DE1143377B - Zweilippiger Hohlbohrer - Google Patents
Zweilippiger HohlbohrerInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
J13121Ib/49a
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 7. F E B R U A R 1963
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 7. F E B R U A R 1963
Die Erfindung betrifft einen zweilippigen Bohrer mit Hohlraum für eine gegen Federdruck verschiebbare
Zentrierspitze.
Bei einem bekannten zweilippigen Hohlbohrer sind die Schneidlippen durch Umfangsausschnitte am Stirnende
des Hohlkörpers gebildet, wobei die Schneidkanten in einer radialen Ebene liegen, die Freiflächen
von der einen Schneidkante jeweils zur Brustfiäche der anderen Schneidlippe schraubenlinienförmig verlaufen
und die Brustflächen sowohl in axialer Riehtung in einem spitzen Winkel schräg nach hinten geneigt
verlaufen wie auch nach innen unter 45° angeschrägt sind, um eine scharfe äußere Schneidkante
zu bilden. Das Anschleifen der Schneidkanten bei einem derart ausgebildeten Hohlbohrer ist schwierig
und zeitraubend.
Bei einem anderen bekannten Hohlbohrer ist das der Stirnfläche zugekehrte Ende des Hohlschaftes von
mindestens zwei zur Stirnfläche hin offenen Querbohrungen durchsetzt, so daß zwei Schneidzähne entstehen,
von denen zur Stirnfläche unter einem geeigneten Anstellwinkel geneigte schraubenlinienförmige
Freiflächen ausgehen. Dieser bekannte Hohlbohrer ist nicht nur teuer in der Herstellung, sondern es ändert
sich bei jedem Nachschliff der Brustwinkel und damit der Schneidwinkel. Es sind ferner in axialer Richtung
versetzt weitere Querbohrungen vorgesehen, so daß nach Abnutzung der vordersten Schneidkanten durch
Zuschneiden des Hohlschaftes auf die zunächst gelegenen Querbohrungen das Werkzeug weiter verwendbar
ist. Dies ist unwirtschaftlich und bei hochlegierten Qualitätsstählen untragbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen zweilippigen Hohlbohrer zu schaffen, der einmal leicht
herzustellen und anzuschleifen ist und zum anderen die Gewähr besteht, daß die Schneidkanten immer
in einer gemeinsamen radialen Ebene liegen. Der Hohlbohrer soll eine lange Lebensdauer aufweisen
und sehr präzise arbeiten.
Diese Aufgabenstellung wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ebene Freiflächen in Form von
Halbzylinderschnitten mit entgegengesetzter Winkellage zu dem die Halbzylinderschnitte halbierenden
Durchmesser vorgesehen sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispie! des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht des Werkzeuges.
Fig. 2 den Schneidkopf ohne Zentrierspitze.
Fig. 3 einen Aufriß,
Fig. 4 einen Aufriß nach Drehung um 90° in bezug auf Fig. 3,
Fig. 5 eine Stirnansicht zu Fig. 4.
Zweilippiger Hohlbohrer
Anmelder:
Benjamin Walter Rowley
und Jack Edward Wiedeman,
Davenport, Ia. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. K. Boehmert
und Dipl.-Ing. A. Boehmert, Patentanwälte,
Bremen 1, Feldstr. 24
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 23. April 1956 (Nr. 579 812)
V. St. v. Amerika vom 23. April 1956 (Nr. 579 812)
Benjamin Walter Rowley, Davenport, Ia. (V. St. Α.). ist als Erfinder genannt worden
Fig. 6 eine Teilansicht des Werkzeuges mit Werkstück,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 in Fig. 4 und
Fig. 8 die einzelnen Elemente des Werkzeuges annähernd in Naturgröße.
Das dargestellte Schneidwerkzeug besteht aus einem Körper B, einer Zentrierspitze C, Spannmitteln 5 für
die Zentrierspitze C und aus Haltemitteln P für diese Spannmittel S. Der Körper B besteht aus einem
Schneidkopf 12 und einem Schaft 10, der zur Befestigung des Werkzeuges in einem drehbaren
Spannfutter dient. Der dargestellte Schaft 10 ist zylindrisch, er könnte aber auch eine andere,
einer besonderen Befestigungsart entsprechende Form haben. Der Schneidkopf 12 ist ebenfalls zweckmäßig
zylindrisch, wie dargestellt, und ist koaxial mit dem Schaft 10. Der Schneidkopf 12 und der
Schaft 10 bestehen aus einem Stück, weil dadurch die Herstellung des Werkzeuges verbilligt und seine Genauigkeit
erhöht wird. Der Durchmesser des Schneidkopfes 12 ist etwas größer als der des Schaftes 10 und
entspricht dem Durchmesser des zu bohrenden Loches. Der Schneidkopf 12 besitzt zwei Schneidespitzen 14, die durch Schleifen oder eine sonstige Bearbeitung
der Stirnseite des Schneidkopfes 12, und zwar derart, daß er längs zweier sich kreuzender
Ebenen geschnitten wird, die in Fig. 3 durch die Linien X-X dargestellt sind und die mit der Werkzeugachse
y-y gleiche Winkel a-a einschließen.
309 508'90
Die Flächen 16 des Schneidkopfes 12, die diesen Ebenen entsprechen, liegen beiderseits eines Durchmessers
D-D (Fig. 5), an dessen beiden Enden die Spitzen 14 vorgesehen sind. Ferner liegt dieser Durchmesser
in der Mittelebene des Werkzeuges, die in Fig. 4 der Linie 7-7 entspricht. Das Schleifen längs
der Ebenen x-x ist sowohl bei Herstellung des Werkzeuges wie beim Nachschleifen vorteilhaft. Die Umfangslinie
18 dieser Flächen 16 erstreckt sich praktisch über 180° und entspricht einer halben Ellipse.
Diese Kanten 18 beginnen bei der einen Schneidespitze 14 und enden je bei einem Punkt 20, der sich
in einer Ebene (Ebene der Zeichnung in Fig. 3 oder zur Zeichnung senkrechte Ebene durch die Linie 7-7
in Fig. 4) durch die Werkzeugachse und die andere Schneidespitze befindet. Der axiale Abstand zwischen
diesem Punkt 20 und der anderen Spitze 14 ist durch den Winkel a-a bestimmt. Dieser Abstand bestimmt
die höchste Arbeitstiefe des Werkzeuges, d. h. die maximale Dicke des Materials, das geschnitten bzw.
gebohrt werden kann.
Der Winkel α-α kann zwischen 10° und 75 betragen,
im dargestellten Beispiel beträgt er 60 \ Die Auswahl erfolgt unter Berücksichtigung des zu behandelnden
Materials, z. B. Stahl, Aluminium oder Kunststoff usw. Zweckmäßig wird je nach Material
ein besonderes Werkzeug verwendet, obwohl ein einziges Werkzeug unter einer gewissen Toleranz auch
für alle Materialien verwendbar ist.
Jede Spitze 14 ist mit dem der anderen Spitze 14 zugeordneten Punkt 20 durch eine axiale Mantellinie
22 verbunden. Ferner ist jede Spitze 14 mit ihrem zugeordneten Punkt 20 durch eine schräggestellte Linie
verbunden, die in der Mittelebene 7-7 liegt und die andere diagonale Linie auf der Achse Y-Y schneidet.
Der Schneidkopf 12 weist ferner eine Bohrung24 auf; wenn diese nicht vorhanden wäre, wären die Flächen,
die durch die Diagonalen von 14 zu 20 und von den Linien 22 begrenzt sind, Dreiecke, so sind sie Trapeze
26, deren kleinere Basen durch die Schnittlinie der Ebene x-x mit der Bohrungsmantelfläche gebildet
sind.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind diese Trapeze in bezug auf die Mittelebene leicht verstellbar, und
dies wird bei der Bearbeitung durchgeführt und beim Nachschleifen beibehalten. Da das Werkzeug im
Gegenuhrzeigersinn (Fig. 5) angetrieben wird, dienen die Flächen 26 als Leitflächen und die Kanten 18 als
Abschlußkanten. Das Nachschleifen des Werkzeuges ist ziemlich einfach, da lediglich die Winkel a-a eingehalten
werden müssen, was nach geeignetem Spannen des Werkzeuges leicht ist.
Die Bohrung 24 erstreckt sich durch den ganzen Kopf 12 und einen Teil des Schaftes 10 (Fig. 7) und
mündet unter Bildung einer Schulterfläche 28 in eine zweite Bohrung 30 des Schaftes 10. Die Zentrierspitze
C kann in die Bohrung 24 durch die Bohrung 30 eingeführt werden. Zu diesem Zwecke wird der Gewindebolzen
P mit Innenmehrkant herausgenommen.
Zur Aufnahme dieses Bolzens weist die Bohrung 30 ein Innengewinde 32 auf. Das hintere Ende der Zentrierspitze
C ist mit einem Flansch 34 versehen, der gegen die Schulterfläche 28 anschlägt. Eine Feder S
ist in der Bohrung 30 zwischen der Zentrierspitze C und dem Bolzen P eingesetzt.
Das vordere Ende der Zentrierspitze C ist kegelig,
und die Spitze 36 bildet den Zentrierpunkt. Wenn die Zentrierspitze C sich in ihrer Anfangslage befindet
(Fig. 1 bis 5 und 7). so liegt die Spitze 36 vor den Spitzen 14 und ist durch die Feder 5 in dieser Lage
gehalten. Das Werkzeug wird gegen das Werkstück W (Fig. 6) angedrückt. Die Spitze 36 wird auf den angezeichneten
Mittelpunkt des zu bohrenden Loches gelegt. Dieser Punkt braucht nicht eingestanzt oder
eingedrückt zu sein, obwohl dies auch möglich wäre und die Verwendung des beschriebenen Werkzeuges
nicht beeinflußt. Das Anbohren des Zentrums ist dann unerwünscht, wenn eine mit Farbe oder Lack
versehene Fläche bearbeitet werden muß. weil dadurch ein Riß in der Farbstoffschicht verursacht werden
könnte.
Nachdem der Punkt 36 richtig plaziert worden ist, wird auf das Werkzeug ein axialer Druck entgegen
der Wirkung der Feder 5 ausgeübt, bis die Spitzen 14 sich mit dem Werkstück in Kontakt befinden. Der
Außendurchmesser des Zentrierorgans und der Innendurchmesser der Bohrung 24 passen ganz genau zueinander,
so daß die Zentrierspitze ohne Spiel axial verschiebbar und drehbar ist. Dadurch wird eine ganz
genaue Achsenlage gewährleistet.
Bevor das Werkzeug anfängt zu arbeiten, genügen die Belastung der Feder und die Reibung gegen den
Bolzen P, um ein Mitnehmen der Zentrierspitze zu gewährleisten. Wenn aber ein axialer Druck ausgeübt
wird, bleibt die Zentrierspitze stehen, während das Werkzeug rotiert. Dadurch wird ein Brennen im
Punkte 36 vermieden und eine erhöhte Stabilität erreicht. Das Werkzeug kann von Hand gehalten werden,
ohne Hilfsgeräte gebrauchen zu müssen. Das Ende der Feder S und die Stirnfläche des Bolzens P
können so ausgebildet werden, da die Feder umgekehrt werden kann. Die Rückfläche 38 der Zentrierspitze
C und das Ende 40 der Feder sind deshalb genau geschliffen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Zweilippiger Bohrer mit Hohlraum für eine gegen Federdruck verschiebbare Zentrierspitze, gekennzeichnet durch ebene Freiflächen (16) in Form von Halbzylinderschnitten mit entgegengesetzter Winkellage zu dem die Halbzylinderschnitte halbierenden Durchmesser.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 106 808, 514 622; französische Patentschrift Nr. 928 210; USA.-Patentschriften Nr. 1331189, 1408 947. 1 705 049, 2 444 099, 2 561 185.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen309 EO
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| US579812A US2852968A (en) | 1956-04-23 | 1956-04-23 | Cutting tool |
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Family Applications (1)
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