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Einrichtung zur Brustkorb-Drainage Zusatz zum Patent 1098 676 Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Brustkorb-Drainage mit einer an eine Druckgasquelle
anschließbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Drainage dienenden Soges und
mit einem in die zum Patienten führende Saugleitung eingeschalteten, senkrecht stehenden
Glasrdhr mit einem darin beweglichen, vom Luftstrom getragenen Schwebekörper, der
in Verbindung mit der unteren Öffnung des Glasrohres so ausgebildet ist, daß er
beim Aufsitzen auf die untere Öffnung diese vollständig verschließt, nach Patent
1 098 676.
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Eine bekannte Einrichtung zum Absaugen von Sekret usw. enthält eine
mechanische Pumpe, an deren Saugstutzen ein Windkessel angeschlossen ist.
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Der Windkessel ist mit einem Druckregelventil versehen, das den Unterdruck
im Windkessel auf einen bestimmten Maximalwert zu begrenzen erlaubt. Die bekannte
Anlage kann zur Versorgung mehrerer Absaugstellen dienen, hierzu ist für jede einzelne
Absaugstelle eine besondere Vorlagefiasche vorgesehen, die über ein eigenes Drosselorgan
mit dem Windkessel verbunden ist. Diese bekannte Einrichtung ermöglicht zwar eine
Dauerdrainage an verschiedenen Absaugstellen, sie eignet sich jedoch nicht für eine
wahlweise Verwendung zur Dauerdrainage und zum kurzzeitigen Absaugen zähflüssigen
Sekretes, wie es beispielsweise bei einem Verbandwechsel oder einer anderweitigen
Wundversorgung nötig ist. Bei einer Dauerdrainage muß nämlich der Unterdruck, der
im ungünstigsten Falle an der Absaugstelle auftreten kann, auf einen solchen Wert
begrenzt werden, bei dem Gewebeschädigungen mit Sicherheit vermieden werden. Es
darf also beispielsweise kein Zerreißen oder nennenswertes Einsaugen des sehr weichen
und empfindlichen Lungengewebes eintreten, wenn sich die Öffnungen der Drainagekanüle
an das Gewebe anlegen und hierdurch geschlossen werden.
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Der für die Dauerdrainage maximal zulässige Unterdruck ist aber viel
zu klein, um zähflüssiges Sekret schnell absaugen zu können. Hier können deshalb
wesentlich höhere Unterdrücke zugelassen werden, da das Absaugen immer von einem
Arzt od. dgl. durchgeführt wird.
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Daß sich die obenerwähnte bekannte Einrichtung nicht für eine wahlweise
Verwendung zur Dauerdrainage und Sekretabsaugung eignet, hat folgenden Grund: Um
den für das Absaugen von Sekret erforderlichen hohen Unterdruck bereitzustellen,
müßte das Druckregelventil des Windkessels so eingestellt werden, daß dort das starke,
zum Absaugen des zähflüssigen Sekretes ausreichende Vakuum herrscht. Weiterhin müßte
das zur Drainageleitung
führende Drosselorgan weitgehend geschlossen werden, während
das andere, zur Absaugleitung führende Drosselorgan zum temporären Sekretabsaugen
im Bedarfsfalle weit geöffnet wird. Wenn nun aus irgendwelchen Gründen die zur Dauerdrainage
dienende Leitung verstopft wird, z. B. dadurch, daß sich an die in der Körperhöhle
des Patienten befindliche Öffnung der Drainagekanüle Gewebe anlegt, so steigt der
Unterdruck in der zur Drainagekanüle führenden Leitung natürlich sofort auf den
im Windkessel herrschenden, viel zu starken Unterdruck an, da das Drosselorgan bei
fehlender Durchströmung seine Wirkung verliert. An der Drainagestelle herrscht dann
das starke Vakuum, das nur für die kurzzeitige Absaugung von Sekret durch einen
Arzt benötigt wird und dieser starke Unterdruck kann natürlich Gewebsschäden herbeiführen.
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Es ist ferner bekannt, den zur Drainage erforderlichen Unterdruck
mittels eines sogenannten »Injektors« zu erzeugen. Als Injektor bezeichnet man bekanntlich
einen Sauger, der nach dem Prinzip einer Wasserstrahlpumpe arbeitet, jedoch mit
einem unter Druck stehenden Gas gespeist wird. Die Verwendung von Injektoren zum
Absaugen von Flüssigkeiten hat gegenüber der Verwendung mechanischer Pumpen den
Vorteil, daß Injektoren wesentlich billiger sind, geräuschloser arbeiten und im
Notfall, beispielsweise bei Stromausfall, schnell an eine Preßluft- oder Sauerstofftiasche
angeschlossen werden können.
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Injektoren lassen sich jedoch praktisch nicht so bauen, daß sie bei
dem für eine Dauerdrainage erforderlichen, verhältnismäßig geringen Unterdruck fein
geregelt werden können und gleichzeitig ein zur Absaugung von Sekret ausreichendes,
verhältnismäßig
hohes Vakuum in der Größenordnung von über 1 bis
2 m Wassersäule zu liefern vermögen.
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Außerdem besteht oft die Notwendigkeit, Sekret abzus augen, ohne die
Dauerdrainage zu unterbrechen, in diesem Falle wurde bisher häufig zum Absaugen
des Sekretes ein fahrbarer Pumpensatz verwendet.
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Um die Ausbildung eines unzulässigen Unterdruckes zu verhindern ist
es außerdem bekannt, in die Absaugleitung eine Wulffsche Flasche einzuschalten,
die mit Wasser gefüllt ist; in das Wasser reicht dabei ein Glasrohr hinein und sobald
der Unterdruck über dem Wasserspiegel einen bestimmten Wert überschreitet, wird
Luft durch das Glasrohr aus der Atmosphäre angesaugt. Diese Anordnung ist jedoch
unbequem groß, da die Eintauchtiefe des Glasrohres ja gleich dem maximalen Vakuum
in cm Wassersäule ist.
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Ein weiterer Nachteil aller bekannten Drainageeinrichtungen besteht
darin, daß man ihre Funktionstüchtigkeit schlecht überwachen kann. Hierzu ist bereits
vorgeschlagen worden, in die Absaugleitung eine Sichtröhre mit Schwimmer nach Art
eines Durchflußmessers einzuschalten, so daß man an den Bewegungen des Schwimmers
sowohl die Atemtätigkeit des Patienten, als auch das Funktionieren der Absaugeinrichtung
überwachen kann.
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Durch die Erfindung soll eine Einrichtung zur Brustkorb-Drainage
angegeben werden, bei der ein Absaugen von Sekret möglich ist, ohne daß die Dauerdrainage
unterbrochen werden muß, und bei der das für eine Dauerdrainage erforderliche, relativ
geringe Vakuum sehr fein einstellbar ist, auch bei Schwankungen des Speisedruckes
des Injektors praktisch konstant bleibt und auch bei Störungen oder Verstopfungen
den eingestellten Wert nicht überschreiten kann.
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Eine Einrichtung zur Brustkorb-Drainage mit einer an eine Druckgasquelle
ansehließbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Drainage dienenden Soges und
mit einem in die zum Patienten führende Saugleitung eingeschalteten, senkrecht stehenden
Glasrohr mit einem darin beweglichen, vom Luftstrom getragenen Schwebekörper, der
in Verbindung mit der unteren Öffnung des Glasrohres so ausgebildet ist, daß er
beim Aufsitzen auf die untere Öffnung diese vollständig verschließt, nach Patent
1 098 676 ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die zur Dauerdrainage
dienende Einrichtung aufbaumäßig mit einer zweiten, durch einen getrennten Absperrhahn
inbetriebsetzbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines starken, zum temporären Absaugen
zähflüssigen Sekretes geeigneten Soges zu einer an einen einzigen Druckgasanschluß
anschließbaren Einheit vereinigt ist.
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In die zur Dauerdrainage dienende Einrichtung kann ein Ventil eingeschaltet
sein, das eine Rückwirkung der zweiten, viel Luft verbrauchenden Einrichtung auf
die Einrichtung zur Dauerdrainage verhindert.
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Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnung näher erläutert werden;
es zeigt Fig. 1 eine schematische Zeichnung des Aufbaues einer Einrichtung gemäß
der Erfindung, Fig. 2 eine mögliche Ausführungsform des federbelasteten, druckstabilisierenden
Ventils, Fig. 3 eine andere Ausführungsform des federbelasteten Ventils, das gleichzeitig
die Funktion des Überdruckventils ausüben kann,
Fig. 4 und 5 andere Ausführungsformen
für ein Ventil nach Fig. 3, Fig. 6 und 7 Ausführungsformen einer automatischen Warnanlage
und Fig. 8 eine einfache Einrichtung, die gegebenenfalls an die Stelle des Ventils
nach Fig. 2 treten kann In Fig. 1 ist schematisch eine Einrichtung gezeigt, die
sich sowohl für eine Dauerdrainage, als auch für ein kurzzeitiges Absaugen von Sekreten
durch den behandelnden Arzt eignet. Die Einrichtung enthält zwei Injektoren 1 und
2, die über Anschlußleitungen 3 bzw. 4 mit einem gemeinsamen Zuführungsstutzen 5
verbunden sind, an dessen Ende sich ein geeignetes Kupplungsstück 6 zum Anschluß
an eine Druckluftleitung oder eine Druckgasfiasche od. dgl. befindet.
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In die Leitungen 3 bzw. 4 sind Absperrhähne 7 bzw. 8 eingeschaltet.
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In den Injektoren 1 und 2 sind jeweils Metallsiebe 9 sowie eine Packung
10 vorgesehen, die zur Geräuschdämpfung dienen; die Packung 10 kann gleichzeitig
als Bakterienfilter ausgebildet sein. Der Injektor 1 besitzt eine verhältnismäßig
große Düse zur Erzeugung eines hohen Vakuums und kann über einen Anschlußstutzen
11 an eine Absaugleitung angeschlossen werden, in der sich in bekannter Weise eine
Vorlage zur Aufnahme des Sekretes befinden kann.
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Der zweite Injektor 2 besitzt eine feinere Düse zur Erzeugung eines
relativ geringen Vakuums, wie es für eine Dauerdrainage erforderlich ist. In der
Saugleitung 12 dieses Injektors ist ein Überdruckventil 13 vorgesehen, das einfach,
wie schematisch dargestellt ist, aus einem federbelasteten Ventilteller bestehen
kann, der gegen einen Sitz gedrückt wird, und das öffnet, wenn sich in der Leitung
12 ein Überdruck einstellen sollte. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein,
wenn die Packung 10 des Injektors verstopft ist. Weiterhin befindet sich in der
Saugleitung 12 ein federbelastetes Ventil 14, das später noch näher beschrieben
werden wird. An die Saugleitung 12 ist außerdem in bekannter Weise ein Manometer
15 angeschlossen, das zum Ablesen und Einstellen des auf der Saugseite des Injektors
herrschenden Unterdruckes dient. In der zum Patienten führenden Saugleitung befindet
sich ferner ein fein einstellbares Ventil 16, beispielsweise ein Nadelventil, durch
das die Durchflußmenge einstellbar ist. Außerdem ist eine Sichtröhre 17 mit einem
Schwimmer vorgesehen, der vorzugsweise aus einer Kugel 18 besteht. Das untere Ende
19 der Sichtröhre enthält einen Rohrstutzen, beispielsweise aus Gummi oder einem
Kunststoff, auf dem die Kugel (gestrichelt eingezeichnet) dicht aufsitzt, wenn sich
in der Leitung 12 ein Uberdruck ausbilden sollte. Die Leitung zum Patienten, die
am Anschlußstutzen 20 angeschlossen ist, wird dadurch versperrt, und der gefährliche
Überdruck wird über das Ventil 13 abgeblasen. Im Betrieb soll die Kugel 18 sich
im Mittel etwa in der Mitte der Sichtröhre 17 befinden, was durch das Durchflußventil
16 eingestellt werden kann.
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Das in Fig. 1 mit 14 bezeichnete Ventil ist in Fig. 2 deutlicher
dargestellt. Das Ventil besteht aus einem Ventilteller 21, der durch eine Druckfeder
22 gegen einen Sitz 23 gedrückt wird. Die Vorspannung der Feder 22 kann über eine
Einstellsdhraube 24, die auf einem Schraubenbolzen 25 läuft, eingestellt werden.
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Das Ventil 14 nach Fig. 2 arbeitet folgendermaßen: Bei einem mäßigen
Unterdruck in der Leitung 12 ist
das Ventil geschlossen. Wächst
der Unterdruck, so wird bei einem bestimmten Wert der Atmosphärendruck in der Lage
sein, den Ventilteller 21 gegen die Kraft der Feder 22 vom Sitz 23 abzuheben, so
daß Luft aus der Atmosphäre in die Leitung 12 einströmen kann, was durch die Pfeile
in Fig. 2 angedeutet ist.
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Vorzugsweise wird der Injektor 2 so eingestellt, daß er ein größeres
Vakuum liefert als erforderlich ist; die Rändelschraube 24 wird dann so weit verstellt,
daß sich am Manometer 15 der gewünschte Druck ergibt. Dabei strömt laufend eine
gewisse Gasmenge durch das Ventil 14 in die Leitung 12 ein. Wird nun durch einen
Druckanstieg in der Leitung 5 die Saugleistung des Injektors 2 größer, so öffnet
sich das Ventil 14 mehr, wird sie geringer, so schließt sich das Ventil 14 etwas
weiter, auf diese Weise wird aber der Unterdruck in der Leitung 12 im wesentlichen
konstant gehalten. Durch Einschalten dieses Ventils kann der Unterdruck in der zum
Patienten führenden Leitung einen bestimmten Wert nicht übersteigen, so daß die
damit verbundenen Gefahren vermieden werden.
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In Fig. 3 ist ein Ventil dargestellt, das sowohl die Funktion des
Ventils 14 als auch die des tJberdruckventils 13 auszuüben in der Lage ist. Im wesentlichen
ist das Ventil nach Fig. 3 ebenso aufgebaut wie das Ventil nach Fig. 2. Der Ventilteller
21' besitzt jedoch Öffnungen 26, die durch eine Platte 27 verschlossen werden, die
durch eine Feder 28 gegen den Ventilteller 21' gedrückt wird. Die Feder 28 ruht
einerseits auf der Platte 27 und andererseits an einem Bund 29, der in geeigneter
Weise an dem Bolzen 25 befestigt ist. Die scheibenförmige Platte 27 wirkt, wie ersichtlich,
zusammen mit den Öffnungen 26 und der Feder 28 als Überdruckventil, bildet sich
nämlich in der Leitung 12 ein Überdruck aus, so wird der Ventilteller 21' zwar gegen
den Sitz 23 gedrückt, die Scheibe 27 gegen die Kraft der Feder 28 jedoch vom Ventilteller
21' abgehoben, so daß der Überdruck entweichen kann.
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Fig. 4 zeigt eine einfache Ausführungsform eines Ventils, das dieselben
Funktionen auszuüben in der Lage ist wie das nach Fig. 3. Der Einfachheit halber
ist nur der Ventilteller 21" dargestellt, der wieder von Öffnungen 26 durchbrochen
ist. An Stelle der Platte 27 und der Feder 28 in Fig. 3 tritt bei der Ausführungsform
nach Fig. 4 jedoch eine einfache elastische Manschette 30, beispielsweise aus Gummi
oder einem flexiblen Kunststoff, die auf den Bolzen 25 aufgeschoben ist und mit
ihrem flachen Fuß die Öffnungen 26 verschließt. Die Manschette kann durch einen
Bund 29 gehalten werden. Beim normalen Betrieb ist der Druck oberhalb des Ventiltellers
21" größer als unterhalb und wirkt in Richtung der ausgezogenen Pfeile von oben
nach unten. Die elastische Manschette wird dadurch gegen die Öffnungen 26 gedrückt
und verschließt diese. Bildet sich in der Leitung 12 jedoch ein Überdruck aus, so
resultiert eine Kraft in Richtung der gestrichelt gezeichneten Pfeile, so daß die
Manschette 30 von den Öffnungen 26 abgehoben wird und die Luft entweichen kann.
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In Fig. 5 ist eine dritte Ausführungsform eines Ventils dargestellt,
das als Überdruckventil und als druckstabilisierendes Ventil wirken kann. Das Ventil
entspricht im wesentlichen wieder der Ausführungsform nach Fig. 2, hierbei ist jedoch
der Ventilsitz 23' nicht fest, sondern als ringförmige Scheibe ausgebildet. Er wird
durch eine Feder 31 gegen einen
weiteren Ventilsitz 23" gedrückt. Bei einem Unterdruck
in der Leitung 12 arbeitet das Ventil nach Fig. 5 ebenso wie das nach Fig. 2, der
Ring 23' wird durch die Feder 31 und den auf ihn wirkenden Atmosphärendruck gegen
den Sitz 23" gedrückt, während der Ventilteller 21 von dem als Sitz dienenden Ring
23' abgehoben wird und in der beschriebenen Weise arbeitet. Bildet sich in der Leitung
12 jedoch ein Überdruck aus, so schlägt der Ventilteller 21 am Ring 23' an, und
der Teller 21 und der Ring 23' heben sich gemeinsam vom Sitz 23" ab, wenn der in
der Leitung 12 herrschende Überdruck die Kraft der Feder 31 überwinden kann. Das
Ventil nach Fig. 5 läßt sich sehr empfindlich gestalten, da die wirksame Fläche
gegenüber einem Überdruck größer gemacht werden kann als die dem Unterdruck ausgesetzte
wirksame Fläche.
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Das Ventil 14 ist besonders vorteilhaft, wenn zwei Injektoren parallel
geschaltet sind, da dadurch eine Rückwirkung des viel Luft verbrauchenden Injektors
1 auf den Injektor 2 vermieden wird. Die Einschaltung eines automatischen, druckstabilisierenden,
federbelasteten Ventils 14 ist jedoch auch bei Absaugern vorteilhaft, die nur einen
einzigen Injektor enthalten.
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Es ist beispielsweise möglich, die Düse des Injektors auswechselbar
zu machen, beispielsweise auch mittels eines revolverkopfartigen Wechselmechanismus
oder eines Verschiebeschlittens. In diesen Fällen wird dann eine Gefährdung des
Patienten verhindert, falls noch eine zu große Düse eingeschaltet ist und in der
Dauerdrainageleitung sonst ein zu großer Unterdruck entstehen würde.
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In Fig. 6 ist das untere Ende der Sichtröhre 17 genauer dargestellt.
Wie erwähnt, dient der Schwimmer nicht nur zur Anzeige, sondern auch zum Verschluß
der zum Patienten führenden Leitung, falls in der Saugleitung 12 ein Überdruck entstehen
sollte. Zu diesem Zweck wird der in die Sichtröhre 17 hineinreichende Rohrstutzen
32 an seinem oberen Ende vorzugsweise aus Gummi oder einem elastisohen Kunststoff
hergestellt. Soll der Schwimmer zusätzlich noch zur Auslösung eines Alarms herangezogen
werden, falls die Strömung in der Leitung 20 unterbrochen wird, so besteht eine
Möglichkeit hierfür darin, daß man am unteren Ende der Sichtröhre zwei weiche Kontaktfedern
33, 34 vorsieht, die das Absinken der Kugel 18 auf den Rohrstutzen 32 zwar nicht
behindert, aber durch die Kugel, die dann aus einem leitenden Material bestehen
muß, kurzgeschlossen werden. Die Anschlüsse 35 können dabei in geeigneter Weise
mit der Zimmerglocke verbunden werden, die betätigt wird, sobald die Strömung aussetzt
und die Kugel nach unten fällt.
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Eine andere Möglichkeit ist in Fig. 7 dargestellt, hier wird durch
die Kugel 18 eine Stange 36 gegen die Wirkung einer Feder 37 nach unten gedrückt;
die Stange 36 trägt an ihrem unteren Ende in von Klingelknöpfen bekannter Weise
ein Kontaktstück, das zwei Kontakte 38 kurzschließt und damit Alarm auslöst. Zwischen
die Anschlüsse 35 und die Alarmanlage kann gegebenenfalls eine Verzögerungsschaltung,
beispielsweise ein Verzögerungsrelais eingeschaltet sein, die verhindert, daß bei
kurzfristigem Aufsitzen der Kugel Alarm ausgelöst wird.
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Für geringere Ansprüche kann das Ventil 14 durch eine einfachere
Anordnung ersetzt werden, die in Fig. 8 dargestellt ist. Die Anordnung nach Fig.
8 erlaubt, in die Leitung 12 eine einstellbare Luftmenge
einströmen
zu lassen, wodurch das am Saugstutzen 20 herrschende Vakuum genau eingestellt werden
kann.
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Die Regelung des Vakuums durch Einströmenlassen von Luft ist unabhängiger
von den Strömungsverhältnissen in der Leitung als beispielsweise ein in Serie geschalteter
Strömungswiderstand, wie das Ventil 16.
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Das Ventil nach Fig. 8 besteht aus einem runden Körper 40, der in
Fig. 8 a von unten gesehen und in Fig. 8b im Schnitt gezeichnet ist. In die Unterseite
des Körpers 40 ist eine kreisförmig verlaufende, konzentrisch gelegene Nut 41 eingeschnitten,
die sich von ihrem Anfang 43 an bis zu einer Bohrung 42, die den Körper in axialer
Richtung durchsetzt, laufend tiefer wird. Der Körper 40 liegt mit einer Unterseite
auf einer Wand 45 der Leitung 12 auf, die durch eine Bohrung 44 durchbrochen ist.
Beim Verdrehen des Körpers um eine Achse 46 ändert sich der Querschnitt der die
Bohrung 44 und die Bohrung 42 verbindenden Nut 41, so daß der Strömungswiderstand
nach Wunsch einstellbar ist. Das Ventil nach Fig. 8 besitzt ebenso wie das Ventil
14 den Vorteil, daß es auch dann noch wirksam ist, wenn die zum Patienten führende
Leitung vollständig verstopft ist; ein in Serie geschalteter Strömungswiderstand
wie etwa das Ventil 16 wäre in diesem Falle wirkungslos.