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DE10359865A1 - Vorrichtung zur Trocknung von Bauwerken - Google Patents

Vorrichtung zur Trocknung von Bauwerken Download PDF

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DE10359865A1
DE10359865A1 DE2003159865 DE10359865A DE10359865A1 DE 10359865 A1 DE10359865 A1 DE 10359865A1 DE 2003159865 DE2003159865 DE 2003159865 DE 10359865 A DE10359865 A DE 10359865A DE 10359865 A1 DE10359865 A1 DE 10359865A1
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boreholes
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DE2003159865
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Ralf Lindner
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Lindner Ralf Dipl-Ing
Original Assignee
Lindner Ralf Dipl-Ing
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    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/70Drying or keeping dry, e.g. by air vents
    • E04B1/7069Drying or keeping dry, e.g. by air vents by ventilating
    • E04B1/7092Temporary mechanical ventilation of damp layers, e.g. insulation of a floating floor

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  • Architecture (AREA)
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Abstract

Dargestellt und beschrieben ist eine Vorrichtung zur Trocknung von Bauwerken, insbesondere von Gebäudebereichen wie Wänden, Decken o. dgl., aus unterschiedlichsten Materialien mithilfe von gasförmigen Medien, vorzugsweise Umgebungsluft, im Wesentlichen bestehend aus einem Kompressor, der über eine Verteileinrichtung mit wenigstens zwei Einrichtungen verbunden ist, die der Zuführung von Luft in Bohrlöchern eines zu trocknenden Gebäudebereichs dienen, und wenigstens einer Einrichtung zur Lufterwärmung, wobei im Wesentlichen die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft über Risse, Poren o. dgl. sowie über Leerbohrungen den zu trocknenden Gebäudebereich verlässt. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung mit höherer und einfacher an den Baustoff anpassbarer Heizleistung zu schaffen, die darüber hinaus eine größere Betriebssicherheit aufweist. DOLLAR A Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich daraus, dass die wenigstens eine Einrichtung zur Lufterwärmung außerhalb der Bohrlöcher angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Trocknung von Bauwerken, insbesondere von Gebäudebereichen wie Wänden, Decken od. dgl. aus unterschiedlichsten Materialien mit Hilfe von gasförmigen Medien, vorzugsweise Umgebungsluft, im wesentlichen bestehend aus einem Kompressor, der über eine Verteileinrichtung mit wenigstens zwei Einrichtungen verbunden ist, die der Zuführung von Luft in Bohrlöchern eines zu trocknenden Gebäudebereichs dienen, und wenigstens einer Einrichtung zur Lufterwärmung, wobei im wesentlichen die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft über Risse, Poren od. dgl. sowie über Leerbohrungen den zu trocknenden Gebäudebereich verlässt.
  • Eine derartige Vorrichtung ist aus dem nicht druckschriftlich belegbaren Stand der Technik bereits bekannt. Bei dieser wird durch einen Kompressor mit Druck beaufschlagte Umgebungsluft über Schläuche einer Mehrzahl von Bohrlöchern zugeführt, die in einer feuchten Gebäudewand angeordnet sind. In diesen Bohrlöchern sind Befestigungseinrichtungen – so genannte Packer – vorhanden, welche mit vorgenannten Luftzuführungsschläuchen verbunden sind. Bohrlochseitig ist an dem Packer ein Heizstab zum Erwärmen der Umgebungsluft angeordnet. Die erwärmte Luft dringt in Spalten, Risse od. dgl. beispielsweise eines Mauerwerks ein, nimmt Feuchtigkeit auf und strömt dann im Wesentlichen durch beabstandete Leerbohrungen wieder aus dem Mauerwerk heraus.
  • Die aus dem Stand der Technik bekannte Vorrichtung wird in vielerlei Hinsicht als verbesserungswürdig angesehen. Im Betrieb weisen insbesondere die in den Bohrlöchern und an den Packern angeordneten Heizstäbe/Thermostate eine hohe Ausfallrate auf. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass der die Temperatur regulierende Thermostat nicht gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt ist. Darüber hinaus ist die Heizleistung der aus Sicherheitsgründen im Feuchtbereich mit Niedervolttechnik betriebenen Heizstäbe begrenzt und kaum regulierbar, so dass die Trocknung feuchter Gebäudebereiche nicht immer optimal an die verschiedenen Baustoffe angepasst werden kann.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung mit höherer und einfacher an den Baustoff anpassbarer Heizleistung zu schaffen, die darüber hinaus eine größere Betriebssicherheit aufweist.
  • Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1, insbesondere durch die Merkmale des Kennzeichenteils gelöst, wonach die wenigstens eine Einrichtung zur Lufterwärmung außerhalb der Bohrlöcher angeordnet ist.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist insbesondere von Vorteil, dass die Einrichtungen zur Lufterwärmung und die Thermostate nicht mit der Feuchtigkeit des auszutrocknenden Gebäudebereiches und eventuell vorhandenen Verschmutzungen in den Bohrlöchern in Berührung kommen und so eine höhere Betriebssicherheit gewährleistet ist.
  • Darüber hinaus kann bei Verwendung von elektrisch betriebenen Heizstäben die Heizleistung dadurch gesteigert werden, dass anstelle von Niedervolttechnik mit Netzspannung gearbeitet wird.
  • Letztlich ist die Anordnung der Einrichtungen zur Lufterwärmung außerhalb der Bohrlöcher gegenüber dem Stand der Technik auch deswegen von Vorteil, da sie bei entsprechender Ausgestaltung den für den Luftstrom zur Verfügung stehenden Öffnungsquerschnitt des Bohrloches bzw. der Zuführeinrichtungen nicht verringern und infolgedessen durch die größere Heizleistung in Verbindung mit einer größeren Luftmenge die Trocknungsleistung der Anlage insgesamt größer ist. Durch den Verzicht auf in der Gebäudewand angeordnete Heizstäbe ist es darüber hinaus möglich, auch schmalere Wände auf vorteilhafte Weise zu trocknen.
  • Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist durch eine zentrale Einrichtung zur Lufterwärmung gekennzeichnet. Hierdurch ist es auf besonders vorteilhafte Weise möglich, zur Lufterwärmung auf beispielsweise gasbetriebene oder leistungsfähige strombetriebene Heizeinrichtungen zurückzugreifen, mit denen bei höherem Wirkungsgrad höhere Lufttemperaturen – bis 650°C – erreicht werden können. Durch die mit einer derartigen Vorrichtung realisierbare hohe Heizleistung ist ein sehr viel schnelleres Aufheizen und Austrocknen einer feuchten Gebäudewand – in weniger als 24 Stunden – möglich. Durch die gegenüber dem Stand der Technik höhere Heizleistung kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zur Abtötung in der Gebäudewand befindlicher Keime – beispielsweise nach Eindringen von Hochwasser in ein Gebäude – oder zur Abtötung des Hausschwammes verwendet werden.
  • Darüber hinaus kann durch eine besonders vorteilhafte und einfach zu realisierende Steuerung der Lufttemperatur ein an die jeweils verwendeten Baustoffe angepasstes Trocknungsverfahren angewendet werden.
  • Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Verteileinrichtung eine zusätzliche Einrichtung zur Speicherung und Zuführung eines Stoffes zur Versiegelung der Gebäudewand gegen eindringende Feuchtigkeit nach erfolgter Trocknung angeordnet ist. Damit ist es auf besonders vorteilhafte Weise möglich, nach dem Trocknungsvorgang ohne Demontage der Vorrichtung über dieselbe Zuführungs- und/oder Verteileinrichtung die Gebäudewand gegen ein erneutes Eindringen von Feuchtigkeit zu versiegeln. Übliche Versiegelungsstoffe werden der Gebäudewand in flüssiger Form zugeführt und wirken porenverschließend, porenverengend oder hydrophobierend.
  • Die vorbeschriebene Ausführungsform ist vorzugsweise aus einem Speicherbehälter, einem Druckerzeuger und einem Ventil gebildet. So ist es möglich, die Einspeisung des Versiegelungsstoffes unter Nutzung der Gesamtvorrichtung nach der Trocknung erfolgen zu lassen. Der Druckerzeuger, vorzugsweise eine Pumpe, ermöglicht über das bloße Zuführen des Mediums zur Gebäudewand hinaus auch eine Druckbeaufschlagung, wodurch das Medium auch mit geringen Drücken in der Gebäudewand verpresst werden kann.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die der Zuführung dienenden Rohre oder Schläuche jeweils mittels einer Befestigungsvorrichtung in der Bohrlochöffnung angeordnet sind, wobei die Befestigungseinrichtung aus einer Hülse mit Außengewinde und einem darauf angeordneten flexiblen Schlauchteil gebildet ist, dass sich der Schlauch bohrlochseitig an einem Hülsenwiderlager abstützt und dass die Befestigungseinrichtung über ein im Bereich der Bohrlochöffnung auf der Hülse geführtes, auf das Schlauchteil einwirkendes Bauteil im Bohrloch verspannt wird. Vorteilhaft ist, dass eine derartige Verspannung einen festen Sitz der Befestigungseinrichtung auch bei einer gewissen Druckbeaufschlagung gewährleistet.
  • Es ist jedoch auch eine vorteilhafte Ausführungsform denkbar, bei der die Rohre oder Schläuche jeweils eine Befestigungseinrichtung aufweisen, die aus einem Flanschbauteil gebildet ist, welches auf dem die Bohrlochöffnung umgebenden Gebäudebereich befestigt wird. Eine derartige Befestigungseinrichtung erlaubt eine Zuführung der Trocknungsluft entlang der gesamten Bohrlochtiefe, so dass im Bereich der Befestigungseinrichtung kein „Schattenbereich" mit geringem Luftdurchsatz und damit auch geringerer Trocknung entsteht.
  • Weiterhin von Vorteil ist es, wenn die zuletzt beschriebene Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, dass das Flanschbauteil auf die um die Bohrung herum angeordnete Oberfläche des zu trocknenden Gebäudebereiches klebbefestigt wird. Eine derartige Klebbefestigung erlaubt insbesondere eine einfache und sichere Montage.
  • Eine besonders bevorzugte Ausführungsform weist eine zentrale Steuer- und Bedieneinheit auf, die mit Sensoren verbunden ist, welche die für den Betrieb der Vorrichtung notwendigen Messwerte erfassen. Auf diese Weise wird ein im Wesentlichen überwachungsfreier Betrieb der Vorrichtung gewährleistet, zudem kann die zentrale Steuer- und Bedieneinheit über Sensoren im zu trocknende Gebäudebereich einen Soll-Ist-Wert-Vergleich durchführen und über das Nachsteuern von Temperatur und Luftstrom die gewünschten Parameter des Trocknungsverfahrens nachregulieren.
  • Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 2 eine Schnittdarstellung einer Befestigungseinrichtung für Schläuche bzw. Rohre, die innerhalb der Bohrlöcher angeordnet ist gemäß Ausschnittsvergrößerung A in 1.
  • 3 eine Schnittdarstellung einer Befestigungseinrichtung gemäß 2 in Endmontageposition,
  • 4 eine Schnittdarstellung einer alternativen Befestigungseinrichtung und
  • 5 eine schematische Darstellung verschiedener Bohrlochanordnungen x, y, z.
  • In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zur Trocknung von Bauwerken insgesamt mit der Bezugsziffer 10 gekennzeichnet.
  • Die Vorrichtung 10 besteht aus einem Kompressor 11, der über eine Rohrleitung 12 mit einer Heizeinrichtung 13 verbunden ist. Die Heizeinrichtung 13 wiederum ist mittels einer weiteren Rohrleitung 14 mit einer Verteileinrichtung 15 und diese über Schläuche 16 mit in Bohrlöchern 22 einer Gebäudewand 17 angeordneten Befestigungseinrichtungen 18 – nachfolgend Packer genannt – verbunden.
  • Darüber hinaus weist die Gebäudewand 17 Leerbohrungen 23 auf. Innerhalb der Leerbohrungen 23 oder in zusätzlichen Bohrungen 19 mit geringem Querschnitt sind in der Gebäudewand 17 Temperatursensoren 20 bzw. Luftfeuchtigkeitssensoren 21 angeordnet. Die Sensoren 20, 21 sowie weitere nicht dargestellte Sensoren zur Messung des vom Kompressor 11 erzeugten Druckes sowie zur Messung der in der Heizeinrichtung 13 erzielten Temperatur des Luftstromes sind über Leitungen 24 mit einer Steuer- und Bedieneinheit 25 verbunden, wobei die Messwerte in regelmäßigen Zeitintervallen von der Steuer- und Bedieneinheit 25 abgefragt werden. Diese stellt anhand von vorher festgelegten Sollwerten und aufgrund der durch die vorgenannten Sensoren abgefragten Ist-Werte nun den Betriebszustand der Trocknungsvorrichtung 10 und den Trocknungsfortschritt der Gebäudewand 17 fest und reguliert bei Abweichungen über Veränderung der Kompressorleistung oder der Heiztemperatur den Betriebszustand jeweils nach.
  • Letztlich weist die Vorrichtung 10 einen Speicher 26 für einen Versiegelungsstoff und eine Pumpe 27 auf, die über eine mit einem Ventil 28 versehene Rohrleitung 29 ebenfalls mit der Verteileinrichtung 15 verbunden ist.
  • Zur Trocknung einer feuchten Gebäudewand 17 wird Umgebungsluft durch den Kompressor 11 – vorzugsweise ein außerhalb des Gebäudes stehender Dieselkompressor – angesaugt und über die Heizeinrichtung 13 und die Verteileinrichtung 15 mit einem Druck von ca. 1,5 bar in die Bohrlöcher 22 der Gebäudewand 17 eingeleitet. Vorteilhaft ist es, wenn dem Kompressor 11 eine nicht dargestellte Luftreinigungs- und/oder Trocknungseinrichtung nachgeordnet ist, um zum einen eine Verschmutzung der Leitungen und technischen Einrichtungen zu vermeiden und zum anderen durch zusätzliche Trocknung des Luftstromes die Aufnahmefähigkeit der Trocknungsluft und damit die Leistung der Vorrichtung zu verbessern.
  • Die in die Bohrlöcher 22 eingedrückte erwärmte Luft dringt durch die Poren und Risse des Mauerwerks der Gebäudewand 17, reichert sich mit Feuchtigkeit des Mauerwerks an und verlässt dieses zu einem kleinen Teil über Poren und Risse einer Innenwandfläche 30, wohingegen jedoch der Hauptstrom die Gebäudewand 17 durch die Leerbohrungen 23 verlässt. Durch die Bestimmung der Temperatur und Feuchtigkeit der eingeleiteten Luft einerseits und der Temperatur und Feuchtigkeit der aus der Gebäudewand 17 ausströmenden Luft andererseits lässt sich im Vergleich mit dem vor der Trocknung bestimmten Feuchtigkeitsgehalt der Gebäudewand 17 jeweils die Restfeuchtigkeit bestimmen.
  • Auf diese Weise ist zum einen der Trocknungsfortschritt jederzeit zu ermitteln, zum anderen lässt sich durch einen Soll-/Ist-Wert-Vergleich der Steuer- und Bedieneinheit 25 der Trocknungsvorgang regulieren.
  • Nach erfolgter Trocknung kann ein der Heizeinrichtung 13 nachgeordnetes Ventil 31 geschlossen sowie das Ventil 28 geöffnet werden. Es ist im Anschluss daran möglich, einen sich im Speicher 26 befindlichen oben genannten Versiegelungsstoff über die Pumpe 27 der Verteileinrichtung 15 und dann den Bohrungen 22 der Gebäudewand 17 zuzuführen. Der Versiegelungsstoff dringt in Poren, Risse, Spalten od. dgl. ein und verschließt nach einer Reaktion mit chemischen Bestandteilen der Gebäudewand 17 diese durch Austrocknen und Aushärten. Dadurch entsteht eine Feuchtigkeitssperre.
  • Es ist vorstellbar, dass dieser Vorgang automatisch durch die Steuer- und Bedieneinheit 25 ausgelöst wird, wenn durch Abfrage der Sensoren 20/21 ein bestimmter Trocknungsgrad der Gebäudewand 17 festgestellt worden ist. Je nach Versiegelungsstoff ist es möglich, diesen über die Pumpe 27 mit geringerem Druck in die Gebäudewand 17 einzuspeisen.
  • 2 zeigt eine Befestigungseinrichtung 18 für Schläuche bzw. Rohre, durch welche die Trocknungsluft der feuchten Gebäudewand 17 zugeführt wird, die innerhalb der Bohrlöcher 22 angeordnet bzw. befestigt wird. Sie besteht aus einer zentral angeordneten Gewindehülse H mit Außengewinde 32, auf die eine flexible Gummimanschette 33 aufgeschoben ist. Zwischen einer Bohrwandung 38 und der Gummimanschette 33 ist ein Freiraum 37 vorhanden. Die Gummimanschette 33 stützt sich bohrlochseitig an einem scheibenförmigen Hülsenwiderlager 34 und bohrlochöffnungsseitig an einem weiteren, vorzugsweise beweglichen Widerlager 35 ab. Durch Drehen einer bohrlochöffnungsseitig auf das Gewinde aufgeschraubten Mutter 36 lässt sich der innerhalb des Bohrloches 22 befindliche Teil der Gewindehülse H herausdrehen. Dabei bewegt sich das bohrlochseitige Hülsenwiderlager 34 in Richtung Bohrlochöffnung, wodurch sich die flexible Gummimanschette 33 staucht und sich bei weiterem Drehen der Mutter 36 an die Bohrlochwandung 38 anlegt. Dadurch wird der Packer 18 im Bohrloch 22 zuverlässig klemmbefestigt (s. 3).
  • 4 zeigt eine alternative Befestigungseinrichtung 18 für Schläuche bzw. Rohre 16. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Flansch 39 und einem Anschlussstutzen 40. Die Befestigungseinrichtung 18 wird flanschseitig auf die die Bohrlochöffnung umgebenden Gebäudewandbereiche aufgesetzt und vorzugsweise mit einer Klebeschicht 41 befestigt. Anschließend werden Rohre bzw. Schläuche 16 über den Anschlussstutzen 40 mit der Befestigungseinrichtung 18 verbunden.
  • Abgesehen von der bevorzugten Klebbefestigung kann ein derartiger Flansch 39 auch beispielsweise zur Befestigung auf nicht dargestellte Weise Bohrungen aufweisen.
  • Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Anschlussstutzen 39 ein nicht dargestelltes Steckkupplungsteil aufweist, so dass die Schläuche 16 auf einfache und schnelle Weise an das Steckkupplungsteil angesetzt werden können. Je nach Anwendungszweck kann es auch vorteilhaft sein, wenn der Anschlussstutzen ein Gewinde aufweist, auf welches eine korrespondierende schlauch-/rohrseitige Überwurfmanschette aufgeschraubt werden kann.
  • Letztlich zeigt 5 unterschiedliche Bohrlochanordnungen x, y und z einer Gebäudewand 17. Dabei sind die mit einem Kreuz versehenen Bohrlöcher 22 jeweils mit einem Packer 18 und darüber angeschlossenen Schläuchen 16 zur Zuleitung von Trocknungsluft versehen. Die Bohrlochanordnung z ist aus dem Stand der Technik bekannt zum Trocknen eines horizontal angeordneten Gebäudewandabschnittes. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 mit ihrer größeren Heizleistung erlaubt eine Vielzahl von unterschiedlichen Bohrlochanordnungen, um die feuchten Gebäudebereiche 17 auch in vertikaler Ausdehnung zu trocknen. Als Beispiel wird auf die Bohrlochanordnung x hingewiesen, bei der vertikal über jedem mit einem Packer 18 versehenem Bohrloch 22 eine vertikal darüber angeordnete Leerbohrung 23 vorhanden ist, wohingegen bei der Bohrlochanordnung y die Leerbohrung 23 vertikal über und mittig zwischen zwei Bohrlöchern 22 angeordnet ist. Die Abstände zwischen Bohrlöchern 22 und Leerbohrungen 23 sind grundsätzlich abhängig von der Feuchtigkeit der Gebäudewand, der Heizleistung und der Größe des zu trocknenden Gebäudewandabschnittes.
  • Abgesehen vom beschriebenen Einsatzgebiet – der Gebäudetrocknung – kann die Vorrichtung 10 auch zur Trocknung von anderen Bauwerken, wie zum Beispiel Brücken, Tunneln od. dgl. genutzt werden.

Claims (12)

  1. Vorrichtung zur Trocknung von Bauwerken, insbesondere von Gebäudebereichen wie Wänden, Decken od. dgl. aus unterschiedlichsten Materialien mit Hilfe von gasförmigen Medien, vorzugsweise Umgebungsluft, im wesentlichen bestehend aus einem Kompressor, der über eine Verteileinrichtung mit wenigstens zwei Einrichtungen verbunden ist, die der Zuführung von Luft in Bohrlöchern eines zu trocknenden Gebäudebereichs dienen, und wenigstens einer Einrichtung zur Lufterwärmung, wobei im wesentlichen die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft über Risse, Poren od. dgl. sowie über Leerbohrungen den zu trocknenden Gebäudebereich verlässt, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einrichtung (13) zur Lufterwärmung außerhalb der Bohrlöcher (22) angeordnet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zentrale Einrichtung (13) zur Lufterwärmung.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verteileinrichtung (15) eine zusätzliche Einrichtung zur Speicherung und Zuführung eines Mediums zur Versiegelung des Gebäudebereichs (17) gegen Eindringen von Feuchtigkeit nach der Trocknung angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung aus einem Speicherbehälter (26), einem Druckerzeuger (27) und einem Ventil (28) gebildet wird.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erwärmte Luft ausgehend von der Verteileinrichtung (15) über Rohre (16) oder Schläuche (16) den Bohrlöchern (22) zugeführt wird.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, das die Rohre (16) oder Schläuche (16) mittels jeweils einer Befestigungsvorrichtung (18) nahe der Bohrlochöffnung angeordnet sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (18) aus einer Hülse (H) mit Außengewinde (32) und einem darauf angeordneten flexiblen Schlauchteil (33) gebildet ist, dass sich der Schlauch (33) bohrlochseitig an einem Hülsenwiderlager (34) abstützt und dass die Befestigungseinrichtung (18) über ein im Bereich der Bohrlochöffnung auf der Hülse geführtes, auf das Schlauchteil (33) einwirkendes Bauteil (35/36) im Bohrloch (22) verspannt wird.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (16) oder Schläuche (16) jeweils eine Befestigungseinrichtung (18) aufweisen, die aus einem Flanschbauteil (39) gebildet ist, welches auf den die Bohrlochöffnung (22) umgebenden Gebäudebereich (17) befestigt wird.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Flanschbauteil (39) auf die um die Bohrlochöffnung (22) herum angeordnete Oberfläche des zu trocknenden Gebäudebereichs (17) klebbefestigt wird.
  10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine zentrale Steuer- und Bedieneinheit (25), die mit Sensoren (20/21) verbunden ist, welche die für den Betrieb der Vorrichtung (10) notwendiger Messwerte erfassen.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im zu trocknenden Gebäudebereich (17) mindestens ein Temperatur- (20) und ein Feuchtigkeitssensor (21) angeordnet sind.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompressor (11), die zentrale Einrichtung (13) zur Lufterwärmung und der Speicherbehälter (26) sowie der zugehörige Druckerzeuger (27) Sensoren zu Erfassung der wesentlichen Messwerte aufweisen.
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