-
Optisches Gerät für Spiel-, Unterhaltungs-oder Belehrungszwecke Die
Erfindung betrifft ein optisches Gerät zum Erzielen von Imitationen röntgenstrahlenartiger
Durchleuchtungen für Spiel-, Unterhaltungs- oder Belehrungszwecke, bei dem das Objekt,
an welchem der imitierte Durchleuchtungseffekt zur Erscheinung zu bringen ist, auf
der dem Auge des Betrachters abgekehrten Seite der Strahlung einer natürlichen oder
künstlichen Lichtquelle ausgesetzt ist.
-
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwischen diesem
Objekt und dem Auge des Betrachters entweder ein strahlenbrechendes transparentes
feinstlichtspaltartig oder rasterartig ausgebildetes oder derart wirkendes Diaphragma
angeordnet ist.
-
Das Objekt, an welchem der imitierte Durchleuchtungseffekt zur Erscheinung
zu bringen ist, ist vorzugsweise auf der dem Auge des Betrachters abgekehrten Seite
der Strahlung einer natürlichen oder künstlichen Lichtquelle ausgesetzt.
-
Die Versuche haben erbracht, daß sich hervorragend wirkungsvolle Ergebnisse
im Sinne der Erfindung erzielen lassen, wenn als lichtbrechendes Diaphragma beispielsweise
eine feine Geflügelfeder verwendet wird bzw. ein Teil einer solchen möglichst ebenliegend
gehaltenen Feder.
-
Der dabei beobachtete Durchleuchtungseffekt kommt offenbar dadurch
zustande, daß die an den Außenkanten des von hinten her angestrahlten Beobachtungsobjektes
entlang vorbeitretenden Lichtstrahlen nach der optischen Achse hin gebrochen werden,
so daß eine Art Kernschatten entsteht, der das Objekt mit beachtlich verringerter
Breite in dunklem Profil zur Erscheinung bringt, während es in der übrigen tatsächlichen
Breite mehr oder weniger transparent durchsichtig beobachtbar ist. Diese optische
Wirkung schafft ein Bild, wie es einer durch Röntgenstrahlen bewirkten Durchleuchtung
überraschend ähnlich ist.
-
Diese einem Durchleuchten ähnliche Erscheinungsweise des zu betrachtenden
Objektes läßt sich dadurch noch variieren, daß dieses Objekt in seinem Abstand gegenüber
dem Auge des Betrachters bzw. gegenüber dem lichtbrechenden Diaphragma oder gegenüber
der es von hinten her anstrahlenden Lichtquelle verändert wird. Dadurch läßt sich
auch für Spielzwecke eine deutlich wahrnehmbare bequeme Einstellmöglichkeit schaffen,
die das Spielgeschehen variabler und noch interessanter macht. Hierzu genügt es,
wenn man das Durchleuchtungsobjekt einfach im Bereich zwischen dem fraglichen »Diaphragma«
und der Lichtquelle verschiebbar vorsieht.
-
Es hat sich gezeigt, daß man auch durch Drehen des Diaphragmas, d.
h. der den »Durchleuchtungseffekt« schaffenden Geflügelfeder od. dgl., und zwar
um die optische Achse ebenfalls eine Veränderung des zu beobachtenden Durchleuchtungsbildes
herbeiführen kann. Aus diesem Grunde kommt es zur Variation des Spielens auch in
Frage, dieses Diaphragma bzw. das Okular, in dem das Diaphragma bzw. die Geflügelfeder
angeordnet ist, drehbar vorzusehen.
-
Um das Diaphragma bzw. die Feder, die den gewünschten Effekt zustande
bringt, vor Beschädigung zu schützen, ist es vorzuziehen, diesen Teil zwischen zwei
durchsichtige Plättchen zu legen, die z. B. aus Glas bestehen können.
-
Das der Erfindung entsprechende Gerät fällt besonders handlich und
ansprechend aus, wenn man ihm z. B. die Form einer Kamera gibt, die als Box ausgeführt
sein kann, aber auch einen Klappdeckel und einen auf ihm in seinem geöffneten Zustand
ausziehbaren Kamerabalg aufweisen kann, so daß sie im zusammengeschobenen und geschlossenen
Zustand ebenfalls nur einen geringen Raumbedarf hat.
-
Am hinteren Ende des Kameragehäuses bzw. des Rahmens des Ausziehbalges
ist ferner noch eine nach hinten abgekapselte elektrische Lichtquelle angeordnet,
die vorzugsweise in einem einsteckbaren Schieber gehalten ist. Zwischen dem Durchleuchtungsobjekt
und der Lichtquelle können außerdem noch in verschiedener Farbe auswechselbare Mattscheiben
vorgesehen sein. An deren Stelle lassen sich aber auch verschiedenfarbige kleine
Glühbirnen verwenden, die von einer dem Gerät einsetzbaren Trockenbatterie gespeist
sind und durch einen Kurbelschalter wahlweise zum Aufleuchten gebracht werden können.
Zweckmäßig ist es, wenn man das Gerät mit grünlichem
Licht in Betrieb
nimmt, weil auch bei einem Röntgenapparat diese Lichtfarbe auftritt.
-
Dem Gerät kann zusätzlich ferner noch ein kleiner Summer od. dgl.
eingebaut sein, der bei Gebrauch des Gerätes in Gang gesetzt wird, um akustisch
ein Geräusch zu erzielen, wie es auch bei einem in ,Betrieb genommenen Röntgenapparat
wahrnehmbar ist.
-
Das Okular des Gerä:les kann auch noch optische Linsen enthalten,
die verkleinernd oder vergrößernd wirken, wie dies von Füll zu Fall gewünscht wird.
Durch solche Linsen läßt sich gegebenenfalls auch die bauliche Längc des Gerätes
noch verkürzen.
-
Nachstehend ist die Erfindung mit den zu ihr gehörenden Einzelheiten
an Hand von Zeichnungen in Ausführungsbeispielen noch näher erläutert und
be-
schrieben. Es zeigt Fig. 1 ein der Erfindung entsprechendes imitierte
Durcsileuchtunseffekte wiedergebendes Gerät von vorne gesehen mit Blick auf das
vorhandene Okular; Fig. 2 ist die Ansicht dieses Gerätes von der Seite gesellen
im geöffneten und zum Gebrauch ausgezogenen Zustand; Fig. 3 ist eine Längsschnittansicht
des Gerätes nach Fig. 2; Fig. 4 zeigt das Gerät im geschlossenen Zustand, ebenfalls
vertikal geschnitten.
-
Das in den Fig. 1 bis 4. dargestellte Gerät hat bezüglich seines Gehäuses
1 die Form einer Kamera. 2 ist sein ausziehbarer Balg. 3 ist sein Klappdeckel, auf
dem sk'1, wein er geöffnet ist, der Balg 2 nach hinten ausziehen läßt, wie dies
aus Fig. 2 und 3 hervorgeht.
-
Im geschlossenen Zustand hat das Gerät die in Fig. 4 gezeigte Form.
Am hinteren Rahmen 4 des Balges ist eine Lichtquelle 5 in Form einer kleinen Glühbirne
vorgesehen, die nach hinten durch den Kegel 6 abgeschlossen ist und ihr Licht gegen
das Okular 7 hin strahlen läßt, welches auf der vorderen Stirnfläche des Gehäuses
sitzt. Die Birne 5 kann dabei durch eine im Boden des Gehäuses einsetzbare Trockenbatterie
3 gespeist werden. Zur guten Ausnutzung der Lichtstrahlen kann außerdem innerhalb
des Kegels 6 noch ein Scheinwerfer 9 vorgesehen sein. Die Beleuchtungsvorrichtung,
die am Rahmen 4 getragen ist, kann schieberartig abnehmbar angebracht sein, so daß
dann von hinten her natürliches Licht oder das Licht einer anderen Lichtquelle in
das Gerät eintreten kann.
-
Im Rahmen 4 kann ferner eine Mattscheibe 10 vorgesehen sein, die das
Licht diffus gleichmäßig verteilt. Diese Mattscheibe 10 ist ebenfalls schieberartig
auswechselbar und kann verschieden gefärbt sein. Zum Ausziehen des Balges 2 dient
ein Knebelgriff 11. Vorn an der Stirnseite des Gerätes ist noch ein Kurbelschalter
12 vorgesehen, dessen Hebel auf die verschiedenen Kontaktstücke 13 umgelegt werden
kann, um dadurch den elektrischen Stromkreis der Batterie 8 für die Lichtquelle
5, für einen eingebauten Summer usw. gleichzeitig oder nacheinander wahlweise öffnen
und schließen zu können.
-
Das Okular 7 des Gerätes ist an seiner Stirnseite zum Auswechseln
einschiebbar in einer Rahmenfassung 14 gehalten. In diesem Okular 7 ist als optisches
Diaphragma transparenter und lichtbrechender Art eine Geflügelfeder 15 bzw. ein
Teil einer solchen Feder vorgesehen, die ein feines Lichtspalt- oder Lichtrastersystem
bildet. Diese Feder 15 liegt zweckmäßig geschützt zwischen zwei Glasplättchen. Außerdem
kann das Okular 7 noch ein Linsensystem 15 enthalten, welches eine gewünschte Vergrößerung
oder Verkleinerung des zu betrachtenden Bildes herbeiführt. Das Okular 7 kann abweichend
vom Ausführungsbeispiel auch binokular ausgeführt sein, so daß sich das Becachten
des Durchleuchtungsbildes bequem auch mit beiden Augen vornehmen 17., St. Auch kommt
es in Betracht, das Okular 7 um die optische Achse drehbar zu machen.
-
Das mit dem gewünschten Durchleuchtungseffekt zu betrachtende Objekt,
z. B. die menschliche Hand, kann in einer schlitzartigen Öffnung 17, die sich seitlich
im Balg 2 befindet, in das Gerät eingeführt werden. Wird diese Hand als Objekt im
Einsteckschiiiz 17 in geeigneter Entfernung zwischen die Lichtquelle 5 und das Okular
7 gebracht, so erscheint für den Betrachter diese Hand als Knochengerüst, umgeben
mit transparentar Fleischmasse, und zwar ähnlich, wie dies beim Durchleuchten mit
Röntgenstrahlen der Fall ist.
-
Dieses Erscheinungsbild ist mehr oder weniger gut ausgeprägt je nach
der Drehstellung, in die das mit der Geflügelfeder U3 ausgestattete Okular 7 gegeben
ist. Auch kann die optimale Einstellung noch durch Verschieben der Ausziehstellung
des Balges 2 vorgenommen werden. Bei diesem Betrachten des Durchleuchtungseffektes
wird die Mattscheibe 30 zweckmäßigerweise herausgezogen. An Stelle einer Hand kann
auch sonst jeder geeignete andere Gegenstand mit der der Erfindung entsprechenden
Wirkung betrachtet werden.