DE1038530B - Filtrierpatrone und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Kx.l2d 13
INTERNAT. KL. B Ol d
PATENTAMT
G 15776 IVc/12 d
ANMELDETAG: 12. NOVEMBER 1954
BEKANNTMACHUNG
DEK ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AÜSLEGESCHKIFT: 11. SEPTEMBER 1958
DEK ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AÜSLEGESCHKIFT: 11. SEPTEMBER 1958
Die Erfindung bezieht sich auf eine Filtrierpatrone für radialen Durchsatz von Flüssigkeiten oder Gasen
aus mehreren Schichten durchlässigen Filtrierwerkstoffes, beispielsweise Papier, wobei die einzelnen
Schichten wellenförmige Falten aufweisen. Sie bezweckt vornehmlich, eine solche Filtrierpatrone zu
schaffen, bei der ein Verschieben der einzelnen Schichten beim Gebrauch der Filtrierpatrone praktisch
unterbunden wird und bei welcher der Filtratdurchsatz auch bei hohen Drücken gewährleistet wird.
Außerdem soll sich eine solche Filtrierpatrone in einfacher Weise reinigen lassen. Die Erfindung bezweckt
ferner, einige einfach auszuführende Herstellungsverfahren für die Filtrierpatrone anzugeben.
Es ist bekannt, Filtrierpatronen, welche in radialer Richtung durchsetzt werden, aus einzelnen Ringscheiben
aufzubauen, indem letztere zu einem Gebilde, das einem Harmonikabalg gleicht, miteinander verbunden
werden. Die einzelnen Ringscheiben werden dabei randseitig durch Ringe miteinander verbunden,
derart, daß an den Verbindungsstellen ein Dichtverschluß entsteht.
Bei der bekannten Filtrierpatrone ist zwischen je zwei außenseitig miteinander verbundenen, vornehmlich
aus Papier bestehenden Ringscheiben eine Scheibe aus steifem Werkstoff eingefügt. Diese Scheibe ist
stirnseitig gewellt, wobei die Wellen parallel zueinander verlaufen. Mißlich ist bei dieser Ausbildung der
Umstand, daß zum Aufbau des Filterpaketes unterschiedliche Werkstoffe, nämlich Filterwerkstoff, wie
Papier od. dgl., und außerdem starres Material, wie Blech, zur Bildung der gewellten Scheiben herangezogen
werden müssen. Hinzu kommt, daß sich das Papier einsetzen und damit den Filtratablauf behindern
kann. Außerdem ist die filternde Fläche verhältnismäßig klein. Ferner vermag der Druck, mit dem
das Filtergut behaftet ist, jeden einzelnen Filterring auf der gesamten Oberfläche anzugreifen, so daß der
Papierfilterring sehr hohen Beanspruchungen standhalten muß.
Die aufgezeigten Mängel und Nachteile werden durch die Erfindung überwunden, die ausgeht von
einer Filtrierpatrone für radialen Durchsatz von Flüssigkeiten oder Gasen aus mehreren Schichten
durchlässigen Filterwerkstoffes, beispielsweise Papier, wobei die einzelnen Schichten wellenförmige Falten
aufweisen.
An einer solchen Filtrierpatrone besteht die Erfindung darin, daß die Falten jeder Schicht strahlenförmig
nach dem Zentrum der Patrone verlaufen und die Wellenberge einer Filterschicht sich zumindest im
Bereich der Filtermitte in die Wellentäler der folgenden Filterschicht einsetzen.
Eine derartige Filtrierpatrone kann in ihrer Gänze Filtrierpatrone und Verfahren
zu deren Herstellung
zu deren Herstellung
Anmelder:
La Precision Mecanique, Societe Anonyme, Paris
Vertreter: Dr. M. Schneider und Dr. A. Eitel,
Patentanwälte, Nürnberg, Hauptmarkt 29
Patentanwälte, Nürnberg, Hauptmarkt 29
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 28. November 1953
Frankreich vom 28. November 1953
Lucien Victor Gewiss,
Ville d'Avray, Seine-et-Oise (Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
aus ein und demselben Werkstoff, beispielsweise Papier gebildet werden. Sie weist außerdem eine mit
dem zu filternden Gut zusammenwirkende Oberfläche auf, die weit größer ist als diejenige der bisher bekannten
Patronen. Dabei ist der gesamte Raumbedarf der erfindungsgemäßen Filtrierpatrone äußerst gering.
Hinzu kommt, daß durch die Ondulation bei der erfindungsgemäßen Filtrierpatrone eine Versteifung des
Filterkörpers, zumindest im Bereich der axialen Mittelöffnung, erzielt und jegliches Seitenverschieben
des Filterwerkstoffes unterbunden wird. Vor allem aber wird jegliche Behinderung des Filtratablauf es
auch dann hintangehalten, wenn Filtergut, das unter hohem Druck steht, behandelt wird, weil die ineinandergreifenden
Wellen ein Zusetzen der radialen Abflußrinnen zwischen jedem Wellenberg und Wellental
mit Sicherheit ausschließen. Hoher Druck des Filtergutes bewirkt allenfalls im Bereich der Mittelöffnung
ein Verfestigen des Filterkörpers.
Um eine erfindungsgemäße Filtrierpatrone herzustellen, empfiehlt es sich, so vorzugehen, daß längs
gefaltete Streifen biegsamen Filterwerkstoffes zunächst mit gleichmäßigen Querfalten versehen und zu
Ringscheiben gelegt werden, worauf die Anfänge mit den Enden jeder einzelnen Ringscheibe verbunden,
beispielsweise geklebt, und hierauf die einzelnen Ringscheiben so aufeinandergeschichtet werden, daß
die Wellenberge einer Ringscheibe in die Wellentäler
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der folgenden Ringscheibe sich einsetzen, wobei jede Ringscheibe an ihrer offenen Randseite mit der entsprechenden
Randseite der folgenden Ringscheibe verbunden wird.
In manchen Fällen kann es ratsam sein, zum Erstellen der erfindungsgemäßen Filtrierpatronen derart
zu verfahren, daß ein Filtrierwerkstoffband zunächst um seine Längsmittellinie umgefaltet und dann mit
übereinstimmenden, wellenförmigen Querfalten versehen und hierauf um einen zylindrischen Dorn
spiralenartig gewickelt wird, derart, daß jeweils die Wellenberge einer Batidlage sich in die Wellentäler
der vorangegangenen Bandlage einsetzen, wobei beim Wickeln die offenen Randseiten jeweils einer Lage mit
den offenen Randseiten der benachbarten Lage verbunden, beispielsweise verklebt werden.
Besonders günstig ist es allerdings, wenn zur Erzeugung einer Filtrierpatrone ein rechteckiges
Filtrierwerkstoffblatt nach dem Falten zu einer Röhre gebogen und die Stoßstellen miteinander verbunden
werden, indem das gestreckte Blatt zunächst in der Richtung, die später parallel zur Patronenlängsachse
läuft, mit quer verlaufenden, übereinstimmenden wellenförmigen Falten und dann mit ebenfalls übereinstimmenden
längs verlaufenden, gleichfalls wellenförmigen Falten versehen wird und hierauf zu einer
Röhre gebogen und die Stoßstellen miteinander verbunden, beispielsweise verklebt werden.
Weitere Vorteile und Merkmale sind in der nachstehenden Beschreibung der Zeichnung erläutert, die
einige Stufen unterschiedlicher Herstellungsverfahren veranschaulicht. Dabei zeigt
Fig. 1 eine nahezu fertige Ringscheibe,
Fig. 2 eine fertige Ringscheibe,
Fig. 3 die Ringscheibe nach Fig. 2, quer geschnitten, vergrößert,
Fig. 4 einen Ausschnitt aus Fig. 3, vergrößert,
Fig. 5 ein Filtrierwerkstoffband, teilweise um einen Dorn gewickelt, wobei die offenen Randseiten des
Bandes dem Dorn abgekehrt sind,
Fig. 6 ein Filtrierwerkstoffband, teilweise um einen Dorn gewickelt, wobei die offenen Randseiten des
Bandes dem Dorn zugekehrt sind,
Fig. 7 ein Filtrierwerkstoffband, das teilweise um einen gedachten Dorn gewickelt ist,
Fig. 8 eine fertige Filtrierpatrone, die aus einem rechteckigen Filtrierwerkstoffblatt gebildet ist, in
auseinandergezogenem Zustand, schaubildlich,
Fig. 9 die Patrone nach Fig. 8, waagerecht geschnitten, vergrößert,
Fig. 10 die Patrone nach Fig. 8, teilweise zusammengedrückt, teilweise auseinandergezogen, teils in
Ansicht, teils im Längsschnitt.
Beim Erstellen einer Filtrierpatrone für radialen Durchsatz von Flüssigkeiten oder Gasen aus mehreren
Schichten durchlässigen Filtrierwerkstoffes werden bei dem in den Fig. 1 bis 4 veranschaulichten Verfahren
zunächst aus Streifen 1 biegsamen Filtrierwerkstoffes, beispielsweise Papier, Gewebe u. dgl.,
Ringscheiben gebildet. Hierzu werden Streifen 1 von einer Breite, die der Differenz zwischen Außen- und
Innendurchmesser der zu bildenden Patrone entspricht, und einer Länge, die dem Umfang einer Ringscheibe
entspricht, um die Längsmittellinie gefaltet. Anschließend wird eine Reihe von Querfalten la gebildet,
die untereinander oder paarweise übereinstimmen und deren Breite einem ganzteiligen Bruchteil
der Streifenlänge entspricht, die in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt ist. Die gefalteten Streifen
werden anschließend so umgebogen, daß die offenen Längsränder nach außen zu liegen kommen. Die Anfänge
und Enden der Streifen werden dann miteinander verbunden, beispielsweise verklebt. Auf diese
Weise entstehen Ringscheiben (Fig. 2), deren Umfang einen Kreis darstellt, deren mittlerer Teil durch eine
sägezahnförmige Linie 1 b begrenzt wird, deren waagerechter Grundriß die Form eines Kreises aufweist,
dessen Durchmesser demjenigen des axialen Hohlraumes der zu bildenden Patrone entspricht und von
welcher fächerförmig eine Reihe radialer, wellenförmiger Falten abgehen.
Die Ringscheiben werden dann aufeinandergelegt, wobei die Wellenberge einer Ringscheibe in die
Wellentäler der folgenden Ringscheibe einragen (Fig. 3). Die freien Ränder 2 einer Ringscheibe werden
mit den entsprechenden Rändern der folgenden Ringscheibe verklebt. Wenn der Ringscheibenstapel
die gewünschte Höhe erreicht hat, dann wird auf der Außenseite der untersten und der obersten Ringscheibe
eine scheibenförmige Grundplatte aus Pappe, Metall oder einem anderen geeigneten Werkstoff befestigt,
wobei diese Grundplatten mit einer zentralen öffnung versehen sein können.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, greifen die Falten der Ringscheiben entlang dem Umfang des zentrischen
Hohlraumes der Patrone mit den sägezahnförmigen Wellen ineinander. Zwischen je einem Wellenberg
und einem Wellental entstehen dabei zwangläufig Rinnen mit Dreiecksquerschnitt. Durch diese Rinnen
kann das Filtrat abfließen. Die Rinnen können sich auch bei sehr hohem Druck auf die Falten niemals
vollständig zusetzen, weil die Wellentäler im Querschnitt zwangläufig kleiner sind als die Wellenberge.
Die Filterflächen wirken in allen Teilen der Patrone gegeneinander, so daß der Druck des zu filternden
Gutes sich nicht ungünstig auswirken kann. Wenn das zu filternde Gut die Patrone von außen nach innen
durchsetzt, dann wandert es nach dem Filtern zwischen die jede Ringscheibe bildenden Filterblätter,
bis es die Falten, die Zwischenräume und von dort aus den zentrischen Hohlraum der Patrone erreicht.
Der Durchsatz des zu filternden Gutes erfolgt in umgekehrter Richtung, wenn der Kreislauf von innen
nach außen stattfindet. Bei der erfindungsgemäßen Filtrierpatrone wird somit ein gleichbleibend befriedigendes
Filtern gewährleistet. Außerdem wird mit Sicherheit vermieden, daß auch nur der kleinste Teil
der Oberfläche des Filtrierwerkstoffes unter Wirkung eines unzulässig hohen Druckes zu Bruch gehen kann.
In Abweichung von der geschilderten Herstellung kann der Streifen 1 umgebogen, längs gefaltet und im
übrigen auf die vorbeschriebene Weise gefaltet werden, dann aber so zu einer Ringscheibe gebogen
werden, daß die offenen Ränder nach innen zu liegen kommen. In diesem Fall werden die aufgestapelten
Ringscheiben durch Kleben der freien Innenränder miteinander verbunden. Das Verbinden selbst kann
auch durch Heften erfolgen.
Die Filtrierpatrone kann ferner in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise erstellt werden, indem ein in
seiner Länge der Größe der Patrone angepaßtes Band 4 zunächst um seine Längsmittellinie gefaltet
und dann mit übereinstimmenden wellenförmigen Querfalten versehen und hierauf um einen zylindrischen Dorn spiralenartig gewickelt wird, derart,
daß jeweils die Wellenberge einer Bandlage sich in die Wellentäler der vorangegangenen Bandlage einsetzen,
wobei beim Wickeln die offenen Randseiten jeweils einer Lage mit den offenen Randseiten der
benachbarten Lage verbunden, beispielsweise ver-
Claims (7)
1. Filtrierpatrone für radialen Durchsatz von Flüssigkeiten oder Gasen aus mehreren Schichten
durchlässigen Filterwerkstoffes, beispielsweise Papier, wobei die einzelnen Schichten wellenförmige
Falten aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Falten jeder Schicht strahlenförmig nach
dem Zentrum der Patrone verlaufen und die Wellenberge einer Filterschicht sich zumindest
im Bereich der Filtermitte in die Wellentäler der folgenden Filterschicht einsetzen.
2. Verfahren zum Herstellen einer Filtrierpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß längs gefaltete Streifen biegsamen Filterwerkstoffes zunächst mit gleichmäßigen Querfalten
versehen und zu Ringscheiben gelegt werden, worauf die Anfänge mit den Enden jeder
einzelnen Ringscheibe verbunden, beispielsweise geklebt, und hierauf die einzelnen Ringscheiben
so aufeinandergeschichtet werden, daß die Wellenberge einer Ringscheibe in die Wellentäler der
folgenden Ringscheibe sich einsetzen, wobei jede Ringscheibe an ihrer offenen Randseite mit der
entsprechenden Randseite der folgenden Ringscheibe verbunden wird.
3. Verfahren zum Herstellen von Filtrierpatronen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Filtrierwerkstoffband zunächst um seine Längsmittellinie umgefaltet und dann mit
übereinstimmenden, wellenförmigen Querfalten versehen und hierauf um einen zylindrischen
Dorn spiralenartig gewickelt wird, derart, daß jeweils die Wellenberge einer Bandlage sich in die
Wellentäler der vorangegangenen Bandlage einsetzen, wobei beim Wickeln die offenen Randseiten
jeweils einer Lage mit den offenen Randseiten der benachbarten Lage verbunden, beispielsweise
verklebt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die offenen Randseiten dem Dorn
zugekehrt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die offenen Randseiten dem Dorn
abgekehrt werden.
6. Verfahren zum Herstellen von Filtrierpatronen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Filtrierwerkstoffband um seine Längsmittellinie umgefaltet, mit wellenförmigen
Querfalten versehen und hierauf hochkant um ein gedachtes Rohr in mehreren Lagen so gewickelt
wird, daß die Wellenberge einer Lage sich in die Wellentäler der benachbarten Lage einsetzen, wobei
die offenen Randseiten einer Lage mit den offenen Randseiten der benachbarten Lage verbunden
werden, worauf das entstehende Rohr mit wellenförmigem Innen- und Außenmantel umgeklappt
wird, so daß ein Ring entsteht, dessen Innenseite von der einen Stirnseite des zuvor gebildeten
wellenförmigen Rohres und dessen Außenseite von der anderen Stirnseite dieses Rohres gebildet
werden.
7. Verfahren zum Herstellen einer Filtrierpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein rechteckiges Filtrierwerkstoffblatt nach dem Falten zu einer Röhre gebogen und die Stoßstellen
miteinander verbunden werden, indem das gestreckte Blatt zunächst in der Richtung, die
später parallel zur Patronenlängsachse läuft, mit quer verlaufenden, übereinstimmenden wellenförmigen
Falten und dann mit ebenfalls übereinstimmenden längs verlaufenden, gleichfalls wellenförmigen
Falten versehen wird und hierauf zu
einer Röhre gebogen und die Stoßstellen miteinander verbunden, beispielsweise verklebt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 954 832;
französische Patentschriften Nr. 1 045 385, 267;
schweizerische Patentschriften Nr. 297392,295379;
USA.-Patentschrift Nr. 2 372 865.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 637/337 9.58
Applications Claiming Priority (1)
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