DE1201836B - Verfahren zur Herstellung von Phosphinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PhosphinenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C07f
Nummer: 1201836
Aktenzeichen: A 47748IV b/12 ο
Anmeldetag: 8. November 1961
Auslegetag: 30. September 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Phosphinen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß man bei 0 bis 1500C in einem inerten organischen Lösungsmittel
a) weißen Phosphor,
b) eine metallorganische Verbindung der allgemeinen Formel
RMXn
in der R eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlen-Stoffatomen, eine Cycloalkyl-, eine gegebenenfalls
durch Halogenatome oder niedere Alkoxygruppen substituierte Arylgruppe oder der 3-(Trifluormethyl)-phenylrest
sein kann, M Lithium oder Magnesium, X Halogen und η = 0 oder 1 bedeutet,
und
c) ein Alkylhalogenid
umsetzt und dann die Reaktionsmischung mit Wasser oder verdünnter Mineralsäure hydrolysiert.
Es wurde bereits eine Reaktion zwischen festem Phosphor und Natrium und/oder Lithium sowie die
anschließende Umsetzung des Zwischenproduktes mit einer organischen Halogenverbindung RX beschrieben.
Die nach diesem Verfahren erhaltenen Produkte sind Alkylphosphine.
Demgegenüber besteht das erfindungsgemäße Verfahren in der Umsetzung von festem Phosphor mit
einer metallorganischen Verbindung und der nachfolgenden Reaktion der auf diese Weise erhaltenen
Produkte mit einem Alkylhalogenid. Die Zwischenprodukte der beiden Verfahren sind also verschieden.
Außerdem ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur die Herstellung von Alkylphosphinen,
sondern auch von Aryl-, Alkyl- und gemischten Aryl- und Alkylphosphinen.
Beispiele für erfindungsgemäß anwendbare metallorganische Verbindungen der vorstehend angegebenen
allgemeinen Formel sind Lithium-n-butyl, n-Butylmagnesiumbromid,
n-Butylmagnesiumchlorid, Methylmagnesiumjodid, Lithium-1-naphthyl, Lithium-3-(trifluormethyl)-phenyl,
Lithium-4-fluorphenyl, Lithium-4-methoxyphenyl,
Octylmagnesiumbromid, Lithiumheptyl, Hexylmagnesiumbromid, Lithiumcyclohexyl, Lithium-n-dodecyl, Lithiumheptafluorpropyl, Lithium-6-methoxy-2-naphthyl,
Lithium-n-propyl, Lithium-4-tolyl und Lithium-4-chlorphenyl.
Man kann den elementaren weißen Phosphor in feinverteilter Form, aber auch in geschmolzenem Zustand
oder in Stückform anwenden.
Geeignete Alkylhalogenide sind z. B. Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, Heptyl-,
Verfahren zur Herstellung von Phosphinen
Anmelder:
American Cyanamid Company,
Township of Wayne, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. I. M. Maas
und Dr. W. G. Pfeiffer, Patentanwälte,
München 23, Ungererstr. 25
Als Erfinder benannt:
Michael McKay Rauhut,
Andrew MiIo Semsei, Stamford, Conn.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 8. November 1960
(67 884)
V. St. ν. Amerika vom 8. November 1960
(67 884)
Octyl-, Nonyl-, Deeyl-, Undecyl- und Dodecylhalogenide,
wie Chloride, Bromide und Jodide.
Beispiele für inerte organische Lösungsmittel sind Äther, aromatische Kohlenwasserstoffe, beispielsweise
Tetrahydrofuran, Diäthyläther, Benzol, Toluol, Xylol, Dimethoxyäthan, der Diäthyläther von Diäthylenglykol
und Dioxan.
Die Reaktionsteilnehmer der vorliegenden Erfindung können in irgendeiner Reihenfolge zusammengebracht
werden. Man erhält gute Ergebnisse, wenn man eine Lösung der metallorganischen Verbindung und des
Alkylhalogenids in einem inerten organischen Lösungsmittel herstellt und den elementaren weißen Phosphor
zugibt.
Man verwendet im allgemeinen ein Verhältnis von weißem Phosphor zu metallorganischer Verbindung zu
Alkylhalogenid von wenigstens 1:1:1. Aber auch fast jeder praktisch in Frage kommende Überschuß
von metallorganischer Verbindung und/oder Alkylhalogenid bezüglich weißen Phosphors liegt im Bereich
der Erfindung. Man kann beispielsweise etwa folgende Verhältnisse, bezogen auf ein Atom Phosphor, verwenden:
1:3:3, 1:5:1, 1:1:5, 1: 10:1, 1: 3 :10
u. dgl. Vorzugsweise verwendet man ein Verhältnis im Bereich von 1:2:2 und 1:5:5.
Wird das metallorganische Magnesiumhalogenid zusammen mit dem Alkylhalogenid bei einem geringen
509 689/429
3 4
Verhältnis von magnesiumorganischem Halogenid zu organische Phase wird abgetrennt, mit wasserfreiem
Phosphor verwendet, so entsteht hauptsächlich ein Magnesiumsulfat getrocknet und destilliert; man
Tetraphosphinderivat. erhält 16,6 g Naphthalin vom Kp.2o 109 bis 13O0C,
Die Reaktion wird bei 0 bis 1500C durchgeführt. 48,9 g 1-Butylnaphthalin vom Kp.Oil 90 bis HO0C,
Besonders günstige Ergebnisse erhält man bei Zimmer- 5 30,5 g Butyl-(l-naphthyl)-phosphin vom Kp.0;1123 bis
temperatur (20 bis 25°C). Man erzielt gute Ergebnisse, 131°C und 25,0 g Butyl-bis-(l-naphthyl)-phosphin
wenn man die Reaktionsmischung unter Rückfluß hält. vom Kp.0>1 200 bis 2210C.
Die Hydrolyse der bei der ersten Verfahrensstufe der Das Butyl-(l-naphthyl)-phosphin wird erneut deErfindung
erhaltenen Reaktionsmischung wird unter stilliert, wobei man eine analysenreine Probe vom
Verwendung von Wasser oder verdünnter Mineral- io Kp.0j05 111 bis 113° C erhält,
säure, beispielsweise verdünnter HCl oder H2SO4, aus- Analvse· C H P
säure, beispielsweise verdünnter HCl oder H2SO4, aus- Analvse· C H P
geführt, und die erhaltenen Produkte werden durch y " " " D1/l„,,
Destillation unter vermindertem Druck oder unter Berechnet ... C 77,75, H 7,9 5 P 14,32 J0;
inerter Atmosphäre isoliert. gefunden ... C 77,55, H 7,96, P 13,63 %.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei 15 Das Butyl-bis-(l-naphthyl)-phosphin wird destilliert,
Atmosphärendruck, Über- oder Unterdruck ausge- wobei man eine Probe vom Kp.0i2 224 bis 226°C erhält,
führt werden. Man kann ansatzweise, kontinuierlich Analvse· CHP
oder halbkontinuierlich arbeiten. y ' 2i 23„O.1O „,„ Dnn<o;
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Berechnet ... C 84,18, H 6,77, P 9,05 J0;
20 gefunden ... C 83,33, H 6,83, P 8,99%.
BeisPie11 Beispiel3
Phenylphosphin, Dibutylphenylphosphin, Dibutyl-(3-trifluormethylphenyl)-phosphin,
Butyldiphenylphosphin Butyl-bis-(3-trifluormethylphenyl)-phosphin
7,7 g (0,25 g-Atome) weißer Phosphor werden unter 25 Man stellt eine Lösung von Lithium-3-trifluor-
Wasser in Stücke von etwa 0,5 g geschnitten, mit methylphenyl und Butylbromid in Äther her, indem
Aceton und Äther gewaschen und unter Stickstoff man Lithiumbutyl, das aus 60,8 g (0,44 Mol) Butyl-
unter Rühren zu einer Lösung von 0,5 Mol Lithium- bromid und 6,9 g (1,0 g-Atom) Lithium in 250 ml
phenyl und 68,5 g (0,5 Mol) Butylbromid in 250 ml Äther hergestellt wurde, zu einer Lösung von 100,0 g
Äther gegeben. Die exotherme Reaktion wird 45 Minu- 30 (0,44 Mol) 3-Trifluormethylbrombenzol in 50 ml Äther
ten lang mittels eines Eisbades bei 35°C gehalten. Die bei -200C gibt. Man gibt 6,9 g (0,22 Mol) in Stücke
Mischung wird weitere 6 Stunden unter Rückfluß von 0,5 g geschnittenen weißen Phosphor hinzu und
erhitzt und dann mit 100 ml Wasser behandelt. Die ^^ dje Mischung 3 Stunden unter Stickstoff. Die
wäßrige Phase wird abgetrennt und mit 50 ml Äther Reaktionsmischung wird während der ersten 30 Minu-
extrahiert. Die Atherlösungen werden vereinigt, mit 35 ten gelinde unter Rückfluß erhitzt und allmählich auf
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und destilliert; Zimmertemperatur abgekühlt. Man erhält eine dunkel-
man erhält 2,7 g Phenylphosphin vom Kp.2O 50 bis rote Reaktionsmischung, die mit 200 ml Wasser be-
65°C, 14,4 g Dibutylphenylphosphin vom Kp.5 107 bis handelt wird. Die organische Phase wird abgetrennt,
129°C und 16,7 g Butyldiphenylphosphin vom Kp.Oil mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter
87 bis 92°C. 40 vermindertem Druck destilliert; man erhält 23,4 g
Das Dibutylphenylphosphin wird erneut destilliert, Dibutyl-(3-trifluormethylphenyl)-phosphin vom Kp.18
wobei man eine Probe vom Kp.17 163°C zur Analyse 140 bis 155°C und 31,0 g Butyl-bis-(3-trifluormethyl-
erhält. phenyl)-phosphin vom Kp.18 165 bis 175°C.
Analyse: Cj4H23P
Analyse: Cj4H23P
Berechnet ... C 75,64, H 10,43 %; 45 B e i s ρ i e 1 4
gefunden ... C75,98, H 10,70%. Dibutyl-(4-methoxyphenyl)-phosphin,
Das Butyldiphenylphosphin wird erneut destilliert, Butyl-bis-(4-methoxyphenyl)-phosphin
wobei man eine Probe vom Kp.0<15114 bis 115°C zur Man stellt eine Lösung von Lithium-4-methoxy-
Analyse erhält. 50 phenyl und Butylbromid in Äther her, indem man
Analyse: C16H18P Lithiumbutyl, das aus 137,0 g (1,0 Mol) Butylbromid
Berechnet ... C 79,31, H 7,90, P 12,78 %; u*d,17'2 § ψ5 g-Atome) Lithium in 600 ml Äther
ppfiinrlpn C 70 97 W 7 08 ρ 19 81 «·/ erhalten wurde, zu einer Losung von 187,1 g (1,0 Mol)
gCl UHUClI ... \_* /7,Zr/, JT. /,7O, JT JL.£,OJL I0.
.
Λ
. _ - «... . . M , tee
4-Bromanisol in 100 ml Äther hinzugibt. 15,5 g
Beispiel2 55 (0,5 g-Atome) in Stücke von 0,5 g geschnittener weißer
Phosphor werden zugegeben und die Mischung 4 Stun-
Butyl-(l-naphthyl)-phosphin, Butyl-bis- den unter stickstoff unter Rückfluß erhitzt. Die er-
(l-naphthyl)-phosphin haltene dunkelrote Lösung wird 16 Stunden bei
Eine Mischung aus 1-Naphthyllithium und Butyl- Zimmertemperatur stehengelassen und dann mit
bromid in Äther wird hergestellt, indem man Lithium- 6o 250 ml Wasser behandelt. Die organische Phase wird
butyl, hergestellt aus 137,0 g (1,0 Mol) Butylbromid abgetrennt, mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet
und 17,2 g (2,5 g-Atome) Lithium in 600 ml Äther, zu und destilliert; man erhält 11,7 g Anisol vom Kp.„
einer Lösung von 165,6 g (0,8 Mol) 1-Bromnaphthylen 34 bis 45° C, 29,1g 4-Bromanisol vom Kp. 9 72 bis
in 100 ml Äther hinzugibt. Man versetzt mit 12,4 g 94° C, 16,2 g 4-Butylanisol vom Kp.8 104 bis 106°C,
(0,4 g-Atome) weißem, in Stücke von 0,5 g geschnit- 65 18,6 gDibutyl-(4-methoxyphenyl)-phosphin vom Kp.0>1
tenem Phosphor und rührt die Mischung 4 Stunden 116 bis 118° C und n!g = 1,5277 und 39,3 g Butyl-bis-
unter Stickstoff bei 20 bis 250C. Die Reaktions- (4-methoxyphenyl)-phosphin vom Kp.oa 163 bis
mischung wird mit 400 ml Wasser behandelt. Die 180°C.
Das Dibutyl-(4-methoxyphenyl)-phosphin wird charakterisiert, indem man eine Probe mit Methyljodid
in unter Rückfluß siedendem Äther umsetzt, wobei man Dibutyläthyl-(4-methoxyphenyl)-phosphoniumjodid
vom F. 86 bis 880C erhält. (Der in der Literatur angegebene F. = 87° C.)
Butyl-bis-(4-methoxyphenyl)-phosphin wird erneut zu einer analysenreinen Probe vom Kp.o 3 175 bis
1780C destilliert.
Die Analyse ergibt bei Butyl-bis-(4-methoxyphenyl)-phosphin C18H23O2P
Berechnet ... C 71,50, H 7,17, P 10,25%;
gefunden ... C 71,38, H 7,61, P 10,24%.
gefunden ... C 71,38, H 7,61, P 10,24%.
Dibutylphosphin, Tributylphosphin
Aus 3,0 g (0,44 g-Atome) Lithium und 27,4 g (0,20 Mol) Butylbromid in 120 ml Äther hergestelltes Lithiumbutyl wird auf 50C abgekühlt und unter Stickstoff mit 3,1 g (0,1 g-Atom) in Stücke von etwa
Aus 3,0 g (0,44 g-Atome) Lithium und 27,4 g (0,20 Mol) Butylbromid in 120 ml Äther hergestelltes Lithiumbutyl wird auf 50C abgekühlt und unter Stickstoff mit 3,1 g (0,1 g-Atom) in Stücke von etwa
0,08 g geschnittenem weißem Phosphor vereinigt. Die Mischung wird 1 Stunde bei 5° C und 2 Stunden bei
26 0C gerührt. Die Mischung, die noch eine wesentliche Menge von nicht umgesetztem Phosphor enthält,
wird auf 00C abgekühlt und eine Lösung von 20,6 g
(0,15 Mol) Butylbromid in 40 ml Äther in 75 Minuten eingerührt. Das Kühlbad wird entfernt, und die Temperatur
steigt plötzlich in 10 Minuten auf Rückflußtemperatur. Nach der exothermen Reaktion wird die
lvj Mischung über Nacht stehengelassen und mit 100 ml
Wasser behandelt. Die organische Phase wird abgetrennt, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet
und destilliert. Man erhält 1,4 g (9,6%) Dibutylphosphin vom Kp.17 72 bis 75°C und 7,8 g (39%)
Tributylphosphin vom Kp.17 120 bis 1220C.
B e i s ρ i e 1 e 6 bis 18
Das Verfahren wird in den folgenden Beispielen im wesentlichen wie in den obigen Beispielen ausgeführt,
wenn nichts anderes gesagt ist.
| Metallorganische Verbindung |
Alkylhalogenid | Molverhältnis | Inertes organisches Lösungsmittel |
Tempe ratur |
Reaktionsprodukte | |
| Bei spiel |
metallorganische Verbindung zu Alkylhalogenid |
(0C) | ||||
| Lithiumphenyl | Butylchlorid | zu P-Atom | (C2H5)2O | 25 | Dibutylphenylphosphin | |
| 6 | 2:2:1 | Butyldiphenylphosphin | ||||
| n-Butyl- | Octylbromid | THF1) | 40 | Dibutyloctylphosphin | ||
| 7 | magnesium- | 2:1:1 | Butyldioctylphosphin | |||
| bromid · | ||||||
| Methyl- | Hexylbromid | THF1) | 35 | Hexyldimethylphosphin | ||
| 8 | magnesium- | 1:1:1 | Dihexylmethylphosphin | |||
| jodid | ||||||
| Lithium-4-fluor- | Butylbromid | (C2H5)2O | unter | Butyl-4-fluor-phenylphosphin | ||
| 9 | phenyl | 1:1:1 | Rück | Butyl-bis-(4-fluormethyl)- | ||
| fluß | phosphin | |||||
| Dibutyl-4-fluor-phenyl- | ||||||
| phosphin | ||||||
| Lithium-cyclo- | Hexylchlorid | (C2H5)2O | 30 | Cyclohexyldihexylphosphin | ||
| 10 | hexyl | 2:1:1 | Dicyclohexylhexylphosphin | |||
| Lithium- | Dodecylbromid | (C2H5)2O - | 25 | Tridodecylphosphin | ||
| 11 | n-dodecyl | 1,5 : 1,5 : 1 | C6H5CH3 | |||
| Lithium- | Pentylchlorid | (C2H5)2O | 15 | Dipentylpropylphosphin | ||
| 12 | n-propyl | 1,5:1:1 | Dipropylpentylphosphin | |||
| Hexyl- | Hexylbromid | (QH9)2O | 125 | Trihexylphosphin | ||
| 13 | magnesium- | 2 : 0,5 : 1 | ||||
| bromid | ||||||
| 1-Naphthyl- | Butylbromid | (C2H5)P | 22 | Bis-(l-naphthyl)-butyl- | ||
| 14 | lithium | 2:2:1 | phosphin | |||
| Butyl-(l-naphthyl)-phosphin | ||||||
| Lithium- | Methylbromid | (C2Hs)2O- | 10 | Dimethyl-6-methoxy- | ||
| 15 | 6-methoxy- | 4:1:1 | C6H6 | 2-naphthylphosphin | ||
| 2-naphthyl | Bis-(6-methoxy-2-naphthyl- | |||||
| methylphosphin | ||||||
| Lithium- | Butylbromid | (C2Hs)2O | 35 | Bis-butyl-4-methoxy-phenyl- | ||
| 16 | 4-methoxy- | 1,5 :1,5 :1 | phosphin | |||
| phenyl | Bis-(4-methoxy)-phenyl- butylphosphin Butyl-bis- [3-(trifluormethyl)- |
|||||
| Lithium-3-(tri- | Butylbromid | (C2H5)2O | 35 | phenylj-phosphin | ||
| 17 | fluormethyl)- | 1,5 :1,5 : 1 | ||||
| phenyl | Butylphenylphosphin | |||||
| Lithiumphenyl | Butylbromid | (C2Hs)2O - | 0 | Dibutylphenylphosphin | ||
| 18 | 1,5 :1,5 :1 | C6H6 | Butyldiphenylphosphin | |||
Tetrahydrofuran.
I 201
0,5 Mol Lithiumphenyl in 300 ml Äther werden im Laufe einer Stunde tropfenweise unter Rühren zu einer
Mischung von 10,3 g (0,33 g-Atome) weißem Phosphor, 137 g (1 Mol) Butylbromid und 100 ml Äther
gegeben. Die Mischung kocht spontan unter Rückfluß und wird eine weitere Stunde unter Rückfluß erhitzt.
75 ml Wasser werden zugegeben, und die organische Phase wird abgetrennt. Die organische Phase wird mit
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter Stickstoff destilliert; man erhält Butylphosphin vom
Kp. = 71 bis 75°C.
31,0 g (1,0 g-Atom) weißer Phosphor werden unter Wasser in 0,3 g schwere Stücke geschnitten, die mit
Aceton und Benzol gewaschen werden. Der Phosphor wird unter Stickstoff in einer Portion einer Lösung
von 0,55 Mol Butylmagnesiumbromid und 75,4 g ao
(0,55MoI) Butylbromid in 300 ml Tetrahydrofuran zugegeben. Die Mischung wird unter Rückfluß (82° C)
1 Stunde lang gerührt. Es scheidet sich ein fester weißer Stoff ab, und die Mischung wird dick. Die
Reaktionsmischung wird auf 250C abgekühlt, mit
400 ml Äther verdünnt und tropfenweise mit 200 ml Wasser behandelt. Die Mischung wird von einer
geringen Menge Magnesiumhydroxyd abfiltriert, worauf die Phasen getrennt werden. Die wäßrige Phase
wird dreimal mit je 50 ml Äther extrahiert, worauf die vereinigten organischen Phasen über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet werden. Die Destillation der organischen Phase liefert 9,0 g Dibutylphosphin, eine
Spur Tributylphosphin und 37,2 g Tetrabutylcyclotetraphosphin, eine gelbe Flüssigkeit mit einem Siedepunkt
von 159° C/7 ■ 10~4 mm Hg.
Zu einer gerührten, unter
(71 bis 75°C) Mischung
(71 bis 75°C) Mischung
weißem Phosphor, 137,0 g (1,0 Mol) Butylbromid und 100 ml Tetrahydrofuran (THF) unter Stickstoffatmosphäre
werden tropfenweise 0,6 Mol Butylmagnesiumbromid in 500 ml Tetrahydrofuran während
einer Zeitspanne von 90 Minuten zugegeben. Das Rühren unter der Rückflußtemperatur wird weitere
6 Stunden fortgesetzt. Die Reaktionsmischung wird auf Zimmertemperatur abgekühlt und tropfenweise
mit 15 ml Wasser und anschließend mit 100 ml einer 48%igen wäßrigen Bromwasserstoffsäurelösung behandelt.
75 ml Äther werden zugesetzt und die wäßrige Phase abgetrennt. Die wäßrige Phase wird zur Trockne
unter vermindertem Druck (15 mm Hg) eingedampft
Rückfluß gehaltenen von 12,4 g (0,4 g-Atome) und der Rückstand mit Chloroform extrahiert. Der
Chloroformextrakt wird über wasserfreiem Soda getrocknet und destilliert, wobei 4,2 g Dibutylphosphin,
g Tributylphosphin und 6,1 g Tetrabutylcyclotetraphosphin erhalten werden. Der Rückstand in dem
Verteiler besteht aus 13,8 g Tetrabutylphosphoniumbromid.
Die Destillation der getrockneten organischen Phase von der Umsetzung liefert zusätzlich 4,3 g Dibutylphosphin.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist ein neuer und einfacher Weg zur Herstellung zahlreicher organischer
Phosphine. Diese Phosphine haben zahlreiche Verwendungszwecke. Man kann sie z. B. direkt als
Benzinzusätze verwenden, die Benzin vor Fehlzündung und Oberflächenentzündung schützt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Phosphinen, dadurch gekennzeichnet, daß man
bei 0 bis 150° C in einem inerten organischen Lösungsmittel
a) weißen Phosphor,
b) eine metallorganische Verbindung der allgemeinen Formel
RMX„
in der R eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkyl-, eine gegebenenfalls
durch Halogenatome oder niedere Alkoxygruppen substituierte Arylgruppe oder der
3-(Trifluormethyl)-phenylrest sein kann, M Lithium oder Magnesium? X Halogen und
M=O oder 1 bedeutet, und
c) ein Alkylhalogenid
umsetzt und dann die Reaktionsmischung mit Wasser oder verdünnter Mineralsäure hydrolysiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit Lithiumn-butyl,
Lithium-1-naphthyl, Lithiumphenyl, Lithium-3-(trifluormethyl)-phenyl
oder Lithiumcyclohexyl durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit n-Butylmagnesiumbromid,
n-Butylmagnesiumchlorid, Hexylmagnesiumbromid, 4- Chlorphenylmagnesium
oder Methylmagnesiumjodid durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 900 416;
UdSSR.-Patentschrift Nr. 130 512;
Kosolapoff, Organophosphorus Compounds, 1950, S. 11.
USA.-Patentschrift Nr. 2 900 416;
UdSSR.-Patentschrift Nr. 130 512;
Kosolapoff, Organophosphorus Compounds, 1950, S. 11.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US6788460A | 1960-11-08 | 1960-11-08 | |
| US67883A US3060241A (en) | 1960-11-08 | 1960-11-08 | Preparation of alkyl cycloalkyl and aromatic phosphines |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1201836B true DE1201836B (de) | 1965-09-30 |
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA47748A Pending DE1201836B (de) | 1960-11-08 | 1961-11-08 | Verfahren zur Herstellung von Phosphinen |
| DEA38780A Pending DE1197449B (de) | 1960-11-08 | 1961-11-08 | Verfahren zur Herstellung von Phosphinen |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA38780A Pending DE1197449B (de) | 1960-11-08 | 1961-11-08 | Verfahren zur Herstellung von Phosphinen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE1201836B (de) |
| FR (1) | FR1304533A (de) |
| GB (1) | GB944062A (de) |
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| US2900416A (en) * | 1956-02-21 | 1959-08-18 | American Potash & Chem Corp | Method of preparation of alkyl-substituted phosphines |
| SU130512A1 (ru) * | 1960-02-15 | 1960-11-30 | В.И. Емельянов | Способ получени алкил и (арил) дигалоидфосфинов и диалкил и (диарил) галоидофосфинов |
-
1961
- 1961-10-19 GB GB3749561A patent/GB944062A/en not_active Expired
- 1961-10-26 FR FR877123A patent/FR1304533A/fr not_active Expired
- 1961-11-08 DE DEA47748A patent/DE1201836B/de active Pending
- 1961-11-08 DE DEA38780A patent/DE1197449B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SU130512A (de) | ||||
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1304533A (fr) | 1962-09-21 |
| DE1197449B (de) | 1965-07-29 |
| GB944062A (en) | 1963-12-11 |
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