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Dehnbares Gliederband Zusatz zum Patent 1079 369
Die, Erfindung
bezieht sich auf eine Weiterbildung des dehnbaren Gliederbandes, nach Patent
1079 369,
das aus kastenförmigen, nach unten offenen Schaugliedern und hülsenförmigen
Zwischengliedem und mindestens einer zwischen dieselben gespannten und sie ineinanderschiebenden
Feder besteht, wobei zum Zusammenbauen oder Zerlegen des Gliederbandes jedes Schauglied
in jeder seiner quer zur Bandlängsrichtung stehenden Längswände einen Längsschlitz
für den Durchtritt der Decke des Zwischengliedes und dieses in seiner Decke einen
Längsschlitz zum Durchlassen der Längswände der Schauglieder aufweist.
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Die Erfindung nach dem Hauptpatent 1079 369
bezweckt die Schaffung
eines derartigen Gliederbandes, dessen Gliederpaare sich in sehr einfacher Weise
zusammensetzen und zerlegen lassen, jedoch zugleich gegen unbeabsichtiges Lösen
gesichert sind, und zwar mit Teilchen, die klein gehalten sind, also wenig Raum.
beanspruchen und daher eine möglichst große Dehnung des Gliederbandes ermöglichen,
das dabeiein geschlossenes Aussehen aufweist.
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Bei der Erfindung gemäß dem Hauptpatent 1079 369 ist in den
Zwischengliedern ein Sperrglied untergebracht, welches normalerweise den Durchtrittsschlitz
für die Schaugliedlängswand in der Decke des Zwischengliedes schließt, jedoch, in
einen relativen Entsperrungszustand, gebracht, den Durchtrittsschlitz freigibt und
die Längswand des Schaugliedes dürchtreten läßt.
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Bei einer Ausführungsform des Hauptpatents besteht das Sperrglied
von U-förmigem Querschnitt aus dünnem Federblech, das an dem Boden der einen Längswand
und der Decke des Zwischengliedes entsprechend mit seinem unteren Flansch, seinem
Steg und seinem oberen Flansch von innen anliegt, wobei der letztere den bei seiner
freien Kante befindlichen Längsschlitz in der Zwischengjieddecke gerade noch mit
unterfaßt.
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Es ist bei dehnbaren Gliederbändern bereits, bekannt, hülsenförmige
Zwischenglieder zugleich als kombinierte Federn auszubilden, wobei jedoch
die
Federn als besondere Stücke in die Zwischenglieder eingebaut sind.
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Außerdem ist bereits ein dehnbares Gliederband bekanntgeworden, bei
dem eine Gliederart mit den Blattfedem einstückig aus Federmaterial hergestellt
ist, wobei an den Längsseitenwänden dieser Glieder von den Saumseiten her Einschnitteile
vorgesehen sind, die - aufgebogen - die Blattfedern bilden.
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Gemäß der Erfindung der Zusatzanmeldung bestehen das Sperrglied und
die Feder aus einem Stück. wobei an den Kanten zwischen dem Verbindungssteg und
dem unteren Flansch bzw. dem oberen Flansch von den Saumseiten des Sperrgliedes
her zur Mitte hin sich erstreckende Teile freigeschnitten und zu Blattfedern gebogen
sind, so daß die Flansche des Sperrgliedes nur durch einen schmalen Mittelsteg verbunden
sind. Durch diese Vereinigung zu einem Stück gewinnt man einen um mindestens eine
Feder-,rößeren Raum im Zwischenglied und blechstärke g
eine entsprechend
größere Dehnung des Gliederbandes. Außerdem wird das Kippen der Blattfeder aus ihrer
Wirkungsstellung verhindert. Das Vereinen des Sperrgliedes und der Feder bedeutet
also eine wesentliche Vereinfachung, Verbesserung und Verbilligung des dehnbaren
Gliederbandes.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in fünf Abbildungen
dargestellt, welche zeigen Abb. 1 das Gliederband in gedehntem Zustand, links
in senkrechtem Längschnitt, rechts in Seitenansicht, Abb. 2 dasselbe, links im.
Längsschnitt parallel zur Bandebene, rechts in Draufsicht, Abb. 3 einige
Bandglieder mit im Entsperrungszustand befindlicher Verbindungsstelle in senkrecht-zur
Bandebene geführtem Längschnitt, Abb.4 die Bandglieder beim Lösen ihrer Verbindung
und Abb. 5 die mit dem Sperrglied vereinte Blattfeder, die im Zwischenglied
unitergebracht ist, in Perspektive. Das Gliederba nd weist kastenförtnige, nach
unten offene Schauglieder 1 auf, die aus einer Decke 2, zwei quer zur Bandlängsrichtung
stehenden Längswänden Y, Y' und zwei entlang der Bandsäume stehenden Endwänden
4 bestehen, wobei sie in den Längswände,n Y, Y' ein wenig unterhalb. der
Decke 2
einen Längsschlitz 5 aufweisen. Diese, Schauglieder
1
sind durch hülsenförmige Zwischenglieder 11 von rechteckigem Querschnitt
verbunden und weisen einen Boden 12, zwei quer zur Bandlängsrichtung stehende Längswände
lY, lY' und eine in einen schmalen Teil 14' und einen breiten Teil 14" durch einen
Längsschlitz 15 geteilte Decke auf. Je zwei Schauglieder 1 sind mit
ihren einander benachbarten Längswänden Y, Y' durch den Längsschlitz
15 zwischen den Deckenteilen 14', 14" eines Zwischengliedes 11 in
dasselbe und dieses mit seinenDeckenteilen 14', 14" vom Inneren der Schauglieder
1 her durch deren Längswandschlitze 5 nach außen geführt.
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In jedes Zwischenglied 11 ist eine Sperrglied-Blattfederkombination
eingesetzt (Abb. 1 bis 4), die einen U-förnügen Querschnitt (Abb.
5) hat und aus einem unteren Flansch 3T, einem oberen Flansch
32" sowie einem dieselben an einem mittleren Teil ihrer einen hinteren Ungskanten
verbindenden Steg 33
besteht, während die beiden seitlich desselben sich erstreckenden
Teile von den Flanschen 32', 32" frei geschnitten und zwischen dieselben
nach vorn zu Blattfedern 34 gebogen sind. Der untere, Flansch 32'
ist so breit,
daß er auf dem Boden 12 des Zwischengliedes 11 in die lichte Breite desselben
paßt. Mit dem Mittelsteg 33 und den durch denselben verbundenen Flanschen
32', 32" paßt das Sperrglied 31 in die lichte Höhe des Zwischengliedes,
11 und liegt an der rängswand lY' desselben an. Der obere, verschmälerte
Flansch 32" erstreckt sich unter den breiten Deckenteil U' und unter den
Längsschlitz 15
des Zwischengliedes 11 und noch ein wenig unter den
schmalen Deckenteil 14' und schließt den Längsschlitz 15 bei seiner nach
oben gerichteten Spannung. Die Blattfeder 34, die durch den Mittelsteg
33 mit dem Sperrglied 31 vereint ist, spreizt, sich zwischen die eine
Längswand lY' des Zwischengliedes 11 und die eine Uängswand 3' des
Schaugliedes 1 und schiebt die genannten Bandglieder 1 und
11 in Bandlängsrichtung ineinander. Dadurch wird das Gliederband zusammengezogen,
während es gegen die Wirkung der Blattfedem 34 gedehnt werden kann.
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Das Einhängen derSchaugliederl in diaZwischenglieder 11 erfolgt
dadurch, daß die Längswände Y, Y' der ersteren den oberen Flansch
32" der Feder 31 abwärts drücken. Zum Aushängen der Schauglieder
1
(Abb. 3 und 4) wird der obere Flansch 32" mittels einer seitlich
unter die Kanten der Deckenteile 14, 14" eingeschobenen. Nadel 42 etwas abwärts.
gebogen und dann unter Zurückdrängen der letzteren und des oberen Flansches
32" das Schauglied 1 mit seiner Wand Y' ausgehängt. Auf diese Weise
können dem Gliederband Gliederpaare 1, 11 entnommen oder zugefügt
und es so dem Armumfang angepaßt werden. Die Blattfedersperrgliedkombination kann
an der Vorderkante ihres oberen Flansches 32#" noch Vorsprünge aufweisen, die den
Eingriff desselben unter den Deckenteil 14' des Zwischengliedes 11 vertiefen
und damit den Verschluß desselben zusätzlich sichern.