DE1153364B - Verfahren zur Herstellung tertiaerer Phosphinoxyde - Google Patents
Verfahren zur Herstellung tertiaerer PhosphinoxydeInfo
- Publication number
- DE1153364B DE1153364B DEA35281A DEA0035281A DE1153364B DE 1153364 B DE1153364 B DE 1153364B DE A35281 A DEA35281 A DE A35281A DE A0035281 A DEA0035281 A DE A0035281A DE 1153364 B DE1153364 B DE 1153364B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- formula
- oxide
- mol
- alkyl
- sodium
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/28—Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
- C07F9/50—Organo-phosphines
- C07F9/53—Organo-phosphine oxides; Organo-phosphine thioxides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
- C10L1/10—Liquid carbonaceous fuels containing additives
- C10L1/14—Organic compounds
- C10L1/26—Organic compounds containing phosphorus
- C10L1/2608—Organic compounds containing phosphorus containing a phosphorus-carbon bond
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
A 35281 IVb/12 ο
BEKANNTMACHUN G
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 29. AUGUST 1963
Die Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von tertiären Phosphinoxyden, insbesondere
ein Zweistufenverfahren, wobei tertiäre aromatische Phosphinoxyde, wie z. B. Triphenylphosphinoxyd,
mit metallischem Natrium behandelt werden und die erhaltene Mischung mit einem organischen
Halogenid unter Bildung wertvoller Derivate der erwähnten Phosphinoxyde umgesetzt wird.
In der Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, Bd. 272, 1953, S. 25 bis 31, ist die Reaktion i"
von ArePO mit Metallen (Alkali) beschrieben. Die
Konstitutionsformel des zuerst erhaltenen Produkts ist
(C6H5 — C6Hs)2 — P — OK
Hieraus kann erwartet werden, daß bei der Alkylierung
mit RX ein Produkt der Formel
(C6H5 — C6Hs)2 — P — OK
gebildet wird.
Die Reaktionsfähigkeit gegenüber Alkylierung wurde nicht untersucht. Es ist nicht möglich, auf die
Konstitution der alkylierten Produkte zu schließen. Außerdem bemerken Heitt et al, a. a. Ο., daß die
Konstitution ihrer Metalladdukte entweder AraPOMea
oder A^POMe ist. Ohne zusätzliche Kenntnis der Struktur, die in der genannten Literaturstelle nicht
angegeben ist, ist es nicht möglich, die Struktur irgendwelcher Alkylierungsprodukte vorherzusagen.
In der Zeitschrift für Naturforschung, Bd. 14b, 1959,
S. 349 und 350, wird die Herstellung von Ar2P-K+
aus A13P beschrieben. Aus dieser Reaktion ist es jedoch nicht möglich, vorherzusagen, wie das Phosphinoxyd
reagieren wird.
In der Zeitschrift für angewandte Chemie, Bd. 69, 1957, S. 307, wird die Reaktion von Tetraphenyldiphosphin
mit Alkalimetall beschrieben. Bei dieser Reaktion befindet sich jedoch kein Sauerstoff am
Phosphor. Diese Verbindungen sind den Phosphinoxyden nicht analog. Außerdem wird hierbei die
P — P-Bindung untersucht und nicht eine P — C-Bindung.
Auf Grund dieses Standes der Technik war das erfindungsgemäße Verfahren überraschend und nicht
vorherzusehen.
Verfahren zur Herstellung
tertiärer Phosphinoxyde
tertiärer Phosphinoxyde
Anmelder:
American Cyanamid Company,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und DipL-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 4. August 1959 (Nr. 831 460)
V. St. v. Amerika vom 4. August 1959 (Nr. 831 460)
Arthur Kentaro Hoffmann, Springdale, Conn.,
und Audrey Tesch Henderson, Stamford,
und Audrey Tesch Henderson, Stamford,
Conn. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines tertiären Phosphinoxyds
entwickelt, das mindestens eine an den Phosphor gebundene Arylgruppe besitzt, indem
(a) etwa 1 Mol eines Phosphinoxyds der Formel
A« P
in der η eine Zahl von 1 bis 3 und m eine Zahl von 0 bis 2 bedeutet, wobei die Summe von n+m
— 3 ist, A eine Arylgruppe, die gegebenenfalls durch den Alkyl-, Alkoxy-, Dialkylamino-,
Acetal- oder Ketalrest substituiert ist, und B eine Alkyl-, Aralkyl- oder Alkarylgruppe mit 1 bis
20 Kohlenstoffatomen im Alkylrest bedeutet, mit etwa 2 Mol Natrium unter Ausschluß von
Wasser und Luft bei einer Temperatur von —40 bis +6O0C in Anwesenheit eines ätherischen
Lösungsmittels umgesetzt wird und
309 669-335
(b) dann das Reaktionsprodukt (a) mit einem mono- oder dihalogensubstituierten organischen Halogenid
der Formel
X1 —R —X2 II
weiter umgesetzt wird, in der X1 Halogen oder
Wasserstoff, X2 Halogen und R eine Alkyl-, Aralkyl-, Alkylen- oder Alkenylgruppe oder den
Rest
-CH2-
Für das Verfahren der Erfindung geeignete organische Halogenide sind beispielsweise Methyljodid,
Butylbromid, Benzylchlorid, Methylbromid, Benzylfluorid,
Brompenten-(2), Octylbromid, Allylchlorid, Cetyljodid, Pentamethylendiehlorid und -dijodid
und <u,ö/-Dichlor-p-XyIol.
Es ist wesentlich, daß das vorliegende Verfahren unter Wasser und Luftausschluß durchgeführt wird.
Die Anwesenheit von Wasser oder Luft macht sich nicht nur nachteilig bei den Ausbeuten bemerkbar,
sondern verursacht auch die Bildung verschiedener organischer Derivate des Phosphinreaktionsteilnehmers.
Zu den erfindungsgemäß angewandten ätherischen
bedeutet, wobei sich die Doppelbindung der Alkenylgruppe mindestens in ^-Stellung zu
einem der beiden Halogenatome befindet, die 15 Lösungsmitteln gehören Methyläthyläther, 1,2-Di-Alkyl-oder
Alkenylgruppen 3 bis 20 Kohlenstoff- methoxyäthan, Tetrahydrofuran oder andere PoIy-
äther, z.B. Dimethyl- oder Diäthylglykoläther und
andere cyclische Äther.
Es war überraschend, daß metallisches Natrium das
Es war überraschend, daß metallisches Natrium das
atome enthalten und, falls X1 und X2 Halogenatome
bedeuten, sie an verschiedene Kohlenstoffatome
gebunden sind, wodurch
(c) bei Anwendung eines organischen Monohalo- 20 einzige Alkalimetall ist, das zur Durchführung der
genids der Formel II eine Verbindung der Formel
n-! — P
ΙΠ
erhalten wird, in der A, R, B, η und m die vorstehend
angegebene Bedeutung besitzen, mit der erfindungsgemäßen Reaktion geeignet ist.
Gemäß der Erfindung werden etwa 2 Moläquivalente metallisches Natrium je Mol des tertiären
Phosphinoxyds angewendet. Andererseits liegt das Molverhältnis von Phosphinoxyd zu monohalogensubstituiertem
organischem Halogenid im allgemeinen bei etwa 1:1. Das Verhältnis von Phosphinoxyd zu
dihalogensubstituiertem organischem Halogenid liegt gewöhnlich bei etwa 2:1. Obwohl die Reaktion von
Abänderung, daß die Summe von m + η = 2 30 Phosphinoxyd zu Halogenid im wesentlichen stöchio-
metrisch verläuft, ist ein Überschuß eines der beiden
Reaktionsteilnehmer, z. B. entweder des Oxyds oder des Halogenide, zulässig, ohne daß die Reaktion im
wesentlichen beeinflußt wird.
Die erfindungsgemäße Reaktion wird bei Atmosphären-, Unter- oder Überdruck und, soweit es die
erste Reaktionsstufe angeht, bei Temperaturen von —40 bis 6O0C durchgeführt. Die zweite Reaktionsstufe, die Umsetzung des als Zwischenverbindung
entstehenden Salzes des Phosphinoxyds mit einem organischen Halogenid, kann bei Temperaturen von
-60 bis 1000C, vorzugsweise -10 bis 6O0C durchgeführt
werden.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen können direkt als Benzinzusätze angewandt werden. Bei Verwendung von bis zu etwa 10 ml jeder dieser Verbindungen, gelöst in 3,79 1 (1 gallon) Benzin, wird Schutz gegen Fehlzündung und Oberflächenverbrennung gewährleistet.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen können direkt als Benzinzusätze angewandt werden. Bei Verwendung von bis zu etwa 10 ml jeder dieser Verbindungen, gelöst in 3,79 1 (1 gallon) Benzin, wird Schutz gegen Fehlzündung und Oberflächenverbrennung gewährleistet.
ist,
(d) bei Anwendung eines organischen Dihalogenids
der Formel II eine Verbindung der Formel
X V
P —R —P
erhalten wird,, in der A, R, B, η und m die vorstehend
angegebene Bedeutung besitzen, mit der Abänderung, daß die Summe von η + m für
jedes Phosphoratom 2 ist.
Beispiel 1
Diphenylmethylphosphinoxyd
Diphenylmethylphosphinoxyd
P-CH3
Beispielsweise wird Triphenylphosphmoxyd unter Wasser und LuftausschluB mit einem ätherischen
Lösungsmittel, z. B. 1,2-Dimethoxyäthan, vermischt und die erhaltene Mischung mit feinverteiltem metallischem
Natrium vermischt. Diese Mischung wird etwa Minuten in Bewegung gehalten.
Man erhält eine dunkelgrünbraune Lösung, die mit einem Alkylhalogenid, z. B. Methyljodid, umgesetzt
wird; die erhaltene Mischung wird zentrifugiert und destilliert, wobei ein öliger Rückstand erhalten wird,
der mit Äther und anschließend mit Benzol extrahiert wird. Das Benzol wird abgedampft, und man erhält
als Produkt in guter Ausbeute Diphenylmethylphosphinoxyd.
Zu den zahlreichen gemäß der Erfindung ange- 6ü
wandten Phosphinoxydreaktionsteilnehmern gehören
beispielsweise Diphenylmethylphosphinoxyd, Triphe- Triphenylphosphmoxyd, 10,0 g (0,036 Mol), wird
wandten Phosphinoxydreaktionsteilnehmern gehören
beispielsweise Diphenylmethylphosphinoxyd, Triphe- Triphenylphosphmoxyd, 10,0 g (0,036 Mol), wird
nylphosphinoxyd,. Diphenylbenzylphosphinoxyd, in einen 250-ml-Erlenmeyerkolben, der Glassplitter
Diphenyläthylphosphinoxyd, Methyldi-p-tolylphos- enthält, und mit einem magnetischen Rührstab verphinoxyd,
Dimethyl-(2,5-dimethylphenyl)-phosphin- 6 sehen ist, gegeben. Der Kolben wird mehrere Stunden
oxyd, Diphenyl-(4-N,N-dirnethylphenyl)-phosphin- auf 160 bis 1700C erhitzt Anschließend wird der
oxyd, Äthylpropylphenylphosphinoxyd, Trixenyl- Kolben mit einer Destillationsapparatur, die mit
phosphinoxyd. Stickstoff ausgespült ist, verbunden, und es werden
100 ml 1,2-Dimethoxyäthan unter Stickstoff auf das
Phosphinoxyd destilliert. Metallisches Natrium, 3,36g (0,145MoI), das in feine Teilchen geschnitten ist,
wird unter Stickstoff zugegeben und die Reaktionsmasse 72 Stunden bei Normaltemperatur gerührt.
Die erhaltene Lösung ist dunkelgrünbraun. Dann wird genügend Methyljodid zugegeben, um die Lösung
zu entfärben, und überschüssiges Natrium wird mit der Hand entfernt. Der Natriumverbrauch beträgt
1,65 g (0,072 Mol) oder 2 Moläquivalente je Mol Triphenylphosphinoxyd.
Dann wird die erhaltene Reaktionslösung zentrifugiert, und von dem entstehenden Zentrifugat wird Dimethoxyäthan durch Destillation
entfernt, wobei ein öliger Rückstand verbleibt, der anschließend wieder mit Benzol extrahiert wird. Nach
dem Abdampfen des Benzols erhält man das Produkt, Diphenylmethylphosphinoxyd, das nach dem Umkristallisieren
aus Benzol einen F. 104 bis 1050C besitzt.
Beispiel 2 Diphenylbutylphosphinoxyd
-C4H.
Gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 oben wird n-Butylbromid zugegeben, um die Natriumtriphenylphosphinoxydlösung
zu entfärben. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels wird der verbleibende gelbe Rückstand mit Cyclohexan unter Rückfluß an
Stelle von Äther extrahiert. Das Produkt, Diphenyln-butylphosphinoxyd
scheidet sich beim Stehen ab und wird durch mehrmaliges Umkristallisieren aus Äther gereinigt, wobei ein Produkt mit einem F. 88
bis 89 0C erhalten wird.
Form von Nadeln kristallisiert und einen F. 189 bis 190°C besitzt.
Beispiel 4 Diphenyläihylphosphinoxyd
Beispiel 3
Diphenylbenzylphosphinoxyd
Diphenylbenzylphosphinoxyd
Triphenylphosphinoxyd, 10,0 g (0,036 Mol), wird mit 1,65 g (0,072 Mol) metallischem Natrium in
100 ml mit Stickstoff gesättigtem wasserfreiem 1,2-Dimethoxyäthan gerührt, bis das Metall im wesentlichen
vollständig gelöst ist, d. h. etwa 48 Stunden. Benzylchlorid, 10 g (0,079 Mol), wird zugegeben und die
Reaktionsmasse stehengelassen. Die Mischung wird schwachgelb, und es scheidet sich eine beachtliche
Menge Festkörper aus. Nach Zugabe von 50 ml Benzol wird der Festkörper durch Filtration entfernt.
Der mit heißem Benzol ausgezogene Festkörper ergibt als Produkt Diphenylbenzylphosphinoxyd, das in
Triphenylphosphinoxyd. 10,0 g (Ö.Ö36 Mol), wird
in 100 ml 1,2-Dimethoxyäthan mit 1,8 g (0,078 MoI) Natrium bei Normaltemperatur umgesetzt. Nach
24 Stunden Rühren werden 10 g (0,092 Mol) Äthylbromid zugegeben. Während der exothermen Reaktion
kommt es zur Abscheidung eines Festkörpers, und es werden 0,42 g nicht umgesetztes Natrium mit
der Hand entfernt. Der Festkörper wird abfiltriert und das Filtrat zur Trockne eingedampft. Der erhaltene
Rückstand wird mit Cyclohexan unter Rückfluß extrahiert, aus dem sich nach dem Abkühlen
5,8 g Diphenyläthylphosphinoxyd ausscheiden. Eine zusätzliche Umkristallisation aus Cyclohexan mit
geringen Mengen Tierkohle ergibt das Produkt, Diphenyläthylphosphinoxyd, mit einem F. 12! bis
122°C.
Beispiel 5 Phenyläthylbenzylphosphinoxyd
Diphenyläthylphosphinoxyd, 10,0 g (0,043 Mol), wird in 80 ml 1,2-Dimethoxyäthan mit 2,2 g (0,096
Mol) Natrium 96 Stunden gerührt. Dann werden 6,0 g (0,047 Mol) Benzylchlorid zugegeben. Nach
mehrstündigem Stehen wird die Reaktionsmasse zentrifugiert, und es werden 0,41 g nicht umgesetztes
Natrium wiedergewonnen. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, und es verbleibt ein brauner öliger Rückstand,
der nach Zugabe von 3 Volumteilen Äther fest wird. Der Festkörper wird abfiltriert und mit kleinen
Anteilen Äther gewaschen. Der erhaltene Festkörper wird in Benzol gelöst und durch eine 5x2,5-cm-(2x1
"-)Säule passiert, welche die unter der Handelsbezeichnung 33%iges Darco G-60 bekannte hochaktive Kohle auf einer unter der Handelsbezeichnung
HyFIo Supergel bekannte sehr feine Diatomeenerde enthält, um alle gefärbten Verunreinigungen zu
entfernen. Die klare Benzollösung wird zur Trockne eingedampft und der Rückstand aus Äther—Benzol
(90 : 10) umkristallisiert. Man erhält Phenyläthylbenzylphosphinoxyd in Form langer Nadeln; F. 117
bis 118°C.
Analyse für C15H17PO:
Berechnet .... C 73,75, H 7,02, P 12,68; gefunden ... C 73,47, H 7,30, P 12,68.
Beispiel 6
Diphenylisoamylphosphinoxyd
Diphenylisoamylphosphinoxyd
P-f V-CH3
C-Ή ^= CJHL — CH2
C-Ή ^= CJHL — CH2
Diphenyl-p-tolylphosphinoxyd, 10,0 g (0,034 Mol),
das in 100 ml Tetrahydrofuran gelöst ist, wird mit 1,57 g (0,068 Mol) metallischem Natrium umgesetzt.
Nach vollständiger Lösung des Metalls werden 2,62 g (0,034 Mol) Allylchlorid zugegeben. Die
Reaktionsmischung wird 3 Stunden gerührt und filtriert. Das Filtrat wird nach dem Eindampfen
kristallisiert und ergibt Allyl-p-tolylphenylphosphinoxyd.
Beispiel 8
Diphenylbenzylphosphinoxyd
Diphenylbenzylphosphinoxyd
Das Verfahren von Beispiel 3 zuvor wird im wesentlichen wiederholt, nur daß als Lösungsmittel Dimethyläther
und daß 7,9 g (0,072 Mol) Benzylfluorid an Stelle von Benzylchlorid zur Reaktion mit der
Natriumlösung angewandt werden. Man erhält Diphenylbenzylphosphinoxyd.
Beispiel 9
Trimethylphosphinoxyd
Trimethylphosphinoxyd
Beispiel 10
Tetramethylen-bis-(diphenylphosphinoxyd)
Tetramethylen-bis-(diphenylphosphinoxyd)
(CH2)4
Das Verfahren von Beispiel 3 zuvor wird im wesentlichen wiederholt, nur daß als organisches Halogenid
Isoamylbromid, 10,8 g (0,072 Mol), angewandt wird. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels erhält man
das Produkt, Diphenylisoamylphosphinoxyd, das aus Äther umkristallisiert wird.
Allyl-p-tolylphenylphosphinoxyd
O
O
Triphenylphosphinoxyd, 10 g (0,036 Mol), wird in 100 ml 1,2-Dimethoxyäthan mit 1,65 g (0,072 Mol)
Natrium umgesetzt. Die erhaltene Lösung wird mit 3,8 g (0,017 Mol) Tetramethylenbromid behandelt
und nach 3stündigem Stehen filtriert. Der erhaltene feste Rückstand wird mit heißem Chloroform ausgezogen.
Aus der Lösung scheidet sich durch Zugabe von Pentan das Produkt, Tetramethylen-bis-(diphenylphosphinoxyd),
F. 255 bis 2570C, ab.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines tertiären Phosphinoxyds, das mindestens eine an den
Phosphor gebundene Arylgruppe besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) etwa I Mol eines Phosphinoxyds der Formel O
An-P-B,
35
45
55
60
Eine Reaktionsmischung aus 2,7 g (0,117 Mol) metallischem Natrium in 125 ml 1,2-Dimethoxyäthan,
die am Anfang 10 g (0,059 Mol) Dimethylp-tolylphosphinoxyd
enthält, wird mit 8,4 g (0,059 Mol) Methyljodid umgesetzt, und die Reaktionsmasse
wird 6 Stunden gerührt. Dann wird das Lösungsmitte! abgedampft. Die Destillation des Rückstandes
ergibt Trimethylphosphinoxyd; F. etwa 1400C
in der η eine Zahl von 1 bis 3 und m eine Zahl von 0 bis 2 bedeutet, wobei die Summe
von η + m = 3 ist, A eine Arylgruppe, die gegebenenfalls durch den Alkyl-, Alkoxy-,
Dialkylamino-, Acetal- oder Ketalrest substituiert ist und B eine Alkyl-, Aralkyl- oder
Alkarylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen im Alkylrest bedeutet, mit etwa
2 Mol Natrium unter Ausschluß von Wasser und Luft bei einer Temperatur von —40 bis
+6O0C in Anwesenheit eines ätherischen Lösungsmittels umgesetzt wird und
(b) dann das Reaktionsprodukt aus Stufe (a) mit einem mono- oder dihalogensubstituierten
organischen Halogenid der Formel
Xi-R-X2 II
weiter umgesetzt wird, in der X1 Halogen oder Wasserstoff, X2 Halogen und R eine
Alkyl-, Aralkyl-, Alkylen- Alkenylgruppe oder den Rest
-CH2-
-CHo-
bedeutet, wobei sich die Doppelbindung der Alkenylgruppe mindestens in ß-Stellung zu
einem der beiden Halogenatome befindet, die Alkyl- oder Alkenylgruppen 3 bis 20 Kohlenstoffatome
enthalten und, falls X1 und X2 Halogenatome bedeuten, sie an verschiedene
Kohlenstoffatome gebunden sind, wodurch
(c) bei Anwendung eines organischen Mcnohalogenids der Formel II eine Verbindung
der Formel
O B»
II/
Αβ-ι —Ρ
Αβ-ι —Ρ
III
erhalten wird, in der A, R, B, η und m die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen,
mit der Abänderung, daß die Summe von m -+- η = 2 ist,
(d) bei Anwendung eines organischen Dihalogenids der Formel II eine Verbindung der
Formel
BmO O Bm
\ll II/
p —R—ρ
p —R—ρ
A.?j— 1 J\. γι-
IV
erhalten wird, in der A, R, B. η und m die
vorstehend angegebene Bedeutung besitzen,
10
mit der Abänderung, daß die Summe von η + m für jedes Phosphoratom 2 ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als ätherisches Lösungsmittel Dimethyläther,
Methyläthyläther, Polyäther und cyclische Äther angewandt werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Natrium mit dem Phosphinoxyd der Formel I in einem Zeitraum von etwa 30 Stunden umgesetzt
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umsetzung des Natriumsalzes des Phosphinoxyds mit dem organischen Halogenid bei einer
Temperatur von —60 bis 1000C, vorzugsweise von —10 bis 600C durchgeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 272, 1953, S. 25 bis 31;
Zeitschrift für Naturforschung, 14 b, 1959, S. 349G50:
Angewandte Chemie, 69, 1957, S. 307;
Journal of Organic Chemistry, 23, 1958, S. 1063 bis 1065.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US831460A US3032589A (en) | 1959-08-04 | 1959-08-04 | Method of preparing organophosphorus oxides |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1153364B true DE1153364B (de) | 1963-08-29 |
Family
ID=25259112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA35281A Pending DE1153364B (de) | 1959-08-04 | 1960-08-04 | Verfahren zur Herstellung tertiaerer Phosphinoxyde |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3032589A (de) |
| DE (1) | DE1153364B (de) |
| FR (1) | FR1280602A (de) |
| GB (1) | GB949942A (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3467717A (en) * | 1966-09-14 | 1969-09-16 | Lever Brothers Ltd | Tertiary organophosphine oxides |
| US3989824A (en) * | 1975-03-06 | 1976-11-02 | M & T Chemicals Inc. | Method for controlling acarids with phosphine oxides |
| US4299760A (en) * | 1979-09-24 | 1981-11-10 | American Cyanamid Company | Flame retarded, rubber-modified, polyphenylene ether resin compositions |
| DE3425282A1 (de) * | 1984-07-10 | 1986-01-16 | Röhm GmbH, 6100 Darmstadt | Verfahren zur herstellung aromatischer phosphorverbindungen |
| US6162929A (en) * | 1997-12-23 | 2000-12-19 | Hoffmann-La Roche Inc. | Process for the manufacture of bisphosphine oxide and bisphosphonate compounds |
| US20110196080A1 (en) | 2007-08-01 | 2011-08-11 | Kuraray Co., Ltd. | Polyamide composition |
| CN105440645B (zh) * | 2014-07-10 | 2017-11-07 | 中山台光电子材料有限公司 | 含磷阻燃剂的低介电树脂组合物及其制备方法和应用 |
-
1959
- 1959-08-04 US US831460A patent/US3032589A/en not_active Expired - Lifetime
-
1960
- 1960-08-04 GB GB27121/60A patent/GB949942A/en not_active Expired
- 1960-08-04 FR FR834957A patent/FR1280602A/fr not_active Expired
- 1960-08-04 DE DEA35281A patent/DE1153364B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3032589A (en) | 1962-05-01 |
| GB949942A (en) | 1964-02-19 |
| FR1280602A (fr) | 1962-01-08 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| US2506344A (en) | Method for making thiophosphates | |
| EP0107857A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 8.12-Epoxy-13.14.15.16-tetranorlabdan | |
| DE1153364B (de) | Verfahren zur Herstellung tertiaerer Phosphinoxyde | |
| DE2651448A1 (de) | Neue organozinn-stabilisatorkompositionen und hiermit stabilisierte polyvinylharze | |
| DE3235787C2 (de) | ||
| DE970656C (de) | Verfahren zur Herstellung von phosphorhaltigen, organischen Verbindungen | |
| EP0130439B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Vinylphosphon-, oder Vinylpyrophosphonsäure | |
| EP0008786B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminsalzen von sauren O,S-Dialkylthiophosphorsäureestern | |
| DE2156203C3 (de) | ||
| US2668179A (en) | Linear dodecamethyltetraphosphoramide | |
| DE2004837A1 (de) | Pentacoordinative Siloxane und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| EP0299171B1 (de) | Alkoholfreie Orthoester des Zirkoniums und Hafniums und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1154469B (de) | Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Phosphinoxyden | |
| DE576327C (de) | Verfahren zur Herstellung von Halogenabkoemmlingen cyclisch disubstituierter Tetrazole | |
| EP0115011A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aryldichlorphosphanen | |
| EP0779294A1 (de) | Halogenfreie cyclische Phosphorsäureester und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1276633B (de) | Verfahren zur Herstellung von Estern einiger Saeuren des Phosphors | |
| DE1252680B (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphinsäureestern | |
| DE964045C (de) | Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern | |
| EP0065213B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphonsäure-ester-chloriden | |
| DE1024090B (de) | Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger heterocyclischer Verbindungen | |
| DE1518060C (de) | 0.0-Dialkyl-S- eckige Klammer auf 2-(acetamido)-äthyl eckige Klammer zu -dithiophosphate und Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen | |
| DE1201836B (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphinen | |
| DE1518060B (de) | 0.0-Dialkyl-S- eckige Klammer auf 2-(acetamido)-äthyl eckige Klammer zu -dithiophosphate und Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen | |
| EP0377905A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 4,5,6-Trichlorpyrimidin |