[go: up one dir, main page]

DE2852209C2 - Senkwerkzeug - Google Patents

Senkwerkzeug

Info

Publication number
DE2852209C2
DE2852209C2 DE19782852209 DE2852209A DE2852209C2 DE 2852209 C2 DE2852209 C2 DE 2852209C2 DE 19782852209 DE19782852209 DE 19782852209 DE 2852209 A DE2852209 A DE 2852209A DE 2852209 C2 DE2852209 C2 DE 2852209C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cutting
narrow
back surface
edges
relocating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19782852209
Other languages
English (en)
Other versions
DE2852209A1 (de
Inventor
Wolfgang 7311 Hochdorf Höne
Gerhard 7300 Esslingen Türk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hermann Bilz & Co 7300 Esslingen De GmbH
Original Assignee
Hermann Bilz & Co 7300 Esslingen De GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermann Bilz & Co 7300 Esslingen De GmbH filed Critical Hermann Bilz & Co 7300 Esslingen De GmbH
Priority to DE19782852209 priority Critical patent/DE2852209C2/de
Publication of DE2852209A1 publication Critical patent/DE2852209A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2852209C2 publication Critical patent/DE2852209C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B27/00Tools for turning or boring machines; Tools of a similar kind in general; Accessories therefor
    • B23B27/14Cutting tools of which the bits or tips or cutting inserts are of special material
    • B23B27/16Cutting tools of which the bits or tips or cutting inserts are of special material with exchangeable cutting bits or cutting inserts, e.g. able to be clamped
    • B23B27/1614Cutting tools of which the bits or tips or cutting inserts are of special material with exchangeable cutting bits or cutting inserts, e.g. able to be clamped with plate-like cutting inserts of special shape clamped against the walls of the recess in the shank by a clamping member acting upon the wall of a hole in the insert
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B2200/00Details of cutting inserts
    • B23B2200/12Side or flank surfaces
    • B23B2200/123Side or flank surfaces curved
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B2200/00Details of cutting inserts
    • B23B2200/12Side or flank surfaces
    • B23B2200/125Side or flank surfaces discontinuous

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling Tools (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Senkwerkzeug mit mehreren am Umfang angeordneten Umsetzschncn'-platten viereckiger, insbesondere quadratischer, Gesta.t mit von der vorderen Brustfläche zur Rückenfläche hin abfallenden Schmalflächen und zwischen letzteren und der Brustfläche im Kantenbereich gebildeten Schneidkanten, wobei jeweils zwei über Eck aneinandergrenzende Schmalflächen und Hie Rückenfläche beim Einspannen der Schneidplatte den Sitz sichernde Anlageflächen bilden und wobei die an die Schneidkanten angrenzenden Schmalflächen als mit Freiwinkel zur Rückenfläche hin abgeschrägte Freiflächen gestaltet ao sind.
Umsetzschneidplatten genannter Art werden in der Praxis meist als sog. Wendeschneidplatten bezeichnet. Sie sind eben, bestehen aus Hartmetall, HSS oder anderen Schneidstoffen und werden z. B. mittels eingesenkter Kegelkopfschrauben am Senkwerkzeug lösbar befestigt. Meist wird das Senkwerkzeug mit zwei oder auch mehr Umsetzschneidplatten ausgerüstet, die im wesentlichen innerhalb einer Diametralen verlaufen und z. B, mit einem Spanwinkel von 0" parallel zur Werkzeugmittelachse und in axialer Richtung ausgerichtet sind. Jeweils eine Längskante der Umsetzschneidplatten steht dabei geringfügig axial über das stirnseilige Ende des Senkwerkzeuges über und bewirkt mit ihrer Schneidkante die Zerspanung. Die andere, an letztere über Eck angrenzende und radial außen verlaufende Längskante steht radial über und überfährt beim Senk- oder Bohrvorgang die bereits hergestellte Bohrungswandung. Bekannte Senkwerkzeuge sind mit Umsetzschneidplatten ausgerüstet, die an allen drei oder vier Längskanten mit Schneidkanten versehen sind, so daß also alle vier Schneidkanten durch Umsetzen genutzt werden können. Jede an die Schneidkante rückseitig angrenzende Schmalfläche ist als Freifläche gestaltet, die zur Rückenfläche hin unter einem Freiwinkel von z. B. 5" oder 7° abfallend verläuft. Der Freiwinkel ist standardisiert und für die Freifläche der entsprechend der jeweiligen Einspannung die Zerspannungsarbeit ausführenden Schneidkante notwendig. Dies bedingt, daß dann auch die rückseitig der radial außen verlaufenden Längskante jeder Umsetzschneidplatte befindliche Freifläche diesen Freiwinkel hat, sich somit also in sehr geringem Abstand von der Wandung der erzeugten Bohrung befindet. Bei Werkzeugmaschinen mit aicht besonders steifer und aufwendiger Spindellagerung und/oder bei vor allem kleineren, herzustellenden Bohrungen kann dieser geringe Radialabstand zwischen Bohrungswandung und äußerer Freifläche dazu führen, daß letztere in Berührung mit der Bohrungswandung gelangt, mit evtl. starker Preßwirkung und Hitzeentwicklung dazwischen, bedingt durch den starken Reibungskontakt. Daraus können Beschädigungen der Bohrungswandung, unpräzise Bohrungen und vorzeitiger Verschleiß oder Brüche der Umsetzschneidplatten resultieren. Will man derartiges vermeiden, müssen Werkzeugmaschinen mit besonders steifer und somit aufwendi£ir Spindellagerung eingesetzt werden, die eine genaue Zentrierung des Werkzeuges im Bohrloch sicherstellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Senkwerkzeug der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem auch unter Einsatz von hinsichtlich der Spindellagerung weniger aufwendigen Werkzeugmaschinen oder bei großer Werkzeugausladung hochpräzise Aufsenkungen bzw. Bohrungen ohne Gefahr von Beschädigung der Bohrungswandung und vorschnellem Verschleiß oder gar Brüchen der Schneidplatten hergestellt werden können.
Die Aufgabe ist bei einem Senkwerkzeug der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Schmalflächen von zwei einander gegenüberliegenden Längskanten schneidkantenfrei sind und jeweils eine von der Längskante ausgehende und sich über einen Teil der Schmalfläche zur Rückenfläche hin erstreckende Führungsfläche aufweisen, die im Querschnitt mit zu den Schneidkanten paralleler Schnittebene gesehen entlang dem Abschnitt eines Kreisbogens verläuft, dessen Radius zumindest im wesentlichen auf denjenigen der herzustellenden Bohrung abgestimmt ist.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung ist erreicht, daß beim Zerspanen die jeweils radial außen befindliche, rückseitig an die Längskante anschließende .Schmalfläche mit ihrer fasenartigen Führungsfläche, deren Krümmung an die Zylinderwandung der herzustellenden Bohrung angepaßt ist, entlang der Zylinderwan-
dung der Bohrung rr" Radiaiabstützung und führung umläuft. Das Senkwerkzeug wird somil über diese bogenförmigen, fasenartigen Führungsflächen radial zentriert und geführt. Dadurch können auch auf weniger aufwendigen Werkzeugmaschinen, deren Spindellagerung nicht besonders hochwertig und steif, und somit teuer, gestaltet ist, hochpräzise Zerspanung^arbeiten durchgeführt werden, ohne Gerahr von Beschädigungen der hergestellten Bohrungswandung oder eines vorzeitigen Verschleißens oder gar Bruches der Umsetzschneidplatten.
Eh is? ~n Aufbohrkopf bekannt (DE-AS 23 20 876), der mit einer einzigen Umsetzschneidplatte sowie zwei Stützleisten versehen ist und mit Vorzug zum Tieflochbohren bestimmt ist. Die Umsetzschneidplatte ist als unregelmäßiges Sechseck ausgebildet, dessen Seiten je einen Teil der Seiten von zwei gedachten gleichseitigen Dreiecken bilden, die um einen spitzen Winkel gedreht übereinander gelegt sind. Dabei bilden die Teile der Seiten des einen Dreiecks Hauptschneiden der Umsetzschneidplatte, während die Teile der Seiten des anderen Dreiecks Nebenschneiden der Umsetzschneidplatte bilden. Die Umsetzschneidpiatte hat aiso in Form der drei Hauptschneiden und drei Nebenschneiden insgesamt sechs Schneiden, von denen jo nach Einspannung eine Hauptschneide und eine über Eck daran angrenzende Nebenschneide wirksam sind. Die Freiflächen der Hauptschneiden sind eben. Die Freiflächen der Nebenschneiden sind als Rundschliffasen ausgebildet. Ein derartiger Aufbohrkopf ermöglicht keine Senkbearbeitung und bewirkt auch keine Selbstzentrierung des Werkzeuges selbst allein durch Schneidplatten. Zur Führung sollen die zwei gegenüber der Schneidplatte axial zurückversetzten Stützleisten und eine in Grenzen achsparallele Nebenschneide mit Rundschliffase dienen. Beim Bearbeitungsvorgang sind zunächst nur die Hauptschneide und Nebenschneide in Eingriff, während die Stützleisten noch keine Abstützung in der Bohrung erfahren. Es fehlt daher in diesem Stadium eine Zentrierung durch die Stützflächen, wobei eine Führung und Zentrierung allein durch eine ausmittig liegende Nebenschneide nur unzureichend ist Der Einsatz eines derartigen Aufbohrkopfes macht aufwendige Werkzeugmaschinen mit hochwertiger, steifer Spindellagerung nötig. Auch ist ein derartiger Aufbohrkopf hinsichtlich der Stützleisten und des Halters mit Schneidplatten in seiner Einstellung auf eine Bohrung mit bestimmtem Durchmesser abgestimmt. Auch ein anderer bekannter Bohrkopf (DE-AS 12 38 743), der zum Tieflochbohren bestimmt ist, ist gleichermaßen mit zwei Führungsleisten und einer Schneidplatte versehen. Letztere ist am axial vorstehenden Stirnende mit einer ausmittig sitzenden, vorstehenden Spitze versehen, die heim Tieflochbohren für die Zentrierung nötig ist Auch ein derartiger Bohrkopf eignet sich nur zur Senkbearbeitung.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß sich an die bogenförmige Führungsfläche der Schmalfläche d.er beiden Schneidkanten freien Längskanten jeweils eine zur Rückenfläche hin mit gleichem Freiwinkel wie die Freiflächen abgeschrägte Teilfläche anschließt, die beim Einspannen der Umsetzschneidpiatte jeweils eine Anlagefläche bildet. Hierdurch ist erreicht, daß die Umsetzschneidpiatte nach wie vor beim Einspannen mit ihrer Teüf'äche Anlage und Abstützung an den werkzeugseitig vorgesehenen, dem Freiwinkel entsprechend geschrägten Aufnahmen erfährt und somit eine zuverlässige und feste Einspannung garantiert ist, ohne dazu werkaeüßseitig Hie Aufnahmen ändern zu müsse.;. Dadurch ist auch die nachträgliche Ausrüstung vorhandener Senkwerkzeuge, ·/. H, Scforidkupie, mit ierartigen Umsetzsehr.eidplatten proiiitTiihü :;sö*jkh. j Frije weitere vorteilhafte Ausführungsform besieht darin, dall der sich an die bogenförmige Führungsfläche, isr.5b( sondere die abgeschrägte Teilfläche, der Sehmaifläche der beiden schneidkantenfreien LängsKamen anschließende Flächenbereich mit gegenüber dem ίο Freiwinkel größerer Schräge zur Rückenfläche hin überleitet Durch diesen Flächenbereich mit gegenüber dem Freiwinkei größerer S-jhrege ist erreicht, ds3 bei kleinen, herzustellenden Bohrungen jeglicher Berührungskontakt der radial äußeren Schmalflächen rückseitig der bogenförmigen Führungsfläche, vor allem auch dort, wo die Schmalfläche an die Rückenfläche der Umsetzschneidpiatte angrenzt, mit der Bohrungswandung ausgeschlossen ist Auch Bohrungen kleinen Durchmessers sind daher ohne eingangs aufgezeigte Schwierigkeiten herstellbar.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung gezeigten Ausführungsber >els näher erläutert Es zeigi
F i g. 1 eine stirnseitige Ansicht auf das untere Ende eines Senkwerkzeuges mit gestrichelt angedeuteter Bohrlochwandung,
Fig.2 eine vergrößerte Ansicht einer Umsetzschneidpiatte in Richtung des Pfeües Il des Senkwerkzeuges in Fig. 1,
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie IH-HI in F i g. 2 mit gestrichelt angedeutetem Teil des Seakwerkzeuges, F i g. 4 einen Ausschnitt IV eines Teiles der Umsetzschneidpiatte in Fig.3, in demgegenüber größerem Maßstab,
F i g. 5 einen Schnitt der Umsetzschneidpiatte entlang der Linie V-V in F i g. 2.
In Fig. 1 ist ein Senkwerkzeug 10 gezeigt, das einen Schaft 11 und einen Schneidkopf 12 am stirnseitigen Ende aufweist. Der Schneidkopf 12 trägt zwei ebene ••ο Umsetzschneidplatten 13 und 14 z.B. aus Hartmetall, die jeweils in zugeordneten Aufnahmen 15 bzw. 16 eingespannt und mittels nicht weiter gezeigter, eingesenkiir Kegelkopfschrauben lösbar befestigt sind. Die Umsetzschneidpiatte 13 und 14 verlaufen im wesentli-4S chen entlang einer Diametralen, d. h. mit Umfangswinkel von 180° voneinander. Sie sind mit einem Spanwinkel von 0° parallel zur Mittelachse 17 und in axialer Richtung ausgerichtet Mittels der Umsetzschneidplatten 13 und 14 ist beim gezeigten Ausr'ührungsbeispiel eine nicht sichtbare, zuvor mit kleinerem Durchmesser erstellte Bohrung auf die Bohrung 18 · (gestrichelt) mit entsprechend der Geometrie des Werkzeuges 10 größerem Bohrlochdurchmesser aufbohrbar. Die Arbeitsrichtung verläuft gemäß F i g. 1 und dortige'Vi Pfeil 19 im Gegenuhrzeigersinn.
Die besondere Gestaltung der Umsetzschneidplatten 13 und 14 ist nachfolgend der besseren Übersicht wegen anhand von Fig.2—5 am Beispiel der Umsetzschneidpiatte 13 erläutert.
Die Umsetzschrreidpkue 13 besitzt viereckige, und zwar quadratische Gestai'. Sie hat eine im wesentlichen ebene, vordere Brustfläche 20 und rückseitige Rückenfläche 21. Wie insbesondere F i g. 3 und 5 zeigen, besitzt die Umsetzscnneidpiatte 13 zwii -hen der Brustfläche 20 und Rückenfläche V an a;ien vier Seiten jeweils Schnr'ilächen 2»—2a. die von der Brustflächc ?0 zur Rückenfläche 2' hin abfallen. Jeweils zwei über hck aneinandergrnnzende Schmalflächen, hier die Schmai·
flächen 23 und 25, und ferner die Rückenfläche 21 bilden beim Einspannen (Fig. 1) der Umsetzschneidplatte 13 den Sitz in der Aufnahme 15 sichernde Anlageflächen. Die Umsetzschneidplatte 13 liegt dabei mit ihrer Rückenfläche 21 satt an einer zugeordneten Fläche der ί Aufnahme 15 an. Ferner steht die Umsetzschneidfläche 13 mit ihrer in F i g. 3 rechten Schmalfläche 25 in fester Anlageberührung mit einer Seitenfläche 26 der Aufnahme 15. Nicht sichtbar ist in Fig. !,daß ferner in gleicher Weise, wie zuvor beschrieben, die Umsetzschneidplatte n> 13 auch mit ihrer in Fig.5 unteren Schmalfläche 23 in fester Anlageberührung mit einer zugeordneten, in Fig. I nicht sichtbaren Seitenfläche der Aufnahme 15 steht.
Im Kantenbereich an allen vier Rändern zwischen der ι > Brustfläche 20 und den vier Schmalflächen 22—25 sind jeweils vier Längskanten 27—30 gebildet, von denen die jeweils einander gegenüberliegenden parallel zueinander verlaufen. In die Brustfläche 20 ist im Bereich jeder Längskante 27—30 eine dazu im wesentlichen parallele, -11 ausgetiefte Spannut 31 —34 eingearbeitet.
Die Anordnung ist nun so getroffen, daß lediglich die in Fig.2 und 5 obere Längskante 27 und die dieser gegenüberliegende, untere Längskante 28 als Schneidkante ausgebildet und wirksam ist. Die Längskanten 27 und 28 sind daher nachfolgend als Schneidkanten bezeichnet. Die an die Schneidkanten 27, 28 angrenzenden Schmalflächen 22 bzw. 23 sind als zur Rückenfläche 21 hin abgeschrägte Freiflächen gestaltet, die einem Freiwinkel von z. B. 7° besitzen. Demgemäß sind die jo Schmalflächen 22 und 23 nachfolgend als Freiflächen bezeichnet. Beim in F i g.! gezeigten Werkzeug 10 wird die Zerspanungsarbeit hinsichtlich der Umsetzschneidplatte 13 daher von der Schneidkante 27 geleistet, die in Richtung der Mittelachse 17 über das stirnseitige Ende des Schneidkopfes 12 zumindest geringfügig übersteht, was für die gesamte, rückseitig daran angrenzende Freifläche 22 gilt. Soll die gegenüberliegende Schneidkante 28 zur Zerspanungsarbeit herangezogen werden, wird die Umsetzschneidplatte 13, nach Lösen der *o Befestigung, um !80" gedreht und wieder in der Aufnahme 15 fixiert. Dann erfolgt die Zerspanung durch die andere, nun stirnseitig überstehende Schneidkante 28 mit rückseitiger Freifläche 23.
Die beiden übrigen Längskanten 29 und 30 haben hingegen nicht die Funktion von Schneidkanten. Die sich rückseitig an diese Längskanten 29, 30 anschließenden Schmalflächen 24 bzw. 25 weisen jeweils eine Führungsfläche 35 bzw. 36 auf. Jede Führungsfläche 35, geht von der zugeordneten Längskante 29 bzw. 30 aus und erstreckt sich über einen Teil der Schmalfläche bzw. 25 in Richtung zur Rückenfläche 21 hin. Das Erstreckungsmaß in dieser Richtung ist in F i g. 3 mit a angedeutet. Wichtig ist, daß jede Führungsfläche 35,36 im Querschnitt mit zu den Schneidkanten 27, 28 paralleler Schnittebene, also in F i g. 3 gesehen, entlang dem Abschnitt eines Kreisbogens verläuft Der Kreisbogenabschnitt der Führungsfläche 35 ist in F i g. 3 gleich demjenigen der Bohrung 18. Der Radius des Kreisbogenabschnittes der Führungsfläche 35 ist mit r\ M eingezeichnet Der Radius der in Fig.3 rechten, kreisbogenförmigen Führungsfläche 36 ist genauso groß gewählt und in F i g. 3 mit r2 eingezeichnet Die Radien r\ bzw. Γ2 sind generell zumindest im wesentlichen auf den Radius der herzustellenden Bohrung abgestimmt also <" beim gezeigten Ausführungsbeispiei gemäß Fig.3 entsprechend dem Radius der Bohrung 18 gewählt Es versteht sich jedoch, daß mittels der beschriebenen Umsetzschneidplatte 13 auch Bohrungen z. B. aufgebohrt werden können, die einen kleineren oder auch in Grenzen größeren Radius besitzen, als die bogenförmigen Führungsflächen 35,36.
An die bogenförmigen Führungsflächen 35 und 36 der Schmalfläche 24 bzw. 25 schließt sich jeweils eine zur Rückenfläche 21 hin mit gleichem Freiwinkel, wie die Freiflächen 22, 23 also mit 7° Freiwinkel, abgeschrägte Teilfläche 37 bzw. 38 an. Das Erstreckungsmaß jeder Teilfläche 37 bzw. 38 ist in Fig.3 jeweils mit b angedeutet. Ersichtlich ist, daß jede Teilfläche 37, 38 nicht mit Freiwinkel von 7" bis hin zur Rückenfläche 21 verläuft. Vielmehr schließt sich an jede Teilfläche 37, 38 ein weiterer Flächenbereich 39 bzw. 40 an, der zur Rückenfläche 21 hin überleitet. Von besonderer Bedeutung ist, daß jeder Flächenbereich 39, 40 zur Rückenfläche 21 hin mit beachtlich größerer Schräge abfällt, als dem Freiwinkel von 7^ z. B. der Teilflächen 37 bzw. 38. Der Erstreckungsbereich der Flächenbereichc 39,40 ist in Fi g. 3 mit cangedeutet.
Beim gezeigten Einspannzustand der Umsetzschneidplatte 13 steht von deren in F i g. 3 rechter Schmalfläche 25 zumindest die Teilfläche 38 mit Freiwinkel von 7" in fester Anlageberührung mit der entsprechend geschrägten Seitenfläche 26 der zugeordneten Aufnahme 15. Betrachtet man in Fig.3 und 4 die beim Bohrvorgang radial außen liegende, linke Schmalfläche 24 der Umset/sohneidplatte 13, so ist sofort erkennbar, daß letztere mit ihrer bogenförmigen Führungsfläche 35 entlang der Wandung der Bohrung 18 mit Radialabstützung und -führung umläuft. Da die andere Umsetzschneidplaite 14 in völlig gleicher Weise gestaltet ist, sind die Verhältnisse auf der in Fig. I rechten Seite ebenso. Das Werkzeug 10 wird somit innerhalb der Bohrung !8 radial einwandfrei zentriert und geführt. Dadurch können aucS« ϊ·ν.ΐ weniger aufwendigen Werkzeugmaschinen, deren Spindellagerung nicht besonders steif und aufwendig gestaltet ist, qualitativ hochwertige Bohrungen 18 mit hoher Oberflächengüte hergestellt werden, ohne die Gefahr einer Beschädigung der hergestellten Bohrungswandung oder eines vorzeitigen Verschleißes oder gar Bruches der Umsetzschneidplatte 13 und 14.
Durch die bei der Umsetzschneidplatte 13 auf beiden Schmalseiten 24 «~d 25 vorgesehenen Teilflächen 37 bzw. 38 mit Freiwinke! von z. B. 7° ist erreicht, da£ jede Umsetzschneidplatte nach wie vor beim Einspannen mit ihrer Teilfläche, z. B. der Teilfläche 38 der Umsetzschneidplatte 13, feste Anlage und Abstuuur.g an den werkzeugseitig vorgesehenen, dem Freiwinkel entsprechend geschrägten Aufnahmen, z. B. der Seitenfläche 26 der Aufnahme 15, erfährt und somit eine zuverlässige, feste Einspannung garantiert ist, ohne dazu werkzeugseitig die Aufnahmen nun besonders anpassen oder ändern zu müssen. Dies macht es möglich, vorhandene Schneidköpfe auch nachträglich mit beschriebenen Umsetzschneidplatten 13,14 auszurüstea
Durch den stark abgeschrägten Flächenbereich 39,40 ist erreicht daß selbst bei kleinen herzustellenden Bohrungen 18 jeglicher Berührungskontakt der radial äußeren Schmalflächen 24 bzw. 25, vor allem auch dort wo der Übergang in die Rückenfläche 2:1 erfolgt mit der Wandung der Bohrung 18 ausgeschlossen ist Somit sind Bohrungen auch sehr kleiner Durchmesser herstellbar, ohne daß die eingangs beschriebenen Schwierigkeiten bestehen.
Wird die Umsetzschneidplatte 13, wie eingangs erläutert so umgesetzt daß statt der in F i g. 2 oberen
Schneidkante 27 nun die dortige, untere Schneidkante 28 die Zerspanungsarbeit leistet, so befinde! sich dann die in Fig. 3 rechte, bogenförmige Führungsfläche 36 radial außen. Dann erfolgt die radiale Führung und Zentrierung in der Bohrung 18 durch die nun außen liegende, bogenförmige Fiihrungsfläche 36. Die abgeschrägte Teilfläche 37 ist dann fest an die Seitenfläche 26 der Aufnahme 15 angepreßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Senkwerkzeug mit mehreren am Umfang angeordneten Umsetzschneidplatten viereckiger, insbesondere quadratischer. Gestalt mit von der vorderen Brustfläche zur Rückenfläche hin abfallenden Schmalflächen und zwischen letzteren und der Brustfläche im Kantenbereich gebildeten Schneidkanten, wobei jeweils zwei über Eck aneinandergrenzende Schmalflächen und die Rückenfläche beim Einspannen der Schneidplatte den Sitz sichernde Anlageflächen bilden und wobei die an die Schneidkanten angrenzenden Schmalflächen als mit Freiwinkel zur Rückenfläche hin abgeschrägte Freiflächen gestaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalflächen (24, 25) von zwei einander gegenüberliegenden Längskanten (29 bzw. 30) schneidkantenfrei sind und jeweils eine von der Längskante (29, 30) ausgehende und sich über einen Teil der Schmalfläche (24 bzw. 25) zur Rüekenfiäehe (25) hin ersircckcr.de Führangsflächc (35 bzw. 36) aufweisen, die im Querschnitt mit zu den Schneidkanten (27, 28) paralleler Schnittebene (Fig.3) gesehen entlang dem Abschnitt eines Kreisbogens (18) verläuft, dessen Radius (n bzw. r2) zumindest im wesentlichen auf denjenigen der herzustellenden Bohrung (18) abgestimmt ist.
2. Senkwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die bogenförmige Führungsfläche (35, 36) der Schmalfläche (24 bzw. 25) der beiden schneidkantenfreien Längskanten (29 bzw. 30) jeweils eine zur Rückenfläche (21) hin mit gleichem Freiwinkel wie die Freiflächen (22, 23) abgeschrägte Teiifläche (37,38) anschließt, die beim Einspannen der UmsetzschneiJplatte (13) jeweils eine Anlagefläche bildet
3. Senkwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der sich an die bogenförmige Führungsfläche (35, 36), insbesondere die abgeschrägte Teilfläche (37, 38), der Schmalfläche (24 -to bzw. 25) der beiden schneidkantenfreien Längskanten (29 bzw. 30) anschließende Flächenbereich (39 bzw. 40) mit gegenüber dem Freiwinkel größerer Schräge zur Rückenfläche (21) hin überleitet.
45
DE19782852209 1978-12-02 1978-12-02 Senkwerkzeug Expired DE2852209C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19782852209 DE2852209C2 (de) 1978-12-02 1978-12-02 Senkwerkzeug

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19782852209 DE2852209C2 (de) 1978-12-02 1978-12-02 Senkwerkzeug

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2852209A1 DE2852209A1 (de) 1980-06-04
DE2852209C2 true DE2852209C2 (de) 1982-11-25

Family

ID=6056158

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19782852209 Expired DE2852209C2 (de) 1978-12-02 1978-12-02 Senkwerkzeug

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2852209C2 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3718731A1 (de) * 1987-05-21 1988-12-15 Heinrich Heule Schneidmesser zum entgraten von bohrungen
DE3807900A1 (de) * 1988-03-10 1989-09-21 Link Johann & Ernst Gmbh & Co An einem halter befestigbare gewindefraesplatte
DE3839423A1 (de) * 1988-11-23 1990-05-31 Heule Heinrich Entgratwerkzeug mit schneidmesser
DE4116114A1 (de) * 1991-05-17 1992-11-19 Mtu Muenchen Gmbh Senkwerkzeug

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3909077C2 (de) * 1989-03-20 1994-12-08 Felix Leeb Fräsbohrwerkzeug mit einem Schaft zur Herstellung von kreisrunden Ausnehmungen in Vollmaterial
DE9203373U1 (de) * 1992-03-13 1992-04-23 Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH, 7400 Tübingen Decolletage-Werkzeug
WO1994027768A1 (de) * 1993-05-27 1994-12-08 Widia Gmbh Schneideinsatz
WO2007006575A1 (de) 2005-07-13 2007-01-18 MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG Werkzeug zur spanenden bearbeitung von bohrungen
CN103658773A (zh) * 2013-12-15 2014-03-26 苏州蓝王机床工具科技有限公司 高速倒角刀具

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1317605A (de) * 1961-03-22 1963-05-08
DE2320876B2 (de) * 1973-04-25 1979-07-12 Gebrueder Heller, 2807 Achim Umsetzbares Messer für einen Auf bohrtopf mit Messerträger

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3718731A1 (de) * 1987-05-21 1988-12-15 Heinrich Heule Schneidmesser zum entgraten von bohrungen
DE3807900A1 (de) * 1988-03-10 1989-09-21 Link Johann & Ernst Gmbh & Co An einem halter befestigbare gewindefraesplatte
DE3839423A1 (de) * 1988-11-23 1990-05-31 Heule Heinrich Entgratwerkzeug mit schneidmesser
DE4116114A1 (de) * 1991-05-17 1992-11-19 Mtu Muenchen Gmbh Senkwerkzeug

Also Published As

Publication number Publication date
DE2852209A1 (de) 1980-06-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0404883B1 (de) Bohr-/faswerkzeug
DE69718292T2 (de) Präzisionsschneidewerkzeuge
EP0586423B1 (de) Bohrwerkzeug
DE602005005578T2 (de) Tiefbohrkopf und Tiefbohrverfahren zur Bohrung eines Werkstücks
DE3930936C2 (de) Kombiniertes Bohr-und Reibwerkzeug
DE3919363A1 (de) Spanabhebendes werkzeug
CH640446A5 (de) Kombiniertes bohr- und fraeswerkzeug.
DE3428302A1 (de) Schneidwerkzeug
DE10040612A1 (de) Schneidplatte für drehende Werkzeuge
DE2856363C2 (de) Bohrwerkzeug
CH648226A5 (de) In einem halter eines maschinenwerkzeuges, insbesondere drehwerkzeuges, einsetzbarer schneidplattentraeger.
DE2852209C2 (de) Senkwerkzeug
DE3742740C1 (de) Feinbohrwerkzeug
DD272618A1 (de) Drehwerkzeuge zur aussenbearbeitung rotationssymmetrischer werkstuecke
DE3209821A1 (de) Wendeplattenfraeser
DE10108103B9 (de) Maschinenwerkzeug mit verstellbarer Schneidplatte
DE3629033C2 (de)
EP0123787B1 (de) Tiefbohrwerkzeug
CH639303A5 (de) Senkwerkzeug mit einstellbaren schneideinsaetzen.
DE4413948C2 (de) Werkzeughalter für mindestens einen schräg zur Werkzeughalterachse zustellbaren Schneideinsatz, insbesondere zur Bearbeitung von Ventilbohrungen eines Motorzylinderkopfes
DE19841579C2 (de) Werkzeug zur spanenden Bearbeitung mit geometrisch bestimmten Schneiden
CH449390A (de) Reibahle
DE3026513A1 (de) Aufbohrwerkzeug, insbes. plansenker
DE3001330A1 (de) In einem halter eines maschinenwerkzeuges, insbesondere schneidplattentraeger
DE3728727A1 (de) Bohrwerkzeug

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8365 Fully valid after opposition proceedings
8320 Willingness to grant licences declared (paragraph 23)