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DE1148709B - Einrichtung zur Brustkorb-Drainage - Google Patents

Einrichtung zur Brustkorb-Drainage

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DE1148709B
DE1148709B DEI16041A DEI0016041A DE1148709B DE 1148709 B DE1148709 B DE 1148709B DE I16041 A DEI16041 A DE I16041A DE I0016041 A DEI0016041 A DE I0016041A DE 1148709 B DE1148709 B DE 1148709B
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suction
drainage
spring
negative pressure
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    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/71Suction drainage systems
    • A61M1/78Means for preventing overflow or contamination of the pumping systems
    • A61M1/784Means for preventing overflow or contamination of the pumping systems by filtering, sterilising or disinfecting the exhaust air, e.g. swellable filter valves
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61M1/80Suction pumps
    • A61M1/804Suction pumps using Laval or Venturi jet pumps

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Description

  • Einrichtung zur Brustkorb-Drainage Zusatz zum Patent 1098 676 Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Brustkorb-Drainage mit einer an eine Druckgasquelle anschließbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Drainage dienenden Soges und mit einem in die zum Patienten führende Saugleitung eingeschalteten, senkrecht stehenden Glasrdhr mit einem darin beweglichen, vom Luftstrom getragenen Schwebekörper, der in Verbindung mit der unteren Öffnung des Glasrohres so ausgebildet ist, daß er beim Aufsitzen auf die untere Öffnung diese vollständig verschließt, nach Patent 1 098 676.
  • Eine bekannte Einrichtung zum Absaugen von Sekret usw. enthält eine mechanische Pumpe, an deren Saugstutzen ein Windkessel angeschlossen ist.
  • Der Windkessel ist mit einem Druckregelventil versehen, das den Unterdruck im Windkessel auf einen bestimmten Maximalwert zu begrenzen erlaubt. Die bekannte Anlage kann zur Versorgung mehrerer Absaugstellen dienen, hierzu ist für jede einzelne Absaugstelle eine besondere Vorlagefiasche vorgesehen, die über ein eigenes Drosselorgan mit dem Windkessel verbunden ist. Diese bekannte Einrichtung ermöglicht zwar eine Dauerdrainage an verschiedenen Absaugstellen, sie eignet sich jedoch nicht für eine wahlweise Verwendung zur Dauerdrainage und zum kurzzeitigen Absaugen zähflüssigen Sekretes, wie es beispielsweise bei einem Verbandwechsel oder einer anderweitigen Wundversorgung nötig ist. Bei einer Dauerdrainage muß nämlich der Unterdruck, der im ungünstigsten Falle an der Absaugstelle auftreten kann, auf einen solchen Wert begrenzt werden, bei dem Gewebeschädigungen mit Sicherheit vermieden werden. Es darf also beispielsweise kein Zerreißen oder nennenswertes Einsaugen des sehr weichen und empfindlichen Lungengewebes eintreten, wenn sich die Öffnungen der Drainagekanüle an das Gewebe anlegen und hierdurch geschlossen werden.
  • Der für die Dauerdrainage maximal zulässige Unterdruck ist aber viel zu klein, um zähflüssiges Sekret schnell absaugen zu können. Hier können deshalb wesentlich höhere Unterdrücke zugelassen werden, da das Absaugen immer von einem Arzt od. dgl. durchgeführt wird.
  • Daß sich die obenerwähnte bekannte Einrichtung nicht für eine wahlweise Verwendung zur Dauerdrainage und Sekretabsaugung eignet, hat folgenden Grund: Um den für das Absaugen von Sekret erforderlichen hohen Unterdruck bereitzustellen, müßte das Druckregelventil des Windkessels so eingestellt werden, daß dort das starke, zum Absaugen des zähflüssigen Sekretes ausreichende Vakuum herrscht. Weiterhin müßte das zur Drainageleitung führende Drosselorgan weitgehend geschlossen werden, während das andere, zur Absaugleitung führende Drosselorgan zum temporären Sekretabsaugen im Bedarfsfalle weit geöffnet wird. Wenn nun aus irgendwelchen Gründen die zur Dauerdrainage dienende Leitung verstopft wird, z. B. dadurch, daß sich an die in der Körperhöhle des Patienten befindliche Öffnung der Drainagekanüle Gewebe anlegt, so steigt der Unterdruck in der zur Drainagekanüle führenden Leitung natürlich sofort auf den im Windkessel herrschenden, viel zu starken Unterdruck an, da das Drosselorgan bei fehlender Durchströmung seine Wirkung verliert. An der Drainagestelle herrscht dann das starke Vakuum, das nur für die kurzzeitige Absaugung von Sekret durch einen Arzt benötigt wird und dieser starke Unterdruck kann natürlich Gewebsschäden herbeiführen.
  • Es ist ferner bekannt, den zur Drainage erforderlichen Unterdruck mittels eines sogenannten »Injektors« zu erzeugen. Als Injektor bezeichnet man bekanntlich einen Sauger, der nach dem Prinzip einer Wasserstrahlpumpe arbeitet, jedoch mit einem unter Druck stehenden Gas gespeist wird. Die Verwendung von Injektoren zum Absaugen von Flüssigkeiten hat gegenüber der Verwendung mechanischer Pumpen den Vorteil, daß Injektoren wesentlich billiger sind, geräuschloser arbeiten und im Notfall, beispielsweise bei Stromausfall, schnell an eine Preßluft- oder Sauerstofftiasche angeschlossen werden können.
  • Injektoren lassen sich jedoch praktisch nicht so bauen, daß sie bei dem für eine Dauerdrainage erforderlichen, verhältnismäßig geringen Unterdruck fein geregelt werden können und gleichzeitig ein zur Absaugung von Sekret ausreichendes, verhältnismäßig hohes Vakuum in der Größenordnung von über 1 bis 2 m Wassersäule zu liefern vermögen.
  • Außerdem besteht oft die Notwendigkeit, Sekret abzus augen, ohne die Dauerdrainage zu unterbrechen, in diesem Falle wurde bisher häufig zum Absaugen des Sekretes ein fahrbarer Pumpensatz verwendet.
  • Um die Ausbildung eines unzulässigen Unterdruckes zu verhindern ist es außerdem bekannt, in die Absaugleitung eine Wulffsche Flasche einzuschalten, die mit Wasser gefüllt ist; in das Wasser reicht dabei ein Glasrohr hinein und sobald der Unterdruck über dem Wasserspiegel einen bestimmten Wert überschreitet, wird Luft durch das Glasrohr aus der Atmosphäre angesaugt. Diese Anordnung ist jedoch unbequem groß, da die Eintauchtiefe des Glasrohres ja gleich dem maximalen Vakuum in cm Wassersäule ist.
  • Ein weiterer Nachteil aller bekannten Drainageeinrichtungen besteht darin, daß man ihre Funktionstüchtigkeit schlecht überwachen kann. Hierzu ist bereits vorgeschlagen worden, in die Absaugleitung eine Sichtröhre mit Schwimmer nach Art eines Durchflußmessers einzuschalten, so daß man an den Bewegungen des Schwimmers sowohl die Atemtätigkeit des Patienten, als auch das Funktionieren der Absaugeinrichtung überwachen kann.
  • Durch die Erfindung soll eine Einrichtung zur Brustkorb-Drainage angegeben werden, bei der ein Absaugen von Sekret möglich ist, ohne daß die Dauerdrainage unterbrochen werden muß, und bei der das für eine Dauerdrainage erforderliche, relativ geringe Vakuum sehr fein einstellbar ist, auch bei Schwankungen des Speisedruckes des Injektors praktisch konstant bleibt und auch bei Störungen oder Verstopfungen den eingestellten Wert nicht überschreiten kann.
  • Eine Einrichtung zur Brustkorb-Drainage mit einer an eine Druckgasquelle ansehließbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Drainage dienenden Soges und mit einem in die zum Patienten führende Saugleitung eingeschalteten, senkrecht stehenden Glasrohr mit einem darin beweglichen, vom Luftstrom getragenen Schwebekörper, der in Verbindung mit der unteren Öffnung des Glasrohres so ausgebildet ist, daß er beim Aufsitzen auf die untere Öffnung diese vollständig verschließt, nach Patent 1 098 676 ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die zur Dauerdrainage dienende Einrichtung aufbaumäßig mit einer zweiten, durch einen getrennten Absperrhahn inbetriebsetzbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines starken, zum temporären Absaugen zähflüssigen Sekretes geeigneten Soges zu einer an einen einzigen Druckgasanschluß anschließbaren Einheit vereinigt ist.
  • In die zur Dauerdrainage dienende Einrichtung kann ein Ventil eingeschaltet sein, das eine Rückwirkung der zweiten, viel Luft verbrauchenden Einrichtung auf die Einrichtung zur Dauerdrainage verhindert.
  • Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnung näher erläutert werden; es zeigt Fig. 1 eine schematische Zeichnung des Aufbaues einer Einrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine mögliche Ausführungsform des federbelasteten, druckstabilisierenden Ventils, Fig. 3 eine andere Ausführungsform des federbelasteten Ventils, das gleichzeitig die Funktion des Überdruckventils ausüben kann, Fig. 4 und 5 andere Ausführungsformen für ein Ventil nach Fig. 3, Fig. 6 und 7 Ausführungsformen einer automatischen Warnanlage und Fig. 8 eine einfache Einrichtung, die gegebenenfalls an die Stelle des Ventils nach Fig. 2 treten kann In Fig. 1 ist schematisch eine Einrichtung gezeigt, die sich sowohl für eine Dauerdrainage, als auch für ein kurzzeitiges Absaugen von Sekreten durch den behandelnden Arzt eignet. Die Einrichtung enthält zwei Injektoren 1 und 2, die über Anschlußleitungen 3 bzw. 4 mit einem gemeinsamen Zuführungsstutzen 5 verbunden sind, an dessen Ende sich ein geeignetes Kupplungsstück 6 zum Anschluß an eine Druckluftleitung oder eine Druckgasfiasche od. dgl. befindet.
  • In die Leitungen 3 bzw. 4 sind Absperrhähne 7 bzw. 8 eingeschaltet.
  • In den Injektoren 1 und 2 sind jeweils Metallsiebe 9 sowie eine Packung 10 vorgesehen, die zur Geräuschdämpfung dienen; die Packung 10 kann gleichzeitig als Bakterienfilter ausgebildet sein. Der Injektor 1 besitzt eine verhältnismäßig große Düse zur Erzeugung eines hohen Vakuums und kann über einen Anschlußstutzen 11 an eine Absaugleitung angeschlossen werden, in der sich in bekannter Weise eine Vorlage zur Aufnahme des Sekretes befinden kann.
  • Der zweite Injektor 2 besitzt eine feinere Düse zur Erzeugung eines relativ geringen Vakuums, wie es für eine Dauerdrainage erforderlich ist. In der Saugleitung 12 dieses Injektors ist ein Überdruckventil 13 vorgesehen, das einfach, wie schematisch dargestellt ist, aus einem federbelasteten Ventilteller bestehen kann, der gegen einen Sitz gedrückt wird, und das öffnet, wenn sich in der Leitung 12 ein Überdruck einstellen sollte. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Packung 10 des Injektors verstopft ist. Weiterhin befindet sich in der Saugleitung 12 ein federbelastetes Ventil 14, das später noch näher beschrieben werden wird. An die Saugleitung 12 ist außerdem in bekannter Weise ein Manometer 15 angeschlossen, das zum Ablesen und Einstellen des auf der Saugseite des Injektors herrschenden Unterdruckes dient. In der zum Patienten führenden Saugleitung befindet sich ferner ein fein einstellbares Ventil 16, beispielsweise ein Nadelventil, durch das die Durchflußmenge einstellbar ist. Außerdem ist eine Sichtröhre 17 mit einem Schwimmer vorgesehen, der vorzugsweise aus einer Kugel 18 besteht. Das untere Ende 19 der Sichtröhre enthält einen Rohrstutzen, beispielsweise aus Gummi oder einem Kunststoff, auf dem die Kugel (gestrichelt eingezeichnet) dicht aufsitzt, wenn sich in der Leitung 12 ein Uberdruck ausbilden sollte. Die Leitung zum Patienten, die am Anschlußstutzen 20 angeschlossen ist, wird dadurch versperrt, und der gefährliche Überdruck wird über das Ventil 13 abgeblasen. Im Betrieb soll die Kugel 18 sich im Mittel etwa in der Mitte der Sichtröhre 17 befinden, was durch das Durchflußventil 16 eingestellt werden kann.
  • Das in Fig. 1 mit 14 bezeichnete Ventil ist in Fig. 2 deutlicher dargestellt. Das Ventil besteht aus einem Ventilteller 21, der durch eine Druckfeder 22 gegen einen Sitz 23 gedrückt wird. Die Vorspannung der Feder 22 kann über eine Einstellsdhraube 24, die auf einem Schraubenbolzen 25 läuft, eingestellt werden.
  • Das Ventil 14 nach Fig. 2 arbeitet folgendermaßen: Bei einem mäßigen Unterdruck in der Leitung 12 ist das Ventil geschlossen. Wächst der Unterdruck, so wird bei einem bestimmten Wert der Atmosphärendruck in der Lage sein, den Ventilteller 21 gegen die Kraft der Feder 22 vom Sitz 23 abzuheben, so daß Luft aus der Atmosphäre in die Leitung 12 einströmen kann, was durch die Pfeile in Fig. 2 angedeutet ist.
  • Vorzugsweise wird der Injektor 2 so eingestellt, daß er ein größeres Vakuum liefert als erforderlich ist; die Rändelschraube 24 wird dann so weit verstellt, daß sich am Manometer 15 der gewünschte Druck ergibt. Dabei strömt laufend eine gewisse Gasmenge durch das Ventil 14 in die Leitung 12 ein. Wird nun durch einen Druckanstieg in der Leitung 5 die Saugleistung des Injektors 2 größer, so öffnet sich das Ventil 14 mehr, wird sie geringer, so schließt sich das Ventil 14 etwas weiter, auf diese Weise wird aber der Unterdruck in der Leitung 12 im wesentlichen konstant gehalten. Durch Einschalten dieses Ventils kann der Unterdruck in der zum Patienten führenden Leitung einen bestimmten Wert nicht übersteigen, so daß die damit verbundenen Gefahren vermieden werden.
  • In Fig. 3 ist ein Ventil dargestellt, das sowohl die Funktion des Ventils 14 als auch die des tJberdruckventils 13 auszuüben in der Lage ist. Im wesentlichen ist das Ventil nach Fig. 3 ebenso aufgebaut wie das Ventil nach Fig. 2. Der Ventilteller 21' besitzt jedoch Öffnungen 26, die durch eine Platte 27 verschlossen werden, die durch eine Feder 28 gegen den Ventilteller 21' gedrückt wird. Die Feder 28 ruht einerseits auf der Platte 27 und andererseits an einem Bund 29, der in geeigneter Weise an dem Bolzen 25 befestigt ist. Die scheibenförmige Platte 27 wirkt, wie ersichtlich, zusammen mit den Öffnungen 26 und der Feder 28 als Überdruckventil, bildet sich nämlich in der Leitung 12 ein Überdruck aus, so wird der Ventilteller 21' zwar gegen den Sitz 23 gedrückt, die Scheibe 27 gegen die Kraft der Feder 28 jedoch vom Ventilteller 21' abgehoben, so daß der Überdruck entweichen kann.
  • Fig. 4 zeigt eine einfache Ausführungsform eines Ventils, das dieselben Funktionen auszuüben in der Lage ist wie das nach Fig. 3. Der Einfachheit halber ist nur der Ventilteller 21" dargestellt, der wieder von Öffnungen 26 durchbrochen ist. An Stelle der Platte 27 und der Feder 28 in Fig. 3 tritt bei der Ausführungsform nach Fig. 4 jedoch eine einfache elastische Manschette 30, beispielsweise aus Gummi oder einem flexiblen Kunststoff, die auf den Bolzen 25 aufgeschoben ist und mit ihrem flachen Fuß die Öffnungen 26 verschließt. Die Manschette kann durch einen Bund 29 gehalten werden. Beim normalen Betrieb ist der Druck oberhalb des Ventiltellers 21" größer als unterhalb und wirkt in Richtung der ausgezogenen Pfeile von oben nach unten. Die elastische Manschette wird dadurch gegen die Öffnungen 26 gedrückt und verschließt diese. Bildet sich in der Leitung 12 jedoch ein Überdruck aus, so resultiert eine Kraft in Richtung der gestrichelt gezeichneten Pfeile, so daß die Manschette 30 von den Öffnungen 26 abgehoben wird und die Luft entweichen kann.
  • In Fig. 5 ist eine dritte Ausführungsform eines Ventils dargestellt, das als Überdruckventil und als druckstabilisierendes Ventil wirken kann. Das Ventil entspricht im wesentlichen wieder der Ausführungsform nach Fig. 2, hierbei ist jedoch der Ventilsitz 23' nicht fest, sondern als ringförmige Scheibe ausgebildet. Er wird durch eine Feder 31 gegen einen weiteren Ventilsitz 23" gedrückt. Bei einem Unterdruck in der Leitung 12 arbeitet das Ventil nach Fig. 5 ebenso wie das nach Fig. 2, der Ring 23' wird durch die Feder 31 und den auf ihn wirkenden Atmosphärendruck gegen den Sitz 23" gedrückt, während der Ventilteller 21 von dem als Sitz dienenden Ring 23' abgehoben wird und in der beschriebenen Weise arbeitet. Bildet sich in der Leitung 12 jedoch ein Überdruck aus, so schlägt der Ventilteller 21 am Ring 23' an, und der Teller 21 und der Ring 23' heben sich gemeinsam vom Sitz 23" ab, wenn der in der Leitung 12 herrschende Überdruck die Kraft der Feder 31 überwinden kann. Das Ventil nach Fig. 5 läßt sich sehr empfindlich gestalten, da die wirksame Fläche gegenüber einem Überdruck größer gemacht werden kann als die dem Unterdruck ausgesetzte wirksame Fläche.
  • Das Ventil 14 ist besonders vorteilhaft, wenn zwei Injektoren parallel geschaltet sind, da dadurch eine Rückwirkung des viel Luft verbrauchenden Injektors 1 auf den Injektor 2 vermieden wird. Die Einschaltung eines automatischen, druckstabilisierenden, federbelasteten Ventils 14 ist jedoch auch bei Absaugern vorteilhaft, die nur einen einzigen Injektor enthalten.
  • Es ist beispielsweise möglich, die Düse des Injektors auswechselbar zu machen, beispielsweise auch mittels eines revolverkopfartigen Wechselmechanismus oder eines Verschiebeschlittens. In diesen Fällen wird dann eine Gefährdung des Patienten verhindert, falls noch eine zu große Düse eingeschaltet ist und in der Dauerdrainageleitung sonst ein zu großer Unterdruck entstehen würde.
  • In Fig. 6 ist das untere Ende der Sichtröhre 17 genauer dargestellt. Wie erwähnt, dient der Schwimmer nicht nur zur Anzeige, sondern auch zum Verschluß der zum Patienten führenden Leitung, falls in der Saugleitung 12 ein Überdruck entstehen sollte. Zu diesem Zweck wird der in die Sichtröhre 17 hineinreichende Rohrstutzen 32 an seinem oberen Ende vorzugsweise aus Gummi oder einem elastisohen Kunststoff hergestellt. Soll der Schwimmer zusätzlich noch zur Auslösung eines Alarms herangezogen werden, falls die Strömung in der Leitung 20 unterbrochen wird, so besteht eine Möglichkeit hierfür darin, daß man am unteren Ende der Sichtröhre zwei weiche Kontaktfedern 33, 34 vorsieht, die das Absinken der Kugel 18 auf den Rohrstutzen 32 zwar nicht behindert, aber durch die Kugel, die dann aus einem leitenden Material bestehen muß, kurzgeschlossen werden. Die Anschlüsse 35 können dabei in geeigneter Weise mit der Zimmerglocke verbunden werden, die betätigt wird, sobald die Strömung aussetzt und die Kugel nach unten fällt.
  • Eine andere Möglichkeit ist in Fig. 7 dargestellt, hier wird durch die Kugel 18 eine Stange 36 gegen die Wirkung einer Feder 37 nach unten gedrückt; die Stange 36 trägt an ihrem unteren Ende in von Klingelknöpfen bekannter Weise ein Kontaktstück, das zwei Kontakte 38 kurzschließt und damit Alarm auslöst. Zwischen die Anschlüsse 35 und die Alarmanlage kann gegebenenfalls eine Verzögerungsschaltung, beispielsweise ein Verzögerungsrelais eingeschaltet sein, die verhindert, daß bei kurzfristigem Aufsitzen der Kugel Alarm ausgelöst wird.
  • Für geringere Ansprüche kann das Ventil 14 durch eine einfachere Anordnung ersetzt werden, die in Fig. 8 dargestellt ist. Die Anordnung nach Fig. 8 erlaubt, in die Leitung 12 eine einstellbare Luftmenge einströmen zu lassen, wodurch das am Saugstutzen 20 herrschende Vakuum genau eingestellt werden kann.
  • Die Regelung des Vakuums durch Einströmenlassen von Luft ist unabhängiger von den Strömungsverhältnissen in der Leitung als beispielsweise ein in Serie geschalteter Strömungswiderstand, wie das Ventil 16.
  • Das Ventil nach Fig. 8 besteht aus einem runden Körper 40, der in Fig. 8 a von unten gesehen und in Fig. 8b im Schnitt gezeichnet ist. In die Unterseite des Körpers 40 ist eine kreisförmig verlaufende, konzentrisch gelegene Nut 41 eingeschnitten, die sich von ihrem Anfang 43 an bis zu einer Bohrung 42, die den Körper in axialer Richtung durchsetzt, laufend tiefer wird. Der Körper 40 liegt mit einer Unterseite auf einer Wand 45 der Leitung 12 auf, die durch eine Bohrung 44 durchbrochen ist. Beim Verdrehen des Körpers um eine Achse 46 ändert sich der Querschnitt der die Bohrung 44 und die Bohrung 42 verbindenden Nut 41, so daß der Strömungswiderstand nach Wunsch einstellbar ist. Das Ventil nach Fig. 8 besitzt ebenso wie das Ventil 14 den Vorteil, daß es auch dann noch wirksam ist, wenn die zum Patienten führende Leitung vollständig verstopft ist; ein in Serie geschalteter Strömungswiderstand wie etwa das Ventil 16 wäre in diesem Falle wirkungslos.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Brustkorb-Drainage mit einer an eine Druckgasquelle anschließbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Drainage dienenden Soges und mit einem in die zum Patienten führende Saugleitung eingeschalteten, senkrecht stehenden Glasrohr mit einem darin beweglichen, vom Luftstrom getragenen Schwebekörper, der in Verbindung mit der unteren Öffnung des Glasrohres so ausgebildet ist, daß er beim Aufsitzen auf die untere Öffnung diese vollständig verschließ, nach Patent 1 098 676, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Dauerdrainage dienende Einrichtung aufbaumäßig mit einer zweiten, durch einen getrennten Absperrhahn inbetriebsetzbaren Vorrichtung zur Erzeugung eines starken, zum temporären Absaugen zähflüssigen Sekretes ge eigneten Soges zu einer an einen einzigen Druckgasanschluß anschließbaren Einheit vereinigt ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die zur Dauerdrainage dienendeAbsaugleitung ein an sich bekanntes, federbelastetes Ventil (14) eingeschaltet ist, das den Unterdruck in der Absaugleitung auf einen be stimmten Wert begrenzt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder des federbelasteten Ventils einstellbar ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das den Unterdruck begrenzende Ventil mit einem an sich bekannten Überdruckventil aufbaumäßig vereinigt ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 928 S05, 901 132; österreichische Patentschrift Nr. 195 567; schweizerische Patentschrift Nr. 183 804; französische Patentschrift Nr. 1 034 384; »Das Deutsche Gesundheitswesen«, 1955, Heft 19, S. 681, 682 und 686.
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