DE124398C - - Google Patents
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- DE124398C DE124398C DENDAT124398D DE124398DA DE124398C DE 124398 C DE124398 C DE 124398C DE NDAT124398 D DENDAT124398 D DE NDAT124398D DE 124398D A DE124398D A DE 124398DA DE 124398 C DE124398 C DE 124398C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G17/00—Cultivation of hops, vines, fruit trees, or like trees
- A01G17/04—Supports for hops, vines, or trees
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Botany (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Supports For Plants (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
124398 KLASSE 45/.
Gerüst für Hopfenanlagen.
Eine der gröfsten Schattenseiten der bisherigen Drahtanlagen für den Hopfenbau besteht
in de;· immerhin noch unverhältnifsmäfsig grofsen Anzahl von Holzsäulen, Querstangen
und Spreizen, welche zum Bau einer derartigen Anlage nöthig sind. Da die vielen Risse und Sprünge, welche diese Hölzer mit
der Zeit bekommen, die ärgsten Brutstätten sind für Rebschädlinge aller Art und sonstiges
Ungeziefer, so ist der Nutzen der bisherigen Drahtanlagen nach dieser Richtung hin gegenüber
den alten Stangenanlagen nicht sehr grofs. Aufserdem vertheuern diese Holzsäulen
eine derartige Drahtanlage sehr bedeutend, nachdem die Nachfrage nach Hölzern von der
Stärke, die hier in Betracht kommt, für den Grubenbau von Jahr zu Jahr gröiser wird
und dadurch der Preis hierfür fortwährend steigt. Bei Sturm können die vielen Holzsäulen
und deren Spreizen der ganzen Drahtanlage, sowie auch der Hopfenpflanzung selbst
sehr gefährlich werden, da sie in ihrer Gesammtheit dem Wind grofse Druckflächen
entgegensetzen, so dafs der Winddruck mit Leichtigkeit ganze Abtheilungen umzureifsen
vermag, wobei dann meistens auch die Pflanzung zu Schaden kommt. Auch bringen die
vielen Säulen und Spreizen einer solchen Anlage eine erhebliche Beschränkung hinsichtlich
einer rationellen Anpflanzung der Rebstöcke mit sich, wenn in einer Anlage ohne Rücksicht
auf die vielen Säulen eine bestimmte Anzahl Stöcke gelegt werden soll. Da diese Säulen u. s. w. selbst bei bester Beschaffenheit
ohne Anstrich in höchstens 8 bis 9 Jahren abfaulen, eine Hopfenpflanzung aber 20 bis
25 Jahre besteht, so ist klar, dafs das Holzwerk der Anlage in dieser Zeit mindestens
dreimal erneuert werden mufs, wobei beim Abnehmen und Wiederanbringen der Drähte
viele hiervon brechen und durch neue ersetzt werden müssen.
Eine Drahtanlage dieser Art ist "beispielsweise in Fig. ι beiliegender Zeichnung schematisch
dargestellt. Dieselbe hat 49 Holzsäulen a, welche in Reihen von 5,25 m Abstand
gesetzt sind, wogegen die Säulen der einzelnen Reihen 10 m von einander entfernt stehen und
die Hopfenreihen 1,75111 von einander Abstand haben, b sind die Spreizen der äufseren
Randsäulen. Das horizontale Plauptnetz der Drahtanlage selbst wird gebildet durch die die
einzelnen Säulen verbindenden Drähte c d. Nun hat man zwar schon versucht, dieses Netz
zur Sicherurig seiner horizontalen Lage durch von den Säulen ausgehende Hängedrähte zu
unterstützen, aber von einer Umänderung der Säulen war hierbei keine Rede. Dafs aber
eine solche Säulenmasse die oben angeführten Gefahren und Nachtheile in hohem Mafse in
sich schliefst, ist zweifellos.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun, durch . entsprechenden Zusammenbau von Horizontalnetz
und Hängedrähten die Anzahl der Säulen bei derartigen Drahtanlagen um mehr als V5 zu reduciren, so dafs beispielsweise zu einer
Anlage gleicher Gröfse nur mehr neun Säulen erforderlich sind und die Holzspreizen und
Querhölzer ganz in Wegfall kommen, was nicht nur die Beseitigung obiger Mängel, sondern
auch noch verschiedene andere Vortheile für die Anlage zur Folge hat.
Diese Construction einer Drahthopfenanlage ist in Fig. 2 der Zeichnung perspectivisch dargestellt
und ist hierbei die gleiche Anzahl Drahtfelder von je 5,25 zu 10 m angenom-
men, wie bei der Ausführungsform Fig. i. Diese Drahtfelder werden hergestellt durch
etwa 6 mm starke Drahtstäbe c d von io m und 5,25 m Länge, welche durch Springringe
e mit einander verbunden sind. An den vier Ecken, sowie an den Enden und an der
Kreuzung der mittleren Drähte c d dieses Hauptnetzes sind gröfsere Ringe / angebracht,
mit denen dasselbe in entsprechender Höhe über den Boden an neun Holzsäulen α befestigt
ist. Diese Holzsäulen, von denen nur die mittlere senkrecht, die Randsäulen aber schräg
nach aufsen stehen, sind etwas langer als die bisherigen Säulen. Gegen das obere Ende zu
ist an jeder Säule ein zweiter Ring g befestigt. An den Ringen g sind radial Drähte h befestigt,
welche mit den jeder Säule nächstliegenden Ringen e verbunden sind und mit
diesen das Netz c d horizontal tragen. Da hierbei an jedem Knotenpunkt des Hauptnetzes 'c d
ein Hängedraht h zum Angriff kommt, so findet das Netz an allen Stellen gleich festen
Halt und sind bei dessen Belastung Theilsenkungen oder ein Schlaffhängen desselben
ausgeschlossen, wie solche bei den vorgenannten Anlagen mit Hängevorrichtung unvermeidlich
sind.
An jedem Ring g greifen weitere Drähte i an, welche im Boden verankert sind und die
Aufgabe haben, die Säulen unveränderlich in ihrer Schräglage zu halten, so dafs dieselben
dem Zug des Drahtnetzes c d nicht folgen können und dieses von den Säulen horizontal
gespannt bleibt. Um das Gefüge dieses Netzes vollkommen fest zu machen und g'egen schädliche
Schwingungen und Horizontalverschiebungen zu schützen, ist dasselbe noch durch Drähte / mit dem Boden verankert, die an
den Ringen e des Netzrandes angreifen.
Durch die Drähte c d hi j sind somit die Säulen α derart gehalten^ dafs sie nach keiner
Richtung hin weichen können, auch wenn sie im Boden abgefault wären.
Die Längs- und Querzüge c d des Hauptnetzes, sowie die Aufhäng- und Verankerungsdrähte
h i j sind an geeigneten Stellen mit Spannschlofs k versehen. Mit Hülfe dieser
letzteren kann die alle Jahre infolge der Belastung auftretende Dehnung des horizontalen
Netzes stets wieder derart ausgeglichen werden, dafs die Aufsensäulen dabei nicht in Mitleidenschaft
gezogen werden. Es wird hierbei nämlich nicht das ganze Netz an den Säulen nach aufsen gezogen, wie bei jenen bekannten
Anlagen, sondern es wird jeder einzelne Draht innerhalb der Säulen derart gespannt, dafs
die -'Steigdrähte oben an ihrer Stelle bleiben und hier nicht allmählich über die nächste
Furche oder Steckreihe zu stehen kommen, wie dies bei Drahtanlagen der bekannten Art
der Fall ist, bei welchen das Netz nach jeder erfolgten Dehnung immer wieder nach aufsen
gezogen wird. ;
Die Springringe e dagegen ermöglichen eine
rasche und bequeme Auswechselung einzelner event. schadhaft gewordener Drähte des
Netzes, sowie der Hängevorrichtung oder der Säulen und somit Reparatur der Anlage in
ihren einzelnen Theilen durch Arbeiter, ohne dafs die benachbarten Theile in Mitleidenschaft
gezogen werden müfsten.
AVerden die Metalltheile der Anlage verzinkt
und die Holzsäulen nach dem Hasselmann'schen Verfahren imprägnirt, so kann
dieselbe leicht auf eine Haltbarkeit von etwa 25 bis 30 Jahren gebracht werden, so dafs
hierbei die eingangs erwähnten Erneuerungsarbeiten, welche bei den bisherigen Anlagen
während des Bestandes einer Hopfenpflanzung zwei bis drei Mal nöthig waren, ganz in Wegfall
kommen. ^
Der grofse Abstand der Säulen in der Längsrichtung der Anlage ermöglicht auch
eine rationellere Anpflanzung des Hopfens, indem man die Stöcke in den Hopfenreihen
ebensogut in 2 m Abstand, statt wie bisher in ι m legen kann, wobei man dann von jedem
Stock vier, statt wie bisher zwei, Reben auflaufen läfst. Diese weitere Pflanzung ermöglicht
einerseits das Arbeiten mit Gespannen kreuz und quer und andererseits gewährt sie
Licht und Luft, sowie Wärme mehr Zutritt zu den einzelnen Hopfenreihen und beschatten
sich diese nicht so sehr, wodurch der Hopfen sich besser entwickeln kann und die Ertragsfähigkeit der Pflanzung sich steigert.
Da die Anlage bis auf die wenigen Säulen ganz aus verzinktem Eisen besteht, so kann
dieselbe durch Witterungseinflüsse nicht leicht reparaturbedürftig werden. Auch ist das Material
zur Herstellung der Anlage stets leicht in den erforderlichen Stärken und Längen zu
haben und bietet dieselbe dem Winddruck fast keine Angriffsflächen, so dafs ein Einreifsen
derselben durch Sturmwind nahezu ausgeschlossen ist. Zu diesen Vortheilen kommt noch, dafs die Construction der Einrichtung
die Ausführung derselben für grofse und kleine Pflanzungen gleich gut geeignet macht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Ein Gerüst für Hopfenanlagen, dadurch gekennzeichnet, dais das Hauptnetz (cd), welches zum Halten der oberen Enden der Steigdrähte dient, zwecks Verminderung der Holzsäulen von schirmähnlichen Gestellen (a g h) horizontal gehalten und getragen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE124398C true DE124398C (de) |
Family
ID=393194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT124398D Active DE124398C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE124398C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4462117A (en) * | 1983-07-13 | 1984-07-31 | Brunelle Beatrice Y | Drapable head covering |
-
0
- DE DENDAT124398D patent/DE124398C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4462117A (en) * | 1983-07-13 | 1984-07-31 | Brunelle Beatrice Y | Drapable head covering |
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