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DE1148068B - Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschukmischungen - Google Patents

Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschukmischungen

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DE1148068B
DE1148068B DEC22875A DEC0022875A DE1148068B DE 1148068 B DE1148068 B DE 1148068B DE C22875 A DEC22875 A DE C22875A DE C0022875 A DEC0022875 A DE C0022875A DE 1148068 B DE1148068 B DE 1148068B
Authority
DE
Germany
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mixture
mixtures
parts
iii
minutes
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Pending
Application number
DEC22875A
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English (en)
Inventor
Dr Arnold Giller
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Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
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Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Albert filed Critical Chemische Werke Albert
Priority to DEC22875A priority Critical patent/DE1148068B/de
Priority to GB42733/61A priority patent/GB921511A/en
Publication of DE1148068B publication Critical patent/DE1148068B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L23/00Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L23/02Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C08L23/18Homopolymers or copolymers of hydrocarbons having four or more carbon atoms
    • C08L23/20Homopolymers or copolymers of hydrocarbons having four or more carbon atoms having four to nine carbon atoms
    • C08L23/22Copolymers of isobutene; Butyl rubber; Homopolymers or copolymers of other iso-olefins
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/10Metal compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L21/00Compositions of unspecified rubbers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschukmischungen Zusatz zum Patent 1 086 882 Gegenstand des deutschen Patents 1086 882 ist ein Verfahren, bei dem die Vulkanisation von Kautschukmischungen » Bisphenolharzen « durch den Zusatz von Aluminium-oder Schwermetallhalogeniden, vorzugsweise SnC12 beschleunigt werden kann. Unter » Bisphenolharzen « werden dabei Harze verstanden, die durch alkalische Formaldehydkondensation von mehrkernigen Phenolen vom Typ des Bisphenols, vorzugsweise des p, p'-Dihydroxydiphenylpropans, und gleichzeitig oder nachfolgende Verätherung der zunächst entstehenden Polymethylolverbindungen erhalten werden (s. deutsche Patentschriften 605917 und 684225).
  • Die nach dem Verfahren erhältlichen Vulkanisate haben an sich gute physikalische Eigenschaften. Für manche Anwendungszwecke ist aber die Dehnung der Vulkanisate, insbesondere nach Alterung, zu gering. Außerdem hat es sich gezeigt, daß die Ausgangsmischungen eine geringe Plastizität besitzen und leicht zum Anvulkanisieren neigen. Weiterhin greifen die zur Beschleunigung der Vulkanisation notwendigen, verhältnismäßig großen Metallchloridmengen von beispielsweise 3 bis 5 Teilen SnCL'2 2 H2O auf 100 Teile Elastomer alle Metallteile stark an, mit denen die Mischung in Berührung kommt.
  • In weiterer Entwicklung des Verfahrens gemäß Hauptpatent wurde nun gefunden, daß man technisch besonders wertvolle Vulkanisate erhält, wenn man, statt fertige Metallhalogenide zu verwenden, die Metallhalogenide aus Halogen oder Halogenwasserstoff abspaltenden organischen Verbindungen und aus Oxyden oder Salzen schwacher Säuren von Metallen der II. oder III. Gruppe des Periodischen Systems oder von Schwermetallen durch Heißwalzen oder Tempern der Mischungen bei Temperaturen oberhalb 130° C entstehen läßt, bevor das Bisphenolharz zugesetzt wird.
  • Man kann das Verfahren insofern abwandeln, als man die Mischung von Anfang an in einem Kneter heiß mischt und das Bisphenolharz erst am Ende dieses Mischvorganges oder in einem besonderen Arbeitsgang auf kalter Walze einarbeitet.
  • Beim Arbeiten gemäß der Erfindung treten bei der Herstellung der Mischungen praktisch keine Korrosionserscheinungen auf. Außerdem zeichnen sich die erhaltenen Mischungen durch eine niedrigere Plastizität und verbesserte Dehnbarkeit der Vulkanisate aus, insbesondere nach Alterung.
  • Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung sind alle halogenhaltigen organischen Verbindungen geeignet, die unter den Verfahrensbedingungen Halogen oder Halogenwasserstoff in genügen- der Menge abzuspalten vermögen, beispielsweise Polyvinylchlorid, Polyvinylchlorid enthaltende Mischpolymerisate, halogenhaltige Elastomere wie Polychloropren oder chlorsulfoniertes Polyäthylen, Chlorparaffin oder Verbindungen, in denen die Gruppe '. NX enthalten ist und in denen X ein Halogen ist, beispielsweise N-Brom-succinimid.
  • Erfindungsgemäß zu verwendende Metalloxyde und Metallsalze sind beispielsweise Zink-, Eisen-oder andere Schwermetallsalze schwacher Säuren wie Zink-oder Eisenstearat oder-carbonat, oder Schwermetalloxyde, vorzugsweise ZnO.
  • Die Dosierung der halogenhaltigen organischen Stoffe und der Metallverbindungen richtet sich nach ihrem Halogen-bzw. Metallgehalt und nach der Leichtigkeit, mit der das Halogen abgespalten wird. lm allgemeinen wird man so viel von diesen Stoffen einsetzen, wie zur theoretischen Bildung von etwa 0, 5 bis 3, 0 Teilen Metallhalogenid auf 100 Teile Elastomere erforderlich sind. Geringere und höhere Dosierungen sind natürlich möglich. Weiterhin kann das Verhältnis der Metallverbindungen wie ZnO zu den halogenhaltigen organischen Verbindungen wie chlorsulfoniertes Polyäthylen in weiten Grenzen verändert werden, so daß in der Kautschukmischung entweder der Metall-oder Halogenanteil überwiegt.
  • Das günstigste Verhältnis wird zweckmäßig jeweils durch Versuche ermittelt. Im allgemeinen haben sich Dosierungen von 3, 0 Teilen chlorsulfoniertes Polyäthylen und 0, 9 bis 1, 4 Teilen ZnO oder 5, 0 Teilen Zinkstearat auf 100 Teile Elastomeres am besten bewährt.
  • Das besonders vorteilhafte Heißwalzen der Halogen-oder Halogenwasserstoff abspaltende Verbindungen und Metalloxyde oder Metallsalze schwacher Säuren enthaltenden Mischungen kann bei Temperaturen von 120 bis 230° C, vorzugsweise bei 160 bis 210° C, durchgeführt werden, es soll höchstens 15 Minuten dauern. Man kann das Heißwalzen auch durch Lagerung (Tempern) der Mischungen bei höheren Temperaturen ersetzen, muß dann aber die Zeitdauer auf etwa 30 bis 90Minuten verlängern.
  • Während der Heißbehandlung wird das Metallhalogenid in situ gebildet. Außerdem wirkt das gebildete Metallhalogenid auf die Mischung ein und erhöht deren Vulkanisierbarkeit.
  • Den überraschenden Aktivierungseffekt der Heißbehandlung erkennt man leicht bei einem Vergleich der gemäß Hauptpatent und den gemäß vorliegender Erfindung angeführten Mischungsbeispiele. Während bei den im Hauptpatent aufgeführten Mischungen 3 bis 5 Teile SnCl2 je 100 Teile Elastomeres zur Beschleunigung der Vulkanisation notwendig waren, kann gemäß vorliegender Erfindung schon mit wesentlich kleineren Metallhalogenidmengen, beispielsweise mit weniger als 1, 7 Teilen ZnCl2, ein ausreichender Aktivierungseffekt erzielt werden, wenn das Metallhalogenid in situ durch Heißbehandlung von Mischungen gebildet wird, die beispielsweise nur 0, 9 bis 1, 4 Teile ZnO und 3, 0 Teile chlorsulfoniertes Polyäthylen enthalten.
  • Beim Arbeiten nach der Erfindung ist, ausgenommen bei der Zugabe des Bisphenolharzes, die Einhaltung einer gewissen Reihenfolge beim Mischen zweckmäßig, aber nicht Bedingung. Am vorteilhaftesten arbeitet man in das Elastomer zuerst die halogenhaltige Substanz und die Metallverbindung ein, damit sie sich so gut wie möglich verteilen und die größtmögliche Menge Metallhalogenid bilden können ; dann gibt man die übrigen Mischungsbestandteile wie Ruß, Stearinsäure und andere Füllstoffe oder Verarbeitungshilfsmittel zu. Das als Vulkanisationsmittel dienende Bisphenolharz wird erst nach der Heißbehandlung oder erst gegen deren Ende zugesetzt. Die Heißbehandlung selbst kann als besonderer Arbeitsgang durchgeführt, es kann aber auch während des Mischens erhitzt werden. Die günstigsten Misch-und Arbeitsbedingungen können leicht durch Versuche ermittelt werden.
  • Die Mischungen werden im allgemeinen unter Mitverwendung von Fi ! Mtoffen, insbesondere Ruß, hergestellt und können zu hochhitzebeständigen Kautschukwaren, z. B. Schläuchen, Heizbälgen, Dichtungen oder auch zu Autoschläuchen, Fußbodenbelägen oder Autoreifen verarbeitet werden.
  • In den folgenden Mischungsbeispielen sind Teile Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 Dieses Beispiel zeigt die vorteilhaften Eigenschaften von Mischungen, die Ruß als Fiillstoff enthalten, aus Isobutylen-Isopren-Mischpolymerisaten (Butylkautschukmischungen). Zunächst werden kleine Mengen an Zinkoxyd und chlorsulfonierten Polyäthylen in diese Mischungen eingearbeitet, diese dann heiß gewalzt und anschließend mittels eines nichtplastifizierten Bisphenolharzes vulkanisiert (I bis III). Dieses Harz war durch Umsetzung von p, p'-Dihydroxydiphenylpropan mit 4 Mol Formaldehyd in alkalischem Medium und anschließende so weitgehende Verätherung mit Butanol erhalten worden, daß das Harz in Butanol oder Benzol oder seinen Homologen wie Toluol oder Xylol löslich ist. Der Butylkautschuk war zu 1, 5 bis 2, 0 Molprozent ungesättigt. Der Ausdruck Molprozent Ungesättigtheit gibt an, wieviel Diolefineinheiten, z. B. Isopreneinheiten, auf 100 Monomereinheiten in der polymeren Kette enthalten sind.
  • Nach dieser Berechnungsweise ist Naturkautschuk zu 100 Molprozent ungesättigt.
  • Zum Vergleich wird auch eine Mischung (IV) angeführt, die gemäß Beispiel 2 der Patentschrift 1086 882 unter Verwendung von SnCl2 hergestellt wurde.
    Mischung
    I § IV
    Butylkautschuk. 97, 0 97, 0 97, 0 100, 0
    SnC122
    Chlorsulfoniertes Polyäthylen (29"/oc, 1, 25°/oS). 3, 0 3, 0 3, 0-
    Zinkoxyd.. 9 1, 1 0, 9-
    Leicht verarbeitbarer Kanalruß... 50, 0 50, 0 60, 0 60, 0
    1, 0 1, 0 1, 0 1, 1,
    Nichtplastifiziertes Bisphenolharz, gelöst in Xylol. 8, 0 6, 0 8, 0 8, 0
    Die Mischungen I bis III werden wie folgt hergestellt : Der Butylkautschuk wird auf ein Walzwerk gegeben, dessen Walzen gekühlt wurden. Nach Bildung eines glatten Fells werden chlorsulfoniertes Polyäthylen, das zuvor schon durch eine Walze gelaufen war, und anschließend Zinkoxyd zugegeben. Anschließend werden Stearinsäure und Ruß eingearbeitet und die Mischung gut vermischt. Nun wird die Mischung auf heiße Walzen gegeben und 10 Minuten bei 195 bis 200° C (Temperatur an der Obernäche der Mischung gemessen) gewalzt. Die Mischung wird von der Walze genommen und auf etwa 80 bis 100° C abgekühlt. In diese Masse wird bei der genannten Temperatur das Harz auf einer Walze eingearbeitet und die erhaltene Mischung danach in bekannter Weise unter erhöhtem Druck bei 155 bis 160° C vulkanisiert.
  • Die vulkanisierten Proben wurden 1 Woche bei 155° C in einem Trockenschrank mit zirkulierender Luft gelagert, um eine Alterung zu bewirken. Die verschiedenen Produkte hatten die folgenden physikalischen Eigenschaften :
    Mischung
    I II III IV
    ungealtert gealtert ungealtert gealtert ungealtert gealtert gealtert I gealtert
    Vulkanisationstemperatur (° C)
    160 160 1 160 155
    Vulkanisationszeit (Minuten)
    40 60 60 40 60 40 60 l 40 60 40 40 40
    Zerreißfestigkeit
    (kg/cm2) ........ 122 119 94 109 113 84 89 103 123 87 111 94
    Zerreißdehnung
    (%) ............. 418 408 288 450 423 318 326 339 317 173 218 154
    Modul I i
    150"/. (kg/cm) 34 35 47 32 32 1 41 39 42 50 78 71 1 91
    300°Jo (kg/cm2) 78 1 79 - 67 72 79 80 90 115--i-
    Härte (° Shore A) 73 73 79 71 69 1 78 76 77. 78 89 77 83
    Rückprallelasti-
    zität (%) ....... 10 10 13 9 8 11 11 11 11 14 11 11
    Plastizität der un-
    vulkanisierten
    Mischung ... 73 74 79 91
    Die erfindungsgemäß hergestellten Mischungen I bis III zeigen eine ausreichende Dehnung, die bei der Alterung nur mäßig zurückgeht. Mit dem dampfbeheizten Plastometer wurden Plastizitätswerte von 73, 74 und 79 gemessen, wie sie bei solchen Mischungen üblich sind. Diese Meßwerte geben die Hundertstelmillimeter an, auf die eine anfangs 1 mm dicke Schicht der Kautschukmischung (Meßwert 100) in 15 Sekunden bei 100° C unter dem Druck von 10 kg/cm2 zusammengedrückt wird.
  • Die Dehnung der nach dem Verfahren des Hauptpatentes hergestellten Mischung IV ist dagegen im ungealterten und gealterten Zustand geringer als die Dehnung der Mischungen I bis III. Außerdem hat die Plastizität (Meßzahl 91) eine ganz andere Größenordnung ; das deutet an, daß die Mischung viel schwerer verarbeitbar ist.
  • Mischungen mit noch niedrigerer Plastizität (Meßzahl etwa 62) erhält man, wenn den Mischungen gemäß Mischungsbeispiel I bis III an Stelle von Zinkoxyd 5, 0 Teile Zinkstearat oder basisches Zinkstearat zugesetzt werden. In diesem Fall wird die Stearinsäuremenge auf 0, 5 Teile herabgesetzt. Mit basischem Zinkstearat wurden Festigkeitswerte bis zu 130 kg/cm2 gemessen.
  • An Stelle von Zinkoxyd oder Zinkstearat kann auch Zinkcarbonat oder Eisenstearat verwendet werden. Wie sich bei der Herstellung einer der Mischung I entsprechenden Mischung gezeigt hat, bei der jedoch 1, 0 Teil Eisenstearat verwendet wurden, wird diese Substanz vorteilhaft zusammen mit kleinen Mengen Zinkoxyd (0, 2 Teile) angewendet. Die 60 Minuten bei 160° C vulkanisierte Mischung hatte eine Zerreißfestigkeit von 124 kg/cm2 und eine Dehnung von 403 o/o. Der Plastizitätswert der unvulkanisierten Mischung war 68.
  • Bei der Herstellung der Mischungen kann man das Heißwalzen durch Tempern ersetzen. Werden Mischungen der unter I bis III angegebenen Zusammensetzung nicht heißgewalzt, sondern als Felle von 3 bis 6 cm Dicke 50 Minuten bei 200° C getempert, erhält man nach Einarbeitung des Bisphenolharzes und Vulkanisation Kautschukprodukte mit annähernd den gleichen Eigenschaften.
  • Beispiel 2 An Stelle des chlorsulfonierten Polyäthylens wird Chlorparaffin als halogenhaltige organische Substanz verwendet. Eine Mischung aus 100 Teilen Butylkautschuk, 4, 0 Teilen eines halbfliissigen Chlorparaffins (Chlorgehalt 60%), 1, 0 Teil ZnO, 1, 0 Teil Stearinsäure, 50, 0 Teilen leicht verarbeitbaren Kanalruß und 8, 0 Teilen des im Beispiel 1 genannten nichtplastifizierten Bisphenolharzes wurde in der gleichen Weise wie die Mischungen I bis III des Beispiels 1 hergestellt. Die 60 Minuten bei 160° C vulkanisierte Mischung hatte eine Zerreißfestigkeit von 98 kgicm2, eine Dehnung von 519-11/o und eine Härte von 66° Shore A.
  • Mit den Bisphenolharzen können auch Mischungen von Butadien-Acrylsäurenitril und Butadien-Styrol-Mischpolymerisaten zu hochwertigen Vulkanisaten verarbeitet werden.
    Mischung
    V VI VII
    Butadien-Acrylsäurenitril-
    Kautschuk *) ............ 97, 0--
    Butadien-Styrol-Kautschuk *) . - 97, 0 97, 0
    Chlorsulfoniertes Polyäthylen
    (29% Cl, 1, 25 S) 3, 0 3, 0 3, 0
    Zinkoxyd... 1, 1 1, 4 1, 4
    Ruß (hoch abriebfester Ofenruß) 45, 0-50, 0
    Ruß (hoch verstärkenderGasrul3)-50, 0-
    Stearinsäure ............. 1, 0 1, 5 1, 5
    Nichtplastifiziertes Bisphenol-
    harz, das nach der im Beispiell
    angegebenen Weise hergestellt
    war, aber in Butanol gelöst ist 8, 0 8, 0 8, 0
    ) Kaltpolymerisierte, nicht verfärbend stabilisierte Typen.
  • Die Mischungen wurden hergestellt, wie es im Beispiel 1 für die Mischungsbeispiele I bis III beschrieben ist. Die Mischungen wurden vor Einarbeitung des Bisphenolharzes je 10 Minuten gewalzt, und zwar Mischung V bei 190 bis 200° C, Mischung VI bei 180 bis 197° C und Mischung VII bei 170 bis 182° C.
  • Ergebnisse der physikalischen Priifung
    Mischung
    v VI VII
    Vulkanisationstemperatur (° C)
    155 155 1 155
    Vulkanisationszeit (Minuten)
    20 20 20 40
    Zerreißfestigkeit (kg/cm2)... 213 172 192 208
    Zerreißdehnung (°/o)..... 354 290 356 210
    Modul
    150°/o (kg/cm2)...... 43 55 47 125
    300"/o (kg/cm). 166-152-
    Härte (° Shore)...... 64 69 64 75
    Rückprallelastizität (°/o). 27 40 39 41
    Plastizität der unvulkanisierten Mischung.. 73 75 71
    Die Mischungen V bis VII vulkanisieren sehr schnell.
  • Annähernd gleiche Ergebnisse erhält man, wenn an Stelle des nichtplastifizierten Bisphenolharzes ein plastifiziertes Bisphenolharz. als Vulkanisationsmittel verwendet wird, z. B. das nach Beispiel 3 der deutschen Patentschrift 605917 erhältliche Harz.
  • Entsprechende Ergebnisse erhält man auch, wenn man als Kautschukkomponente Polyisoprenkautschuk verwendet.
  • Beispiel 4 Als » Halogenspender « kann auch ein nichtstabilisiertes, leicht HCl abspaltendes Polyvinylchlorid verwendet werden (vgl. Mischung VIII). Als Vulkanisationsmittel wurde ein nichtplastifiziertes Bisphenolharz der im Beispiel 1 erwähnten Art verwendet, in dem die leichtflüchtigen Lösungsmittel durch ein Gemisch höhermolekularer aliphatischer und aromatischer Ester ausgetauscht worden waren.
  • Mischungsbeispiel vin Butylkautschuk.. 100, 0 Polyvinylchlorid. 4, 0 Zinkstearat ......... 3, 0 Ruß (leicht verarbeitbarer Kanalruß) 60, 0 Stearinsäure...... 1, 0 Nichtplastifiziertes Bisphenolharz. 8, 0 Vulkanisation : 45 Minuten bei 154° C.
  • Die Mischung wurde hergestellt, wie es im Beispiel 1 für die Mischungsbeispiele I bis III beschrieben ist. Die Mischung wurde vor Zugabe des Harzes 5 Minuten bei 195° C (Temperatur auf der Oberfläche der laufenden Mischung gemessen) gewalzt.
  • Ergebnisse der physikalischen Prüfung : Zerreißfestigkeit (kg/cm2) ........... 96 Zerreißdehnung (%) ............. 312 Modul 150% (kg/cm2) ........ 50 300 /o (kg/cm2).... 92 Härte (# Shore A) ....... 85 Riickprallelastizität (/o). 14 Beispiel 5 Als » Halogenspender « können auch monomolekulare organische Verbindungen, beispielsweise N-Bromsuccinimid, verwendet werden.
    Mischung
    X XI
    Butylkautschuk.. 100, 0 100, 0 100, 0
    N-Brom-succinimid... 3, 2 2, 5 2, 5
    ZnO. 0, 75 1, 0 0, 75
    Ruß (abriebfester Ofenruß) 60, 0-50, 0
    Ruß (leicht verarbeitbarer
    Kanalruß)..-50, 0-
    Stearinsäure.. 1, 0 3, 0 1, 0
    Nichtplastifiziertes
    Bisphenolharz (vgl. Bei-
    spiel 1) ........... 7, 0-7, 0
    Plastifiziertes Bisphenolharz
    (vgl. Beispiel3 der deut-
    schen Patentschrift
    605917).-1 8, 0
    Die Herstellung der Mischung erfolgte in der im Beispiel 1 für die Mischungen I bis III beschriebenen Weise. Die Mischung IX wurde vor Zugabe des Harzes 10 Minuten bis 175 bis 180° C gewalzt, die Mischungen X und XI 10 Minuten bei 198 bis 202° C.
  • Ergebnisse der physikalischen Prüfung
    Mischung
    IX X XI
    Vulkanisationstemperatur (° C)
    160 160 1 160
    Vulkanisationszeit (Minuten)
    40 20 40 60 20 40 60
    Zerreißfestigkeit (kg/cm2) ............ 117 113 124 123 122 141 142
    Zerreißdehnung (°/o)... 334 481 434 405 435 384 346
    Modul
    150°/o (kg/cm2).. 33 19 24 26 21 31 36
    300% (kg/cm2) ............. 99 53 71 78 72 104 120
    Härte (° Shore A) 60 58 60 60 55 59 60
    Plastizität der unvulkanisierten Mischung (°/o) 67 73 74
    Beispiel 6 Dieses Beispiel zeigt die Verwendung eines Bromspenders allein oder zusammen mit einem Chlorspender.
    Mischung
    xn | XIII
    Butylkautschuk.. 96, 0 90, 0
    Chlorsulfoniertes Polyäthylen
    (29°/o Cl, 1, 25% S)..... 2, 0-
    Bromierter Butylkautschuk (Brom-
    gehalt etwa 3%)....... 2, 0 10, 0
    Zinkoxyd. 1, 0 5, 0
    Stearinsäure.. 2, 0 2, 0
    Ruß (hoch abriebfester Ofenruß).. 50, 0 50, 0
    Nichtplastifiziertes Bisphenolharz
    (gelöst in einer Mischung von
    Butanol und Toluol).. 6, 0 1 7, 0
    Die Mischungen sind in der gleichen Weise hergestellt worden, wie es im Beispiel 1 für die Mischungen I bis III beschrieben ist. Sie wurden 10 Minuten lang bei 200° C gewalzt, bevor das Bisphenolharz zugefügt wurde. Die folgenden Ergebnisse sind bei der physikalischen Prüfung erhalten worden :
    Mischung
    XII XIII
    Vulkanisations-
    temperatur (° C)
    160 160
    Vulkanisationszeit
    (Minuten)
    40 I 60 90
    Zerreißfestigkeit (kg/cm2).. 133 87 106
    Zerreißdehnung (°/o). 437 666 589
    Modul
    150% (kg/cm2)..... 35 18 21
    300% (kg/cm2) ......... 84 32 45
    500 //o (kg/cm2)..-64 90
    Härte (# Shore A) ......... 75 70 71
    Rückprallelastizität (°/o).. 10 8 9

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschukmischungen gemäß Patent 1086 882, dadurch gekennzeichnet, daß man, statt fertige Metallhalogenide zu verwenden, die Metallhalogenide aus Halogen oder Halogenwasserstoff abspaltenden organischen Verbindungen und aus Oxyden oder Salzen schwacher Säuren von Metallen der II. oder III. Gruppe des Periodischen Systems oder von Schwermetallen durch Heißwalzen oder Tempern der Mischungen bei Temperaturen oberhalb 130° C entstehen läßt, bevor das Bisphenolharz zugesetzt wird.
DEC22875A 1960-12-02 1960-12-02 Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschukmischungen Pending DE1148068B (de)

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DEC22875A DE1148068B (de) 1960-12-02 1960-12-02 Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschukmischungen
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DE3035510C2 (de) * 1980-09-19 1983-07-21 Metzeler Kautschuk GmbH, 8000 München Vulkanisierbare Kautschuk-Mischung

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GB921511A (en) 1963-03-20

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