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DE1151121B - Verfahren zur Herstellung von stark sauren Kationenaustauschern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von stark sauren Kationenaustauschern

Info

Publication number
DE1151121B
DE1151121B DEF34953A DEF0034953A DE1151121B DE 1151121 B DE1151121 B DE 1151121B DE F34953 A DEF34953 A DE F34953A DE F0034953 A DEF0034953 A DE F0034953A DE 1151121 B DE1151121 B DE 1151121B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
cation exchangers
strongly acidic
acidic cation
sulfonation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF34953A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Hagge
Dr Guenther Naumann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FARBENFABRIKEN BYER AG
Original Assignee
FARBENFABRIKEN BYER AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE622383D priority Critical patent/BE622383A/xx
Application filed by FARBENFABRIKEN BYER AG filed Critical FARBENFABRIKEN BYER AG
Priority to DEF34953A priority patent/DE1151121B/de
Priority to US216720A priority patent/US3238153A/en
Priority to FR909217A priority patent/FR1334084A/fr
Priority to GB35342/62A priority patent/GB960049A/en
Publication of DE1151121B publication Critical patent/DE1151121B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J39/00Cation exchange; Use of material as cation exchangers; Treatment of material for improving the cation exchange properties
    • B01J39/08Use of material as cation exchangers; Treatment of material for improving the cation exchange properties
    • B01J39/16Organic material
    • B01J39/18Macromolecular compounds
    • B01J39/20Macromolecular compounds obtained by reactions only involving unsaturated carbon-to-carbon bonds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/44Preparation of metal salts or ammonium salts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2800/00Copolymer characterised by the proportions of the comonomers expressed
    • C08F2800/20Copolymer characterised by the proportions of the comonomers expressed as weight or mass percentages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Kationenaustauschern mit erhöhter Kapazität durch einen neuartigen Prozeß zur Sulfonierung von vernetztem Polystyrol.
Für die Herstellung sulfonierter vernetzter Polystyrolharze sind verschiedene Verfahren bekannt. Sie sind sämtlich dadurch gekennzeichnet, daß man mittels bekannter Sulfonierungsmittel, wie Schwefelsäuremonohydrat, Chlorsulfonsäure, rauchender Schwefelsäure (Oleum), gegebenenfalls unter Zusatz vonKatalysatoren, das im allgemeinen perlförmige, vernetzte Styrolpolymerisat bei erhöhter Temperatur behandelt.
Um dabei Produkte mit befriedigender mechanischer und chemischer Beständigkeit zu erhalten, sind bei obengenannten Sulfonierungsverfahren der Anwendung von Temperatur und SO3-Konzentration des Sulfonierungsmittels Grenzen gesetzt. Die üblichen technischen Sulfonierungsmethoden beruhen beispielsweise auf einer Verwendung von Schwefelsäuremonohydrat — mit praktisch keinem oder nur geringem Gehalt an zusätzlichem SO3 — bei einer Reaktionstemperatur von etwa 100° C.
Bei der beschriebenen Herstellungsweise dieses Austauschertyps gelingt praktisch nur die Einführung einer Sulfogruppe je aromatischer Kern. Man kann zwar durch Anwendung erhöhter Temperaturen und bzw. oder von Sulfonierungsmitteln mit höherer SO3-Konzentration zu Produkten mit erhöhtem Gehalt an Sulfonsäuregruppen bis zur Disulfonierung der aromatischen Kerne gelangen. Diese Harze genügen jedoch den technischen Anforderungen nicht, da sie leicht zerspringen sowie infolge schlechter chemischer Beständigkeit gefärbte Abläufe zeigen.
Um dennoch Sulfonsäureharze dieser Art mit erhöhter Leistung und gleichzeitig befriedigender mechanischer und chemischer Beständigkeit zu erzielen, ergab sich demnach die Notwendigkeit, gelindere Sulfonierungsmittel zu finden, die ein anderes, weniger Verfahren zur Herstellung
von stark sauren Kationenaustauschern
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Dr. Walter Hagge, Leverkusen,
und Dr. Günther Naumann, Leverkusen-Bayerwerk, sind als Erfinder genannt worden
aggressives Agens als SO3 enthalten und gleichzeitig die Anwendung höherer Umsetzungstemperaturen gestatten.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von stark sauren Kationenaustauschern durch Sulfonierung vernetzter Polyvinylarylverbindungen gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Sulfonierung in Gegenwart von Phosphorpentoxyd vorgenommen wird.
Phosphorpentoxyd kann z. B. zusammen mit Schwefelsäuremonohydrat angewendet werden. Es ist günstig, das Phosphorsäurepentoxyd vor der Umsetzung in dem Sulfonierungsmittel zu lösen. Die Gemische bzw. Lösungen enthalten vorzugsweise 5 bis 30% an Phosphorpentoxyd. Die Sulfonierung selbst wird im allgemeinen bei Temperaturen von 100 bis 180° C, vorzugsweise 130 bis 150° C, vorgenommen.
Unter den sonst üblichen Bedingungen einer Sulfonierung von vernetzten Styrolpolymerisaten erhält man mit P2O5-Monohydrat-Gemischen bzw. -Lösungen unter Variierung von Temperatur und Versuchszeit Austauscher mit den in folgender Tabelle beschriebenen Eigenschaften:
Sulfonierung von vernetzten Styrolpolymerisaten mit P2O5-Monohydrat
Versuchs ■ieit Handelsübliche Styrol- Nutzbare Gesamt- Gesamt- o-oenait Kornform
Nr. temperatur Stunden sulfosäureharze ... Volumenkapazität Volumenkapazität Gewichtskapazität °/o
0C 24 g CaO/1 Harz mval/ml Harz mval/g Harz 18,7 sehr gut
1 130 9 53 2,8 5,2 19,2 sehr gut
2 130 4 54 2,9 4,9 18,0 befriedigend
3 130 9 52 T Q
Z,o
4,9 19,5 gut
4 150 4 58 2,9 4,9 19,0 sehr gut
5 150 57 2,9 4,6
Zum Vergleich:
14bisl5
40 bis 44 2,1 bis 2,3 4,5 bis 4,8
309 619/294
Die erfindungsgemäß gewonnenen Harze sind dunkelbraune, perlförmige Kationenau&tauscher mit guter Stabilität und den aus obiger Tabelle ersichtlichen, stark verbesserten Austauscheigenschaften. Zur näheren Kennzeichnung des Herstellungsverfahrens dienen die im folgenden beschriebenen Beispiele. Die darin angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
125 Teile eines mit 8 % Diyinylbenzol vernetzten Polystyrols werden bei Raumtemperatur unter Außenkühlung und ständigem Rühren in eine Lösung von 200 Teilen Phosphorpentoxyd in 1000 Teilen Monohydrat eingetragen. Nach etwa 1 Stunde wird das Gemisch innerhalb von 1 bis 2 Stunden auf 130° C erwärmt und 9 Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch unter Eiskühlung zunächst mit 200 Teilen 80%iger Schwefelsäure, dann mit Wasser verdünnt, bis keine Wärmetönung mehr auftritt. Das sulf onierte Harz wird schließlich von der Reaktionsflüssigkeit durch Filtration getrennt, mit Kochsalz neutralisiert sowie mit warmem und kaltem entmineralisiertem Wasser gewaschen. Der Kationenaustauscher besitzt die unter Nr. 2 der Tabelle genannten Eigenschaften.
Beispiel 2
125 Teile eines mit 8 % Divinylbenzol vernetzten Polystyrols werden bei Raumtemperatur unter Außenkühlung und ständigem Rühren in eine Lösung von 170 Teilen Phosphorpentoxyd in 1000 Teilen Monohydrat eingetragen. Nach etwa 1 Stunde wird das Gemisch innerhalb von 1 bis 2 Stunden auf 150° C erwärmt und 4 Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Die Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel 1 näher beschrieben. Der Kationenaustauscher besitzt die unter Nr. 5 der Tabelle genannten Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH;
    Verfahren zur Herstellung von stark sauren Kationenaustauschern durch Sulfonierung vernetzter Polyvinylarylverbindungen, dadurch ge kennzeichnet, daß die Sulfonierung in Gegenwart von Phosphorpentoxyd vorgenommen wird.
    © 309 619/294 6.
DEF34953A 1961-09-20 1961-09-20 Verfahren zur Herstellung von stark sauren Kationenaustauschern Pending DE1151121B (de)

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BE622383D BE622383A (de) 1961-09-20
DEF34953A DE1151121B (de) 1961-09-20 1961-09-20 Verfahren zur Herstellung von stark sauren Kationenaustauschern
US216720A US3238153A (en) 1961-09-20 1962-08-14 Process for the production of strongly acid cation exchangers
FR909217A FR1334084A (fr) 1961-09-20 1962-09-12 Procédé de fabrication de résines échangeuses de cations fortement acides
GB35342/62A GB960049A (en) 1961-09-20 1962-09-17 Improvements in or relating to cation exchange resins

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Also Published As

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GB960049A (en) 1964-06-10
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