischen 0,850 und 1,025 mm und eine Dichte von 0.95 besaßen.
  • Während bei der üblichen Durchführung des Globularpulververfahrens während der Einführung des Lackes in die Suspendierflüssigkeit das Verhältnis von Lack zu Lauge nach und nach von 0 bis zu dem endgültigen Wert von etwa 1: 2 ansteigt, ist erfindungsgemäß das Verhältnis von Lack zu Suspendierflüssigkeit während des Schneidens und Suspendierens und der Beschickung des Kessels 10 praktisch konstant. Sobald die Gesamtmenge des Lackes unterteilt und die Suspension in den Kessel 10 gebracht worden ist, kann natürlich weiteres Suspendiermedium in den Kessel eingeführt werden- Da aber dieses etwaige weitere Suspendiermedium zu einer bereits bestehenden Suspension von Lackkörpern ge- geben wird, sind alle suspendierten Lackkorper eine gleiche Zeit lang dew erhöhten Menge Suspendierflüssigkeit ausgesetzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE- 1. Verfahren zur Herstellung von Globularpulver aus Nitrocellulose, die mit einem Lösungsmittel in einen viskosen Lack übergeführt ist, wobei die Viskosität des Lackes so eingestellt wird, daß sich abgetrennte, kleine Portionen nicht runden können, der Lack in kleine Portionen unterteilt und in einem Nichtlösermedium suspendiert wird, die Viskosität des suspendierten Lackes durch Zugabe von Lösungsmittel oder Erhitzen so weit herabgesetzt wird, daß die einzelnen Lackportionen sich runden können und die gerundeten Lackpartikeln noch während der Suspendierung gehärtet werden, nach Patent 1028 924, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterteilung und Suspendierung des Lackes portionsweise erfolgt, wobei das Verhältnis von Lackmenge zur Suspendierflüssigkeitsmenge je- weils konstant ist und die so erhaltenen Suspensionen in einem einzigen Gefäß gesammelt, gerundet und gehärtet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Unterteilung und anfänglichen Suspendierung die Viskosität der Lackkörper so gehalten wird, daß die Lackkörper noch nicht klebrig sind, während nach Beendigung der Suspendierung die Temperatur gesteigert wird. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zerteiler (4) gleichzeitig als Rührvorrichtung ausgebildet ist.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 701493.
DEO4489A 1954-10-04 1955-10-03 Verfahren zur Herstellung von Globularpulver aus Nitrocellulose Pending DE1154025B (de)

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