DE1039713B - Verfahren zur Herstellung von Praezisionsgiessformen mit verlorenem Wachs - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Praezisionsgiessformen mit verlorenem WachsInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C3/00—Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
- B22C9/02—Sand moulds or like moulds for shaped castings
- B22C9/04—Use of lost patterns
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
- Mold Materials And Core Materials (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Präzisionsgießformen mit verlorenem Wachs.
Bei dem Verfahren des Gießens mit verlorenem Wachs umhüllt man das Wachsmodell mit einem
Überzug aus einem feinkörnigen, feuerfesten Stoff, wie z. B. Ouarzsand oder Schamotte, und einem
hydraulischen Bindemittel in wäßriger Lösung, wie z. B. einer verdünnten Natriumsilikatlösung. Nach
dem Trocknen setzt man das so überzogene Modell in einen Formkasten, den man mit einem Gemisch aus
einem verhältnismäßig grobkörnigen, feuerfesten Stoff, beispielsweise Flintsand, einem hydraulischen Bindemittel,
z. B. Natriumsilikat, und Wasser anfüllt.
Hierbei können dreierlei Schwierigkeiten auftreten. Der Überzug kann durch Aufsaugen zum Quellen
kommen und dadurch abblättern.
Das Silikat kann sich in dem Wasser auflösen, und der Überzug kann dadurch zu einem Pulver zerfallen.
Der Überzug kann schließlich Natriumsalze absorbieren, wodurch die feuerfesten Eigenschaften des
Überzuges der Form verlorengehen, die sich dann in der Hitze verformt und nach dem Gießen an den Gußstücken
haftenbleibt.
Man kann die Wiederauflösung des Natrium-Silikates kaum vermeiden, wenn dasselbe einfach getrocknet
wird. Man muß also seine Unlöslichkeit durch ein nicht umkehrbares Umwandlungsverfahren
zu erreichen suchen. Es ist wenig zweckmäßig, dies dadurch erreichen zu wollen, daß man dem wäßrigen
Überzugsgemisch einen Stoff hinzufügt, der die mehr oder weniger rasche Gelierung des Überzuges herbeiführt,
denn diese wäßrige Masse würde noch vor ihrem Verbrauch abbinden, was ihr jeden gewerblichen
oder wirtschaftlichen Wert nehmen würde.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann man nun die Unlöslichkeit des Überzuges nach seinem Auftragen
in sehr einfacher Weise durch eine zweite Schicht eines flüssigen Gemisches einer sauren
Lösung von Kieselerde mit oder ohne Füllstoff, wie z. B. Kieselgur, erreichen.
Es ist deshalb ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Präzisionsgießformen
mit verlorenem Wachs zu schaffen, bei welchem das Modell mit einem Überzug versehen
wird, welcher aus feuerfestem körnigem Stoff in der Lösung eines Alkalisilikates besteht, dann das so
überzogene Modell in einen Formkasten gesetzt wird, den man mit einem Gemisch aus Sand, einem hydraulischen
Bindemittel und Wasser anfüllt, wobei der Überzug durch eine Behandlung mit einer angesäuerten
wäßrigen oder alkoholischen Kieselsäurelösung wasserfest gemacht wird.
Das Auftragen dieser sauren Lösung der Kiesel-Verfahren zur Herstellung
von Präzisionsgießformen
mit verlorenem Wachs
Anmelder:
Regie Nationale des Usines Renault,
Billancourt, Seine (Frankreich)
Billancourt, Seine (Frankreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. C. H. Huß, Patentanwalt,
Garmisch-Partenkirchen, Rathausstr. 14
Garmisch-Partenkirchen, Rathausstr. 14
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 29. August 1951
Frankreich vom 29. August 1951
säure mit oder ohne Füllstoff, wie z. B. Kieselgur, Schamotte, Sillimanit, Korund usw., kann auch durch
Eintauchen, besser aber durch Aufspritzen auf das mit dem Überzug auf der Basis des Natriumsilikates
mit alkalischer Reaktion bedeckte Wachsmodell geschehen. Dieses Aufspritzen kann entweder nach dem
völligen Trocknen oder auch nach unvollständiger Trocknung vor sich gehen. Im letzteren Fall kann der
erste Überzug des Alkalisilikates eine geringe Menge an Glycerin enthalten, um ein völliges Trocknen an
der Luft zu vermeiden.
Eine besondere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht in der Verwendung einer
Kieselsäurelösung, wobei dieselbe nicht in Wasser, sondern in Alkohol gelöst ist, also eines Kieselsäure-Alkohol-Sols,
das mit einer Spur von Salzsäure angesäuert ist. Das Alkoholsol kann durch Eintauchen
oder durch Aufspritzen aufgetragen werden. Es besitzt den Vorteil, daß es das Natriumsilikat nicht
löst, so daß die Unlösbarkeit an der Oberfläche rasch erzielt wird und durch die Diffusion der Salzsäure
weiter fortschreitet.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß man eine
saure Lösung von Kieselsäure verwendet, und zwar gelöst in einem Gemisch aus Wasser und Alkohol mit
einem Alkoholanteil, der genügend hoch ist, um das Auflösen des Natriumsilikates zu verhindern.
Eine derartige Lösung kann man beispielsweise erhalten, wenn man 100 Raumteile Natriumsilikat mit
809 639/406
ίό°/ο SiO., unter Rühren in 50 Raumteile einer
19%igen Salzsäure gießt, wobei man eine homogene klare Lösung erhält, und dann noch 50 Raumteile
Alkohol hinzufügt, um eine saure wäßrig-alkoholische Lösung mit 8°/o SiO2 zu erhalten.
Die so behandelten Modelle aus Wachs oder einem ähnlichen plastischen Stoff ergeben metallische Gußstücke,
die an der Oberfläche keinen Fehler infolge von Rißbildung, Verformung oder Abblättern des
Überzuges des Modells zeigen.
Xach einer weiteren Ausführuugsform der vorliegenden
Erfindung kann der feuerfeste Überzug auf das Wachsmodell in zwei aufeinanderfolgenden
Schichten aufgetragen werden, von welchen die eine (beispielsweise die erste) als Bindemittel das alkalisch
reagierende Silikat hat, während die andere als Bindemittel ein saures Sol der Kieselsäure entweder als
Alkoholsol oder als Hydrosol hat. Auf diese Weise sichert die zweite Schicht, da sie die erste Schicht
nicht zersetzt, ein besseres Bedecken der scharfen Kanten des Wachsmodells, denn die durch die erste
Schicht auf dem Wachsmodell hervorgerufenen Menisken führen zu einer sehr geringen Schichtdicke
auf den scharfen Kanten des Wachsmodells, und infolgedessen kann es an den Kanten des entsprechenden
metallischen Gußstückes zur Gratbildung kommen.
Man kann diesen Fehlern nicht dadurch aus dem Wege gehen, daß man auf den ersten Überzug einen
zweiten Überzug von Alkalisilikat aufträgt, denn bei Auflösung des ersteren erscheint der gleiche Meniskus
wieder. Wenn man dagegen nach einem ersten Überzug mit Xatriumsilikat einen zweiten Überzug aufträgt, der einen feuerfesten Füllstoff geeigneter Körnung
und in ausreichender Menge enthält, analog dem des ersten Überzuges, aber unter Verwendung eines
Kieselsäuresol als Bindemittel an Stelle des Natriumsilikates, dann bleibt der erste Überzug unverändert,
und der zweite überzug bedeckt die Kante weiterhin, wodurch an dieser Stelle die Dicke des
Überzuges in günstiger Weise zunimmt und wodurch Gußstücke mit sauberen, gratfreien, scharfen Kanten
erhalten werden.
Dieser zweite Überzug auf der Basis eines sauren Kieselsäuesols kann wäßrig, alkoholisch oder wäßrigalkoholisch sein. Die letztgenannte Lösung wird bevorzugt,
weil ein Gehalt von 8 bis 10% Alkohol in dem Wasser des Bindemittels genügen, um das Xatriumsilikat
der ersten Schicht unlöslich zu machen, unabhängig von der Unlöslichmachung durch die
Änderung des pH-Wertes bei der Einwirkung der
Säure auf das Alkali.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Präzisionsgießformen mit verlorenem Wachs, bei denen das
Modell mit einem Überzug \-ersehen wird, welcher aus feuerfestem körnigem Stoff in der Lösung
eines Alkalisilikates besteht, dann das so überzogene Modell in einen Formkasten gesetzt wird,
den man mit einem Gemisch aus Sand, einem hydraulischen Bindemittel und Wasser anfüllt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug durch eine Behandlung mit einer angesäuerten wäßrigen
oder alkoholischen Kieselsäurelösung wasserfest gemacht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Schichten eines Überzuges nacheinander auf das Wachsmodell aufgebracht werden, wobei die eine Schicht als Bindemittel ein
Alkalisilikat und die andere Schicht als Bindemittel ein angesäuertes Kieselsäuresol enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift" Xr. 742 603;
britische Patentschrift Xr. 601 260.
Deutsche Patentschrift" Xr. 742 603;
britische Patentschrift Xr. 601 260.
© 809 639/406 9. 5»
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1039713X | 1951-08-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1039713B true DE1039713B (de) | 1958-09-25 |
Family
ID=9588449
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER9306A Pending DE1039713B (de) | 1951-08-29 | 1952-06-20 | Verfahren zur Herstellung von Praezisionsgiessformen mit verlorenem Wachs |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE511806A (de) |
| DE (1) | DE1039713B (de) |
| FR (1) | FR1041939A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742603C (de) * | 1943-03-13 | 1943-12-08 | J E Reinecker Ag | Verfahren zur Verkuerzung der Erstarrungszeit von Giessform- und Kernmassen |
| GB601260A (en) * | 1944-05-31 | 1948-05-03 | Austenal Lab Inc | Improvements in and relating to moulds for casting metals |
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0
- BE BE511806D patent/BE511806A/xx unknown
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1951
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-
1952
- 1952-06-20 DE DER9306A patent/DE1039713B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742603C (de) * | 1943-03-13 | 1943-12-08 | J E Reinecker Ag | Verfahren zur Verkuerzung der Erstarrungszeit von Giessform- und Kernmassen |
| GB601260A (en) * | 1944-05-31 | 1948-05-03 | Austenal Lab Inc | Improvements in and relating to moulds for casting metals |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1041939A (fr) | 1953-10-27 |
| BE511806A (de) |
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