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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Mehrkomponenten-Katzenfuttermittel, das es dem Tier ermöglicht,
den Makronährstoffgehalt
seiner Ernährung
zu optimieren. Die Erfindung betrifft auch Futterkomponenten zur
Verwendung in solch einem Futtermittel und die Verwendung des Mehrkomponenten-Futtermittels
für Gesundheitsaspekte
bei der Katze.
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Diese Erfindung beruht auf der Beobachtung,
daß Haustiere,
wenn sie Futter verzehren, versuchen, eine Zielaufnahme der drei
Makronährstoffe
(Protein, Kohlehydrat, Fett) innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums
zu erreichen.
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Diese Erfindung nimmt sich des Problems
an, schmackhafte Futter für
Haustiere bereitzustellen, während
auch Gesundheitsvorteile für
das Tier angeboten werden und insbesondere eine erhöhte Akzeptanz/erhöhte Freude
beim Fressen.
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Historisch gesehen, hat sich der
Großteil
der Forschungsarbeit über "Schmackhaftigkeit" (die relative Akzeptanz
von und Präferenz
für unterschiedliche
Futter) auf die Optimierung der organoleptischen Qualitäten des
Futters konzentriert. Die Annahme ist gewesen, daß die Akzeptabilität eines
Futters und Präferenz
für ein Futter
gegenüber
einem anderen primär
getrieben wird von dem Geschmack und der Textur des Futters. Die Annahme
ist gewesen, daß,
so lange der Nährstoffgehalt
von Futtern die Minimalanforderungen des Tiers übersteigt, es nicht zwischen
Futtern mit unterschiedlichem Nährstoffprofil
unterscheiden wird, sofern es keine indirekte Wirkung auf den Geschmack
oder die Textur des Futters gibt. Diese Erfindung beruht auf Daten,
die belegen, daß dies
nicht der Fall ist. Wenn die Möglichkeit
gegeben wird, dies zu tun, durch Bereitstellen von Futtern mit unterschiedlichen
Makronährstoffgehalten,
werden die Tiere zwischen diesen Futtern auswählen, um ihren Verbrauch an
jedem Makronährstoff
zu regulieren, um ein optimales Verhältnis zu erreichen.
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Die vorliegende Erfindung hat identifiziert,
daß es
eine Grenze für
die Menge an Kohlehydrat gibt, die Haustiere, insbesondere Katzen,
zu verzehren gewillt sind. Um dies nicht zu tun, sind sie bereit,
ihre Kalorien- und/oder Proteinaufnahme zu opfern. Die Kurz- und
Langzeitwirkungen der Opferung von Makronährstoffgehalt des Futters eines
Tieres sind jedoch nicht günstig.
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Verschiedene Haustierarten und -rassen
werden unterschiedlichen optimalen Makronährstoffgehalt für ihre Futter
haben. Außerdem
ist es wahrscheinlich, daß ein
einzelnes Haustier, innerhalb eines Bereichs, einen sich verändernden
optimalen Makronährstoffgehalt
seines Futters hat, in Abhängigkeit
von solchen Faktoren wie Lebensstadium, Geschlecht, sexueller Aktivität, Krankheit,
Jahreszeitenvariation, Umgebung, Streßniveaus, etc.
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Demgemäß stellt die vorliegenden Erfindung
ein Mehrkomponenten-Katzenfuttermittel zur Verfügung, das zwei oder mehr getrennte
Futterzusammensetzungen umfaßt,
wobei wenigstens zwei der Zusammensetzungen sich in ihrem Gehalt
an wenigstens zwei ausgewählten
aus der Gruppe, bestehend aus Fett, Protein und Kohlehydrat, unterscheiden.
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Mit dem Begriff getrennt ist gemeint,
daß die
zwei oder mehr Futterzusammensetzungen nicht vermischt sind. Sie
können
auf oder in unterschiedlichen Behältern bereitgestellt werden,
wie etwa einer Schale, Platte, Verpackung. Die Behälter können verschlossen
sein oder nicht. Das Mehrkomponenten-Futter, das die zwei oder mehr
Futterzusammensetzungen umfaßt,
kann dem katzenartigen Tier in unbeschränkten Mengen bereitgestellt
werden.
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Die Zusammensetzungen sind vorzugsweise
ein Futtermittelprodukt für
sich selbst gesehen. Jede kann ein trockenes, halbfeuchtes oder
ein feuchtes (nasses) Produkt sein. Naßfutter schließt Futter
ein, das üblicherweise
in einem Behälter,
wie etwa einer Dose, einem Pouch oder einer Schale, verkauft wird,
und hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 70% bis 90%. Trockenfutter
schließt
Futter mit einer ähnlichen
Zusammensetzung, aber mit 5% bis 15% Feuchtigkeit ein, oft dargeboten
als kleine keksähnliche
Kibbles. Halbfeuchtes Futter schließt Futter mit einem Feuchtigkeitsgehalt
von oberhalb von 15% bis zu 70% ein. Die Feuchtigkeitsmenge in jedem
Produkt kann den Typ der Verpackung beeinflussen, der verwendet
werden kann oder erforderlich ist. Das Futterprodukt, mit jedem
Feuchtigkeitsgehalt, kann verzehrfertig sein.
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Die Zusammensetzungen umfassen jedes
Produkt, das eine Katze in ihrer Ernährung verzehrt. Somit kann
das Futtermittel die Standardfutterprodukte sowie Futtersnacks für Haustiere
einschließen
(z.B. Snackriegel, Cerealienriegel, Snacks, Belohnungsfutter, Kekse
und süße Produkte).
Die Zusammensetzung kann ein gegartes Produkt sein. Es kann Fleisch
oder aus Tieren gewonnenes Material umfassen (wie etwa Rind, Huhn, Truthahn,
Lamm, Fisch, Blutplasma, Knochenmark, etc. oder eines oder mehrere
davon). Alternativ kann die Zusammensetzung fleischfrei sein (vorzugsweise
einschließlich
eines Fleischersatzstoffes, wie etwa Soja, Maisgluten oder ein Sojaprodukt),
um Protein zu liefern. Die Zusammensetzung kann zusätzliche
Proteinquellen enthalten, wie etwa Sojaproteinkonzentrat, Milch,
Protein, Gluten, etc. Die Zusammensetzung kann auch Stärke enthalten,
wie ein oder mehrere Getreidesorten (z.B. Weizen, Mais, Reis, Hafer,
Gerste, etc.), oder kann stärkefrei
sein. Die Zusammensetzung kann eine verkleisterte Stärkematrix
umfassen oder sein. Die Zusammensetzung kann eine oder mehrere Faserarten
umfassen, wie etwa Zuckerrübenfaserbrei,
Zichorienfaserbrei, Zichorie, Kokosnußendospermfaser, Weizenfaser,
etc. Molkereiprodukte, wie etwa diejenigen, die eine Sahne- oder
eine Käsesoße umfassen,
können
geeignet sein. Die Zusammensetzung kann auch neu konzipierte Produkte
sein, die gegenwärtig
nicht erhältlich
sind. Die geeignetste Zusammensetzung kann ein Produkt sein, wie
hierin beschrieben, das als ein Haustierfutter verkauft wird, insbesondere
ein Haustierfutter für einen
Haushund oder eine Hauskatze. Es kann angemessen sein, die Zusammensetzungen
in einem trockenen Format bereitzustellen, wie etwa getrocknete,
verzehrfertige Cerealienprodukte (oft als Kibbles bezeichnet).
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Es ist wichtig, daß den Tieren
erlaubt wird, frei selbst auszuwählen.
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Die Zusammensetzungen im ersten Aspekt
der Erfindung können
nährstoffmäßig vollständig sein,
entweder allein oder in Kombination, und als solche kann die Praxis
der Erfindung ein geeignetes nährstoffmäßig vollständiges Futter
für das
Haustier bereitstellen.
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Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung
können
sich die zwei oder mehr Futterzusammensetzungen in ihrem Gehalt
an wenigstens zwei von Fett, Protein und Kohlehydrat um wenigstens
1% auf einer Energieverhältnis-Basis
(Protein:Energie-Verhältnis
oder Fett:Energie-Verhältnis oder
Kohlehydrat:Energie-Verhältnis)
unterscheiden.
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Im Futtermittel gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung kann der Unterschied im Fettgehalt von wenigstens
zwei Komponenten von 1% bis 40% auf einem Fett:Energie-Verhältnis betragen.
Der Unterschied im Proteingehalt von wenigstens zwei Komponenten
kann von 1 % bis 40% auf einem Protein:Energie-Verhältnis betragen.
Der Unterschied im Kohlehydratgehalt von wenigstens zwei Komponenten
gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung kann von 1 % bis 40% auf einem Kohlehydrat:Energie-Verhältnis betragen.
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Die zwei oder mehr unterschiedlichen
Futterzusammensetzungen können
an einem oder mehreren Makronährstoffen,
d.h. Fett, Protein und/oder Kohlehydrat, angereichert sein. Jede
Zusammensetzung, die eine angereicherte Fettquelle bereitstellt,
umfaßt
vorzugsweise von 20% bis 90% Fett auf einer Fett:Energie-Verhältnisbasis.
Vorzugsweise kann solch eine Zusammensetzung von 50 bis 75% Fett
auf einer Fett:Energie-Verhältnisbasis
umfassen.
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Jede Zusammensetzung, die eine angereicherte
Proteinquelle bereitstellt, umfaßt vorzugsweise von 18 bis
90% Protein auf einem Protein:Energie-Verhältnis, vorzugsweise umfaßt eine
solche Zusammensetzung von 50 bis 70% Protein auf einem Protein:Energie-Verhältnis.
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Jede Zusammensetzung, die eine angereicherte
Kohlehydratquelle bereitstellt, umfaßt vorzugsweise von 20 bis
90% Kohlehydrat auf einem Kohlehydrat:Energie-Verhältnis. Vorzugsweise
umfaßt
solch eine Zusammensetzung von 25 bis 50% Kohlehydrat auf einem
Kohlehydrat:Energie-Verhältnis.
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Alle hierin beschriebenen Verhältnisse
sind bestimmt als die Anzahl der Kalorien, die aus dem Fett, Protein
oder Kohlehydrat stammen, als ein % der Gesamtkalorien in der Zusammensetzung.
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Fakultativ umfaßt wenigstens eine Zusammensetzung
des Mehrkomponenten-Katzenfuttermittels
ein getrocknetes verzehrfertiges Cerealienprodukt. Zwei oder mehr
Zusammensetzungen können
solche getrockneten verzehrfertigen Cerealienprodukte umfassen.
Alternativ kann, zusammen mit einem oder mehreren getrockneten verzehrfertigen
Cerealienprodukten, ein nasses oder halbfeuchtes Produkt vorliegen.
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Die Futterzusammensetzungen sind
vorzugsweise verpackt. Auf diese Weise ist der Verbraucher in der
Lage, von der Verpackung, die Inhaltsstoffe und den Makronährstoffgehalt
des Produktes zu identifizieren und sich zu vergewissern, daß es für das bestimmte
fragliche katzenartige Tier geeignet ist. Die Verpackung kann Metall
(üblicherweise
in der Form einer Dose oder Flexifolie), Kunststoff (üblicherweise
in der Form eines Pouches oder einer Flasche), Papier oder Karton
sein. Die Feuchtigkeitsmenge in jedem Produkt kann die An der Verpackung
beeinflussen, die verwendet werden kann oder erforderlich ist. Das
Futtermittel kann erhältlich sein
als ein "Kit" oder "Gebinde", wobei verschiedene
oder dieselben Futterzusammensetzungen einzeln verpackt sind und
diese Verpackungen irgendwie miteinander verbunden sind, z.B. in
einer Kiste und/oder mit übergreifender
Verpackung für
die zwei oder mehreren Packungen mit Futterzusammensetzungen.
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Somit können die Futterzusammensetzungen
des ersten Aspekts mit der Erfindung zusammen bereitgestellt werden.
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Gemäß dem Mehrkomponenten-Futtermittel
des ersten Aspekts der Erfindung kann eine Zusammensetzung zum Beispiel
wenigstens 40% Fett (auf einem Fett:Energie-Verhältnis) umfassen und eine andere
Zusammensetzung kann zum Beispiel wenigstens 40% Protein auf einem
Protein:Energie-Verhältnis
umfassen. Die Quellen für
Fett, Protein und Kohlehydrat können
zum Beispiel durch zwei oder mehr unterschiedliche trockene Kibbles
bereitgestellt werden, zum Beispiel zwei oder mehr der folgenden
Kibbles:
wobei PER = Protein:Gesamtenergie-Verhältnis
FER
= Fett:Gesamtenergie-Verhältnis
CER
= Kohlehydrat:Gesamtenergie-Verhältnis
PME
= vorhergesagte metabolisierbare Energie.
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Ein zweiter Aspekt der vorliegenden
Erfindung stellt ein Mehrkomponenten-Katzenfuttermittel gemäß dem ersten
Aspekt in der Erfindung zur Verwendung bei der Bereitstellung der
optimalen Makronährstoffernährung für ein individuelles
katzenartiges Tier bereit. Solch eine Auswahl kann repräsentiert
werden durch das Dreieck von 1 (das
Trockenfutter mit variierendem Makronährstoffprofil darstellt). Das
Futtermittel gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung erlaubt dem Tier, die Gesamtaufnahme von jedem
Makronährstoff
zu regulieren. Es erlaubt dem Tier, die Fettaufnahme in kohlehydratfreien
Futtern zu regulieren. Es erlaubt dem Tier, die Kohlehydrataufnahme
in kohlehydrathaltigen Futtern zu regulieren. Alles von diesen hat
sich als wünschenswert
bei Tieren erwiesen.
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Die experimentellen Arbeiten zeigten
eine bevorzugte Protein-, Fett- und Kohlehydrataufnahme (ein Ziel).
Die Wirkungen sind groß genug,
um die gesamte tägliche
Aufnahme zu Lasten der kalorischen Aufnahme zu beeinflussen. Weiter
sind die Wirkungen groß genug,
um die Produktauswahl in einer Auswahlsituation zu beeinflussen.
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Alle bevorzugten Merkmale des ersten
Aspekts finden auch auf den zweiten Anwendung.
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Ein dritter Aspekt der Erfindung
stellt ein Futtermittel gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung zur Verwendung bei der Gewichtserhaltung von
Katzen bereit. Die vorliegenden Erfindung stellt ein Mehrkomponenten-Futtermittel
bereit, das katzenartigen Tieren erlaubt, ihre Futteraufnahme selbst
zu regulieren. Wenn das Tier selbst auswählen kann, um einen Ziel-Makronährstoffgehalt
zu erreichen, ist das insgesamt Verzehrte optimal, wodurch ein Beitrag
geleistet wird für
die Gewichtserhaltung der Katze. In diesem Text schließt Gewichtserhaltung
der Katze eine Beitrag zur Verhinderung oder Verringerung von Katzenfettleibigkeit
ein.
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Alle bevorzugten Merkmale des ersten
und des zweiten Aspekts finden auch auf den dritten Aspekt Anwendung.
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Ein vierter Aspekt der vorliegenden
Erfindung stellt ein Futtermittel gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung
zur Verwendung für
die Bereitstellung von Gesundheitsvorteilen für die Katze bereit.
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Solche Gesundheitsvorteile schließen verbesserte
Immunfunktion, Stärkung
des Immunsystems, verringerte oxidative Schädigung und DNA-Schädigung,
Fähigkeit,
mit oxidativem Streß/Herausforderung
fertig zu werden, verbesserte Lebenserwartung, verbesserte Stoffwechselrate
und -funktion, verbesserte Darmfunktion und Verdaubarkeit, Reproduktionseffizienz,
verbessertes Verhalten, kognitive Funktion und verbesserte Widerstandsfähigkeit
gegen Erkrankungen ein.
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Ein fünfter Aspekt der Erfindung
stellt ein Futtermittel gemäß einem
vom ersten bis vierten Aspekt der Erfindung bereit, wobei die Zusammensetzungen
getrennt verpackt sind. Die Zusammensetzungen können getrennt verpackt werden
oder zusammen verpackt werden.
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Ein sechster Aspekt der Erfindung
stellt Futterzusammensetzungen zur Verwendung in einem Futtermittel
gemäß dem ersten
bis fünften
Aspekt der Erfindung bereit.
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Ein siebter Aspekt der Erfindung
stellt ein Verfahren zur Bereitstellung optimaler Makronährstoffernährung für ein individuelles
katzenartiges Tier bereit, wobei das Verfahren das Verfüttern eines
Mehrkomponenten-Futtermittels gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung
an besagtes katzenartiges Tier umfaßt. Die unterschiedlichen Futterzusammensetzungen
des Futtermittels werden gleichzeitig bereitgestellt.
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Ein achter Aspekt der Erfindung stellt
ein Verfahren zur Gewichtserhaltung der Katze bereit, wobei das Verfahren
das Verfüttern
eines Mehrkomponenten-Futtermittels gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung
an besagtes katzenartiges Tier umfaßt. Das Mehrkomponenten-Futtermittel kann
in unbegrenzten Mengen bereitgestellt werden. Die unterschiedlichen
Futterzusammensetzungen des Futtermittels werden gleichzeitig bereitgestellt.
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Ein neunter Aspekt der Erfindung
stellt ein Verfahren zur Förderung
von Gesundheitsvorteilen der Katze bereit, wobei das Verfahren das
Verfüttern
eines Mehrkomponenten-Futtermittels
gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung an besagtes katzenartiges Tier umfaßt. Das
Futtermittel kann in unbegrenzten Mengen bereitgestellt werden.
Die unterschiedlichen Futterzusammensetzungen des Futtermittels
werden gleichzeitig bereitgestellt.
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Alle bevorzugten Merkmale des ersten
Aspekts der Erfindung finden auch auf die anderen Aspekte der Erfindung
Anwendung und umgekehrt.
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In Aspekten der Erfindung, die "Fressen" beschreiben, ist
gemeint, daß dem
Tier Zugang zum Futtermittel der Erfindung erlaubt wird, um davon
zu fressen.
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Die vorliegende Erfindung beruht
auf der Beobachtung, daß Katzen,
wenn sie Futter verzehren, versuchen, eine Zielaufnahme von jedem
der drei Makronährstoffe
(Protein, Kohlehydrat und Fett) innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums
zu erreichen. Die Erfindung beschreibt ein Mehrkomponenten-Futtermittel,
das einer individuellen Katze erlaubt, ihren Zielverzehr an Protein,
Fett und Kohlehydrat zu erreichen. Gemäß der Erfindung wird der Katze
eine Auswahl von zwei oder mehr Futterzusammensetzungen mit unterschiedlichen
Makronährstoffverhältnissen
angeboten. Die Futter können
kontinuierlich oder bei Gelegenheit jeder Mahlzeit angeboten werden.
Der Ziel-Makronährstoffverzehr
wird über
die Zeit variieren, in Abhängigkeit
von solchen Faktoren wie Lebensstadium, Geschlecht, sexueller Aktivität, Krankheit,
Jahreszeitenschwankung, Umgebung, Streßniveaus, etc. Daher erlaubt
kontinuierlicher Zugang zu diesen Futterkomponenten der Katze, ihren
Verzehr an jedem Makronährstoff
unabhängig
zu variieren und bis zu einem optimalen Niveau zu jedem Zeitpunkt. Selbstauswahl tritt
auch innerhalb einzelner Mahlzeiten auf. Die Erfindung bietet Vorteile
erhöhter
Freude beim Fressen und Gesundheitsvorteile für die Katze.
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Existierende Futterprodukte werden
so formuliert, daß sie
ein spezifisches fixiertes Verhältnis
an Kohlehydrat, Fett und Protein bereitstellen. Diese Erfindung
erlaubt der Katze, ihren Verzehr an jedem der Makronährstoffe
unabhängig
zu variieren und bis zu einem optimalen Niveau zu jedem Zeitpunkt.
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Die vorliegende Erfindung stellt
Vorteile bereit. Sie bietet ein optimales Futter für ein einzelnes
Haustier auf der Grundlage der Stoffwechselbedürfnisse jenes Tieres, im Gegensatz
zu vorübergehenden
sensorischen Präferenzen.
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Die Erfindung stellt eine Lösung für das Problem
bereit, schmackhafte Futter für
Haustiere bereitzustellen sowie Vorteile für das Haustier im Hinblick
auf erhöhte
Akzeptanz/erhöhter
Genuß beim
Fressen zu bieten. Überdies
stellt die Erfindung eine erhöhte
Freude/Befriedigung beim Pfleger/Besitzer des Tieres bereit.
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Der Freude des Tieres und/oder die
Erhöhung
der Akzeptanz/Schmackhaftigkeit kann z.B. durch eines oder mehrere
der folgenden festgestellt werden:
- – ein Anstieg
der Menge des verzehrten Futters;
- – eine
Abnahme der Häufigkeit
der Verweigerung zu fressen über
eine längeren
Zeitraum;
- – ein
Anstieg des Enthusiasmus während
der Mahlzeit, angezeigt durch eine Verringerung der Zeit, die benötigt wird,
um eine Mahlzeit zu beginnen, und/oder ein Anstieg der Geschwindigkeit,
mit der Futter verzehrt wird;
- – das
Tier wählt
das Futter gegenüber
einem anderen Futter aus;
- – das
Tier verweigert andere Futter;
oder durch irgendein anderes
Verhalten eines Haustieres, das vom Besitzer/Pfleger als ein Anzeichen
des Genusses des Futters genommen wird, z.B.: - – das Tier
streicht um den Besitzer/Pfleger, wenn das Futter gegeben wird;
- – das
Tier ist inaktiv/ruht oder schläft
nach dem Fressen;
- – das
Tier leckt sich selbst oder wäscht
sich nach dem Fressen.
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Zusätzlich zu diesen Vorteilen
bietet die Bereitstellung eines Futters, das das optimale Makronährstoffverhältnis für ein bestimmtes
Tier erfüllt,
Gesundheitsvorteile für
das Tier, wie etwa Erhaltung eines gesunden Körpergewicht-Masseindex, Verhinderung
von Fettleibigkeit, verbesserte Immunfunktion, verringerte oxidative Schädigung und
DNA-Schädigung,
Fähigkeit,
mit oxidativem Streß/Herausforderung
fertig zu werden, verbesserte Lebenserwartung, verbesserte Stoffwechselrate
und -funktion, verbesserte Darmfunktion und Verdaubarkeit, Reproduktionseffizienz,
verbessertes Verhalten, kognitive Funktion und verbesserte Widerstandsfähigkeit
gegen Krankheiten.
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Die Erfindung wird unter Bezugnahme
auf die Figuren beschrieben, bei denen 1 eine grafische Darstellung des Makronährstoffgehaltes
von Futter ist.
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2 ist
ein Diagramm der Prozentanteile der Gesamtaufnahme von Futter über die
Zeit. Wie dargestellt bei den Tagen 1 bis 7, wählten naive Katzen Futter mit
bevorzugtem Geschmack ungeachtet vom Nährstoffprofil aus.
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Nach der eingliedrigen Trainingsperiode
(Tage 65 bis 71) lehnten dieselben Katzen konsistent Futter mit
niedrigem Protein-/hohem Fettgehalt ungeachtet zugesetzter Geschmacksstoffe
ab.
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3 zeigt
die prozentuale Veränderung
des Körpergewichts über die
Zeit in Wochen.
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4 zeigt
die gefressene Menge (g) gegen die Zeit in Tagen.
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5 zeigt
die gefressene Menge (g) von drei unterschiedlichen Futtern.
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6 zeigt
den Anteil an insgesamt Gefressenem von jedem Futter für einzelne
Katzen während
naiver Selbstauswahl.
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7 zeigt
die durchschnittliche tägliche
gefressene Aufnahme (g), gemittelt über alle Katzen, für jedes
Futter während
jedem der acht 3-tägigen
Zyklen,
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8 zeigt
die durchschnittliche tägliche
gefressene Aufnahme (g) für
drei Futter, gemittelt über
Katzen und alle Zyklen für
jedes Futter während
der Lernphase.
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9 zeigt
die durchschnittliche tägliche
gefressene Aufnahme (g), gemittelt für alle Katzen, für jedes Futter
während
erfahrener Selbstauswahl.
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10 zeigt
die durchschnittliche tägliche
gefressene Aufnahme (g) für
alle drei Futter, gemittelt über alle
Katzen und alle Tage während
erfahrener Selbstauswahl.
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11 zeigt
den Anteil an insgesamt Gefressenem für jedes Futter, gemittelt über alle
Tage, für
jede Katze während
erfahrener Selbstauswahl.
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12 zeigt
den durchschnittlichen täglichen
Prozentanteil an Energie, erhalten aus jedem Makronährstoff,
während
des Versuches.
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13 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Futteraufnahme, gemittelt über
alle Katzen, für
jedes Futter während
der naiven Selbstauswahlphase.
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14 zeigt
die durchschnittlich gefressene Aufnahme (g), gemittelt über alle
Katzen und alle Tage, für
jedes Futter während
naiver Selbstauswahl.
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15 zeigt
den Anteil an insgesamt Gefressenem, gemittelt über alle Tage, für jede Katze
während der
naiven Selbstauswahlphase.
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16 zeigt
das Muster für
die durchschnittliche tägliche
Aufnahme (g) für
die drei Futter während
des Verlaufs des Tages bei naiver Selbstauswahl.
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17 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Futteraufnahme (g), gemittelt über
alle Katzen, für
jedes Futter während
jedem der acht 3-tägigen
Zyklen.
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18 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Futteraufnahme (g), gemittelt für
die Katzen und alle Zyklen, für
jedes Futter während
der Lernphase.
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19 zeigt
den Anteil an insgesamt Gefressenem, gemittelt über alle Tage, für jede Katze
in der Lernphase.
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20 zeigt
das Muster der durchschnittlichen täglichen Futteraufnahme (g)
für die
drei Futter während
des Verlaufs des Tages in der Lernphase.
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21 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Futteraufnahme (g), gemittelt über
alle Katzen, für
jedes Futter während
der erfahrenen Selbstauswahlphase.
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22 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Futteraufnahme, gemittelt über
alle Katzen und alle Tage, für
jedes Futter während
der erfahrenen Selbstauswahlphase.
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23 zeigt
die Menge jeden Futters, das verzehrt wird, als einen Anteil des
insgesamt gefressenen Futters, gemittelt über alle Tage, für jede Katze
während
der erfahrenen Selbstauswahlphase.
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24 zeigt
das Muster der durchschnittlichen täglichen Futteraufnahme (g)
der drei Futter über
den Verlauf des Tages in der erfahrenen Selbstauswahlphase.
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25 zeigt
die durchschnittliche tägliche
P/FER-Aufnahme während
des Versuches.
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26 zeigt
die durchschnittlichen Aufnahmen (g) während des gesamten Versuches.
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27 zeigt
den Prozentanteil Energie, der aus jedem Makronährstoff gewonnen wird, während des Versuches.
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28 zeigt
die durchschnittlichen Aufnahmen (g) während des gesamten Versuches.
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29 zeigt
den Prozentanteil der Energie, die aus jedem Makronährstoff
gewonnen wird, während des
Versuches.
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Die vorliegende Erfindung wird nunmehr
unter Bezugnahme auf die folgenden, nicht beschränkenden Beispiele beschrieben:
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Beispiele
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Beispiel 1
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Studie zur
Bestimmung der Wirkung des Futtermakronährstoffprofils auf die Futterauswahl
bei Katzen
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Zusammenfassung
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- – Erwachsene
Katzen wurden mit homogenisierten Futtern gefüttert, die aus Sojaisolat,
Hähnchenbrust, Schmalz
und entweder Karob-Lösung
oder Wasser bestanden. Die Futter waren isokalorisch und bestanden
aus einem Bereich von Verhältnissen
von Protein-zu-Fett-Energie
(P-F:ER), wobei diese 10% PER/90% FER (ein PER, von dem man glaubt,
daß er
nahe dem minimalen Proteinbedarf der Katze liegt), 40% PER/60% FER
(ein PER, der typisch für
ein Dosenprodukt ist) und 70% PER/30%FER beträgt. Drei Geschmacksstoffe mit
unterschiedlicher relativer Präferenz
wurden in die Futter einbezogen, so daß jede der drei Gruppen von
Katzen unterschiedliche Geschmacksstoff-Futter-Kombinationen erhielt.
- – Während der
anfänglichen
sieben Tage der Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz schienen die naiven
Katzen (ohne vorherige Erfahrung mit dem Futter und den Geschmacksstoffen)
ihre Futterauswahl auf der Grundlage der hedonistischen Anhaltspunkte,
die mit den Futtern assoziiert waren, zu treffen. Sie wählten das Futter
aus, das mit dem bevorzugten Geschmack assoziiert war, ungeachtet
der Menge an Sojaisolat und Schmalz.
- – Während der
39 Tage Lernen/Training veränderten
die Katzen ihre Makronährstoffauswahl
und reagierten, im Hinblick auf durchschnittliche Futteraufnahme,
unterschiedlich auf das Makronährstoffprofil
und den Geschmack der Futter.
- – Während der
letzten 7 Tage der Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz zeigten diese nunmehr
erfahrenen Katzen unterschiedliche Fressreaktionen zur anfänglichen
Selbstauswahl und schienen Futter auf einer anderen Grundlage auszuwählen, wobei
sie folglich insgesamt ein unterschiedliches Makronährstoffprofil
auswählten.
Es schien, daß die
erfahrenen Katzen etwas über
das Makronährstoffprofil
des Futters "gelernt" hatten und ihre
Präferenzen
dementsprechend veränderten,
wobei das Futter mit niedrigem Proteingehalt/hohem Fettgehalt konsistent
abgelehnt wurde, ungeachtet des zugesetzten Geschmacksstoffes. Das Protein-zu-Fett-Verhältnis, unterhalb
dessen das Produkt abgelehnt wird, ist nicht bekannt und wird in
weiteren Studien untersucht werden. Dies sollte den minimalen Proteingehalt
für Katzenfutter
identifizieren, auf der Basis der Akzeptanz statt des Nährstoffbedarfs.
- – Eine
Untersuchung der Aufnahme des Protein-zu-Fett-Energieverhältnisses
(P-F:ER) als einer potentiellen Triebkraft für die Futterauswahl zeigte,
daß das
durchschnittliche P-F:ER,
das während
der anfänglichen
Selbstauswahlphase verzehrt wurde, durch die hedonistischen Anhaltspunkte
beeinflußt
wurde, wobei jede Testgruppe eine durchschnittliche PER-Aufnahme
zeigte, die getrieben wurde von dem Futter, mit dem der bevorzugte
Geschmack assoziiert war (durchschnittliche PER-Aufnahme 34%; FER-Aufnahme 66%).
Im Gegensatz dazu war die P-F:ER-Aufnahme derselben Katzen, nachdem
sie erfahren waren, konsistenter, mit weniger Einfluß von den
hedonistischen Anhaltspunkten während
der abschließenden
Selbstauswahl (durchschnittliche PER-Aufnahme 49,8%; FER-Aufnahme 50,2%).
- – Insgesamt
legen diese Ergebnisse nahe, daß wiederholtes
Verabreichen dieser experimentellen Futter über einen längeren Fütterungszeitraum dazu führte, daß Katzen
ihre Futterpräferenzen
veränderten,
um spezifischen Makronährstoffprofile
auszuwählen.
Indem sie diese taten, reagierten sie weniger auf hedonistische
Anhaltspunkte und mehr auf die zugrundeliegenden Nährstoffanhaltspunkte.
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1 Einführung
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Der traditionelle Ansatz zur Schmackhaftigkeit
ist gewesen, daß Geschmack,
Geruch und Textur sehr wichtige Triebkräfte für die Aufnahme bei anfänglicher
Darbietung eines Futters sind. Neuere Studien bei Katzen haben zu
der Hypothese geführt,
daß, mit
Erfahrung, der zugrundeliegende Nährstoffgehalt diese sensorischen
Anhaltspunkte überkompensieren
könnte,
was eine Veränderung
der Futterauswahl bewirkt (wenn sie von Vorteil für das Tier
ist, dies zu tun).
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Die Ergebnisse vorheriger Arbeiten
legen nahe, daß wiederholte
Darbietung von experimentellen Futtern auf Basis von Hähnchen und
Schmalz über
einen längeren
Fütterungszeitraum
dazu führt,
daß Katzen ihre
Futterpräferenzen ändern, um
spezifische Makronährstoffprofile
auszuwählen.
Indem sie dies tun, reagieren sie weniger auf die hedonistischen
Anhaltspunkte und mehr auf die zugrundeliegenden Ernährungsanhaltspunkte.
Diese Beobachtung steht im Gegensatz zu dem etablierten Glauben,
daß Katzen
keine "Ernährungsweisheit" besitzen, da hedonistische
Anhaltspunkte der einzige Antriebsfaktor der Futterauswahl sind.
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Das Ziel dieser Studie war, festzustellen,
ob Katzen etwas über
das Makronährstoffprofil
des Futters "lernten", so daß die anfängliche
hedonistische Reaktion anschließend
durch physiologische Reaktionen beeinflußt wurde (die mit dem Makronährstoffprofil
des Futters variieren können).
Die Katzen wurden getestet, bevor sie Erfahrungen mit den experimentellen
Futtern und Geschmacksstoffen machen konnten, nach einem Zeitraum
von eingliedrigen, wiederholten Darbietungen der Futter, um festzustellen,
ob ihre Freßreaktionen sich
durch Erfahrung verändert
hatten.
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Um das Makronährstoffprofil des Futters innerhalb
definierter Grenzen zu kontrollieren, als unter Verwendung eines
typischen Naßfutterrezepts
erreichbar sind, wurden relativ "saubere" Quellen für Makronährstoffe
verwendet. Im zweiten Teil dieser ersten Phase der Arbeiten wurden
die Makronährstoffe
auf Protein und Fett untersucht – Sojaisolat wurde als die
vor wiegende Proteinquelle verwendet, wobei etwas Hähnchenbrust in
allen Futtern vorhanden war, und Schmalz wurde als eine Fettquelle
verwendet.
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Die Futter wurden so konzipiert,
daß sie
aus ansteigenden Gehalten an Protein (Sojaisolat und Hähnchen)
bestanden, kombiniert mit abnehmenden Gehalten an Fett (Schmalz).
Um die Katzen zu "verwirren" und den natürlichen
Geruch und Geschmack der Futter zu maskieren, wurden zusätzliche
Geschmacksstoffhinweise zugesetzt (siehe Abschnitt "Methoden"), um die Auswahl
eines Produktes rein auf der Grundlage eines inhärenten Geruchs oder Geschmacks
zu verringern. Dieses sollte belegen, ob die Katzen etwas über Futter
auf der Grundlage ihres Protein- oder Fettgehaltes per se "lernten" und diese auswählten, wenn
sie über
einen längeren
Zeitraum gefüttert
wurden. Der Versuch war auch so konzipiert, anzuzeigen, ob Katzen
ein Futter bevorzugten, daß einen
spezifischen Gehalt an Protein und/oder Fett enthielt, wenn ihnen
ad libitum die Auswahl von 3 Futtern angeboten wurde.
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2 Methoden
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2.1 Tiere
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Katzen (n = 27) wurden so ausgewählt, daß sie keine
vorherige Erfahrung mit den experimentellen Futtern oder Geschmacksstoffen
hatten. Die Katzen wurden einzeln untergebracht und wurden jeden
Tag als eine Gruppe sozialisiert.
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Katzen wurden nach Zufallsprinzip
in ausgewogene Gruppen nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht
verteilt.
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2.2 Futter
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Drei isokalorische Futter wurden
verfüttert,
die alle so konzipiert waren, daß sie 70 kcal ME (metabolisierbare
Energie) pro 100 g Endprodukt bereitstellten. Die Futter bestanden
aus ei nem Bereich von Verhältnissen
von Protein-zu-Fett-Energie (P-F:ER), wobei diese 10% PER/90%FER
(ein PER, von dem man glaubt, daß es nahe am minimalen Proteinbedarf
der Katze liegt), 40% PER/60%FER (ein PER, das typisch für ein Dosenprodukt
ist) und 70% PER/30% FER waren. In dieser Studie waren die Futter
im wesentlichen kohlehydratfrei, wobei das Kaloriendefizit, das
nach Einbeziehung von Protein verblieb, durch Fettkalorien geliefert wurde.
-
Futter wurden täglich zubereitet und bestanden
aus einer homogenisierte Mischung aus pulverisiertem Sojaisolat,
gegarter Hähnchenbrust,
Schmalz und entweder Karob-Lösung
(3% oder 0,5%, w/w) oder Wasser. Die Futter enthielten unterschiedliche
Mengen an Karob-Lösung,
um ähnliche
Konsistenzen zu erreichen. In einer Vorabstudie wurden Futter mit
demselben Basisrezept mit drei unterschiedlichen Konzentrationen
von Karob-Lösung
(0,75%, 1,5% und 3%, w/w) zubereitet und wurden in einem Test mit
wiederholter Aufnahme an eine Gruppe von 24 Katzen verfüttert. Die
Ergebnisse zeigten, daß die
Karob-Konzentration die relative Akzeptanz der Futter nicht beeinflußte, da
kein signifikanter Unterschied zwischen den durchschnittlichen aufgezeichneten
Aufnahmen stand (p = 0,66).
-
Diese Rezepte wurden vorausschauend
formuliert unter Verwendung einer Kombination ungefährer Analysen
von pulverisiertem Sojaisolat (von ICN), verarbeiteter Hähnchenbrust
und Schmalz, und veröffentlichten
Daten zu Futterzusammensetzungen, um Endprodukte mit PERs von 10%,
40% und 70% und einer Energiedichte von 70 kcal/100 g Endprodukt
zu ergeben. Texturunterschiede zwischen den Futtern wurden durch
Homogenisieren der Futter und Einbeziehung variierender Mengen an
Karob-Lösung
oder Wasser verringert, wodurch die Futter relativ ähnlich in
der Konsistenz gemacht wurden.
-
Der Nährstoffgehalt jedes Futters
wurde unter Verwendung der obigen Informationsquellen abgeschätzt. Futter
wurden so formuliert, daß sie
die minimalen WALTHAM Cat Nutrient Guidelines für die Fütterung erwachsener Tiere erfüllten, durch
Zugabe von Vitamin und Mi neralgemischen, Taurin und L-Methionin (wobei
Sojaisolat einen niedrigen Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren aufweist),
und wurden auf einer täglichen
Basis frisch hergestellt.
-
Drei Geschmacksstoffsystem mit unterschiedlicher
relativer Präferenz
wurden in die Futter einbezogen, so daß jede Gruppe Katzen unterschiedliche
Geschmacksstoff-Futter-Kombinationen
erhielt. Dies ergab insgesamt neun Testfutter (Tabellen), die alle
verfüttert
wurden. Die Konzentration jedes Geschmacksstoffes wurde bestimmt
durch Vermischen desselben mit dem Futter und Probieren der unterschiedlichen
Geschmacksstoff-Futter-Kombinationen.
Die Geschmacksstoffe wurden in Konzentrationen zugesetzt, die von Menschen
gerade noch nach Aroma und Geschmack wahrnehmbar waren, so daß vermutet
wurde, daß sie von
Katzen wahrnehmbar waren. Das Einbeziehungsniveau der Geschmacksstoffe
war dasselbe für
jedes Futter, ungeachtet des Proteingehaltes. Die drei verwendeten
Geschmacksstoffe waren Quest rabbit (0,06% (w/w); 27 Tropfen Kaninchengeschmacksstoff
zugesetzt pro kg Produkt), Firmenich-Fischpulver (1,5% (w/w); 15
g Fischpulver zugesetzt pro kg Produkt) und Firmenich-Orangenöl (0,03%
(w/w) einer 19% (w/w) Lösung von
Orangenöl
in Sonnenblumenöl;
13 Tropfen verdünntes
Orangenöl
zugesetzt pro kg Produkt). [Verdünntes Orangenöl wurde
hergestellt als 10 Tropfen Orangenöl in 1 g Sonnenblumenöl].
-
Die Katzen wurden in 3 Gruppen unterteilt
(n = 9 pro Gruppe), so daß jede
Gruppe Katzen unterschiedliche Geschmacksstoff-Futter-Kombinationen
während
der gesamten Studie erhielt, wie dargestellt in Tabelle 2.
-
Tabelle
1: Verfütterte
Geschmacksstoff-Futter-Kombinationen.
-
Tabelle
2: Verfütterte
Geschmacksstoff-Futter-Matrix.
-
2.3 Fütterungsprotokolle
-
Das Fütterungsprotokoll bestand aus
einer Akklimatisierungs-Vorfütterung,
gefolgt von 4 unterschiedlichen Fütterungsregimes – einer
anfänglichen
Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase, einer Lern/Trainingsphase,
einer abschließenden
Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase und einer Herausforderung,
um bevorzugte Geschmacksstoffauswahl zu untersuchen.
-
Akklimatisierungs-Vorfütterung
(7d)
-
- – Um
die Katzen an das Format der homogenisierten Futter zu gewöhnen (ohne
ihnen die Soja/Hähnchen/Schmalz-Futter
darzubieten), wurde eine Vorfütterung
mit Feline Concentration Instant Diet (FCID) einbezogen.
- – Der
tägliche
Bedarf an FCID wurde berechnet auf der Grundlage der Körpergewichte
der einzelnen Katzen, dann wurden zusätzliche 25% hinzugefügt, so daß jede Katze
(im Prinzip) je nach Appetit gefüttert wurde.
- – Katzen
wurden ein Drittel ihres täglichen
Bedarfs an FCID am Morgen angeboten und der Rest ihres Bedarfs am
Nachmittag, der über
Nacht verblieb.
- – Die
angebotene Futtermenge wurde auf 50% über dem Bedarf für die meisten
der Katzen erhöht,
die konsistent alles angebotene Futter verzehrten. Angebotenes Futter
wurde nicht hierüber
hinaus erhöht,
da diese Katzen, die fortfuhren, alles von dieser erhöhten Ration
zu verzehren, so eingeschätzt
wurden, daß sie sich überfraßen.
- – Alle
Futteraufnahmen wurden von Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter
ersetzt wurde.
-
Unerfahrene Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase
(7d)
-
- – Für die anschließenden 7
Tage wurde jeder Katze ad libitum Zugang zu allen 3 experimentellen
Futtern gegeben.
- – Das
Futter wurde zweimal pro Tag durch frisches ersetzt – 150 g
jedes Futters wurden am Morgen angeboten, die durch 250 g frisches
Futter am Nachmittag ersetzt wurden, das über Nacht verblieb.
- – Die
Position der Produkte wurde täglich
rotiert.
- – Futteraufnahmen
und Mahlzeitmusterbildung wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden
alle Futteraufnahmen von Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter
ersetzt wurde.
-
Lern/Trainings-Phase (39d)
-
- – Während der
Lern/Trainings-Phase sollte jede Katze jeden Tag ein einziges Produkt
erhalten haben, wobei die 3 Futter in einer täglichen Rotation für 30 Tage
gefüttert
wurden. Jede Katze sollte daher jedes Testfutter 10-mal erlebt haben.
- – Nach
Abschluß von
Zyklus 8 waren die Vorräte
an Sojaisolat zuende, so daß alle
Katzen 12 Tage auf nicht mit Geschmacksstoff versetztes FCID übergeleitet
wurden. Die Lernphase begann von neuem und den Katzen wurden 5 weitere
Lernzyklen gegeben (Zyklen 13 bis 18). Insgesamt erlebten die Katzen
jedes Testfutter 13-mal.
- – Um
die Wirkungen der Reihenfolge zu verringern, z.B. um zu verhindern,
daß eine
Katze immer Futter B nach Futter A erhielt, wurden 3 unterschiedliche
Reihenfolgen von Futterdarbietung befolgt.
- – Jede
Katze erhielt 200 g Futter am Morgen, die durch 300 g desselben
Futters am Nachmittag ersetzt wurden, das über Nacht stehen gelassen wurde.
- – Futteraufnahme
und Mahlzeitmusterbildung wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden
alle Futteraufnahmen von Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter
ersetzt wurde.
-
Erfahrene Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase
(7d)
-
- – Für die anschließenden 7
Tage wurde jeder Katze ad libitum Zugang zu allen 3 experimentellen
Futtern gegeben, die sie in der Lernphase erlebt hatten.
- – Futter
wurde zweimal täglich
durch frisches ersetzt – 150
g jedes Futters wurde am Morgen angeboten, die am Nachmittag durch
250 g frisches Futter ersetzt wurden, das über Nacht verblieb.
- – Die
Position der Produkte wurde täglich
rotiert.
- – Futteraufnahmen
und Mahlzeitmusterbildungen wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden
alle Futteraufnahmen von Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter
ersetzt wurde.
-
BEMERKUNG: Die angebotene Futtermenge
wurde bei Katzen erhöht,
die konsistent alles dargebotene Futter verzehrten.
-
2.4 Körpergewichte
-
Körpergewichte
wurden zweimal pro Woche aufgezeichnet und eng überwacht, um angemessene Futteraufnahmen
zu bestimmen.
-
2.5 Datenanalyse
-
Während
der Lernphase werden Diagramme ausgedrückt mit "Zyklus" auf der x-Achse, wobei jeder "Zyklus" eine pseudo-randomisierte
3-Tage-Rotation von Produkten und daher eine Darbietung von jedem
der Futter ist.
-
3 Ergebnisse
-
3.1 Futter
-
3.1.1 Ernährungseigenschaften
-
Wie zuvor erwähnt, wurden die Futter vorhersagend
so formuliert, daß sie
Endprodukte mit PERs von 10%, 40% und 70% und einer Energiedichte
von 70 kcal/100g Endprodukt ergaben.
-
Ungefähre Analysewerte der Futterinhaltsstoffe
wurden verwendet, zusammen mit Atwater-Faktoren (Protein 4 kcal/g, Fett 9 kcal/g,
Kohlehydrat 4 kcal/g), um maximale PME von jedem Inhaltsstoff zu
berechnen.
-
Die maximale PME für jeden
der Futterinhaltsstoffe wurde dann verwendet, um die PME für jedes
der Futter zu berechnen, auf der Grundlage der Anteile der Inhaltsstoffe
in jeder Formulierung. Korrigierte PER wurden berechnet unter Verwendung
dieser korrigierten ME-Werte und der Proteinwerte aus der Futteranalyse.
Der Proteingehalt (bestimmt aus analytischen Ergebnissen) wurde
mit 4 kcal/g multipliziert und ausgedrückt als ein Prozentanteil der
ME des Futters. Korrigiertes FER wurde durch Differenz berechnet,
wobei die Futter nur aus Protein und Fettkalorien bestanden.
-
3.1.2 Geschmacksstoffe
-
Die relative Präferenz für alle Geschmacksstoff-Futter-Kombinationen
plus der nicht mit Geschmacksstoff versetzten Futter wurde bestimmt.
-
- – Statistische
Analyse der Daten durch Multifaktor-ANOVA zeigte, daß es keinen
signifikanten Unterschied zwischen den durchschnittlichen Aufnahmen
der Testfutter gab (p < 0,001).
- – Die
Ergebnisse bestätigten,
daß die
relative Präferenz
für die
drei verwendeten Geschmacksstoffsysteme Fisch > Kaninchen = Orangenöl war (p < 0,001).
- – Die
Ergebnisse zeigten auch, daß die
drei Geschmacksstoffe diese Rangfolge über alle drei Basisfutter (10%,
40%, 70% PER) beibehielten, denen sie zugesetzt wurden.
- – Es
war interessant zu bemerken, daß für die nicht
mit Geschmacksstoff versetzten Futter die relative Präferenz 40% > 70% > 10% war, diese Unterschiede
jedoch nicht statistisch signifikant waren. Das Futter mit 40% PER
wurde allgemein bevorzugt gegenüber
den anderen Testfuttern, selbst wenn Geschmacksstoffe mit ihnen
assoziiert waren.
-
3.2 Tiere
-
Vier Katzen wurden aus der Studie
nach 2–3
Wochen mit den Versuchsprodukten herausgenommen. Der Grund waren
niedrige Futteraufnahmen.
-
3.3 Testreaktionen auf
neuartige Geschmacksstoffe und Makronährstoffprofile: naive Selbstauswahlphase
-
Während
der Selbstauswahlphase wurden jeden Tag alle 3 Testfutter verfüttert, wobei
jede Katze ad libitum Zugang zu Proben von den 3 Futtern über den
gesamten Tag hatte.
-
Während
dieser Anfangsphase hatten die Katze keine vorherige Erfahrung mit
diesem Geschmacksstoffen und experimentellen Futtern.
-
- – In
jeder Testgruppe aßen
Katzen einen größeren Anteil
des Futters, das mit Fischgeschmack kombiniert war, wobei Fisch
hedonistisch der bevorzugte Geschmack war.
- – Diese
Daten legen nah, daß Katzen,
die naiv gegenüber
dem Futterformat und den Geschmacksstoffen sind, ihre Futterauswahl
auf der Grundlage der hedonistischen Anhaltspunkte, die mit dem
Futter assoziiert sind, zu machen scheinen. Sie wählten das
Futter aus, das mit dem bevorzugten Geschmack assoziiert war ungeachtet
der Menge an Sojaisolat und Schmalz.
- – Wenn
man die Daten aus allen 3 Testgruppen kombiniert und die Diätauswahl
nur auf der Grundlage von Protein bewertet, gab es, während der
naiven Selbstauswahlphase einen signifikant höheren Anteil des gefressenen
Futters mit 10% PER, verglichen mit den Futtern mit 40% und 70%
PER (p < 0,01).
- – Für alle Katzen
zeigte die Bestimmung der Diätauswahl
auf der Basis von Geschmack allein, daß die Präferenz für Fischgeschmack gegenüber Kaninchen-
und Orangengeschmack klar offensichtlich war (p < 0,001).
- – Wenn
man die einzelnen Katzen betrachtete, zeigte die Mehrzahl von Katzen
innerhalb jeder Testgruppe ähnliche
Futterpräferenzen.
- – Es
gab kein gemeinsames Merkmal bei denjenigen Katzen, die eine zum
Rest jeder Testgruppe unterschiedliche Futterauswahl zeigten.
-
3.4 Trainieren von Katzen
um Verbindungen zwischen Geschmacksrichtungen und Makronährstoffprofilen
zu erkennen: Lernphase
-
Während
der Lern/Trainings-Phase wurde jedes Futter an einem unterschiedlichen
Tag verfüttert,
d.h. pro Tag wurde nur ein Futter verfüttert. Futteraufnahmedaten
wurden mit einem 3-Tage-Zyklus analysiert, während dem jede Katze jedes
der 3 Futter innerhalb ihre Testgruppe erlebte.
-
Grafischer Vergleich der durchschnittlichen
Anteile an gefressenem Futter bei allen Katzen zu Beginn (Zyklus
1) und Ende (Zyklus 17) der Lernphase nach entweder Geschmack allein
oder PER allein zeigte interessante Unterschiede.
-
- – Es
gab einen signifikanten Unterschied (p < 0,001) zwischen den durchschnittlichen
Aufnahmen von Fisch-, Kaninchen- und Orangen-Geschmack zu Beginn
der Lernphase, wobei Fisch-Geschmack gegenüber den zwei anderen Geschmacksrichtungen
bevorzugt war. Zum Ende der Lernphase gab es jedoch keinen signifikanten
Unterschied zwischen den Anteilen der verzehrten Geschmacksrichtungen.
- – Im
Gegensatz dazu gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen
den durchschnittlichen Aufnahmen von 10%, 40% und 70% PER zu Beginn
der Lernphase, zum Ende der Lernphase waren die durchschnittlichen
Aufnahmen aller Futtermittel jedoch signifikant unterschiedlich,
mit 70% > 40% > 10% PER.
- – Wie
zuvor gesehen, war die Aufnahme des Futters mit 10% PER während der
Lernphase merkbar niedriger als die Gesamtaufnahme der anderen Futter,
insbesondere am Ende der Lernphase.
- – Diese
Daten legen nahe, daß im
Hinblick auf die durchschnittliche Futteraufnahme, Makronährstoffprofil und
Geschmacksrichtung sich unterschiedlich während der Lernphase verhielten.
Das ausgewählte
Makronährstoffprofil
veränderte
sich über
die 39 Tage der Fütterung
(ausschließlich
der Tage, während
denen FCID gefüttert
wurde).
-
3.5 Testen von trainierten
Verknüpfungen
zwischen Geschmacksrichtungen und Makronährstoffprofilen: erfahrene
Selbstauswahlphase
-
Während
der Selbstauswahlphase wurden 3 Testfutter jeden Tag verfüttert, wobei
jede Katze ad libitum Zugang zu Proben von den 3 Futtern über den
gesamten Tag hatte.
-
Zwischen der ersten "naiven" Selbstauswahlphase
und dieser zweiten Selbstauswahlphase erlebten die Katzen eine Trainingsperiode,
um ihnen zu helfen, bestimmte Geschmacksrichtungen mit bestimmten
Makronährstoffprofilen
zu assoziieren, und wurden somit als "erfahren" einklassifiziert.
-
- – Futterauswahl
bei der erfahrenen Selbstauswahl unterschied sich von derjenigen,
die bei der naiven Selbstauswahl zu sehen ist, wobei Fischgeschmack
(ungeachtet von PER) in jeder Testgruppe bevorzugt wurde.
- – Bei
Katzen der erfahrenen Gruppe 1 fraßen Katzen einen signifikanten
größeren Anteil
von 70% PER + Orange, verglichen mit 10% PER + Fisch und 40% PER
+ Kaninchen.
- – Bei
Katzen der erfahrenen Gruppe 2 fraßen Katzen signifikant unterschiedliche
Anteile von jedem Futter, mit 40% PER + Fisch > 70% PER + Kaninchen > 10% PER + Orangen.
- – Bei
Katzen der erfahrenen Gruppe 3 fraßen Katzen signifikant unterschiedliche
Anteile von jedem Futter, mit 70% PER + Fisch > 40% PER+ Orangen > 10% PER + Kaninchen.
- – In
allen Testgruppen wurde das Futter mit 10% PER relativ zu den anderen
zwei Testfuttern abgelehnt. In Gruppe 1 war diese Ablehnung nicht
so groß wie
in den anderen Testgruppen. Eine Hypothese hierfür könnte sein, daß in Gruppe
1 das Futter mit 10% PER kombiniert war mit Fischgeschmack, wodurch
die hedonistische Akzeptabilität
des Produktes verbessert wurde.
- – Diese
Daten legen nahe, daß Katzen
mit Erfahrung in Bezug auf das Futterformat und Geschmacksrichtungen
konsistent das Futter mit niedrigem Proteingehalt/hohem Fettgehalt
ablehnten, ungeachtet der damit assoziierten Geschmacksrichtungen.
Erfahrene Katzen schienen ihre Futterauswahl auf etwas andere Attribute
der Produkte zu stützen
statt rein auf hedonistische Anhaltspunkte.
- – Wenn
man die Daten aus allen 3 Testgruppen kombiniert und die Futterauswahl
auf der Basis von Protein allein bewertet, gab es, während der
erfahrenen Selbstauswahlphase, signifikant unterschiedliche Anteile von
jedem verzehrten Futter, mit 70% > 40% > 10% PER (p < 0,001). Dies war
für die
Futterauswahl verschieden, die man derselben Gruppe von Katzen während der
naiven Selbstauswahlphase sieht, wobei 10% > 40% = 70% PER.
- – Für alle Katzen
zeigte die Bestimmung der Futterauswahl auf der Basis der Geschmacksrichtung
allein, daß die
Präferenz
für jede
Geschmacksrichtung signifikant unterschiedlich war, mit Fisch > Orange > Kaninchen (p < 0,001). Dies war ähnlich zu
derjenigen in der naiven Selbstauswahlphase.
-
3.6 Untersuchung er täglichen
Futterauswahl innerhalb jeder Testgruppe
-
Es ist anzumerken, daß alle Futteraufnahmen
in diesem Abschnitt auf von Hand aufgezeichneten Daten beruhen,
ohne irgendeine Korrektur auf Verdampfungsverluste aus dem Futter.
Ein typischer Verdampfungsverlust aus diesen homogenisierten Produkten
ist mit 6–7%
des Anfangsgewichtes des Futters über einen 16-stündigen Zeitraum
(d.h. über
Nacht) geschätzt
worden.
-
Die vorhergehenden Abschnitte (3.3,
3.4 und 3.5) beschrieben durchschnittliche Futteraufnahmen innerhalb
der Testgruppen, es ist jedoch von Interesse, die täglichen
Futteraufnahmen detaillierter zu vergleichen.
-
3.6.1 Gruppe 1
-
2 zeigt
die tägliche
Futterauswahl von Katzen der Gruppe 1 während der gesamten Studie (Phasen
der naiven Selbstauswahl, des Lernens und der erfahrenen Selbstauswahl).
-
- – Naive
Selbstauswahl: 10% PER + Fisch wurde merklich bevorzugt gegenüber den
zwei anderen Testfuttern von Tag 1 der naiven Selbstauswahl an.
Aufnahmen von 40% PER + Kaninchen und 70% PER + Orange waren ähnlich.
- – Lernphase:
In Zyklus 1 waren die Aufnahmen aller 3 Testfutter sehr ähnlich,
aber während
der Lernphase nahm der verzehrte Anteil an 10% PER + Fisch ab und
der verzehrte Anteil an 40% + PER Kaninchen stieg an. Nach dem FCID-Zeitraum
trennten sich die Aufnahmen der Futter mit 40% und 70% PER, wobei
70% PER + Orange gegenüber
40% PER + Kaninchen bevorzugt war.
- – Erfahrene
Selbstauswahl: Der verzehrte Anteil an 70% PER + Orange war höher als
die zwei anderen Futter von Tag 1 an. Leicht mehr 40% PER + Kaninchen
wurde verzehrt als 10% PER + Fisch; der verzehrte Anteil an 10%
+ Fisch betrug ungefähr
20%.
-
3.7 P-F:ER-Auswahl als
eine potentielle Triebkraft der Makronährstoffauswahl
-
Die durchschnittliche PER-Aufnahme
wurde für
jede Phase des Versuchs aus Futteraufnahmedaten berechnet:
Durchschnittlich
gefressenes PER pro Tag = (gefressene Menge Testfutter (g) × PER des
Testfutters)/gefressene Gesamtmenge (in g)
Für Lernphase = Summe der über 3-Tage-Zyklus
gefressenen Testfutter (in g)
Selbstauswahlphase (naiv/erfahren):
Durchschnittliche PER-Aufnahme pro Tag = Durchschnitt von gefressenem
PER pro Tag
Lernphase: Durchschnittliche PER-Aufnahme pro Zyklus
= Durchschnitt von gefressenem PER über 3-Tage-Zyklus
-
Die durchschnittliche FER-Aufnahme
wurde durch Differenzbildung aus den obigen Daten berechnet.
-
Während
der gesamten naiven Selbstauswahlphase wurde die durchschnittliche
P-F:ER-Aufnahme pro
Zyklus berechnet. Die PER-Aufnahme variierte zwischen jeder Testgruppe von
Katzen, wobei die Variation überwiegend
durch das PER des Futters getrieben wurde, das mit Fischgeschmack
assoziiert war (da in jeder Testgruppe naive Katzen am meisten von
dem mit Fischgeschmack gepaarten Futter verzehrten – siehe
Abschnit 3.3). Es sollte angemerkt werden, daß, wenn die Futterauswahl vollständig zufällig war
(d.h. Probieren von Futtern mit 10%, 40% und 70% PER), die durchschnittliche
PER-Aufnahme 40% betrüge
(mit einer FER-Aufnahme von 60%).
-
Alle 3 Futter wurden zusammen mit
einer ausreichenden Menge angeboten, damit die Katzen ihren täglichen
Energiebedarf durch Fressen von nur einem der Produkte erreichten,
falls sie dies wünschten.
-
Während
der gesamten Lernphase wurde die durchschnittliche P-F:ER-Aufnahme
pro Zyklus berechnet. Die PER-Aufnahme war höher als in der vorhergehenden
Phase und war ziemlich konstant für jede Gruppe von Katzen. Die
durchschnittliche PER-Aufnahme stieg allmählich während der Lernphase an. Im
Durchschnitt spiegelte das ausgewählte PER ein zufälliges Probieren
von den Futtern wider, wie oben beschrieben, d.h. durchschnittliche
PER-Aufnahme von
40% und FER-Aufnahme von 60%. Dies war deutlich zu sehen in den
Gruppen 1 und 2, wo die durchschnittliche PER-Aufnahme ungefähr 40% betrug
und die FER-Aufnahme 60%,
was nahelegt, daß die
Katzen gleiche Mengen jeden Futters verzehrten. Wenn die gefressene
Menge von jedem Futter (in Gramm) verglichen wurde, war dies nicht
der Fall und unterschiedliche Mengen von jedem Futter wurden verzehrt.
Diese Daten legen nahe, daß die
durchschnittlichen PER- und FER-Aufnahmen nicht vom zufälligem Probieren
von Futter herrührten.
-
Während
der erfahrenen Selbstauswahlphase wurde die durchschnittliche P-F:ER-Aufnahme
pro Zyklus berechnet. Verglichen mit der naiven Selbstauswahl war
die Reaktion während
der erfahrenen Selbstauswahl sehr unterschiedlich. Die durchschnittliche
PER-Aufnahme blieb merklich konstant innerhalb jeder Gruppe von
Katzen und lag bei einem höheren
Niveau als anfänglich
zu sehen.
-
4 Folgerungen
-
Während
der anfänglichen
7 Tage der Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz schienen die naiven
Katzen (ohne vorherige Erfahrung mit den Futtern und Geschmacksrichtungen)
ihre Futterauswahl auf der Basis der hedonistischen Anhaltspunkte,
die mit den Futtern assoziiert waren, zu treffen. Sie wählten das
mit dem bevorzugten Geschmack assoziierte Futter aus, ungeachtet
der Menge an Sojaisolat und Schmalz.
-
Während
der 39 Tage Lernen/Training veränderten
die Katzen ihre Makronährstoffauswahl
und reagierten, im Hinblick auf die durchschnittliche Futteraufnahme,
unterschiedlich auf das Makronährstoffprofil
und den Geschmack der Futter.
-
Während
der letzten 7 Tage der Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz zeigten diese nunmehr
erfahrenen Katzen unterschiedliche Freßreaktionen zur anfänglichen
Selbstauswahl und schienen Futter auf irgendeiner anderen Grundlage
auszuwählen,
wobei sie konsequent insgesamt ein unterschiedliches Makronährstoffprofil auswählten. Es
schien, daß die
erfahrenen Katzen etwas über
das Makronährstoffprofil
des Futters "gelernt" hatten und ihre
Präferenzen
dementsprechend veränderten,
wobei konsistent das Futter mit niedrigem Proteingehalt/hohem Fettgehalt
abgelehnt wurde, ungeachtet des zugesetzten Geschmacks. Das Protein-zu-Fett-Verhältnis, unterhalb
dessen das Produkt abgelehnt wird, ist nicht bekannt und wird in
weiteren Studien untersucht werden. Dies sollte den minimalen Proteingehalt
für Katzenfutter
identifizieren, auf der Basis von Akzeptanz statt Nährstoffbedarf.
-
Diese Studie bestätigt, daß das Makronährstoffprofil
(in diesem Fall Protein und Fett) die Langzeitfütterungsleistung eines Futters
beeinflussen kann. Das Fütterungsregime
ist hierin wichtig, da die Katzen ein "Lern"-Periode
mit wiederholten Darreichungen benötigen, bevor sie ihre Futterauswahl ändern.
-
Eine Untersuchung der durchschnittlichen
P-F:ER-Aufnahme als einer potentiellen Triebkraft des Freßverhaltens
zeigte, daß naive
Katzen ein variables P-F:ER während
der Auswahlphase verzehrten, das durch hedonistische Anhaltspunkte
getrieben wurde (durchschnittliche PER-Aufnahme 34%; FER-Aufnahme 66%), wohingegen
die durchschnittliche P-F:ER-Aufnahme derselben Katzen, nachdem
sie erfahren waren, dazu neigte, konstanter zu sein, und insgesamt
einen höheren
PER-Wert während
der Selbstauswahlphase ergab (durchschnittliche PER-Aufnahme 49,8%; FER-Aufnahme
50,2%). Diese Ergebnisse sind ähnlich
zu denjenigen, die vorher zu sehen waren, wo die mittlere PER-Aufnahme
von naiven Katzen 42,5% betrug und von erfahrenen Katzen 54,9% betrug.
Es scheint, daß die
P-F:ER-Aufnahme langfristig eine Triebkraft für Freßverhalten und Makronährstoffauswahl
ist.
-
Ein Diagramm, das Details der Präferenzen
zeigt, ist in 2 dargestellt.
-
Die Ergebnisse zeigen, daß Katzen,
die naiv gegenüber
den Futtern und Geschmacksrichtungen sind, Futter auf der Basis
von hedonistischen Anhaltspunkten (d.h. zugesetzten Geschmacksstoffen)
auswählen, wohingegen
erfahrene Katze hedonistische Anhaltspunkte nicht zu verwenden scheinen
und insgesamt ein unterschiedliches Makronährstoffprofil auswählen. Das
Makronährstoffprofil
beeinflußt
daher die Langzeitfütterungsleistung
eines Futters und die Futterauswahl. Die Studie zeigt auch, daß Tiere
ein Futter ablehnen werden, wenn sein Proteingehalt zu niedrig ist – das Futter
mit 10% PER/90 FER wurde nach einer Lernperiode konsistent abgelehnt,
ungeachtet des zugesetzten Geschmacksstoffes.
-
Die Studie zeigt, daß Tiere
versuchen, Futterauswahlen zu treffen, um eine metabolische wünschenswerte
durchschnittliche PER-Aufnahme zu erreichen.
-
Beispiel 2
-
Wirkung des
Makronährstoffprofils
auf die Langzeitakzeptanz von Futter
-
Zusammenfassung
-
Dieser Versuch zielte darauf ab,
festzustellen, ob die naive Reaktion auf die hedonistischen Eigenschaften
von drei Futtern (kohlehydratangereichert, proteinangereichert und
fettangereichert) durch eine eingliedrige Lernphase modifiziert
werden konnte.
-
12 erwachsene Katzen wurden während dieser
Studie mit 3 Futtern gefüttert
unter Befolgung des Fütterungsprotokolls:
7 Tage Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz,
gefolgt von 24 Tagen eingliedrigen Lernen (ein Produkt pro Tag)
und schließlich
7 Tage Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz.
Die Katzen hatten während
des Versuches jeden Tag ungefähr
22 Stunden Zugang zum Futter.
-
10 von den 12 Katzen schlossen die
Studie ab; 2 Katzen wurden aufgrund unangemessener Futteraufnahmen
aus der Studie entfernt. Die durchschnittliche prozentuale Veränderung
des Körpergewichts
während
des Versuchs betrug für
die Katzen, die die Studie abschlossen, +2,39%.
-
Die unerfahrene Reaktion der Katzen
auf die 3 Futter war, daß das
proteinangereicherte Futter die höchste durchschnittliche Aufnahme
hatte (22 g), während
die kohlehydrat- und fettangereicherten Futter leicht niedriger
waren (durchschnittliche Aufnahme 16 g bzw. 17 g).
-
Die erfahrene Reaktion der Katzen
auf die 3 Futter war, daß das
kohlehydratangereichert Futter fast vollständig abgelehnt wurde, mit einer
sehr niedrigen durchschnittlichen Aufnahme (6 g). Es gab einen leichten Anstieg
der durchschnittlichen Aufnahme des fettangereicherten Futters (21
g), verglichen mit der naiven Reaktion, und einen großen Anstieg
der durchschnittlichen Aufnahme des proteinangereicherten Futters
(41 g).
-
Eine Untersuchung des Anteils der
Energieaufnahmen von Protein, Fett und Kohlehydrat (P/F/CER) zeigte,
daß naive
Katzen 36%/30%/34% verzehrten, gemittelt über alle Katzen und alle Tage
der naiven Selbstauswahlphase. Dieselbe Analyse von P/F/CER während der
erfahrenen Selbstauswahl zeigte, daß der verzehrte Anteil an Makronährstoffen
42%/30%/29% betrug, gemittelt über
alle Katzen und alle Tage der erfahrenen Selbstauswahlphase.
-
Zusammengefaßt wurde das kohlehydratangereicherte
Futter nach einer eingliedrigen Lernphase fast vollständig abgelehnt,
während
die Auswahl des proteinangereicherte Futters sich im Hinblick auf
die Aufnahme fast verdoppelte. Eine Analyse der Makronährstoffauswahl
der Katzen zeigte einen 6% Anstieg der Protein- und eine 5% Abnahme
der Kohlehydrataufnahme nach einer Periode eingliedrigem Lernens,
wobei der Anteil der Fettaufnahme konstant blieb.
-
Einführung
-
Eine vorherige Studie, um festzustellen,
ob die naive Reaktion auf das Makronährstoffprofil von drei Trockenfuttern
durch eine Periode eingliedrigen Lernens modifiziert werden konnte,
wurde an einer Gruppe von 163 Katzen in Haushalten in Deutschland
durchgeführt.
-
Das Ziel dieser Studie war, dieselben
Futter und dasselbe Versuchskonzept bei einer weiteren Gruppe von
Katzen zu verwenden.
-
Methoden
-
Tiere
-
Katzen (n = 12) wurden ausgewählt, die
während
ihres gesamten Lebens von der Entwöhnung an mit trockenem Kibble-Futter
gefüttert
worden waren.
-
Die Katzen wurden einzeln untergebracht
und wurden jeden Tag als eine Gruppe sozialisiert.
-
Futter
-
Drei trockene Kibble-Futter wurden
während
der Studie verfüttert.
Eine angereichert mit Proteinen, eine angereichert mit Fett und
eine angereichert mit Kohlehydrat. Eine Analyse der Futter lieferte
den Gehalt an vorhergesagter metabolisierbarer Energie (PME) für jedes
Futter, deren Werte in Tabelle 1 dargestellt sind. Der Protein-,
Kohlehydrat- und Fettgehalt jeden Futters wurde analysiert und berechnet,
um das Verhältnis
jedes Makronährstoffes
relativ zur Gesamtenergie (PME) jeden Futters zu liefern, d.h. Protein/Fett/Kohlehydrat-Energie-Verhältnis (P/F/CER
in Tabelle 1).
-
Tabelle
1: PME und Makronährstoff-Energie-Verhältnisse
für die
verwendeten Futter
-
Fütterungsprotokolle
-
Das Fütterungsprotkoll bestand aus
3 unterschiedlichen Fütterungsregimes – einer
anfänglichen Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz,
einer Lern/Trainingsphase und einer abschließenden Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase.
-
Naive Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase
(7d)
-
- – Jede
Katze erhielt ad libitum Zugang zu allen 3 experimentellen Futtern.
- – 150
g von jedem Futter wurden um 10:15 Uhr angeboten und verfügbar gelassen
bis 8:15 Uhr am folgenden Morgen, was jeder Katze an jedem Tag 22
Stunden Zugang zu den Futtern gab. Dieser Fütterungszyklus wurde täglich für 7 Tage
wiederholt.
- – Die
Position der Futter wurde täglich
rotiert.
- – Futteraufnahmen
und Freßmuster
wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden Futteraufnahmen von
Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter ersetzt wurde.
-
Lern/Trainingsphase (24d)
-
- – Während der
Lern/Trainingsphase erhielt jede Katze jeden Tag ein einziges Testfutter.
- – Die
drei Futter, die die Katzen während
der naiven Selbstauswahl erlebten, wurden in täglicher Rotation für die 24
Tage gefüttert.
Jede Katze erlebte daher jedes experimentelle Futter 8-mal.
- – 150
g eines einzigen Futters wurden um 10:15 Uhr angeboten und verfügbar gelassen
bis 8:15 Uhr am folgenden Morgen. Dieser Fütterungszyklus wurde täglich für 24 Tage
wiederholt, was jeder Katze an jedem Tag 22 Stunden Zugang zum Futter
gab.
- – Die
Katzen wurden nach Zufallsprinzip einer von 6 Gruppen zugeordnet,
wobei jede Gruppe die Futter in einer unterschiedlichen Rotationsreihenfolge
erhielt.
- – Futteraufnahmen
und Freßmuster
wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden Futteraufnahmen von
Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter ersetzt wurde.
-
Erfahrene Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz (7d)
-
- – Jede
Katze erhielt ad libitum Zugang zu allen 3 experimentellen Futtern.
- – 150
g von jedem Futter wurden um 10:15 Uhr angeboten und verfügbar gelassen
bis 8:15 Uhr am folgenden Morgen, was jeder Katze an jedem Tag 22
Stunden Zugang zu den Futtern gab. Dieser Fütterungszyklus wurde täglich für 7 Tage
wiederholt.
- – Die
Position der Futter wurde täglich
rotiert.
- – Futteraufnahmen
und Freßmuster
wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden Futteraufnahmen von
Hand aufgezeichnet, jedes Ma1 wenn Futter ersetzt wurde.
-
Körpergewichte
-
Körpergewichte
wurden zweimal wöchentlich
aufgezeichnet und eng überwacht,
um angemessene Futteraufnahmen zu bestimmen.
-
Datenanalyse
-
Die Freßmusterdaten wurden mit Computer
analysiert, der die Daten in einzelne Mahlzeiten aufspaltet, wobei
Zeit, Dauer, Geschwindigkeit und Latenz von jeder angegeben werden.
Diese konnten dann für
jede Katze und jedes Futter analysiert werden.
-
Bemerkung: Während der Lernphase sind Diagramme
mit "Zyklus" auf der x-Achse
ausgedrückt.
Jeder "Zyklus" ist eine pseudorandomisierte
3-Tage-Rotation von Produkten und schließt daher einen Zugang zu jedem
der 3 Futter ein.
-
Ergebnisse
-
Tiere
-
Zwei Katzen wurden wegen konsistent
schlechter Futteraufnahmen aus dem Versuch entfernt. Alle Futteraufnahmen
für diese
Katzen sind aus diesem Bericht ausgeschlossen, wodurch die Probengröße auf 10 Katzen
abnimmt.
-
Die durchschnittliche prozentuale
Veränderung
des Körpergewichts,
gemittelt über
alle Katzen, die die Studie von Beginn des Versuchs bis zum Ende
des Versuchs abschlossen, betrug +2,4%. Der Fortschritt dieser Veränderung
ist in 3 dargestellt.
-
Es gab nur 2 Katzen, die die Studie
abschlossen, die eine Abnahme des Körpergewichts zeigten (–2,53% bzw. –0,79%).
Die Körpergewichte
von 2 Katzen stiegen mehr als 6% während des Versuchs. Alle anderen
Katzen zeigten einen Anstieg von weniger als 5% des Körpergewichts.
6 von 10 der Katzen zeigten ein Abfallen des Körpergewichts während der
ersten paar Wochen des Versuchs, dies kann man oft bei Katzen sehen,
die das Futter wechseln.
-
Naive Selbstauswahlphase
-
Während
der naiven Selbstauswahlphase wurden alle 3 Testfutter jeden Tag
gefüttert.
Alle Katzen erhielten jeden Tag für 22 Stunden ad libitum Zugang
zu den Futtern. Die Futter wurden um 8:15 Uhr jeden Morgen entfernt
und um 10:15 Uhr durch frisches Futter ersetzt.
-
Alle Katzen waren gegenüber den
experimentellen Futtern naiv, mit Ausnahme von 3 Katzen, die jedem
Futter während
eines sechstägigen
Zeitraums zweimal ausgesetzt waren.
-
4 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Futteraufnahme, gemittelt über
alle Katzen, für
jedes Futter während
dieser 7-tägigen
Phase. Durchschnittliche tägliche
Aufnahmen von jedem Futter waren ähnlich, Aufnahmen von Futter
B (hoher Proteingehalt) waren leicht höher an Tag 2, 4, 5 und 6 als
die anderen 2 Futter.
-
5 zeigt
die durchschnittliche Futteraufnahme, gemittelt über alle Katzen und alle Tage
für jedes Futter,
während
der 7-tägigen
naiven Selbstauswahlphase. Im Durchschnitt war die Aufnahme für Futter
B (hoher Proteingehalt) leicht höher
als für
sowohl Futter A als auch Futter C (p = 0,02).
-
6 zeigt
den Anteil an insgesamt Gefressenem von jedem Futter, gemittelt über alle
Tage, für
jede Katze während
naiver Selbstauswahl.
-
Lernphase
-
7 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Aufnahme, gemittelt über
alle Katzen, für
jedes Futter während
jedem der acht 3-tägigen
Zyklen. In der Figur signifikant verschieden, p < 0,001.
-
8 zeigt
die tägliche
durchschnittliche Aufnahme, gemittelt über Katzen und alle Zyklen,
für jedes Futter
während
der Lernphase (einschließlich
der Ergebnisse aus der naiven Selbstauswahl).
-
Erfahrene
Selbstauswahl
-
9 zeigt
die tägliche
durchschnittliche Aufnahme, gemittelt über alle Katzen, für jedes
Futter während
erfahrener Selbstauswahl. In der Figur signifikant verschieden,
p < 0,001.
-
10 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Aufnahme, gemittelt über
alle Katzen und alle Tage, für
jedes Futter während
erfahrener Selbstauswahl.
-
11 zeigt
die durchschnittliche tägliche
Aufnahme, gemittelt über
alle Katzen und alle Tage, für
jedes Futter während
erfahrener Selbstauswahl.
-
P/F/CER-Auswahl als eine potentielle
Triebkraft für
Makronährstoffauswahl
Die durchschnittliche Energie-Verhältnis-Aufnahme jeder Katze
wurde für
jede Phase des Versuchs aus den Futteraufnahmedaten berechnet.
-
Die verwendete Berechnung war:
-
Die tägliche/pro Zyklus durchschnittliche
PER-Aufnahme wurde für
jede Katze berechnet. Dies wurde für sowohl FER als auch CER wiederholt.
-
- – Tabelle
3 zeigt das durchschnittliche tägliche/pro
Zyklus PER, FER, CER für
jede Phase des Versuchs, gemittelt über alle Katzen.
-
Tabelle
3: Durchschnittliche Zyklus-PER-, -FER- und -CER-Aufnahme für jede Phase
-
Tabelle
4: Durchschnittliche Aufnahme (g) von jedem Futter während jeder
Phase
-
12 zeigt
die durchschnittliche tägliche
P/F/CER-Aufnahme während
des Versuchs.
-
Beispiel 3
-
Wirkung des Makronährstoffprofils
auf die Langzeitakzeptanz von Futter:
-
Wirkung von variierenden
Protein- und Fett-Energie-Verhältnissen
-
Zusammenfassung
-
12 erwachsene Katze wurden mit 3
Futtern (eines mit hohem Proteingehalt, eines mit hohem Fettgehalt
und eines mit mittleren Gehalten) während dieser Studie gefüttert unter
Befolgung des Fütterungsprotokolls:
7 Tage Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz,
gefolgt von 24 Tage eingliedrigem Lernen (ein Produkt pro Tag) und
schließlich
7 Tage Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz.
Katzen hatten jeden Tag während
des Versuchs ungefähr
22 Stunden Zugang zu Futter.
-
Alle 12 Katzen schlossen die Studie
ab. Die durchschnittliche prozentuale Veränderung des Körpergewichts
während
des Versuchs für
die Katzen betrug +2,2%.
-
Die naive Reaktion der Katzen auf
die 3 Futter war, daß die
Futter mit hohem Proteingehalt und mittlerem Gehalt bevorzugt waren
(durchschnittliche Aufnahmen 19 g bzw. 22 g) gegenüber dem
Futter mit hohem Fettgehalt (durchschnittliche Aufnahme 11 g).
-
Die erfahrene Reaktion der Katzen
auf die 3 Futter war ähnlich
zu derjenigen, die während
der naiven Selbstauswahl zu sehen war, indem die Futter mit hohem
Proteingehalt und mittlerem Gehalt bevorzugt wurden (durchschnittliche
Aufnahmen 26 g bzw. 25 g) gegenüber
dem Futter mit hohem Fettgehalt (durchschnittliche Aufnahme 6,4
g).
-
Eine Untersuchung des Anteils der
Energieaufnahme von Protein und Fett (P/FER) zeigte, daß naive Katzen
37%/38% verzehrten, gemittelt über
alle Katzen und alle Tage der naiven Selbstauswahlphase. Dieselbe
Analyse von P/FER während
der erfahrenen Selbstauswahl zeigte, daß der verzehrte Anteil an Makronährstoffen
39%/36% betrug, gemittelt über
alle Katzen und alle Tage der erfahrenen Selbstauswahlphase.
-
Die Katzen verzehrten gleiche Mengen
von jedem Futter während
der eingliedrigen Lernphase. Eine Analyse des Freßmusters
an den Tagen, an denen den Katzen nur das Futter mit hohem Fettgehalt
angeboten wurde, legt nahe, daß die
Katzen entweder auf etwas besseres "warteten" und dann das Futter fraßen oder die
Geschwindigkeit der Futteraufnahme regulierten.
-
Zusammengefaßt schienen die Futter mit
hohem Proteingehalt und mittlerem Gehalt hedonistisch schmackhafter
als das Futter mit hohem Fettgehalt zu sein. Die erhöhte Ablehnung
des Futters mit hohem Fettgehalt zusammen mit dem Anstieg in PER
und der Abnahme in FER während
der erfahrenen Selbstauswahl (+2% bzw. –2%) liefert einen Beleg dafür, daß das Makronährstoffprofil
des Futters mit hohem Fettgehalt/niedrigem Proteingehalt (22% PER/53%
FER) weniger bevorzugt ist als die Futter mit mittlerem Gehalt (34% PER/42%
FER) und hohem Proteingehalt (48% PER/26% FER).
-
Einführung
-
Diese Studie dient dazu festzustellen,
ob die naive Reaktion auf das Makronährstoffprofil von Trockenfuttern
durch eine Periode eingliedrigen Lernens modifiziert werden kann.
Das Ziel dieser Studie war, Futter mit gleichem Kohlehydrat-Energie-Verhältnissen
(CER), aber variablen Protein- und Fett-Energie-Verhältnissen
zu bewerten, so daß ein
Futter ein hohes Fett-Energie-Verhältnis (FER)
hatte, ein anderes ein hohes Protein-Energie-Verhältnis (PER)
hatte und ein drittes Futter ein mittleres Energie-Verhältnis von
Protein und Fett hatte.
-
Methoden
-
Tiere
-
Katzen (n = 12) wurden ausgewählt, die
während
ihres gesamten Lebens von der Entwöhnung an mit trockenen Kibble-Futtern
gefüttert
worden waren.
-
Die Katzen wurden einzeln untergebracht
und wurden jeden Tag als eine Gruppe sozialisiert.
-
Futter
-
Drei trockene Kibble-Futter wurden
während
der Studie verfüttert.
Die Futter waren so konzipiert, daß sie alle denselben Gehalt
an Kohlehydrat enthielten, während
ein Futter angereichert mit Protein war, eines angereichert mit
Fett und das weitere zwischen den anderen zwei Futter lag. Eine
Analyse der Futter lieferte den Gehalt an vorhergesagter metabolisierbarer
Energie (PME) von jedem Futter, deren Werte in Tabelle 1 dargestellt
sind. Der Protein-, Kohlehydrat- und Fettgehalt von jedem Futter
wurde analysiert und berechnet, um das Verhältnis von jedem Makronährstoff
relativ zur Gesamtenergie (PME) von jedem Futter zu liefern, d.h. Protein/Fett/Kohlehydrat-Energie-Verhältnis (P/F/CER
in Tabelle 1).
-
Tabelle
1: PME und Makronährstoff-Energie-Verhältnisse
für Futter
-
Fütterungsprotokolle
-
Das Fütterungsprotokoll bestand aus
3 unterschiedlichen Fütterungsregimes – einer
anfänglichen Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase,
einer Lern/Trainingsphase und einer abschließenden Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase.
-
Naive Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz-Phase
(7d)
-
- – Jede
Katze erhielt ad libitum Zugang zu allen 3 experimentellen Futtern.
- – 150
g von jedem Futter wurden um 10:15 Uhr angeboten und wurden in der
Behausung bis 8:15 Uhr am folgenden Morgen belassen, was jeder Katze
an jedem Tag 22 Stunden Zugang zum Futter gab. Dieser Fütterungszyklus
wurde täglich
für 7 Tage
wiederholt.
- – Die
Position der verfügbaren
Futter wurde täglich
rotiert.
- – Futteraufnahmen
und Freßmuster
wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden Futteraufnahmen von
Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter ersetzt wurde.
-
Lern/Trainingsphase (24d)
-
- – Während der
Lern/Trainingsphase erhielt jede Katze jeden Tag ein einziges Testfutter.
- – Die
drei Futter, die von den Katzen während der naiven Selbstauswahl
erlebt wurden, wurden in täglicher Rotation
für die
24 Tage gefüttert.
Jede Katze erlebte daher jedes experimentelle Futter 8-mal.
- – 150
g eines einzigen Futters wurden um 10:15 Uhr angeboten und in der
Behausung bis 8:15 Uhr am folgenden Morgen belassen. Dieser Fütterungszyklus
wurde täglich
für 24
Stunden wiederholt, was jeder Katze an jedem Tag 22 Stunden Zugang
zum Futter gab.
- – Katzen
wurden nach Zufallsprinzip einer von 6 Gruppen zugeordnet, wobei
jede Gruppe die Futter in einer unterschiedlichen Rotationsreihenfolge
erhielt.
- – Futteraufnahmen
und Freßmuster
wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden Futteraufnahmen von
Hand aufgezeichnet, jedes Mal wenn Futter ersetzt wurde.
-
Erfahrene Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz (7d)
-
- – Jede
Katze erhielt ad libitum Zugang zu allen 3 experimentellen Futtern.
- – Siehe
Phase 1
- – Die
Position der verfügbaren
Futter wurde täglich
rotiert.
- – Futteraufnahmen
und Freßmuster
wurden konstant aufgezeichnet. Zusätzlich wurden Futteraufnahmen von
Hand aufgezeichnet, jedes Ma1 wenn Futter ersetzt wurde.
-
Körpergewichte
-
Körpergewichte
wurden zweimal wöchentlich
aufgezeichnet und eng überwacht,
um angemessene Futteraufnahmen sicherzustellen.
-
Datenanalyse
-
Freßmusterdaten wurden mit Computersoftware
analysiert, die die Daten in einzelne Mahlzeiten aufspaltet, wobei
Zeit, Dauer, Rate und Latenz jedes Parameters angegeben werden.
Diese konnten dann für
jede Katze und jedes Futter analysiert werden. Insgesamt gingen
5% der Daten in diesem Versuch verloren.
-
Bemerkung: Während der Lernphase sind die
Diagramme mit "Zyklus" auf der x-Achse
ausgedrückt. Jeder "Zyklus" ist eine pseudorandomisierte
3-tägige
Rotation von Produkten und schließt daher einen Zugang zu jedem
der 3 Futter ein.
-
Ergebnisse
und Datenanalyse
-
Tiere
-
Alle Katzen schlossen die Studie
ab. Die durchschnittliche prozentuale Veränderung des Körpergewichts
vom Beginn des Versuchs bis zum Ende des Versuchs betrug +2,2%,
gemittelt über
alle Katzen.
-
Naive Selbstauswahlphase
-
Während
der naiven Selbstauswahlphase wurden alle 3 Testfutter jeden Tag
gefüttert.
Alle Katzen erhielten jeden Tag für 22 Stunden ad libitum Zugang
zu den Futtern. Die Futter wurden aus jeder Behausung um 8:15 Uhr
jeden Morgen entfernt und um 10:15 Uhr durch frisches Futter ersetzt.
-
Die Katzen hatten keine vorherige
Erfahrung mit den experimentellen Futtern vor dem Beginn dieser Anfangsphase.
-
13 zeigt
die tägliche
durchschnittliche Futteraufnahme, gemittelt über alle Katzen, für jedes
Futter während
dieser 7-tägigen
Phase. Tägliche
durchschnittliche Aufnahmen von Futter B (hoher Proteingehalt) und
Futter F (mittlere Gehalte) fluktuierten während der gesamten Phase, waren
aber konsistent höher
als Futter C (hoher Fettgehalt).
-
14 zeigt
die durchschnittliche Futteraufnahme, gemittelt über alle Katzen und alle Tage
für jedes Futter,
während
der 7-tägigen
naiven Selbstauswahlphase. Im Durchschnitt waren die Aufnahmen von
Futter B (hoher Proteingehalt) und Futter F (mittlere Gehalte) signifikant
höher als
Futter C (hoher Fettgehalt), p < 0,001
-
15 zeigt
den Anteil der Gesamtaufnahme von jedem der Futter für einzelne
Katzen, gemittelt über alle
7 Tage der naiven Selbstauswahl. Dies zeigt, daß die Mehrzahl der Katzen dem
in 14 dargestellten Muster
folgen.
-
16 zeigt
die Ergebnisse der Verwendung der Freßdaten, um sich das Aufnahmemuster
der 3 Futter während
des gesamten Verlaufs des Tages anzusehen. Zur Analyse wurde der
Tag willkürlich
in sechs 4-Stunden-Zeitblöcke
aufgeteilt. Die höchsten
Aufnahmen von jedem Futter erfolgten während des ersten 4-Stunden-Zeitblocks,
d.h. nachdem Futter angeboten wurde (9 Uhr bis 13 Uhr). Die Aufnahme
für Futter
C (hoher Fettgehalt) blieb ziemlich konstant über den gesamten Rest des Tages,
während
der Verzehr von Futter B (hoher Proteingehalt) und Futter F (mittlere
Gehalte) variabler war. Die höchsten
durchschnittlichen Aufnahmen waren von Futter B (hoher Proteingehalt)
zwischen 5 Uhr und 17 Uhr, dann Futter F (mittlere Gehalte) von 17
Uhr bis 5 Uhr, Aufnahmemuster einzelner Katzen und tägliche durchschnittliche
Aufnahmemuster zeigen jedoch beträchtliche Variabilität der Freßmuster.
-
Lernphase
-
Während
der eingliedrigen Lernphase erhielt jede Katze jeden Tag für 22 Stunden
ad libitum Zugang zu einem Testfutter, wobei jede Gruppe von Katzen
unterschiedliche Futter gemäß zyklischer
Rotation erhielt. Die Futter wurden aus jeder Behausung um 8:15
Uhr jeden Morgen entfernt und um 10:15 Uhr durch frisches Futter
ersetzt, um Reinigung zu ermöglichen.
Futteraufnahmedaten wurden durch 3-tägigen Zyklus analysiert, während dessen
jede Katze alle 3 Futter erlebte.
-
17 zeigt
die tägliche
durchschnittliche Futteraufnahme, gemittelt über alle Katzen, für jedes
Futter während
jedem der 3-tägigen
Zyklen. Aufnahmen für
alle Futter blieben ziemlich konstant während der Lernphase. Aufnahmen
von Futter F (mittlere Gehalte) waren marginal höher als die anderen Testfutter
während der
Zyklen 11, 12 und 14, aber insgesamt gab es keine Unterschiede in
der Aufnahme der drei Testfutter.
-
18 zeigt
die tägliche
durchschnittliche Futteraufnahme, gemittelt über alle Katzen und alle Zyklen, für jedes
Futter während
der Lernphase. Es gab keine signifikanten Unterschiede in den Aufnahmen
von jedem Futter während
dieser Phase.
-
19 zeigt
den Anteil der Gesamtaufnahme von jedem Futter für jede Katze, gemittelt über alle
Zyklen der Lernphase. Dies zeigt, daß während der Lernphase einzelne
Katzen einem ähnlichem
Aufnahmemuster folgten wie der Gesamtgruppendurchschnittswert für jedes
Futter.
-
20 zeigt
die Ergebnisse der Verwendung der Daten, um sich das Aufnahmemuster
der 3 Futter während
des gesamten Verlaufs des Tages in 4-Stunden-Zeitblöcken anzusehen.
Bemerkung: Jeden Tag war zwischen 8:15 Uhr und 10:15 Uhr kein Futter
für die
Katzen verfügbar.
Den Katzen wurde ein Futter pro Tag angeboten, im Gegensatz zu den
anderen zwei Phasen, in denen alle drei Futter gleichzeitig angeboten
wurden. Ein ähnliches
Muster bei der Futteraufnahme zu demjenigen, das während der
naiven Selbstauswahlphase zu sehen war, war während der Lernphase zu sehen,
so daß der
Großteil
der Futter mit hohem Proteingehalt und mittleren Gehalten zwischen
9 Uhr und 17 Uhr verzehrt wurde. Die verzehrte Menge an Futter mit
hohem Fettgehalt zwischen 9 Uhr und 13 Uhr war relativ niedrig,
verglichen mit den anderen Testfuttern, war ähnlich zwischen 13 Uhr und
17 Uhr und dann am höchsten
zwischen 17 Uhr und 1 Uhr. Die Aufnahmemuster einzelner Katzen und
täglichen
durchschnittlichen Aufnahmemuster zeigen Variabilität.
-
Erfahrene
Selbstauswahl
-
Während
der erfahrenen Selbstauswahlphase wurden alle 3 Testfutter jeden
Tag gefüttert.
Alle Katzen erhielten jeden Tag für 22 Stunden ad libitum Zugang
zu den Futtern. Die Futter wurden um 8:15 Uhr jeden Morgen entfernt
und um 10:15 Uhr durch frisches Futter ersetzt, um Reinigung zu
ermöglichen.
-
21 zeigt
die tägliche
durchschnittliche Futteraufnahme, gemittelt über alle Katzen, für jedes
Futter während
jedem Tag. Aufnahmen für
Futter C (hoher Fettgehalt) waren konsistent niedrig während dieser
gesamten Phase, während
Futter B (hoher Proteingehalt) ziemlich konstant blieb. Aufnahmen
von Futter F (mittlere Gehalte) fluktuierten täglich oberhalb und unterhalb
derjenigen von Futter B (hoher Proteingehalt).
-
22 zeigt
die durchschnittliche Aufnahme, gemittelt über alle Katzen, für jedes
Futter während
der 7-tägigen
erfahrenen Selbstauswahlphase. Im Durchschnitt waren die Aufnahmen
von Futter B (hoher Proteingehalt) und Futter F (mittlere Gehalte)
signifikant höher
als von Futter C (hoher Fettgehalt), p < 0,001
-
23 zeigt
den Anteil der Gesamtfutteraufnahme jedes der Futter für einzelne
Katzen, gemittelt über alle
Tage der erfahrenen Selbstauswahl. Anteile variieren beträchtlich
unter den Individuen. Zwei von den 12 Katzen hatten in der Studie
eine merklich höhere
als durchschnittliche proportionale Aufnahme von Futter C (hoher
Fettgehalt). Die restlichen 10 Katzen lehnten Futter C (hoher Fettgehalt)
vollständig
ab. Zwei Katzen folgten dem durchschnittlichen Aufnahmemuster, das
in 22 zu sehen ist,
während
der Rest der Katzen entweder hohe Aufnahmen von Futter B (hoher
Proteingehalt) oder Futter F (mittlere Gehalte) hatte.
-
24 zeigt
die Ergebnisse der Verwendung von Freßdaten, um sich das Aufnahmemuster
der 3 Futter während
des gesamten Verlauf des Tages, in 4-Stunden-Zeitblöcken, anzusehen.
Bemerkung: Jeden Tag zwischen 8:15 Uhr und 10:15 Uhr war kein Futter
für die
Katzen verfügbar.
Die höchsten
Aufnahmen von jedem Futter waren während des ersten 4-Stunden-Blockes, nachdem
Futter angeboten wird. Die Aufnahme für Futter C (hoher Fettgehalt)
blieb ziemlich konstant während
des gesamten Restes des Tages, während
Futter B (hoher Proteingehalt) und F (mittlere Gehalte) fluktuierten.
Die höchsten
durchschnittlichen Aufnahmen waren von Futter B (hoher Proteingehalt)
zwischen 5 Uhr bis 17 Uhr, dann Futter F (mittlere Gehalte) von
17 Uhr bis 5 Uhr, Aufnahmemuster einzelner Katzen und tägliche durchschnittliche
Aufnahmemuster zeigen jedoch beträchtliche Variabilität der Freßmuster.
-
P/F/CER-Auswahl als eine
potentielle Triebkraft für
Makronährstoffauswahl
-
Die durchschnittliche PER-Aufnahme
wurde für
jede Katze für
jede Phase des Versuchs aus den Futteraufnahmedaten berechnet.
-
Die verwendete Berechnung war:
-
Die tägliche/pro Zyklus durchschnittliche
PER-Aufnahme wurde für
jede Katze berechnet. Dies wurde für FER wiederholt.
-
Bemerkung: CER-Werte waren 25% für alle durchgeführten Berechnungen
und sind aus den Diskussionen unten ausgeschlossen.
-
Tabelle 3 zeigt das durchschnittliche
tägliche/pro
Zyklus PER und FER für
jede Phase des Versuches, gemittelt über alle Katzen. Wenn Probieren
nach dem Zufallsprinzip stattgefunden hätte und somit gleiche Mengen
von jedem Futter gefressen worden wären, wäre das erwartete PER/FER 35%/40%.
Energie-Verhältnisse
während
der Lernphase waren sehr nahe an Werten für das Probieren nach dem Zufallsprinzip,
da die g Aufnahme für
jedes Futter sehr ähnlich
waren (siehe Tabelle 4 für
g Aufnahme). Energie-Verhältnisse
während
der naiven Selbstauswahl waren näher
an den Werten des Probierens nach dem Zufallsprinzip als während der
erfahrenen Selbstauswahl. PER war höher und FER niedriger als bei
Probieren nach dem Zufallsprinzip in den naiven und erfahrenen Phasen.
-
Tabelle
3: Durchschnittliche Zyklus-PER-, -FER- und -CER-Aufnahme für jede Phase
-
Tabelle
4: Durchschnittliche tägliche
Aufnahme (g) von jedem Futter während
jeder Phase
-
25 zeigt
das durchschnittliche P/FER für
jeden Zyklus während
jeder Phase des Versuchs. PER war niedriger als FER während der
naiven Selbstauswahl für
jeden Zyklus (Tag), mit Ausnahme des dritten, als beide etwa gleich
waren. PER-Aufnahme war niedriger und FER war höher während der eingliedrigen Lernphase
als während
der naiven Selbstauswahlphase und blieb relativ konstant während jedem
3-Tage-Zyklus der eingliedrigen Lernphase.
-
Es gab einen Umschwung während der
erfahrenen Selbstauswahl, so daß PER
höher als
FER für
alle Zyklen (Tage) war, mit Ausnahme von 19 und 20, als sie vergleichbar
waren.
-
Folgerungen
-
Eine Gruppenanalyse der durchschnittlichen
Zyklusaufnahme zeigte, daß die
Futter mit hohem Proteingehalt (48% PER/26% FER) und mittleren Gehalten
(34% PER/42% FER) vor, während
und nach einer Periode eingliedrigen Lernens gleich waren. Dies
legt nahe, daß diese
Futter im Durchschnitt gleich in der Präferenz sind, bezogen auf hedonistische
Merkmale und Makronährstoffprofil.
Eine Analyse der Reaktion der einzelnen Katzen zeigte eine deutliche
Verschiebung der Präferenz
bei der Mehrzahl erfahrener Katzen zu dem einen oder anderen dieser
Futter.
-
Die durchschnittlichen Zyklusaufnahmen
des Futters mit hohem Fettgehalt (22% PER/53% FER) waren beträchtlich
niedriger als die anderen Futter während der Selbstauswahlphasen,
als alle drei Futter angeboten wurden. Es gab eine Abnahme der Aufnahme
des Futters nach einer Periode eingliedrigen Lernens, was nahelegt,
daß das
Makronährstoffprofil
weniger wünschenswert
war als bei den anderen Futtern.
-
Futteraufnahmen aller drei Futter
waren während
der eingliedrigen Lernphase gleich, als jedes Futter einzeln jeden
Tag angeboten wurde. Katzen waren daher willens, das Futter mit
hohem Fettgehalt zu fressen, wenn keine andere Option verfügbar war.
Eine Untersuchung des Freßmusters
während
der eingliedrigen Lernphase zeigte, daß die Katzen das Futter mit
hohem Fettgehalt nicht so schnell fraßen wie die anderen Testfutter,
nachdem ihnen dieses am Morgen angeboten wurde. Es könnte sein,
daß die
Katzen sich in Hoffnung auf eine andere Option an den Tagen zurückhielten,
an denen ihnen das Futter mit hohem Fettgehalt angeboten wurde,
und es dann fraßen,
wenn keine anderen Futter angeboten wurden. Alternativ regulierten
sie die Geschwindigkeit, mit der Fett verzehrt wurde.
-
Beispiel 4
-
Wirkung des Makronährstoffprofils
auf die Langzeitakzeptanz von Futter:
-
Wirkung der Variation
von Kohlehydrat- und Fett-Energie-Verhältnis
-
Zusammenfassung
-
12 erwachsene Katzen wurden mit 3
Futtern gefüttert
(eines mit hohem Kohlehydratgehalt, eines mit hohem Fettgehalt und
eines mit mittleren Gehalten). Diese Studie folgte dem folgenden
Fütterungsregime:
7 Tage Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz,
gefolgt von 24 Tagen eingliedrigem Lernen (ein Futter pro Tag) und schließlich 7
Tage Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz.
Die Katzen hatten jeden Tag während
des Versuchs ungefähr
22 Stunden Zugang zu Futter.
-
Von den 12 zugeteilten Katzen schlossen
11 die Studie ab. Eine Katze wurde in der dritten Woche aufgrund
von niedrigen Aufnahmen in der Selbstauswahlphase und häufiger Verweigerung
in der eingliedrigen Phase aus dem Versuch genommen. Daten von dieser
Katze sind in die Mittelwerte nicht einberechnet worden.
-
Die durchschnittliche prozentuale
Veränderung
des Körpergewichts
während
des Versuchs betrug für die
Katzen, die die Studie abschlossen, –1,6 %.
-
Die Reaktion der Katzen in der ersten
Phase auf die 3 Futter war, daß die
Futter mit hohem Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten bevorzugt
waren (durchschnittliche Aufnahmen 18,4 g bzw. 14,3 g) gegenüber dem
Futter mit hohem Fettgehalt (durchschnittliche Aufnahme 9,3 g).
Es sollte jedoch angemerkt werden, daß die Aufnahme des Futters
mit mittleren Gehalten fluktuierte und die Aufnahme des Futters
mit hohem Fettgehalt einen merkbaren Anstieg im siebten Zyklus zeigte,
was darauf hinweisen könnte,
daß eine
Präferenzveränderung
stattfand.
-
Die erfahrene Reaktion der Katzen
auf die 3 Futter war sehr verschieden von derjenigen, die während der
naiven Selbstauswahl zu sehen war. Futter mit hohem Fettgehalt war
bevorzugt (durchschnittliche Aufnahme 57,3 g) gegenüber Futter
mit hohem Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten (durchschnittliche
Aufnahmen 3,1 g bzw. 7,5 g).
-
Eine Untersuchung der durchschnittlichen
Anteile der Energieaufnahmen von Protein und Fett (PER/FER) zeigte,
daß Katzen
24,4% PER, 34,1 % FER in der naiven Selbstauswahlphase verzehrten.
Dieselbe Analyse von PER/FER während
der erfahrenen Selbstauswahl zeigte, daß der durchschnittliche Anteil von
verzehrten Makronährstoffen
26,9% PER, 50,7% FER in der erfahrenen Selbstauswahlphase betrug.
-
Zusammengefaßt schien das Futter mit hohem
Fettgehalt hedonistisch schmackhafter zu sein als die Futter mit
hohem Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten. Die erhöhte Präferenz für das Futter
mit hohem Fettgehalt gegenüber
der Abnahme in CER und PER während
der erfahrenen Selbstauswahl (+14,6% bzw. –2%) liefert einen Beleg dafür, daß das Makronährstoffprofil
des Futters mit hohem Fettgehalt (22% PER, 54% FER, 24% CER) bevorzugt
ist gegenüber
den Futtern mit mittleren Gehalten (24% PER, 38% FER, 38% CER) und
hohem Kohlehydratgehalt (26% PER, 21% FER, 53% CER).
-
Einführung
-
Das Ziel dieser Studie war, Futter
mit ähnlichen
Protein-Energie-Verhältnissen
(PER), aber variablen Kohlehydrat- und Fett-Energie-Verhältnissen
zu bewerten. Ein Futter hatte ein hohes Fett-Energie-Verhältnis (FER),
ein anderes hatte ein hohes Kohlehydrat-Energie-Verhältnis
(CER) und ein drittes Futter hatte ein mittleres Energie-Verhältnis von
Kohlehydrat und Fett.
-
Methodik
-
Tiere
-
Katzen (n = 12) wurden ausgewählt, die
während
ihres gesamten Lebens von der Entwöhnung an mit trockenen Kibble-Futtern
gefiltert worden waren.
-
Die Katzen wurden einzeln untergebracht
und wurden jeden Tag als eine Gruppe sozialisiert.
-
Futter
-
Drei trockene Kibble-Futter wurden
während
der Studie verfüttert.
Die Futter wurden so konzipiert, daß sie alle denselben Gehalt
an Protein enthielten, während
ein Futter mit Kohlehydrat angereichert war, eines mit Fett angereichert
war und ein drittes zwischen den zwei anderen Futtern lag. Eine
Analyse der Futter lieferte den Gehalt an vorhergesagter metabolisierbarer
Energie (PME) von jedem Futter, dessen Werte in Tabelle 1 gezeigt
sind. Der Protein-, Kohlehydrat- und Fettgehalt von jedem Futter
wurde analysiert und berechnet, um das Verhältnis von jedem Makronährstoff
relativ zur Gesamtenergie (PME) von jedem Futter zu liefern, d.h.
Protein/Fett/Kohlehydrat-Energie-Verhältnis (P/F/CER in Tabelle 1).
-
Tabelle
1: PME und Makronährstoff-Energie-Verhältnisse
für BS0114-Futter
-
Fütterungsprotokolle
-
Das verwendete Fütterungsprotokoll ist in Beispiel
2 angegeben.
-
Körpergewichte
-
Körpergewichte
wurden zweimal wöchentlich
aufgezeichnet und eng überwacht,
um angemessene Futteraufnahmen sicherzustellen.
-
Datenanalyse
-
Ist wie in Beispiel 2 angegeben.
-
Ergebnisse
und Datenanalyse
-
Tiere
-
Von den 12 Katzen, die begannen,
schlossen 11 Katzen die Studie ab. Die durchschnittliche prozentuale Änderung
des Körpergewichts
von Beginn des Versuchs bis zum Ende des Versuchs betrug –1,6 %,
gemittelt über
alle Katzen.
-
26 zeigt
die mittleren Aufnahmen während
des Versuchs.
-
Dieses Diagramm zeigt die mittleren
Aufnahmen während
des Versuchs. Die 3 Phasen sind identifiziert als:
Naiv = Zyklen
1 bis 7
Lernen = Zyklen 8 bis 15
Erfahren = Zyklen 16
bis 22
-
Es ist ziemlich deutlich zu sehen,
daß die
Katzen, die von allen Futtern während
der naiven Phase der Selbstauswahl probiert hatten, dann im weiteren
eine deutliche Auswahl des Futters mit hohem Fettgehalt gegenüber den
Futtern mit mittleren Gehalten und hohem Kohlehydratgehalt in den
restlichen zwei Phasen trafen.
-
P/F/CER-Auswahl als eine potentielle
Triebkraft für
die Makronährstoffauswahl
Die durchschnittliche FER-Aufnahme wurde berechnet, wie angegeben
in Beispiel 2.
-
Wenn zufälliges Probieren stattgefunden
hatte und somit gleiche Mengen von jedem Futter gefressen wurden,
wären die
erwarteten PER/FER/CER 24%/38%/38%.
-
Tabelle 3 zeigt die durchschnittliche
Zyklus-PER-, -FER- und -CER-Aufnahme.
-
Tabelle
3: Durchschnittliche Zyklus-PER-, -FER- und -CER-Aufnahme für jede Phase.
-
Während
der naiven Phase waren alle 3 Energie-Verhältnis-Aufnahmen geringer als
aus zufälligem Probieren
erwartet würde.
-
FER- und CER-Verhältnisse während der Lernphase waren größer und
PER war niedriger als erwartet, wenn zufälliges Probieren stattfand.
-
Während
erfahrener Selbstauswahl war FER größer und sowohl PER als auch
CER waren niedriger als erwartet, wenn zufälliges Probieren stattfand.
-
Tabelle
4: Durchschnittliche tägliche
Aufnahme (g) von jedem Futter für
jede Phase
-
Tabelle
5: Durchschnittliche tägliche
Aufnahme (g) von Makronährstoffen
für jede
Phase
-
Tabellen 4 und 5 zeigen die durchschnittlichen
Aufnahmen in Gramm der Futter und der Makronährstoffe während der drei Phasen des Versuchs.
Diese zeigen ebenfalls, daß das
Futter mit hohem Kohlehydratgehalt nach den anfänglichen Erfahrungen der naiven
Phase zugunsten des Futters mit hohem Fettgehalt abgelehnt wurde.
-
27 zeigt
die durchschnittlichen C/FER für
jeden Zyklus während
jeder Phase des Versuchs. FER war niedriger als CER während der
naiven Selbstauswahl für
jeden Zyklus (Tag). CER-Aufnahme war niedriger und FER war höher während der
eingliedrigen Lernphase als während
der naiven Selbstauswahlphase und blieb relativ konstant während jedem
3-Tage-Zyklus der
eingliedrigen Lernphase.
-
Während
der erfahrenen Selbstauswahl war FER höher als CER für alle Zyklen
(Tage).
-
Dies legt nahe, daß während der
naiven Phase die Katzen lernten, daß es einen Unterschied zwischen den
3 Futtern gab, und daß sie
in den folgenden zwei Phasen aktiv das mit Fett angereicherte Futter
in Präferenz
gegenüber
den zwei anderen Futtern aussuchten.
-
Folgerungen
-
Eine Analyse der durchschnittlichen
Zyklus-Aufnahmen zeigte, daß das
Futter mit hohem Fettgehalt konsistent gegenüber den zwei anderen Futtern
bevorzugt wurde, nach dem anfänglichen
Probieren in der nativen Phase. Dies legt nahe, daß eine Auswahl
stattfindet und nicht nur ein zufälliges Probieren von Futtern.
-
Durchschnittliche Zyklus-Aufnahmen
des Futters mit hohem Fettgehalt waren beträchtlich höher als die anderen Futter
während
sowohl der Phase des eingliedrigen Lernens als auch während der
Phase der erfahrenen Selbstauswahl. Es gab eine verringerte Aufnahme
der Futter mit hohem Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten, was
darauf hinweist, daß sie
weniger bevorzugt waren gegenüber
dem Futter mit hohem Fettgehalt.
-
Frühere Versuche zeigen, daß Katzen
Futter mit einem PER von 20 % oder weniger nach einer Periode eingliedrigen
Lernens ablehnen werden. Das PER war eine Konstante in diesem Versuch
bei 24 % und hatte als solches keinen Einfluß auf die Makronährstoffauswahl.
-
Eine Analyse der Freßmuster
zeigte, daß die
Aufnahme der Futter mit hohem Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten
in der naiven Phase in den Zeiträumen
zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr größer war. Nach dieser Zeit waren
alle Aufnahmen ähnlich.
-
Während
der Phase des eingliedrigen Lernens war die Aufnahme des Futters
mit hohem Fettgehalt höher
und das Muster zeigte auch einen Anstieg in der Aufnahme im Zeitraum
von 1.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Dies legt nahe, daß die Katzen gelernt hatten,
daß die
nächste
Mahlzeit ein weniger bevorzugtes Futter wäre und dies kompensierten.
-
Eine Untersuchung der Freßmuster
während
der eingliedrigen Lernphase zeigte, daß die Katzen das Futter mit
hohem Kohlehydratgehalt nicht so leicht fraßen wie die anderen Testfutter.
Dies legt nahe, daß die Katzen
sich für
eine andere Option zurückhielten.
-
Beispiel 5
-
Wirkung des Makronährstoffprofils
auf die Langzeitakzeptanz von Futter:
-
Wirkung der Variation
von Kohlehydrat- und Protein-Energie-Verhältnissen
-
Zusammenfassung
-
12 erwachsene Katzen wurden mit 3
Futtern gefüttert
(eine mit hohem Kohlehydratgehalt, eine mit hohem Proteingehalt
und eine mit mittleren Gehalten). Diese Studie befolgte das folgende
Fütterungsregime:
7 Tage Selbstauswahl/3-Weg-Präferenz,
gefolgt von 24 Tagen eingliedrigen Lernens (ein Futter pro Tag)
und schließlich
7 Tage Selbstauswahl/3-Weg- Präferenz.
Die Katzen hatten jeden Tag während
des Versuchs ungefähr
22 Stunden Zugang zu Futter. Alle 12 Katzen schlossen den Versuch
ab.
-
Die durchschnittliche prozentuale
Veränderung
des Körpergewichts
während
des Versuchs für
die Katzen, die die Studie abschlossen, betrug +2,3 %.
-
Die Reaktion der Katzen in der ersten
Phase auf die 3 Futter war, daß das
Futter mit hohem Proteingehalt bevorzugt wurde (durchschnittliche
Aufnahme 41 g) gegenüber
den Futtern mit mittleren Gehalten und hohem Kohlehydratgehalt (durchschnittliche
Aufnahme 22,7 g bzw. 5,1 g). Es sollte jedoch angemerkt werden, daß die Aufnahme
des Futters mit mittleren Gehalten höher war als desjenigen mit
hohem Proteingehalt an Tag 1 und daß sie dieselben waren an Tag
4.
-
Die erfahrene Reaktion der Katzen
auf die 3 Futter war sehr ähnlich
zu derjenigen, die während
der naiven Selbstauswahl zu sehen war. Futter mit hohem Proteingehalt
wurde bevorzugt (durchschnittliche Aufnahme 49,7 g) gegenüber hohem
Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten (durchschnittliche Aufnahme
2,9 g bzw. 21,6 g). Wie in der naiven Phase sollte jedoch angemerkt
werden, daß die
Aufnahme von Futter mit mittleren Gehalten und hohem Proteingehalt
an Tag 1 ähnlich
war und wieder an Tag 4.
-
Eine Untersuchung der durchschnittlichen
Anteile der Energieaufnahmen von Protein und Kohlehydrat (PER/CER)
zeigte, daß Katzen
in der naiven Selbstauswahlphase 28,8% PER, 21,6% CER verzehrten.
Dieselbe Analyse von PER/CER während
der erfahrenen Selbstauswahl zeigte, daß der durchschnittliche Anteil von
verzehrten Makronährstoffen
in der erfahrenen Selbstauswahlphase 32,1% PER, 22,8% CER betrug.
-
Zusammengefaßt schien das Futter mit hohem
Proteingehalt hedonistisch schmackhafter zu sein als die Futter
mit hohem Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten während sowohl
der naiven als auch der erfahrenen Selbstauswahl.
-
Dies weist darauf hin, daß das Makronährstoffprofil
des Futters mit hohem Proteingehalt (51 % PER, 24% FER, 25% CER)
bevorzugt ist gegenüber
sowohl dem Futter mit mittleren Gehalten (37% PER, 23% FER, 40%
CER) als auch mit hohem Kohlehydratgehalt (26% PER, 21% FER, 53%
CER). Während
der eingliedrigen Lernphase wurde jedoch wenig unterschieden zwischen
Futter mit hohem Proteingehalt und mittleren Gehalten. Das Futter
mit hohem Kohlehydratgehalt wurde weiterhin abgelehnt.
-
Einführung
-
Das Ziel dieser Studie war, Futter
mit ähnlichen
Fett-Energie-Verhältnissen
(FER), aber variablen Kohlehydrat- und Protein-Energie-Verhältnissen
zu bewerten. Ein Futter hatte ein hohes Protein-Energie-Verhältnis (PER),
ein anderes hatte ein hohes Kohlehydrat-Energie-Verhältnis
(CER) und ein drittes Futter hatte ein dazwischenliegendes Energie-Verhältnis von
Kohlehydrat und Protein.
-
Methodik
-
Tiere
-
Katzen (n = 12 ) wurden ausgewählt, die
während
ihres gesamten Lebens von der Entwöhnung an mit trockenem Kibble-Futter
gefüttert
worden waren.
-
Die Katzen wurden einzeln untergebracht
und wurden jeden Tag als eine Gruppe sozialisiert.
-
Futter
-
Drei trockene Kibble-Futter wurden
während
der Studie verfüttert.
Die Futter waren so konzipiert, daß sie alle denselben Fettgehalt
enthielten, während
ein Futter mit Kohlehydrat ange reichert war, eines mit Protein angereichert
war und ein drittes zwischen den zwei anderen Futtern lag. Eine
Analyse der Futter lieferte den Gehalt der vorhergesagten metabolisierbaren
Energie (PME) von jedem Futter, dessen Werte in Tabelle 1 gezeigt
sind. Der Protein-, Kohlehydrat- und Fettgehalt von jedem Futter
wurde analysiert und berechnet, um das Verhältnis von jedem Makronährstoff
relativ zur Gesamtenergie (PME) von jedem Futter zu liefern (d.h.
Protein/Fett/Kohlehydrat-Energie-Verhältnis) (P/F/CER in Tabelle
1).
-
Tabelle
1: PME und Makronährstoff-Energie-Verhältnisse
für Futter
-
Fütterungsprotokolle
-
- – Das
verwendete Fütterungsprotokoll
ist in Beispiel 2 angegeben.
-
Körpergewichte
-
Körpergewichte
wurden zweimal wöchentlich
aufgezeichnet und eng überwacht,
um angemessene Futteraufnahmen sicherzustellen.
-
Datenanalyse
-
Ist wie in Tabelle 2 angegeben.
-
Ergebnisse
und Datenanalyse
-
Tiere
-
Alle von den 12 Katzen schlossen
die Studie ab. Die durchschnittliche prozentuale Veränderung
des Körpergewichts
vom Beginn des Versuchs bis zum Ende des Versuchs betrug +2,3%,
gemittelt über
alle Katzen.
-
28 zeigt
die durchschnittlichen Aufnahmen während des Versuchs.
-
Dieses Diagramm zeigt die mittleren
Aufnahmen während
des Versuchs. Die 3 Phasen sind identifiziert als:
Naiv = Zyklen
1 bis 7
Lernen = Zyklen 8 bis 15
Erfahren = Zyklen 16
bis 22.
-
Es ist deutlich, daß die Katzen,
die während
der naiven Phase der Selbstauswahl alle Futter probiert hatten,
das Kohlehydrat-Futter ablehnten. Das bevorzugte Futter in den restlichen
zwei Phasen war dasjenige mit hohem Proteingehalt. In der eingliedrigen
Lernphase wurde jedoch das Futter mit mittleren Gehalten in gleicher
Weise akzeptiert wie dasjenige mit hohem Proteingehalt.
-
P/F/CER-Auswahl als eine
potentielle Triebkraft der Makronährstoffauswahl
-
Die durchschnittliche PER-Aufnahme
wurde berechnet, wie angegeben in Beispiel 2.
-
So wurde die tägliche/pro Zyklus durchschnittliche
PER/FER/CER-Aufnahme berechnet. (Siehe Tabelle 3)
-
Wenn zufälliges Probieren stattgefunden
hatte und somit gleiche Mengen von jedem Futter gefressen wurden,
wären die
erwarteten PER/FER/CER 38%/23%/39%.
-
Tabelle
3: Durchschnittliche Zyklus-PER-, -FER- und -CER-Aufnahme für jede Phase
-
Während
aller drei Phasen waren die FER-Aufnahmen, wie sie erwartet wurden
von zufälligem
Probieren.
-
PER waren größer und CER waren niedriger
als erwartet, wenn zufälliges
Probieren stattfand.
-
Dies zeigt an, daß eine Auswahl getroffen wurde
statt einem zufälligen
Probieren der Futter.
-
Tabelle
4: Durchschnittliche tägliche
Aufnahme (g) von jedem Futter für
jede Phase
-
Tabelle
5: Durchschnittliche tägliche
Aufnahme (g) von Makronährstoffen
für jede
Phase
-
Tabellen 4 und 5 zeigen die durchschnittlichen
Aufnahmen in Gramm der Futter und der Makronährstoffe während der drei Phasen des Versuchs.
Diese zeigen ebenfalls, daß das
Futter mit hohem Kohlehydratgehalt während des gesamten Versuchs
abgelehnt wurde.
-
Tabelle
6: Ungefähre
Nährstoffanalyse
und Energie-Verhältnisse
-
29 zeigt
die mittleren C/PER für
jeden Zyklus während
jeder Phase des Versuchs. CER war niedriger als PER durch jeden
Zyklus in allen drei Phasen.
-
Dies legt nahe, daß die Katzen
das Futter mit hohem Kohlehydratgehalt von Beginn an identifizierten und
ablehnten.
-
Folgerungen
-
Eine Analyse der durchschnittlichen
Zyklus-Aufnahmen zeigte, daß die
Futter mit hohem Proteingehalt und mittleren Gehalten konsistent
gegenüber
dem Futter mit hohem Kohlehydratgehalt bevorzugt wurden. Dies legt
nahe, daß eine
Auswahl stattfindet und nicht ein zufälliges Probieren.
-
Das Futter mit hohem Proteingehalt
schien hedonistisch schmackhafter zu sein als die Futter mit hohem
Kohlehydratgehalt und mittleren Gehalten während sowohl der naiven als
auch der erfahrenen Selbstauswahl.
-
Durchschnittliche Zyklus-Futteraufnahmen
zeigen, daß das
Makronährstoffprofil
des Futters mit hohem Proteingehalt (51% PER, 24% FER, 25% CER)
bevorzugt ist gegenüber
sowohl dem Futter mit mittleren Gehalten (37% PER, 23% FER, 40%
CER) als auch hohem Kohlehydratgehalt (26% PER, 21% FER, 53% CER)
während
der naiven und erfahrenen Selbstauswahlphasen. Während der eingliedrigen Lernphase
wurde jedoch wenig unterschieden zwischen Futtern mit hohem Proteingehalt
und mittleren Gehalten. Das Futter mit hohem Kohlehydratgehalt wurde
während
aller drei Phasen abgelehnt.
-
Das Futter mit hohem Kohlehydratgehalt
(CER 53%) hatte ein PER von 26%, wurde aber immer noch gegenüber den
anderen zwei Futtern abgelehnt. Da das FER für alle drei Futter ähnlich war,
würde dies
darauf hinweisen, daß die
Katzen eine Auswahl auf der Grundlage von PER machen.
-
Nach Analyse von Freßmustern
in Phase 1 ist die Aufnahme von hohem Proteingehalt (Futter B) am bevorzugtesten,
gefolgt von mittleren Gehalten (Futter E). Das Futter mit hohem
Kohlehydratgehalt wird konsistent während des gesamten Tages abgelehnt.
-
In Phase 2, wenn die Katzen keine
Wahl haben, werden sie alle Futter fressen, aber die Präferenz fluktuiert
zwischen Futtern mit hohem Proteingehalt und mittleren Gehalten,
obgleich es in den Zeiträumen
von 17.00 Uhr bis 1.00 Uhr fast eine Parität zwischen den 3 Futtern gibt.
-
In Phase 3 ist das Futter mit hohem
Proteingehalt klar bevorzugt gegenüber den anderen zwei Futtern. Die
höchsten
durchschnittlichen Aufnahmen liegen zwischen 9.00 Uhr und 17.00
Uhr, vermutlich stimuliert durch äußere Einflüsse des Arbeitstages.
-
Es wird von den Fachleuten anerkannt
werden, daß zahlreiche
Variationen und/oder Modifikationen an der Erfindung vorgenommen
werden können,
wie gezeigt in den spezifischen Ausführungsformen, ohne vom Geist
oder Schutzumfang der Erfindung, wie er in breitem Umfang beschrieben
ist, abzuweichen, die vorliegenden Ausführungsformen sollen daher als
in allen Hinsichten veranschaulichend und nicht beschränkend angesehen
werden.