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Geschirrwasch- und Spülmaschine mit mechanischem Geschirrtransport
Die Erfindung betrifft eine Geschirrwasch- und Spülmaschine mit mechanischem Geschirrtransport,
die bei geringstem Platzbedarf, möglicher Einmannbedienung und sparsamstem Energieverbrauch
verbesserten, progressiv wirksamen Wasch-, Nachspül-und Trocknungseffekt bringt.
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Es sind Geschirrwasch- und Spülmaschinen mit mechanischem Geschirrtransport
bekannt, bei welchen das Geschirr in vorwiegend horizontaler Richtung mittels Transportbändem
oder Ketten durch die Maschine transportiert wird. Zur Erzielung eines ausreichenden
Wascheffektes müssen mehrere Waschdüsen oder Waschzonen hintereinander angeordnet
werden, und für die Trocknung ist ein zusätzlicher langer Auslaufweg erforderlich.
Zur Verringerung dieser nicht überall unterbringbaren Maschinenlänge hat man teilweise
horizontal umlaufende Transportketten verwendet, wobei der Trocknungsweg vor die
Maschine gelegt ist und die Trocknungszone von der Reinigungszone durch die Tunnelwand
der Reinigungszone abgeschirmt wird. Die Maschinenlänge wird dabei etwa auf die
Hälfte reduziert, die Breite aber verdoppelt.
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In einer anderen für den Spezialzweck der Back-und Kochpfannenreinigung
bekanntgewordenen Ausführung hat man versucht, durch zwei in vertikaler Ebene mäanderförmig
umlaufende Transportketten, zwischen welchen das Reinigungsgut eingehängt ist, die
Wasch-, Spül- und Trocknungszonen übereinanderzulegen, wobei die einzelnen
Zonen durch horizontale Trennwände gegeneinander abgeschirmt sind. Mit dieser Bauart
wird zwar mit erhöhteni maschinellem Aufwand gegenüber den eingangs geschilderten
Maschinen eine beachtliche Verkleinerung der Grundfläche, aber keinerlei Verbesserung
der spezifischen Reinigungswirkung erzielt, und die Trocknung muß mit kostspieligen,
energieverschwendenden Hilfsmitteln erwirkt werden.
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Als Spezial-Tellerwaschmaschine ist eine Ausführung mit in vertikaler
Ebene umlaufenden und im wesentlichen vertikal transportierenden Transportketten
bekannt, bei welcher die Reinigungszonen - unter Verzicht auf die Trocknung
in der Maschine - im ab- und aufsteigenden Transportstrang teilweise übereinander
angeordnet sind. Damit wurde auf kleinster Grundfläche die Unterbringung großer
Waschleistungen erzielt, die spezifische Reinigungswirkung jedoch nicht nennenswert
verbessert.
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Die Erhöhung der spezifischen, sowohl auf Platz-, Energie- und Persönalbedarf
bezogenen Reinigungs-und auch Trocknungswirkung, ist Zweck und Aufgabe der Erfindung,
bei welcher zwischen den auf-und abwärts laufenden Strängen einer in vertikaler
Ebene umlaufenden und im wesentlichen in vertikaler Richtung transportierenden Transporteinrichtung
eine senkrechte parallel zu den Transportsträngen verlaufende Zwischenwand angeordnet
ist, durch welche zwei vertikale Schächte entstehen, wobei durch die übereinanderanordnung
aller Wasch-, Nachspül- und Trocknungsdüsen im Schacht mit dem aufwärts laufenden
Transportstrang ein in dreifacher Hinsicht progressiver Effekt erzielt wird: Durch
die Zusammenfassung der gesamten aus den Wasch- und Nachspüldüsen austretenden Wassermenge
in einem einzigen vertikalen Schacht ergibt sich von oben nach unten eine fortschreitende
Bespülung mit immer größeren Wasserinassen, die in der mehrfachen Ablenkung zwischen
den Schachtwänden und den Geschirrteilen mit Sicherheit alle Geschirrstellen erfassen
und vor allem dort mit geballter Kraft wirksam sind, wo der Verschmutzungsgrad des
Geschirres am größten ist.
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In umgekehrter Richtung, nämlich von unten nach oben, wächst der Reinheitsgrad
des Wassers, wobei in den letzten mit Frischwasser beschickten Nachspüldüsen der
höchste Reinheitsgrad auftritt, der durch den nach unten gerichteten Sog nicht von
Spritzwassertropfen aus den letzten Waschwasserstrahlen beeinträchtigt wird. In
gleicher Richtung progressiv ist auch die Geschirrerwärmung: Während bei horizontalem
Durchlauf zwischen den einzelnen Düsenstrahlen und Waschzonen kein Wasser auf das
Geschirr trifft und somit infolge der Verdunstung immer wieder eine geringfügige
Zwischenabkühlung des Reinigungsgutes unvermeidbar ist, wird es in der erfindungsgemäßen
Geschirrspülmaschine bis zum Austritt aus der Nachspülzone ohne Unterbrechung mit
Wasser stetig steigender Temperatur bespült und gelangt
mit höchst
ereichbarer Erwärmung in die Luftdusche, die alle anhaftenden Tropfen nach unten
abbläst und zugleich den darüberliegenden Trocknungsraum gegen Spritzwasser aus
den Nachspüldüsen abschirmt. Zugleich ergibt sich durch die senkrechte Schachtanordnung
und durch die Tendenz der wärmeren Luft, nach oben zu steigen, daß das Geschirr
auch hier steigender Temperatur ausgesetzt ist und daß auch noch unmittelbar oberhalb
der Beschickungsöffnung im bereits absteigenden Strang fast der gleiche Wärmeeinfluß
gesichert ist.
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Die Geschirrwasch- und Spülmaschine nach dem Erfindungsvorschlag verbindet
durch die mittels einer vertikalen Zwischenwand gebildeten vertikalen Transportschächte
und durch die zweckbewußte Anordnung der Behandlungszonen den Vorteil kleinster
Grundfläche mit dem der möglichen Einmannbedienung und dem optimaler Wirkungsweise.
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In der Zeichnung ist die Maschine in einem Querschnitt schematisch
dargestellt. Es bezeichnet 1 das Gehäuse, das im unteren Teil zugleich als
Tank ausgebildet ist. Mit 2 ist die Zwischenwand bezeichnet, welche die Aufgabe-
bzw. Abnahmeöffnung 3 von der Reinigungszone abschirmt. Die Zwischenwand
ist zwecks Unterbringung von Strahldüsen und zur Wärmedämmung doppelwandig ausgeführt,
obwohl dies prinzipiell nicht notwendig ist. Aus dem gleichen Grunde ist auch die
Rückwand 4 doppelwandig. Das Transportorgan 5 (z. B. Kette) läuft um die
Räder 6,
die beiderseits angebracht sind und von welchen ein Räderpaar durch
einen nicht dargestellten Motor (der eventuell zugleich Pumpenantriebsmotor sein
kann) über ein entsprechendes übersetzungsgetriebe angetrieben wird, mit gleichmäßiger,
gegebenenfalls regulierbarer Geschwindigkeit kontinuierlich oder intermittierend
um. An diesem Transportorgan sind Mitnehmer 7 angebracht, an welchen die
Geschirrträger 8
gelenkig (eventuell auswechselbar) befestigt sind. Das Geschirr
ist in Form von Tellern angedeutet und mit 9 bezeichnet.
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Das Geschirr, welches bei 3 an tiefster Stelle der öffnung
aufgegeben werden kann, wandert zunächst infolge der Bewegung des Transportorgans
(gemäß Pfeilrichtung) in den Waschwassertank, wird hier getaucht, vorgereinigt und
gut vorgewärmt und gelangt dann zwischen die Waschstrahlen der Waschdüsen
10,
die von einer oder mehreren nicht gezeichneten Pumpe(n) mit Waschlauge
aus dem Tank versorgt werden. Die Waschdüsen sind nicht auf die gezeichnete Gruppenzahl
beschränkt. Es können je nach Bedarf und Geschwindigkeit des Transportorgans
mehr oder weniger angeordnet sein. Nach Verlassen der Waschzone kommt das Geschirr
in den Bereich der Nachspüldüsen 11, die heißes - eventuell
entspann-
tes - Marwasser versprüben. Nach dem Austritt aus der Waschzone
steht der gesamte restliche Transportweg - der nach der Zeichnung fast die
halbe Gesamtlänge ausmacht - für die Trocknung zur Verfügung. Infolge der
aufgenommenen Wärme und gegebenenfalls begünstigt durch das entspannte Nachspülwasser,
trocknet das Geschirr bis zum Ankommen
an der öffnung 3 von selbst.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, noch zusätzlich eine Luftdusche 12 anzubringen,
wobei mit Hilfe eines nicht gezeichneten Ventilators oder Gebläses das Geschirr
mit erwärmter, eventuell sogar getrockneter Luft angeblasen wird, Es besteht somit
die Möglichkeit, absolut trockenes, gereinigtes Geschirr an der öffnung
3 zu entnehmen, das ohne Nachbehandlung sofort wieder benutzt oder in den
Geschirrschrank gegeben werden kann. Es wird also mit der geschilderten Maschine
bei geringstem Energieverbrauch ein außerordentlich hoher Wasch-, Nachspül- und
Trocknungseffekt erzielt und bei der Bedienbarkeit durch nur eine einzige Person,
die das Geschirr an der unteren Stelle der Beschickungsöffnung aufgibt und an der
oberen Stelle dieser öffnung entnimmt, größtmögliche Einsparung an Arbeitskräften,
zugleich bei geringstem Platzbedarf (die Maschine braucht unter Umständen nicht
viel breiter als die erforderliche Breite der Aufgabeöffnung für die Einbringung
eines Tellers oder einer Platte zu sein) erreicht.