DE1153798B - Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmelde-anlagen, insbesondere Selektivrufauswerter - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmelde-anlagen, insbesondere SelektivrufauswerterInfo
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- H04W88/027—Selective call decoders using frequency address codes
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Description
- Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Selektivrufauswerter In Funksprechgeräten mit Selektivruf sind bekanntlich in den Empfängern Auswerter vorgesehen, die das Empfangsgerät und gegebenenfalls den zugehörigen Sender für die Wiedergabe einer Nachricht freischalten, wenn das für den betreffenden Empfänger bestimmte Rufsignal empfangen wird. Bei dem eingeführten Rufsignal (;°) stehen zwanzig Frequenzen zur Verfügung, aus denen je vier das Rufsignal für einen bestimmten Empfänger bilden.
- Die Auswerter arbeiten mit frequenzempfindlichen Einheiten, z. B. mit Resonanzrelais, die auf die dem Empfänger zugeteilten Frequenzen des Systems abgestimmt sind. Erst wenn alle vier Resonanzrelais eines Auswerters ansprechen, erfolgt die Freischaltung des Empfängers für die Nachrichtenwiedergabe.
- Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß in jedem Auswerter bis zu drei Resonanzrelais auch dann ansprechen, wenn Rufsignale für andere Empfänger ausgesandt werden, die mit dem Rufsignal, auf das der Auswerter eingestellt ist, mindestens eine Frequenz gemeinsam haben. Dieses teilweise Ansprechen des Auswerters auf fremde Rufsignale soll hier mit Fehlauswertung bezeichnet werden. Die Zahl der Fehlauswertungen wird dadurch noch vergrößert, daß einem bestimmten Gebiet, beispielsweise dem Bereich einer Oberpostdirektion, bestimmte Frequenzgruppen oder -kolonnen als Rufsignale zugeordnet werden, die mehrere gleiche Frequenzen für alle Rufsignale des Gebietes enthalten.
- Welches Ausmaß die Fehlauswertungen in den Empfängern eines solchen Gebietes annehmen kann, soll durch ein Beispiel erläutert werden: Es wird angenommen, daß dem Gebiet die Frequenzen f 1 und f 2 und damit alle möglichen Kombinationen der Frequenzen f 1.1 bis f 10 und f 21 bis f 20 als Rufsignale zugeordnet sind; d. h. die Rufsignale bestehen aus den fünfundvierzig Kombinationen f 1, f 2, f 11, f 12 -f l, f2, f11, f13-fl, f2, f11, f14-fl, f2, f19, f 20. Sind nun alle Rufsignale vergeben, so werden bei jedem Anruf in den vierundvierzig nicht betroffenen Empfängern die Resonanzrelais für die Frequenzen f 1 und f 2 und in je acht Empfängern zusätzlich die Resonanzrelais für die Frequenzen, die oben an dritter bzw. vierter Stelle genannt sind, angeregt, ohne daß diese Empfänger gerufen sind. Insgesamt ergibt dies einhundertvier Fehlauswertungen bei jedem Anruf. Bei täglich nur einem Anruf für jede Station im Mittel beträgt die Zahl der Fehlauswertungen im Monat bereits über einhundertdreißigtausend. Dies bedeutet eine hohe Beanspruchung der Resonanzrelais, die deren Lebensdauer wesentlich vermindern. Es besteht daher die Aufgabe, Maßnahmen zur Schonung der Resonanzrelais od. dgl. in Selektivrufauswertern zu finden.
- Die Erfindung schlägt eine Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmeldeanlagen mittels Resonanzrelais, insbesondere einen Selektivrufauswerter für Funksprechgeräte vor, bei der die Resonanzrelais wesentlich weniger beansprucht werden als bei den bekannten Anordnungen. Sie erreicht dies dadurch, daß nur ein Teil der Resonanzrelais ständig an den Ausgang des Signalempfängers angeschaltet ist und bei Eintreffen eines Rufsignals mit den diesem Teil der Resonanzrelais zugeordneten Frequenzen die Anschaltung der weiteren Resonanzrelais steuert.
- Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind beispielsweise nur die beiden auf je eine der Frequenzen f 11 bis f 20 ansprechenden Resonanzrelais ständig zur Auswertung bereit, während die Resonanzrelais für die Frequenzen f 1 und f 2 erst zugeschaltet werden, wenn, die erstgenannten beiden Resonanzrelais angesprochen haben. Die Zahl der Fehlauswertungen bei jedem Anruf würde sich dann in dem oben angeführten Bereich mit fünfundvierzig Empfängern von einhundertvier auf sechzehn vermindern.
- Die Erfindung schließt aber auch den Fall ein, daß zunächst nur ein einziges Resonanzrelais funktionsfähig durchgeschaltet ist und daß die weiteren Resonanzrelais erst nach dessen Ansprechen angeschaltet werden. In dieser Ausführung verringert sich die Zahl der Fehlauswertungen im Mittel noch weiter. Eine andere Möglichkeit zur Schonung der Resonanzrelais besteht darin, daß die Einschaltzeit der Resonanzrelais zeitlich begrenzt ist, etwa dadurch, daß in ihrem Stromkreis ein Zeitschalter, beispielsweise ein Thermorelais, liegt, mit dem der Stromkreis nach einer gewissen Zeit unterbrochen wird. Zweckmäßigerweise wird diese Möglichkeit mit der oben angeführten Maßnahme, nur einen Teil der Resonanzrelais zunächst zur Auswertung der Rufsignale zu verwenden, kombiniert.
- Die Erfindung und ihre Einzelheiten werden an Ausführungsbeispielen näher erläutert: Abb. 1 zeigt den Stromlaufplan eines Viererruf-Empfangssatzes, bei dem zunächst nur ein einziges Resonanzrelais funktionsfähig angeschaltet ist. Mit I, II, III, IV sind die Wicklungen der Resonanzrelais zur Rufauswertung bezeichnet, die an den Niederfrequenzausgang a, b des nicht dargestellten Empfängers angeschlossen sind. üblicherweise liegen alle vier Wicklungen parallel an diesem Niederfrequenzausgang. Nach der Erfindung ist dagegen nur die Wicklung IV ständig mit dem Niederfrequenzausgang a, b verbunden. Erst wenn ein Rufsignal ankommt, das die Frequenz f 4 enthält, spricht dieses Resonanzrelais an und schließt seinen Kontakt 4. Damit wird ein Stromkreis für das Hilfsrelais R geschlossen und dieses zum Anziehen gebracht. Da der Kontakt 4 bei Verwendung von Resonanzrelais nur oszillierend schließt, sorgt der durch den Entladewiderstand R 4 überbrückte Kondensator C 4 für die Überbrückung der kurzen Stromunterbrechung. Entsprechendes gilt für die Widerstände R 1 bis R 3 und Kondensatoren C 1 bis C 3. Der Kontakt r des Hilfsrelais R verbindet die Wicklungen I, II, III der übrigen Resonanzrelais mit dem Niederfrequenzausgang a, b. W ist ein Anpassungswiderstand, um für beide Stellungen des Kontaktes r dieselbe Belastung am Niederfrequenzausgang a, b zu haben. Der übrige Teil der Schaltung entspricht einer an sich bekanntenAusführung. Wenn alle Kontakte 1 bis 4 der Resonanzrelais geschlossen sind, wird über den Transistor Trs 1 das Relais B betätigt, das den nicht dargestellten Empfänger zur Nachrichtenübermittlung freischaltet.
- Abb.2 zeigt die gleiche Anordnung mit der Variation, daß zunächst die beiden Wicklungen III und IV funktionsfähig angeschaltet sind, während die beiden Wicklungen I und II erst nach dem Schließen der Kontakte 3 und 4 durch den Kontakt r des Hilfsrelais R an den Niederfrequenzausgang a, b des Empfängers angeschaltet werden. Im Stromkreis für das Hilfsrelais R ist der Transistorschalter Trs 2 vorgesehen, um die Kontakte 3 und 4 geringer zu belasten.
- In Abb. 3 ist eine Abwandlung der Ausführung nach Fig: 1 dargestellt, bei der die Wicklungen I, 1I, 111 der Resonanzrelais nur für eine begrenzte Zeit zugeschaltet werden. Als Zeitschalter ist beispielsweise ein Thermorelais Th gezeichnet, dessen Kontakt th das Hilfsrelais R abschaltet, das seinerseits die Wicklungen I, 1I, III der weiteren Resonanzrelais mittels seines Kontaktes r1 vom Niederfrequerzausgang a, b und gleichzeitig das Thermorelais Th mittels seines Kontaktes r2 von der Spannungsquelle abschaltet.
- Die Erfindung fordert zwar einen Mehraufwand an Schaltmitteln gegenüber den gebräuchlichen Anordnungen. Dieser Mehraufwand wird aber bei weitem aufgewogen durch die wesentlich geringere Beanspruchung der Resonanzrelais, deren Wartungs-und Instandsetzungskosten sehr hoch sind.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmeldeanlagen mittels Resonanzrelais, insbesondere Selektivrufauswerter für Funksprechgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Teil der Resonanzrelais (IV/Abb. 1; bzw. III, IV/Abb. 2; bzw. IV/Abb. 3) ständig an den Ausgang (a, b) des Signalempfängers angeschaltet ist und bei Eintreffen eines Rufsignals mit den diesem Teil der Resonanzrelais zugeordneten Frequenzen (f 4; bzw. f 3, f 4; bzw. f 4) die Anschaltung der weiteren Resonanzrelais (I, 1I, III/Abb. 1; bzw. I, II/Abb.2; bzw. I, II, III/Abb. 3) steuert.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch das Wirksamwerden des ständig an den Signalempfängerausgang angeschalteten Teils der Resonanzrelais wirksam werdendes Hilfsrelais (R) die Anschaltung das Hilfsrelais mittels eines Transistors (Trs2/ Abb. 2) verstärkbar ist.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da.ß der Erregerstrom für dasHilfsrelaismittels einesTransistors (Trs2/Abb.2 verstärkbar ist.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zeitmeßeinrichtung (Th) die an den Ausgang des Signalempfängers angeschalteten weiteren. Resonanzrelais nach einer vorbestimmten Zeit wieder abschaltet (mittels Th, R, r1).
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Zeitmeßeinrichtung ein Thermorelais (Th) vorgesehen ist, das durch einen weiteren Kontakt (r2) des Hilfsrelais (R) anschaltbar ist und nach einer vorbestimmten Zeit das Hilfsrelais (R) abschaltet (mittels th).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES76434A DE1153798B (de) | 1961-10-26 | 1961-10-26 | Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmelde-anlagen, insbesondere Selektivrufauswerter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES76434A DE1153798B (de) | 1961-10-26 | 1961-10-26 | Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmelde-anlagen, insbesondere Selektivrufauswerter |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1153798B true DE1153798B (de) | 1963-09-05 |
Family
ID=7506126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DES76434A Pending DE1153798B (de) | 1961-10-26 | 1961-10-26 | Schaltungsanordnung zum Auswerten von mehrfrequenten Rufsignalen in Fernmelde-anlagen, insbesondere Selektivrufauswerter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1153798B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1231144B (de) * | 1963-11-02 | 1966-12-22 | Telefunken Patent | Selektiver Rufempfaenger fuer Personenrufanlagen |
-
1961
- 1961-10-26 DE DES76434A patent/DE1153798B/de active Pending
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1231144B (de) * | 1963-11-02 | 1966-12-22 | Telefunken Patent | Selektiver Rufempfaenger fuer Personenrufanlagen |
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