DE1150615B - Einrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl - Google Patents
Einrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut, insbesondere von ZementrohmehlInfo
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- DE1150615B DE1150615B DEB58744A DEB0058744A DE1150615B DE 1150615 B DE1150615 B DE 1150615B DE B58744 A DEB58744 A DE B58744A DE B0058744 A DEB0058744 A DE B0058744A DE 1150615 B DE1150615 B DE 1150615B
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B7/00—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
- F27B7/20—Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
- F27B7/2016—Arrangements of preheating devices for the charge
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Description
- Einrichtung zum Erhitzen von feinkörnigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl Es ist bekannt, die Abgaswärme von Drehrohröfen zur Erwärmung des Rohgutes, z. B. von Zementstaub, vor dessen Eintritt in die Drehrohröfen auszunutzen.
- Zu diesem Zweck ist ein bekannter Wärmeaustauscher so ausgebildet, daß ein Rohr das Abgas in mehreren dicht nebeneinander liegenden Windungen abwechselnd lotrecht nach oben und lotrecht nach unten führt und zur Gutabscheidung in der Nähe der Krümmer je ein aus flachen oder profilierten, einander überdeckenden Leisten gebildetes Sieb vorgesehen ist. Durch eine schräge Anordnung der Siebe wird das Gut jeweils zu einer Austrittsöffnung geleitet, die in den betreffenden vorhergehenden Rohrstrang mündet.
- Bei einem anderen bekannten Wärmeaustauscher ist an den Drehrohrofen ebenfalls ein Rohr mit abwechselnd aufsteigenden und absteigenden, durch Krümmer miteinander verbundenen Strängen angeschlossen. Dabei wird der Staub in den unteren, erweiterten Krümmern abgeschieden und in den jeweils vorhergehenden, aufsteigenden Strang eingeführt.
- Ferner ist ein Wärmeaustauscher bekannt, bei dem das aus dem Drehrohrofen entweichende Gas nacheinander von unten her in zwei Erweiterungskammern eingeleitet und nach Umleitung um je ein Staubabweisblech nach oben abgezogen wird. Hierbei wird der aus der zweiten Kammer austretende Staub in die in die erste Kammer von unten her eintretende Gasleitung eingeführt.
- Sonach erfolgt bei diesen bekannten Wärmeaustauschern die Staubabscheidung nicht durch Fliehkraftabscheider. Es ist aber auch bekannt, die Vorwärmung des Zementrohmehles mit Hilfe von mehreren Tangentialzyklonen vorzunehmen. Diese werden durch Rohrleitungen so miteinander verbunden, daß die Abgase eines Ofens nacheinander durch die Abscheider geführt werden, wobei der Staubaustrag eines jeden Abscheiders - mit Ausnahme des ersten - in das zu dem vorhergehenden Abscheider führende Abgasrohrstück aufgegeben wird.
- Der erste Abscheider ist mit dem Ofen verbunden. Das Rohmehl wird in die Abgaszuleitung des letzten Abscheiders aufgegeben, im Abscheider wieder von den Abgasen getrennt und dann in die Abgaszuleitung zum vorletzten Abscheider eingebracht. Dort wiederholt sich der Prozeß, und das Rohmehl wandert so durch die Staubaustragsrohre dem Abgasstrom absatzweise entgegen.
- Bei den bekannten Einrichtungen besteht die Gefahr, daß sich in dem schwer zugänglichen, ersten Abscheider hinter dem Ofen Anbackungen und Verstopfungen durch kondensierende Alkaliaerosole und Rohmehle bilden, weil hier der eigentliche Wärme-und Temperaturaustausch zwischen heißem Abgas und kühlerem Rohmehl stattfindet.
- Die Erfindung beseitigt diese Nachteile und bringt gegenüber den sonstigen bekannten Einrichtungen der eingangs genannten Arten die weiter unten angegebenen Vorteile.
- Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum Erhitzen von feinkörnigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl, mittels der Abgase eines Brennofens, im wesentlichen bestehend aus einer Anzahl von Fliehkraft-Gutabscheidern, deren Gutaustragsleitungen - mit Ausnahme der dem ersten Abscheider zugehörigen - in die Abgasrohre einmünden, die zu den diesen Abscheidern unmittelbar vorgeschalteten führen, während die Gutaustragsleitung des ersten Abscheiders mit dem Eintragende des Ofens verbunden ist und die Anordnung derart ist, daß die Ofenabgase nacheinander durch die Abscheider geführt werden, wobei sie sich im wesentlichen im Gleichstrom mit dem feinkörnigen Gut bewegen; und die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß als Gutabscheider Fliehkraftabscheid'er mit axialem Gasein- und -austritt vorgesehen sind; je zwei Abscheider knapp übereinander angeordnet sind und Abscheiderpaare bilden; in die Abgasrohre, die die Abscheider jedes Paares miteinander verbinden, Gutaustragsrohre von nachgeschalteten Abscheidern bzw. ein Gutaufgaberohr einmünden; die Abscheiderpaare in etwa gleicher Höhe nebeneinander und parallel zueinander angeordnet sind und die die Doppelabscheider miteinander verbindenden Abgasrohre größtenteils etwa achsparallel zu den Doppelabscheidern verlaufen. Dabei ist die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß die Gutaustragsleitung des ersten Abscheiders durch das Abgasrohr des Ofens geführt wird und in diesen mündet.
- Der Wärme- und Temperaturaustausch in der durch Verstopfungen gefährdeten ersten Wärmeaustauscherstufe erfolgt somit nach der Erfindung nicht in dem ersten Abscheider, sondern in der vorgeschalteten Steigrohrleitung. Hier können wegen der weiten Querschnitte Verstopfungen durch köndensierende Alkaliaerosole und Rohmehl nicht auftreten und Anbackungen leicht und während des Betriebes beseitigt werden.
- Nach einem weiteren Schritt der Erfindung ist zur Abscheidung der in den Ofenabgasen enthaltenen schädlichen Bestandteile, wie Alkaliaerosole, in dem vom Ofen abgehenden Abgasrohr ein Abschnitt mit gut wärmeleitfähiger Auskleidung und/oder mit kühlbaren Wänden vorgesehen. Hierdurch läßt sich die unvermeidliche Kondensation der Alkaliaerosole auf einem bestimmten Abschnitt einschränken. Das erleicht*t die Wartung und Reinigung des Wärmeaustauschers und erhöht die Betriebssicherheit der gesamten Anlage.
- Die Erfindung bringt insbesondere den Vorteil, daß einerseits das Rohmehl allein unter der Wirkung der Schwerkraft in die zu dem jeweils vorhergehenden Abscheider führende Abgasleitung gelangt, wodurch besondere Zwischenförderer für das Rohmehl eingespart werden, und daß man bei geringer Bauhöhe und verhältnismäßig kleinem Bedarf an Grundfläche mit nur wenigen Umlenkungen des Gasstromes auskommt. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sich eine entsprechende Einrichtung in selbsttragender Bauweise ausführen läßt, wodurch an Tragkonstruktionen gespart wird.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
- Die Fliehkraftabscheider mit axialem Gasein- und -austritt sind mit 1, 2, 3 und 4 in der Richtung des Abgasstromes fortlaufend numeriert. Sie sind paarweise hintereinander jeweils in dem absteigenden Zweig einer Rohrschlange 5 angeordnet. Je zwei lotrecht übereinanderstehende Abscheider 1, 2 und 3, 4 liegen paarweise in etwa gleicher Höhe nebeneinander, und parallel zueinander, und das die Doppelabscheider miteinander verbindende Abgasrohr verläuft achsparallel zu diesen Doppelabscheidern. Die Gutaustragsrohre 6, 7, 8 der Abscheider 2, 3, 4 münden in diejenigen Abgasleitungen, die zu den den betreffenden Abscheidern unmittelbar vorgeschalteten Abscheidern 1, 2 bzw. 3 führen. Durch ein Rohr 11 wird das Rohmehl in den Abgasstrom zwischen den Abscheidern 3 und 4 aufgegeben. In diesem wird es wieder vom Abgas getrennt und über das Rohr 8 aus dem Abscheider 4 herausgeführt und über die ansteigende Gasleitung in den Abscheider 3 eingebracht, wo sich der Vorgang entsprechend wiederholt. Auf diese Weise wandert das Rohmehl durch die Gutaustragrohre dem Abgasstrom absatzweise entgegen. Das Staubaustragerohr 9 des Abscheiders 1 ist innerhalb des ersten aufsteigenden Zweiges der Rohrschlange verlegt und mündet ebenso wie diese in das Eintragende 10 des Drehrohrofens. Die Rohrschlange 5 enthält in dem aufsteigendem Zweig vor dem Abscheider 1 kühlbare Niederschlagsbleche 12 od. dgl. und eine gut wärmeleitfähige Auskleidung 13. Die durch diese Anbauten bewirkte Abkühlung des Gases erzwingt eine lokalisierte Abscheidung der Alkaliaerosole.
- Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird der Abgasstrom nur wenige Male stark umgelenkt. Der Druckverlust ist daher gering, und ein Abgasventilator kann entsprechend klein bemessen werden. Trotz verhältnismäßig geringer Ausmaße und niedrigen Raumbedarfs läßt sich ein hoher Durchsatz erzielen. Da das Staubaustragerohr des ersten Abscheiders innerhalb der Abgasleitung verlegt ist, wird eine sehr weitgehende Vorwärmung des Aufgabegutes im Gegenstrom erreicht.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum Erhitzen von feinkörnigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl, mittels der Abgase eines Brennofens, im wesentlichen bestehend aus einer Anzahl von Fliehkraft-Gutabscheidern, deren Gutaustragsleitungen - mit Ausnahme der dem ersten Abscheider zugehörigen - in die Abgasrohre einmünden, die zu den diesen Abscheidern unmittelbar vorgeschalteten führen, während die Gutaustragsleitung des ersten Abscheiders mit dem Eintragende des Ofens verbunden ist und die Anordnung derart ist, daß die Ofenabgase nacheinander durch die Abscheider geführt werden, wobei sie sich im wesentlichen im Gleichstrom mit dem feinkörnigen Gut bewegen, dadurch gekennzeichnet, daß als Gutabscheider Fliehkraftabscheider (1, 2, 3, 4) mit axialem Gasein- und -austritt vorgesehen sind; je zwei Abscheider knapp übereinander angeordnet sind und Abscheiderpaare bilden; in die Abgasrohre, die die Abscheider jedes Paares miteinander verbinden, Gutaustragsrohre (7) von nachgeschalteten Abscheidern bzw. ein Gutaufgaberohr (11) einmünden; die Abscheiderpaare in etwa gleicher Höhe nebeneinander und parallel zueinander angeordnet sind und die die Doppelabscheider miteinander verbindenden Abgasrohre größtenteils etwa achsparallel zu den Doppelabscheidern verlaufen.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gutaustragsleitung (9) des ersten Abscheiders (1) durch das Abgasrohr des Ofens geführt ist und in diesen mündet.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abscheidung der in den Ofenabgasen enthaltenen schädlichen Bestandteile, wie Alkalien, in dem vom Ofen abgehenden Abgasrohr ein Abschnitt mit gut wärmeleitfähiger Auskleidung und/oder mit kühlbaren Wänden (12) vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 967 250, 1027123; französische Patentschrift Nr. 1131507.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB58744A DE1150615B (de) | 1960-07-26 | 1960-07-26 | Einrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl |
| CH862561A CH390128A (de) | 1960-07-26 | 1961-07-21 | Vorrichtung zum Erhitzen von feinkörnigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl |
| GB2673861A GB924651A (en) | 1960-07-26 | 1961-07-24 | Apparatus for heating fine-grained material, particularly raw cement powder |
| DK304061A DK106138C (da) | 1960-07-26 | 1961-07-25 | Anlæg til opvarmning af finkornet gods, navnlig cementråmel. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB58744A DE1150615B (de) | 1960-07-26 | 1960-07-26 | Einrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1150615B true DE1150615B (de) | 1963-06-20 |
Family
ID=6972185
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB58744A Pending DE1150615B (de) | 1960-07-26 | 1960-07-26 | Einrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH390128A (de) |
| DE (1) | DE1150615B (de) |
| DK (1) | DK106138C (de) |
| GB (1) | GB924651A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2324565A1 (de) * | 1973-05-15 | 1974-12-05 | Polysius Ag | Verfahren und anlage zur waermebehandlung von feinkoernigem gut |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1131507A (fr) * | 1954-11-11 | 1957-02-22 | British Rema Mfg Company Ltd | Perfectionnements aux procédés de pré-chauffage de matériau solide |
| DE967250C (de) * | 1952-12-13 | 1957-10-24 | Eisen & Stahlind Ag | Vorrichtung zum Vorwaermen von mehlfoermigem oder feinkoernigem Rohgut, das in einem Drehrohrofen weiterbehandelt wird |
| DE1027123B (de) | 1955-06-14 | 1958-03-27 | Josef Rosa Dr Ing | Waermeaustauscher zur Waermebehandlung von feinkoernigem Material, insbesondere Kalk oder Zement, durch Gase |
-
1960
- 1960-07-26 DE DEB58744A patent/DE1150615B/de active Pending
-
1961
- 1961-07-21 CH CH862561A patent/CH390128A/de unknown
- 1961-07-24 GB GB2673861A patent/GB924651A/en not_active Expired
- 1961-07-25 DK DK304061A patent/DK106138C/da active
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967250C (de) * | 1952-12-13 | 1957-10-24 | Eisen & Stahlind Ag | Vorrichtung zum Vorwaermen von mehlfoermigem oder feinkoernigem Rohgut, das in einem Drehrohrofen weiterbehandelt wird |
| FR1131507A (fr) * | 1954-11-11 | 1957-02-22 | British Rema Mfg Company Ltd | Perfectionnements aux procédés de pré-chauffage de matériau solide |
| DE1027123B (de) | 1955-06-14 | 1958-03-27 | Josef Rosa Dr Ing | Waermeaustauscher zur Waermebehandlung von feinkoernigem Material, insbesondere Kalk oder Zement, durch Gase |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2324565A1 (de) * | 1973-05-15 | 1974-12-05 | Polysius Ag | Verfahren und anlage zur waermebehandlung von feinkoernigem gut |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB924651A (en) | 1963-04-24 |
| CH390128A (de) | 1965-03-31 |
| DK106138C (da) | 1966-12-19 |
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