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Selbsttätige Ausgleichsvorrichtung für Druckwerke mit einem einzigen,
drehbaren Typenträger an Schreib-und ähnlichen Maschinen Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ausgleich von durch Abnutzung und andere Veränderungen
hervorgerufenen Abweichungen bei Einstellvorrichtungen für den Typenträger an Schreib-und
ähnlichen Maschinen mit einem einzigen, über flexible Zugmittel drehbaren Typenkopf.
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Es sind Druckwerke bekannt, bei denen alle Typen auf einem einzigen
Typenträger angeordnet sind und durch Drehung und/oder Neigung des Typenkopfes in
ihre Druckstellung gebracht werden. Derartige Schreibwerke enthalten eine Wähl-
und Einstellvorrichtung, durch die die beispielsweise durch Betätigung einer Taste
eingegebene Information zum Abdruck eines bestimmten Zeichens in eine diesem Zeichen
entsprechende Translations- und/oder Rotationsbewegung bestimmter Größe umgewandelt
wird. Für eine genaue Einstellung des Typenkopfes ist es erforderlich, daß die Größe
dieser zum Typenkopf mechanisch übertragenen Bewegungen konstant bleibt. Treten
aber im Laufe des Betriebes innerhalb der Wähl- und Einstellvorrichtung Abnutzungen
auf, beispielsweise erhöhtes Lagerspiel zwischen gelenkig verbundenen Teilen, geringfügige
plastische Formveriinderungen von einzelnen Teilen oder Werkstoffabrieb, so hat
dies zur Folge, daß die Einstellung des Typenträgers ungenau wird und kein einwandfreies
Schriftbild mehr erzielbar ist.
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Um bei geringen Abweichungen in der Typenkopfbetätigung dennoch eine
genaue Einstellung zu erreichen, sind Mittel bekannt, die diese geringen Abweichungen
ausgleichen und einen guten Abdruck ermöglichen. Dabei wird der Typenkopf nach seiner
Einstellung unmittelbar vor Ausführung der Anschlagbewegung entweder durch eine
Kugelsperre oder durch ein gesteuertes Einrasten einer Klinke in eine Verzahnung
so ausgerichtet, daß die ausgewählte Type zum Abdruck genau fixiert ist. überschreiten
aber die durch Abnutzung verursachten Abweichungen ein bestimmtes Maß, so ist diese
Ausrichtung nicht mehr ausreichend, sondern eine manuelle Justage der Einstellvorrichtung
und der übertragungselemente notwendig.
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Diesen Nachteil zu beseitigen ist die Aufgabe der Erfindung, die darin
besteht, daß zwischen der eine der Typenkopfeinstellung entsprechende Längsbewegung
erzeugenden Wähl- und Einstellvorrichtung und dem Betätigungselement des Typenkopfes
ein mehrteiliger Doppelhebel angeordnet ist, dessen abtriebsseitiger Hebelarm mittels
eines nur beim Höchstausschlag des Typenkopfes in einer vorgegebenen Drehrichtung
wirksam werdenden Anschlages durch die Freigabe der unter Schwerkraft erfolgenden
Nachstellung einer langlochgeführten Rolle abnutzungsbedingte Abweichungen gegenüber
dem antriebsseitigen Hebelarm ausgleicht, derart, daß der Winkelbetrag zwischen
beiden Hebelarmen in einer vorbestimmten Richtung veränderbar ist.
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Durch die Erfindung wird erreicht, daß das manuelle Justieren der
Einstellvorrichtung von Druckwerken vorliegender Art nur in wesentlich größeren
Zeitabständen notwendig ist, wodurch die Betriebssicherheit wesentlich erhöht ist
und Wartungszeiten und -kosten verringert werden.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, daß, wenn der Bereich der
innerhalb des Ausgleichsbereiches der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegenden Abnutzung
überschritten ist, die Vorrichtung selbst auf einfache Weise manuell justierbar
ist, so daß ohne Eingriff in die Wähl- und Einstellvorrichtung die der Ausgangsposition
entsprechende Genauigkeit der Arbeitsweise wiederherstellbar ist.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird wirksam, wenn eine Abnutzung
der genannten Art aufgetreten ist bei einer Schreibmaschine, auf deren drehbarem
Typenträger
die Zeichen so angeordnet sind, daß der Typenträger von Zeit zu Zeit durch eine
normale Zeichenbetätigung eine Drehung aus der Ausgangsstellung um fünf Einheiten
entgegen dem Uhrzeigersinn ausführt.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand einer bekannten Schreibmaschine
mit einem kugelförmigen Kopf als Typenträger dargestellt und wird an Hand von Zeichnungen
erläutert.
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Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt der mit einem kugelförmigen Typenkopf
ausgerüsteten Schreibmaschine mit der Wähl- und Einstellvorrichtung und der selbsttätigen
Ausgleichsvorrichtung; Fig.2 ist eine schaubildliche Darstellung des Typenkopfes
und der ihn betätigenden Teile; Fig. 3 zeigt die einzelnen Teile der Ausgleichsvorrichtung
in auseinandergezogener Darstellung; Fig. 4 ist die Ansicht eines Teiles der Ausgleichsvorrichtung,
und Fig. 5 zeigt schematisch die Arbeitsstellungen der wesentlichen Teile der Vorrichtung,
wobei auf der Abszisse willkürliche Bewegungswegeinheiten aufgetragen sind.
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In Fig. 1 ist im Zusammenwirken mit einer bekannten Einstellvorrichtung
10 für einen Typenkopf 4
die erfindungsgemäße Ausgleichsvorrichtung
1 gezeigt, von der aus über ein vorzugsweise aus Federstahl bestehendes Band 3 der
Antrieb für die Drehbewegung des Typenkopfes erfolgt und die durch einen Lenker
2 und über einen auf dem Bolzen 6 drehbar gelagerten Kniehebel s sowie einen Hebel
8 mit der Einstellvorrichtung verbunden ist. Zur Einstellvorrichtung 10 gehören
die Wählglieder 11 und 12, z. B. Hebel, deren untere Enden hakenförmig ausgebildet
sind und deren obere Enden mit einer Traverse 14 so verbunden sind, daß sie
in bezug auf diese vorwärts (nach Fig. 1 vom Beschauer weg, in Richtung auf den
dahinter angedeuteten Bügel 24) schwingen können, ohne das freie Schweben der Traverse
zu behindern. Durch eine Lasche 16 ist die Traverse 14 an einer weiteren
Traverse 18 aufgehängt, die über eine weitere Lasche 19 am Hebel
8 beweglich hängt. Ein weiteres Wählglied 20 ist mit dem entgegengesetzten
Ende der Traverse 18 verbunden und hat an seinem unteren Ende ebenfalls einen
hakenförmigen Teil. Das andere Ende des Hebels 8
ist drehbar mit einer Stange
22 verbunden, die in der gezeigten Position festgehalten ist und um eine
vorher bestimmte Länge in eine höhere Stellung bewegt werden kann.
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Während eines Druckvorganges werden durch die Betätigung der Maschine
eines oder mehrere der Wählglieder 11, 12 und 20 in der oben erläuterten
Richtung vorwärts geschwenkt und legen ihre hakenförmigen Teile um einen Bügel 24,
der daraufhin nach unten geschwenkt wird. Die Verbindung zwischen den Traversen
14, 18 und den Laschen 16,
19 ist so, daß eine Bewegung beispielsweise
des Wählgliedes 11 nach unten (zusammen mit dem Bügel 24)
eine Drehbewegung
des Kniehebels 5 um eine Einheit entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt. Eine Abwärtsbewegung
entweder der Wählglieder 12 oder 20 (zusammen mit dem Bügel) bewirkt
eine Drehbewegung des Kniehebels um zwei Einheiten, wiederum entgegen dem Uhrzeigersinn.
Werden zwei oder mehr Wählglieder (zusammen mit dem Bügel) zugleich bewegt, so entspricht
die Kniehebeldrehbewegung der Summe der Längen aus der Bewegung der einzelnen Wählglieder.
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Bei dieser Drehung des Kniehebels 5 entgegen dem Uhrzeigersinn wird
über den Lenker 2 die Ausgleichsvorrichtung 1 um einen Bolzen 25 gedreht
und bewirkt durch den Zug des Bandes 3 eine Drehung des Typenkopfes 5 in Richtung
des Uhrzeigers, denn gemäß Fig. 2 ist das Band 3 an einem Ende mit einem Träger
26 für den Typenkopf 4 verbunden und über eine Riemenscheibe 27 der Vorrichtung
1 geführt, dann weiter über eine an einem Arm 29 gelagerte Riemenscheibe 28 und
eine Riemenscheibe 30, die mit der Antriebswelle des Typenkopfes verbunden ist.
Nach ungefähr einer Umschlingung der Riemenscheibe 30 ist das Ende des Bandes an
dieser befestigt. Am unteren Ende der Riemenscheibe 30 befindet sich eine
Spiralfeder 31, die bestrebt ist, die Riemenscheibe entgegen dem Uhrzeigersinn zu
drehen. Der Typenkopf trägt vertikale Reihen von Zeichen, und die Bewegung des Kniehebels
5 um eine Einheit bewirkt die Drehung des Kopfes um den Abstand zweier benachbarter
Spalten. Die auf den Typenkopf einwirkende Feder 31 versucht, das obere Ende
der Ausgleichsvorrichtung 1 nach rechts (Fig. 1) zu schwenken. Dadurch steht
der Lenker 2 unter einer Zugkraft, durch die der Kniehebel s im Uhrzeigersinn
gedreht wird, wodurch er über den Hebel 8 auf die Stange 22 einwirkt und diese aus
der gezeigten Position anhebt. Die Stange 22 ist nun normalerweise in ihrer unteren
Stellung verriegelt, doch kann sie gelöst werden, damit sie einem (nicht gezeigten)
Nocken in eine obere Stellung folgt. In dem Moment, in dem sich die Stange
22 nach oben bewegen kann, wird der Kniehebel im Uhrzeigersinn um fünf Einheiten
verstellt und gibt so den Typenkopf zur Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn frei.
Wenn die Wählglieder 11, 12 oder 20 gleichzeitig mit dem Anheben der
Stange 22 betätigt werden, bewegt sich der Kniehebel im Uhrzeigersinn so weit, wie
fünf Einheiten minus dem Weg, der durch Betätigung der Wählglieder erreicht wurde,
entspricht.
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Jede Abnutzung der Einstellvorrichtung, die sich auf den Kniehebel
5 auswirkt, hat zur Folge, daß der Kniehebel sich proportional dazu um einen gewissen
Betrag im Uhrzeigersinn dreht. Das bedeutet, daß die Typen nicht mehr genau in der
richtigen Drucklage sind. Dabei hat jede Abnutzung von Kniehebel, Lenker und Einstellvorrichtung
in allen Teilen dieselbe Wirkung auf den Typenkopf.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist so gestaltet, daß sie
einen Ausgleich für jegliche Abnutzung jedesmal dann wirksam macht, wenn der Kniehebel
s um fünf Einheiten im Uhrzeigersinn gedreht wird.
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Wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt, besteht die Ausgleichsvorrichtung
1 aus zwei nahezu gleichen Armen 35 a, 35 b, welche am unteren Ende Bohrungen
36 a, 36b zur Aufnahme eines Bolzens 25 haben. Distanzbolzen 37 und 38 weisen
an ihren Enden verjüngte Teile auf, die durch Öffnungen 39 a, 39 b und
40 a, 40b in den Armen passen. Die äußeren Enden der verjüngten Teile
sind abgesetzt. so daß die Arme im richtigen Abstand gehalten sind und sich als
eine Einheit um den Bolzen 25 drehen können. Am Bolzen 25 ist ein Bund 42 befestigt,
dessen Stirnfläche 43 am Arm 35a anliegt, wenn der Bolzen ganz durch die
Bohrung 36a hindurchgeschoben ist. Eine C-förmige
Sicherungsscheibe
45 ist in eine Ringnut des Bolzens eingesetzt und sichert dessen Lage in
der Bohrung 36 6 des Hebels 35 b. Die Riemenscheibe 27 ist
drehbar auf einem Schraubenbolzen 47 gehalten, der durch Bohrungen
48 a, 48 b in den oberen Enden der Arme geführt ist. An dem Kopf dieses
Schraubenbolzens ist exzentrisch ein Stift 50 angebracht, der mit einem an
einer Platte 52 des Maschinenrahmens angebrachten Federarm 51 zusammenwirkt
(Fig. 4). Der Federarm 51 ist mit seinem unteren Ende an der Platte 52 befestigt
und dient als Anschlag für den exzentrischen Stift 50, wenn die Arme 35 a,
35 b im Uhrzeigersinn um fünf Wegeinheiten geschwenkt worden sind. Dadurch wird
eine weitere Schwenkung der Arme aus dieser Lage, die der Drehung des Typenkopfes
4 entgegen dem Uhrzeigersinn bis zur fünften Spalte entspricht, verhindert.
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Am Rahmenteil 52 ist ein U-förmiger Träger 54 angebracht, der den
Bolzen 25 trägt. Zwischen den Armen 35 a, 35 6 befindet sich ein Stern 56
mit einer exzentrischen Nabe 57, durch dessen Bohrung 58 der Bolzen 25 verläuft.
Der Stern 56 hat einen Arm 60,
der mit einem mit den Armen 35a, 35b
durch die Öffnungen 62 a, 62 b verschiebbar verbundenen exzentrischen Anschlagteil
61 (Fig. 1) zusammenwirkt. Ein ebenfalls am Stern 56 befindlicher Arm 63
ist durch eine Feder 64 mit dem Distanzbolzen 38 verbunden, um den
Stern im Uhrzeigersinn um den Bolzen zu drehen, bis der Arm 60 mit dem exzentrischen
Anschlag 61 zusammenwirkt. Der Stern 56
trägt außerdem einen Arm
66, für den der Träger 54
bei einer Drehung des Sternes 56 im Uhrzeigersinn
als Anschlag wirkt, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist. Der Spielraum des exzentrischen
Anschlages 61 ist so gewählt, daß zwischen dem Arm 66 und dem Träger
54
ein Abstand von etwa 0,12 mm besteht, wenn die Arme 35a, 35b einen
Betrag von vier Einheiten im Uhrzeigersinn von ihrer Ausgangsstellung aus zurückgelegt
haben. Werden die Arme um fünf Einheiten bewegt, so schlägt der Arm 66 bereits
kurz nach einer Drehung um vier Einheiten an den Träger 54 an und hält den
Stern 56 fest, während die Arme sich um den zusätzlichen Betrag der fünften Einheit
weiterdrehen. Setzt nun eine gewisse Abnutzung der Einstellvorrichtung ein, so drehen
sich die Arme um einen entsprechenden Betrag im Uhrzeigersinn und bewirken, daß
der Arm 66 früher als vorgesehen in der fünften Einheit an den Träger 54 anschlägt.
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Nach Fig. 3 ist zwischen den Armen 35a und 35b auf der Nabe
67 des Sternes 56 ein Hebel 68 gelagert. In dessen Öffnung 59 ist eine Hülse 70
eingepreßt, die beweglich in die Langlochöffnung 71 eines weiterenn Hebels
72 ragt. Die Öffnung setzt sich nach unten in ein engeres Langloch 73 für
eine Schraube 74 fort, die durch die Bohrung 75 im Hebel 68 ragt. Die Schraube
74 verbindet die Hebel 68 und 72 miteinander, so daß sie als
einziger Hebel arbeiten, der allgemein als 76 bezeichnet ist. Wenn die Schraube
74
gelöst wird, kann der Hebelteil 72 zur Veränderung der Länge des
unteren Hebelarmes radial zur öffnung 69 bewegt werden. Vom Hebel 68 ragt ein Arm
77 heraus, der mittels einer Feder 78 (Fig. 1) mit dem Distanzbolzen
38 verbunden ist, um den Hebel 76 in Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn
um die Nabe 57 in bezug auf die Arme 35 a, 35 6 zu bewegen.
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In jedem der Arme 35 a, 35 b befindet sich weiterhin ein Schlitz
80 a bzw. 80 b mit einer erweiterten Bohrung
81 a bzw. 81 b bzw. 816 am unteren Ende. Eine Rolle 82 ist
innerhalb dieser Schlitze 80a, 806 zur Begrenzung der Drehbewegung des Hebels
76 in Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn in bezug auf die Arme 35 a, 35
6 wirksam und besteht aus einem zylindrischen Teil 83, der lose in die Schlitze
80a, 806 hineinpaßt, und aus mit diesem zylindrischen Teil fest verbundenen Stirnteilen
84a, 84b, die zwar durch die Öffnungen 81a, 816 hindurchgehen,
aber, wenn die Rolle 82 in den Schlitzen 80a, 80b hin-und herbewegt
wird, auf die äußere Oberfläche der Arme 85 a, 85 b wirken, um die Rolle
82 in ihrer Stellung zu halten. Nahe den Schlitzen 80a, 80b befindet sich eine Kante
86 des Hebels 68, welche relativ zu den Seiten der Schlitze geneigt ist,
und zwar, wie in Fig. 1 gezeigt, so, daß ihr unteres Ende näher zur Mittellinie
der Schlitze 80a, 80b liegt als ihr oberes Ende. Irgendein Teil der Kante
86 wirkt immer mit dem zylindrischen Teil 83 der Rolle 82 zusammen,
um die Bewegung des Hebels 76 in bezug auf die Arme 35 a, 35 6 entgegen
dem Uhrzeigersinn zu begrenzen. Eine Bewegung des Hebels 76 im Uhrzeigersinn
(Fig. 3) in bezug auf die Arme 35 a, 35 b wird verursacht, wenn die Rolle
82 innerhalb der Schlitze 80 a, 80 b in eine
tiefere Lage kommt, um den Hebel 76 in bezug auf die Arme 35 a, 35
b in eine andere Stellung zu bringen.
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Der Lenker 2 ist mit dem unteren Teil des Hebels 72 verbunden.
Die Feder 31 bewirkt eine Drehung der Arme 35 a, 35 b, wie bereits erläutert; das
bewirkt, daß die Rolle 82 auf den Hebel 46 einwirkt, um auch diesen
in dieselbe Richtung zu bewegen. Der Hebel 76 wird außerdem durch eine mit dem Maschinenrahmen
verbundene Feder 37 im Uhrzeigersinn gedreht. Der Lenker 2 und die mit ihm
verbundene Einstellvorrichtung 10 erlauben dem Hebel 76 nur dann,
sich von seiner Ausgangsstellung aus um eine Anzahl von Einheiten in dieser Richtung
zu bewegen, wenn bestimmte Zeichen gedruckt werden sollen.
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Die Vorrichtung 1 zum Ausgleich von Abnutzungen ist zunächst
so ausgerichtet, daß eine Bewegung des Lenkers 2 um eine bis vier Einheiten nach
links zur Folge hat, daß die Arme 35 a 35 6 sich um Entfernungen bewegen, die eine
Drehung des Typenkopfes um eine bis vier Einheiten bewirken. Dies wird erzielt,
indem bei der Justage der Hebelteil 72 so lange verschoben wird, bis der
nach unten gerichtete Arm des Hebels 76 die für den erforderlichen Winkel der Schwenkbewegung
richtige Länge hat. Der exzentrische Stift 50 wird so justiert, daß er mit
dem Federarm 51 etwa zur gleichen Zeit zusammenarbeitet, in der auch der
Arm 66 und der Träger 54 zusammenwirken. Während dieser Zeit muß sich
die Rolle 82
im oberen Ende der Schlitze 80a, 80b befinden. Der exzentrische
Anschlag 61 ist so eingestellt, daß zwischen dem Arm 66 und dem Träger 54
ein Abstand von etwa 0,12 mm bleibt, wenn der Hebel 76
um vier Einheiten im
Uhrzeigersinn dreht. Die exzentrische Nabe 57 ist so gestaltet, daß der Hebel 76
sich um einen Mittelpunkt dreht, der direkt unter der Achse des Bolzens
25 liegt, wenn der Stern 56 am Umlauf gehindert wird.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ausgleich der Abnutzung wirkt
folgendermaßen: Es ist angenommen, daß die Teile in der beschriebenen Lage sind.
Die Längsbewegung des Lenkers 2
bewirkt ein Schwenken der Arme 35a,
35b, des
Hebels 76 und des Sternes 56 im Uhrzeigersinn um die Achse
des Bolzens 25. Dies geschieht, bis der Arm 66 auf den Träger
54 auftrifft und eine weitere Drehung des Sternes 56 verhindert. Wie
erwähnt, erfolgt dieses Zusammentreffen von Arm 66 und Träger 54,
kurz nachdem der Lenker 2 um vier Einheiten bewegt worden ist.
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Fig. 5 zeigt grafisch die Vorrichtung 1 in verschiedenen Stellungen.
Die Gerade A-B stellt die Position der Arme 35 a, 35 b und des Hebels 76
dar, ehe eine Bewegung des Lenkers 2 nach links (Fig. 1) stattgefunden hat.
Während nun der Lenker 2 sich um etwas mehr als vier Einheiten nach links bewegt,
drehen sich die Elemente der Linie A-B um einen Punkt X der Achse des Bolzens 25
in die Stellungen der Geraden A-1, B-1. In diesem Moment trifft der Arm
66 auf den Träger 54 und hält den Stern 56 an, so daß der Hebel
76 weiter in der Drehrichtung des Uhrzeigers um einen Punkt Y - Achse der Nabe 57
- geschwenkt wird. Da der untere Arm (A-1)-Y des Hebels 76 nun kürzer ist als vorher
und der obere Arm Y-(B-1) länger ist, neigt das obere Ende des Hebels
76 dazu, sich schneller zu drehen als zu der Zeit, bevor der Stern
56 angehalten war. Der Federarm 51 drosselt jedoch seine Bewegung,
so daß er sich mit etwa der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie vorher.
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Wenn sich die Ausgleichsteile aus der Stellung der Geraden A-B in
die der Geraden (A-1)-(B-1) bewegen, stehen der Lenker 2, die Einstellvorrichtung
10 und Teile der Ausgleichsvorrichtung 1 unter der Wirkung der Federn
31 und 87. Unter dieser Belastung ergibt sich eine gewisse Verlängerung
und Biegung der Teile, denn wenn der exzentrische Stift 50 auf den Federarm
51 auftrifft und letzteren biegt, bis die Arme 35 a, 35 b im
Punkt B-2 angehalten werden, wird die Belastung auf die Teile vermindert,
so daß sich diese wieder zusammenziehen. Befinden sich die oberen Teile der Arme
35 a, 35 6 im Punkt B-2,
so ist die Wirkung der Spiralfeder
31 aufgehoben und das System ist so zusammengezogen, daß sich das untere
Ende des Hebels 76 im Punkt A-2 befindet, wenn die Stange
22 in ihrer oberen Stellung ist. Die Feder 87 übt eine gleichbleibende Kraft
auf das System aus, so daß seine einzelnen Teile ständig auf denselben Oberflächen
aufeinander einwirken.
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Liegt eine Abnutzung der verschiedenen Teile der Einstellvorrichtung
vor, so bewegt sich das untere Ende des Hebels 76, 72 um eine entsprechend
größere Strecke nach links. Dies bedeutet, daß der Typenkopf leicht aus seiner genauen
Druckstellung verstellt wird, wenn der Hebel 76, 72 durch die Bewegung des
Lenkers 2 um eine bis vier Einheiten nach links bewegt wird. Die fünf Einheiten
entsprechende Druckstellung wird jedoch wieder genau sein, da der Federarm 51 in
diesem Punkt die Bewegung der Arme 35 a,
35b aufhält. Zeigen die Teile der
Einstellvorrichtung Abnutzungen und ist der Lenker 2 um vier Einheiten nach links
bewegt worden, befindet sich der Arm 66
näher am Träger 54 als mit
dem genannten 0,12-mm-Abstand. Wenn sich nun der Lenker weiter nach links bewegt,
trifft der Arm 66 in der fünften Bewegungseinheit früher auf den Träger
54 als vorher auf. Das Zusammenwirken findet noch immer dann statt, wenn
das untere Ende des Hebels 76 in die Stellung A-1
von Fig. 5 bewegt
wird. Eine Bewegung über diese Stellung hinaus hat wieder eine Drehung des Hebels
76 um den Punkt Y zur Folge. Erreicht das untere Ende des Hebels den Punkt A-2,
so werden die Arme 35a, 35b durch den Federarm 51 angehalten, und
das System zieht sich zusammen, da die durch die Feder 31 ausgeübte Kraft
aufhört. Dies geschieht jedoch, ehe die Stange 22 ihre obere Stellung erreicht.
Die Feder 87 bewirkt, daß der Hebel 76 sich bewegt, um den Kniehebel
5 im Uhrzeigersinn zu drehen, bis die Stange 22 ihre obere Stellung
erreicht hat. Während dieser Zeit dreht sich der Hebel 76 im Uhrzeigersinn
in bezug auf die Arme 35 a, 35 b und erlaubt so der Rolle
82, in den Schlitzen 80 a, 80 b
tiefer zu rutschen,
um die Kante 86 an einem tieferen Punkt zu berühren. Wenn sich der Lenker
2 wieder nach rechts bewegt, wird der Hebel 76 entgegen dem Uhrzeigersinn
gedreht und bewirkt, daß die Arme 35a, 35b sich auf Grund seiner Wirkung
auf die Rolle 82 mitbewegen. Die Stellungen der Hebel 76, 72 und der Arme
35 a, 35 b zueinander sind jedoch anders, da die Rolle in eine tiefere Stellung
gelangt ist.
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Bei jedem Arbeitsgang der Vorrichtung, bei dem der Typenkopf um fünf
Einheiten entgegen dem Uhrzeigersinn von seiner Ausgangsstellung gedreht werden
soll, gleicht sich die Vorrichtung 1 selbsttätig den Gegebenheiten an, um für jegliche
eventuelle Abnutzung in der beschriebenen Weise einen Ausgleich zu schaffen.
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Wenn die Gesamtabnutzung so groß ist, daß sich die Rolle
82 bis zum unteren Ende der Schlitze 80 a, 80b
verschiebt,
muß die genaue Einstellung des Typenkopfes manuell neu justiert werden, so daß sich
die Rolle wieder im oberen Ende der Schlitze 80a, 80b befindet. Die Vorrichtung
kann dann weiter auftretende Abnutzungen wieder ausgleichen.