DE1140356B - Einrichtung zur Verringerung des Kopiereffektes (Bandechos) von Magnetogrammen - Google Patents
Einrichtung zur Verringerung des Kopiereffektes (Bandechos) von MagnetogrammenInfo
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Description
- Einrichtung zur Verringerung des Kopiereffektes (Bandechos) von Magnetogrammen Die durch die Einwirkung der Magaetisierung von Nachbarlagen, d. h. im Bandwickel über oder unter der betrachteten Bandlage liegender Bandlagen hervorgerufenen Kopiererscheinungen setzen insbesondere nach längerer Lagerzeit die Qualität von Magnetogrammen herab, gelegentlich bis zur Unbrauchbarkeit der Aufzeichnung.
- Es ist bekannt, die Neigung zur Ausbildung solcher Kontaktkopien durch Maßnahmen bei der Herstellung des magnetischen Belages der Magnetogrammträger zu vermindern; eine ausreichendeWirkung wird hierdurch jedoch nicht erreicht. Es ist weiter bekannt, Magnetogramme nach längerer Lagerung unmittelbar vor der Wiedergabe einer mechanischen, thermischen oder magnetischen Beeinflussung zu unterwerfen, die die durch den Einfluß der Magnetisierung der Nachbarspuren hervorgerufenen Bandechos erheblich stärker als die Nutzmagnetisierung schwächt. Die ersteren beiden Maßnahmen (mechanische oder thermische Behandlung) gefährden die Festigkeit der Magnetogrammträger und werden daher bei Bändern auf Kunststoffbasis in der Praxis nicht angewendet. Die bekannte Beeinflussung der Bänder durch geeignete Magnetfelder vermeidet diese Nachteile und ist recht wirkungsvoll. Sie ist aber in der bekannten Form mit Hilfe elektrisch erregter, magnetischer Wechselfelder sehr aufwendig, da neben den erforderlichen Spulenanordnungen (Löschspulen, Löschköpfen) noch Oszillatorschaltungen zu deren Erregung und weiterhin zur Begrenzung der Einwirkung auf den Wiedergabefall elektrische, knackfrei arbeitende Schalt- oder mechanische Schwenkeinrichtungen notwendig sind. Diese Einrichtungen sind weiterhin voluminös und erfordern Anbringung an bestimmten Stellen des Bandlaufes, so daß sie an bestehende Anordnungen häufig nicht nachträglich angebracht werden können. Sie erschweren weiterhin die betriebsmäßige Handhabung, wenn sie ein Einlegen des Magnetogrammträgers zwischen die Pole der Echolöscheinrichtung erfordern.
- Diese Nachteile vermeidet zum Teil eine bekanntgewordene Einrichtung, die aus einem geeignet dimensionierten kleinen Pernamentmagneten besteht, der im Bedarfsfalle derart angebracht werden kann, daß das Band nacheinander an seinen beiden Polen vorbeiläuft. Neben einer relativ starken Herabsetzung des Pegels des Echos ergibt sich allerdings eine zusätzliche Gleichfeldmagnetisierung des Tonträgers und damit eine. störende Erhöhung des Ruherauschens.
- Zur Vermeidung dieser Nachteile ist eine Einrichtung zur Verringerung des Kopiereffektes von Magnetogrammen in Form einer Magnetanordnung an der das Band vorbeiläuft an einem Magnetbandgerät erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine Vielzahl von kleinen (nur 1/io mm langen) Permanentmagneten mit aufeinanderfolgenden entgegengesetzten Polen und stetig abnehmender Intensität.
- Die neue Einrichtung ist klein und kann leicht an der erforderlichen Stelle des Bandlaufes angebracht und auch wieder entfernt werden. Sie erfordert gegenüber den bekannten, mit Wechselfeldern betriebenen Echo-Löscheinrichtungen einen geringen technischen und wirtschaftlichen Aufwand. Die Magnetanordnung besteht vorteilhaft aus einer großen Anzahl in Bandlaufrichtung aufeinanderfolgender abwechselnd entgegengesetzt gerichteter Pole, deren Intensität und/ oder räumliche Anordnung derart gewählt wird, daß die im Tonträger hervorgerufene zusätzliche Magnetisierung ähnlich wie bei der bekannten HF-Löschung während des Vorbeilaufes allmählich auf Null zurückgeführt wird, so daß keine Erhöhung des Ruhegeräusches gegenüber einem nicht der Einrichtung ausgesetzten Tonträger eintritt.
- Rechnerische überlegungen und experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, daß eine optimale Wirkung erreicht wird, wenn die Koerzitivkraft der Perinanentmagnete in der Größenordnung oder etwas oberhalb der Koerzitivkraft der üblicherweise verwendeten Magnettonträger, also bei etwa 300 Oe liegt; andernfalls wird die Magnetisierung der Einrichtung durch die des vorbeflaufenden Tonträgers allmählich abgeschwächt. Weiterhin soll die Zahl der aufeinanderfolgenden Polpaare in der Größenordnung von 50 liegen und ihre Feldstärke von einem etwa dem maximalen Pegel der Nutzmagnetisierung entsprechenden Wert (etwa 200 mM Kurzschlußfluß) stetig auf Null abnehmen.
- Die optimale Dosierung hängt von den magnetischen Eigenschaften der zu beeinflussenden Tonträger ab und kann durch Auswahl einer Magneteinrichtung geeigneter Stärke aus einer vorrätig gehaltenen Reihe unterschiedlicher Werte oder durch Verändern des Abstandes zwischen Einrichtung und Tonträger geschehen. DerAbstand aufeinanderfolgender Pole soll groß gegenüber der Dicke des magnetischen Belages sein, um eine Beeinflussung auch der der Einrichtung abgewandten Schichten sicherzustellen. Hieraus ergibt sich ein optimaler Abstand von Pol zu Pol in der Größenordnung von 0,1 mm und eine Gesamtlänge der Einrichtung in Bandlaufrichtung von etwa 10 mm, so daß diese ohne Schwierigkeiten auch bei gedrängt gebauten Magnetbandgeräten nachträglich angebracht werden kann. Da die durch den Einfluß der Nachbarspuren hervorgerufene Echomagnetisierung im Falle des aufgespulten Vollspurmagnettonbandes transversal gerichtet ist, wird es für diesen Fall besonders wirksam sein, auch die Richtung der Einzelmagaete der Einrichtung transversal zum beeMussenden Träger zu wählen.
- Eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung besteht aus einem auf einem Halteklotz z. B. durch Kleben befestigten Magnetband, das mindestens die Breite des zu beeinflussenden Magnetogrammes aufweist. Das Magnetband ist mit einer Aufzeichnung versehen, die der obengenannten Dimensionierung entspricht. Zur Erhöhung der magnetischen Stabilität ist es zweckmäßig, diese Aufzeichnung in Anwesenheit eines relativ starken HF-Vormagnetisierungsfeldes vorzunehmen und einen magnetisierbaren Belag zu wählen, der eine besonders große zeitliche Stabilität sowie Unempfindlichkeit gegenüber mechanischen, thennischen und magnetischen Einflüssen besitzt.
- An Hand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert.
- In Fig. 1 sind mögliche Anordnungen der Pole der Permanentmagnete einer erfindungsgemäßen Anordnung gezeigt, in Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung und in Fig. 3 ist die Anordnung der Einrichtung auf einem Magaetbandgerät dargestellt.
- Fig. la zeigt die- Anordnung der Magnete in Längsrichtung, Fig. 1 dagegen transversal zur Bandebene. Der Maglietogrammträger 1 läuft dabei in Pfeilrichtung an der Einrichtung vorbei. Die Darstellung ist in Richtung des Bandlaufes stark gedehnt.
- Fig. 2 zeigt die Einrichtung in Form eines um die Achse A-B mittels eines Hebels 2 schwenkbaten Klotzes 3, so daß die -aktive mit den Magneten versehene Oberfläche 4 leicht in oderaußer Kontakt mit dem vorbeilaufenden bandförmigen Magaetogrammträger 1 gebracht werden kann. Natürlich kann die Schwenkbewegung der- Einrichtung auch fest mit den Bedienungsfanktionen des Magnetbandgerätes gekoppelt werden.
- Die in Fig. la bzw. 1 b im Detail dargestellte Magnetanordnung ist hier durch Aufkleben auf dem Klotz 3 befestigt. Der Magnetogrammträger 1 läuft mit einem genügenden Kontakt mit der aktiven Oberfläche gewährleistenden Umschlingungswinkel an der Anordnung entlang. Ein umnagnetischer keilförmiger Distanzkörper 5, z. B. aus Kunststoff, sorgt für die erforderliche Schwächung der Wirkung der in Bandlaufrichtung aufeinanderfolgenden Magnete, falls diese nicht schon selbst eine abnehmende Intensität aufweisen.
- In Fig. 3 ist die Anordnung der neuen Einrichtung an einem Magnetbandgerät dargestellt. Die Einrichtung 6, die in Fig. 2 im einzelnen dargestellt ist, ist zwischen dem Auf- und Abwickelteller 7 bzw. 8 etwa in einer Reihe mit dem Lösch-, Sprech- und Hörkopf 9, 10 bzw. 11 angeordnet. Der Transport des Magnetogrammträgers 1 erfolgt durch die Antriebswelle 12 und die Andruckrolle 13.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Verringerung des Kopiereffektes (Bandechos) von Magnetogrammen in Form einer Magnetanordnung an der das. Band vorbeiläuft an einem Magnetbandgerät, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von kleinen um (l/lo mm langen) Perinanentmagneten mit aufeinanderfolgenden entgegengesetzten Polen und stetig abnehmender Intensität.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der aufeinanderfolgenden Polpaare in der Größenordnung von 50 liegt. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der aufeinanderfolgenden Polpaare. in der Größenordnung von 0,1 mm liegt. 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koerzitivkraft der Permanentniagnete bei etwa 300 Oe liegt. 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetanordnung eine in Laufrichtung des zu beeinflussenden Magnetogrammträgers abnehmende Intensität aufweist und die maximale Intensität einem Kurzschlußfluß von etwa 200 mM entspricht. 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetrichtung transversal zur Ebene des zu beeinflussenden Magnetogrammträgers liegt. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetanordnung aus einem Stück einer Magnetbandaufzeichnung besteht. 8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetbandaufzeichnung mit relativ starker Vormagnetisierungsintensität und auf Material besonders hoher magnetischer Stabilität erfolgt. 9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Magneteinrichtung schwenkbar zur leichten Annäherung und Entfernung an das Magnetband angeordnet ist. 10. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, 6 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Magnetanordnung konstanter Intensität und den Tönträgern ein keilförmiges Distanzstück zur Verringerung der Intensität in Bandlaufrichtung vorgesehen ist. in Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 867 170; Patentschrift Nr. 15 101 des Amtes für Erfindung-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands; USA.-Patentschriften Nr. 2 535 498, 2 861133; Electronics, August 1952, S. 115.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0078997A3 (de) * | 1981-11-06 | 1983-07-20 | BASF Aktiengesellschaft | Bandkassette mit einem Aufzeichnungsträger mit Magnetspur und Echolöscheinrichtungen für solche Bandkassetten |
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1959
- 1959-05-26 DE DEI16484A patent/DE1140356B/de active Pending
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