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Die
Erfindung betrifft eine Schrägstellvorrichtung
für Möbelstücke mit
einem um eine horizontale Anlenkachse schrägstellbaren Möbelteil,
insbesondere für
Arbeitstische mit schrägstellbarer
Arbeitsplatte, zum Abstützen
des Möbelteils
in der jeweiligen Schrägstellung,
mit einem am Möbelkorpus
zu befestigenden, Längsgestalt
aufweisenden Führungsteil und
einem im Führungsteil
teleskopartig geführten, Längsgestalt
aufweisenden und aus dem Führungsteil
vorstehenden Stützteil
zum Abstützen
des schrägstellbaren
Möbelteils,
mit einer beim Ausziehen des Stützteils
unwirksamen oder im wesentlichen unwirksamen und beim entgegengesetzten
Einschieben des Stützteils
in das Führungsteil
die Bewegung des Stützteils
bremsenden Bremseinrichtung und mit einer von einem Benutzer betätigbaren
Betätigungseinrichtung
zum Betätigen
der Bremseinrichtung.
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Eine
derartige Schrägstellvorrichtung
ist z.B. aus der deutschen Patentanmeldung 102 29 617.0 bekannt.
Die Bremseinrichtung ermöglicht
ein komfortabel gebremstes Absenken des Mö belteils, z.B. einer schräggestellten
Arbeitsplatte. Man muss die Arbeitsplatte beim Absenken nicht mit
der Hand halten. Allerdings kann die Bremswirkung der Bremseinrichtung
unterschiedlich ausfallen, z.B. aufgrund verschieden schwerer Arbeitsplatten
oder durch aufliegende Gegenstände
belasteter Arbeitsplatten, aufgrund von Fertigungstoleranzen z.B.
beim Stützteil und/oder
der Bremseinrichtung oder dergleichen.
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Es
ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schrägstellvorrichtung
der eingangs genannten Art die Bremswirkung der Bremseinrichtung
für unterschiedliche
Anwendungsfälle
optimierbar zu gestalten.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Schrägstellvorrichtung
der eingangs genannten Art gelöst,
bei der die Bremswirkung der Bremseinrichtung verstellbar ist.
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Die
Bremswirkung der Bremseinrichtung, die zweckmäßigerweise eine Reibbremse
ist, kann auf den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden, so
dass sich z.B. die Arbeitsplatte stets mit wesentlichen gleicher
Geschwindigkeit absenken lässt.
Bei einer Justage der Bremseinrichtung können z.B. Fertigungstoleranzen
bei Bauteilen der Schrägstellvorrichtung
und/oder unterschiedlich schwere Arbeitsplatten oder sonstige Möbelteile
berücksichtigt
werden.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in abhängigen Ansprüchen sowie der
Beschreibung.
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Die
Bremseinrichtung weist mindestens einen Bremskörper auf, an dem die Betätigungseinrichtung
bei ihrem Betätigen
mittelbar oder unmittelbar angreift, so dass er gegen das Stützteil gedrückt wird.
Der oder die Bremskörper
bilden sozusagen Bremsbacken. Zweckmäßigerweise sind zwei oder mehr
an entgegengesetzten Seiten des Stützteils angeordnete Bremskörper vorhanden.
Der oder die Bremskörper
sind vorteilhafterweise in einer bis zum Stützteil durchgehenden Ausnehmung
des Führungsteils
gelagert.
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Der
oder die Bremskörper
sind zweckmäßigerweise
seitlich am Führungsteil
angeordnet. Die Betätigungseinrichtung
hat den Bremskörpern
zugeordnete Stegpartien, die an der Seite der Bremskörper am
Führungsteil
vorbei verlaufen. Schrägflächenanordnungen
an den Stegpartien wirken beim Betätigen der Betätigungseinrichtung
mittelbar oder unmittelbar auf die Bremskörper und drücken sie gegen das Stützteil.
Eine bevorzugte Variante der Erfindung sieht vor, dass die Betätigungseinrichtung
mittelbar, z.B. über
Wälzkörper auf
den/die Bremskörper
wirkt. Anstelle der Wälzkörper könnten auch
Kugeln oder dergleichen vorgesehen sein. Diese Variante ist insbesondere
im Zusammenhang mit einer linear beweglich gelagerten Betätigungseinrichtung
vorteilhaft.
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Die
Verstellung der Bremswirkung der Bremseinrichtung kann auf verschiedene
Arten erfolgen:
Zweckmäßigerweise
ist der Abstand zwischen den Stegpartien und dem Führungsteil
verstellbar.
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Vorteilhafterweise
sind zwei am Führungsteil vorbei
verlaufende Stegpartien vorhanden, von denen mindestens eine auf
den mindestens einen Bremskörper
wirkt. Die Stegpartien bilden beispielsweise die Arme einer Gabel
oder einander gegenüberliegende
Abschnitte eines Rahmens, die bzw. der das Führungsteil mit die Betätigungsbewegung
der Betätigungseinrichtung
zulassendem Bewegungsspiel umgreift. Zur Verstellung der Bremswirkung
der Bremseinrichtung wird z.B. der Abstand der Stegpartien zueinander
verstellt, wofür
eine Schraube oder ein sonstiges Vertellmittel vorteilhaft ist.
Die Schraube kann beispielsweise freie Enden der beiden Stegpartien
miteinander verbinden.
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Zur
Verstellung der Bremswirkung der Bremseinrichtung kann z.B. auch
der Neigungswinkel der Schrägflächenanordnung
verstellbar sein. Dazu können
beispielsweise seitlich von außen
auf die Stegpartien wirkende Verstelleinrichtungen vorgesehen sein,
z.B. verstellbare Führungseinrichtungen
für die Stegpartien
an einem Gehäuse
der Schrägstellvorrichtung.
Diese Variante ist z.B. auch dann möglich, wenn nur ein Bremskörper und
eine Stegpartie vorhanden ist.
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Nachfolgend
wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der Figuren näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 einen
mit einer erfindungsgemäßen, eine
verstellbare Bremseinrichtung und eine Betätigungseinrichtung enthaltende
Schrägstellvorrichtung ausgestatteten
Arbeitstisch im Querschnitt,
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2 eine
perspektivische Detailansicht eines verstellbaren Betätigungselements
der Betätigungseinrichtung
gemäß 1,
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3 die
Schrägstellvorrichtung
gemäß 1 in
schematischer Teildarstellung in Schrägansicht, wobei eine der Hälften eines
Vorrichtungsgehäuses
weggelassen ist und die Betätigungseinrichtung
unbetätigt
dargestellt ist, so dass das Stützteil gegen
ein Einschieben in das Führungsteil
gesichert ist und die Bremseinrichtung unbetätigt ist,
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4 die
Schrägstellvorrichtung
gemäß 1,
jedoch mit betätigter
Betätigungseinrichtung und
somit betätigter
Bremseinrichtung, so dass das Stützteil
in das Führungsteil
gebremst durch die Bremseinrichtung eingeschoben werden kann,
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5 eine
Querschnittsansicht der Schrägstellvorrichtung
gemäß 3 entlang
einer Linie III-III in 3, und,
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6 eine 5 entsprechende
Querschnittsansicht der Schrägstellvorrichtung,
jedoch bei betätigter
Betätigungseinrichtung.
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Bei
einem in 1 schematisch gezeigten Arbeitstisch 1,
z.B. einem für
Kinder oder Jugendliche gedachten Schreibtisch, ist eine Tischplatte
oder Arbeitsplatte 2 aus einer horizontalen, strichpunktiert angedeuteten
Ausgangsstellung in eine oder mehrere Schrägstellungen schrägstellbar,
in denen sie vom Benutzer her gesehen nach hinten oben hin ansteigt. In 1 ist
eine solche Schrägstellung
der Arbeitsplatte 2 mit ausgezogenen Linien eingezeichnet.
Die Arbeitsplatte 2 ist im Bereich ihrer dem Benutzer zugewandten
Vorderseite um eine am Tischkorpus 5 in horizontaler Richtung
in Längsrichtung
des Tisches verlaufende Anlenkachse 3 schwenkbar und somit schrägstellbar.
Weiter hinten greift an der Unterseite der Arbeitsplatte 2 eine
Schrägstellvorrichtung 4 an, die
die Arbeitsplatte 2 in der jeweiligen Schrägstellung
hält. In
ihrer horizontalen Ausgangsstellung kann die Arbeitsplatte 2 auf
einem am Tischkorpus 5 angeordneten Anschlag 6 aufsitzen.
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Die
Schrägstellvorrichtung 4 weist
ein Längsgestalt
aufweisendes Führungsteil 7 und
ein im Führungsteil 7 teleskopartig
geführtes,
ebenfalls Längsgestalt
aufweisendes Stützteil 8 auf,
die zusammen eine Teleskopanordnung bilden. Diese Teleskopanordnung
ist hochstehend angeordnet, wobei sie, wie dar gestellt, geneigt
verlaufen kann. Die Teleskopanordnung ist mit ihrem Führungsteil 7,
beispielsweise mit dem dem Stützteil 8 entgegengesetzten
Führungsteilende 9,
am Tischkorpus 5 befestigt und stützt die Arbeitsplatte 2 mit
ihrem oben aus dem Führungsteil 7 ragenden
Stützteil 8 ab.
Einem die Arbeitsplatte 2 abstützenden Stützteilende 10 des Stützteils 8 ist
ein an der Arbeitsplatte 2 befestigtes, nur schematisch
angedeutetes Schlittenelement 12 zugeordnet, an dem das
Stützteil 8 in
Tiefenrichtung 13 der Arbeitsplatte 2, das heißt rechtwinkelig
zur Anlenkachse 3, verschiebbar und verschwenkbar gelagert
ist.
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Das
Stützteil 8 ist
am Führungsteil 7 unverdrehbar
geführt.
Beispielsweise weisen eine das Stützteil 8 und eine
diese aufnehmende Längsausnehmung 11 des
Führungsteils 7 einen
rechteckigen oder quadratischen Querschnitt auf. Die Länge des Stützteils 8 und
des Führungsteils 7 sind
so gewählt, dass
das Stützteil 8 bei
dem größten Schrägstellwinkel
der Arbeitsplatte 2 noch ausreichend weit in das Führungsteil 7 eingreift,
dass ein sicherer Zusammenhalt vorhanden ist. Der maximale Auszug
des Stützteils 8 aus
dem Führungsteil 7 kann
durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Anschlaganordnung
begrenzt sein.
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Beim
Verschwenken der Arbeitsplatte 2 wird das Stützteil 8 aus
dem Führungsteil 7 herausgezogen
oder in das Führungsteil 7 eingeschoben.
Damit das Stützteil 8 in
der der jeweils ge wünschten Schräglage der
Arbeitsplatte 2 entsprechenden Längslage hält, ist ein Klemmelement 14 vorgesehen,
das das Stützteil 8 und
das Führungsteil 7 miteinander
in den Schrägstellungen
der Arbeitsplatte 2 verklemmt. Die Funktionsweise des Klemmelements 14 wird
weiter unten näher
erläutert.
Beim Einschieben des Stützteils 8 in
das Führungsteil 7 tritt
die Klemmwirkung jedenfalls selbständig ein, während in der umgekehrten Richtung
das Stützteil 8 das
Klemmelement 14 mitnimmt und so die Klemmwirkung aufgehoben
wird.
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Durch
Betätigen
einer Betätigungseinrichtung 17 entgegen
einer von einer Federeinrichtung 19 ausgeübten Federkraft
kann ein Benutzer die Arbeitsplatte 2 nach unten schwenken.
Ist die gewünschte
neue Schwenklage erreicht, lässt
er die Betätigungseinrichtung
los. Die Federeinrichtung 19 führt die Betätigungseinrichtung 17 dann
in ihre unwirksame Lage über
und wobei das Klemmelement 14 und das Stützteil 8 wieder
selbsttätig
verkanten.
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Das
Absenken der Arbeitsplatte 2 wird durch eine Bremseinrichtung 27 gebremst,
die die Bewegung des Stützteils 8 bremst.
Beim Betätigen
der Betätigungseinrichtung 17 kommt
das Stützteil 8 bezüglich des
Klemmelements 14 frei, so dass man bei fehlender Bremseinrichtung 27 die
Arbeitsplatte 2 bei ihrem Absenken mit der Hand halten
müsste.
Die Bremseinrichtung 27 ist beim Herausziehen des Stützteils 8 aus
dem Führungsteil 7 unwirksam
und beim entgegengesetzten Einschieben des Stützteils 8 in das Führungsteil 7 wirksam.
Die Betätigungseinrichtung 17 betätigt zweckmäßigerweise
gleichzeitig mit dem Betätigen
des Klemmelements 14 auch die Bremseinrichtung 27,
so dass diese wirksam wird.
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Die
Betätigungseinrichtung 17 weist
einen Betätigungsstab 20 auf,
an dessen der Bremseinrichtung 27 zugewandten Endbereich
ein Betätigungselement 21 angeordnet
ist, das bei unbetätigtem
Betätigungsstab 20 unwirksam
ist und beim Betätigen
des Betätigungsstabs 20 die
Bremseinrichtung 27 aktiviert. Der Betätigungsstab 20 kann
vom Benutzer ergriffen werden. Beim Ausführungsbeispiel erstreckt sich
dieser Betätigungsstab 20 vom
Bereich der Bremseinrichtung 27 aus unterhalb der Arbeitsplatte 2 zur
dem Benutzer zugewandten Vorderseite des Arbeitstisches 2 hin.
Der Betätigungsstab 20 ist zweckmäßigerweise
in linearer Richtung, das heißt
in seiner Längsrichtung,
geführt,
so dass ihn der Benutzer in Längsrichtung
bewegen muss.
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Die
lineare Führung
der Betätigungseinrichtung 17 erfolgt
im Inneren eines Vorrichtungsgehäuses 24,
das die Bremseinrichtung 27, das Klemmelement 14,
den zugewandten Endbereich des Führungsteils 7 mit
dem aus ihm herausstehenden Bereich des Stützteils 8 und den
dem Klemmelement 14 zugewandten Bereich der Betätigungseinrichtung 17 umgibt.
In den 3-6 ist eine der beiden Hälften des
Vorrichtungsgehäuses 24 entfernt,
um die in ihm enthaltenen Teile sichtbar zu machen. An einer oder
beiden Seitenwänden
des Vorrichtungsgehäuses 24 befinden
sich Führungsnuten 25,
in die eine Führungspartie 26 des
Betätigungselements 21 eingreift.
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Die
Federeinrichtung 19 wird vom Betätigungsstab 20 durchdrungen
und stützt
sich an dem Vorrichtungsgehäuse 24 sowie
an dem Betätigungselement 21 ab.
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Die
Bremseinrichtung 27 ist vorteilhafterweise eine Reibbremse
und weist beim Ausführungsbeispiel
zwei einander mit Bezug auf das Stützteil 8 entgegengesetzte
Bremskörper 28, 29 auf,
die jeweils in einer das Führungsteil 7 von
außen
bis zum Stützteil 8 durchsetzenden
Ausnehmung 30 des Führungsteils 7 gelagert
sind. Beim Betätigen
der Betätigungseinrichtung 17 greift
diese nicht nur am Klemmelement 14 an, sondern drückt auch
die Bremsköper 28, 29 gegen
das Stützteil 8,
so dass an diesem eine Reibungskraft auftritt. Die Bremsköper 28, 29 bestehen beispielsweise
aus gummiartigem Reibmaterial oder dergleichen. Es versteht sich,
dass auch nur ein Bremsköper 28 oder 29 ausreichen
würde bzw.
dass auch mehr als zwei Bremskörper
vorgesehen sein können.
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Die
Bremskörper 28, 29 könnten prinzipiell von
der Betätigungseinrichtung 17 unmittelbar
beaufschlagt werden. Zweckmäßiger ist
es jedoch, dass die Betätigungseinrichtung 17 über ebenfalls
in der jeweiligen Ausnehmung 30 gelagerte und aus diesen etwas
herausstehende Wälzkörper 31 auf
die Bremsköper 28, 29 wirkt.
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Das
Betätigungselement 21 umgreift
das Führungsteil 7 mit
die Betätigungsbewegung
der Betätigungseinrichtung
zulassendem Bewegungsspiel. Es ist z.B. als ein das Führungsteil 7 umgreifender Rahmen 35 ausgestaltet.
Zur Betätigung
der beiden Bremsköper 28, 29 weist
das Betätigungselement 21 an
der Seite jedes Bremskörpers 28, 29 am
Führungsteil 7 vorbei
verlaufende Stegpartien 32, 33 auf, an denen jeweils
eine gegen den jeweiligen Wälzkörper 31 wirkende
Schrägflächenanordnung 34 ausgebildet
ist. Bewegt man den Betätigungsstab 20 und somit
das Betätigungselement 21 während eines
Betätigungshubs 39 (in
der Zeichnung nach rechts), gelangen gleichzeitig die Schrägflächen 37 und
später Betätigungsflächen 38 der
beiden Schrägflächenordnungen 34 zu
den Wälzkörpern 31,
so dass diese nach innen zum Stützteil 8 gedrückt werden.
Die in Richtung des Betätigungshubs
schräg
zueinander geneigt verlaufenden Schrägflächen 37 führen dabei im
wesentlichen den zum Drücken
der Wälzkörper 31 nach
innen notwendigen Hub durch. Die im wesentlichen zueinander und
beim Ausführungsbeispiel
auch zum Führungsteil 7 parallel
verlaufenden Betätigungsflächen 38 halten
die Wälzkörper 31 mit
im wesentlichen gleichbleibendem Druck nach innen gedrückt. Während die
Betätigungsflächen 38 mit
den Wälzkörper 31 in
Eingriff sind, ist der Druck auf die Bremskörper 28, 29 unabhängig von
der Größe des Betätigungshubs 39 im
wesentlichen konstant.
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Bei
unbetätigter
Betätigungseinrichtung 17 sind
die Schrägflächenanordnungen 34 mit
Abstand zu den Wälzkörpern 31 angeordnet,
so dass diese nicht belastet werden und somit die Bremskörper 28, 29 nicht
nach innen drücken.
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Die
Wälzkörper 31 rollen
auf den Schrägflächenanordnungen 34 ab.
Die Wälzkörper 31 haben zweckmäßigerweise
gleitfähige
Oberflächen.
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Die
Bremswirkung der Bremskörper 28, 29 hängt u.a.
vom jeweiligen Anpressdruck ab, mit dem sie gegen das Stützteil 8 gedrückt werden.
Der Anpressdruck kann z.B. durch Fertigungstoleranzen beim Stützteil 8,
bei den Bremskörpern 28, 29 oder dergleichen
unterschiedlich ausfallen. Ferner kann die Bremswirkung der Bremseinrichtung 27 bei
einer schweren Arbeitsplatte 2 und/oder durch auf der Arbeitsplatte 2 liegende
Gegenstände
zu gering sein. Daher ist die Bremswirkung der Bremseinrichtung 27 erfindungsgemäß mittels
einer Verstelleinrichtung 40 verstellbar. Die Verstelleinrichtung 40,
die in 2 detailliert, in den 3-6 schematisch
dargestellt ist, enthält
beispielsweise eine Schraubenanordnung 41, mit der Abstand
der Stegpartien 32, 33 zueinander verstellbar
ist. Dadurch ist der Anpressdruck, den die Stegpar tien 32, 33 auf
die Bremskörper 28, 29 ausüben, und
somit die Bremswirkung der Bremseinrichtung 27 verstellbar.
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Eine
Schraube 42 der Schraubenanordnung 41 durchdringt
Durchtrittsöffnungen 43 an
den freien, dem Betätigungsstab 20 abgewandten
Enden der Stegpartien 32, 33. Auf die Schraube 42 ist
eine Mutter 44 aufgeschraubt. Die Mutter 44 ist
zur manuellen Betätigung
zweckmäßigerweise
zumindest teilweise geriffelt. Ein Kopf 45 der Schraube 42 stützt sich
verdrehsicher an einem Anschlag 46 am freien Ende der Stegpartie 32 ab.
Durch Festschrauben bzw. Lösen der
Mutter 44 kann der Abstand der Stegpartien 32, 33 zueinander
und somit die Bremswirkung der Bremseinrichtung 27 verstellt
werden.
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Am
Vorrichtungsgehäuse 24 kann
eine in der Zeichnung nicht dargestellte Öffnung vorgesehen sein, durch
die die Mutter 44 nach außen tritt und von außen bedienbar
ist. Diese Öffnung
kann beispielsweise ein Langloch sein, das z.B. anstelle des vorderen
Bereichs der Führungsnut 25 vorgesehen
ist.
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Durch
die Verbindung mit der Schraubenanordnung 41 bildet das
Betätigungselement 21 eine Art
Rahmen 35. Prinzipiell müsste aber kein umlaufender
Rahmen vorhanden sein. Die Stegpartien 32, 33 könnten z.B.
auch Arme eines U-förmigen
Bügels bilden.
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Bei
fehlender Schraubenanordnung 41 könnte zur Verstellung der Bremswirkung
der Bremseinrichtung 27 der Abstand der Stegpartien 32, 33 beispielsweise
auch durch Verstellen des Abstandes der Führungsnuten 25 zueinander
verändert
werden. Hierfür
könnten
die z.B. Hälften
des Vorrichtungsgehäuses 24 mit
mehr oder minder großem
relativem Abstand zueinander montiert sein.
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Die
Verklemmung des Stützteils 8 mit
dem Klemmelement 14 erfolgt folgendermaßen: Das Klemmelement 14,
zweckmäßigerweise
ein Metallblechteil, sitzt auf einer oberen Stirnseite 18 des
Führungsteils 7,
an der das Stützteil 8 austritt,
und wird vom Stützteil 8 an
einer Durchtrittsöffnung 15 durchgriffen.
Die Durchtrittsöffnung 15 ist
im Querschnitt etwas größer als
das Stützteil 8,
so dass das Klemmelement 14 mit Verkantungsspiel auf dem
Stützteil 8 sitzt
und auf dem Stützteil 8 um
einen gewissen Schwenkwinkel hin und her verschwenkt werden kann.
Beim Einschieben des Stützteils 8 in
das Führungsteil 7 verkantet
sich jedoch das Stützteil 8 in
der Durchtrittsöffnung 15 des
Klemmelements 14, das sich dabei einerseits des Stützteils 8 an
einer Stelle 16 am Führungsteil 7 abstützt und
um die Abstützstelle 16 nach
unten geschwenkt ist, so dass es schräg zur Längsrichtung der Teleskopanordnung 7, 8 ausgerichtet
ist. Somit wird das Stützteil 8 und über dieses
die Arbeitsplatte 2 in der jeweiligen Höhe gehalten.
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Die
Stirnseite 18 ist von der Abstützstelle 16 aus zur
Betätigungseinrichtung 17 hin
abgeschrägt und
zwar in Richtung vom die Arbeitsplatte 2 abstützenden
Ende 10 des Stützteils 8 weg,
so dass sich in Seitenansicht zwischen dem Klemmelement 14 und der
Führungsteil-Stirnseite 18 ein
keilartiger Zwischenraum ergibt. Das Klemmelement 14 stützt sich einerseits
des Stützteils 8 bei 16 gegen
das Führungsteil 7 ab.
Die Betätigungseinrichtung 17 greift zur
anderen Seite des Stützteils 8 am
Klemmelement 14 an.
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Damit
man das Stützteil 8 verschieben
und somit die Schräglage
der Arbeitsplatte 2 verändern kann,
muss die Verkantung zwischen dem Klemmelement 14 und dem
Stützteil 8 aufgehoben
werden. Dies erfolgt selbsttätig,
wenn das Stützteil 8 aus
dem Führungsteil 7 beim
Hochschwenken der Arbeitsplatte 2 herausgezogen wird. Bereits
bei einer geringen Mitnahme des Klemmelements 14 in Ausziehrichtung,
wenn es um die Abstützstelle 16 nach
oben schwenkt, wird die in Längsrichtung
des Stützteils 8 gesehene
Projektion der Durchtrittsöffnung 15 so groß, dass
das Stützteil 8 praktisch
unbehindert bewegt werden kann. Soll das Stützteil 8 dagegen in das
Führungsteil 7 eingeschoben
werden, wird die Verkantung mittels der vom Benutzer zu betätigenden
Betätigungseinrichtung 17 aufgehoben,
mit der das Klemmelement 14 um die Abstützstelle 16 geschwenkt
wird. Dabei greift das zuvor bei unbetätigtem Betätigungsstab 20 unwirksame
Betätigungselement 21 am
Klemmelement 14 an und verschwenkt dieses im Sinne einer
Aufhebung der Verkantung.
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Mit
der Betätigungseinrichtung 17 kann
das Klemmelement 14 einseitig in Richtung vom Führungsteil 7 weg
angehoben werden. Beim Ausführungsbeispiel
muss der Betätigungsstab 20 in
Richtung vom Klemmelement 14 weg gezogen werden, damit
die Verkantung aufgehoben wird. Die lineare Bewegung des Betätigungsstabs 20 wird über eine Betätigungspartie 36 des
Betätigungselements 21 mit
beispielsweise einer Schrägfläche 22 in
die Schwenkbewegung Klemmelements 14 umgesetzt. Die Schrägfläche 22 untergreift
eine geneigte Schrägpartie 23 des
Klemmelements 14. Die Schrägfläche 22 und die Schrägpartie 23 verlaufen
zur Längsrichtung
des Bewegungsstabs 20 schräg geneigt. Die Schrägfläche 22 gelangt
beim Ziehen am Betätigungsstab 20 an
die Schrägpartie 23 zur
Anlage und verschwenkt das Klemmelement 14. Dadurch wird
die Verkantung mit dem Stützteil 8 aufgehoben.
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Anstelle
eines linear verschieblichen Betätigungsstabs
könnte
die Betätigung
auch mittels eines Schwenkhebels oder dergleichen erfolgen. Ferner könnte z.B.
ein Bowdenzug anstelle des Betätigungsstabs
vorgesehen sein.
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Zur
Arretierung des Stützteils 8 können andere
Arretierungsmittel als das Klemmelement 14 dienen. Anstelle
des Klemmelements 14 könnte
z.B. ein mit Bezug zum Führungsteil 7 verschieblich
gelagerter Bolzen vorhanden sein, der in Ausnehmungen oder Öffnungen
am Stützteil 8 eingreift.
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Es
versteht sich, dass zur Verstellung der Bremswirkung der Bremseinrichtung 27 z.B.
auch eine gestufte Schrägflächenanordnung
mit mehreren Stufen vorgesehen sein könnte. Die Stufen könnten beispielsweise
Paare von im wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Betätigungsflächen in
der Art der Betätigungsflächen 38 aufweisen,
wobei der Abstand zwischen den jeweiligen Betätigungsflächen von Betätigungsflächenpaar
zu Betätigungsflächenpaar
während
eines Betätigungshubs
stufenweise enger wird. Der Übergang
von einem Betätigungsflächenpaar
zum nächsten
könnte
durch Schrägflächen in
der Art der Schrägflächen 37 realisiert
sein.