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DE1149486B - Verfahren zur katalytischen Behandlung von Kohlenmonoxyd und organische Schwefelverbindungen enthaltenden Brenngasen - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Behandlung von Kohlenmonoxyd und organische Schwefelverbindungen enthaltenden Brenngasen

Info

Publication number
DE1149486B
DE1149486B DES64468A DES0064468A DE1149486B DE 1149486 B DE1149486 B DE 1149486B DE S64468 A DES64468 A DE S64468A DE S0064468 A DES0064468 A DE S0064468A DE 1149486 B DE1149486 B DE 1149486B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
carbon monoxide
gas
water vapor
sulfur compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES64468A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Kennaway
Manfred Landau
Kenneth Hope Todhunter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carves Simon Ltd
Original Assignee
Carves Simon Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carves Simon Ltd filed Critical Carves Simon Ltd
Publication of DE1149486B publication Critical patent/DE1149486B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K3/00Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide
    • C10K3/02Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment
    • C10K3/04Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment reducing the carbon monoxide content, e.g. water-gas shift [WGS]

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur katalytischen Behandlung von Kohlenmonoxyd und organische Schwefelverbindungen enthaltenden Brenngasen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur katalytischen Behandlung von Kohlenmonoxyd, organische Schwefelverbindungen, wie z. B. Thiophen, und auch Schwefelwasserstoff enthaltenden Brenngasen, und zwar liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, aus den Brenngasen sowohl das Kohlenmonoxyd als auch die organischen Schwefelverbindungen und Schwefelwasserstoff gleichzeitig zu entfernen bzw. den Gehalt der Brenngase an diesen Verunreinigungen so weit herabzusetzen, daß die Giftigkeit der Brenngase praktisch beseitigt ist.
  • Schwefelwasserstoff läßt sich bekanntlich aus Brenngasen durch kalte oder heiße Kontaktmassen, die, wie z. B. Eisenoxydkontaktmassen, in der Lage sind, feste Sulfide mit geringem Dampfdruck zu bilden, leicht entfernen. Unter gewissen Umständen katalysieren derartige Kontakte die Umwandlung organischer Schwefelverbindungen in Schwefelwasserstoff. Diese Umwandlung ist dann am wirkungsvollsten, wenn der gebildete Schwefelwasserstoff gleichzeitig auf dem Katalysator als festes Sulfid gebunden wird. Hierdurch wird die Zersetzung der organischen Schwefelverbindungen beschleunigt und der umgekehrte Verlauf der Reaktion, d. h. die Rückbildung organischer Schwefelverbindungen, verhindert.
  • Weiterhin ist seit langem die Konvertierung von Kohlenmonoxyd zu Kohlendioxyd in Gasgemischen durch Einwirkung von Wasserdampf in Gegenwart von Eisenoxydkatalysatoren bekannt.
  • Nach der bisher geltenden Auffassung erschien nun eine Vereinigung dieser beiden Prozesse, nämlich der Konvertierung des Kohlenmonoxyds und der Entschwefelung der Gase im Sinne der eingangs bezeichneten Aufgabe deshalb nicht möglich, weil man wußte, daß der Entschwefelungsvorgang bei Gegenwart größerer Mengen von Wasserdampf rückläufig wird, d. h., daß das gebildete Eisensulfid des Katalysators durch Wasserdampf in Eisenoxyd und freien Schwefelwasserstoff umgewandelt wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine Vereinigung dieser beiden Prozesse zu einem Arbeitsgang dann möglich ist, wenn man die Zufuhr des Wasserdampfes so vorsichtig bemißt, daß der Dampfdruck des freien Schwefelwasserstoffs über dem Katalysator auf einem kleinstmöglichen Wert gehalten wird oder, mit anderen Worten, daß durch den Wasserdampf die die Schwefelverbindungen absorbierende Eigenschaft des Katalysators nicht behindert wird. Es ist klar, daß bei in dieser Weise vorsichtig bemessener Zufuhr des Wasserdampfes jeweils nur entsprechend kleinere Mengen des in dem behandelten Gas enthaltenen Kohlenmonoxyds konvertiert werden können und somit der Gesamtgehalt eines Gases an Kohlenmonoxyd nicht in einer Arbeitsstufe beseitigt werden kann. Nach einem weiteren Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens wird daher in mehreren aufeinanderfolgenden Verfahrensstufen bzw. mit mehreren hintereinandergeschalteten Katalysatorbetten gearbeitet, um eine ausreichende Entgiftung zu erreichen. In jede dieser Verfahrensstufen wird erneut Wasserdampf eingeführt, um eine neue Menge Kohlenmonoxyd zu konvertieren wie auch organische und anorganische Schwefelverbindungen aus dem Gas zu entfernen. Auf diese Weise ist es gemäß der Erfindung möglich, die beiden bisher für unvereinbar gehaltenen Prozesse gleichzeitig durchzuführen.
  • Wenn man die Umsetzungen bei erhöhtem Druck verlaufen läßt, werden größere Mengen Schwefelwasserstoff durch den Katalysator gebunden und zurückgehalten; somit können auch größere Mengen Wasserdampf angewandt werden, um Kohlenmonoxyd umzuwandeln.
  • Die Temperaturen, bei welchen der Wasserdampf auf die zu reinigenden Brennstoffgase zur Einwirkung kommt, liegen zwischen 200 und 800° C, vorzugsweise jedoch zwischen 350 und 500° C. Die Absorption des Schwefelwasserstoffes vollzieht sich entweder auf dem Konvertierungskatalysator selbst oder auf einem besonderen, dem Konvertierungskatalysator zugemischten Absorbenten.
  • Ein geeigneter Katalysator, der bei relativ niederer Temperatur aktiv ist, ist das Eisenoxyd, das gleichzeitig als Absorbens für Schwefelwasserstoff dient. Dem Eisenoxyd können andere Verbindungen, wie z. B. Mangan-, Chrom- oder Kupferverbindungen zugesetzt werden, die die Umsetzungen unterstützen. Der Katalysator kann einheitlich sein oder auf einem porösen oder feuerfesten Trägermaterial absorbiert vorliegen. Ferner kann der Katalysator in Pulverform oder in Körnerform vorliegen; er kann in einem feststehenden Bett oder als Wirbelschicht oder als eine zu einer Schicht ausgebreitete bewegte Masse zur Anwendung kommen. Das Gas kann bei Atmosphärendruck oder einem erhöhten Druck zugeführt werden. Das Verfahren kann somit als Teil eines Hochdrucksystems zur Herstellung von Gas angewandt werden, ohne daß-es notwendig wird, das Gas vor der Reinigung zu entspannen.
  • Die katalytische Behandlung des Gases kann in einem einzigen Umsetzungsgefäß oder in einer Reihe von hintereinandergeschalteten Umsetzungsgefäßen ausgeführt werden, wobei jedes Umsetzungsgefäß eine oder mehrere Stufen aufweist. Die Mengen des zugeführten Wasserdampfes und die Temperaturen werden für jedes Umsetzungsgefäß und für jede Umsetzungsstufe, wie oben bereits ausgeführt, so angepaßt, daß eine maximale Absorption des Schwefelwasserstoffes in jedem Katalysatorbett stattfindet. Die Hauptmenge der Schwefelverbindungen und das Kohlenmonoxyd werden in den ersten Stufen oder Umsetzungsgefäßen bei einer hohen Temperatur vermittels eines bereits verhältnismäßig verbrauchten Katalysators bzw. und Absorbens entfernt oder umgewandelt. In den sich anschließenden Verfahrensstufen oder Umsetzungsgefäßen wird das Verfahren durch einen noch unverbrauchten Katalysator bzw. ein noch unverbrauchtes Absorbens bei niedrigeren Temperaturen vervollständigt.
  • Bei einem bekannten Verfahren zur Reinigung eines durch organische Schwefelverbindungen verunreinigten Kohlenmonoxyds hat man das Kohlenmonoxydgas durch Hindurchleiten durch heißes Wasser mit Wasserdampf beladen und über einen Konvertierungskatalysator geführt, um einen kleinen Anteil des Kohlenoxyds zu konvertieren und den organisch gebundenen Schwefel in Schwefelwasser zu überführen, worauf dann die Kohlensäure und der Schwefelwasserstoff durch Wasser unter Druck als Lösungsmittel aus dem Gasstrom entfernt wurden. Man hatte also bei diesem Verfahren nicht daran gedacht, den Konvertierungskatalysator zur Aufnahme des Schwefelwasserstoffes zu benutzen. Die Lehre des erfindungsgemäßen Verfahrens war somit aus dem erwähnten bekannten Verfahren, abgesehen von dessen anderer Zweckbestimmung, nämlich der Reinigung von Kohlenoxyd, nicht abzuleiten.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gelingt es, die gegenüber den meisten katalytischen Behandlungen widerstandsfähigen organischen Schwefelverbindungen, wie Thiophen, zu mehr als 50°/o ihres Gehaltes bei der Einführung in jedes Umsetzungsgefäß zu entfernen, solange Schwefelwasserstoff durch den Katalysator absorbiert wird. Es ist daher mit dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, das behandelte Gas praktisch von Thiophen und anderen organischen Schwefelverbindungen zu befreien. Ein solches Ergebnis wurde bis jetzt unter den bisher bekannten praktischen Arbeitsbedingungen als nicht erreichbar angesehen.
  • Der verbrauchte Katalysator kann in an sich bekannter Weise durch Durchblasen von Luft und Abgasen oder Luft und Wasserdampf unmittelbar durch das heiße Bett bei einer Temperatur von 300 bei bis 1000° C regeneriert werden, wobei man jedoch vorzugsweise bei 400 bis 700° C arbeitet, um ein Überhitzen des Katalysators zu vermeiden. Aus den bei der Regenerierung des Katalysators erhaltenen Gasen kann in bekannter Weise, je nach den angewandten Mengen Wasserdampf und Luft, Schwefelwasserstoff, Schwefeldioxyd, elementarer Schwefel oder gegebenenfalls Schwefelsäure gewonnen werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf beliebige Brenngase Anwendung finden, z. B. auf das aus senkrecht angeordneten Retorten kontinuierlich hergestellte Gas, auf Koksofengas, Wassergas, Generatorgas, Schlackengeneratorgas oder katalytisches Ölgas. Durch Anpassung des Wasserdampf-Gas-Verhältnisses auf das jeweils angewandte Rohgas ist es möglich, ein Gas jedes gewünschten Wasserstoff-Kohlenoxyd-Verhältnisses herzustellen, wie es z. B. für die Gewinnung von Ammoniak, Düngemittel oder gereinigtem Synthesegas für die Kohlenwasserstoffsynthese angewandt wird. Eine Erhöhung des Wasserdampfanteiles ergibt eine Umwandlung eines größeren Anteiles Kohlenmonoxyd. Das Verfahren kann Anwendung finden auf Brenngase, die Schwefelwasserstoff zusätzlich zu organischen Schwefelverbindungen und Kohlenmonoxyd enthalten, oder auf Brenngase, die vom Schwefelwasserstoff ganz oder teilweise bereits befreit wurden. In diesem Falle betrifft das Verfahren die Entfernung des restlichen Schwefelwasserstoffes und der Hauptmenge des organisch gebundenen Schwefels aus den Brenngasen neben der Umwandlung von Kohlenmonoxyd und der Herstellung eines teilweise seines giftigen Charakters beraubten Brenngases. Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann das Brenngas von Schwefel, Harzbildnern und ungesättigten Verbindungen in ausreichendem Maße befreit werden, um das Gas zur Umwandlung des restlichen Kohlenoxyds in Methan mittels Wasserstoff über einen Nickelkatalysator geeignet zu machen.
  • Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Anwendung von mehrstufigen Umsetzungsgefäßen, bei denen jede Stufe mit einem Katalysatorbett ausgestattet ist, werden z. B. zwei Reihen dreistufiger Umsetzungsgefäße, also mit drei Katalysatorbetten, so zu einer Anlage vereinigt und durch entsprechende Leitungen verbunden, daß beide Reihen von Umsetzungsgefäßen umschichtig so betrieben werden können, daß jeweils in der einen Reihe der Umsetzungsgefäße die Konvertierung des Kohlenoxyds und Entfernung der Schwefelverbindungen vor sich geht, während in der anderen Reihe die Katalysatoren mit Wasserdampf und Luft regeneriert werden. Es folgen nunmehr einige Beispiele für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, die jedoch den Umfang der Erfindung nicht einschränken sollen.
  • Beispiel 1 (Entfernung von Schwefel und Kohlenmonoxyd) Brenngas, das etwa 9,16 gim3 Schwefelwasserstoff und 0,68 g/m- organischen Schwefel (von dem 0,13 g/m3 Thiophen sind) enthält, wird in die erste Stufe eines Umsetzungsgefäßes bei einer Temperatur von 460° C eingeleitet. Der Kalorienwert des Gases beträgt 4220 kcal/m3 und der Gehalt an Kohlenmonoxyd beträgt 18 Volumprozent. Bevor das Gas mit dem ersten Katalysatorbett in Berührung kommt, werden 10 Teile Wasserdampf pro 100 Teile Brenngas zugesetzt. Ein Teil dieses Dampfes wird während der Umsetzung verbraucht. Der Schwefelwasserstoffgehalt des Gases fällt auf 0,46 g/m3 und der Gehalt an organischem Schwefel auf 0,091 g/m3 ab, wobei 0,069 g/m3 Thiophen sind. Der Rest des Schwefels wird in dem Katalysator zurückgehalten. Der Kohlenmonoxydgehalt ist bei Austritt des Gases auf 13,2 Volumprozent verringert.
  • Das Gas tritt nunmehr in die zweite Stufe des Umsetzungsgefäßes ein, wo weitere 10 Teile Wasserdampf auf 100 Teile des ursprünglichen Gases zugesetzt werden. Unter Einbeziehung des restlichen Wasserdampfes aus der ersten Stufe beträgt der Wasserdampfgehalt nunmehr 13,5 Volumprozent. (Der für die Umsetzung zur Verfügung stehende Wasserdampf erhöht sich, wenn der prozentuale Gehalt an Kohlenmonoxyd abnimmt, wodurch die treibende Kraft der Umsetzung auf ihrem höchsten Wert gehalten wird.) Das Gas kommt mit dem Katalysatorbett der zweiten Stufe bei einer Temperatur von 4.40V C in Berührung; der Gehalt an Schwefelwasserstoff ist beim Ausgang aus dieser Stufe auf 0,069 g/m3 verringert. Der Gehalt an organischem Schwefel beträgt 0,046 g/m3, wobei 0,033 g/m3 dieses Schwefels Thiophen sind. Der Kohlenmonoxydgehalt am Ende dieser Verfahrensstufe ist auf 8,519/o verringert.
  • In der dritten Verfahrensstufe werden weitere 10 Teile Wasserdampf auf 100 Teile des ursprünglichen Gases zugesetzt, wodurch sich unter Einbeziehung des restlichen Wasserdampfes aus der zweiten Stufe für den Einlaß in die dritte Stufe ein Wasserdampfgehalt von 16,819/o ergibt. Die Temperatur am Einlaß der dritten Stufe beträgt 410= C.
  • In der dritten Verfahrensstufe wird der Schwefelwasserstoffgehalt, gemessen am Auslaß, auf 0,011 g/m," verringert; der Gehalt an organischem Schwefel, der nur als Thiophen vorliegt, ist auf 0,011 g/m3 gesunken. Der Kohlenmonoxydgehalt beträgt am Ende der dritten Stufe nur noch 4,6%. Diese Zahlenangaben deuten auf ein Gas hin, das praktisch entschwefelt und entgiftet ist.
  • Der Kalorienwert des abschließend gewonnenen Gases beträgt 3820 kcal. m3, der durch Zugabe von Flüssiggas oder von Methan erhöht werden kann.
  • Beispiel 2 (Herabsetzung des Gehaltes an organischem Schwefel und Kohlenmonoxyd) Kohlengas, das 0,46 g organischen Schwefel pro Kubikmeter und nur Spuren von Thiophen enthält, wird mit 20 % Wasserdampf über einen Eisenkatalysator bei einer Temperatur von 450° C geleitet.
  • Der Gesamtschwefelgehalt beträgt am Ausgang aus dem Katalysator 0,046 g/m3, wobei 0,033 g/m3 Schwefelwasserstoff und 0,011 g/m3 organischer Schwefel ist. Der Prozentsatz an Kohlenmonoxyd am Eimaß in den Katalysator beträgt 151/o, am Auslaß 3 19/o.
  • Beispiel 3 (Herabsetzung des Gehaltes an Schwefelkohlenstoff und Kohlenmonoxyd) Brenngas, das über 13,7 g Schwefel in Form von Schwefelkohlenstoff pro Kubikmeter enthält, wird mit 4 Volumprozent Wasserdampf über einen Katalysator geleitet. Der Kohlenmonoxydgehalt beträgt 12 Volumprozent.
  • Beim Auslaß aus dem Katalysator ist der Kohlenmonoxydgehalt auf 8,8 % und der Schwefelgehalt auf 0,114 g/m3 verringert.
  • Beispiel 4 (Herabsetzung des Gehaltes an Thiophen und Kohlenmonoxyd) Kohlengas, das 0,46 g/man Thiophen und 15'% Kohlenmonoxyd enthält, wird durch einen Katalystor mit 20 Volumprozent Wasserdampf hindurchgeleitet. Beim Auslaß aus dem Katalysator enthält das Gas 0,2 g organischen Schwefel pro Kubikmeter, und zwar hauptsächlich in Form von Thiophen, ferner 3,% Kohlenmonoxyd.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur katalytischen Behandlung von Kohlenmonoxyd und organische Schwefelverbindungen enthaltenden Brenngasen, gegebenenfalls unter Regenerierung des verbrauchten Katalysators in an sich bekannter Weise, dadurch gekennzeichnet, daß die Herabsetzung des Gehaltes an Kohlenmonoxyd und an organischen Schwefelverbindungen bzw. die restlose Entfernung dieser Bestandteile in Gegenwart von Wasserdampf und Eisenoxydkatalysatoren bei Temperaturen zwischen 200 und 800° C gleichzeitig in mehreren aufeinanderfolgenden Verfahrensstufen derart vorgenommen wird, daß 11 jede Verfahrensstufe eine Wasserdampfmenge eingeführt wird, die lediglich ausreicht, um einen Teil des in dem Gas enthaltenen Kohlenmonoxyds umzuwandeln, ohne daß die Schwefelverbindungen absorbierenden Eigenschaften des Katalysators inhibiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenoxydkatalysator weitere Metallverbindungen, wie Mangan-, Chrom- oder Kupferverbindungen, enthält und der Katalysator in Pulver- oder Körnerform oder absorbiert auf einem porösen oder feuerfesten Trägermaterial angewandt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator in Form eines feststehenden oder bewegten Bettes oder als Wirbelschicht angewandt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserdampf mit einer Temperatur von 350 bis 500° C zugeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Brennstoffgas in mehrere hintereinander angeordnete, je ein Umsetzungsgefäß mit einem Katalysator enthaltende Verfahrensstufen eingeleitet wird und der Wasserdampf dem Brennstoffgas in jeder dieser Stufen unabhängig von den anderen Stufen zugeführt wird, wobei die Menge des in jeder Stufe angewandten Wasserdampfes so bemessen ist, daß nur ein Teil des in dem Gas enthaltenen Kohlenmonoxyds konvertiert wird, ohne daß dabei die schwefelabsorbierenden Eigenschaften des Katalysators inhibiert werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 279 582, 501279.
DES64468A 1958-08-18 1959-08-17 Verfahren zur katalytischen Behandlung von Kohlenmonoxyd und organische Schwefelverbindungen enthaltenden Brenngasen Pending DE1149486B (de)

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