DE1142661B - Verfahren zum Beschirmen von Leuchtstofflampen - Google Patents
Verfahren zum Beschirmen von LeuchtstofflampenInfo
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Classifications
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- C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
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Description
- Verfahren zum Beschirmen von Leuchtstofflampen Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des sogenannten Schlämmverfahrens zum Belegen von Niederspannungsentladungslampen. Die feingemahlenen Leuchtstoffe sind üblicherweise in einer Flüssigkeit suspendiert, welche gleichzeitig in Lösung oder Emulsion Bindemittel organischer oder anorganischer Art enthalten. Diese Bindemittel bewirken später das Haften der Leuchtstoffe an der zu belegenden Fläche. Die Leuchtstoffe werden der Suspensionsflüssigkeit in geeigneter Mischung in Pulverform zugesetzt und in der Flüssigkeit in einer Kugelmühle bis zum gewünschten Feinheitsgrad gemahlen und dabei zugleich in Suspension gebracht. Mit der Aufschlämmung bzw. der Suspension der Leuchtstoffe werden die Flächen durch Benetzen und anschließendes Trocknen des Flüssigkeitsanteiles belegt. Die zugesetzten Bindemittel erfahren je nach ihrer Natur eine Nachbehandlung, die im Ausbrennen in sauerstoffhaltiger Atmosphäre oder im Verdampfen, auch in inerter Atmosphäre oder unter Vakuum bestehen kann.
- Es hat sich nun als Nachteil erwiesen, daß Fehlstellen im Glase, wie beispielsweise Luftblasen oder Unregelmäßigkeiten der Oberfläche, von der Leuchtstoffsuspension nicht ausreichend benetzt werden. Dadurch wird die Dicke der Leuchtstoffschicht unregelmäßig. Auch kann an derartigen Stellen die Leuchtstoffschicht überhaupt fehlen oder später abblättern, womit die Lampe nicht einwandfrei arbeitet und daher für die Anwendung unbrauchbar wird.
- Diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt. Auch werden weitere Vorteile erzielt, die besonders das Herstellungsverfahren der Entladungslampen erheblich vereinfachen.
- Es ist bekannt, bei diesem Belegen oder Beschirmen der Leuchtstofllampen, insbesondere der hierzu verwendeten Glasrohre, sowohl Wasser wie organische Suspensionsmedien zu verwenden. In allen Fällen ist eine gründliche und sorgsame Reinigung der zu belegenden Flächen erforderlich. Üblicherweise werden hierzu die Rohre mit Wasser oder Waschlösungen gewaschen und dann getrocknet. Das nun folgende Belegen bereitet Schwierigkeiten. Man hat daher bei Verwendung von Butylacetat als Suspensionsmedium schon die Rohre vorher mit Butylacetat gespült. Es sind dann immer vier Arbeitsstufen notwendig. Waschen, Trocknen, Spülen mit Butylacetat und Belegen. Hierbei besteht immer die Gefahr, daß die Suspension durch die Butylacetatvorbehandlung verändert wird.
- Es wurde nun gefunden, daß man bei wäßrigen Suspensionen zwei der genannten Arbeitsgänge einsparen kann, indem man erfindungsgemäß unmittelbar vor dem Einbringen der wäßrigen Leuchtstoffsuspension die Glasrohrkolben mit Wasser benetzt. Eine besondere Waschbehandlung mit Trocknen kann entfallen. Infolge der vorherigen Benetzung mit Wasser wird beim Einbringen der wäßrigen Aufschlämmung der Leuchtstoffe die Schicht wesentlich homogener, und auch ein großer Teil der Fehlstellen im Glase, welche bisher keine Leuchtstoffe annahmen, nimmt diese jetzt leicht an. Infolgedessen wird der Ausschuß bei der Fertigung derartiger Entladungslampen verringert.
- Verwendet man Einrichtungen, welche selbsttätig und über lange Zeiträume eine große Anzahl von Hohlkörpern für Entladungslampen belegen, so tritt im Laufe der Zeit, meist schon im Verlaufe eines Arbeitstages, eine merkliche Verdickung des umlaufenden Vorrates an Leuchtstoffsuspension dadurch ein, daß bei dem dauernden Kreislauf der abtropfenden überschüssigen Suspension deren Flüssigkeitsanteil sich teilweise verflüchtigt. Dieser Nachteil läßt sich bei dem neuen Verfahren leicht vermeiden, indem man dieses so leitet, daß im laufend verbrauchten Vorrat der Aufschlämmung der Wasserverlust infolge Verflüchtigung durch die vorherige Benetzung der Hohlkörper mit Wasser wieder ausgeglichen wird. Deshalb ist es nun nicht mehr erforderlich, in gewissen Zeitabständen eine Nachverdünnung des Vorrates an wäßrigerLeuchtstoffsuspension vorzunehmen.
- Derartige Suspensionsflüssigkeiten sind jedoch wasserempfindlich. Beispielsweise kann bereits die Luftfeuchte eine geringe Wasseraufnahme bewirken, wodurch die Suspension stockt und ausflockt. Die Verarbeitung solcher Stoffe setzt daher voraus, daß nach dem Waschen der Hohlkörper für die Entladungslampen; wozu stets Wasser oder wäßrige Lösungen verwendet werden, die Rohlinge sorgfältig getrocknet werden müssen. Da zur Reinigung der Rohlinge dem Wasser üblicherweise Reinigungs- und Entfettungsmittel, wie Flußsäure, Chromschwefelsäure od. ä:, zugesetzt werden, ist vor dem Trocknen meist ein Spülen mit chemisch reinem Wasser, d. h. destilliertem Wasser, erforderlich., Bei Verwendung wäßriger Suspensionen schließt sich an das Waschen der Hohlkörper mit Wasser unmittelbar die Belegung mit der Leuchtstoffaufschlämmung an; denn jetzt ist Wasser die Suspensionsflüssigkeit, und ein Benetzen der Hohlkörper ist durch den vorherigen Prozeß des Waschens bereits gegeben. Die Zwischentrocknung und eine gesonderteBenetzung fallen jetzt weg. Es wird dadurch Energie eingespart, Heizenergie zum Wärmen der Trocknungsluft sowie elektrische Energie für die nunmehr in Fortfall kommenden Positionen des Herstellungsautomaten. Auch wird die Luft des Arbeitsraumes nicht mehr mit der abzuführenden Feuchte beladen, bzw. die Ventilationseinrichtungen, welche die .abzuführende Feuchte ins Freie schaffen, entfallen. Werden wäßrige Suspensionen verwendet, welche keine übertriebenen Forderungen an den Reinheitsgrad des Wassers stellen, kann sogar auf die Nachspülung mit destilliertem Wasser verzichtet werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn in Weiterbildung der Erfindung als Bindemittel eine wäßrige Lösung eines oder mehrerer wasserlöslicher Kunstharze; wie Polymerisationsprodukte von Äthylenoxyd, verwendet wird. In weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens werden die Hohlkörper der Entladungslampen auf dem gleichen Automaten sowohl gewaschen als auch mit Leuchtstoffen belegt. Auf dem Automaten sind mehrere Arbeitsstellungen vorgesehen, die die Rohlinge der Entladungslampen nacheinander zu durchlaufen haben, in welchen die Hohlkörper mit Wasser, gegebenenfalls mit reinigenden Zusätzen, gewaschen und mechanisch gereinigt werden, mit klarem Brauchwasser gespült und die noch feuchten Hohlkörper mit Leuchtstoffen in wäßriger Suspension belegt werden und erst danach mit Warenluft und Kaltluft getrocknet werden.
- Bisher war es in der Fertigung von Leuchtstofflampen üblich, einen Automaten als selbsttätige Einrichtung zum Waschen der Rohlinge vorzunehmen, auf welchem die Glaskörper, wie Glasrohre, sowohl gewaschen und mechanisch gereinigt als auch mit destilliertem Wasser nachgespült und sorgfältig getrocknet wurden. Eine ganze Reihe von zu durchlaufenden Arbeitsstellungen war notwendig, um mit staubfreier gefilterter Luft von verschiedenen Wärmegraden diese. Trocknung der Rohlinge vorzunehmen. Weitere Sorgfalt war dafür aufzuwenden, die Feuchte abzuführen, um zu verhindern, daß damit die Atmosphäre des Arbeitsraumes beladen wurde. Ein zweiter Automat war erforderlich, um die chemisch reinen und getrockneten Glasrohre mit der Leuchtstoffschicht zu belegen. Auch hier wurde eine große Anzahl von Positionen benötigt, um nach dem Belegen zum zweiten Mal die Rohlinge der Entladungslampen zu trocknen.
- Da nun .alle für die Zwischentrocknung benötigten Positionen des Waschautomaten entfallen, ist es nach dem neuen Verfahren möglich, einen kombinierten Wasch- und Beschirmautomaten anzuwenden, weil die wenigen Positionen der Reinigung der Hohlkörper sich noch gut auf dem eigentlichen Beschirmautomaten unterbringen lassen. Die dadurch erzielte Vereinfachung des Herstellungsprozesses für Leuchtstoff Lampen ist beachtlich. Es entfällt eine vollständige Fertigungseinrichtung wie der sonst benötigte Waschautomat, dessen zur Beschickung und überwachung erforderliche Arbeitskräfte damit frei werden. Eine merkliche Energieeinsparung ist dadurch gegeben, daß ein vollständiger Trocknungsprozeß nunmehr fortfällt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Beschirmen von Leuchtstofflampen mit wäßrigen Suspensionen aus Leuchtstoff und Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasrohrkolben vor dem Einbringen der Aufschlämmung mit Wasser benetzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es bei selbsttätigem Betrieb so geleitet wird, daß im laufend verbrauchten Vorrat der Aufschlämmung der Verlust an Suspensionsflüssigkeit infolge Flüchtigwerdens des Flüssigkeitsanteiles durch die vorherige Benetzung der Glasrohrkolben mit Wasser ausgeglichen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den Vorgang des Waschens der Glasrohrkolben unmittelbar folgend die Belegung mit der Leuchtstoffaufschlämmung ausschließt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3? dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel eine wäßrige Lösung eines oder mehrerer wasserlöslicher Kunstharze, wie Polymerisationsprodukte von Äthylenoxyd, verwendet werden.
- 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasrohrkolben der Entladungslampen auf dem gleichen Automaten sowohl gewaschen als auch mit Leuchtstoff belegt werden.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Automaten verschiedene Arbeitsstellungen vorgesehen sind, die die Glasrohrkolben der Entladungslampen nacheinander zu durchlaufen haben, in welchen sie mit Wasser, gegebenenfalls mit reinigenden Zusätzen, gewaschen und mechanisch gereinigt werden, mit klarem Wasser gespült und die noch feuchten Glasrohrkolben mit Leuchtstoffen in wäßriger Suspension beschirmt werden und erst danach mit Warmluft und Kaltluft getrocknet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 811118, 903 011, 956612.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1142661B true DE1142661B (de) | 1963-01-24 |
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| DE903011C (de) * | 1949-09-22 | 1954-02-01 | Patra Patent Treuhand | Verfahren zur Erzeugung einer UEberzugsschicht aus feinkoernigen Pulverstoffen auf den Glasgefaessen elektrischer Lampen |
| DE956612C (de) * | 1952-08-30 | 1957-01-24 | Westinghouse Electric Corp | Stoffgemisch zur Erzeugung von Leuchtstoffueberzugsschichten an Glasoberflaechen und Verfahren zur Herstellung dieses Stoffgemisches |
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1961
- 1961-06-07 CH CH661161A patent/CH387792A/de unknown
- 1961-06-07 GB GB2061861A patent/GB997871A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
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| DE903011C (de) * | 1949-09-22 | 1954-02-01 | Patra Patent Treuhand | Verfahren zur Erzeugung einer UEberzugsschicht aus feinkoernigen Pulverstoffen auf den Glasgefaessen elektrischer Lampen |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH387792A (de) | 1965-02-15 |
| GB997871A (en) | 1965-07-07 |
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