DE1150269B - Verfahren zur Herstellung von Kalk, Kochsalz und Phosphat enthaltenden Lecksteinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kalk, Kochsalz und Phosphat enthaltenden LecksteinenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23K—FODDER
- A23K20/00—Accessory food factors for animal feeding-stuffs
- A23K20/20—Inorganic substances, e.g. oligoelements
- A23K20/26—Compounds containing phosphorus
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- A23K20/00—Accessory food factors for animal feeding-stuffs
- A23K20/20—Inorganic substances, e.g. oligoelements
- A23K20/22—Compounds of alkali metals
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- A23K20/00—Accessory food factors for animal feeding-stuffs
- A23K20/20—Inorganic substances, e.g. oligoelements
- A23K20/24—Compounds of alkaline earth metals, e.g. magnesium
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
B 59265 IVa/53 g
BSKANNTMACHDNC
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DI*
AUSLEGESCHRIFT» 12, JUNI 1963
Das Futter für Nutztiere wird bekanntlich durch Viehsalz ergänzt, das man vielfach in Form von Lecksteinen
auf den Markt bringt. Neuere Erkenntnisse auf dem Gebiet der Milchviehfütterung haben zu der
Tendenz geführt, das Kochsalz zurückzudrängen und die Ionen des Calciums und der Phosphorsäure in
den Vordergrund zu stellen. Statt des bisher üblichen Calciumphosphates zieht man darüber hinaus besser
lösliche und daher auch leichter resorbierbare Verbindungen vor. So werden als Verbindungen der
Phosphorsäure meist leicht lösliche Alkaliphosphate verwendet. Diese Salze bereiten aber bei der Viehfütterung
einige Schwierigkeiten, da sie entweder hygroskopisch sind oder oft im pH-Wert stark vom physiologischen
Milieu abweichen. Als Caleiumquelle kommt aus ähnlichen Gründen praktisch nur CaI-ciumcarbonat
in Frage. Will man Mischungen von Alkaliphosphaten und Calciumcarbonat zu Lecksteinen
verarbeiten, so zeigen sich beim Anfeuchten, das zum Pressen usw. erforderlich ist, Eigenschaften,
die eine Weiterverarbeitung unmöglich machen. So entsteht z. B. eine krümelig harte Masse, die sich
nicht pressen läßt. Bei höheren Wasserzusätzen entstehen zwar gießfähige Massen, die jedoch so stark
erhärten, daß ihre Verwendung als Leckstein ausgeschlossen ist.
Man kennt ferner ein Verfahren zur Herstellung von Viehsalzbriketts aus denaturiertem Viehsalz
durch Brikettieren. Hierbei wird von feingemahlenem mit Wasser befeuchtetem Salz ausgegangen, dem
man zwecks Aufhebung oder Verminderung der hygroskopischen Eigenschaften der Briketts eine Lösung
von Alkalisilikaten, Alkaliboraten, Alkaliphosphaten, Alaun od. dgl. zusetzt. Anschließend wird die Masse
in Brikettform gepreßt.
Des weiteren sind Lecksteine bekannt, die aus Kochsalz (80%), Tricalciumphosphat (10 bis 15%)
und Soleschlamm (5 bis 10%) bestehen. Welches Verfahren bei der Herstellung dieser Lecksteine angewandt
wird, ließ sich nicht ermitteln; jedenfalls bedarf es in diesem Falle zur Verfestigung der Masse entweder
noch eines Bindemittels oder der Anwendung eines Preßverfahrens.
Bekannt ist auch ein Verfahren, bei dem Salzlösungen eingedampft und mit Calciumverbindungen
solcher Menge versetzt werden, daß Mischkristalle oder durch Mischkristalle bzw. Kolloide innig gebundene
Kristallmischungen entstehen, wozu den Salzlösungen Calciumcarbonat sowie Calciumhydroxyd,
Calciumoxyd oder Calciumphosphat beigemengt werden. Die dabei gewonnene Masse wird
dann in Formen gegossen und darauf bei einer unter Verfahren zur Herstellung
von Kalk, Kochsalz und Phosphat
enthaltenden Lecksteinen
Anmelder:
Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke
Aktiengesellschaft,
München 34, Ludwigstr. 27
München 34, Ludwigstr. 27
Dr. Klement Monier, Tutzing (Obb.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
der Zersetzungstemperatur der Mischkristalle liegenden Temperatur, z. B. bei 70 bis 80° C, gehärtet.
Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung von Kalk, Kochsalz und Phosphate enthaltenden
Lecksteinen, das aber die Nachteile der bekannten Arbeitsweisen beseitigt. Hierzu wird ein
Verfahren vorgeschlagen, dessen Kennzeichen darin besteht, daß Calciumcarbonataufschlämmungen aus
der Kochsalz-Solereinigung mit einem Wassergehalt von 30 bis 40% durch mechanische Bearbeitung,
wie Rühren od. dgl., plastifiziert werden, und daß in diese Masse Gemische von wasserlöslichen Alkaliphosphaten
und Kochsalz, letzteres bis zu 40% der Gesamtmasse, ohne Zusatz von Bindemitteln, eingebracht
und darin homogen verteilt werden, worauf die fertige Mischung in Formen gegossen und durch mechanische
Bearbeitung gleichmäßig verteilt wird.
Dieses Verfahren kombiniert zwei bei Versuchen gemachte Beobachtungen. Als erste Feststellung ergab
sich dabei, daß der Calciumcarbonatschlamm, der bei der Reinigung von Natursole durch Zugabe
von Natriumcarbonat anfällt, auch bei längerem Absitzen oder Lagern einen relativ gleichmäßigen
Wassergehalt von 30 bis 40% aufweist. Wird dieser Schlamm, der unabhängig vom Wassergehalt eine
krümelige bis speckige Konsistenz aufweisen kann, mechanisch, z. B. durch Rühren, Kneten usw., bearbeitet,
so wird die Masse plastisch bis breiartig, eine Eigenschaft, die als Thixotropie bekannt ist. In diesem
Zustand ist es möglich, dem Kalkschlamm andere Stoffe in bestimmter Menge einzuverleiben, ohne
daß die Masse ihre Gießfähigkeit verliert. Als zweite
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Feststellung ergab sich, daß sogar calciniertes Dinatriumphosphat,
zweckmäßig nach vorheriger Mischung mit Kochsalz, in diesen plastifizierten CaI-ciumcarbonatschlamm
eingerührt werden kann, und daß diese Masse erst zum Erstarren kommt, wenn die mechanischen Einwirkungen, wie Rühren usw., einige
Zeit aufgehört haben. Nach der chemischen Formel ist zwar zu erwarten, daß wasserfreies Dinatriumphosphat
(Na2HPO4) beim Übergang in die kristallwasserhaltige
Form (Na2HPO4 + 12H2O) mehr als
sein Eigengewicht an Wasser aufnehmen kann. In der erwähnten Kombination wird aber mehr Wasser
gebunden, als die chemischen Formeln vermuten lassen. Wird die erfindungsgemäß hergestellte Mischung
in z. B. aus Kunststoff bestehende Formen gegössen, so tritt oft schon nach wenigen Minuten,
spätestens nach einigen Stunden, eine Verfestigung ein, die nach durchschnittlich 24 Stunden so weit fortgeschritten
ist, daß die gegossenen Steine versandfähig sind.
Die Vorteile gegenüber bisherigen Verfahren sind mehrfach. Zur Formung der Lecksteine sind weder
Bindemittel noch mechanische Verfahren, wie Pressen, erforderlich. Um eine glätte Oberfläche zu erhalten
ist es zweckmäßig, die gegossenen Steine, wie bei der Kunststeinfertigung bekannt, kurzzeitig zu erschüttern.
Diese Erschütterungen können mechanisch oder durch Anwendung elektrischer, elektromagnetischer
oder akustischer Schwingungen bewirkt werden. Mit dem Verfahren nach der deutschen Auslegeschrift
1081742 hat dies jedoch nichts zu tun. Dort dient nämlich das Rütteln zum Verdichten von
schwach, d. h. mit maximal 5% Wasser angefeuchteten Mischungen, während im vorliegenden Fall eine
stark wasserhaltige Mischung mit etwa 20% Wasser im gießfähigen Zustand lediglich in einer Form gleichmäßig
verteilt wird. Der höhere Wassergehalt ist hierbei nicht nachteilig; im Gegenteil, er verbessert die
Resorbierbarkeit der Mineralstoffe, ohne die Festigkeit und Haltbarkeit der Lecksteine ungünstig zu beeinflussen.
Ein weiterer Vorteil ist die Aufteilung der Bestandteile in zwei Mischungsphasen, eine wasserhaltig
flüssige bis plastische Masse und eine wasserfreie trockene Salzmischung. Andere erwünschte
Stoffe, wie Spurenelemente, Vitamine usw., können somit je nach ihren Eigenschaften vor Durchführung
der endgültigen Mischung in der einen oder anderen Komponente gelöst oder homogen verteilt werden, so
daß im Endprodukt eine optimale Vermischung vorliegt. Als besonders vorteilhaft erweist es sich, daß
ein Abfallprodukt, wie der Kalkschlamm aus der Solereinigung, der wegen seines Kochsalzgehaltes
sonst nicht verwendbar ist — seine unschädliche Beseitigungverursacht sogar zusätzliche Betriebskosten—
hier einer äußerst nutzbringenden Verwertung zugeführt werden kann. Vor allem aber eröffnet die Erfindung
die Möglichkeit, das bisher bei Verwendung von Calciumphosphat festgelegte Verhältnis Ca: P
wesentlich zu verändern und zugunsten des Phosphors zu verschieben.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben:
50 kg Calciumcarbonatschlamm aus der Solereinigung mit einem Wassergehalt von 30 bis 40% werden
in einem Kessel mit Rührwerk so lange bearbeitet, bis eine homogene, fließende Mischung entstanden
ist. Unter ständigem Rühren wird eine Mischung von 20 kg calciniertem Dinatriumphosphat
und 30 kg Kochsalz zugefügt. Die homogen vermischte Masse wird alsbald in geeignete Formen gegossen
und in diesen durch Ausstreichen oder kurzzeitiges Erschüttern gleichmäßig verteilt. Nach
Stunden ist der Stein hart.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Kalk, Kochsalz und Phosphate enthaltenden Lecksteinen,
dadurch gekennzeichnet, daß Calciumcarbonataufschlämmungen aus der Kochsalz-Solereinigung
mit einem Wassergehalt von 30 bis 40% durch mechanische Bearbeitung, wie Rühren od. dgl.,
plastifiziert werden, und daß in diese Masse Gemische von wasserlöslichen Alkaliphosphaten und
Kochsalz, letzteres bis zu 40% der Gesamtmasse, ohne Zusatz von Bindemitteln, eingebracht und
darin homogen verteilt werden, worauf die fertige Mischung in Formen gegossen und durch mechanische
Bearbeitung gleichmäßig verteilt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß calciniertes Dinatriumphosphat
zugesetzt wird.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß Wirkstoffe, wie Vitamine,
Spurenelemente u. dgl. und/oder andere Mineralstoffe, der wäßrigen oder trockenen Vormischung
oder der fertigen Mischung zugesetzt werden.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse vor dem Festwerden
in den Formen zur Bildung einer glatten Oberfläche durch kurzzeitige mechanische oder
in anderer Weise bewirkte Erschütterungen gleichmäßig verteilt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 806 823;
österreichische Patentschrift Nr. 9 482;
Chem. Zentralblatt, 1958, S. 12 846.
Deutsche Patentschrift Nr. 806 823;
österreichische Patentschrift Nr. 9 482;
Chem. Zentralblatt, 1958, S. 12 846.
© 309 600/70 6.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB59265A DE1150269B (de) | 1960-09-07 | 1960-09-07 | Verfahren zur Herstellung von Kalk, Kochsalz und Phosphat enthaltenden Lecksteinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB59265A DE1150269B (de) | 1960-09-07 | 1960-09-07 | Verfahren zur Herstellung von Kalk, Kochsalz und Phosphat enthaltenden Lecksteinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1150269B true DE1150269B (de) | 1963-06-12 |
Family
ID=6972396
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB59265A Pending DE1150269B (de) | 1960-09-07 | 1960-09-07 | Verfahren zur Herstellung von Kalk, Kochsalz und Phosphat enthaltenden Lecksteinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1150269B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0025024A1 (de) * | 1979-08-28 | 1981-03-11 | Boliden Aktiebolag | Verfahren zur Herstellung von Lecksteinen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT9482B (de) * | 1902-03-25 | 1902-10-25 | Friedrich Detsinyi | Verfahren zur Herstellung von Briketts aus Viehsalz. |
| DE806823C (de) * | 1948-11-06 | 1951-06-18 | Fritz Keck | Verfahren zur Herstellung von Lecksteinen |
-
1960
- 1960-09-07 DE DEB59265A patent/DE1150269B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT9482B (de) * | 1902-03-25 | 1902-10-25 | Friedrich Detsinyi | Verfahren zur Herstellung von Briketts aus Viehsalz. |
| DE806823C (de) * | 1948-11-06 | 1951-06-18 | Fritz Keck | Verfahren zur Herstellung von Lecksteinen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0025024A1 (de) * | 1979-08-28 | 1981-03-11 | Boliden Aktiebolag | Verfahren zur Herstellung von Lecksteinen |
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