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Bildwechselkassette für optische Anzeichengeräte Die Erfindung bezieht
sich auf optische Anzeichengeräte, wie sie insbesondere im modernen Schiffbau zum
Anzeichnen der Schiffbauplatten und -profile verwendet werden. Hierbei erfolgt die
Anzeichnung nach den Lichtlinien eines projizierten Schablonennegativs.
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Bei den bisher bekanntgewordenen Geräten dieser Art mußte das jeweils
benötigte Negativ von Hand in die Bildbühne des Projektors eingelegt werden. Es
fanden aber auch schon sogenannte Magazinkassetten Verwendung, bei denen drei bis
sechs Negative nebeneinander angeordnet werden und das jeweils benötigte von Hand
oder durch einen kleinen Motor in die Projektionsstellung gebracht wurde. Dies machte
eine häufige und zeitraubende Auswechslung der Negative erforderlich.
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Es sind auch schon Bildwechseleinrichtungen für Projektoren bekannt,
bei denen die in Kassetten untergebrachten Diapositive nacheinander in der eingelegten
Reihenfolge in Projektionsstellung gebracht werden. Bei einem bekannten Bildwechsler
können die Bilder in der einen oder in entgegengesetzter Reihenfolge entsprechend
ihrer Einlage in ein Magazin nacheinander projiziert werden, indem das Magazin bei
jedem Betätigen einer entsprechenden Taste schrittweise vorwärts und bei jedem Betätigen
einer anderen Taste schrittweise rückwärts verstellt wird. Eine wahlweise Einstellung
eines beliebigen Bildes in die Projektionslage, unabhängig von der Reihenfolge der
in der Wechselkassette eingelegten Bilder, ist bei diesen bekannten Einrichtungen
nicht möglich.
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Aufgabe der Erfindung ist es, bei optischen Anzeichengeräten das häufige
Auswechseln der Negative und ein zeitraubendes Projizieren derselben in einer vorgesehenen
Reihenfolge durch Schaffung einer automatischen Bildwechselkassette für eine große
Anzahl von Negativen zu vermeiden, was dadurch erreicht wird, daß zur Aufnahme der
Negative dienende Gefache übereinander angeordnet und in ihrer Gesamtheit durch
Auf- und Abwärtsbewegung mittels einer von einem ferngesteuerten Motor angetriebenen
Einrichtung wahlweise in die zur Entnahme des jeweils gewünschten Negativs erforderliche
Lage einstellbar sind.
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Die Bildwechselkassette nach der Erfindung hat den Vorteil, daß sie
mit Hilfe einer ferngesteuerten Antriebseinrichtung für eine große Anzahl, z. B.
fünfundzwanzig, von Bildern wahlweise in die zur Entnahme des jeweils gewünschten
Bildes erforderliche Lage eingestellt werden kann, ohne daß die Bilder wie bei den
bekannten Projektionsvorrichtungen einzeln nacheinander in derselben Reihenfolge,
in der sie in das Magazin eingelegt sind, in die Projektionsstellung gebracht werden
müssen.
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Für die Fernsteuerung der Wechselkassette ist vorteilhaft mit dem
beweglichen, die Gefache enthaltenden Teil der Kassette eine Schalteinrichtung fest
verbunden, die am feststehenden Kassettenrahmen angeordneten Steuerkontakte für
die einzelnen Gefache betätigt.
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Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung besteht in einer Schaltungsanordnung
für die Wechselkassette, bei welcher der- Motor durch eine in Abhängigkeit von der
Einstellung eines Schaltwerkes auf einen dem gewünschten Negativ entsprechenden
Kontakt und von dem betreffenden Steuerkontakt der Kassette betätigte Relaisanordnung
gesteuert wird. Diese Fernsteuerung ermöglicht ein automatisches Auswechseln des
jeweils erforderlichen Negativs vom Anzeichentisch aus, womit eine ganz erhebliche
Zeit- und Arbeitsersparnis verbunden ist.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt,
von denen Fig. 1 rein schematisch den konstruktiven Aufbau der Wechselkassette veranschaulicht,
während in Fig. 2 die zur Fernsteuerung der Kassette dienende Schaltung gezeigt
ist.
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In Fig. 1 ist mit I der feststehende Rahmen für die Wechselkassette
bezeichnet, der mit zwei Führungen 2 für eine Schraubspindel3 versehen ist. 4 sind
die zur Aufnahme der Negative dienenden Gefache, die in geeigneter Weise in ihrer
Gesamtheit mit Hilfe einer oder mehrerer in der Zeichnung nicht dargestellter,
auf
der Schraubspindel 3 gleitender Muttern auf- und abwärts bewegt werden können. Zum
Antrieb der Schraubspindel 3 dient der Kassettenmotor KM, welcher mit der in Fig.
2 dargestellten Schaltung ferngesteuert wird. Links an den beweglichen Gefachen
ist ein Steuernocken 5 angeordnet, der auf die teilweise links unten dargestellten
Steuerkontakte St einwirkt. Dadurch wird erreicht, daß je nach Stellung des
beweglichen Teils der Kassette ein bestimmter dieser Steuerkontakte St geschlossen
ist. Diese Anordnung ist, wie später an Hand der Fig. 2 beschrieben wird, zur Stillsetzung
des beweglichen Teils in der gewünschten ferngewählten Stellung erforderlich. Rechts
von der Kassette ist der Bildmotor BM dargestellt, der zum Herausführen des
jeweils eingestellten Negativs aus der Kassette in die Projektionsstellung dient.
Dieser Motor treibt ein Ketten- oder Reibrad 6 an, das eine Kette oder ein Seil
an dem Greifer für die Negative in geeigneter Weise befestigt sind, in horizontaler
Richtung bewegt. Die Horizontalbewegung erfolgt auf einer Gleitbahn 7, an der Anschlagkontakte
für die Ruhelage und für die Projektionsstellung vorgesehen sind. Da diese Kontakte
in irgendeiner bekannten Weise ausgebildet sein können, wird auf eine nähere Beschreibung
verzichtet.
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Die zur Fernsteuerung der Kassette dienende Schaltung ist als Ausführungsbeispiel
in Fig. 2 mit den üblichen Schaltsymbolen dargestellt. Die einzelnen Relais der
Steueranordnung sind mit großen Buchstaben und die zugehörigen Schaltkontakte mit
entsprechenden kleinen Buchstaben bezeichnet. Die Speisung der Anlage erfolgt aus
einer Gleichstromquelle, deren einer Pol in Fig: 2 mit » - « und deren anderer Pol
mit » -f- « bezeichnet ist. In dem gestrichelten, mit WS bezeichneten Rechteck
sind die Einrichtungen der am Anzeichentisch angeordneten Wählstelle veranschaulicht.
Die übrigen in Fig. 2 dargestellten Schaltelemente, d. h. der Drehwähler DW und
die dazugehörigen Steuerrelais, sind zu einem sogenannten Relaiskoffer zusammengefaßt
und am Projektor untergebracht. Zur elektrischen Verbindung der Wählstelle
WS mit den am Projektor untergebrachten Schaltmitteln und Antriebsmotoren
dient ein lediglich aus fünf Adern a bis d bestehendes Kabel.
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Die Auswahl des jeweils gewünschten Negativs erfolgt durch die aus
Fernsprechanlagen bekannte Nummernscheibe, von der lediglich der Kontakt nsi dargestellt
ist. über diesen Kontakt und die Adern b und c des Verbindungskabels ist in der
Ruhelage der Anordnung das Relais A erregt, das seine Kontakte a in diesem Zustand
in der stark ausgezogen gezeichneten Lage hält. Die gestrichelte Lage dieser Kontakte
zeigt die absolute Ruhelage an.
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Für die nachfolgende Beschreibung wird nun angenommen, daß sich ein
vorher ausgewähltes Negativ in der Projektionsstellung, d. h. also auf der Bildbühne,
befindet. Vor Auswahl eines anderen Negativs muß an der Wählstelle WS zunächst
der Zähler Z in die Ruhelage zurückgestellt werden. Dies geschieht in bekannter
Weise durch einen nicht dargestellten mechanischen Schalter. Zeigt der Zähler die
Nullstellung an, so kann der Bedienende durch Drehen der Nummernscheibe das gewünschte
Negativ auswählen. Die ersten zehn Negative sind durch die Ziffern 1 bis 0, die
nächsten zehn durch die Ziffern 0l bis 00 und die folgenden durch die Ziffern 001
bis 005 bestimmt, falls es sich um fünfundzwanzig auswählbare Negative handelt.
Wird beispielsweise die Zahl 03 gewählt, so wird am Kontakt nsi der Stromkreis für
das Relais A dreizehnmal kurzzeitig unterbrochen. Beim ersten Abfall des Relais
A schließt sich über den in der gezeichneten Lage stehenden Umschalter EB
I an der Bildbühne und über den Kontakt a 1 ein Stromkreis für das Relais
B, das sich über seinen Kontakt b 1 bindet. über den Kontakt
b 2 und die Kontakte d 1 und d 2
in der Ruhelage wird der Bildmotor
BM eingeschaltet. Er befördert das in' Projektionsstellung befindliche Negativ
in die Wechselkassette zurück und legt nach erfolgtem Rücktransport des Negativs
den Schalter EB 1 in die rechte Lage um. Inzwischen wird bei jedem Abfall
des Relais A, d. h. für jeden vom Kontakt nsi ausgesandten Nummernstromstoß, der
Kontakt a 2 geschlossen und damit der Antriebsmagnet W des Drehwählers DW zum Ansprechen
gebracht. Der Schaltarm des Wählers DW macht also zunächst zehn Schritte und bei
Wahl der Ziffer 3 drei weitere Schritte, so daß er am Ende der Stromstoßgabe den
Kontakt 13 erreicht. über den Kontakt a3 wurde bei jedem Abfall des Relais A außerdem
der Zähler Z an der Wählstelle WS um einen Schritt weiterp> schaltet. Der
zu dem Zähler Z parallel geschaltete Kondensator Co verzögert das Ansprechen des
Zählers, so daß beim Einschalten der Anlage und Ansprechen des Relais A dieses am
Kontakt a 3 den Stromkreis für Z unterbricht, bevor das Zählwerk einen Schritt gemacht
hat.
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Bei dem bereits beschriebenen Umlegen des Schalters EB I wird
über den Kontakt d 3 das Relais C zum Ansprechen gebracht, das sich über
seinen Kontakt c 1 bindet. Es schließt mit seinem Kontakt c2 über die Konakte
h 1 und h 2 in der Ruhelage einen Stromkreis für den Kassettenmotor
KM. Es sei noch erwähnt, daß heim Umlegen des Schalters EB I von der linken
in die rechte Stellung der Haltestromkreis für das Relais B unterbrochen wurde und
dieses abfällt. über den Kontakt c 3 und den Kontak e 1 in der dargestellten Ruhelage
wird das Relais F eingeschaltet, das sich über seinen Kontakt 11 bindet.
Die beweglichen Gefache 4 (Fig. 1) der Wechselkassette werden nun mit Hilfe der
Spindel 3 durch den Motor KM je nach Lage der Kontakte h 1 und
h 2 auf- oder abwärts bewegt. Erreicht der Steuernocken 5 (Fig. 1) den Steuerkontakt
St, der mit dem dreizehnten Anschlußkontakt des Wählers DW verbunden ist, so kommt
folgender Stromkreis für das Prüfrelais D zustande: --Pol der Batterie, Wicklung
von D, Kontakte 2, Schaltarm von DW, dessen Kontakt 13, Steuerkontakt
St, Kontakt f 2 des Relais F, -t- -Pol der Batterie. Das Prüfrelais D spricht
an und unterbricht mit seinem Kontakt d3 den Stromkreis für das Relais C, das seinerseits
am Kontakt c2 den Stromkreis für den Motor KM öffnet. Die Kontakte d 1 und
d 2
schalten die Drehrichtung des Bildmotors BM um,
dessen Stromkreis
über den Kontakt d4 jetzt wieder geschlossen wird. Das gewählte Negativ wird damit
aus dem Gefach 13 entnommen und in Projektionsstellung gebracht. Hat das Negativ
die Projektionsstellung erreicht, so wird der Anschlagschalter EB 1I geschlossen,
so daß folgender Stromkreis für das Relais E zustande kommt: --Pol der Batterie,
Kontakt g 1, Wicklung von E, Schalter EB II, Kontakte d 5 und f 2, -I- -Pol der
Batterie. Das Relais E spricht an und unterbricht mit Kontakte 2 den Haltestromkreis
für das Relais D, das seinen Kontakt d 4 öffnet und damit den
Bildmotor BM stillsetzt. über Kontakt e3 wird
das Relais
RUI des Relaisunterbrechers eingeschaltet. Der Stromkreis für dieses Relais verläuft
über die Wicklung des Antriebsmagneten W,. der jedoch infolge des hohen Widerstandes
der Wicklung von RUI nicht zum Ansprechen kommen kann. Am Kontakt ru I
wird
das Relais RUII eingeschaltet, das mit seinem Kontakt ru 1I die Wicklung von RU
I kurzschließt, so daß nunmehr der Magnet W über den Kontakt g2 genügend Strom erhält,
um ansprechen zu können. Infolge des Kurzschlusses seiner Wicklung über Kontakt
ruII fällt das Relais RUI wieder ab und unterbricht am Kontakt ru I den Stromkreis
für R U 1I, das seinen Kontakt ruII wieder öffnet, so daß RUI über die Wicklung
von W von neuem ansprechen kann, während der Antriebsmagnet W abfällt. Dieses Wechselspiel
setzt sich so lange fort, bis der Schaltarm des Wählers DW seine Stellung Null erreicht,
in der
folgender Stromkreis für das Relais G zustande kommt: +, Arbeitskontakt
e2, Schaltarm von DW, Wicklung des Relais G, -. Durch Öffnen des Kontaktes g2 wird
das Wechselspiel des Relaisunterbrechers beendet, so daß der Schaltarm des Wählers
in der Stellung Null stehenbleibt. Am Kontakt g1 wird der Haltestromkreis für das
Relais E unterbrochen, so daß auch dieses abfällt. Es öffnet seinen Kontakte 2 und
unterbricht damit den Stromkreis für das Relais G. Nunmehr sind alle Relais bis
auf das Relais A wieder in ihre Ruhelage zurückgekehrt und die Anordnung zur Aufnahme
der nächsten Auswahlziffer bereit.
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Findet die Kassette bei ihrer Aufwärtsbewegung nicht den gewählten
Steuerkontakt, was dann der Fall ist, wenn die Nummer des gewählten Kontaktes kleiner
ist als die des vorher gewählten Steuerkontaktes, so schließt der Steuernocken 5
der Kassette in ihrer obersten Stellung den Kontakt EK 1. Es kommt daher bei angesprochenem
Relais F folgender Stromkreis für das Relais H zustande: + -Pol der Batterie, Kontakte
f 2 und EK 1, Wicklung des Relais H, Kontakt d 6, - -Pol der Batterie.
Das Relais H
spricht an und schaltet durch Umlegen seiner Kontakte hl und
h2 die Drehrichtung für den Kassettenmotor KM um. Dieser bewegt also die
Gefache mit den Negativen nach abwärts., bis der über den Wähler DW gekennzeichnete
Steuerkontakt erreicht wird.
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Diese Umpolung kann jedoch auch zwecks Zeitersparnis durch Betätigen
der Taste T an der Wählstelle WS vorgenommen werden. In diesem Fall spricht das
Relais H über die Steueradern d und e an. Das Relais H bindet sich
dann über seinen Kontakt h 3 und über den Ruhekontakt EK 2, der beim
Erreichen der untersten Stellung der Kassette geöffnet wird. Erfolgt also die Betätigung
der Taste T irrtümlich, so wird durch dieses Öffnen des Kontaktes EK 2 der Haltestromkreis
für das Relais H unterbrochen und damit der Kassettenmotor KM wieder umgepolt. Die
Gefache der Kassette bewegen sich dann so lange aufwärts, bis der über den Drehwähler
DW gekennzeichnete Steuerkontakt St erreicht ist.