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DE1021136B - Verfahren zur Herstellung einer Giessform und nach diesem Verfahren hergestellte Form - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Giessform und nach diesem Verfahren hergestellte Form

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Publication number
DE1021136B
DE1021136B DES32201A DES0032201A DE1021136B DE 1021136 B DE1021136 B DE 1021136B DE S32201 A DES32201 A DE S32201A DE S0032201 A DES0032201 A DE S0032201A DE 1021136 B DE1021136 B DE 1021136B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
binder
mold
casting mold
refractory material
casting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES32201A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sulzer AG
Original Assignee
Sulzer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sulzer AG filed Critical Sulzer AG
Publication of DE1021136B publication Critical patent/DE1021136B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Gießform und nach diesem Verfahren hergestellte Form Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Gießform, welche mindestens eine Formschicht aus einem Gemisch von feuerfestem Material mit einem als Bindemittel wirkenden Kieselsäuresol enthält. Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß nach Herstellung der Formschicht dem Bindemittel durch Behandlung mit einem flüssigen organischen hygroskopischen Mittel Wasser entzogen wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere für die Herstellung von Gießformen, welche für den Präzisionsguß Verwendung finden. Beim Präzisionsgießverfahren werden in bekannter Weise zerstörbare Modelle des zu gießenden Gegenstandes mit einer feuerfesten Formmasse umkleidet. Das zerstörbare Modell kann aus Wachs oder anderen leicht ausschmelzbaren bzw. brennbaren Stoffen hergestellt sein und wird während des Trocknens der Form aus dieser ausgeschmolzen. Zurückbleibende Modellreste verbrennen während des Brennprozesses.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Erhöhung der Oberflächenfeinheit und zwecks Erzielung einer formgetreuen Nachbildung des Gußstückes das Modell vorerst mit einem dünnen Überzug aus einer feinkörnigen, feuerfesten Masse zu versehen, auf welche 2Lrrschließend eine oder: mehrere Schichten aus einem feuerfesten Material gröberer Korngröße aufgebracht werden. Ferner ist bereits vorgeschlagen worden, den genannten dünnen Überzug aus einer Formmasse herzustellen, welche Ouarzmehl und ein als Bindemittel wirkendes Kieselsäuresol enthält. Weiterhin ist bereits vorgeschlagen worden, die auf einen solchen Überzug folgende weitere Formschicht aus einem wäßrigen Brei eines feuerfesten Stoffes gröberer Korngröße herzustellen, dem ein geeignetes Bindemittel beigemischt wird.
  • In solchen Fällen vermag der Wassergehalt der auf den dünnen Überzug folgenden Formschicht die Zusammensetzung des Überzuges nachteilig zu beeinflussen. Insbesondere kann die Kieselsäure zum Quellen gebracht werden, was ein Werfen des dünnen Überzuges auf der Modelloberfläche verursacht und damit eine getreue Abbildung der Modelloberfläche unmöglich macht.
  • Zur Vermeidung dieses Nachteils ist bereits vorgeschlagen worden, der Formmasse für die Herstellung des dünnen Überzugs ein wasserabstoßendes Mittel zuzusetzen oder aufzutragen.
  • Das beschriebene Verfahren ist mit Nachteilen verbunden. So kann der Gehalt des wasserabstoßenden Mittels die Struktur der Formmasse verändern und damit ihre Festigkeit unter Umständen vermindern. Ferner bedingt das Auftragen eines wasserabstoßenden Xlittels eine weitere Komplikation des Arbeitsvorganges.
  • Die zur Verwendung gelangenden Kieselsäuresol-Bindemittel zeichnen sich dadurch aus, daß ihr Wassergehalt über einen gewissen Grenzwert durch Trocknen bzw. durch Wasserzugabe beliebig verändert werden kann. Sinkt der Wassergehalt unter einen bestimmten Wert, so verschwindet diese reversible Eigenschaft, indem das Kieselsäuresol wohl weiter entwässert, jedoch kein Wasser mehr aufnehmen kann.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren benutzt diese Eigenschaft des Kieselsäuresols zur Vermeidung einer nachteiligen Veränderung der Formschicht infolge Wasseraufnahme, indem dem Bindemittel durch Behandlung mit einem flüssigen organischen hvgroskopischien Mittel so viel Wasser entzogen wird, daß seine Fähigkeit zur `'Wasseraufnahme verschwindet. Damit vermag beispielsweise auch ein anschließend auf die behandelte Schicht aufgetragener wäßriger Brei die Beschaffenheit des Kieselsäuresol-Bindemittels nicht nachteilig zu beeinflussen.
  • Vorteilhaft wird als flüssiges organisches hygroskopisches -XTittel hochprozentiger Äthylalkohol verwendet. Zweckmäßig erfolgt die Behandlung durch Eintauchen der angetrockneten Formschicht in Äthylalkohol. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Wassergehalt des Alkohols, nach der Dicke der zu entwässernden Formschicht, nach dem Maß der Vortrocknung sowie nach dem Gelierungszustand. Nach Entzug der geeigneten Menge Wasser wird das Ganze aus dem Alkohol entfernt.
  • Eine derart behandelte Formschicht kann bei Gießformen für Präzisionsguß vorteilhaft die den Gießhohlraum begrenzende Formfläche bilden. Dabei wird ein Wachsmodell des zu gießenden Gegenstandes mit einem Überzug aus einem Gemisch von Quarzmehl mit einem als Bindemittel wirkenden Kieselsäuresol versehen. Das Ganze wird anschließend in hochprozentigen Äthylalkohol eingetaucht und nach Entzug einer geeigneten Menge Wasser aus dem Alkohol entfernt. Nunmehr kann beispielsweise durch Umgießen ein wäßriger Brei auf die so behandelte Formschicht aufgebracht werden. Der Wassergehalt dieser anschließenden Formschicht vermag das Kieselsäuresol-Bindemittel nicht zum Quellen oder Werfen zu bringen, da es so weit entwässert worden ist, daß es sich vollständig hydrophob verhält. In bekannter Weise kann die Form nachher getrocknet und gebrannt werden, wobei das Wachsmodell durch Ausschmelzen oder Verbrennen zerstört wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung einer Gießform, welche mindestens eine Formschicht aus einem Gemisch von feuerfestem Material mit einem als Bindemittel wirkenden Kieselsäuresol enthält, dadurch gekennzeichnet, daß nach Herstellung der Forruschicht dem Bindemittel durch Behandlung mit einem flüssigen organischen hygroskopischen Mittel Wasser entzogen wird. ?. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als flüssiges organisches hygroskopisches Mittel hochprozentiger Äthylalkohol verwendet wird. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform vor Aufbringen einer weiteren Formschicht in hochprozentigen Äthylalkohol eingetaucht wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zerstörbares Modell des zu gießenden Gegenstandes mit einem Überzug aus einem Gemisch eines feinkörnigen feuerfesten Stoffes mit einem als Bindemittel wirkenden Kieselsäuresol versehen wird. anschließend das Ganze in hochprozentigen Äthylalkohol eingetaucht und nach Entzug von Wasser das Ganze aus dem Alkohol entfernt wird und daß ferner anschließend auf den Überzug eine weitere Formschicht aus einem wäßrigen Brei aufgebracht wird, welcher aus einem Gemisch eines feuerfesten Materials gröberer Korngröße mit einer als Bindemittel wirkenden anorganischen Säure besteht: 5. Nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 hergestellte Gießform, dadurch gekennzeichnet, daß die Formschicht, welche das mit einem flüssigen organischen hygroskopischen Mittel behandelte Kieselsäuresol-Bindemittel enthält, die den Gießhohlraum begrenzende Fläche der Form bildet.
DES32201A 1952-03-11 1953-02-14 Verfahren zur Herstellung einer Giessform und nach diesem Verfahren hergestellte Form Pending DE1021136B (de)

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