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DE2220060A1 - Verfahren zur herstellung von magnesiumoxyd-kernen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von magnesiumoxyd-kernen

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Publication number
DE2220060A1
DE2220060A1 DE2220060A DE2220060A DE2220060A1 DE 2220060 A1 DE2220060 A1 DE 2220060A1 DE 2220060 A DE2220060 A DE 2220060A DE 2220060 A DE2220060 A DE 2220060A DE 2220060 A1 DE2220060 A1 DE 2220060A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
core
slurry
casting
magnesium oxide
cores
Prior art date
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Granted
Application number
DE2220060A
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English (en)
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DE2220060C3 (de
DE2220060B2 (de
Inventor
John Ross Anderson
James Swan Perron
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RTX Corp
Original Assignee
United Aircraft Corp
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Publication date
Application filed by United Aircraft Corp filed Critical United Aircraft Corp
Publication of DE2220060A1 publication Critical patent/DE2220060A1/de
Publication of DE2220060B2 publication Critical patent/DE2220060B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2220060C3 publication Critical patent/DE2220060C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/10Cores; Manufacture or installation of cores
    • B22C9/105Salt cores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

Patentanwalt
Bernd Becker
6530 Bingen-Sponsheim
UNITED AIRCRAFT CORPORATION Römeretr. 10 - Tel. 06721/3311
400 Main Street
East Hartford
Connecticut 06108 2220060
Verfahren zur Herstellung von Magnesiumoxyd-Kernen.
Priorität: USA Nr. 158.128
Patentanmeldung vom 29· Juni 1971
Die folgende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von hohlen Teilen' aus Superlegierungen durch das Modellausschmelzverfahr en, und im besonderen auf die Herstellung von Metallteilen aus Kobalt- oder Nickel-Superlegierungen die mit kleinen und engen Oeffnungen und Durchlässen versehen sind.
Im Modellausschmelzverfahren wird ein leicht entfernbares Modell des zu giessenden Teiles, welches alle erforderlichen Oeffnungen und Gusszapfen besitzt in eine Aufschlämmung eines widerstandsfähigen Materials getaucht welches auf dem Teil erhärtet und einen glatten Ueberzug bildet welcher die Guss- formoberflache bildet. Das Vor-Ueberziehen oder Eintauchüberziehen des Modells wird normalerweise dadurch, ausgeführt, dass das Modell in eine Aufschlämmung eines feinen widerstandsfähigen Pulvers in einem geeigneten flüssigen Bindemittel eingetaucht wird wobei die Aufschlämmung während dem Trocknen bei Raumtemperatur aushärtet. Nach dem Eintauchen wird der Ueberschuss an Aufschlämmung von dem Modell abtropfen lassen und der Ueberzug wird im nassen Zustand mit gröberen widerstandsfähigen Partikeln verputzt welches dazu beiträgt den Ueberzug zu festigen. Durch die oben beschriebenen Stufen von Eintauchen und Verputzen wird eine keramische Schalenform hergestellt und die einzelnen Stufen werden solange wiederholt bis eine Schale genügendor Dicke rundum das Modell aufgebaut ist, welche
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Schale den, "bei den folgenden Verfahr ens stufen, auftretenden Spannungen widerstehen kann. Die gebräuchliche Dicke bewegt sich zwischen 0,31 bis 1,25 cm obschon auch dünnere oder schwerere Schalen für spezielle Verwendungszwecke geformt werden können. Nach der Ausbildung der widerstandsfähigen Schale wird das Modell aus der Form herausgenommen welche alsdann für den Giessvorgang gebraucht werden kann. Typische Materialien für das Modell sind entweder Wachsmischungen oder Kunststoffe wie zum Beispiel Polystyrol und, im gegebenen Fall, Polyäthylen.
Hie und da ist es erwünscht hohle Artikel durch das Modellausschmelzverfahren herzustellen und besonders solche mit sehr kleinen und engen Durchgängen. Zur Herstellung solcher Artikel wird ein keramischer Kern welcher normalerweise aus gepresster Kieselerde besteht, in die Form gegeben. Obschon diese Kieselerde-Kerne sehr nützlich sind ist en doch schwer sie nach dem Giessen mit. einem nicht ätzenden Auslaugmedium zu entfernen. Es ist offensichtlich dass, falle sehr kleine oder feine Oeffnungen oder Zwischenräume mit einem unlöslichen Kernmaterial gefüllt sind es sehr schwierig werden kann dieses Material mit einem nicht ätzenden Auslaugmittel vollständig zu entfernen.
Andere gebräuchliche Kerne zur Herstellung von hohlen Giessteilen bestehen aus löslichen Metallhalogenidsalzen vermischt mit Borax, Magnesiumoxyd oder Talk. Solche Zusammensetzungen sind in dem US Patent Nr. 3 4-07 864- von Anderko beschrieben. In dem US Patent Nr. 3 473 599 ist die Anwendung einer Mischung aus Magnesiumoxyd und Kalziumphosphat beschrieben. Im Falle der metallhalogenidhaltigen Kerne wurde gefunden, dass das Halogen unerwünschte Reaktionen mit der Superlegierung während des Giessens eingehen kann. Im Falle der Magnesiumoxyd- Kalziumphosphat Kerne wurde gefunden, dass sie ga3ig, brüchig und' schwer anzuwenden sind falls Gusstücke aus Superlegierungen hergestellt worden sollen.
Die vorliegende Erfindung beschreibt ein Verfahren zur φ stellung von keramischen Kernen für das Modellausschmelz-r verfahren. Diese Kerne aus Magnesiumoxyd widerstehen leicht den beim Vergiessen von Superlegierungen nötigen Temperaturen,
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reagieren nicht mit den Legierungssystemen und können leicht zu komplexen Formen verformt werden. Es ist desweiteren ein Vorteil dass das Magnesiumoxid welches gemäss dem vorliegenden Verfahren hergestellt wird leicht durch nicht ätzende Auslaugmedien, insbesondere Wasser, aus dem Gusstück entfernt v/erden kann.
Gemäss dem vorliegenden Verfahren wird eine wässrige Lösung aus 12 bis 30 Gew.% Magnesiumchlorid mit 75 Gew.% Magnesiumoxydpulver zu einer zähflüssigen Aufschlämmung vermischt. Die Aufschlämmung wird in eine Kunststoff- oder Kautschukform gegossen welche die gewünschte Form aufweist. Nach der Aushärtung wird das so hergestellte Stück gebrannt um das Oxychlorid in das Oxyd umzuwandeln, dies geschieht normalerweise bei Temperaturen zwischen ungefähr 1204 und 14820C. Ein fester, rauher Magnesium.-oxydkern welcher in einem Modellausschmelzverfahren angewendet werden kann wird somit erhalten.
Der erhaltene Kern wird normalerweise durch Eintauchen in eine Aufschlämmung von fein verteiltem Zirkohoxyd (mit einer Durchschnittskorngrössenverteilung unterhalb 100 Mikron) überzogen um eine Reaktion des Magnesiums mit den Silikaten der äusseren Schale der beim Modellausschmelzverfahren gebrauchten Form zu vermeiden. Nach der Ausführung des Giessens nach den herkömmlichen Verfahren kann der Magnesiumoxydkern mit einem Wasserdampfstrahl welcher über das Gusstück geleitet wird oder aber durch Eintauchen des Gusstückes in einen mit Wasser gefüllten Autoklav bei hoher Temperatur entfernt werden. Das Magnesiumoxyd löst sich im Dampf auf und es ist nicht notwendig andere Auslaugmedien zu verwenden. Nach der Entfernung des Kernes aus dem Gusstück hat dieses seine entgültige Form mit allen Durchgängen und Zwischenräumen.
Gemäsa einem spezifischen Beispiel der vorliegenden Erfindung wurden 167 Gramm Magnesiumchlorid (MgCIp.6H^O) in 100 Gramm Wasser gelöst. Zu 55 Gramm dieser Lösung wurden I50 Gramm Kagneeiurnoxyd gegeben und ein Magnesiurnoxychlorid Zement (MgO im UeberschuEs) wurde erhalten. Dieser Zement wurde in eine Kunststofform geschüttet und aushärten lassen. Das feste Stück wurde buk der Form herausgenommen und bei einer Temperatur
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von 14820C gebrannt um das Oxychlorid in das Oxyd umzuwandeln.

Claims (4)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Kernes zum Gebrauch bei der Herstellung von hohlen Artikeln im Modellausschmelzverfahren,.wobei der Kern sich nach dem Giessen in dem Gusstück befindet und nach der Entfernung des Kernes Hohlräume entstehen, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensstufen: ·
Vermischen einer wässrigen Lösung von Magnesiumchlorid mit Magnesiumoxydpulver zu einer Aufschlämmung; Giessen der Aufschlämmung in eine gewünschte Form und Aushärtung der Aufschlämmung zu einem der Konfiguration der Form entsprechenden Stück;
Brennen des Stückes um das Magnesiumchlorid zu oxydieren und einen festen Megnesiumoxydkern zu bilden.
2. Verfallen nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, dass besagte Aufschlämmung zwischen ungefähr 12 und 30 Gew,l/o Magnesiumchlorid und zwischen 60 und 80 Gew»% Magnesiumoxyd enthält.
3· Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern mit Zirkonoxyd einer Korngrösse von weniger als 100 Mikron überzogen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,' dass der Kern bei Temperaturen zwischen ungefähr 1204 und 1482°C gebrannt wird.
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DE2220060A 1971-06-29 1972-04-24 Verfahren zum Herstellen eines Kernes für das Gießen von Superlegierungen Expired DE2220060C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US15812871A 1971-06-29 1971-06-29

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2220060A1 true DE2220060A1 (de) 1973-01-18
DE2220060B2 DE2220060B2 (de) 1974-12-05
DE2220060C3 DE2220060C3 (de) 1975-07-31

Family

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DE2220060A Expired DE2220060C3 (de) 1971-06-29 1972-04-24 Verfahren zum Herstellen eines Kernes für das Gießen von Superlegierungen

Country Status (12)

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US (1) US3722574A (de)
JP (1) JPS5524982B1 (de)
AU (1) AU464359B2 (de)
BE (1) BE785335A (de)
CA (1) CA972920A (de)
CH (1) CH538434A (de)
DE (1) DE2220060C3 (de)
FR (1) FR2143646B1 (de)
GB (1) GB1325412A (de)
IL (1) IL39070A (de)
IT (1) IT956344B (de)
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GB1325412A (en) 1973-08-01
IT956344B (it) 1973-10-10
FR2143646A1 (de) 1973-02-09
SE399371B (sv) 1978-02-13
AU464359B2 (en) 1975-08-01
FR2143646B1 (de) 1976-06-11
BE785335A (fr) 1972-10-16
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