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DE1150062B - Verfahren zur Reinigung von gesaettigten aliphatischen Mono- oder Dinitrilen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von gesaettigten aliphatischen Mono- oder Dinitrilen

Info

Publication number
DE1150062B
DE1150062B DEC18131A DEC0018131A DE1150062B DE 1150062 B DE1150062 B DE 1150062B DE C18131 A DEC18131 A DE C18131A DE C0018131 A DEC0018131 A DE C0018131A DE 1150062 B DE1150062 B DE 1150062B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitrile
acid
adiponitrile
nitric acid
treatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC18131A
Other languages
English (en)
Inventor
Eugene Lee Ringwald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Chemicals Ltd filed Critical Monsanto Chemicals Ltd
Publication of DE1150062B publication Critical patent/DE1150062B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von gesättigten aliphatischen Mono-oder Dinitrilen Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Reinigung von aliphatischen Mono-und Dinitrilen mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, insbesondere von Adiponitril, durch Behandeln mit Salpetersäure.
  • Bei der Herstellung von aliphatischen Mono-und Dinitrilen wird eine große Anzahl von Verunreinigungen gebildet, die aus ihnen schwierig zu entfernen sind. Aliphatische Dinitrile, wie Adiponitril, können bekanntlich leicht aus Dicarbonsäure und Ammoniak hergestellt werden. Einer der hauptsächlichen technischen Verwendungszwecke von Adiponitril ist die Herstellung von Hexamethylendiamin durch Hydrierung des Nitrils. Das Hexamethylendiamin kann dann mit Adipinsäure zu einem Polyamid kondensiert werden. Hierfür ist ein Adiponitril von hoher Reinheit erforderlich.
  • Adiponitril enthält, wenn es aus Adipinsäure und Ammoniak in Gegenwart von gewissen Dehydratisierungskatalysatoren hergestellt wird, eine Anzahl von Verunreinigungen, die sich von dem Nitril durch physikalische Reinigungsmethoden, wie Destillation, Umkristallisation oder Adsorption, nicht leicht trennen lassen, so dal3 es schwierig ist, Adiponitril der erforderlichen Reinheit für die obengenannten Zwecke zu erhalten. Diese unerwünschten Verunreinigungen sind oxydierbare Stoffe, die durch Titration des Adiponitrils mit einer Kaliumpermanganatlösung analytisch bestimmt werden können. Die unerwünschten Verunreinigungen im Adiponitril werden im folgenden durch den Kaliumpermanganatverbrauch ausgedrückt, und dieser Wert wird auch verwendet, um die Reinheit der behandelten Nitrile festzustellen.
  • Es ist nun überraschenderweise gefunden worden, dal3 Nitrile, die oxydierbare Verunreinigungen enthalten, dadurch gereinigt werden können, daß man das unreine Nitril mit Salpetersäure behandelt. Dieses neue Reinigungsverfahren für Nitrile ist rasch und wirtschaftlich durchführbar und liefert Nitrile von einer Reinheit, die nicht leicht durch die obenerwähnten üblichen physikalischen Reinigungsmethoden oder durch chemische Behandlung mit Bisulfit oder Schwefeldioxyd erzielt werden kann.
  • Es ist ein Verfahren zum Reinigen von Adipinsäuredinitril von beigemengtem I-Cyan-2-iminocyclopentan bekannt, bei welchem man das Dinitril bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur mit starken Sauerstoffsäuren von der Art der Schwefel-, Phosphorsäure oder einer sogenannten Festsäure behandelt. Hierbei wird die Iminoverbindung unter Bildung des Ammoniumsalzes der zugefügten Säure und des bei 10 Torr nur 25° C niedriger als das Adipinsäuredinitril siedenden l-Cyancyclopentanons-(2) aufgespalten (deutsche Patentschrift 901887).
  • Während eine solche Abtrennung einer als Verunreinigung vorhandenen Iminoverbindung aus dem Rohnitril durch Aufspaltung z. B. mittels Schwefelsäure möglich ist, werden nach dem Verfahren gemäß der Erfindung gleichzeitig mehrere als Verunreinigung vorhandene oxydierbare Stoffe durch die Salpetersäure oxydiert, so daß das reine Nitril durch einfaches Abdestillieren aus dem Reaktionsgemisch erhalten werden kann.
  • Die praktische Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht im wesentlichen darin, das unreine Nitril, das oxydierbare Verunreinigungen enthält, mit Salpetersäure zu behandeln und das behandelte Nitril danach abzudestillieren. Gewöhnlich werden die gemäß der Erfindung zu behandelnden Nitrile nach ihrer Herstellung und vor der Behandlung mit Salpetersäure einmal destilliert.
  • Wie bereits erwähnt, können unerwünschte oxydierbare Verunreinigungen, z. B. im Adiponitril, leicht durch Titrieren mit einer Kaliumpermanganatlösung bestimmt werden. Der prozentuale Kaliumpermanganatverbrauch (im folgenden » Permanganatzahl « genannt) ist ein Maß für die im Adiponitril vorhandenen oxydierbaren Verunreinigungen. Eine einfache Arbeitsweise zur Bestimmung dieses Wertes besteht darin, ein Gemisch aus 25ml 0, 1n-Kaliumpermanganatlösung, 2, 0 ml Adiponitril und 50 ml 6n-Schwefelsäure 20 Minuten bei 25° C stehenzulassen und dann das überschüssige Kaliumpermanganat mit 20ml einer 20°/oigen wäBrigen Kaliumjodidlösung zu reduzieren. Das freie Jod wird dann mit 0, 5 n-Natriumthiosulfatlösung unter Verwendung eines Stärkeindikators titriert. Eine Kontrolle wird nach derselben Arbeitsweise in. Abwesenheit von Adiponitril ausgeführt.
  • Die Menge an Salpetersäure (berechnet als 100"/oige Säure), die z. B. erforderlich ist, um ein besonderes unreines Dinitril, wie Adiponitril, zu behandeln, wird aus Zweckmäßigkeitsgründen auf den Kaliumpermanganatverbrauch bezogen, wobei die Säuremenge größer als die Hälfte, vorzugsweise zwei Drittel des Kaliumpermanganatverbrauchs ist. Wenn z. B. die Permanganatzahl 1, 5 (1, 5 g Kaliumpermanganat je 100 g Adiponitril) beträgt, würde gewöhnlich eine Säuremenge von etwa 1 Gewichtsprozent (1 g Salpetersäure, als 100"/oigne Säure berechnet) zu verwenden sein, um 100 g Adiponitril zu behandeln. Geringere Säuremengen können eine zweite Behandlung erfordern, um den Kaliumpermanganatverbrauch des Adiponitrils auf die gewünschte Höhe herabzusetzen. Eine größere Menge, d. h. ein aberschuß an Säure, kann selbstverständlich auch zur Anwendung gelangen, aber dies ist gewöhnlich unwirtschaftlich. Die Menge an Säure kann zwischen etwa 0, 1 und 25 Gewichtsprozent Salpetersäure, berechnet als 100%ige Säure, schwanken und beträgt vorzugsweise etwa 0, 5 bis 5 °/o. Die Stärke der Salpetersäure kann innerhalb weiter Grenzen zwischen etwa 1 bis 80°/o, vorzugsweise zwischen etwa 10 und 70"/o, Salpetersäure liegen. Bei Nitrilen, die große Mengen an oxydierbaren Verunreinigungen enthalten, kann mehr als eine Behandlung mit Salpetersäure erforderlich oder aus Zweckmäßigkeitsgründen bei der praktischen Durchführung erwünscht sein.
  • Die Temperatur, bei welcher das Dinitril mit Salpetersäure behandelt wird, kann über einen weiten Bereich geändert werden. Normale Arbeitstemperaturen von etwa 85 bis 125° C liefern in angemessener Zeitdauer Produkte, welche die gewünschte niedrige Permanganatzahl zeigen. Die Behandlungstemperatur liegt vorzugsweise zwischen etwa 95 und 115°C. Obwohl man zwischen 60 und 150° C arbeiten kann, ist zu beachten, daß bei niedriger Temperatur eine längere Behandlungsdauer erforderlich ist und sich Teere bilden können, welche sich bei späteren Verarbeitungsstufen unangenehm bemerkbar machen, indem sie z. B. die Farbstabilität des Dinitrils bei hoher Temperatur beeinträchtigen können.
  • Umgekehrt ist die Behandlungsdauer in gewissem Ausmaß. von der Behandlungstemperatur abhängig.
  • Behandlungszeiten von etwa 10 bis 60 Minuten werden gewöhnlich angewendet. Beim Reinigen von Adiponitril z. B. ist eine Behandlungsdauer von 18 Minuten bei 125° C einer solchen von 37 Minuten bei 100° C äquivalent. Optimale Ergebnisse werden gewöhnlich bei etwa 100° C innerhalb einer Zeit zwischen etwa 30 und 60 Minuten erhalten. Die Salpetersäurebehandlung kann diskontinuierlich oder kontinuierlich erfolgen.
  • Bei diskontinuierlicher Arbeitsweise werden optimale Ergebnisse gewöhnlich bei einer Temperatur zwischen 100 und 105° C und einer Reaktionszeit von 60 Minuten mit Salpetersäure einer Konzentration von etwa 45 bis 70°/o erhalten. Bei kontinuierlicher Arbeitsweise können Idirzere Behandlungszeiten, z. B. 40 Minuten bei 100 bis 105° C, zur Anwendung gelangen. Das Reaktionsgemisch wird am Ende dieser Behandlung vorzugsweise mit 5"/piger Natriumhydroxydldsung von etwa 50 oder 60° C gewaschen. Die Permanganatzahl des Nitrils nach dieser Behandlung beträgt möglichst unter etwa l"/o, vorzugsweise unter etwa 0, 5°/o, und eine anschließende Destillation des behandelten Nitrils liefert ein Produkt mit einer Permanganatzahl von weniger als etwa 0, 15.
  • Im allgemeinen wird bei diskontinuierlicher Arbeitsweise die erforderliche Menge Salpetersäure, die auf Grund der Permanganatzahl des zu reinigenden Nitrils bestimmt wird, mit dem Nitril gemischt und das Gemisch bis zu etwa 1 Stunde auf eine Temperatur von etwa 80 bis 120° C erhitzt. Das Gemisch wird dann abgekühlt und mit verdünnter Alkalilauge gewaschen, um die oxydierten Verunreinigungen und etwaige restliche Salpetersäure zu entfernen. Anschließend wäscht man das Dinitril mit Wasser und gegebenenfalls einer verdünnten Säure, bis das wasserhaltige Dinitril neutral reagiert. Das Dinitril wird dann vom Waschwasser getrennt und destilliert.
  • Gewöhnlich hat der Hauptlauf die gewünschte Reinheit, und die Ausbeute an Reinnitril ist in der Regel größer als etwa 75°/o und häufig größer als 95°/o, bezogen auf das Gewicht des Rohnitrils. Gegebenenfalls kann man die Alkali-und Wasserwäsche auch fortlassen und das Nitril direkt aus dem Behandlungsgemisch abdestillieren, aber gewöhnlich werden bessere Ergebnisse erzielt, wenn das Behandlungsgemisch vor der Destillation mit Alkali und Wasser gewaschen wird.
  • Wenn man kontinuierlich arbeitet, wird das unreine Nitril z. B. mit der erforderlichen Menge Salpetersäure bei einer Temperatur von etwa 90 bis I10°C und einer Berührungszeit von etwa 15 bis 60 Minuten kontinuierlich gemischt, das Gemisch dann laufend einer Atzalkaliwäsche in einem Mengenverhältnis von etwa 3 Teilen Nitril auf 1 Teil 5"/oignes wäßriges Natrium-oder Kaliumhydroxyd zugeführt.
  • Diese Alkalimenge ist gewöhnlich ausreichend, um mit den Verunreinigungen zu reagieren und einen pH-Wert des wasserhaltigen Nitrils von 11 bis 13 aufrechtzuerhalten. Das Gemisch wird dann kontinuierlich in eine Trennvorrichtung übergeführt, aus der die wäßrige untere Schicht, welche die Verunreinigungen enthält, laufend entfernt wird. Die obere Nitrilschicht wird zusammen mit Wasser in einem Mengenverhältnis von etwa 1 Teil Wasser auf 4 Teile Nitril in eine Mischvorrichtung übergeführt, das Nitril-Wasser-Gemisch dann in eine weitere Trennvorrichtung gebracht, aus der die obere Nitrilschicht einer Destillationskolonne zugeführt und die untere wäßrige Schicht abgezogen wird. Die Temperatur während der gesamten Waschbehandlung wird gewöhnlich auf etwa 55 bis 60° C gehalten. Es ist zweckmäßig, das Nitril zusätzlich mit verdünnter Schwefelsäure und Wasser zu waschen, so daß das verbleibende wasserhaltige Nitril, das destilliert werden soll, einen p-Wert von etwa 7 besitzt. Die Destillation erfolgt in der üblichen Weise, vorzugsweise unter verringertem Druck.
  • Das Verfahren läßt sich auf gesättigte aliphatische Nitrile und Dinitrile mit einem Gehalt von 3 bis 20, vorzugsweise von 4 bis 10 Kohlenstoffatomen anwenden. Nitrile, welche nach dem Verfahren gemäß der Erfindung behandelt werden können, sind z. B.
  • Propionitril, Butyronitril, Capronsäurenitril, Caprylsäurenitril, Laurinsäurenitril, Stearonitril, Malonsäuredinitril, Bernsteinsäuredinitril, Glutarsäuredinitril, Azelainsäuredinitril oder Sebacinsäuredinitril.
  • Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren an Hand einiger Beispiele näher erläutert.-Beispiel 1 In einer Rührvorrichtung wurde nach seiner Herstellung einmal destilliertes Adipinsaurenitril, das eine Permanganatzahl von 1, 5 besaß, zusammen mit so viel 50"/piger Salpetersäure, daß das Gemisch 1, 5 Gewichtsprozent Säure, berechnet als 100"/oigne Salpetersäure, enthielt, kontinuierlich eingeführt. Der Überlauf dieser Vorrichtung wurde in ein gleiches Rührgefäß übergeführt, wobei die Temperatur des Gemisches in den beiden Gefäßen etwa 100 bis 105° C und die Verweilzeit des Gemisches in den beiden Gefäßen insgesamt etwa 37 Minuten betrug ; der Vberlauf des zweiten Gefäßes wurde in eine Abtrennvorrichtung für Gase bzw. Dämpfe und dann zusammen mit einer 5%igen wäßrigen Natriumhydroxydlösung bei 50 bis 60° C in einem Verhältnis von 2, 7 Teilen Nitril auf 1 Teil Atzalkali in eine weitere Rührvorrichtung übergeführt. In einer an- schließenden Trennvorrichtung wurde die Natronlauge abgezogen, das Nitril dann mit Wasser in einem Mengenverhältnis von 1 Teil Wasser je 4 Teile Nitril gewaschen und vom Waschwasser getrennt. Das Adiponitril hatte nach dieser Behandlung eine Permanganatzahl von etwa 0, 4. Es wurde bei 165° C/10 mm destilliert und hatte nach der Destillation eine Permanganatzahl von weniger als etwa 0, 01, einen Schmelzpunkt von 2, 35° C, einen APHA-Farbwert (» Standard Methods for the Examination of Water and Sewage «, herausgegeben von American Public Health Association, 9. Ausgabe [1946], S. 14) von 17, einen anorganischen Säuregehalt von 0, 0013"/o und eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit. Die Ausbeute betrug mehr als 95"/c, bezogen auf eingesetztes Nitril. Eine polarographische und Ultraviolettprüfung dieses Produkts zeigte nur noch Spuren von oxydierbaren Verunreinigungen. Durch diskontinuierliche Hydrierung dieses Produkts wurde Hexamethylendiamin in einer ausgezeichneten Qualität und Ausbeute erhalten.
  • Beispiel 2 Nach der Arbeitsweise des Beispiels 1 wurde eine Reihe von kontinuierlichen Versuchen mit Adiponitril mit einer Permanganatzahl von 1, 7 ausgeführt. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der Tabelle an Hand der Permanganatzahlen zusammengefaßt.
    Behandlung mit 1, 5"/o HNOa bei
    100° C 125° C 100° C 125° C 100° C
    37 Minuten 18 Minuten 18 Minuten 37 Minuten 18 Minuten
    I.
    Nach Waschen mit 511/piger Natronlauge.... 0, 59 0, 57 0, 68 0, 49 0, 64
    Nach Waschen mit Wasser.. 0, 44 0, 41 0, 67 0, 42 0, 63
    Nach Destillation bei Kp. 10 etwa 156'C :
    Fraktion
    I................................ 0, 26 0, 31 0, 37 0, 60 0, 32
    II... 0, 12 0, 07 0, 12 0, 19 0, 10
    III......... 0, 08 0, 03 0, 10 0, 09 0, 09
    In.... 0, 04 0, 04 0, 10 0, 05 0, 12
    V............................... 0, 05 0, 05 0, 05 0, 17 0, 16
    Das Gesamtdestillat (Fraktion I bis V) stellt eine Ausbeute von 98°/o Nitril, bezogen auf das Rohnitril, dar. Die einzelnen Fraktionen enthalten jeweils etwa 20°/o, d. h., die Fraktionen II bis V enthalten 80% des Gesamtdestillates.
  • Beispiel 3 120 g eines Adiponitrils mit einer Permanganatzahl von 1, 5, das durch Destillieren des Umsetzungsgemisches von Adipinsäure mit Ammoniak an einem Phosphorsäure-Dehydratisierungskatalysator erhalten worden war, wurden mit 2 ml 70"/piger Salpetersäure bei 90 bis 100°C 1 Stunde gerührt und das Gemisch anschließend im Vakuum destilliert.
  • Das bei Kp. lao = 156° C übergehende Adiponitril war farblos, wärme-und lichtstabil und hatte eine Permanganatzahl von nur 0, 03.
  • Beispiel 4 Eine Reihe von Versuchen wurde ausgeführt, bei der unreines Adiponitril mit Salpetersäure in einem diskontinuierlichen Verfahren behandelt und das Reaktionsgemisch kontinuierlich mit Alkali gewaschen wurde. Es wurden jeweils 2 bis 2, 51 Rohnitril mit Salpetersäure (berechnet als 100%ige Säure) verschiedener Konzentration und bei verschiedener Temperatur 1 Stunde behandelt. Die Reaktionsgemische wurden dann in einem kontinuierlich arbeitenden Ätzalkaliwäscher in einem Mengenverhältnis von 2, 7 Teilen Nitril mit je 1 Teil 50/piger wäßriger Natriumhydroxydlösung bei einer Temperatur von 50 bis 60° C gewaschen, die wäßrige Schicht kontinuierlich entfernt und die obere Nitrilschicht anschließend mit Wasser in einem Mengenverhältnis von 1. Teil Wasser je 4 Teile Nitril bei einer Tem- peratur von etwa 55 bis 65°C und schließlich mit verdünnter Schwefelsäure gewaschen. Das gereinigte Adiponitril wurde danach destilliert.
  • Die Ergebnisse dieser Versuchsreihe sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
    Versuch Nr.
    2 3 4 5 6 7
    Adiponitril, roh (g).......... 2000 2500 2500 2600 2600 500 500
    Adipohitril, @on (g) .............. 2000 2@00 2@00 2@00 2@00 @00 @00
    Permanganatzahl des Rohnitrils .... 1,7 1,7 1,24 1,24 1,24 1,24 1,24
    HNO3 (g) .......................... 28,0 50,0 39 40,5 40 40 200
    HNO3-Konzentration (%) ............ 70 50 49 49 50 10 2
    HNO3, berechnet als 100%ige HNO3
    (%) ............................... 1,0 1,0 0,75 0,75 0,75 0,80 0,80
    Temperatur (° C) .................. 105 93 105 85 125 105 100
    Erhitzungsdauer (Minuten) ......... 60 60 60 60 60 60 60
    Permanganatzahl des Nitrils nach Be-
    handlung .......................... 0,65 0,58 0,40 0,39 0,32 0,43 0,72
    Permanganatzahl des Destillates,
    Kp. 10 = etwa 165°C :
    Fraktion
    I.... 0, 42 0, 38 0, 19 0, 18 0, 14 0, 48
    II .................. 0, 28 0, 20 0, 075 0, 06 0, 075 0, 14
    ici.. 0, 15 0, 16 0, 07 0, 06 0, 05 0, 13
    IV .................... 0, 11 0, 11 0, 07 0, 05 0, 05 0, 13
    V.... 0, 08 0, 14 0, 05 0, 08 0, 08 0, 12
    Wenn man die beschriebenen Versuche mit Mono nitrilen, wie Butyronitril oder anderen Dinitrilen, wi ( Glutarsäure-oder Sebacinsäuredinitril, wiederholt werden ähnliche ausgezeichnete Ergebnisse erzielt und Produkte erhalten, die nahezu frei von oxydierbaren Verunreinigungen sind.
  • PATENTANSPRÜCHB : 1. Verfahren zur Reinigung von gesättigten aliphatischen Mono-oder Dinitrilen mit 3 bis 20, vorzugsweise 4 bis 10 Kohlenstoffatomen durch Behandeln mit einer starken SauerstoNsäure und anschließender Destillation des Nitrils, dadurch gekennzeichnet, dal3 man die Behandlung mit Salpetersäure durchführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung mit etwa 0, 1 bis 25 Gewichtsprozent Salpetersäure, berechnet als 100"/oigne Säure in Form einer etwa 1- bis 80%igen, vorzugsweise 10-bis 70%igen wäßrigen Säure, durchführt.
    3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einer Temperatur von etwa 60 bis 150° C, vorzugsweise bei 95 bis 115°C, arbeitet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Dauer der Salpetersäurebehandlung auf 10 bis 60 Minuten festsetzt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man das mit Salpetersäure behandelte Nitril vor seiner Destillation mit wäßriger Alkalilauge und gegebenenfalls anschließend mit Wasser wäscht.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das Nitril bei einer Temperatur von 50 bis 60° C wäscht.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man Adiponitril mit Salpetersäure behandelt.
DEC18131A 1957-12-30 1958-12-24 Verfahren zur Reinigung von gesaettigten aliphatischen Mono- oder Dinitrilen Pending DE1150062B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN111757865A (zh) * 2018-02-27 2020-10-09 日本曹达株式会社 腈系溶剂的纯化方法

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