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DE1171739B - Verfahren zur Erzeugung eines photo-graphischen Bildes durch Waermebehandlung und UEbertragung des Bildes sowie photo-graphisches Material hierfuer - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines photo-graphischen Bildes durch Waermebehandlung und UEbertragung des Bildes sowie photo-graphisches Material hierfuer

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Publication number
DE1171739B
DE1171739B DEG34276A DEG0034276A DE1171739B DE 1171739 B DE1171739 B DE 1171739B DE G34276 A DEG34276 A DE G34276A DE G0034276 A DEG0034276 A DE G0034276A DE 1171739 B DE1171739 B DE 1171739B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
image
photographic material
aryl group
photographic
pyrazolidone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG34276A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Chem Louis Maria De Haes
Dr-Chem Jozef Frans Willems
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gevaert Photo Producten NV
Original Assignee
Gevaert Photo Producten NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gevaert Photo Producten NV filed Critical Gevaert Photo Producten NV
Publication of DE1171739B publication Critical patent/DE1171739B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/40Development by heat ; Photo-thermographic processes
    • G03C8/4006Development by heat ; Photo-thermographic processes using materials covered by the groups G03C8/04 - G03C8/06
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
    • G03C5/50Reversal development; Contact processes
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/40Development by heat ; Photo-thermographic processes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: G 03 c
Deutsche Kl.: 57 b-14/02
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
G 34276IX a/57 b
16. Februar 1962
4. Juni 1964
Nach der belgischen Patentschrift 609 057 kann man ein lichtempfindliches Material, das eine Halogensilberemulsionsschicht und eine 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz enthält, nach bildmäßiger Belichtung durch Wärmebehandlung entwickeln. Auf den belichteten Stellen wird die 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz während der Entwicklung verbraucht, indem auf den nicht belichteten Stellen das nicht reagierte 3-Pyrazolidonderivat zurückbleibt.
Nach einer der Durchführungsformen der erwähnten belgischen Patentschrift wird das entwickelte lichtempfindliche Material mit einem Bildempfangsmaterial unter Wärmezufuhr in Berührung gesetzt, wodurch die auf den nicht belichteten Stellen nicht reagierte 3-Pyrazolidonentwicklersubstanzj von dem entwickelten Material in der Bildempfangsschicht des Silbersalz enthaltenden Bildempfangsmaterials diffundiert, so daß auf diese Weise durch die reduzierende Wirkung der 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz ein Silberbild erzeugt wird.
Es wurde nun ein Verfahren zur photographischen Bilderzeugung durch Wärmeentwicklung gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein photographisches Material, das eine Halogensilberemulsionsschicht, eine 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz und 8-Oxy-1,2,3,4-tetrahydrochinolin enthält, während oder nach Belichtung zu einer zu reproduzierenden Vorlage wärmeentwickelt wird.
Das zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendete lichtempfindliche photographische Material enthält, wie oben erwähnt, außer dem 8-Oxy-1,2,3,4-tetrahydrochinolin eine 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz, vorzugsweise eine 3-Pyrazolidonverbindung, die der folgenden allgemeinen Formel entspricht:
Verfahren zur Erzeugung eines photographischen Bildes durch Wärmebehandlung
und Übertragung des Bildes sowie photographisches Material hierfür
Anmelder:
Gevaert Photo-Producten N.V.,
Mortsel, Antwerpen (Belgien)
Vertreter:
Dr. W. Müller-Bore und Dipl.-Ing. H. Gralfs,
Patentanwälte, Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Als Erfinder benannt:
Dr.-Chem. Louis Maria de Haes, Edegem,
Dr.-Chem. Jozef Frans Willems,
Wilrijk, Antwerpen (Belgien)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 17. Februar 1961 (261 381),
vom 6. Februar 1962
(274437 und 274438)
/C N-R2
R,''
C = O
in der R1 eine Arylgruppe oder eine substituierte Arylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder eine Acylgruppe, wie eine Acetylgruppe, und R3, R4, R5 und R6 (gleich oder verschieden) je ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine substituierte Alkylgruppe, eine Arylgruppe oder eine substituierte Arylgruppe bedeuten.
Man erreichte ausgezeichnete gute Ergebnisse mit folgenden Verbindungen der obenerwähnten allgemeinen Formel:
1 -Phenyl-3-pyrazolidon,
1 -(m-Tolyl)-3-pyrazolidon,
1 -Phenyl-2-acetyl-3-pyrazolidon,
1 -PhenyM-methyl-S-pyrazolidon,
1 -Phenyl-S-methyM-pyrazolidon,
l-PhenyM^-dimethyl-S-pyrazolidon,
l-Phenyl-S^-dimethyl-S-pyrazolidon,
1,5-Diphenyl-3-pyrazolidon,
l-(m-Tolyl)-5-phenyl-3-pyrazolidon,
l-(p-Tolyl)-5-phenyl-3-pyrazolidon.
Als eine dritte Verbindung, die in mindestens eine der das lichtempfindliche Material zusammensetzenden Schichten einverleibt werden kann, darf Pyrogallol verwendet werden.
Es sei erwähnt, daß alle Sorten von Gelatinosilberemulsionen, wie Gelatinochlorsilberemulsionen, Gelatinobromchlorsilberemulsionen, Gelatinobromsilberemulsionen, Gelatinobromjodsilberemulsionen
409 598/367
3 4
und Gelatinobromchlorjodsilberemulsionen, sehr ge- diese Weise kann ein erfindungsgemäß lichtempfindeignet sind zur erfindungsgemäßen Verwendung. liches Material mit einem Filmnegativ in Berührung
Im allgemeinen enthält das lichtempfindliche Material gesetzt und an einer Infrarotlichtquelle vorübergeführt pro Quadratmeter ungefähr 0,3 bis 2 g Silber, das als werden zum sofortigen Erhalten eines sehr kräftigen Halogensilber vorhanden ist. 5 positiven Bildes.
Jede der obenerwähnten Entwicklersubstanzen kann Die Dichte und auch die Gradation der erfindungs-
man in irgendeine der das lichtempfindliche Material gemäß erhaltenen Bilder sind ausgezeichnet. Nach zusammensetzenden Schichten einverleiben, wie z. B. Spülen und Fixieren ist die Dichte auch viel besser in die lichtempfindliche Emulsionsschicht, in den Träger aufbewahrt als mit den meist bekannten Entwicklerselbst, vorzugsweise jedoch in eine wasserdurch- *° verbindungen.
lässige Schicht, die an derselben Seite wie die empfind- Eine besonders interessante Durchführung dieser
liehe Emulsionsschicht auf den Träger vergossen Erfindung ist die Herstellung von Abzügen der wurde. wärmeentwickelten Bilder gemäß dem Übertragungs-
Im allgemeinen werden die Entwicklersubstanzen verfahren. Das Material, das gemäß einem der obenin solchen Mengen zugesetzt, daß 1 m2 lichtempfind- 15 erwähnten Verfahren ein Bild enthält, kann mit einem liches Material folgendes enthält: 0,5 bis 5 g (vor- Bildempfangsmaterial unter Wärmezufuhr in Bezugsweise 1 bis 2 g) einer 3-Pyrazolidonentwickler- rührung gesetzt werden, wobei dieses Bildempfangssubstanz, 0,25 bis 2,5 g (vorzugsweise 0,5 bis 1,5 g) material nicht empfindliche Metallsalze enthält, die 8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrochinolin und 0,5 bis 5g imstande sind, mit 8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrochinolin (vorzugsweise 1 bis 2 g) Pyrogallol. 20 oder mit 8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrochinolin und Pyro-
Die Halogensilberemulsionsschicht und/oder eine gallol ein gefärbtes Reaktionsprodukt zu bilden, wasserdurchlässige Schicht können auch Verbin- Als nicht lichtempfindliche Metallsalze, die erfin-
dungen enthalten, die beim Erwärmen Wasser frei- dungsgemäß zur Anwendung in dem Diffusionssetzen oder die unter Freisetzung von Alkali hydroly- übertragungsverfahren geeignet sind, können erwähnt siert werden, wie z. B. Alkali- und Erdalkaliacetate, 25 werden:
Natriumeitrat NatriumbenzoatNatriumformiat Na- Eisensalze, wie Ferrochlorid, Ferrichlorid oder
tnumstearat, Kaliumpalmitat und Calciumlactat. Diese Ferrosulfat
Verbindungen fördern die Wärmeentwickelbarkeit Kupfersalze, wie Cuprichlorid,
Die Wärmeentwickelbarkeit wird auch durch die Chromsalze, wie Kaliumdichromat, und
Verwendung von hydrophilen Weichmachern wie 30 Kobaltsalze, wie Kobaltchlorid. z. B. Glycerin, Caprolactam, Polyathylenglykol und
ähnlichen Produkten, gefördert. In diesen Emulsionssorten kann man die Bildqualität verbessern, indem Man kann irgendeines dieser Metallsalze ganz einman diesen Emulsionen Verbindungen zusetzt, die fach in dem Papierträger, der als Bildempfangsden Bildton günstig beeinflussen, wie z. B. 1-Phenyl- 35 material verwendet wird, einverleiben, indem man 5-mercaptotetrazol oder ähnliche Produkte, die in der diesen Träger in eine wäßrige Lösung von solchem britischen Patentschrift 561 875 und in der belgischen Metallsalz eintaucht. Dieses Metallsalz kann man Patentschrift 502 525 beschrieben sind. auch einer auf den Träger vergossenen wasserdurch-Erfindungsgemäß belichtet man ein lichtempfind- lässigen Schicht zusetzen. Diese Metallsalze sind liches photographisches Material, wie oben beschrie- 40 meistens in solch einer Menge vorhanden, daß 1 m2 ben, an einem Original und wärmeentwickelt man des Bildempfangsmaterials I bis 10 g, vorzugsweise dieses Material, worauf man ein geeignetes Bild 3 bis 4 g, dieser Metallsalze enthält, enthält. Man kann auch ein Bildempfangsmaterial ver-Abhängig von der Temperatur, die von 80 bis wenden, das nebst den nicht lichtempfindlichen 2000C variieren darf, beträgt die Entwicklungszeit 45 Metallsalzen auch als einen wesentlichen Kompoeine Sekunde bis ungefähr 20 Sekunden. nenten eine dünne Polyacrylamidschicht enthält, Die zur Entwicklung nötige Wärmequantität darf welche die Erzeugung eines positiven und eines man in verschiedenen Weisen auf das Material ein- negativen Bildes von einem Original ermöglicht durch wirken lassen. Die Halogensilberemulsion kann durch eine einfache Wärmeentwicklung des belichteten Leitung, durch Berührung dieser Emulsion mit 50 lichtempfindlichen Materials und des Bildempfangserwärmten Platten oder Walzen, durch Aufstellung materials, die miteinander in Berührung gesetzt sind, zwischen zwei Kondensatorplatten, die einem Hoch- Die Polyacrylamidschicht wird als eine der das frequenzfeld unterzogen sind, oder durch Aussetzung Bildempfangsmaterial zusammensetzenden Schichten an einen Jouleeffekt entwickelt werden. Die Halogen- vergossen. Gegebenenfalls kann man die nicht lichtsilberemulsion kann gleichfalls durch Konvektion, 55 empfindlichen Metallsalze auch aus einer gießfähigen z. B. durch Berührung mit einem gerichteten warmen Polyacrylamidlösung vergießen. Im letzteren Fall wird Gasstrom, entwickelt werden. Zu diesem Zweck darf das Polyacrylamid als ein Bindemittel verwendet, man unter anderem warme Luft oder Dampf ver- Meistens wird das Polyacrylamid in Mengen von wenden. Schließlich kann die Halogensilberemulsion 2 bis 8 g/m2 aufgetragen.
auch durch Wärmeausstrahlung entwickelt werden. 60 Beispiele von im Handel zur Verfügung stehen-Die Anwendung von Infrarotstrahlungsquellen ist hier den Polyacrylamiden sind z. B. Polyacrylamide, deren besonders geeignet, nicht nur weil sie ein intensives Viskositäten ihrer 3%igen wäßrigen Lösungen bei Entwicklungsvermögen haben, sondern weil sie gleich- 250C 120 bis 200 cP, 60 bis 100 cP und 35 bis 50 cP zeitig die Belichtung und die Entwicklung in Sekunden- betragen.
teilen gestatten. Der Begriff »Infrarotstrahlungs- 65 Zur Anwendung des Diffusionsübertragungsverquellen« umfaßt solche Strahlungsquellen, deren fahrens wird das bildmäßig belichtete lichtempfindgrößter Teil der ausgestrahlten Energiewellen eine liehe Material gemäß einem der obenerwähnten VerWellenlänge von 10"4 bis 10"1 cm besitzt, und auf fahren während einer kurzen Zeit wärmebehandelt.
Man setzt dieses vorerwärmte Material mit einem Bildempfangsmaterial in Berührung, z. B. mittels erwärmter Platten oder Walzen, wobei die Temperatur von ungefähr 80 bis 2000C variieren darf und wobei, von der verwendeten Temperatur abhängig, die Berührungszeit von ungefähr 30 Sekunden bis ungefähr 3 Minuten variiert.
Während dieser Behandlung diffundieren die Entwicklerverbindungen bildmäßig in das Bildempfangsmaterial, um mit den dort befindlichen nicht lichtempfindlichen Metallsalzen ein braun- bis schwarzgefärbtes Produkt zu bilden. Meist ist das erhaltene Bild braun. Nur das Reaktionsprodukt von 8-Oxy-1,2,3,4-tetrahydrochinolin und Pyrogallol mit einem Eisensalz ist schwarz. 1S
Wenn man ein Bildempfangsmaterial verwendet, das im Zusatz zu den nicht lichtempfindlichen Metallsalzen auch eine dünne Polyacrylamidschicht enthält, ist es möglich, ein negatives oder ein positives Bild des Originals in einer einzigen Wärmeentwicklung zu erzeugen durch das belichtete lichtempfindliche Material und das Bildempfangsmaterial gegeneinanderzudrücken, z. B. auf einer erwärmten Platte.
Die Temperatur zur Durchführung dieser Wärmeentwicklung variiert von ungefähr 80 bis ungefähr 2000C. Nach der verwendeten Temperatur variiert die Entwicklungszeit von ungefähr 30 Sekunden bis ungefähr 3 Minuten.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
30
Beispiel 1
Man stellt ein lichtempfindliches Material her wie folgt. Auf einen photographischen Papierträger von 90 g/m2 vergießt man eine Schicht aus einer Suspension folgender Zusammensetzung:
Chlorsilberemulsion, die pro Kilogramm
30 g Silber enthält 1000 cm3
Glycerin 100 cm3
12,5°/oige wäßrige Saponinlösung 5 cm3
40%ige wäßrige Formaldehydlösung.. 2 cm3
Man drückt dann die Empfangsschicht ungefähr Sekunden gegen die wärmeentwickelte lichtempfindliche Schicht mittels einer auf 80 bis 2000C erwärmten Platte, worauf man die beiden Schichten trennt. Man erhält ein braunes positives Bild des Originals in der Empfangsschicht des Bildempfangsmaterials.
Beispiel 2
Man stellt ein lichtempfindliches Material her wie folgt: Auf einen photographischen Papierträger von g/m2 vergießt man eine Schicht aus einer Suspension folgender Zusammensetzung:
Chlorsilberemulsion, die pro Kilogramm
30 g Silber enthält 1000 cm3
Wasser 1000 cm3
Glycerin 100 cm3
12,5°/oige Saponinlösung 5 cm3
40°/0ige wäßrige Formaldehydlösung.. 2 cm3
Diese Schicht wird in solcher Weise aufgetragen, daß man mit 1 1 dieser Suspension 20 m2 Papier beschichtet.
Nach Trocknen trägt man auf diese Schicht eine Schicht folgender Zusammensetzung auf:
Äthanol 1000 cm3
l-Phenyl-3-pyrazolidon 50 g
8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrochinolin 30 g
Diese Schicht wird derart aufgetragen, daß man mit 11 dieser Zusammensetzung 20 m2 beschichtet.
Das Bildempfangsmaterial besteht aus einem Papierträger von 90 g/m2, worauf man eine Empfangschicht aus folgender Lösung vergießt:
Wasser 100 cm3
Ferrochlorid 5 g
5°/oige wäßrige Lösung von Polyacrylamid 200 cm3
12,5%ige wäßrige Saponinlösung 0,5 cm3
Diese Schicht wird in solcher Weise aufgetragen, daß man mit 1 1 dieser Suspension 10 m2 Papier beschichtet.
Nach Trocknen trägt man auf diese Schicht eine Schicht folgender Zusammensetzung auf:
Äthanol 1000 cm3
l-Phenyl-3-pyrazolidon 50 g
^ 30 g
Diese zweite Schicht wird derart aufgetragen, daß man mit 11 dieser Zusammensetzung 20 m2 Papier beschichtet.
Das Bildempfangsmaterial besteht aus einem Papierträger von 90 g/m2, der mit einer Empfangsschicht versehen ist. Man trägt diese Empfangsschicht auf, indem man eine Seite des Papierträgers gleichmäßig mit einer lO°/oigen wäßrigen Ferrochloridlösung benetzt, worauf man den Träger trocknet.
Man belichtet das lichtempfindliche Material reflektographisch an einem zu reproduzierenden Original, worauf es 15 Sekunden wärmeentwickelt wird durch Andrücken gegen eine auf 80 bis 2000C erwärmte Platte. Man erhält einen sehr geeigneten Abzug des Originals.
Diese Lösung wird derart vergossen, daß mit 1 1 5 m2 Papier bedeckt sind.
Das lichtempfindliche Material wird reflektographisch an einem zu reproduzierenden Original belichtet, worauf man dieses Material zusammen mit dem Empfangsmaterial wärmeentwickelt durch Andrücken der beiden Materialien während ungefähr Sekunden gegen eine erwärmte Platte. Nach dieser Behandlung trennt man die beiden Materialien. Man erhält ein braunes Positivbild des Originals in der Bildempfangsschicht.
55
Beispiel 3
Ein lichtempfindliches Material wird wie folgt hergestellt: Auf einen Papierträger von 90 g/m2 vergießt man eine Schicht aus einer Suspension folgender Zusammensetzung:
Chlorsilberemulsion, die pro Kilogramm
30 g Silber enthält 1000 cm3
Wasser 1000 cm3
Glycerin 100 cm3
12,5%ige wäßrige Saponinlösung 5 cm3
40°/0ige wäßrige Formaldehydlösung.. 2 cm3
Diese Schicht wird in solcher Weise aufgetragen, daß man mit 1 1 dieser Suspension 15 m2 Papier beschichtet.
Nach Trocknen wird ein Schicht folgender Zusammensetzung aufgetragen:
Äthanol 1000 cm3
l-(m-Tolyl)-3-pyrazolidon 100 g
8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrochinolin 30 g
Pyrogallol 50 g
Diese Schicht derart aufgetragen, daß man mit 1 dieser Zusammensetzung 20 m2 beschichtet.
Das Bildempfangsmaterial besteht aus einem Papierträger von 90 g/m2, der mit einer Empfangsschicht der folgenden Lösung versehen ist:
Wasser 100 cm3
Ferrochlorid 5 g
5°/oige wäßrige Lösung von Polyacrylamid 200 cm3
12,5°/oige wäßrige Saponinlösung 0,5 cm3
Diese Lösung wird in solcher Weise aufgetragen, daß man mit 11 dieser Lösung 5 m2 Papier beschichtet.
Man belichtet das lichtempfindliche Material reflektographisch an einem zu reproduzierenden Original, worauf dieses Material zusammen mit einem Empfangsmaterial wärmeentwickelt wird durch Andrücken während ungefähr 60 Sekunden gegen eine auf 130° C erwärmte Platte. Nach dieser Wärmebehandlung trennt man die beiden Materialien. Man erhält ein Positivbild des Originals in der Bildempfangsschicht, indem das lichtempfindliche Material ein braunes Negativbild des Originals zeigt.

Claims (10)

Patentansprüche: 35
1. Verfahren zur Erzeugung eines photographischen Bildes durch Wärmebehandlung eines bildgemäß belichteten photographischen Materials, das auf einem geeigneten Träger mindestens eine lichtempfindliche Halogensilberemulsionsschicht aufweist, oder durch Wärmebehandlung eines zusammengepreßten Paares aus dem bildgemäß belichteten und gegebenenfalls vorerwärmten lichtempfindlichen Material und einem Bildempfangsmaterial, das einen geeigneten Träger und mindestens ein Metallsalz enthält, das imstande ist, mit 8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrochinolin ein gefärbtes Reaktionsprodukt zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß ein photographisches Material verwendet wird, das eine 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz und 8-Oxy-l,2, 3,4-tetrahydrochinolin, beide in wirksamem Kontakt mit dem Halogensilber, enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das photographische Material Pyrogallol in Kontakt mit dem Halogensilber enthält und daß das Bildempfangsmaterial mindestens ein Metallsalz enthält, das imstande ist, mit Pyrogallol ein gefärbtes Reaktionsprodukt zu bilden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallsalz, das imstande ist, mit 8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrochinolin oder Pyrogallol ein gefärbtes Reaktionsprodukt zu bilden, ein Eisensalz verwendet wird.
4. Verfahren nach jedem der Ansprüche 1 bis 3, daduich gekennzeichnet, daß als 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz Verbindungen der Formel
R1
N-R2
C = O
R,
verwendet werden, in der R1 eine Arylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder eine Acylgruppe, R3, R4, R5 und R6 (gleich oder verschieden) je ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine substituierte Alkylgruppe, eine Arylgruppe oder eine substituierte Arylgruppe bedeuten.
5. Verfahren nach jedem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bildempfangsmaterial verwendet wird, das eine hauptsächlich aus Polyacrylamid bestehende Schicht aufweist.
6. Verfahren nach jedem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Belichtung und Wärmebehandlung gleichzeitig erfolgen, indem man das photographische Material bildgemäß mit einer infrarotreichen Strahlungsquelle belichtet.
7. Verfahren nach jedem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Wärmebehandlungen zwischen 80 und 200 0C durchgeführt wird.
8. Photographisches Material, das auf einem geeigneten Träger mindestens eine lichtempfindliche Halogensilberemulsionsschicht aufweist, für das Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dieses photographische Material eine 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz und 8-Oxy-l,2,3,4-tetrahydrc«:hinolin, beide in wirksamem Kontakt mit dem Halogensilber, enthält.
9. Photographisches Material nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die 3-Pyrazolidonentwicklersubstanz der Formel
R1
R5
"N-R2
C = O
entspricht, in der R1 eine Arylgruppe oder eine substituierte Arylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder eine Acylgiuppe, R3, R4, R5 und R6 (gleich oder verschieden) je ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine substituierte Alkylgruppe, eine Arylgruppe oder eine substituierte Arylgruppe bedeuten.
10. Photographisches Material nach jedem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß es Pyrogallol in wirksamem Kontakt mit dem Halogensilber enthält.
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