[go: up one dir, main page]

DE1035810B - Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speichervorrichtung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speichervorrichtung

Info

Publication number
DE1035810B
DE1035810B DEW19993A DEW0019993A DE1035810B DE 1035810 B DE1035810 B DE 1035810B DE W19993 A DEW19993 A DE W19993A DE W0019993 A DEW0019993 A DE W0019993A DE 1035810 B DE1035810 B DE 1035810B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ferrite
mixed
binder
magnetic
electrical conductors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW19993A
Other languages
English (en)
Inventor
Duncan Hutchings Looney
Robert Howell Meinken
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AT&T Corp
Original Assignee
Western Electric Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Western Electric Co Inc filed Critical Western Electric Co Inc
Publication of DE1035810B publication Critical patent/DE1035810B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/26Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites
    • C04B35/2608Compositions containing one or more ferrites of the group comprising manganese, zinc, nickel, copper or cobalt and one or more ferrites of the group comprising rare earth metals, alkali metals, alkaline earth metals or lead
    • C04B35/2625Compositions containing one or more ferrites of the group comprising manganese, zinc, nickel, copper or cobalt and one or more ferrites of the group comprising rare earth metals, alkali metals, alkaline earth metals or lead containing magnesium
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T29/00Metal working
    • Y10T29/49Method of mechanical manufacture
    • Y10T29/49002Electrical device making
    • Y10T29/4902Electromagnet, transformer or inductor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T29/00Metal working
    • Y10T29/49Method of mechanical manufacture
    • Y10T29/49002Electrical device making
    • Y10T29/4902Electromagnet, transformer or inductor
    • Y10T29/49069Data storage inductor or core

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coils Or Transformers For Communication (AREA)
  • Soft Magnetic Materials (AREA)
  • Magnetic Ceramics (AREA)
  • Structure Of Printed Boards (AREA)

Description

DEUTSCHES
In vielen heute gebräuchlichen, Nachrichten verarbeitenden Geräten, wie z. B. Rechenmaschinen, Fernsprechsystemen usw., haben magnetische Speicher eine wachsende Bedeutung erlangt. Diese Speicher bestehen häufig aus ferromagnetische!! Kernen mit einer im wesentlichen rechteckigen Hystereseschleife, die mit untereinander in Verbindung stehenden Wicklungen versehen sind. Stromimpulse in diesen Wicklungen haben zur Folge, daß die Kurve jeweils einen von zwei Magnetisierungszuständen annehmen.
Es ist z. B. bekannt, eine Mehrzahl solcher Magnetkerne in einer rechtwinkligen Anordnung anzuordnen, in welcher die Informationen nach einem binären Code gespeichert werden. In einem System dieser Art, wie es von Jay W. Forrester in einem Artikel mit dem Titel »Zifterninformationsspeicherung in drei Dimensionen unter Verwendung magnetischer Kerne« im »Journal of Applied Physics«, Januar 1951, auf den S. 44 bis 48 beschrieben wurde, sind magnetische Kerne in einer Anzahl von Spalten und Reihen angeordnet und bildten eine Matrix. Im allgemeinen wird eine Information in ausgewählten Kernen der Matrix entweder Element für Element oder Wort für Wort dadurch eingespeichert, daß die Magnetisierungsrichtung der ausgewählten Kerne entsprechend der einzuspeichernden Information geändert wird. Die Information wird dann dadurch entnommen, daß die ausgewählten Kerne in ihren ursprünglichen Magnetisierungszustand zurückgeführt werden.
Beim Herstellen solcher Anordnungen mit magnetischen Kernen ist es schwierig und teuer, die Lese- und Schreibwicklungen durch die Kerne hindurchzufädeln. Das Problem wird weiterhin durch die Tatsache kompliziert, daß im allgemeinen jeder Kern mindestens drei solcher mit dem Kern induktiv gekoppelter Wicklungen aufweist, nämlich eine Zeilenwicklung, eine Spaltenwicklung und einet Lesewicklung. In manchen Anwendungsgebieten ist das einzufädelnde Muster der Matrix sehr kompliziert und kann infolgedessen nicht für vorhandene, automatische Spulenwiekelmaschineh eingerichtet werden. In anderen Anwendungsgebieten, bei denen das Matrixmuster einfacher sein kann, erfordert die geringe Größe der magnetischen Kerne ein langsames und schwierig von Hand durchzuführendes Einfädeln der Windungen. Es sind daher bereits beträchtliche Anstrengungen gemacht worden, um die Herstellung von Matrizenspeichern dieser Art zu vereinfachen.
Bei Matrizen aus magnetischen Kernen:, die Toroidkerne aus einem bestimmten magnetischen. Material verwenden, hängt der zur Änderung des Magnetisierungszustandes eines Kernes erforderliche Strom teilweise vom Durchmesser der Öffnung oder Bohrung ab, durch die die Windungen! geführt werden. Daher Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speichervorrichtung
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. Dr. R. Herbst, Rechtsanwalt, Fürth (Bay.), Breitscheidstr. 7
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 22. Dezember 1955
Duncan Hutchings Looney, Summit, N. J., und Robert Howell Meinken, North Plainfield, N.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
ist es bei Kernen dieser Art erwünscht, den Bohrungsdurchmesser so klein als möglich zu machen, um dadurch den zum Steuern des Kernes erforderlichen Strom zu verringern. Bisher war eine Verringerung der Abmessungen nicht nur durch die gleichzeitig wachsende Schwierigkeit beim. Einfädeln der Kerne mit kleinem Durchmesser begrenzt, sondern es war auch schwierig, solche kleineren. Kerne herzustellen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine magnetische Speichervorrichtung einfacher und billiger Konstruktion zu schaffen, bei der die erwähnten Nachteile weitgehend vermieden werden und nur geringe Steuerströme zum Betrieb erforderlich sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in einer magnetischen Speicheranordnung die ferromagnetischen Kerne und die mit ihnen gekoppelten Wicklungen eine untrennbare Einheit bilden, bei der sich zwischen dem ferromagnetischen Material und den Wicklungen kein Luftspalt befindet. Dies wird dadurch erreicht, daß das ferromagnetische Material, wie z. B. bei der Herstellung von Drosselspulenkernen bekannt, unmittelbar auf die Wicklung aufgetragen wird. Gemäß der Erfindung werden zu diesem Zweck Perlen aus ferromagnetischem Ferrit auf die Wicklungen einer Speicheranordnung aufgebracht. Damit weicht das erfindungsgemäße Verfahren erheblich von der bisher bekannten Technik ab, bei der die Wicklungen, durch oder rund um eine Anzahl vorgefertigter magnetischer Kerne in jeder Anordnung angebracht wurden.
809 580/457
Die Ferritperlen werden nach den zur Herstellung gesinterter Ferritkerne üblichen Verfahren hergestellt, indem eine Mischung aus Eisenoxyd und mindestens einem weiteren Metalloxyd mit einem Bindemittel- und einem Fließmittelzusatz bei Temperaturen oberhalb 1000° C geglüht wird. Für das Verfahren gemäß der Erfindung sind dabei solche Ferrite auszuwählen, die eine weitgehend rechteckförmige Hystereseschleife aufweisen.
Im einzelnen wird die magnetische Speicheranordnung gemäß der Erfindung nach folgendem Verfahren hergestellt:
Zunächst wird eine Anzahl von elektrischen Leitern derart zueinander angeordnet, daß sie, ohne sich gegenseitig zu berühren, mindestens einen Kreuzungspunkt bilden; die Ausgangsoxyde eines ferromagnetischen Ferrits mit weitgehend rechteckförmiger Hystereseschleife werden gemischt, gemahlen und mit einem Bindemittel und einem Lösungsmittel zu einem Brei angerührt, von dem an jedem Kreuzungspunkt der elektrischen Leiter ein Tropfen so aufgebracht wird, daß alle Leiter von dem Brei umhüllt werden; anschließend wird die Leiteranordnung zur Bildung einer Ferritperle aus den an jedem Kreuzungspunkt befindlichen Breitropfen auf Temperaturen erhitzt, wie sie zur Herstellung von gesinterten Ferriten üblich sind.
Besonders vorteilhaft ist es, den an den Kreuzungspunkten zur Bildung der Ferritperlen aufzutragenden Brei dadurch herzustellen, daß entsprechend einem bei der Herstellung von Ferritkernen ebenfalls bekannten Verfahren die Oxyde zunächst vor dem Mischen mit dem Bindemittel und dem Lösungsmittel miteinander gemahlen werden, die so erhaltene Mischung anschließend bei relativ niedriger Temperatur gebrannt, erneut gemahlen und dann mit dem Bindemittel und dem Lösungsmittel versetzt wird.
Für den ersten Brand sind Temperaturen zwischen 450 und 500° C besonders gut geeignet.
Zur Ferritbildung wird die Gesamtanordnung vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 1250 und 1450° C gebrannt. Die Brenndauer kann 30 Minuten oder auch mehr betragen.
Für die Herstellung der Ferritperlen wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung· von einem Brei ausgegangen, der aus etwa 13,1 Gewichtsprozent Magnesiumoxyd, 17,8 Gewichtsprozent Manganoxyd und 69,1 Gewichtsprozent Eisenoxyd mit einem Zusatz von Polyvinylacetat als Bindemittel und einer Mischung aus Amylazetat und Alkohol als Lösungsmittel besteht. Ferrite dieser Zusammensetzung sind an sich bekannt. Sie zeichnen sich durch eine Hystereseschleife aus, die der Rechteckform sehr weit angenähert ist. Diese Ferrite sind deshalb zur Herstellung der erfindungsgemäßen Speicheranordnung besonders gut geeignet. Es lassen sich jedoch auch — wie bereits erwähnt — andere für die Herstellung von ferromagnetischen Ferriten bekannte Oxydmischungen verwenden, die z.B. auch die Oxyde von Zink, Kupfer, Nickel und Aluminium einzeln oder zu mehreren enthalten.
Falls die die elektrischen Leiter umgebende Ferritschicht zur elektrischen Isolation der Leiter untereinander nicht ausreicht, empfiehlt es sich, die elektrischen Leiter an den Kreuzungspunkten vor dem Auftrag der ferritbildenden Masse durch Isolierstoffschichten gegeneinander zu isolieren.
Hierfür eignet sich z. B. eine Schicht, die aus einer kleinen, die Leiter umgebenden Menge von ZrO2, Si O2 oder Al2 O3 besteht. Bei Verwendung solcher zusätzlichen Isolierschichten wird die ferritbildende Schicht auf die Isolierstoffschicht aufgetragen und dann die Gesamtanordnung gebrannt.
An Hand der Zeichnungen soll die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Speicheranordnung näher beschrieben und erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines magnetischen Speichers, in dem die Ferritperlen in zueinander rechtwinkligen Spalten und Zeilen angeordnet sind,
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht der in der Anordnung nach Fig. 1 verwendeten magnetischen Perle,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die magnetische Perle nach Fig. 2 längs der Linie HI-III, jedoch mit einer die Leiter umgebenden Isolierstoffschicht.
In Fig. 1 ist eine zweidimensionale Anordnung von bistabilen, magnetischen Speicherperlen dargestellt. Die magnetischen Perlen sind in einer Anzahl von
ao Reihen und Spalten mit vier Perlen in jeder Reihe und vier Perlen in jeder Spalte zur Bildung einer 4 · 4-Speicheranordnung angeordnet. Durch jede Perle gehen drei Wicklungen, wobei eine Wicklung als eine oder mehr Windungen eines mit der magnetisehen Perle gekoppelten Leiters definiert ist. Auf Grund der im wesentlichen rechteckigen Hystereseschleife des für die Perle verwendeten ferromagnetischen Materials kann jede Perle einen von zwei bevorzugten Magnetisierungszuständen annehmen, wenn entsprechende Stromimpulse durch die Wicklungen hindurchgeschickt werden. Die Anordnung kann dann so betrieben werden, wie dies bei Speicherkernanordnungen bekannter Bauart üblich ist.
Hierzu weist die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform in an sich bekannter Weise eine Mehrzahl von Leitern in horizontaler Richtung 1, 2, 3 und 4 und in vertikaler Richtung 13, 14, 15 und 16 auf. Jede der horizontalen Wicklungen ist mit allen magnetischen Perlen einer Reihe hintereinander gekoppelt.
Beispielsweise ist die Wicklung 1 mit den magnetischen Perlen 5, 6, 7 und 8, die Wicklung 2 mit den magnetischen Perlen 9, 10, 11 und 12 usw. gekoppelt. Jeder der horizontalen Leiter ist mit einer Zeilensteuerschaltung 27 verbunden, die an ausgewählte Leiter die benötigten Steuerströme liefert. Die Steuerschaltung 27 kann irgendeine der bekannten Matrix-Eingangsschaltungen sein und kann als Steuerelemente Elektronenröhren, Halbleiter oder magnetische Elemente verwenden. Da die gemäß der Erfindung hergestellten Speicherkernanordnungen besonders geringe Steuerströme benötigen, werden bei Anordnungen dieser Art die beiden letztgenannten Steuerelemente bevorzugt verwendet.
Jeder der in Fig. 1 dargestellten vertikalen Leiter ist mit einer Anzahl magnetischer Perlen in einer Spalte gekoppelt. So ist beispielsweise der Leiter 13 mit den magnetischen Perlen 5, 9, 17 und 18, der Leiter 14 mit den magnetischen Perlen 6, 10, 19 und 20 usw. gekoppelt.
Ein dritter Leiter, die Wicklung 21, ist mit allen magnetischen Perlen der Speicheranordnung in Reihe geschaltet. Jeder der vertikalen Leiter ist mit einer Spaltensteuereinrichtung 28 verbunden, die die Steuerströme für ausgewählte Leiter liefert.
Die in Fig. 1 abgebildete Speicheranordnung stellt nur ein Beispiel dar; es lassen sich nach dem Verfahren gemäß der Erfindung auch andere für Speicherzwecke od. dgl. bekannte Kernanordnungen herstellen, die aus elektrischen Leitern und mit diesen gekoppelten ferromagnetischen Kernen bestehen.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht einer magnetischen Perle der in Fig. 1 verwendeten Art. Diese Perle enthält eine Zeilenwicklung 23, eine Spaltenwicklung 24 und eine Lesewicklung 22. Man sieht aus der vergrößerten Ansicht in Fig. 2, daß die Perle und die gekoppelten Leiter eine Einheit bilden, und daß sich zwischen den Leitern und der Perle aus ferromagnetischem Material kein Luftraum befindet. Es ist für den Fachmann selbstverständlich, daß die in Fig. 2 parallel zueinander dargestellten Drähte auch anders, beispielsweise mit Winkeln von 45 oder 90° zueinander angeordnet werden können. Außerdem ist es einleuchtend, daß die Perlen auch mit zwei oder vier und mehr Leitern versehen werden können.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine magnetische Perle, in der die elektrischen Leiter wie in Fig. 2 verlaufen. Diese Leiter 22, 23 und 24 sind hier von einem Isoliermaterial 25 umgeben, welches die Entstehung von Gleichstrompfaden zwischen den Leitern 22, 23 und 24 verhindert. Dieses Isoliermaterial kann vorzugsweise aus ZrO2, SiO2 oder Al2O3 bestehen. Um das Isoliermaterial und die Leiter herum ist die Perle 26 aus ferromagnetischem Ferrit angeordnet.
Die einzelnen Schritte des Verfahrens, nach dem die magnetische Speicheranordnung gemäß der Erfindung hergestellt wird, sind in der anschließenden Übersicht nochmals anschaulich zusammengestellt:
Mischen und Mahlen
der Metalloxyde
Vorbereiten der Wicklungen
der Speichermatrix
Brennen der Mischung bei
: niedriger Temperatur
Isolieren der Wicklungen an
den Kreuzungspunkten
Erneutes Mahlen
Versetzen der Oxyde mit
Binde- und Lösungsmitteln
Anbringen eines Tropfens der
Oxyd- oder Ferritmischung
Brennen der Anordnung bei
hohen Temperaturen zur
Bildung von Ferrit-Perlen
Man erkennt an Hand der Übersicht, daß das Verfahren gemäß der Erfindung wesentlich von den bekannten Verfahren zur Herstellung von magnetischen Kernmatrizen für Speicheranordnungen abweicht. Während bei den bekannten Verfahren die Drähte um die magnetischen Kerne herumgewickelt werden, ist bei der erfindungsgemäß hergestellten Anordnung das Ferritmaterial um die Drähte herum angeordnet, so daß die außerordentlich hohen Kosten für das Verlegen der Drähte vermindert werden. Man erkennt außerdem, daß auch die Herstellung der Speicherkerneinheiten selbst beträchtlich einfacher und daher billiger ist als z. B. die Herstellung der für Speicheranordnungen üblichen Ringkerne.
Da zwischen dem magnetischen Material und den Wicklungen kein Luftraum auftritt, sind auch die Kernverluste und die zum Steuern und Betätigen der Matrix benötigten Ströme sehr gering. Es wurde festgestellt, daß Matrizen mit magnetischen Perlen dieser Art mit Erfolg durch Transistoren oder magnetische Kerne enthaltende Eingangsschalter gesteuert werden können.
6o
70

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speichervorrichtung, die aus mindestens einem mit mehreren elektrischen Leitern versehenen ferromagnetischen Kern aus einem Material besteht, das eine weitgehend rechteekförmige Hyste-
reseschleife aufweist, gekennzeichnet durch die gemeinsame Anwendung folgender Verfahrensschritte:
Eine Anzahl von elektrischen Leitern wird derart zueinander angeordnet, daß sie, ohne sich gegenseitig zu berühren, mindestens einen Kreuzungspunkt bilden;
die Ausgangsoxyde eines ferromagnetischen Ferrits mit weitgehend rechteckförmiger Hystereseschleife werden gemischt, gemahlen und mit einem Bindemittel und einem Lösungsmittel zu einem Brei angerührt, von dem an jedem Kreuzungspunkt der elektrischen Leiter ein Tropfen so aufgebracht wird, daß alle Leiter von dem Brei umhüllt werden;
anschließend wird die Leiteranordnung zur Bildung einer Ferritperle aus dem an jedem Kreuzungspunkt befindlichen Breitropfen auf Temperaturen erhitzt, wie sie zur Herstellung von gesinterten Ferriten üblich sind. ao
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an den Kreuzungspunkten der elektrischen Leiter zur Bildung der Ferritperlen aufzutragende Brei nach folgendem, zur Herstellung von Ferritkernen an sich bekannten Verfahren hergestellt wird:
Die Oxyde werden vor dem Mischen mit dem Bindemittel und dem Lösungsmittel miteinander gemahlen, anschließend wird die Mischung bei niedriger Temperatur gebrannt, erneut gemahlen und dann mit dem Bindemittel und dem Lösungsmittel versetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die niedrige Brenntemperatur etwa zwischen 450 und 500° C liegt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Ferritperlen ein Brei verwendet wird, der aus etwa 13,1 Gewichtsprozent Magnesiumoxyd, 17,8 Gewichtsprozent Manganoxyd und 69,1 Gewichtsprozent Eisenoxyd mit einem Zusatz von Polyvinylazetat als Bindemittel und einer Mischung Amylazetat und Alkohol als Lösungsmittel besteht.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Leiter an den Kreuzungspunkten vor dem Auftrag der ferritbildenden Masse dadurch isoliert werden, daß eine kleine, die Leiter umgebende Menge ZrO2, SiO2 oder Al2O3 auf den Kreuzungspunkten angebracht wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtanordnung bei einer Temperatur von etwa 1250 bis 14500C gebrannt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 884 663;
schweizerische Patentschrift Nr. 260 717;
britische Patentschrift Nr. 737 284;
»Electronics«, April 1953, S. 146 bis 149;
»Philips' Techn. Rundsch.«, Dez. 1946, S. 353 bis 360;
»Communication News«, Sept. 1950, S. 76 bis 90.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
@ 809 580/457 7.58
DEW19993A 1955-12-22 1956-10-27 Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speichervorrichtung Pending DE1035810B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US554841A US2981932A (en) 1955-12-22 1955-12-22 Magnetic memory device and method of manufacture
US759493A US2978683A (en) 1955-12-22 1958-09-08 Information storage device

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1035810B true DE1035810B (de) 1958-08-07

Family

ID=27070702

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW19993A Pending DE1035810B (de) 1955-12-22 1956-10-27 Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speichervorrichtung

Country Status (7)

Country Link
US (2) US2981932A (de)
BE (1) BE551882A (de)
CH (1) CH338868A (de)
DE (1) DE1035810B (de)
FR (1) FR1158021A (de)
GB (1) GB806964A (de)
NL (1) NL211617A (de)

Cited By (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062036B (de) 1958-02-06 1959-07-23 Telefunken Gmbh Verfahren zur Herstellung von magnetischen Speicher- oder Schaltmatrizen
DE1125971B (de) * 1959-05-21 1962-03-22 Ibm Verfahren zum Herstellen eines Magnetkern-Matrixspeichers
DE1141393B (de) * 1961-01-11 1962-12-20 Siemens Ag Ferromagnetisches Bauelement, z. B. fuer parametrische Verstaerker
DE1213071B (de) * 1960-05-27 1966-03-24 Ibm Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speicheranordnung
DE1246814B (de) * 1961-11-30 1967-08-10 Rca Corp Verfahren zur Herstellung einer Anordnung magnetischer Elemente
DE1281601B (de) * 1963-10-23 1968-10-31 Rca Corp Verfahren zum Herstellen einer Magnetelementmatrix
DE1282086B (de) * 1962-10-04 1968-11-07 Rca Corp Verfahren zum Betrieb eines Ferritplatten-Magnetspeichers
DE1290592B (de) * 1964-09-16 1969-03-13 Philips Patentverwaltung Netzartig verdrahteter Magnetspeicher und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1290971B (de) * 1962-06-11 1969-03-20 Rca Corp Verfahren zur Herstellung eines Magnetspeichers
DE1299038B (de) * 1963-08-22 1969-07-10 Rca Corp Speicherplatte fuer Magnetspeicher

Families Citing this family (16)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3213430A (en) * 1959-10-26 1965-10-19 Kokusai Denshin Denwa Co Ltd Thin film memory apparatus
US3188721A (en) * 1959-11-12 1965-06-15 Telefonbau & Normalzeit Gmbh Magnetic core memories
US3154840A (en) * 1960-06-06 1964-11-03 Rca Corp Method of making a magnetic memory
GB964700A (en) * 1960-09-23 1964-07-22 Int Computers & Tabulators Ltd Improvements in or relating to information storage devices
GB942567A (en) * 1960-09-23 1963-11-27 Internat Computors And Tabulat Improvements in or relating to magnetic storing devices
US3139668A (en) * 1961-08-17 1964-07-07 Automatic Elect Lab Package method for producing a memory system
US3247496A (en) * 1961-10-12 1966-04-19 Rca Corp Assemblies of magnetic elements
US3264713A (en) * 1962-01-30 1966-08-09 Evans J Gregg Method of making memory core structures
NL291143A (de) * 1962-04-07
NL291665A (de) * 1962-04-19
US3239822A (en) * 1962-04-25 1966-03-08 Thompson Ramo Wooldridge Inc Permanent storage wire screen memory apparatus
NL294437A (de) * 1962-06-29
US3237174A (en) * 1962-11-02 1966-02-22 Ex Cell O Corp Magnetic core memory matrix and process of manufacturing the same
US3307245A (en) * 1963-07-02 1967-03-07 Univ Florida Atlantic Method of making a memory matrix
US3439087A (en) * 1966-07-27 1969-04-15 Electronic Res Corp Method of making memory core plane
US3757415A (en) * 1966-12-13 1973-09-11 Amp Inc Method of making a monolithic multiaperture core device

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH260717A (de) * 1943-05-31 1949-03-31 Philips Nv Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Kernes, und nach diesem Verfahren hergestellter magnetischer Kern.
DE884663C (de) * 1942-02-10 1953-07-30 Bosch Gmbh Robert Entstoerdrosselspule mit Massekern
GB737284A (en) * 1952-02-15 1955-09-21 Steatite Res Corp Rectangular loop ferro nagnetic materials

Family Cites Families (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2014524A (en) * 1933-04-28 1935-09-17 Western Electric Co Article
US2703854A (en) * 1943-02-02 1955-03-08 Hermoplast Ltd Electrical coil
US2457806A (en) * 1946-06-11 1949-01-04 Eugene R Crippa Inductance coil
BE504281A (de) * 1948-10-05
US2743507A (en) * 1951-06-08 1956-05-01 Clevite Corp Method of making magnetic transducer heads
US2746130A (en) * 1952-08-15 1956-05-22 Westrex Corp Method of securing conductor to stylus
NL94487C (de) * 1953-10-01
US2700150A (en) * 1953-10-05 1955-01-18 Ind Patent Corp Means for manufacturing magnetic memory arrays
US2724103A (en) * 1953-12-31 1955-11-15 Bell Telephone Labor Inc Electrical circuits employing magnetic core memory elements
US2792563A (en) * 1954-02-01 1957-05-14 Rca Corp Magnetic system
US2824294A (en) * 1954-12-31 1958-02-18 Rca Corp Magnetic core arrays
US2785389A (en) * 1955-04-29 1957-03-12 Rca Corp Magnetic switching system

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE884663C (de) * 1942-02-10 1953-07-30 Bosch Gmbh Robert Entstoerdrosselspule mit Massekern
CH260717A (de) * 1943-05-31 1949-03-31 Philips Nv Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Kernes, und nach diesem Verfahren hergestellter magnetischer Kern.
GB737284A (en) * 1952-02-15 1955-09-21 Steatite Res Corp Rectangular loop ferro nagnetic materials

Cited By (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062036B (de) 1958-02-06 1959-07-23 Telefunken Gmbh Verfahren zur Herstellung von magnetischen Speicher- oder Schaltmatrizen
DE1125971B (de) * 1959-05-21 1962-03-22 Ibm Verfahren zum Herstellen eines Magnetkern-Matrixspeichers
DE1213071B (de) * 1960-05-27 1966-03-24 Ibm Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speicheranordnung
DE1141393B (de) * 1961-01-11 1962-12-20 Siemens Ag Ferromagnetisches Bauelement, z. B. fuer parametrische Verstaerker
DE1246814B (de) * 1961-11-30 1967-08-10 Rca Corp Verfahren zur Herstellung einer Anordnung magnetischer Elemente
DE1290971B (de) * 1962-06-11 1969-03-20 Rca Corp Verfahren zur Herstellung eines Magnetspeichers
DE1282086B (de) * 1962-10-04 1968-11-07 Rca Corp Verfahren zum Betrieb eines Ferritplatten-Magnetspeichers
DE1299038B (de) * 1963-08-22 1969-07-10 Rca Corp Speicherplatte fuer Magnetspeicher
DE1281601B (de) * 1963-10-23 1968-10-31 Rca Corp Verfahren zum Herstellen einer Magnetelementmatrix
DE1290592B (de) * 1964-09-16 1969-03-13 Philips Patentverwaltung Netzartig verdrahteter Magnetspeicher und Verfahren zu seiner Herstellung

Also Published As

Publication number Publication date
US2978683A (en) 1961-04-04
BE551882A (de)
GB806964A (en) 1959-01-07
NL211617A (de)
US2981932A (en) 1961-04-25
FR1158021A (fr) 1958-06-06
CH338868A (fr) 1959-06-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1035810B (de) Verfahren zur Herstellung einer magnetischen Speichervorrichtung
DE948998C (de) Ferromagnetischer Kern fuer ein zweidimensionales Gitter statischer, magnetischer Kippschaltelemente
DE69202097T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Ferrit-Mehrschichtstruktur.
DE1186904B (de) Einrichtung zur Umsteuerung eines magnetischen Materials mit rechteckiger Hysteresisschleife
DE1135037B (de) Magnetisches Speicherelement
DE1041535B (de) Magnetische Speicherkernmatrix mit einer Vielzahl von magnetischen Speicherkernen
DE1062036B (de) Verfahren zur Herstellung von magnetischen Speicher- oder Schaltmatrizen
DE1034689B (de) Magnetische Speicherschaltung mit einer Platte aus magnetischem Material
DE1081502B (de) Bistabiles magnetisches Speicherelement mit Vorzugsrichtung
DE1275608B (de) Zugriffschaltung fuer Speicheranordnungen
DE1074297B (de) Matrixspeichervorrichtung
DE1014166B (de) Magnetische Schaltvorrichtung
DE2457552C3 (de) Gedämpfte supraleitende Speicherzelle mit Josephson-Kontakten
DE1272799B (de) Ferritkoerper fuer Speicher- und Schaltelemente und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1098536B (de) Speicher- oder Schaltanordnung
AT205776B (de) Magnetische Speichereinrichtung
DE2143327A1 (de) Mehrfachimpulsgenerator
AT203765B (de) Magnetische Speicheranordnung
DE1537798A1 (de) Elektromagnetisches,matrixartiges Waehl-Koppelfeld
DE1222978B (de) Magnetische Einrichtung zum Speichern oder Schalten
DE2257842C3 (de) Matrixspeicher mit Störungsausgleich
DE1082342B (de) Transformatorwicklung
DE1282087B (de) Magnetspeicher
DE1299038B (de) Speicherplatte fuer Magnetspeicher
DE1082677B (de) Vierteiliger ferromagnetischer Jochkern fuer die magnetische Ablenkung von Kathodenstrahlen in Kathodenstrahlroehren