DE1153065B - Bistabile Kippschaltung unter Verwendung eines Transfluxors - Google Patents
Bistabile Kippschaltung unter Verwendung eines TransfluxorsInfo
- Publication number
- DE1153065B DE1153065B DES76763A DES0076763A DE1153065B DE 1153065 B DE1153065 B DE 1153065B DE S76763 A DES76763 A DE S76763A DE S0076763 A DES0076763 A DE S0076763A DE 1153065 B DE1153065 B DE 1153065B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- winding
- bistable
- input
- intermediate clock
- switching element
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 35
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 claims description 13
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 claims description 8
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 6
- 230000006698 induction Effects 0.000 claims description 5
- 230000004907 flux Effects 0.000 claims description 4
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000008569 process Effects 0.000 description 3
- 230000009471 action Effects 0.000 description 2
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 230000008859 change Effects 0.000 description 2
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 2
- 238000011161 development Methods 0.000 description 2
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 2
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 description 2
- 206010012335 Dependence Diseases 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000009977 dual effect Effects 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 230000000763 evoking effect Effects 0.000 description 1
- 238000010595 magnetization diagram Methods 0.000 description 1
- 238000001208 nuclear magnetic resonance pulse sequence Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 230000005417 remagnetization Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 238000005728 strengthening Methods 0.000 description 1
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K3/00—Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
- H03K3/02—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
- H03K3/45—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of non-linear magnetic or dielectric devices
- H03K3/51—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of non-linear magnetic or dielectric devices the devices being multi-aperture magnetic cores, e.g. transfluxors
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K23/00—Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains
- H03K23/76—Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains using magnetic cores or ferro-electric capacitors
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Nonlinear Science (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Magnetic Treatment Devices (AREA)
Description
In der elektronischen Schaltkreistechnik werden vielfach bistabile Kippschaltungen verwendet. Es sind
bistabile Kippschaltungen mit zwei Eingangsklemmen bekannt, die je nach Wahl der Eingangsklemme,
der ein Eingangsimpuls zugeführt wird, ein Ausgangssignal der einen oder der anderen Polarität abgeben;
bekannte Abwandlungen dieser Schaltungen machen von Ausgangssignalen gleicher Polarität, aber
verschiedener Intensitäten Gebrauch. Es sind auch bistabile Kippschaltungen mit einer einzigen Eingangsklemme
bekannt, die nach einer geraden Zahl von Eingangsimpulsen ein Ausgangssignal der einen
und nach einer ungeraden Zahl von Eingangsimpulsen ein Ausgangssignal der anderen Polarität bzw.
Intensität abgeben. Die letztgenannte Art von bistabilen Kippschaltungen läßt sich als Binärteiler verwenden.
Ein besonderes Anwendungsgebiet der Binärteiler sind Binärzähler, die bekanntlich aus einer Mehrzahl
derartiger Binärteilerstufen aufgebaut sind, deren jede einzelne eine an ihren Eingang gelegte Impulsfolge
halbiert, wodurch unmittelbar ein binäres Zählergebnis zustande kommt.
Es sind unter anderem bistabile Kippschaltungen mit Magnetkernen in Verbindung mit verstärkenden
Schaltgliedern, wie Transistoren, bekanntgeworden. Eine bekannte Ausführung als Binärteiler benötigt
zwei Magnetringkerne und einen Transistor in Binärteilerstufe. Die zu halbierende Impulsfolge wird den
Eingangs- oder Primärwicklungen der beiden Magnetkerne gemeinsam zugeführt. Zuerst setzt sie
die Kerne beispielsweise in die »1«-Lage. Der zweite Kern wird durch eine einer Zwischentaktwicklung
zugeführte Folge phasenverschobener Zwischentaktimpulse immer wieder in die »O«-Lage zurückgesetzt
und danach durch jeden Eingangsimpuls ummagnetisiert. Der erste Kern trägt aber keine Zwischentaktwicklung
und wird daher nur durch den ersten, nicht aber durch den zweiten Eingangsimpuls ummagnetisiert.
Beide Kerne tragen Sekundärwicklungen, in denen Spannungen induziert werden, wenn der betreffende
Kern ummagnetisiert wird. Nach dem ersten Eingangsimpuls entstehen also in beiden Sekundärwicklungen
Induktionsspannungen, nach dem zweiten Eingangsimpuls aber nur in der Sekundärwicklung
des zweiten Kernes. Eine durch zweckmäßige Verknüpfung der beiden Induktionsspannungen abgeleitete
Steuerspannung, z. B. die Differenz der Sekundärspannungen, überschreitet eine vorgegebene
Mindestgröße nur dann, wenn die zweite Induktionsspannung allein auftritt, d. h. beim zweiten Eingangsimpuls,
und steuert dann ein verstärkendes Schaltglied (z. B. einen Transistorschalter) leitend. Diesem Schalt-Bistabile
Kippschaltung
unter Verwendung eines Transfluxors
unter Verwendung eines Transfluxors
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Herbert Fick, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
glied sind eine Rückkopplungswicklung und ein Arbeitswiderstand nachgeschaltet. Die Rückkopplungswicklung
wird so stark erregt, daß sie den ersten Kern entgegen der durch den Eingangsimpuls hervorgerufenen
Erregung in die »O«-Lage ummagnetisiert. Damit ist die bistabile Kippschaltung wieder in der
Ausgangslage und zu einem neuen Schaltspiel bereit. Der dritte Eingangsimpuls wirkt genau wie der erste,
der vierte wie der zweite usf.
Ein Binärteiler in dieser Ausführung arbeitet bei genauer Dimensionierung betriebssicher. Er neigt jedoch
zu Störungen, falls die Eingangsimpulse eine kritische Impulsdauer überschreiten. Dauert nämlich
der zweite Eingangsimpuls noch an, wenn der Rückkopplungsimpuls bereits abgeklungen ist, so wird der
erste Kern wieder in die »1«-Lage gesetzt. Um diese Störung, welche die Betriebssicherheit in Frage stellen
könnte, zu vermeiden, sind in der Regel zusätzliche Mittel erforderlich. Beispielsweise sind die Eingangsimpulse vorab auf eine bestimmte Impulsdauer zu
kürzen.
Es ist auch eine bistabile Kippschaltung mit zwei Transfluxoren in Verbindung mit anderen Schaltgliedern,
wie Drosseln, Gleichrichtern und wegen der erforderlichen Abstimmung auf die Geschwindigkeit
der magnetischen Umschaltvorgänge schwierig zu dimensionierenden besonderen Verzögerungsgliedern,
bekanntgeworden, bei der sich die beiden Transfluxoren ähnlich wie bei den. bekannten Flip-Flop-Schaltungen
mit Röhren oder Transistoren wechselseitig einander einstellen bzw. sperren. Es ist dabei
auch darauf hingewiesen, daß die beiden Transfluxoren zu einem einzigen Transfluxor mit kompli-
309 668/279
3 4
zierterem Aufbau zusammengefaßt werden können. Fig. 5 einen aus zwei dieser bistabilen Kippschal-Dies
ist so zu verstehen, daß die Transfluxoren rein tungen zusammengesetzten Binärteiler,
additiv zu einer Baueinheit zusammengefaßt werden In der Fig. 1 ist in Draufsicht ein üblicher Transkönnen unter Beibehaltung ihrer getrennten Funk- fluxor dargestellt, der für die Anwendung in der
tionen und der zwischenzuschaltenden, zum Teil 5 bistabilen Kippschaltung nach der Erfindung geeignet
wegen der Abstimmung auf die Geschwindigkeit der ist. Eine große Öffnung 1 und zwei kleine Öffnunmagnetischen
Umschaltvorgänge schwierig zu dimen- gen 2 und 3 unterteilen ihn in die Hauptschenkel 4
sionierenden Glieder. Eine solche Zusammenfassung und 5 und die Teilschenkel 6 und 7 sowie 8 und 9.
bringt schaltungsmäßig keine Vorteile. Diese Abschnitte tragen die Eingangs- oder Primär-Gegenstand
der Erfindung ist eine bistabile Kipp- 10 wicklungen 10 und 11, die Zwischentaktwicklung 12,
schaltung mit einem Transfluxor an Stelle der oben- die Sekundärwicklungen 13 und 14 und die Blockiererwähnten
zwei Magnetkerne. Diese Anordnung ist wicklung 15.
frei von der Beschränkung hinsichtlich der Eingangs- In der Fig. 2 ist in einer übersichtlicheren, symimpulsdauer
und benötigt auch keine zusätzlichen bolischen Weise derselbe Transfluxor dargestellt.
Verzögerungsglieder, die wegen der erforderlichen 15 Diese Figur entsteht aus der vorigen durch AufAbstimmung
auf die Geschwindigkeit der magneti- schneiden des Hauptschenkels 4 und Aufbiegen des
sehen Umschaltvorgänge schwierig zu dimensionieren Transfluxors zur gestreckten Form. Die große Öffwären.
nung ist also links von dem dargestellten Streifen zu
Dadurch wird ein besonders einfacher Aufbau denken.
einer betriebssicher arbeitenden bistabilen Kippschal- 20 In der Fig. 3 ist eine Kippschaltung nach der Er-
tung ermöglicht, die z. B. in einem Binärteiler ver- findung dargestellt. Der linke senkrechte Strich steht
wendet werden kann, der je Stufe nur einen Trans- für den inneren megnetischen Weg um die links zu
fluxor und ein verstärkendes Schaltglied (z. B. einen denkende große Öffnung des Transfluxors herum,
Transistor) benötigt. den der Hauptschenkel 4 und der innere Teil des
Bei der Kippschaltung nach der Erfindung ist wie 25 Hauptschenkels 5 und die inneren Teilschenkel 6
bei bekannten Schaltungen ein Transfluxor mit min- und 8 bilden. Der rechte Linienzug steht entspre-
destens drei Öffnungen und zwei Eingangs- oder chend für den äußeren magnetischen Weg um die
Primärwicklungen, die mit einem Eingangskreis, dem sämtlichen Öffnungen herum, den der Hauptschen-
eine Folge unipolarer Impulse zugeführt wird, ver- kel 4 und der äußere Teil des Hauptschenkels 5 und
bunden sind, vorgesehen, der erfindungsgemäß da- 30 die äußeren Teilschenkel 7 und 9 bilden. Der Unter-
durch gekennzeichnet ist, daß der Magnetfluß min- schied in der Größe der kleinen Öffnungen 2 und 3
destens über eine Zwischentaktwicklung und — vor- ist in der Zeichnung übertrieben,
zugsweise bei Verwendung als Binärteilerstufe — Die Eingangsimpulse werden dem Klemmenpaar
zwei Sekundärwicklungen und eine Blockierwicklung 16/17, die Zwischentaktimpulse dem Klemmenpaar
verknüpft ist mit dem Eingangskreis, mit einem Zwi- 35 18/19 zugeführt. Zwischen der Ausgangsklemme 20
schentaktkreis, dem eine Folge phasenverschobener und der mit dem negativen Potential verbundenen
Zwischentaktimpulse zugeführt wird, mit einem Klemme 21 ist ein Arbeitswiderstand 22 vorgesehen.
Sekundärkreis, in dem eine aus den induzierten Neben dem Transfluxor und dem Arbeitswiderstand
Sekundärspannungen abgeleitete Steuerspannung ein gehört zur Schaltungsanordnung nach der Erfindung
verstärkendes Schaltglied, vorzugsweise einen Tran- 40 noch ein Transistor 23. Der Emitter und das ferne
sistor, steuert, und mit einem Blockierkreis, der über Ende der Basisleitung sind an Masse gelegt,
das verstärkende Schaltglied gesteuert wird. Es kann Die Wicklungen 10 bis 15 sind unter Benutzung
auch noch ein Arbeitswiderstand vorgesehen sein, der von den Magnetringkernen her bekannten
der dann vorteilhafterweise ebenfalls dem verstärken- Karnaughschen Spiegelsymbole eingetragen. Danach
den Schaltglied nachgeschaltet wird. In Sonderfällen 45 magnetisiert ein positiver Erregerstrom, der beispiels-
ist es vorteilhaft, die Steuerspannung außerhalb der weise in der Leitung von der Klemme 18 zu der
bistabilen Kippschaltung zu erzeugen oder die Ver- Klemme 19 fließt, den magnetischen Leiter 7 inner-
stärkung außerhalb vorzunehmen. Derartige und ahn- halb der Erregerwicklung 12 in der Reflexionsrich-
liche Abwandlungen und Weiterbildungen der erfin- tung, also von unten nach oben. Des weiteren indu-
dungsgemäßen Schaltungsanordnung, z. B. auch 50 ziert eine sprunghafte Änderung der Magnetisierung,
Kombinationen mit bereits bekannten Schaltungs- beispielsweise eine Zunahme einer von unten nach
anordnungen, sind ohne weiteres denkbar. oben gerichteten Magnetisierung in dem magneti-
Die Erfindung sowie vorteilhafte Einzelheiten und sehen Leiter 7 innerhalb der Sekundärwicklunng 13,
Weiterbildungen werden an Hand eines in der Zeich- in dieser Wicklung eine Sekundärspannung, die nach
nung dargestellten Ausführungsbeispiels im folgen- 55 dem Lenzschen Gesetz so gerichtet ist, daß ein von
den erläutert. Es zeigt ihr hervorgerufener Strom der ursprünglichen Ursache,
Fig. 1 einen Transfluxor in gegenständlicher Dar- d. h. der Magnetisierungsänderung, entgegenzuwirken
stellung in einer zur Anwendung in der bistabilen sucht; dazu muß dieser Strom von rechts nach links,
Kippschaltung nach der Erfindung geeigneten Aus- also zum Transistor 23 hin, fließen,
führung, 60 In der Fig. 4 ist ein Impuls- und Magnetisierungs-
Fig. 2 denselben Transfluxor in einer Übersicht- diagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise der
licheren, symbolischen Darstellung, beschriebenen bistabilen Kippschaltung dargestellt.
Fig. 3 eine bistabile Kippschaltung nach der Erfin- In der Zeile 24 sind die Eingangsimpulse, in der
dung in einer zur Verwendung als Binärteilerstufe Zeile 25 die Zwischentaktimpulse, in der Zeile 26
geeigneten Ausführung, 65 der durch den zweiten Eingangsimpuls mittelbar ver-
Fig. 4 ein Impuls- und Magnetisierungsdiagramm ursachte Blockierimpuls in der Reihenfolge ihres
zur Erläuterung der Wirkungsweise dieser bistabilen Auftretens eingetragen, in der Zeile 27 die sich dar-
Kippschaltung und aufhin einstellende Magnetflußverteilung in den ein-
zelnen Teilgebieten. Die Bezugszeichen der bereits aufgezählten Teilgebiete des Transfluxors sind der
Übersichtlichkeit wegen nur in die Spalte 28 aufgenommen, für die Spalten 29 bis 33 gelten sie in
genau derselben Weise.
Die Spalte 28 zeigt als Ausgangszustand die Flußverteilung im blockierten Transfluxor. Sämtliche Teilgebiete
sind von oben nach unten magnetisiert.
Die Spalte 29 zeigt die Wirkung des ersten Zwischentaktimpulses. Dieser sucht den mit ihm verketteten
Teilschenkel 7 umzumagnetisieren. Das ist jedoch nur möglich, wenn dabei ein geschlossener
Magnetkreis ummagnetisiert wird. Der allerkürzeste magnetische Weg um die kleine Öffnung 2 herum
scheidet aus, denn der benachbarte Teilschenkel 6 ist bereits in der entsprechenden Richtung gesättigt,
kann also in diese Richtung nicht mehr ummagnetisiert werden. Der zweitkürzeste magnetische Weg für
die Ummagnetisierung schließt sich über den inneren Teil des Hauptschenkels 5 und über den inneren Teilschenkel
8. Längs dieses Weges ist die Ummagnetisierung möglich. Auf diese Weise wird der Transfluxor
»entriegelt« oder »eingestellt«.
Die Spalte 30 zeigt die Wirkung des ersten Eingangsimpulses. Dieser sucht die mit ihm verketteten
Teilschenkel 7 und 8 wieder in die Ausgangslage umzumagnetisieren. Das ist auch möglich, denn es
können sich geschlossene Ummagnetisierungskreise ausbilden, weil der Fluß in den benachbarten Teilschenkeln
6 bzw. 9 gleichzeitig mit dem in 7 und 9 umklappen kann.
Durch den ersten Eingangsimpuls werden in den beiden Sekundärwicklungen auf den Teilschenkeln 7
und 8 Sekundärspannungen induziert. Da diese gegeneinander wirken, wie aus den entsprechenden
Spiegelsymbolen leicht zu erkennen ist, wird der Transfluxor durch die resultierende Steuerspannung
noch nicht leitend gesteuert.
Die Spalte 31 zeigt die Wirkung des zweiten Zwischentaktimpulses. Dieser sucht wieder den Teilschenkel
7 umzumagnetisieren. Diesmal kann sich der Ummagnetisierungskreis über den benachbarten
Teilschenkel 6 schließen, weil dessen Fluß gleichzeitig mit dem in 7 umklappen kann. Übrigens rufen
zwischendurch auftretende zusätzliche Zwischentaktimpulse keine Störungen hervor, sofern sie nicht zeitlich
gerade mit einem Eingangsimpuls zusammenfallen.
Die Spalte 32 zeigt die Wirkung der ansteigenden Flanke des zweiten Eingangsimpulses. Dieser sucht
wieder die Teilschenkel 7 und 8 in die Ausgangslage umzumagnetisieren. Das ist aber diesmal nur noch
für den Teilschenkel 7 möglich, dessen Fluß zusammen mit dem des benachbarten Teilschenkels 6 umklappen
kann.
Daher wird durch den zweiten Eingangsimpuls nur in der einen Sekundärwicklung auf dem Teilschenkel
7 eine Sekundärspannung erzeugt. Durch die nun von dieser allein bestimmte Steuerspannung wird der
Transistor nunmehr leitend gesteuert. Dadurch kommt ein Blockierimpuls zustande.
Die Spalte 33 zeigt die Wirkung dieses durch den zweiten Eingangsimpuls mittelbar hervorgerufenen
Blockierimpulses. Dieser blockiert zunächst den linken Teil des Hauptschenkels 5 und damit aber
auch zwangläufig den ganzen Transfluxor und stellt so den Ausgangszustand gemäß Spalte 28 wieder her.
Damit ist ein volles Schaltspiel der bistabilen Kippschaltung beschrieben. Mit dem nächsten Zwischentaktimpuls
wird der Transfluxor wieder eingestellt und ist dann zu einem weiteren Schaltspiel bereit.
Es könnte so erscheinen, als ergäbe sich die vorstehend beschriebene Wirkungsweise nur unter der
Voraussetzung, der zweite Eingangsimpuls sei bereits vor dem durch ihn mittelbar hervorgerufenen Blokkierimpuls
abgeklungen. Es ergibt sich jedoch aus dem in der Spalte 32 dargestellten Zustand auch dann
derselbe Endzustand gemäß Spalte 33, wenn nach dem Ende des Blockierimpulses auf den in der Spalte
33 dargestellten Zustand der Rest des noch nicht abgeklungenen Eingangsimpulses einwirkt. Denn da
auch der Eingangsimpuls in Blockierrichtung magnetisiert, hat er keinen Einfluß mehr auf den bereits
blockierten Transfluxor, ändert also den bereits erreichten Zustand nicht mehr; dieser ist daher wirklich
der Endzustand.
In dieser Eigenschaft der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung liegt ein wesentlicher Vorteil gegenüber
anderen bistabilen Kippschaltungen. Sie ermöglicht den Verzicht auf die für den Aufbau einer betriebssicher
arbeitenden bistabilen Kippschaltung erforderlichen zusätzlichen Schaltungsmittel und schwierigen
Dimensionierungsmaßnahmen.
In der Fig. 5 ist ein aus zwei der beschriebenen bistabilen Kippschaltungen zusammengesetzter Binärteiler
dargestellt. Die Eingangswicklungen 10' und 11' der zweiten Binärteilerstufe sind dem Transistor 23
der ersten Binärteilerstufe nachgeschaltet dadurch, daß die Ausgangsklemme 20 mit der Eingangsklemme
16' und die Klemme 17' über den weiteren Arbeitswiderstand 34 mit der auf negativem Potential liegenden
Klemme 35 verbunden ist. Die Zwischentaktimpulswicklungen 12,12' der beiden Stufen sind in
Reihe geschaltet dadurch, daß die Klemme 19 mit der Klemme 18' verbunden ist. An dem der zweiten
Stufe nachgeschalteten Arbeitswiderstand 22 entsteht eine gegenüber der Eingangsimpulsfolge im Verhältnis
22:1 untersetzte Ausgangsimpulsfolge. In entsprechender
oder ähnlicher Weise können auch mehr als zwei Binärteilerstufen in Reihe geschaltet und als
entsprechend stärker untersetzender Binärteiler betrieben werden. Das ist besonders für die Verwendung
in Binärzählern von Bedeutung.
Die Erfindung wurde an Hand eines speziellen Ausführungsbeispieles erläutert. Wie schon erwähnt,
ist für das Wesen der Erfindung weder die äußere Form des Transfluxors noch die Anordnung und
Auslegung der Wicklungen entscheidend. Vielmehr sind mannigfache Abwandlungen denkbar, wobei auch
Kombinationen mit bekannten Schaltungsanordnungen, z. B. auch anderen Binärteilerstufen, möglich
sind. So können insbesondere die kleinen Öffnungen miteinander vertauscht und/oder die Wicklungen 10,
12, 13 nach innen verlagert werden. Die Eingangsund die Zwischentaktimpulse können die Rollen
tauschen. Durch eine zusätzliche Wicklung entstehen Zähler, denen ungeradzahlige Zählerergebnisse zu
entnehmen sind. Die Zwischentaktimpulse lassen sich auch durch eine ständige Vormagnetisierung ersetzen.
Claims (8)
1. Bistabile Kippschaltung, vorzugsweise zur Verwendung als Binärteilerstufe, unter Verwendung
eines Transfluxors mindestens mit drei Öffnungen und zwei Eingangs- oder Prirnärwicklun-
gen, die mit einem Eingangskreis, dem eine Folge unipolarer Impulse zugeführt wird, verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetfluß mindestens über eine Zwischentaktwicklung
und — vorzugsweise bei Verwendung als Binärteilerstufe — zwei Sekundärwicklungen und eine
Blockierwicklung verknüpft ist mit dem Eingangskreis, mit einem Zwischentaktkreis, dem eine
Folge phasenverschobener Zwischentaktimpulse zugeführt wird, mit einem Sekundärkreis, in dem
eine aus den induzierten Sekundärspannungen abgeleitete Steuerspannung ein verstärkendes
Schaltglied, vorzugsweise einen Transistor, steuert, und mit einem Blockierkreis, der über das verstärkende
Schaltglied gesteuert wird.
2. Bistabile Kippschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Primäroder
Eingangswicklung bei ihrem Wirksamwerden eine Magnetisierung in Blockierrichtung und
durch die Zwischentaktwicklung eine entgegengesetzt gerichtete Magnetisierung hervorgerufen
wird.
3. Bistabile Kippschaltung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine derartige Verknüpfung
der Steuerspannung mit den Sekundärspannungen, daß das verstärkende Schaltglied nur
dann leitend gesteuert wird, wenn die Steuerspannung eine vorgegebene Polarität und Mindestgröße
besitzt.
4. Bistabile Kippschaltung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von den
induzierten Sekundärspannungen abgeleitete Steuerspannung nur dann die vorgegebene Polarität
und Mindestgröße besitzt, wenn nicht beide Induktionsspannungen auftreten, sondern nur die eine
Induktionsspannung, welche an der mit der Zwischentaktwicklung versehenen Öffnung entsteht.
5. Bistabile Kippschaltung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den
Sekundärspannungen abgeleitete Steuerspannung des verstärkenden Schaltgliedes die Differenz der
Sekundärspannungen ist.
6. Bistabile Kippschaltung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine einzige
Blockierwicklung vorgesehen und auf dem Hauptschenkel des Transfluxors angeordnet ist.
7. Bistabile Kippschaltung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem verstärkenden
Schaltglied ein Arbeitswiderstand nachgeschaltet ist.
8. Binärteiler unter Verwendung mehrerer bistabiler Kippschaltungen nach Anspruch?, dadurch
gekennzeichnet, daß an die Stelle oder an die Seite des Arbeitswiderstandes die nächste Stufe
des Binärteilers tritt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1098 036.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1098 036.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 668/279 8.63
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES76763A DE1153065B (de) | 1961-11-20 | 1961-11-20 | Bistabile Kippschaltung unter Verwendung eines Transfluxors |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES76763A DE1153065B (de) | 1961-11-20 | 1961-11-20 | Bistabile Kippschaltung unter Verwendung eines Transfluxors |
| FR913950A FR1337190A (fr) | 1962-10-30 | 1962-10-30 | Installation à connexion basculante bistable |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1153065B true DE1153065B (de) | 1963-08-22 |
Family
ID=25996668
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES76763A Pending DE1153065B (de) | 1961-11-20 | 1961-11-20 | Bistabile Kippschaltung unter Verwendung eines Transfluxors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1153065B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098036B (de) * | 1959-09-28 | 1961-01-26 | Siemens Ag | Impulsempfindliche bistabile Kippstufe mit alternierend wirkendem Steuereingang unter Verwendung von magnetischen Schaltern nach dem Transfluxorprinzip |
-
1961
- 1961-11-20 DE DES76763A patent/DE1153065B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098036B (de) * | 1959-09-28 | 1961-01-26 | Siemens Ag | Impulsempfindliche bistabile Kippstufe mit alternierend wirkendem Steuereingang unter Verwendung von magnetischen Schaltern nach dem Transfluxorprinzip |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2359997B2 (de) | Binäruntersetzerstufe | |
| EP0019821A2 (de) | Verfahren und Anordnung zur Übertragung einer Binärfolge | |
| DE1037509B (de) | Impulsuebertragungssystem mit einem Transformator, der einen Kern von im wesentlichen rechteckiger Hysteresisschleife aufweist | |
| DE1153065B (de) | Bistabile Kippschaltung unter Verwendung eines Transfluxors | |
| DE1762470A1 (de) | Impulsgeber | |
| DE2907682C2 (de) | Schaltungsanordnung zum Speichern der Phasenlage einer Wechselspannung | |
| DE2240428A1 (de) | Elektronisches signaluebermittlungstor | |
| DE2524680C3 (de) | Transistorbestückter Multivibrator | |
| DE1099235B (de) | Akkumulator | |
| DE1537956C3 (de) | Torschaltung für Impulse mit polaritätsspeichernder Eigenschaft | |
| DE2602630A1 (de) | Koppelanordnung mit bistabilen relais, insbesondere fuer fernmeldevermittlungsanlagen | |
| DE1057169B (de) | Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Impulsen | |
| DE1049915B (de) | Bistabile Schaltung mit einem magnetischen Verstärker | |
| DE1943470C3 (de) | Magnetkern-Schieberegister mit zerstörungsfreier Ablesung | |
| DE1143855B (de) | Sperrgatter mit einem Magnetkern | |
| DE1142386B (de) | Verknuepfungsschaltung mit UEbertragern, bei denen nur der lineare Arbeitsbereich ausgenutzt ist | |
| DE2263868A1 (de) | Steuerschaltung fuer stromversorgungsschaltungen | |
| DE1084770B (de) | Einrichtung zur Pruefung einer Leitung auf ihren momentanen Belegungszustand | |
| DE1271413B (de) | Aus Logikelementen aufgebaute elektrische Schaltungsanordnung zur Wegmessung oder Positionsbestimmung | |
| DE1180781B (de) | Schaltungsanordnung zum Erzeugen je eines Impulses an den Ausgaengen durch Markierung waehlbarer Stufen einer Kettenschaltung bistabiler Stufen | |
| DE1181742B (de) | Anordnung zum selektiven Koppeln zweier Wicklungen | |
| DE1184796B (de) | Impulserzeugerschaltung nach dem Sperrschwingerprinzip | |
| DE1093820B (de) | Einrichtung zur Erzeugung einer Reihe von zeitlich verschobenen elektrischen Impulsen | |
| DE1245420B (de) | Schaltungsanordnung zur Durchfuehrung logischer Funktionen | |
| CH357109A (de) | Einrichtung zur Zündimpulserzeugung für zündstiftgesteuerte Entladungsgefässe, insbesondere Leistungssteuersatz für Wechselstromwiderstandsschweissanlagen |