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DE10392825T5 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Schwingungen eines Rakelbalkens einer Beschichtungsstation - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Schwingungen eines Rakelbalkens einer Beschichtungsstation Download PDF

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DE10392825T5
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Rami Vanninen
Petri Parni
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Abstract

Verfahren zum Steuern der Schwingungen eines Rakelbalkens einer Beschichtungsstation in einer Baugruppe, wobei der Rakelbalken (1) an seinen beiden Enden durch ein Drehgelenk (2) und zusätzlich durch wenigstens ein Stellglied (3) zur Justierung der Position des Rakelbalkens (1) unterstützt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Rakelbalken (1) mit Hilfe wenigstens eines Bauteils (4, 5) mit regulierbarer Steifheit unterstützt wird, derart, dass eine Veränderung der Steifheit der Halteanordnung die Eigenschwingung des Rakelbalkens (1) steuert.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren entsprechend dem Oberbegriff von Anspruch 1, um Schwingungen von Rakelbalken zu steuern, die bei der Beschichtung von Papier- und Kartonagebahnen benutzt werden. Solche Rakelbalken halten eine Rakel oder Rakelklinge, die eine auf die Oberfläche einer sich bewegenden Bahn aufgebrachte Beschichtungsmixtur glättet.
  • Die Erfindung betrifft auch eine für die Anwendung des Verfahrens geeignete Vorrichtung.
  • Die Qualitäten von Papier- oder Kartonagebahnen für ihre Bedruckung können durch verschiedene Arten von Beschichtungen verbessert werden. Generell wird die Beschichtungsmixtur durch eine geeignete Auftragungstechnik auf die Bahn gebracht, wonach die aufgebrachte Beschichtungsmixtur durch eine Rakel oder eine Rakelklinge an das endgültige Beschichtungsgewicht angepasst und gerakelt wird. Bis zu einem gewissen Grad kann das Rakeln z.B. bei der Kartonherstellung durch die Benutzung eines Luftmessers vorgenommen werden, wobei der begrenzte Glättungseffekt eines Luftmessers seine Benutzung bei den gegenwärtigen Laufgeschwindigkeiten in den meisten Fällen ausschließt.
  • Insofern als die Beschichtungsschicht ziemlich dünn ist und andererseits sehr glatt gemacht werden muss, um beste Eigenschaften für die Bedruckung mit einer Druckvorlage auf der Oberfläche der Papierbahn zu bieten, muss der Abstand zwischen Rakel und bewegter Bahn hinreichend genau auf einem vorbestimmten Wert gehalten werden. Zu diesem Zweck wird die Position der Rakel und die Qualität der Beschichtungsmixschicht, die auf der Bahnoberfläche haftet, online durch verschiedene Arten von Messapparaturen überwacht. Um ein optimales Endergebnis zu erreichen, kann basierend auf diesen Messresultaten die Position der Rakel angepasst werden. Obwohl heutzutage die Position der Rakel durch eine Vielfalt von verschiedenen Techniken leicht gesteuert werden kann, kann das beständige Anwachsen der Papierbahngeschwindigkeit und insbesondere der Maschinenbreite Probleme bei der -Regulierung von Schwingungen des Rakelbalkens verursachen. Wenn es dem Rakelbalken möglich ist, insbesondere mit einer seiner Eigenfrequenzen zu schwingen, wird die Beschichtung uneben. Daher besteht Steuerungsbedarf betreffend den Beginn von Schwingungen, um zu verhindern, dass der Rakelbalken bei seiner Eigenfrequenz mit einer ansteigenden Amplitude zu schwingen beginnt. Prinzipiell kann die Eigenschwingung des Rakelbalkens durch zusätzliche Gewichte reguliert und gedämpft werden, die in der Mitte des Balkens platziert sind. Um eine effektive Dämpfung zu erreichen, müssen die Gewichte jedoch sehr schwer sein. Das ist jedoch wegen des begrenzten Platzes um den Balken herum nicht möglich. Darüber hinaus vergrößert ein in der Mitte des Balkens angebrachtes schweres Gewicht das Durchhängen des Balkens, und es wird daher notwendig, den Balken stabiler zu machen oder die Auslenkung des Rakelbalkens stärker zu kompensieren. Diese Einschränkungen verkomplizieren die Dimensionierung des Rakelbalkens und schränken in gewissem Umfang die maximal mögliche Maschinenbreite für den Rakelbalken ein.
  • Heutzutage benutzte Rakelbalken werden an ihren Enden durch Drehgelenkverbindungen am Rahmen der Beschichtungsstation und in ihrer Mitte am Keuzungsrohr von Rakel und Beschichtungsstation unterstützt. Diese Art der Konstruktion hat mehrere Eigenfrequenzen, von denen die niedrigste Eigenfrequenz in Richtung des Papierlaufes für das Resultat des Beschichtungsprozesses extrem schädlich ist, weil sie den drastischsten Effekt auf die relative Position zwischen der Rakel und der Bahn hat. Die Schwingungen des Rakelbalkens werden durch zyklische Laufzeitanregungen hervorgerufen, die dem Balken während des Beschichtungsprozesses aufgezwungen werden. Die Hauptquelle für Anregungen stellen die rotierenden Walzen dar, wenn ihre Rotationsgeschwindigkeit mit der niedrigsten Eigenfrequenz des Rakelbalkens in Richtung des Bahnlaufes übereinstimmt. Bei der Übereinstimmung der Rotationsgeschwindigkeit der Walze mit der Eigenschwingung des Rakelbalkens fängt der Balken mit wachsender Amplitude an zu oszillieren, was möglicherweise große Variationen des Beschichtungsgewichtes auf der Oberfläche der Papier- oder Pappbahn verursacht. Während das Auftauchen von derartigen Anregungen durch eine Änderung der Laufgeschwindigkeit der Papiermaschine vermieden werden kann, ist das im Allgemeinen nicht wünschenswert, weil das Ziel darin besteht, die Maschine mit ihrer maximal möglichen Geschwindigkeit zu betreiben, die eine optimale oder wenigstens akzeptable Qualität der Bahnbeschichtung ergibt. Daher ist es wünschenswert, die Schwingungen des Rakelbalkens regulieren zu können, um mögliche Resonanzschwingungen des Rakelbalkens zu unterdrücken.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, welches die Eigenfrequenz des Rakelbalkens in einfacher Weise neben die Erregerfrequenz schieben kann.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass die Halterung des Rakelbalkens darin geändert wird, dass wenigstens ein Bauteil mit regulierbarer Steifheit aufgenommen ist.
  • Dazu kann der Rakelbalken z.B. mit wenigstens einer geeigneten Halterung ausgestattet sein, die den Rakelbalken durch die Verbindung mit einer anderen Struktur versteift. Vorteilhafterweise beträgt die Anzahl der Halterungen zwei und diese sind nahe an den Enden des Rakelbalkens in unmittelbarer Nähe seiner Drehgelenke angebracht.
  • Genauer wird das erfindungsgemäße Verfahren durch den kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 charakterisiert.
  • Weiterhin wird die erfindungsgemäße Anordnung durch den kennzeichnenden Teil von Anspruch 5 charakterisiert.
  • Die Erfindung bietet erhebliche Vorteile.
  • Das Verfahren kann einfach bei vorhandenen Rakelbalken angewendet werden, z.B. indem die Balkenenden mit feststellbaren Gelenken ergänzt werden, die als Gleitgelenke ausgeführt sind. In der Regel kann genügend Platz zur Installation solcher Bauteile in unmittelbarer Nähe des Rakelbalkens gefunden werden. Wenn die Halterungsbauteile mit regulierbarer Steifheit bereits in der Konstruktionsphase an die Balkenhalterung angepasst werden, kann eine Vielzahl von unterschiedlichen Halterungsanordnungen ins Auge gefasst werden. Wenn die Steifheit der Halterungsvorrichtung des Rakelbalkens geändert wird, ändert sich auch gleichzeitig die Eigenschwingung des Balkens, wodurch die Möglichkeit eröffnet wird, die Eigenfrequenz des Balkens mittels Erhöhung bzw.
  • Erniedrigung der Steifheit des Balkenhalterungssystems von der Frequenz der zyklischen Erregerkraft weg zu schieben. In der einfachsten Ausführung der Erfindung umfasst die Halterungsvorrichtung ein steuerbares Gelenk, das entsprechend den Anforderungen arretiert oder gelöst werden kann. Sobald ein Einsetzen einer Schwingung mit ansteigender Amplitude festgestellt wird, wird der bzw. werden die Halter arretiert, wodurch sich die Eigenschwingung des Rakelbalkens ändert und der Balken nicht ganz in Resonanz gerät oder die Resonanz zumindest erheblich gedämpft wird. In entsprechender Weise kann die Arretierung gelöst werden, wenn die Erregerfrequenz die Eigenfrequenz des arretierten Rakelbalkens erreicht, wobei die Eigenschwingung des gehaltenen Balkensystems wiederum aus dem Bereich der bevorstehenden Resonanz geschoben wird.
  • Es kann weiterhin ins Auge gefasst werden, eine steuerbare Arretierungskraft zu verwenden, wodurch der Steuerumfang der Eigenschwingung eine größere Bandbreite bekommt. Eine einstellbare Arretierungskraft der Halterung kann z.B. durch Verwendung hydraulischer oder pneumatischer Mittel implementiert sein.
  • Im Folgenden wird die Erfindung genauer mit Verweis auf die beigefügten Zeichnungen betrachtet, wobei
  • 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung, und
  • 2 ein Haltebauteil, welches für den erfindungsgemäßen Einsatz geeignet ist, zeigen.
  • 1 zeigt schematisch die grundsätzliche Konstruktion einer Haltevorrichtung für einen Rakelbalken 1. Die Enden des Rakelbalkens 1 ruhen auf Lagerblöcken 2, über die der Balken drehbar am Rahmen der Beschichtungsmaschine gehalten ist. Eine Rakel 18 ist zwischen den Haltedrehpunkten angebracht. Da sich der Rakelbalken 1 sowohl unter der auf ihn aufgebrachten Last als auch unter seinem eigenen Gewicht biegen kann, sind die Lagerblöcke 2 als Drehgelenke ausgeführt, so dass der Drehpunkt und damit auch das Ende von Balken 1 in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des Balkens rotieren kann. Entsprechend der Anwendung der Regeln für statische Konstruktionen ist der Balken 1 mit Haltedrehgelenken an seinen beiden Enden ausgestattet. Am Mittelpunkt von Balken 1 ist eine Schraubenspindel 3 angebracht, die den Balken an zentraler Stelle unterstützt und es dem Balken ermöglicht, entsprechend des gewünschten Rakelklingenwinkels und entsprechend den Änderungen der Rakellast zu rotieren. Die Schraubenspindel ist an einem Rahmenbalken 17 montiert. Im Ergebnis ist der Rakelbalken 1 hauptsächlich an seinen Enden drehbar unterstützt, während die am Mittelpunkt des Balkens angebrachte Halterung nur im Stande ist, vertikale Belastungen in einer Ebene zu übernehmen, die im wesentlichen parallel zur Längschse des Balkens verläuft.
  • In der hier besprochenen exemplarischen Ausführungsform ist der Rakelbalken 1 an seinen beiden Enden mit Hilfe arretierbarer Haltemittel 4, 5 gehalten. Die Eigenschwingung des Rakelbalkens kann mit Hilfe dieser Haltemittel reguliert werden. Jedes der Haltemittel umfasst ein Gleitgestänge 19, ein Drehgelenk 15, welches ein Ende des Gleitgestänges 19 mit dem Rakelbalken 1 verbindet, und eine feststellbare Gleitbuchse 16, die drehbar mit dem Rahmenbalken 17 verbunden ist. Wenn das arretierbare Haltemittel, wie beispielsweise das Gleitgelenk 4, 6 in seinen nicht arretierten Zustand gesteuert wird, kann sich der Rakelbalken ungehindert bewegen, wobei das Gleitgestänge 19 frei in der Buchse 16 gleitet, insofern als das Drehgelenk 15 des Stangenendes und die Verbindung der Gleitbuchse frei rotierbar sind. Das Gleitgestänge 19 kann in der Buchse 16 auf verschiedene Weisen arretiert sein, z.B. durch die Benutzung einer Klemmverbindung, einer Keilverriegelung oder einer zusammenpressenden bzw. exzentrischen Klammer. Die Beweglichkeit solcher Arretierungsmittel kann durch die Verwendung konventioneller Stellglieder, z.B. hydraulischer, pneumatischer oder elektrischer Bauteile erreicht werden. Wenn das arretierbare Haltemittel festgeklemmt ist, muss auch das Spiel an seinen Drehpunkten 15, 16 unterbunden werden. Das kann in der im Folgenden beschriebenen An und Weise erfolgen.
  • Bei einer normalen Betriebssituation, die kein Risiko einer Resonanz darstellt, wird die Arretierung der Haltemittel im gelösten Zustand gehalten, wodurch sie für den Rakelbalken keinen Halt zur Verfügung stellen. Sobald man sich der Resonanzfrequenz annähert, werden die Haltemittel 4, 5 arretiert, wodurch dem Rakelbalken 1 ein steiferer Halt gegeben wird und seine Eigenfrequenz ansteigt. Wenn sich nachfolgend die anregende Frequenz dem neuen Eigenfrequenzwert des versteiften Rakelbalkens nähert, wird die Arretierung der Haltemittel 4, 5 gelockert, wodurch die Eigenfrequenz des Rakelbalkens zu einer niedrigeren Frequenz verschoben wird. Auf diese Art und Weise kann die Eigenschwingung des Balkens unter allen Bedingungen von der anregenden Frequenz hinweggeschoben werden, um einen Resonanzzustand des Rakelbalkens 1 zu vermeiden.
  • Die Haltemittel müssen so konstruiert sein, dass sie während der Rotation des Rakelbalkens 1 im nicht arretierten Zustand eingestellt werden können und überdies keine Behinderung der Bewegung des Rakelbalkens 1 verursachen. Eine Ausführung eines solchen Haltemittels ist in 2 dargestellt. Das in der Zeichnung gezeigte Haltemittel ist eine arretierbare Dreh- bzw. Schiebeverbindung 6, die ein äußeres Rohr 7 und einen darin gleitenden Stab 8 enthält. Normalerweise kann sich der Stab 8 frei in dem äußeren Rohr 7 bewegen, er wird allerdings fest arretiert, wenn die Gleitverbindung 6 arretiert wird.
  • Die zuvor beschriebene Anordnung bietet an den Enden des Rakelbalkens 1 eine steife Haltemöglichkeit. Die Enden des äußeren Rohres 7 und des Gleitstabes 8 sind mit Befestigungselementen 9, 10 versehen, die in Lagern 11, 12 angebracht sind, die am Rakelbalken 1 und an einem geeigneten festen Haltepunkt, wie z.B. dem Rahmen der Beschichtungsstation, montiert sind. Die Montageelemente 9, 10 und Lager 11, 12 haben konzentrische Bohrungen, in die konische Stifte 13, 14 eingeführt werden. Die konischen Stifte 13, 14 dienen dazu, das Spiel des Gleitlagers 6 an seinen Befestigungspunkten zu unterdrücken und dem Balken eine versteifte Halterung zu bieten. Die Steuerung der Bewegung der konischen Stifte ist mit der Steuerung der Arretierung des Gleitlagers 6 synchronisiert, so dass zum Ändern des Winkels des Rakelbalkens das arretierbare Gleitlager gelöst wird und gleichzeitig die konischen Arretierungsstifte leicht zurückgezogen werden, wodurch ein Spiel an den Haltepunkten herbeigeführt wird, welches den Befestigungselementen des Gleitlagers ermöglicht, mit der Drehung des Rakelbalkens zu rotieren. Die Funktionen der Gleitlagers und der sich verjüngenden Stifte kann hydraulisch realisiert sein, alldieweil die Beschichtungsstation generell über genügend hydraulische Kraft verfügt. Natürlich können die Funktionen auch durch die Benutzung von elektrischen oder pneumatischen Stellgliedern realisiert sein.
  • Ergänzend zu der obigen Beschreibung kann die vorliegende Erfindung alternative Ausführungsformen haben.
  • Anstelle des zuvor beschriebenen mechanischen Gleitlagers kann ein in zweifacher Weise wirkender hydraulischer Zylinder eingesetzt sein, wobei seine Arretierung durch Schließen der hydraulischen Flüssigkeitskanäle an der Zylinderkammer erfolgt. Obwohl auch die Benutzung von pneumatischen Stellgliedern in Erwägung gezogen werden kann, kann ihre Kompressibilität Probleme verursachen. Dennoch kann auch diese Art eines Stellgliedes mit einer mechanischen Arretierung versehen sein, wenn dies gewünscht ist. Weiterhin ist es machbar, die Steifheit der Haltekraft regelbar zu gestalten, falls eine große Zahl von Quellen für Schwingungsanregungen oder ein breit anregendes Frequenzspektrum derselben zu kontrollieren ist. Wie dem auch sei, treten normalerweise Anregungen von Schwingungen nur bei festen Frequenzen auf, weshalb eine einfache Haltevorrichtung mit einer arretierbaren/lösbaren Steifheit eine hinreichende und kosteneffiziente Lösung für die Implementierung darstellt. Funktionsbedingt können hydraulische oder pneumatische Techniken für die Realisierung einer steuerbaren Haltevorrichtung angewendet werden.
  • Anstelle der Anbringung eines Halteelementes mit regulierbarer Steifheit an den Balkenenden können auch andere Orte entlang des Balkens ins Auge gefasst werden. Wie dem auch sei, ist die Haltevorrichtung nach der zuvor beschriebenen exemplarischen Ausführungsform platzmäßig einfach an ihrer Stelle anzubringen und darüber hinaus wird das Haltesystem symmetrisch. Alternativ kann auch ein an der Richtung der Mittelachse des Balkens ausgerichtetes Haltesystem benutzt werden und derart auf die Balkenenden wirken, dass die Rotation des Balkenendes eingeschränkt wird. In entsprechender Weise kann die Rotation des Drehgelenks des Balkens durch eine Haltevorrichtung mit einer regulierbaren Reibungskraft oder mit blockierbarer Rotation eingeschränkt werden. Da offensichtlich mehrere Haltemittel ins Auge gefasst werden können, bietet die vorteilhafte, zum Mittelpunkt des Rakelbalkens symmetrische Anordnung zweier Haltemittel einen symmetrischen Halt, ohne nachteilige Änderungen bei der Stärke der Balkenbiegung zu verursachen.
  • Zusammenfassung
  • Die vorliegende Veröffentlichung offenbart ein Verfahren und eine Anwendung zum Steuern der Schwingungen eines Rakelbalkens (1) einer Beschichtungsstation in einer Halterungsanordnung, wobei der Rakelbalken (1) an seinen beiden Enden durch ein Drehgelenk (2) und zusätzlich durch wenigstens ein Stellglied (3) zur Justierung der Position des Rakelbalkens (1) unterstützt wird. Der Rakelbalken (1) wird mit Hilfe wenigstens eines Bauteils (4, 5) mit regulierbarer Steifheit derart unterstützt, dass eine Veränderung der Steifheit der Halteanordnung die Eigenschwingung des Rakelbalkens (1) steuert.
    (1)

Claims (8)

  1. Verfahren zum Steuern der Schwingungen eines Rakelbalkens einer Beschichtungsstation in einer Baugruppe, wobei der Rakelbalken (1) an seinen beiden Enden durch ein Drehgelenk (2) und zusätzlich durch wenigstens ein Stellglied (3) zur Justierung der Position des Rakelbalkens (1) unterstützt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Rakelbalken (1) mit Hilfe wenigstens eines Bauteils (4, 5) mit regulierbarer Steifheit unterstützt wird, derart, dass eine Veränderung der Steifheit der Halteanordnung die Eigenschwingung des Rakelbalkens (1) steuert.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rakelbalken (1) mit Hilfe wenigstens zweier Bauteile (4, 5) mit regulierbarer Steifheit unterstützt wird, die symmetrisch um den Mittelpunkt des Rakelbalkens angeordnet sind.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein solches Haltebauteil (4, 5) mit regulierbarer Steifheit benutzt wird, das fest arretierbar und wieder frei gelöst beweglich ist, wie beispielsweise ein arretierbares Gleitlager oder ein hydraulischer Zylinder.
  4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein derartiges Haltebauteil mit regulierbarer Kraft benutzt wird, bei welchem die Steifheit einstellbar ist, wie z.B. friktional, hydraulisch oder pneumatisch.
  5. Vorrichtung zum Steuern der Schwingungen eines Rakelbalkens einer Beschichtungsstation, welche Vorrichtung einen Rakelbalken (1), ein Drehgelenk (2), das jeweilig an beiden Enden des Rakelbalkens (1) zur Unterstützung desselben angebracht ist, und wenigstens ein Stellglied (3) zur Justierung der Position des Rakelbalkens (1) aufweist, gekennzeichnet durch wenigstens ein Bauteil (4, 5) mit regulierbarer Steifheit zum Unterstützen des Rakelbalkens (1), derart, dass die Eigenschwingung des Rakelbalkens (1) durch Verändern der Steifheit der Halteanordnung steuerbar ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Bauteile (4, 5) mit regulierbarer Steifheit, die in Bezug auf den Mittelpunkt des Rakelbalkens symmetrisch angeordnet sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (4, 5) mit regulierbarer Steifheit in eine feste Position arretierbar ist und zur freien Beweglichkeit wieder gelöst werden kann, wie z.B. ein arretierbares Gleitlager oder ein hydraulischer Zylinder.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5–7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (4, 5) mit regulierbarer Steifheit ein arretierbares Gleitlager (6) ist, welches mit Hilfe einer lösbaren konischen Stiftverbindung mit dem Rakelbalken (1) verbunden ist.
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