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DE1151801B - Verfahren zur Herstellung von aetherfreien Berylliumdialkylen oder -diarylen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aetherfreien Berylliumdialkylen oder -diarylen

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Publication number
DE1151801B
DE1151801B DEST18116A DEST018116A DE1151801B DE 1151801 B DE1151801 B DE 1151801B DE ST18116 A DEST18116 A DE ST18116A DE ST018116 A DEST018116 A DE ST018116A DE 1151801 B DE1151801 B DE 1151801B
Authority
DE
Germany
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ether
free
ber2
beryllium
mex
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST18116A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Strohmeier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WALTER STROHMEIER DR
Original Assignee
WALTER STROHMEIER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WALTER STROHMEIER DR filed Critical WALTER STROHMEIER DR
Priority to DEST18116A priority Critical patent/DE1151801B/de
Priority to US169635A priority patent/US3166603A/en
Publication of DE1151801B publication Critical patent/DE1151801B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von ätherfreien Berylliumdialkylen oder -diarylen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von ätherfreien Berylliumdialkylen oder -diarylen.
  • Die meisten Methoden zur Darstellung von Berylliumdialkylen oder -diarylen benutzen ätherhaltige Reaktionssysteme. So ist z. B. die am meisten benutzte Methode die Umsetzung einer Grignardverbindung mit einem Berylliumhalogenid in Diäthyläther.
  • Jedoch enthält die so dargestellte Alkyl- oder Aryl-Berylliumverbindung komplex gebundenen Äther aus der Reaktionslösung, welcher nur sehr schwer von der Berylliumverbindung abzutrennen ist. Für viele Anwendungsbereiche ist es jedoch wünschenswert, ein völlig äther freies Produkt zu erhalten. Ein großer Teil des Äthers kann durch Destillation entfernt werden, wobei man eine Alkyl- oder Aryl-Berylliumverbindung mit ungefähr 5 bis 6 Gewichtsprozent Äther erhält. Durch wiederholte Destillation kann der Äthergehalt bis auf 30/o heruntergebracht werden.
  • So enthält als Beispiel Berylliumdiäthyl höchster Reinheit laut Literatur immer noch 3 bis 40/o Äther (Goubeau, Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, Bd. 258, S.162 [1948]). Jedoch ist selbst dieser kleine Äthergehalt in Berylliumalkylen unerwünscht. So ist z. B. bekannt, daß Berylliumalkyle durch die Technik der Pulvermetallurgie zu Berylliumpulver zersetzt werden können, welches seinerseits für die verschiedensten Zwecke in kompakte Form gebracht werden kann. Die Gegenwart von Äther ist jedoch störend, da Oxid in größerer Partikelgröße als gewünscht gebildet wird. Durch Berylliumoxid verunreinigtes Pulver hat Nachteile, da es sich nicht so gut in kompakte Form bringen läßt. Aus diesen Gründen ist das Verfahren zur Darstellung ätherfreier Berylliumdialkyle oder -diaryle von technischer Bedeutung.
  • Es wurde gefunden, daß ätherfreie Berylliumdialkyle oder -diaryle erhalten werden, wenn zunächst aus ätherhaltigen Alkyl- oder Aryl-Berylliumverbindungen BeR2 und einem Salz MeX eine Komplexverbindung MeX n BeR2 dargestellt wird, welche durch Abdestillieren des Äthers, vorzugsweise unter vermindertem Druck, ätherfrei erhalten werden kann. Aus einer so dargestellten ätherfreien Komplexverbindung MeX n 7l zu BeR2 kann dann durch thermische Spaltung und Destillation im Vakuum bei erhöhter Temperatur die ätherfreie Verbindung BeR2 erhalten werden.
  • Falls das eingesetzte Salz MeX kein extrem starker Komplexbildner ist, kann aus dem ätherfreien Komplex MeX n BeR2 die ätherfreie Verbindung BeR2 auch durch Extraktion mit einem aromatischen Kohlenwasserstoff erhalten werden. Dieses Extraktionsverfahren muß angewendet werden, wenn die ätherfreie Berylliumverbindung BeRt nicht destilliert werden kann, da ihr Dampfdruck zu klein ist, wie bei den Berylliumdiarylen, oder wenn sich die gewünschten Berylliumdialkyle nicht unzersetzt destillieren lassen.
  • Als Metallsalze MeX können Verbindungen verwendet werden bei welchen Me ein Alkalimetallatom oder eine Tetraalkylammoniumgruppe und X ein Fluoratom oder- eine Cyangruppe ist. Als besonders geeignet haben sich Kaliumfluorid und Kaliumcyanid erwiesen. Wenn Me eine Tetraalkylammoniumgruppe ist, kann X ein Chloratom bedeuten.
  • Als Verbindungen der allgemeinen Formel BeR2 können Verbindungen verwendet werden, bei welchen R ein Alkyl- oder Arylrest ist, wie Methyl, Äthyl, Hexyl, Phenyl, Benzyl oder Tolyl. Die Reste R können gleich oder verschieden sein.
  • In den Komplexen MeX n BeR2 ist n = 1; 2 oder 4. Es sei jedoch betont, daß es zur Darstellung von ätherfreiem BeR2 nicht notwendig ist, Komplexe der stöchiometrischen Zusammensetzung MeXn BeR2 zu isolieren und dann der Destillation oder Extraktion zu unterwerfen. Es ist völlig genügend, ätherfreie Lösungen von MeX n BeR2 der Destillation oder Extraktion zu unterwerfen.
  • Unter ätherhaltigen Berylliumdialkylen oder -diarylen werden Lösungen von BeR oder von Berylliumdialkyl- und -diarylätheraten in Äthern verstanden, wobei als Lösungsmittel alle Typen von Äthern, wie aliphatische, aromatische, gemischte sowie Polyäther und cyclische Äther, fungieren können.
  • Zur Extraktion von ätherfreiem BeR2 aus MeX BeR2 oder einer Lösung von MeX n BeR2 werden aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, p-, o-, m-Xylol, Mesitylen oder Tetrahydronaphthalin verwendet.
  • Die Temperatur bei der Extraktion mit aromatischen Kohlenwasserstoffen muß so hoch liegen, daß eine thermische Spaltung des Komplexes in einem um x Äquivalente ärmeren Komplex MeX (n-x) BeR2 stattfindet, welcher dann ausfällt oder, falls sein Schmelzpunkt unterhalb der Temperatur der Extraktion liegt, sich als schwerere Phase unten absetzt.
  • Falls bei der Temperatur der Extraktion der abgereicherte Komplex MeX (n-x) BeR2 in dem aromatischen Kohlenwasserstoff eine geringe Löslichkeit aufweist, dekantiert man die obere Phase und gibt zu ihr dann die notwendige Menge eines Alkans, wie Pentan oder Heptan, um die noch gelöste Verbindung MeX (n-x) BeR2 vollständig auszufällen.
  • Man hat so schließlich eine Lösung von ätherfreiem BeR2 in einer Mischung aus aromatischem Kohlenwasserstoff und einem Alkan.
  • Bei dem Verfahren zur Darstellung der ätherfreien Verbindungen BeR2 aus MeX n BeR2 oder einer Lösung von MeX n BeR2 in BeR2 kann der durch Destillation oder Extraktion um x Äquivalente BeR2 verarmte Komplex MeX (n-x) BeR2 wieder zur Darstellung von ätherfreiem MeX n BeR2 durch Umsatz mit ätherhaltigem BeR2 verwendet werden, so daß mit einer kleinen Menge an MeX zur einmaligen Darstellung von MeX n BeR2 eine beliebige Menge ätherhaltige BeR2-Verbindung in ätherfreies BeR2 übergeführt werden kann.
  • Der Gegenstand der Erfindung soll durch die folgenden Beispiele näher erläutert werden.
  • Beispiel 1 In einem Reaktionsgefäß werden unter Stickstoff 5 ccm Berylliumdiäthyl mit 20 Volumprozent Diäthyläther mit 1 g Kaliumfluorid unter Rühren 3 Stunden umgesetzt. Nach dieser Zeit wird ein Teil des Äthers im Vakuum abgezogen und anschließend die Mischung auf 65"C unter 1 atü Stickstoff und Rühren erwärmt.
  • Anschließend wird der restliche Äther bei 1 bis 10 Torr abgezogen. Danach wird die Temperatur auf 70"C erhöht und das ätherfreie Diäthylberyllium im Hochvakuum überdestilliert. Das Gaschromatogramm des so gewonnenen Berylliumdiäthyls zeigt keinen Äther (Äthergehalt kleiner als 0,01 0/o). Der Rückstand der Destillation ist KF Be(C2H2)2. Ausbeute an Be(C2H5)2: 80°/o der Theorie.
  • Analyse Berechnet ... Be 13,46, C 71,6, H 14,94o/o; gefunden ... Be13,3, C71,8, H 14,8 O/o.
  • Beispiel 2 Der Destillationsrückstand aus Beispiel 1 wird mit 3 g Berylliumdiäthy] von 60/o Äthergehalt analog zu Beispiel 1 umgesetzt und aus dem Reaktionsprodukt ätherfreies Berylliumdiäthyl in 850/,Der Ausbeute im Hochvakuum herausdestilliert. Im Destillat kann durch Gaschromatographie kein Äther mehr nachgewiesen werden. Der Destillationsrückstand läßt sich analog wie angegeben mit weiterem ätherhaltigem Be(C2Hs)2 umsetzen.
  • Beispiel 3 2g Rubidiumfiuorid werden unter Stickstoff im Reaktionsgefäß bei -80"C zu 5 ccm ätherhaltigem Be(C21l)2 gegeben und das Gemisch langsam auf Raumtemperatur gebracht. Anschließend wird, wie im Beispiel 1 angegeben, auf ätherfreies Be(C2Hs)2 hin aufgearbeitet. Ausbeute: 750/o.
  • Beispiel 4 1 g Kaliumcyanid werden unter Stickstoff mit 10 ccm Berylliumdiäthyl, welches 400/o Diäthyläther enthält, zusammengegeben und die Mischung, wie im Beispiel 1 angegeben, umgesetzt und schließlich im Hochvakuum das ätherfreie Be(C2H5)2 herausdestilliert. Ausbeute: 90O/o.
  • Beispiel 5 1 g Tetraäthylammoniumchlorid und 5 ccm Berylliumdiäthyl mit 10°/o Äthergehalt werden analog zu Beispiel 1 umgesetzt und aus dem ätherfreien Reaktionsprodukt das ätherfreie Be(C2H6)2 im Hochvakuum bei 100"C herausdestilliert. Ausbeute: 700/o.
  • Beispiel 6 Analog zu dem Verfahren nach Beispiel 1 werden 1 Mol Kaliumfluorid zu 2 Mol des Tetrahydrofuranates von Di-tert.-butylberyllium gegeben und die Mischung unter Rühren auf 60"C erwärmt bis alles Kaliumfluorid gelöst ist. Durch Anlegen eines Vakuums wird die gesamte Menge des Tetrahydrofurans abgezogen. Anschließend wird im Hochvakuum ätherfreies Di-tert.-butylberyllium aus dem Reaktionsprodukt herausdestilliert. Ausbeute: 65O/o.
  • Beispiel 7 Durch Umsatz von 1 Millimol KF und 2 Millimol ätherhaltigem Berylliumdiäthyl stellt man nach Beispiel 1 zunächst den ätherfreien Komplex KF 2 Be(C2H6)2 dar, welcher anschließend bei 70"C mit 20 ccm Benzol durchgerührt wird. Es bilden sich zwei Phasen. Die obere Phase enthält ätherfreies Be(C2Hs)2 und etwas KF Be(C2H2)2, die untere Phase enthält KF Be(C2H5)-. Man dekantiert die obere Phase und gibt zu ihr 5 bis 10 ccm Heptan, wobei KF Be(C2H5)2 ausfällt, so daß eine Lösung von ätherfreiem Be(C2H5)2 in einer Benzol-Heptan-Mischung zurückbleibt. Nach dem Abdestillieren des Benzols erhält man als Rückstand reines, ätherfreies Be(C2H6)2. Ausbeute: 680/o.
  • Beispiel 8 Das im Beispiel 7 in der unteren Phase enthaltene KF Be(C2H5)2 wird zusammen mit dem aus der oberen Phase durch Heptan ausgefällten KF Be(C2H6)2 erneut mit ätherhaltigem Be(C2H6)2 zu KF 2 Be(C2H6)2 umgesetzt aus welchem analog zu Beispiel 7 wieder ätherfreies Be(C2H6)2 durch thermische Spaltung und Extraktion mit Benzol erhalten wird. Ausbeute: 70°/0.
  • Beispiel 9 1 Millimol RbF wird mit einer gesättigten Lösung von Berylliumdiphenyl in Tetrahydrofuran zusammengebracht und der Äther analog zu Beispiel 1 im Vakuum entfernt. Das Reaktionsprodukt wird bei 100"C mit Toluol durchgeführt und die Toluollösung vom ausgefallenen KF dekantiert. Nach dem Abziehen des Toluols bleibt ätherfreies Berylliumdiphenyl in einer Ausbeute von 60°/o zurück.
  • Analyse Berechnet ... Be 5,53, C 88,35, H 6,12°/o; gefunden ... Be 5,45, C 88,2, H 6,3 O/o.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ätherfreien Beryl liumdialkylen oder -diarylen, dadurch gekennzeich net, daß man nach an sich bekannten Verfahren die Komplexe der allgemeinen Formel MeX BeR2, worin Me ein Alkalimetallatom oder eine Tetraalkylammoniumgruppe, X ein Fluoratom oder eine Cyangruppe oder, wenn Me eine Tetraalkylammoniumgruppe ist, ein Chloratom be- deutet, R ein Alkyl- oder Arylrest und n= 1, 2 oder 4 ist, herstellt und diesen Komplex einer thermischen Spaltung und Destillation unterwirft oder mit einem aromatischen Kohlenwasserstoff die reinen Berylliumdialkyle oder -diaryle extrahiert.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1102 736.
DEST18116A 1961-07-25 1961-07-25 Verfahren zur Herstellung von aetherfreien Berylliumdialkylen oder -diarylen Pending DE1151801B (de)

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DE1102736B (de) * 1959-11-07 1961-03-23 Guenther Hans Dipl Chem Verfahren zur Herstellung von Organoberylliumkomplex-verbindungen

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