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DE1141643B - Verfahren zur Herstellung von N, N-disubstituierten Hydrazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N, N-disubstituierten Hydrazinen

Info

Publication number
DE1141643B
DE1141643B DEF26229A DEF0026229A DE1141643B DE 1141643 B DE1141643 B DE 1141643B DE F26229 A DEF26229 A DE F26229A DE F0026229 A DEF0026229 A DE F0026229A DE 1141643 B DE1141643 B DE 1141643B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
catalyst
feso4
hydrogenation
millimoles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF26229A
Other languages
English (en)
Inventor
William Bruce Tuemmler
Hans Jurgen Schoepke Winkler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FMC Corp
Original Assignee
FMC Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FMC Corp filed Critical FMC Corp
Publication of DE1141643B publication Critical patent/DE1141643B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/22Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with hetero atoms directly attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/28Nitrogen atoms
    • C07D295/30Nitrogen atoms non-acylated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von N,N-disubstituierten Hydrazinen Substituierte Hydrazine sind bisher aus entsprechenden Nitrosaminen durch Reduktion mit einem Metall, z. B. Zink, und einer Säure, wie Essigsäure, hergestellt worden. Derartige Verfahrensweisen sind außerordentlich kostspielig. Es wurde weiterhin vorgeschlagen, die Nitrosamine mit Wasserstoff in Gegenwart eines Palladiumkatalysators zu hydrieren. Obgleich dieses Verfahren wirtschaftlicher als das Zink-Säure-Verfahren arbeitet, ist es mit einer Reihe von Nachteilen behaftet.
  • Die Herstellung von N,N-disubstituierten Hydrazinen aus den entsprechenden Nitrosaminen durch katalytische Hydrierung wird durch die folgende Gleichung wiedergegeben: R1R2N-NO + 2H2 + R1R2N-NH2 + H20 Bei dieser Umsetzung spielen sich meistens Nebenreaktionen ab, die unter weitergehender Hydrierung zu dem Amin führen, aus dem das entsprechende Nitrosamin hergestellt wurde. Die beiden am häufigsten auftretenden Nebenreaktionen werden durch die folgenden Gleichungen wiedergegeben: Unter ungünstigen Umsetzungsbedingungen können diese Nebenreaktionen vorzugsweise eintreten, so daß die zur Ausbildung des N,N-disubstituierten Hydrazins führende Umsetzung fast vollständig unterdrückt wird.
  • Bei der bisher unter Anwendung eines Palladium katalysators durchgeführten Hydrierung substituierter Nitrosamine treten Schwierigkeiten dahingehend ein, daß die erwähnten Nebenreaktionen zu einer starken Ausbeuteverringerung führen. Die zur Durchführung einer nahezu quantitativen Hydrierung benötigte Zeit beträgt Stunden oder sogar Tage. Auch die Menge des anzuwendenden Palladiumkatalysators ist dergestalt, daß sich hierdurch eine erhebliche Kostenbeeinflussung des Umsetzungsproduktes ergibt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß sich oftmals unerklärlich große Schwankungen in der Ausbeute und Umsetzungsgeschwindigkeit zeigten. Die oben angegebenen und bisher unvermeidlichen Nebenreaktionen bedingen jedoch neben einer Ausbeuteverringerung einen weiteren Nachteil dahingehend, daß durch das entstehende Amin eine Vergiftung des Katalysators eintritt.
  • Bei der Hydrierung der Nitrosoverbindungen mit Wasserstoff, der durch einen Palladiumkatalysator katalytisch erregt wird, liegt die Nitrosoverbindung gewöhnlich gelöst oder suspendiert in Wasser oder einer anderen Flüssigkeit vor. Man gibt sodann den Katalysator zu, und das Gemisch wird bei einer Temperatur zwischen 25 und 100"C unter intensivem Rühren bei erhöhtem Druck hydriert.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch Zugabe von 0,005 bis 25 Millimol, vorzugsweise 0,5 Millimol, eines Eisensalzes zu dem Katalysator nicht nur eine Erhöhung der Ausbeute an substituiertem Hydrazin und eine Verringerung der anfallenden Aminmenge erreicht, wodurch sich die an die Umsetzung anschließende Reinigung des gewünschten Verfahrensproduktes erleichtert, sondern auch eine Erhöhung der Umsatzgeschwindigkeit erzielt. Es resultiert somit eine Verringerung der erforderlichen Katalysatormenge, eine Erhöhung der Lebensdauer desselben, und die bisherigen erheblichen Schwankungen in den anzuwendenden Umsetzungszeiten und Ausbeuten werden weitestgehend vermieden.
  • Diese günstigen Ergebnisse werden durch Zusatz eines Eisensalzes erzielt, das in Form eines Eisen(II)-oder Eisen(III)-salzes, eines unlöslichen Eisensalzes bzw. von metallischem Eisen angewandt wird, wobei 209 749ß33 im letzteren Falle eine geringe Menge einer starken Säure zugegen sein muß, um ein Lösen dieser Eisenkomponenten zu bewirken. Vorzugsweise erfolgt die Zugabe des Eisensalzes direkt zu dem Umsetzungssystem, man kann jedoch auch den Katalysator mit dem Eisensalz dadurch beladen, daß man das Palladium zusammen mit dem Eisen bei der Herstellung des Katalysators ausfällt oder das Eisen an dem Katalysator adsorbiert.
  • Es wird angenommen, daß das zweiwertige Eisen das wirksame Agens ist, da bei Zugabe dreiwertigen Eisens zu dem Umsetzungsgemisch durch den zur Hydrierung in Anwendung kommenden Wasserstoff und den Edelmetallkatalysator eine Reduktion in die zweiwertige Form erfolgt. In einigen Fällen ist es vorteilhaft, das Eisensalz auf Grund seiner Löslichkeit in der Flüssigkeit auszuwählen, die als Lösungsmittel für das Umsetzungsmedium Anwendung findet. Der in Anwendung kommende Palladiumkatalysator wird vorzugsweise durch Ausfällen von 5 Teilen Palladium auf 95 Teilen Aktivkohle oder einem anderen geeigneten Träger, wie Aluminiumoxyd, Calciumcarbonat oder Bariumsulfat, hergestellt. Höhere prozentuale Anteile an Palladium bedingen nur geringfügige Vorteile. Es können jedoch geringere prozentuale Anteile an Palladium dann vorteilhafterweise Anwendung finden, wenn man die zur Erzielung optimaler Ergebnisse erforderliche Menge an Eisen(II)-ionen anwendet.
  • Zur Erzielung bester Ergebnisse sind nur sehr geringe Mengen an Eisensalzen erforderlich. Die optimale Konzentration liegt bei etwa 0,5 Millimol Eisen (0,14 g als Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat) je Gramm Palladiumkatalysator. Aber auch wesentlich geringere Mengen an Eisensalzen, wie z. B. 0,0005 Millimol, zeigen schon einen merklichen Effekt. Die Anwendung größerer Mengen, wie etwa 5 bis 25 Millimol je Gramm Katalysator, empfiehlt sich nicht, da hier ein Wirkungsabfall gegenüber der Anwendung geringer Mengen festgestellt wird.
  • Der Wirkungsmechanismus des erfindungsgemäß in Anwendung kommenden Eisensalzes ist nicht eindeutig geklärt. Man darf jedoch annehmen, daß die in schwankenden Anteilen in den Ausgangsprodukten vorliegenden Katalysatorgifte, die auch durch die Nebenprodukte bedingt werden, im Laufe der Umsetzung durch das Eisensalz gebunden und somit unschädlich gemacht werden.
  • Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß eine Anzahl weiterer, dem Eisen verwandter Elemente bei weitem nicht die ausgeprägten Verbesserungen ergeben, wie sie von den Eisensalzen gezeigt werden. So wurde gefunden, daß die Salze einiger Elemente keine merkliche Wirkung zeigten, andere die Umsetzungsgeschwindigkeit verringerten und weitere Salze zu einer ausgesprochenen Erhöhung der Aminbildung führten. Salze des Mangans, Kobalts und Nickels, die mit dem Eisen eng verwandt sind, führten zu keinen vorteilhaften Wirkungen, und in einigen Fällen wurde die Reduktion vollkommen unterbunden.
  • Überraschenderweise wurde weiterhin gefunden, daß bei der Anwendung von Eisenverbindungen zusammen mit anderen Katalysatoren, z. B. Platin und Nickel, bei der gleichen Umsetzung keinerlei Verbesserungen erzielt wurden. Es darf somit angenommen werden, daß es sich bei der Hydrierung bestimmter Nitrosamine um eine spezifische Wirkung des Eisens in Verbindung mit Palladiumkatalysatoren handelt.
  • Als Ausgangsstoffe sind N,N-substituierte Nitrosamine, wie die Dialkyl- und heterocyclischen Nitrosamine, z. B. Nitrosodimethylamin, Nitroso-di-n-butylamin, Nitroso-di-2-äthylhexylamin, Nitrosomorpholin, Nitrosopiperidin, Nitrosopyrrolidin und Nitrosopiperazin, geeignet. Es können unterschiedliche Substituentengruppen unter der Voraussetzung vorliegen, daß sich dieselben unter den Umsetzungsbedingungen nicht umsetzen.
  • Die Hydrierung aromatischer Nitrosamine ist erfolglos, und zwar unabhängig davon, ob Eisensalze angewandt werden oder nicht. Bei Anwendung gemischter aliphatischer-aromatischer Nitrosamine wird durch Anwendung von Eisensalzen eine gewisse Ausbeute an entsprechenden Hydrazinen erzielt, die jedoch für praktische Zwecke unbedeutend ist.
  • Als Reaktionsmedium kommt hauptsächlich Wasser in Frage; es können jedoch auch Alkohole oder andere organische Lösungsmittel Anwendung finden. Gute Ergebnisse erhält man bei Anwendung von Wasser insbesondere bei substituierten Nitrosaminen, die nur eine sehr geringe Wasserlöslichkeit zeigen, wie Nitrosopiperazin. Die benötigten Nitrosamine lassen sich in bekannter Weise durch Umsetzung eines sekundären Amins mit einem Nitrit in Gegenwart von Säure oder nach anderen bekannten Methoden herstellen.
  • Beispiel 1 Um die Wirkung von Eisensalzen bei der Hydrierung von Nitrosodimethylamin unter Gewinnung von N,N-Dimethylhydrazin festzustellen, wird eine Reihe von Versuchen durchgeführt. Das Umsetzungsgemisch wird durch Lösen von 15,0 ml Nitrosodimethylamin in 135 mol Wasser unter Zugabe von 1 g Katalysator hergestellt, der aus 5 Teilen Palladium auf 95 Teilen Aktivkohle besteht. Bei Anwendung des Eisensalzes wird dasselbe direkt zu dem Umsetzungsgemisch zugegeben. Die Umsetzung wird bei einer Temperatur von 45"C und einem Wasserstoffdruck von 2,8 bis 3,5 kg/cm2 in einer üblichen Hydriervorrichtung unter Schütteln durchgeführt. Die Umsetzung wird durch Verfolgen der Druckveränderung beobachtet und dann als abgeschlossen betrachtet, sobald kein weiterer Druckabfall mehr eintritt. An Hand einer Aufzeichnungsvorrichtung werden die Anzahl Mol Wasserstoff festgestellt, die je Mol Nitrosamin umgesetzt worden sind. Hierbei wird die Zeit festgestellt, die bis zum Verbrauch von 1 Mol Wasserstoff je Mol Nitrosamin benötigt wird, d. h. bis die Umsetzung zur Hälfte abgelaufen ist.
  • Tabelle I Hydrierung von Nitrosodimethylamin in 100/,der wäßriger Lösung
    Umsetzungs- Umsetzung zu
    Ver- Eisen- Menge zeit, Minuten
    such salz Millimol 500/0 1000/o Hydrazin | Amin
    O!o
    1 kein - 15 40 88,7 l 8,1
    2 FeSO4 0,0005 13 31 88,8 8,3
    3 FeSO4 0,005 13 31 89,2 7,8
    4 FeSO4 0,05 10 20 90,1 7,1
    5 FeSO4 0,5 9 1 17 92,5 6,6
    6 FeSO4 4,7 17 t 34 85,3 9,9
    7 ; FeCl3 0,5 12 25 25 90,2 1 6,4
    Aus der Tabelle ergibt sich, daß die Zugabe von Eisen(II)-sulfat insbesondere einer Menge von 0,05 bis 0,5 Millimol je Gramm Palladiumkatalysator zu einer ausgeprägten Verringerung der Umsetzungszeit für eine 50- und 100°/Oige Umsetzung führt und weiterhin eine erhöhte Ausbeute an dem Hydrazin und eine verringerte Ausbeute an dem Amin resultiert. Verbesserte Ergebnisse werden ebenfalls bei Anwendung von Eisen(IlI)-chlorid erhalten.
  • Beispiel 2 Um die Wirkung von Eisenverbindungen auf die Hydrierung von Nitrosodimethylamin unter Anwendung von Wasser oder einem anderen Lösungsmittel festzustellen, wird eine zweite Versuchsreihe durchgeführt. Es wird hierbei 1 g des im Beispiel 1 in Anwendung kommenden Palladiumkatalysators zusammen mit 50 ml Umsetzungsgemisch angewandt.
  • Das Eisensalz ist Eisen(II)-sulfat. Das in Anwendung kommende Nitrosodimethylamin ist 97%ig.
  • Tabelle II Hydrierung von Nitrosodimethylamin in 80%iger wäßriger Lösung und Nitrosodimethylamin ohne Lösungsmittel (NDMA)
    CM,
    Versuch FeSO4 N - NO Umsetzungszeit, Minuten Umsetzung zu
    CH3
    Millimol O/o 50 ovo 100 O/o Hydrazin, 01, 1 Amin, 010
    1 keine 80 ' 133 (317) 45,6 1 10,8
    2 0,16 80 67 1 228 85,0 10,0
    3 keine 100 117 444 75,6 12,4
    4 0,20 100 59 297 78,4 10,0
    Bei dem Versuch 1 bricht die Umsetzung ab, nachdem 600/0 der theoretischen Wasserstoffinenge aufgenommen worden sind. Unter einer 100%igen Umsetzungszeit ist die Zeitspanne zu verstehen, die bis zur Aufnahme von 2 Mol Wasserstoff je Mol Nitrosodimethylamin benötigt wird.
  • Aus der Tabelle II ergibt sich, daß die günstigste Wirkung des Eisen (II)-salzes dann eintritt, wenn kein Wasser oder andere Lösungsmittel bzw nur geringe Wassermengen in dem Umsetzungsgemisch vorliegen.
  • Beispiel 3 Es werden vier verschiedene Versuchsgruppen unter Anwendung von 31%igen wäßrigen Nitrosodimethylaminlösungen mit und ohne Zusatz von Eisen(II)-sulfat durchgeführt, wobei die Hydrierung, wie im Beispiel 1 angegeben, ausgeführt wird.
  • In jedem Fall werden 100 ml der wäßrigen Nitrosaminlösung und 0,5 g Palladiumkatalysator angewandt.
  • Tabelle III Hydrierung von Nitrosodimethylaminin 31°/Oiger wäßriger Lösung
    Versuch zu FeSO4 | Umsetzungszeit, Minuten | Umsetzung zu
    Hydrazin I Amin
    Millimol 50 O/o 1 100 °/o "lo 1 O/o
    I A ohne 43 136 94,2 5,8
    B 1,0 30 84 97,2 1,5
    A A A ohne 146 - 87a lla
    II B 0,23 34 98 89,9 6,5
    C 0,23 33 97 92,0 4,8
    III # A ohne 74 237 86,4 1 9,2
    B 0,16 32 83 92,4 7,3
    IV A ohne 90 - 86ª 8,5ª
    B 0,12 34 90 92,1 7,2
    a Umsetzung nicht vollständig durchgeführt. Prozentuale Umwandlung geschätzt auf Grund der Extrapolierung auf die quantitative Wasserstoffaufnahme.
  • Aus der obigen Tabelle ergibt sich, daß beim Arbeiten ohne Eisensulfat die Umsetzungszeit für eine 500/,ige Umwandlung zwischen 43 und 146 Minuten und die Umwandlung in das Hydrazin zwischen 86 und 940/0 schwankt. Bei Anwendung von Eisen(II)- sulfat liegen die entsprechenden Bereiche zwischen 30 und 34 bzw. 89,9 und 97,2 0/o. Diese vergleichenden Zahlenangaben zeigen deutlich den erfindungsgemäß erzielbarenVorteil auf. Bei denVersuchen I, B und II, C, wird das Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat unmittelbar nach der Zugabe des Katalysators getrennt zugesetzt. Bei den Versuchen II, B, III, B und IV, B liegt das Eisen(II)-sulfat adsorbiert auf dem Katalysator vor, wobei man die Adsorption in einer wäßrigen Lösung durchführt und den Katalysator anschließend durch Zentrifugieren abtrennt. Beide Verfahrensweisen zur Einführung des Eisensalzes führen zu ähnlichen Ergebnissen. Die Durchführung weiterer Versuche, bei denen die Zugabe des Eisens in Form von Eisen(III)- ammoniumsulfat oder Eisen(II)-ammoniumsulfat erfolgt, führt zu gleichen Ergebnissen, wie sie in der Tabelle III angegeben sind.
  • Beispiel 4 Es werden verschiedene Nitrosamine mit und ohne Anwendung von Eisen(II?-sulfat unter Anwendung von Wasser oder einer wäßrigen Äthylalkohollösung als Umsetzungsmedium hydriert.
  • Tabelle IV Hydrierung verschiedener Nitrosamine
    Umwandlung
    Zeit in Hydrazin
    Versuch Nitrosamin Eisensalz Umsetzungsmedium Verhältnis
    Minuten %
    1 Dimethyl ohne H20 40 89 0,85
    2 Dimethyl FeSO4 H20 17 93 0,88
    3 Diäthyl ohne H20 180 77 0,71
    4 Diäthyl FeSO4 H20 180 87 0,84
    5 Diäthyl ohne 100/o Äthylalkohol 335 77 0,72
    6 Diäthyl FeSO4 100/o Äthylalkohol 1 100 88 0,89
    7 Di-n-propyl ohne H20 210 68 0,63
    8 Di-n-propyl FeSO4 H20 100 79 0,75
    9 Di-n-propyl ohne 500/o Äthylalkohol 780 42 0,51
    10 Di-n-propyl FeSO4 500!o Äthylalkohol 210 73 0,65
    11 Di-n-propyl ohne 950/o Äthylalkohol 360 9 0,46
    12 Di-n-propyl FeSO4 950/o Äthylalkohol 447 63 0,62
    13 Di-n-butyl ohne 60°/o Äthylalkohol 147 24 0,41
    14 Di-n-butyl FeSO4 600in Äthylalkohol 153 56 0,48
    15 n-Butyl-ß-hydroxyäthyl ohne 100/o Äthylalkohol 460 41 0,67
    16 n-Butyl-ß-hydroxyäthyl FeSO4 100/o Äthylalkohol 675 61 0,67
    17 Nitrosomorpholin / ohne H20 24 5 0,04
    18 Nitrosomorpholin FeSO4 H20 9 82 0,84
    19 Nitrosomorpholin ohne 95 ovo Äthylalkohol 140 22 0,14
    20 Nitrosomorpholin FeCl3. 950/o Äthylalkohol 130 80 0,81
    21 Nitrosopiperidin ohne H20 214 76 0,64
    22 Nitrosopiperidin FeSO4 H20 39 91 0,86
    23 Nitrosopiperidin ohne 950/o Äthylalkohol 373 69 0,58
    24 Nitrosopiperidin FeCI3 950in Äthylalkohol 141 81 0,77
    25 Nitrosopyrrolidin ohne H20 155 85 0,81
    26 Nitrosopyrrolidin FeSO4 H20 36 90 0,85
    27 Dinitrosopiperazin ohne H20 170 20 0,09
    28 Dinitrosopiperazin FeSO4 H20 43 94 0,41
    29 Äthylphenyl ohne 700/o Äthylalkohol 34 annähernd0 0,02
    30 Äthylphenyl FeSO4 700/o Äthylalkohol 58 3 0,02
    Da sich die höheren Nitrosamine außerordentlich langsam umsetzen, wird eine Reihe der in der Tabelle IV angegebenen Versuchsreihen vor Erzielung einer quantitativen Umsetzung abgebrochen.
  • Durch potentiometrische Titration mit Kaliumjodat wird die Menge des gebildeten Hydrazins bestimmt.
  • Das Umsetzungsprodukt wird auch auf seine gesamte Basizität untersucht, durch die ein Hinweis auf die Mengen an vorliegendem Hydrazin, Amin und Ammoniak in dem Umsetzungsprodukt erhalten werden kann. Amin und Ammoniak lassen sich getrennt schwierig bestimmen, jedoch ist das Molverhältnis an gebildetem Hydrazin zu der Gesamtbasizität kennzeichnend für den Anteil an Nitrosamin, der durch die Umsetzung in das gewünschte Umsetzungsprodukt umgewandelt wird. Dieses Verhältnis ist in der letzten Spalte der Tabelle IV angegeben. Aus dieser Tabelle ist zu entnehmen, daß bei Vorliegen von Eisen(II)-sulfat das Verhältnis von Hydrazin zu den gesamten basischen Produkten höher ist. Besonders auffallend sind die unterschiedlichen Ergebnisse bei den Versuchen 17 und 18.
  • Beispiel 5 Die Übertragung der erfindungsgemäßen Verfahrensweise auf einen industriellen Maßstab ist in der folgenden Tabelle angegeben.
  • Tabelle V Technische Hydrierung von Nitrosodimethylamin unter Anwendung von Eisen(II)-sulfat
    Charge Katalysator FeSO4 # 7H2O Umwandlung zu
    Hydrazin AminHydrazin Amin
    Nr. Gewichtsteile Gewichtsteile L Olo
    256 15 0,0 69,5 10,1
    254 15 1,0 93,7 7,2
    258 10 0,7 93,7 7,6
    292 5 0,5 96,0 2,7
    Die Tabelle zeigt das interessante Ergebnis, daß bei Anwendung von Eisen(II)-sulfat die verbesserte Aus- beute an Hydrazin auch dann erhalten wird, wenn die Katalysatormenge auf ein Drittel derjenigen verringert wird, die ohne Anwendung des Eisensalzes verwendet wird.
  • Beispiel 6 Die folgende Tabelle zeigt die erfindungsgemäß erzielbare Ausbeuteerhöhung für Dimethylhydrazin und entsprechende Verringerung der Ausbeute an Dimethylamin sowie die größere Einheitlichkeit der Ausbeuten an. Die angegebenen Werte stellen die Durchschnittsausbeuten und die Normalabweichungen (quadratische Mittelwertmethode), die für fünf Gruppen von je zehn Betriebsansätzen errechnet werden, dar.
  • Tabelle VI Durch Anwendung von Eisen(II)-sulfat erzielte Gleichförmigkeit der Ergebnisse
    Katalysator FeSO4 # 7H2O Umwandlung und Standardabweichung
    Meßreihen
    Gewichtsteile Teile Hydrazin, % Amin,%
    35 bis 44 18 ohne 67,5 i 11,6 ij 15,7 i 2,3
    70 bis 79 28 ohne 61,4 i 17,1 20,3 zu 7,4
    149 bis 160a 24 ohne 78,4 # 18,8 10,4 # 4,5
    565 bis 574 7,9 0,7 90,3 i 1,7 l 1,0 zt 0,1
    575 bis 584 7,5 0,7 91,0 i 2,2 1,2 # 0,2

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von N,N-disubstituierten Hydrazinen der allgemeinen Formel in der R und R' in Form von Alkylenresten gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden, der gegebenenfalls ein weiteres Heteroatom enthalten kann, oder für sich Alkyl. reste bedeuten, die gegebenenfalls Substituenten aufweisen, die unter den Umsetzungsbedingungen nicht verändert werden, durch katalytische Reduk- tion entsprechender Nitrosamine mit Wasserstoff in Gegenwart eines auf einem Träger angeordneten Palladiumkatalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Katalysator 0,0005 bis 25 Millimol, vorzugsweise 0,5 Millimol, eines Eisensalzes zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Eisensalz ein solches des zweiwertigen Eisens, insbesondere Eisen(II)-sulfat verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrierung in einem flüssigen Medium durchführt.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patentschrift Nr. 1 037 464.
DEF26229A 1957-08-06 1958-07-23 Verfahren zur Herstellung von N, N-disubstituierten Hydrazinen Pending DE1141643B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037464B (de) 1956-02-10 1958-08-28 Du Pont Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer Dialkylhydrazine durch katalytische Reduktion von Dialkylnitrosaminen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037464B (de) 1956-02-10 1958-08-28 Du Pont Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer Dialkylhydrazine durch katalytische Reduktion von Dialkylnitrosaminen

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