DE1150999B - Verfahren zur Herstellung von Druckformen fuer den Offsetdruck - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Druckformen fuer den OffsetdruckInfo
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- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F7/00—Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
- G03F7/004—Photosensitive materials
- G03F7/06—Silver salts
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41C—PROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
- B41C1/00—Forme preparation
- B41C1/10—Forme preparation for lithographic printing; Master sheets for transferring a lithographic image to the forme
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Offsetdruck Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Offsetdruck.
- Es sind bereits verschiedene Verfahren bekannt, derartige Druckformen auf fotografischem Wege herzustellen. Dabei wird im allgemeinen so vorgegangen, daß eine bildmäßig belichtete Halogensüber-Gelatineschicht der sogenannten gerbenden Entwicklung unterworfen wird. Die belichteten Teile des Negativs werden durch dieses Verfahren gegerbt, während die unbelichteten Teile der Gelatineschicht quellbar und relativ weich bleiben.
- Bringt man nun eine in dieser Weise behandelte Negativschicht mit einem beliebigen Übertragsmaterial in Kontakt, so bleiben die unbelichteten und in ihren Eigenschaften unveränderten Teile der Negativschicht an dieser übertragsschicht haften und werden bei der Trennung der beiden Materialien aus der Negativschicht herausgerissen. Dabei entsteht auf dem übertragsmaterial in Form einer Gelatinereliefschicht ein positives Bild der Vorlage. Diese Reliefschicht kann als Druckform für den Offsetdruck verwendet werden. Verfahren, die sich des oben beschriebenen Prinzips bedienen, sind beispielsweise in der USA.-Patentschrift 2 716 059 und der deutschen Patentschrift 1015 313 beschrieben. Hierbei ist vor allem das in der zuletzt genannten Patentschrift offenbarte Verfahren besonders vorteilhaft, da die Herstellung der Druckform ohne wäßrige Behandlungsbäder durch eine Wärmebehandlung vorgenommen wird.
- Die bekannten Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß durch eine zusätzliche Behandlung der Gelatinedruckform die Reliefschicht in ihren Oberflächeneigenschaften so verändert werden muß, daß sie Wasser abstößt und die Fettdruckfarbe annimmt. Dies erreicht man im allgemeinen mit Hilfe von Lösungen oder Dispersionen hydrophober organischer Verbindungen in einem wäßrigen Medium.
- Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man die auf das übertragsmaterial, beispielsweise eine Metallplatte, überführte Gelatinereliefschicht in einfacher Weise hydrophobieren bzw. so verändern kann, daß sie die Fettfarbe annimmt, indem man die Druckform, bestehend aus der Offsetplatte und dem Reliefbild darauf, Temperaturen von mehr als 200° C aussetzt. Vorzugsweise soll die Temperatur ungefähr 400° C betragen, da dann die benötigte Zeit nur wenige Sekunden beträgt, während bei tieferer Temperatur entsprechend längere Zeiten benötigt werden.
- Bei der Erhitzung der Reliefschicht wird das Bindemittel thermisch zersetzt, und es entsteht eine Reliefschicht aus den Zersetzungsprodukten, die noch Silber und andere anorganische Produkte enthalten kann. Anschließend wird die Platte zweckmäßig mit einem handelsüblichen Konservierungsmittel (beispielsweise eine saure wäßrige Lösung von Gummiarabikum) eingerieben und nach dem Abwaschen des Konservierungsmittels an der Maschine eingefärbt. Die erfindungsgemäße Reliefschicht, die aus den Zersetzungsprodukten der ursprünglichen Schicht besteht, haftet auf der Offsetplatte außerordentlich gut, so daß beispielsweise schon mit einer üblichen metallischen Flachdruckfolie große Auflagenhöhen erzielt werden können. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erreicht man also nicht nur auf sehr einfache Weise eine gute Fettführung der Druckform, sondern durch die verbesserten mechanischen Eigenschaften der resultierenden Offsetplatte größere Auflagenhöhen.
- Für das erfindungsgemäße Verfahren hat sich die Erhitzung mit Infrarotstrahlern als geeignet erwiesen. Dabei ist die Erhitzungsdauer, wie bereits oben erwähnt, abhängig von der Höhe der Temperatur und schwankt zwischen einer Sekunde und einigen Minuten. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die gesamte Platte der hohen Temperatur auszusetzen, da dadurch gleichzeitig Verschmutzungen der Metallplatte, die zum Tonen der Druckform führen, entfernt werden.
- Da bei der Herstellung der Druckmatrize die Haftung der gehärteten Gelatine an der Offsetplatte mitunter auch relativ groß ist, ist es vorteilhaft, der Emulsion Bindemittel, wie z. B. Stärkeäther, Carboxymethylcellulose, Polyvinylalkohol, oder Produkte, wie Polyglykole, zuzusetzen, die die Haftung herabsetzen. Die Trennung erfolgt auch leichter, wenn man das Neaativnapier rückseitijz schwach anfeuchtet. Beispiel Negativschicht Zu 11 einer beliebigen Halogensilberemulsion fügt, man 30 g Brenzkatechin, das in wenig Wasser gelöst wurde. Dazu setzt man 5 g Cyclohexanonbisulfit, 150 g kristallwasserhaltiges Natriumacetat und 0,05 g Benzotriazol oder die entsprechende Menge eines anderen Stabilisators. Die Emulsion wird auf Papier oder einen anderen Schichtträger vergossen und getrocknet.
- Positiv Als Positiv. kann man irgendeine im Handel befindliche, für das Offsetverfahren geeignete Metallplatte oder eine Papier- oder Kunststoffolie verwenden. Hierbei ist selbstverständlich Voraussetzung, daß das Material der betreffenden Platte bei den Zersetzungstemperaturen beständig ist.
- Verarbeitung Nach der Belichtung wird das Negativ mit der Offsetplatte, z. B. einer handelsüblichen metallischen Flachdruckfolie in Kontakt gebracht. Beide werden dann mittels einer heizbaren Presse oder heizbarer Walzen 3 bis 9 Sekunden einer Temperatur von etwa 125° C ausgesetzt. Dabei kann die Offsetplatte mit einer geringeren Temperatur beheizt werden. Nach dem Auseinanderziehen haftet die Gelatine der unbelichteten Stellen auf der Metallplatte als positives Bild der Vorlage. Diese so hergestellte Metallplatte legt man nun kurzfristig - einige Sekunden - unter einen Infrarotstrahler mit einer Temperatur von etwa 400° C.
- Das Bild färbt sich sofort braunschwarz. Man reibt die Platte mit einem handelsüblichen Konservierungsmittel, z. B. Gummiarabikum (170 g Gummiarabikum, 10 cms Phosphorsäure [90o/oig] auf 1 1 Wasser) ein. Sie kann nun sofort oder später in die Druckmaschine eingespannt werden und ist nach dem Abwaschen des Konservierungsmittels druckbereit.
- Mit der Druckform lassen sich etwa 5000 Drucke herstellen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Verbesserung der Fettführung von Druckformen für den Flachdruck, die aus einer gelatinehaltigen Reliefschicht auf einer Unterlage bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform auf Temperaturen erhitzt wird, bei denen sich das Bindemittel thermisch zu solchen Produkten zersetzt, die fettige Druckfarben annehmen.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische Zersetzung der gelatinehaltigen Reliefschicht der Druckformen bei Temperaturen von ungefähr 400° C durchgeführt wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE626399D BE626399A (de) | 1961-12-23 | ||
| DEA39089A DE1150999B (de) | 1961-12-23 | 1961-12-23 | Verfahren zur Herstellung von Druckformen fuer den Offsetdruck |
| FR919611A FR1341949A (fr) | 1961-12-23 | 1962-12-22 | Procédé de production de plaques de tirage pour l'impression offset |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA39089A DE1150999B (de) | 1961-12-23 | 1961-12-23 | Verfahren zur Herstellung von Druckformen fuer den Offsetdruck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1150999B true DE1150999B (de) | 1963-07-04 |
Family
ID=6931172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA39089A Pending DE1150999B (de) | 1961-12-23 | 1961-12-23 | Verfahren zur Herstellung von Druckformen fuer den Offsetdruck |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE626399A (de) |
| DE (1) | DE1150999B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0242863A3 (en) * | 1986-04-23 | 1988-07-06 | Fuji Photo Film Co., Ltd. | Process for manufacturing lithographic printing plates |
| EP0773113A1 (de) * | 1995-11-09 | 1997-05-14 | Agfa-Gevaert N.V. | Wärmeempfindliches Aufzeichnungselement und Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckform damit |
-
0
- BE BE626399D patent/BE626399A/xx unknown
-
1961
- 1961-12-23 DE DEA39089A patent/DE1150999B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0242863A3 (en) * | 1986-04-23 | 1988-07-06 | Fuji Photo Film Co., Ltd. | Process for manufacturing lithographic printing plates |
| EP0773113A1 (de) * | 1995-11-09 | 1997-05-14 | Agfa-Gevaert N.V. | Wärmeempfindliches Aufzeichnungselement und Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckform damit |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE626399A (de) |
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