[go: up one dir, main page]

DE1035823B - Verfahren zur Herstellung von fluessigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fluessigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen

Info

Publication number
DE1035823B
DE1035823B DEG17201A DEG0017201A DE1035823B DE 1035823 B DE1035823 B DE 1035823B DE G17201 A DEG17201 A DE G17201A DE G0017201 A DEG0017201 A DE G0017201A DE 1035823 B DE1035823 B DE 1035823B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resin
acid
fatty acids
viscosity
resins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG17201A
Other languages
English (en)
Inventor
David Aelony
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Mills Inc
Original Assignee
General Mills Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Mills Inc filed Critical General Mills Inc
Priority to DEG17201A priority Critical patent/DE1035823B/de
Publication of DE1035823B publication Critical patent/DE1035823B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/28Chemically modified polycondensates
    • C08G8/32Chemically modified polycondensates by organic acids or derivatives thereof, e.g. fatty oils

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von flüssigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Esters eines alkylsubstituierten Phenolformaldehydharzes, dessen Alkylsubstituent 1 bis 8 Kohlenstoffatome enthält und der durch einen Polymerisationsindex zwischen 140 und 1000 gekennzeichnet ist, bei welchem Verfahren das genannte Harz, das praktisch von monomerem Phenol und niedrigmolekularen Kondensationsprodukten, die zwei phenolische Kerne enthalten, frei ist, mit einer Säure umgesetzt wird, um mindestens 50 °/o der Hydroxylgruppen des genannten Harzes zu verestern, wobei die genannte Säure aus mindestens einer ungesättigten höheren Fettsäure, die 8 bis 22 Kohlenstoffatome enthält und im geblasenen Zustand eine Viskosität (bodied viscosity) zwischen 20 und 100 cSt aufweist, oder einer Mischung derselben mit einer Harzsäure besteht.
  • Diese Ester sind von alkylsubstituierten Phenolformaldehydharzen und höheren ungesättigten Fettsäuren, z. B. denen aus trocknenden oder halbtrocknenden Ölen, abgeleitet. Die Ester sind flüssige, trocknende Öle, die schnell trocknen und harte, zähe, elastische Filme ergeben. Die Filme sind gegen heißes und kaltes Wasser widerstandsfähig und zeigen auch eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegen wäßriges Alkali.
  • Zur hier nicht beanspruchten, an sich bekannten Herstellung der Phenolharze kann das Phenol wie im Falle des Kresols einen einzigen Alkylsubstituenten oder wie im Falle des Xylenols mehrere dieser Substituenten enthalten. Das Phenol soll über zwei reaktionsfähige Stellungen verfügen, und zwar entweder die beiden o-Stellungen oder eine o- und die p-Stellung. Typische Phenole, die für die vorliegenden Zwerke brauchbar sind, sind z. B. Kresol, Xylenol, Äthylphenol, Isopropylphenol, tert.-Butylphenol, tert.-Amylphenol, Hexyl-, Heptyl- und Octylphenole. Die Substituenten können entweder gerade oder verzweigte Ketten haben.
  • Die Phenolharze enthalten durchschnittlich vier bis fünfzehn phenolische Gruppen im Harzmolekül und sind praktisch frei von flüchtigen Stoffen, besonders von restlichem Phenol und niedrigmolekularen Kondensationsprodukten, z. B. solchen, die zwei phenolische Kerne enthalten.
  • Die Reaktion zwischen dem Phenol und dem Formaldehyd kann entweder bei Normaldruck oder bei Überdruck durchgeführt werden. Die für die Kondensation erforderliche Zeit schwankt mit der Temperatur und der Menge und Art des Katalysators. Wie aus den Beispielen hervorgeht, sind Harze, die bei 160°C durch 1/Z bis 7stündige Kondensation hergestellt werden, für die vorliegende Erfindung brauchbar. In den Fällen, in denen ein starker Katalysator, z. B. H Cl, angewandt wird wird ein geeigneter Kondensationsgrad in kürzerer Zeit und bei tieferer Temperatur erreicht.
  • Nach der Verharzungsreaktion wird das Harz einer Behandlung unterworfen, um niedrigmolekulare Kondensationsprodukte und restliches Phenol zu entfernen. Dies kann durch ein Abscheidungsverfahren erreicht werden, dem das Harz unterworfen wird, das am besten bei Temperaturen von mindestens 250°C und gewöhnlich einem Druck von 1,5 mm Hg absol. durchgeführt wird. Günstiger ist es jedoch, bei diesem Vakuum die Abscheidung so lange durchzuführen, bis die Temperatur 270 bis 310°C erreicht hat. Bei höheren Abscheidungstemperaturen kann auch ein etwas höherer Druck zugelassen werden.
  • Statt das Phenolharz einem Abscheidungsverfahren zu unterwerfen, können das restliche Phenol und die niedrigmolekularen Kondensationsprodukte zur Verbindung mit dem Rest des Polymers in der Weise veranlaßt werden, daß man die Reaktionsmischung weiterem Erhitzen oder weiterem Eindicken zwischen 250 und 300°C unterwirft. Bei diesem Verfahren kondensiert sich das Harz weiter, und das restliche Phenol und die niedrigmolekularen Kondensationsprodukte reagieren praktisch vollständig mit dem Rest des Harzes.
  • Die so erhaltenen Harze sind harte, spröde Harze von heller Farbe. Sie sind unlöslich in fetten Ölen und Fettsäuren. Die für dieseErfindungbrauchbarstenHarzehaben in einer 30gewichtsprozentigen Lösung in Dimethylformamid eine Viskosität zwischen ungefähr 5 und 35 cSt. Ein bevorzugter V iskositätsbereich liegt zwischen 8 und 20 cSt. Diese Viskosität wird auf folgende Weise bestimmt: Von einer filtrierten 30°/jgen Lösung des Harzes in Dimethylformamid werden 10 cm3 in einem Ostwald- Fenske-S300-Viskosimeter bei 30°C geprüft. Die so erhaltene Zeit wird mit der Zeit und Viskosität des Standard-Probeöls K-5 des National Bureau of Standards verglichen, um die Viskosität der 30°/oigen Harzlösung nach folgender Formel zu bestimmen: in der h die Ausflußzeit der Polymerlösung, d3 die Dichte des Standardöls, i$ die Ausflußzeit des Standardöls, 173 die absolute Viskosität des Standardöls in Poises bedeutet.
  • Die Ausflußzeit lag in Abhängigkeit vom benutzten Viskosimeter zwischen 21 und 74 Sekunden.
  • Die oben beschriebenen Harze werden nun erfindungsgemäß mit ungesättigten höheren Fettsäuren verestert, die 8 bis 22 Kohlenstoffatome enthalten. Diese Fettsäuren können einzelne isolierte Fettsäuren oder Mischungen von Fettsäuren aus einem trocknenden oder halbtrocknenden Öl oder irgendeine ausgewählte Fraktion der gemischten Säuren eines trocknenden oder halbtrocknenden Öls sein. Zu den Säuren typischer trocknender oder halbtrocknender Öle zählen die von Sojaöl, Leinöl, Holzöl, Perillaöl, Oiticicaöl, Sonnenblumenöl, Safloröl, Heringsöl und andere. Die für die Veresterung benutzten Säuren sollen eine Jodzahl von mindestens 100 undvorzugsweisevon mindestens 110 haben.
  • Die Veresterung kann durch einfaches Erhitzen der Harze mit den Fettsäuren auf 200 bis 275°C durchgeführt werden. Es können ganz allgemeine Veresterungskatalysatoren benutzt werden, aber es ist günstiger, dazu Triphenylphosphit zu benutzen. Die erforderliche Zeit schwankt je nach den Bedingungen im allgemeinen zwischen 2 und 10 Stunden, um den gewünschten Veresterungsgrad zu erreichen. Um die Veresterungsreaktion zu beschleunigen, empfiehlt es sich, einen Überschuß an Fettsäuren gegenüber der zur vollständigen Veresterung nötigen theoretischen Menge zu verwenden. Der Überschuß an Fettsäuren kann dann, nachdem die Veresterung praktisch vollständig ist, durch Verdampfen entfernt werden. Die Verwendung eines Überschusses an Fettsäuren beschleunigt nicht nur die Reaktion, sondern verhindert auch eine unzweckmäßige Polymerisation der Fettsäuren während der Veresterung durch Verkürzung der Zeit, während der die Fettsäuren einer höheren Temperatur ausgesetzt sind. Wenn unvollständige Veresterung verlangt wird, kann praktisch die theoretische Menge an Säuren benutzt werden, die für den gewünschten Veresterungsgrad nötig sind; der Überschuß an Hydroxylgruppen beschleunigt die Reaktion.
  • Die Harze der vorliegenden Erfindung werden zu 50 bis 1000 ; o durch die ungesättigten höheren Fettsäuren verestert. Der jeweilige Veresterungsgrad hängt von der Verwendung der Ester ab. Für gewisse Metallgrundierungen ist ein Veresterungsgrad zwischen 50 und 70 °/o für günstig befunden worden. Für andere Verwendungszwecke werden höhere Veresterungsgrade bis zur vollständigen Veresterung bevorzugt.
  • Die Ester haben vorzugsweise eine verhältnismäßig niedrige Säurezahl. Gewöhnlich ist eine Säurezahl, die unter 30 liegt, erwünscht, und es wird eine Säurezahl unter 20 oder sogar unter 10 bevorzugt. Diese niedrige Säurezahl kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden; so kann, wenn ein relativ niedriger Veresterungsgrad erzielt werden soll, die Veresterung mit 50 bis 80°/o der zur vollständigen Veresterung notwendigen freien Fettsäuren durchgeführt werden. Unter diesen Umständen kann praktisch alle freie Fettsäure sich umsetzen und einen zu 50 bis 80 °/o veresterten Ester bilden, der gleichzeitig eine sehr niedrige Säurezahl hat. In anderen Fällen, wenn insbesondere ein hoher Veresterungsgrad gewünscht wird, ist es günstiger, einen überSChüß an Säure zu verwenden und dann, nachdem der gewünschte Veresterungsgrad erreicht ist, den Säureüberschuß in einer Abscheidekolonne zu entfernen. Dazu wird der Ester in einem Vakuum von z. B. 1 bis 5 mm Hg absol. und bei einer Temperatur von 260 bis 275`C behandelt. Hierbei werden praktisch alle unveresterten Fettsäuren und andere flüchtige Stoffe, die vorhanden sein können, entfernt. Natürlich kann dieses Abscheidungsverfahren gegebenenfalls in ähnlicher Weise auch bei den weniger veresterten Harzen angewandt werden.
  • Außer der direkten Abscheidung aus Harzestern im Vakuum können auch andere Wege zur Entfernung der flüchtigen Stoffe eingeschlagen «>erden. Zu diesen Verfahren gehören die Wasserdampfdestillation der flüchtigen Stoffe, die Lösungsmittelextraktion, z. B. mit Methanol, und im allgemeinen jedes bekannte Verfahren zur Entfernung niedrigmolekularer, flüchtiger Stoffe aus polymeren Stoffen.
  • Die erfindungsgemäßen Erzeugnisse können einfache Fettsäureester der phenolischen Harze oder gemischte Fett- und Harzsäureester der Harze sein. Mischungen von Harzsäuren und Fettsäuren liefern Ester guter Trocknungsgeschwindigkeit ; die gebildeten Filme sind in der Härte und Alkaliresistenz überlegen. Von den vollständig veresterten Säuren können 10 bis 40 °/o Harzsäuren sein. Die günstigste Menge liegt zwischen 15 und 30 °/o Harzsäuren. Alle Arten von Harzsäuren können angewandt werden. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus ist es jedoch günstig, ein leicht erhältliches Produkt, und zwar die Harzsäurefraktion, zu verwenden, die bei der fraktionierten Destillation der Säuren des Tallöls entsteht. Diese Harzsäurefraktionen können zwischen 60 bis 80 °/o Harzsäuren enthalten, wobei der Rest vorwiegend aus höheren, meist ungesättigten Fettsäuren besteht. Die Harzsäurefraktion des Tauöls enthält auch eine kleine Menge unverseifbarer Stoffe. Der Fettsäuregehalt der Harzsäurefraktion sollte berücksichtigt werden, wenn man den Harzsäuregehalt der gemischten Säure auf den oben beschriebenen Bereich bringt. Bei der unten beschriebenen Berechnung des Polymerisationsgrades brauchen die Harzsäuren nicht berücksichtigt zu werden.
  • Brauchbare Produkte haben einen Polymerisationsindex zwischen 140 und 1000. Der Polymerisationsindex ist ein Maß für das Molekulargewicht des benutzten Harzes wie auch für den Polymerisationsgrad der Fettsäuren, die für die Veresterung benutzt werden. Der Polymerisationsindex ist definiert als das Produkt aus der Viskosität in Centistokes bei 30°C einer 30gewichtsprozentigen Lösung des Harzes in Dimethylformamid, wie oben beschrieben, und der Viskosität in Centistokes, die bei einer verdickten Probe der Fettsäuren, die für die Veresterung verwandt werden, erhalten wird.
  • Die Viskosität der verdickten Fettsäuren wird nach folgendem Z' erfahren bestimmt: 500 g der Fettsäuren, die für die Veresterung benutzt werden, werden in einer Stickstoffatmosphäre auf 260°C erhitzt und 7 Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Die geblasenen Fettsäuren werden dann auf 40°C abgekühlt, bevor sie mit der Luft in Berührung kommen. Die Viskosität wird dann bei 40°C im Ostwald-Fenske-Viskosimeter unter Verwendung von 10 cm3 der Säuren bestimmt. Die Viskosität dieser Säuren wird durch Vergleich mit einer Standardprobe in der weiter oben beschriebenen Weise in Centistokes bestimmt. Im allgemeinen liegen die Viskositäten der verdickten Säuren zwischen 20 und 100 cSt.
  • Wenn das mathematische Produkt aus der Viskosität des Harzes und der Viskosität der verdickten Säure (der Polymerisationsindex) zwischen 140 und 1000 liegt, wurde gefunden, daß die Harzester die oben beschriebenen gewünschten Eigenschaften besitzen. Wenn dieser Polymerisationsindex wesentlich über 1000 liegt, ist der Harzester einem Gel sehr ähnlich bzw. geliert bei der Anwendung schnell. Häufig tritt beim Versuch, ein Produkt mit einem Polymerisationsindex über 1000 darzustellen, während der Veresterungsreaktion Gelierung ein. Wenn der Polymerisationsindex unter 140 liegt, hat das Produkt ein zu niedriges Molekulargewicht, und seine Eigenschaften, besonders die Alkalibeständigkeit, sind entschieden günstiger. Am besten liegt der Polymerisationsindex zwischen 280 und 600.
  • Im allgemeinen sind die flüssigen ölartigen Ester vorliegender Erfindung durch hervorragende Beständigkeit gegen wäßriges Alkali gekennzeichnet. Dies kann durch längere Behandlung trockener Filme der Harzester mit 5 o/oiger wäßriger Natriumhydroxydlösung bei Raumtemperatur bestimmt werden. Im allgemeinen sind die Ester mindestens 4 Stunden lang gegen 5 °oige wäßrige Natriumhydroxydlösung beständig. Einige dieser Produkte haben in einer 5 o/oigen wäßrigen Natriumhydroxydlösung sogar nach 60- oder mehrtägiger Einwirkung dieser Lösung nicht gelitten. Die Alkalibeständigkeit wird dadurch bestimmt, daß der auf Prüfröhren aufgetragene Film dem Alkali ausgesetzt wird, die überzogene Prüfröhre in Abständen aus der wäßrigen alkalischen Lösung herausgenommen und zwischen den Fingern gerieben wird, um zu bestimmen, ob der Film weich geworden ist oder nicht. Zu Vergleichszwecken sei angeführt, daß hochwertige Alkydharze in 5 o/oiger wäßriger Alkalilösung schon nach kurzer Zeit, z. B. 20 bis 30 Minuten, versagen.
  • Es sind bereits Versuche zur Veresterung phenolischer Harze durchgeführt worden. Typische Beispiele dafür sind in den USA.-Patentschriften 2 091965 und 2 544 365 zu finden. In diesen Versuchen wurde jedoch weder versucht, die verwandten Harze hinreichend zu charakterisireren, noch die niedrigmolekularen Substanzen zu entfernen. Des weiteren wurde bei diesen Versuchen Essigsäureanhydrid benutzt, um die Veresterung mit den ungesättigten höheren Fettsäuren zu unterstützen. Dies führte natürlich zu einer gewissen Acetylierung des Harzes. Die Einführung der Acetylgruppen in das Harz setzt die Wasser- und Alkaliresistenz des Produktes herab. In der vorliegenden Erfindung wird Essigsäureanhydrid nicht angewandt, so daß Acetylgruppen in dem vorliegenden Produkt nicht vorhanden sind.
  • Man hat schon vorgeschlagen, Alkylphenolharze mit höheren Fettsäuren bzw. fetten Ölen zu behandeln bzw. umzusetzen. Die deutsche Patentschrift 708 683 befaßt sich mit durch Alkali katalysierten, niedrigmolekularen, methylolgruppenhaltigen, unter Verwendung von m-substituierten Phenolen hergestellten Harzen, die während der Veresterung weitere Kondensation erleiden können, und beschreibt ihre Behandlung mit Fettsäuren oder aber auch neutralen fetten Ölen, wobei wohl das eigentliche Ziel nicht eine Veresterung, sondern die Löslichmachung der Öle bzw. #. Fettsäuren in dem Harz ist. Es entstehen elastische, nicht schmelzende Harze. Bereits Houwink (Chemie und Technologie der Kunststoffe, 1939) beschreibt die Behandlung von endständige Methylolgruppen enthaltenden Harzen mit fetten Ölen, wobei eine Weiterkondensation des Harzes selbst eintritt, zwischen Harz und Öl bzw. den Fettsäuren aber keine Reaktion erfolgt. Zu dem gleichen Ergebnis gelangte Wagner (Kunstharze, 1941). Die USA.-Patentschrift 2 676 158 beschrieb die Veresterung von Phenolharzen mit einem Gemisch von Fettsäuren und p-tert.-Butylbenzoesäure, wobei aber völlig anders geartete Produkte als im vorliegenden Falle entstehen. Beispiel 1 Die folgenden Stoffe wurden in einen Autoklav gegeben: p-tert-Butylphenol . . . . . . . . . . . . . . . . 1500 g Formalin ......................... 813 g Oxalsäure......................... 10 g Der Autoklav wurde geschlossen und die Reaktionsmischung in an sich bekannter Weise 5 Stunden auf 160'C erhitzt. Der Autoklav wurde abgekühlt und das Harz entnommen. Es wog 2284 g. Das Harz wurde gereinigt, indem es bei Wasserstrahlpumpenvakuum auf 270'C erhitzt wurde; erhalten wurde ein Harz vom Schmelzpunkt 205 bis 225`C (im evakuierten Röhrchen). Die Viskosität einer 30 0oigen Lösung dieses Harzes in Dimethylformamid betrug 10,82 cSt.
  • 162 g des obigen Harzes, 350 g der C18 Säuren des Sojaöls (in der eingedickten Form hatten diese Säuren eine Viskosität von 24,65 cSt), 3 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xvlol wurden unter einem Wasserverschluß (Wasserfalle) am Rückfluß erhitzt und gerührt. Die Temperatur wurde 4 Stunden auf 260'C gehalten, nach welcher Zeit die theoretische Wassermenge, die für eine 100 o/oige Veresterung nötig ist, erhalten wurde. Der Ester wurde mit 100 ccm Xylol verdünnt, mit Diatomeenerde gemischt und dann filtriert. Das Filtrat wurde eingeengt und bis zu einer Temperatur von 275'C bei 100 p, destilliert. Es wurde eine 60gewichtsprozentige Lösung in Lackbenzin hergestellt, wobei die Lösung 0,3 % Pb und 0,06 0,6o Co als Naphthenate enthielt. In diesem und den folgenden Beispielen wurde die Lösung auf Platten und Röhrchen aufgetragen und die Filme trocknen gelassen. Die trockenen Filme wurden geprüft; die Ergebnisse sind aus der weiter unten folgenden Tabelle zu ersehen. Beispiel e 162 g des Harzes aus Beispiel 1, 350 g Leinölfettsäuren (Viskosität des eingedickten Produktes 43,29 eSt), 3 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß bei 260'C am Rückfluß erhitzt und 3 Stunden 40 Minuten gerührt; in dieser Zeit wurde nahezu die theoretische Wassermenge, die für die vollständige Veresterung nötig ist, erhalten. Das Produkt wurde mit Xylol verdünnt, mit Diatomeenerde versetzt und filtriert. Das Filtrat wurde eingeengt und durch Erhitzen auf 275` C bei 5 #L gereinigt. Dann wurde eine 60 oi'oige Lösung in Lackbenzin, die die oben beschriebenen Trockenstoffe enthielt, hergestellt. Beispiel 3 162 g des Harzes des Beispiels 1, 350 g dehydratisierte Ricinusölfettsäuren (Viskosität des verdickten Produktes 70,33 cSt), 3 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß unter Rückfluß und Rühren 21/4 Stunden auf 260'C erhitzt; in dieser Zeit wurden 17,7 ccm der theoretischen Wassermenge von 18 ccm, die für eine vollständige Veresterung nötig ist, erhalten. Der Ester wurde mit Xylol verdünnt, mit Diatomeenerde gemischt und filtriert. Das Filtrat wurde eingeengt und durch Erhitzen auf 250'C bei 25 #t gereinigt. Es wurde wiederum eine 60 o/oige Lösung in Lackbenzin hergestellt, die die oben beschriebenen Trockner enthielt. Beispiel 4 Die folgenden Stoffe wurden in einen Autoklav gegeben: p-tert.-Butylphenol . . . . . . . . . . . . . . . . 1500 g Formalin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 813 g Oxalsäure......................... 10 g Der Autoklav wurde geschlossen, auf 160°C erhitzt und 3 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Dann wurde der Autoklav auf 105°C abgekühlt, geöffnet und das Harz in einen 5-1-Kolben gefüllt. Das Harz wurde durch Evakuieren des Kolbens auf 10 mm und Erhitzen des Harzes auf 275°C gereinigt. Das Harz hatte einen Schmelzpunkt von 174 bis 188'C; seine 300 ,foige Lösung in Dimethylformamid hatte die Viskosität 9,58 cSt.
  • 162 g des obigen Harzes, 280 g der Sojaölsäuren des Beispiels 1, 3 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß auf 260°C unter Rückfluß und Rühren erhitzt. Nach 6 Stunden wurden 17,25 ccm der theoretischen Wassermenge von 18 ccm, die für die vollständige Veresterung nötig sind, erhalten. Das Produkt wurde durch Erhitzen auf 270°C bei 40 #t gereinigt. Eine 70 O/ige Lösung in Lackbenzin wurde hergestellt und filtriert. Trockner in Form von 0,10/, Co als Naphthenat, auf die Festkörper bezogen, wurden dann zugefügt. Beispiel 5 Folgende Stoffe wurden in einen Autoklav gegeben p-tert.-Butylphenol . . . . . . . . . ....... 1500 g Formalin ......................... 813 g Oxalsäure......................... 10 g Der Autoklav wurde geschlossen und 7 Stunden auf 160°C erhitzt. Der Autoklav wurde dann abgekühlt und das Harz entnommen. Das Harz wurde beim Wasserstrahlpumpenvakuum bei 270°C gereinigt und ergab ein Harz, das bei 205 bis 225°C schmolz (evakuiertes Röhrchen). Das Harz hatte in 30 °/@ger Lösung in Dimethylformamid eine Viskosität von 10,75 cSt.
  • 162 g des obigen Harzes, 350 g der dehydratisierten Ricinusfettsäuren des Beispiels 3, 3 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß unter Rückfluß und Rühren 21/2 Stunden auf 260°C erhitzt. In dieser Zeit wurden 17,5 ccm der theoretischen 18 ccm Wasser, die für die vollständige Veresterung nötig sind, erhalten. Das Produkt wurde mit Xylol verdünnt, mit Diatomeenerde gemischt und filtriert. Das Filtrat wurde eingeengt und durch Erhitzen bis auf 225°C bei 50 [. gereinigt. Eine 60 °/@ge Lösung des gereinigten Esters in Lackbenzin, die 0,1 °/o Co als Naphthenat, auf die Festkörper bezogen, enthielt, wurde hergestellt. Beispiel 6 162 g des Harzes des Beispiels 5, 350 g der Leinölfettsäuren des Beispiels 2, 3 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß 4 Stunden unter Rückfluß und Rühren auf 260°C erhitzt. In dieser Zeit wurde die theoretische Wassermenge, die für die vollständige Veresterung erforderlich ist, erhalten. Das Produkt wurde mit 100 cms Xylol verdünnt, mit Diatomeenerde gemischt und filtriert. Das Filtrat wurde eingeengt und durch Erhitzen bis auf 275°C bei 25 #t gereinigt. Es wurde wieder eine 30 °/jge Lösung in Lackbenzin hergestellt, die 0,3 °/o Pb und 0,06 °/a Co als Naphthenate enthielt.
  • Beispiel 7 Die folgenden Stoffe wurden in einen Autoklav gegeben p-tert.-Butylphenol . . . . . . . . . . . . . . . .1200 g Formaldehyd . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 650 g Oxalsäure......................... 8 g Der Autoklav wurde geschlossen und die Reaktionsmischung 11,/2 Stunden auf 160° C erhitzt. Der Autoklav wurde dann abgekühlt, geöffnet und das Harz entnommen. Es hatte eine dick-sirupöse Konsistenz, wurde durch Erhitzen auf 270° C bei Wasserstrahlpumpenvakuum gereinigt und ergab 1060 g Harz. Das Harz hatte einen kapillaren Schmelzpunkt von 133 bis 139° C und eine Hydroxylzahl von 390. 887 g des Harzes wurden weiter durch Erhitzen auf 310' C bei 3 mm gereinigt. Die Viscosität einer 30°ioigen Lösung in Dimethylformamid betrug 5,98 cSt.
  • 182 g des (bei 310- C) gereinigten Harzes, 350 g Sojaölsäuren des Beispiels 1, 5 g Triphenylphsophit und 50 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß 6 Stunden auf 260° C unter Rückfluß erhitzt und gerührt. 19,6 ccm der theoretischen Wassermenge von 20,2 ccm, die für die vollständige Veresterung nötig sind, wurden erhalten. Das Produkt wurde eingeengt und dann durch Erhitzen bis auf 260' C bei 30 #t gereinigt. Eine 60°/@ge Lösung des gereinigten Stoffes in Lackbenzin wurde mit 0,3 °/o Pb und 0,06 °/o Co als Naphthenate versetzt. Die entstandene Lösung wurde auf Platten und Röhrchen mit den folgenden Ergebnissen aufgetragen: Der Film ist nach 3 Stunden nicht mehr abzuziehen, nach 31!2 Stunden durchgetrocknet; Härte (nach Sward) nach 24 Stunden = 14; nach 2 Stunden Kochen in Wasser in Ordnung; nach 6stündiger Behandlung in 5°/jger Na OH versagt er beim Reiben; nach 3tägiger Behandlung in kaltem Wasser leicht gerötet. Härte nach 7 Tagen = 18; Rötung gebessert; Säurezahl 5,1; Hydroxylzahl 26,1. Beispiel 8 162 g Harz des Beispiels 7, 350 g der dehydratisierten Ricinusölfettsäuren des Beispiels 3, 3 g Triphenylphosphit und 50 ccm Yylol wurden unter einem Wasserverschluß auf 260° C unter Rückfluß und Rühren erhitzt. Die theoretische Wassermenge, die für die vollständige Veresterung erforderlich ist, wurde nach 3 Stunden erhalten. Das Produkt wurde eingeengt und durch Erhitzen bis auf 260° C bei 50 #t gereinigt. Es wurde eine 60°/oige Lösung in Lackbenzin hergestellt, die 0,3 °/o Pb und 0,06 °/o Co als Naphthenate enthielt. Die Lösung wurde auf Röhrchen und Platten aufgetragen, ließ sich nach 90 Minuten langem Trocknen nicht mehr abziehen und war nach 21/2 Stunden durchgetrocknet; Härte nach 24 Stunden = 24; Säurezahl 8,4; Hy droxylzahl 12,3; nach 2stündigem Eintauchen in kochendes Wasser unverändert; versagte nach 2 Tagen in 5°/oiger NaOH; Härte nach 8 Tagen = 28; nach4Tagen in kaltem Wasser unverändert. Beispiel 9 Folgende Stoffe wurden in einen Kolben gegeben p-tert.-Butylphenol . . . . . . . . . . . . . . . . 600 g Formalin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 486 g konzentrierte Salzsäure : . . . . . . . . . . . . 1 ccm Es wurde 1 Stunde unter Rückfluß erhitzt. Die Reaktion war bei 95C exotllerm. Nach 1 Stunde wurde die Reaktionsmischung eingeengt, bis eine Temperatur von 260° C erreicht war. Die Temperatur von 260 C wurde weitere 30 Minuten gehalten; danach hatte der Rückstand einen Schmelzpunkt von 112,5 bis 117, 5'C, eine Hydroxylzahl von 430 und ein Molekulargewicht von 600.
  • Zusätzlich wurde ein Ansatz dieses Harzes hergestellt, dem nach der ersten 1; 2 Stunde Reaktionszeit ein weiterer ccm Salzsäure zugesetzt wurde. Die weitere Reaktion wurde wie oben durchgeführt und ergab ein Harz mit einem Schmelzpunkt von 101 bis 103,5, einer Hydroxylzahl von 435,9 und einem Molekulargewicht von 581. Diese beiden Ansätze des Harzes wurden dann gemischt und zuerst bei 10 mm Vakuum, dann durch Erhitzen auf 310° C und 2,8 mm gereinigt. Die Viskosität einer 30°/oigen Lösung in Dimethylformamid betrug 7,17 cSt. 162 g der oben gereinigten Harzmischung, 350 g der Leinölfettsäure des Beispiels 2, 4 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß 5 Stunden auf 260° C unter Rückfluß und Rühren erhitzt. In dieser Zeit wurde die theoretische Wassermenge, die für die vollständige Veresterung nötig ist, gewonnen. Das Produkt wurde eingeengt und dann durch Erhitzen bis auf 260° C bei 70 #t gereinigt. Eine 50%ige Lösung des gereinigten Materials in Xylol wurde hergestellt und gekühlt. Die Trockenstoffe wurden wie im vorigen Beispiel zugefügt. Die Lösung wurde sofort auf Röhrchen und Platten aufgetragen, ließ sich nach dem Trocknen in 15 Minuten nicht mehr abziehen und war nach 1 Stunde durchgetrocknet. Die Filme bildeten nach 6 Stunden nicht klebende Folien; Härte nach 24 Stunden = 20. Die Filme wurden nach 2stündigem Kochen in Wasser angeätzt, erholten sich aber. Die Filme röteten sich in kaltem Wasser nach 3 Tagen leicht, erholten sich aber vollständig. Sie versagten nach 10tägigem Eintauchen in eine 5%ige NaOH-Lösung. Härte nach 7 Tagen - 34. Beispiel 10 1200 g p-tert.-Butylphenol, 650 g Formalin und 11,2 g Oxalsäure (Hydrat) wurden in einen nichtrostenden Stahlautoklav gegeben. Die Temperatur wurde 3 Stunden auf etwa 150 bis 165° C gehalten. Der Autoklav wurde abgekühlt und das Harz entnommen. 1765 des rohen Harzes wurden bei einer Temperatur von 270°C bei 9 mm gereinigt. Der Rückstand wog 1155 g; die Viskosität einer 30%igen Lösung in Dimethylformamid betrug 8,83 cSt.
  • 162 g des obigen Harzes, 350 g gemischte Sojaölfettsäuren, 4 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß unter Rühren am Rückfluß erhitzt. Die Temperatur wurde 4 Stunden auf 260° C gehalten; dabei wurde die theoretische Wassermenge, die für eine vollständige Veresterung nötig ist, erhalten. Das Produkt wurde durch Erhitzen bis auf 260° C bei 40 #t gereinigt. Eine 60%ige Lösung in Lackbenzin, die 0,3 % P und 0,06 % Co als Naphthenate enthielt, wurde hergestellt. Beispiel 11 162 g des Beispiels 10, 350 g Leinölfettsäuren, 4 g Triplienylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter Rühren unter einem Wasserverschluß am Rückfluß erhitzt. Die Temperatur wurde 5 Stunden auf 260° C gehalten, wonach die theoretische Wassermenge, die für vollständige Veresterung nötig ist, gewonnen wurde. Das Produkt wurde durch Erhitzen bis auf 260° C bei 50 #t gereinigt. Eine 600joige Lösung in Lackbenzin wurde hergestellt, die 0,3 % Pb und 0,06_0:@ Co als Naphthenate enthielt. Beispiel 12 162 g des Harzes des Beispiels 10, 350 g dehydratisierte Ricinusölfettsäuren, 4 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß gerührt und unter Rückfluß erhitzt. Die Temperatur wurde 33/4 Stunden auf 260° C gehalten, wonach die theoretische Wassermenge aufgefangen worden war. Das Produkt wurde durch Erhitzen bis auf 260° C bei 130 p. gereinigt. Eine 60%ige Lösung in Lackbenzin, die 0,3 % Pb und 0,06 % Co als Naphthenate enthielt, wurde hergestellt. Beispiel 13 162g des Harzes des Beispiels 10, 224g Sojaölfettsäuren, 4 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschluß gerührt und am Rückfluß erhitzt. Die Temperatur wurde 5 Stunden auf 260° C gehalten, in welcher Zeit die theoretische Wassermenge, die für die vollständige Veresterung der Fettsäuren nötig ist, gewonnen wurde. Die Menge der verwandten Fettsäuren reichte zur Veresterung von 80 °,(o der Hydroxylgruppen des phenolischem Harzes aus. Das Produkt wurde durch Erhitzen bei 45 p. bis auf 260° C gereinigt. Eine 60%ige Lösung in Lackbenzin wurde hergestellt, die 0,3 % Pb und 0,06 ""."Co als Naphthenate enthielt. Beispiel 14 162 g des Harzes des Beispiels 5, 350 g Sojaölsäuren, 5 g Triphenylphosphit und 50 ccm Xylol wurden unter einem Wasserverschlußgerührt und am Rückfluß erhitzt. Die Temperatur wurde 4 Stunden auf 260° C gehalten, in welcher Zeit die. theoretische Wassermenge, die für die vollständige Veresterung nötig ist, gewonnen wurde. Das Produkt wurde durch Erhitzen bei 75 #t bis auf 260° C gereinigt. Eine 60%ige Lösung des Esters in Lackbenzin wurde hergestellt; wobei die Lösung 0,3 % Pb und 0,06 % Co als Naphthenate enthielt. Beispiel 15 162 g Harz des Beispiels 7, das der zweiten Reinigungsstufe bei einer Temperatur von 310° C und 3 mm Hg unterworfen worden war, 375 g Fischölfettsäuren, 4 g Triphenylphosphit und 50 ccm -Xylol wurden unter einem Wasserverschluß gerührt und am Rückfluß erhitzt. Die Temperatur wurde 4 Stunden auf 260° C gehalten, wonach etwa 99% der theoretischen Wassermenge, die für die vollständige Veresterung nötig ist, erhalten wurden. Das Produkt wurde durch Erhitzen bei 120 #t bis auf 260° C gereinigt. Aus dem- Produkt wurde eine 60%ige Lösung in Lackbenzin hergestellt, die 0,3 % Pb und 0,06 % Co als Naphthenate enthielt. Beispiel 16 Ein p-tert.-Butylphenolformaldehydharz wurde in einem 190-1-Autoklav unter Verwendung äquimolarer Mengen von p-tert.-Buty lphenol und Formaldehyd hergestellt, wobei als Katalysator 1% Oxalsäure, bezogen auf das Gewicht des p-tert.-Butylphenols, verwandt wurde. Die Reaktion wurde 5 Stunden bei 160° C durchgeführt, wonach das Harz durch Erhitzen bei 5 mm bis auf 275° C gereinigt wurde. Der Schmelzpunkt des Harzes lag bei 178 bis 200° C. Die Viskosität einer 300j'0igen Lösung in Dimethylformamid betrug_, 13,40 cSt.
  • 5,5 kg des obigen Harzes, 11,75 kg Sojaölfettsäuren, 109 g Triphenylphosphit_ und 41 Xylol wurden in einem Kessel 6 Stunden auf 260° C erhitzt. Der Kessel hatte einen Ansatz, um das als Nebenprodukt gebildete Wasser zu entfernen. Das Produkt hatte eine Säurezahl von 334. Danach wurde ein Teil des Esters durch Erhitzen bei 2 mm auf 260° C gereinigt. Der Säurewert des gereinigten Produktes betrug 4,8.
  • Ein Teil des ungereinigten Esters wurde 5 Minuten bei Raumtemperatur mit einem gleichen Volumen Methanol kräftig verrührt. Drei derartige Extraktionen wurden durchgeführt, wonach der erhaltene Ester eine Säurezahl von 6,9 hatte. Eine 600/0ige Lösung in Lackbenzin wurde hergestellt, die 0,3% Pb und 0,06% Co als Naphthenate enthielt.
  • Die Eigenschaften der in den vorstehenden Beispielen hergestellten Filme sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt Eine Reihe von besonderen Estern wurde, wie vorhergehend beschrieben, hergestellt. Diese Produkte wurden aus den angeführten Phenolen mit Formeldehyd dargestellt, wobei der Charakter des Harzes und der veresternden Säure in der folgenden Tabelle angegeben wird. Die Prozentbezeichnungen in der Spalte »veresternde Säure« zeigen den Umfang, mit dem das Harz mit der betreffenden Säure verestert wurde. In jedem Fall wurde der Ester bis zu einer niedrigen Säurezahl gereinigt, gewöhnlich unter 100/,. Die in der Tabelle zusammengestellten Ergebnisse zeigen, daß es mit einer großen Vielzahl von Harzen und veresternden Säuren möglich ist, Verbindungen zu erhalten analog den in der vorhergehenden Tabelle aufgeführten, die vergleichbare Eigenschaften besitzen. Man sieht, daß zahlreiche Abänderungen innerhalb des Erfindungsbereichs möglich sind.
    Harz- Veresternde Polymerisa- Trocknungs- Hie 5o/' NaOH
    Probe Harzart zeit in
    viskosität Säure tionsindex Minuten 3 Tage 7 Tage (Stunden)
    1 p-tert.-Amyl- 19,5 Soja 500/0 515,8 klebfrei 24 37 i. 0. 336
    phenol (Min) 150
    2 desgl. 5,5 800/0 dehy- 386,8 150 20 30 leicht gelb 168
    dratisiertes leicht trübe 336
    Ricinus, 20 0/0
    Kolophonium
    3 p-Isopropyl- 14,9 Soja 500/0 394,1 320 28 26 i. 0. 336
    phenol
    4 o-Isopropyl- 11,25 Lein 1000/0 487,0 460 braunundtrübe96
    phenol
    5 o-Kresol 27,5 Soja 1000/0 627,4 370 18 20 locker, braun und
    trübe 96
    6 Octylphenol 10,5 Lein 1000/0 454,5 300 15 14 leicht trübe 336
    7 p-tert.-Amyl- 11,9 Lein 1000/0 515,2 370 14 18 leicht trübe und
    phenol gelb 336
    8 gemischte 23,4 Soja 1000/0 618,9 300 20 20 braun 24
    Xylenole und
    Kresole

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von flüssigen (ölartigen), einen Polymerisationsindex von 140 bis 1000 aufweisenden Estern für Lackzwecke aus sauer kondensierten, o- und p-alkylsubstituierten Phenolformaldehydharzen mit 1 bis 8 C-Atome enthaltenden Alkylgruppen und höheren Fettsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß die von monomerem Phenol und niedrigmolekularen Kondensationsprodukten mit zwei Phenolkernen praktisch freien Harze mit so viel Säure, die aus mindestens einer ungesättigten Fettsäure mit 8 bis 22 C-Atomen besteht und im verdickten Zustand eine Viskosität von 20 bis 100 cSt besitzt, oder Mischungen derselben mit einer Harzsäure umgesetzt werden, daß mindestens 50 0/0 der Hydroxylgruppen der Harze verestert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Phenolharz eine Viskosität von 5 bis 35 cSt in 30gewichtsprozentiger Lösung in Dimethylformamid besitzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz praktisch vollständig mit der veresternden Säuremischung verestert.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Harzsäure 20 bis 300/, der veresternden Säure ausmacht.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das als Harz ein p-tert.-Butylphenolformaldehydharz verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Harz verwendet wird, das praktisch frei von Stoffen, die bei 250° C und 5 mm Hg flüchtig sind, ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als zu veresternde Säure eine Mischung verwendet wird, die aus 30 bis 50 0% einer Harzsäurefraktion des Tallöls besteht, die etwa 70 0/0 Harzsäuren und etwa 30 0% ungesättigte höhere Fettsäuren enthält, wobei der Rest der veresternden Säure aus einer oder mehreren ungesättigten Fettsäuren besteht, die 8 bis 22 C-Atome besitzen und im verdickten Zustand eine Viskosität zwischen 20 und 100 cSt aufweisen. In Betracht gezogene Druckschriften Deutsche Patentschrift Nr. 708 683; USA.-Patentschrift Nr. 2 676 158; Wagner, Kunstharze, 1941, S.61.
DEG17201A 1955-05-20 1955-05-20 Verfahren zur Herstellung von fluessigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen Pending DE1035823B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG17201A DE1035823B (de) 1955-05-20 1955-05-20 Verfahren zur Herstellung von fluessigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG17201A DE1035823B (de) 1955-05-20 1955-05-20 Verfahren zur Herstellung von fluessigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1035823B true DE1035823B (de) 1958-08-07

Family

ID=7120804

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG17201A Pending DE1035823B (de) 1955-05-20 1955-05-20 Verfahren zur Herstellung von fluessigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1035823B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE708683C (de) * 1935-08-01 1941-07-26 Beckacite Kunstharzfabrik G M Verfahren zur Herstellung homogener Reaktionsprodukte, insbesondere von Lackgrundstoffen
US2676158A (en) * 1952-02-21 1954-04-20 Gen Mills Inc Mixed esters of phenolic resins

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE708683C (de) * 1935-08-01 1941-07-26 Beckacite Kunstharzfabrik G M Verfahren zur Herstellung homogener Reaktionsprodukte, insbesondere von Lackgrundstoffen
US2676158A (en) * 1952-02-21 1954-04-20 Gen Mills Inc Mixed esters of phenolic resins

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE915870C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten
DE3635145C2 (de)
DE1231433B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyoxyalkylenglykol enthaltenden modifizierten Alkydharzen
DE695178C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Verbindungen
EP0005229B1 (de) Luftvernetzende, eingebaute Holzschutzwirkstoffe enthaltende, Polyacrylat-Lackbindemittel
DE1770816C3 (de) Verfahren zur Herstellung von flexiblen Phenolharzen
DE1035823B (de) Verfahren zur Herstellung von fluessigen Estern aus sauer kondensierten Phenolformaldehydharzen
EP0641811A2 (de) Verfahren zur Herstellung von modifizierten Naturharzsäureestern
DE3130960C2 (de) Verfahren zur Herstellung verbesserter wäßriger Emulsionen von oxidativ trocknenden Alkydharzen und deren Verwendung
DE1495872B2 (de) Verfahren zur herstellung eines mischharzes
CH372166A (de) Verfahren zur Herstellung von löslichen ungesättigten Polyesterharzen
DE1595406B2 (de) Verfahren zur herstellung eines harzes das in wasser das ammoniak oder ein amin enthaelt loeslich ist
DE588426C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten
EP0062786B1 (de) Verfahren zur Herstellung phenolharzmodifizierter Bindemittel
EP0028020A1 (de) Verfahren zur Herstellung verbesserter lufttrocknender Alkydharze
AT127773B (de) Verfahren zur Herstellung einer zur Gewinnung von Lacken, Überzugsmassen oder geformten Gegenständen geeigneten harzartigen Kunstmasse.
DE1113774B (de) Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen neutralen waessrigen Einbrennlacken
DE624280C (de) Verfahren zur Herstellung oelloeslicher Kunstharze
DE338854C (de) Verfahren zur Herstellung von licht- und luftbestaendigen, fuer die Zwecke der Lack-und Anstrichmittelindustrie besonders geeigneten harzartigen Kondensationsprodukten aus Nadelholzteer
DE863417C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Polymeren oder von Kondensations- oder Dehydratationsprodukten
DE1570461A1 (de) Verfahren zur Herstellung von zur Verwendung in mit Wasser verduennbaren Bindemitteln geeigneten Fettsaeureersterharzen
DE254411C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen, löslichen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd
DE1520153B2 (de) Verfahren zur herstellung von polymeren estern
AT130215B (de) Verfahren zur Herstellung plastischer Massen.
DE1025622B (de) Verfahren zur Herstellung plastifizierter Phenolharze