-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein brennkraftbetriebenes Setzgerät der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art. Derartige Setzgeräte können mit
festen, gasförmigen
oder flüssigen Brennstoffen
bzw. Treibmitteln betrieben werden. Bei einem Setzvorgang wird ein,
in einer Kolbenführung geführter Setzkolben
des Setzgerätes über expandierende
Gase aus der Verbrennung des Treibmittels angetrieben. Über diesen
Setzkolben können
dann Befestigungselemente in einen Untergrund eingetrieben werden.
-
Bei
der Verbrennung bzw. thermischen Umsetzung des Treibmittels entstehen
sehr hohe Wärmeenergien
die zu einer starken Wärmebelastung von
bestimmten Bauteilen des Setzgerätes
führen. Dieses
kann zu Funktionsstörungen
und einem erhöhten
Verschleiss des Setzgerätes
führen.
-
Aus
der
US 6 123 241 ist
ein brennkraftbetriebenes Setzgerät mit einer Brennkammer zur
Verbrennung eines gasförmigen
Brennstoffes bekannt, bei dem ein Temperatursensor zur Überwachung
der Brennkammertemperatur vorgesehen ist. Die gewonnenen Temperaturdaten
werden dort zur Einstellung der Brennstoffmenge genutzt, die in
die Brennkammer eingebracht wird, um eine optimale Verbrennung zu
erreichen. Liegen die Daten ausserhalb eines akzeptablen Bereichs,
dann kann über
einen Mikroprozessor eine nicht genauer definierte Abschaltung des Setzgerätes erfolgen.
-
Von
Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Steuerung mit der vorhandenen
Mikroelektronik sehr teuer ist und aufgrund der auftretenden hohen Rückstosskräfte im Setzbetrieb
störanfällig ist.
-
Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Setzgerät der vorgenannten
Art zu entwickeln, das die vorgenannten Nachteile vermeidet, zuverlässig arbeitet
und günstig
herzustellen ist. Dieses wird erfindungsgemäss durch die in Patentanspruch
1 genannten Massnahmen erreicht, denen folgende besondere Bedeutung
zukommt.
-
Die
Besonderheit der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Sicherheitseinrichtung
ein auf die Temperatur des Setzwerkes reagierendes, temperaturgesteuertes
Stellwerk beinhaltet, welches bei einer Temperatur des Setzwerkes
unterhalb der Grenztemperatur eine erste Stellung aufweist, in der ein
Setzvorgang mit dem Setzgerät
freigegeben ist und das bei einer Temperatur des Setzwerkes oberhalb
der Grenztemperatur eine zweite Stellung aufweist, in der ein Setzvorgang
mit dem Setzgerät
nicht möglich
ist. Durch die Anordnung eines derartigen temperaturgesteuerten
rein mechanischen Stellwerks wird ein Setzvorgang bei Überhitzung
des Setzgerätes
in einfacher und sicherer Weise verhindert. Das Stellwerk ist dabei
sehr robust, kaum verschleissanfällig
und garantiert eine hohe Lebensdauer des Setzgerätes. Von Vorteil ist dabei
ferner, dass die Sperrung des Setzgerätes nicht durch Manipulation
wieder aufgehoben werden kann.
-
In
einer günstigen
stabilen Ausführungsform weist
die Sicherheitseinrichtung ein Sperrelement auf, das mit dem Stellwerk
in Wirkverbindung steht und das bei Überschreiten der Grenztemperatur
von einer Freigabelage in eine Sperrlage und bei Unterschreiten
der Grenztemperatur von der Sperrlage in die Freigabelage überführbar ist.
Das Sperrelement greift dabei in seiner Sperrlage sperrwirksam an
einem im Setzgerät
beweglich geführten
Funktionsteil an, bzw. ragt in dessen Bewegungsweg hinein. Das Funktionsteil
wird dabei entweder unbeweglich gesetzt oder ein Einführen des
Funktionsteils in seine Führung
im Setzgerät
wird blockiert. Als Funktionsteil im Sinne der Erfindung werden
dabei alle Bau- oder Zubehörteile des
Setzgerätes
erachtet, die für
die Durchführung
eines Setzvorgangs mit dem Setzgerät notwendig sind.
-
Das
Funktionsteil kann vorteilhafterweise z. B. als Anpressglied ausgebildet
sein, das Teil einer Sicherheitskette des Setzgerätes ist.
Ein Setzvorgang wird durch Sperrung oder Blockierung der Sicherheitskette über das
Anpressglied zuverlässig verhindert.
-
Günstig kann
es ferner sein, wenn das Funktionsteil ein Zündstift oder zumindest ein
Bauteil der Zündkette
ist. Auch durch eine Blockierung oder Sperrung des Zündstiftes
bzw. der Zündkette
wird ein Setzvorgang zuverlässig
verhindert.
-
Das
Funktionsteil kann aber auch als Kartuschenstreifen ausgebildet
sein. Mit der Unterbrechung bzw. der Sperrung der Zufuhr von neuen
Kartuschen oder Treibladungen zum Kartuschenlager oder Brennraum
des Setzgerätes
wird ein weiterer Setzvorgang ebenfalls zuverlässig verhindert.
-
Das
Funktionsteil kann weiterhin auch als Befestigungselementestreifen
ausgebildet sein. Das erfindungsgemässe Setzgerät weist hierzu einen Sicherheitsmechanismus
auf, der einen Setzvorgang verhindert, wenn kein Befestigungselement
im Aufnahmeraum anwesend ist. Ein derartiger Mechanismus wird durch
die Unterbrechung bzw. Sperrung der Zufuhr von neuen Befestigungselementen
in den Aufnahmeraum für
Befestigungselemente am Mündungsteil
des Setzgerätes
zuverlässig
aktiviert und ein weiterer Setzvorgang wird verhindert.
-
Günstig ist
es ferner, wenn das temperaturgesteuerte Stellwerk ein temperaturempfindliches Stellelement
aufweist. Durch dieses Element kann in einfacher Weise eine Temperaturerhöhung des
Setzwerkes über
die Grenztemperatur hinaus festgestellt und direkt in eine Stellbewegung
umgesetzt werden. Auch ein Absinken der Temperatur unter den Grenzwert
kann detektiert und in eine Stellbewegung umgesetzt werden. Das
temperaturempfindliche Stellelement beaufschlagt das Sperrelement
vorteilhaft bei Überschreiten
der Grenztemperatur in Richtung auf seine Sperrlage.
-
Vorteilhaft
besteht das temperaturempfindliche Stellelement wenigstens teilweise
aus einem Memorymetall. Ein derartiges Stellelement aus Memorymetall
bietet den Vorteil, dass es eine sprunghafte Längen- bzw. Formänderung
aufweist, die bei einer Schaltpunkttemperatur einsetzt. Diese Schaltpunkttemperatur
entspricht im Idealfall der Grenztemperatur zur Abschaltung bzw.
Sperrung des Setzgerätes.
Dieses kann durch eine gezielte Einstellung der Legierung des Memorymetalls
erfolgen.
-
Vorteilhafterweise
können
auch andere temperaturempfindliche Aktoren, wie z. B. solche aus
einem Bimetall oder aus bestimmten mineralischen Stoffen, als Stellelement
zum Einsatz kommen. Derartige Stellelemente weisen dann eine konstante
Bewegung bei zu- oder abnehmender Temperatur auf.
-
Günstig ist
es ferner, wenn das temperaturempfindliche Stellelement das Sperrelement
bei Überschreiten
der Grenztemperatur entgegen der Kraft wenigstens eines Federelementes
beaufschlagt. Durch das Federelement wird die Rückstellung des Stellwerkes
in seine Freigabelage erleichtert. Insbesondere bei Verwendung eines
Stellelementes aus einem Memo rymetall wird die Formänderung
bzw. Verkürzung
des Stellelementes bei Unterschreitung der Grenz- bzw. Schaltpunkttemperatur durch
das Federelement gestartet und ggf. beschleunigt.
-
Günstig ist
es weiterhin, wenn das temperaturempfindliche Stellelement als Federelement
aus Memorymetall ausgebildet ist. Das Federelement kann dabei eine
Memorymetall-Zug- oder
-Druckfeder sein. Durch diese Ausgestaltung kann eine geringe Baulänge des
Stellwerkes erreicht werden.
-
Ebenfalls
von Vorteil kann es sein, wenn das temperaturempfindliche Stellelement
als Memorymetall-Draht ausgebildet ist. Bei dieser Variante kann
ein besonders grosser Stellweg von 3–4 % der Länge des Memorymetall-Drahts
erzielt werden.
-
Weitere
Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in mehreren Ausführungsbeispielen
dargestellt.
-
Es
zeigen:
-
1 eine
teilweise geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemässen Setzgerätes, welches
an einen Untergrund angepresst ist,
-
2 einen
Schnitt durch das Setzgerät
entlang der Linie II-II aus 1,
-
3 eine
teilweise geschnittene Seitenansicht des erfindungsgemässen Setzgerätes aus 1 in
nicht angepresster Stellung,
-
4 einen
Schnitt durch das Setzgerät
entlang der Linie IV-IV aus 3,
-
5 ein
Ausführungsbeispiel
eines temperaturempfindlichen Stellwerks im Längsschnitt in Sperrstellung,
-
6 das
temperaturempfindliche Stellwerk aus 5 in Freigabestellung,
-
7 ein
weiteres Ausführungsbeispiel
eines temperaturempfindlichen Stellwerks im Längsschnitt,
-
8 eine
Kopfansicht des temperaturempfindlichen Stellwerks aus 7 in
der Sperrstellung des Stellwerks,
-
9 das
temperaturempfindliche Stellwerk aus 8 in Freigabestellung,
-
10 ein
Ausführungsbeispiel
eines temperaturempfindlichen Stellwerks im Längsschnitt in Freigabestellung,
-
11 das
temperaturempfindliche Stellwerk aus 10 in
Sperrstellung,
-
12 eine
Detailansicht eines weiteren erfindungsgemässen Setzgerätes im Längsschnitt, welches
an einen Untergrund angepresst ist,
-
13 eine
Detailansicht des Setzgerätes aus 12,
in nicht angepresster Stellung,
-
14 eine
Detailansicht eines weiteren erfindungsgemässen Setzgerätes im Längsschnitt,
in nicht angepresster Stellung,
-
15 eine
Detailansicht eines weiteren erfindungsgemässen Setzgerätes im Längsschnitt, welches
an einen Untergrund angepresst ist,
-
16 eine
Detailansicht des Setzgerätes aus 15,
in nicht angepresster Stellung.
-
In
den 1 bis 6 ist die Erfindung in einem
ersten Ausführungsbeispiel
wiedergegeben. Ein Setzgerät 10 weist
ein insgesamt mit 12 bezeichnetes Setzwerk mit einer, in
einem ein- oder mehrteiligen Gehäuse 11 angeordneten
Kolbenführung 14 auf.
In einem Hohlraum 15 der Kolbenführung 14 ist ein Setzkolben 16 verschieblich
angeordnet, der über ein
Treibmittel, z. B. in Form einer Kartusche 41 bzw. deren
expandierende Verbrennungsgase, antreibbar ist. Zur Aufnahme der
Kartusche 41 ist an dem, im Inneren des Gehäuses 11 liegenden
Ende der Kolbenführung 14 ein
Kartuschenlager 18 angeordnet. Die Kartuschen 41 sind
z. B. an einem Kartuschenstreifen 40 angeordnet, der in
einem Kanal 42 im Setzgerät geführt ist. Dem Gehäuse 11 mit
der Kolbenführung 14 in
Setzrichtung vorgelagert ist ein Mündungsteil 13 an dem
seitlich abragend ein Magazin 20 für Befestigungselemente angeordnet
ist. Das Mündungsteil 13 stützt sich
dabei über
wenigstens ein Federelement 21 an dem Gehäuse 11 bzw.
direkt an der Kolbenführung 14 ab.
Das Federelement 21 umfängt ein
stangenförmiges
Anpressglied 19, welches an dem Mündungsteil 13 festgelegt
und verschieblich durch eine Führung 22 an
der Kolbenführung 14 hindurch
bis ins Innere des Setzgerätes 10 hineingeführt ist.
Das Anpressglied 19 ist dabei Teil einer Sicherheitskette
die verhindern soll, dass das Setzgerät 10 ausgelöst werden
kann, wenn das Setzgerät 10 nicht mit
seinem Mündungsteil 13 ordnungsgemäss an einen
Untergrund U angepresst worden ist.
-
Das
Anpressglied 19 weist einen als Mitnehmer 26 ausgebildeten
Abschnitt auf, der in den, in den 1 und 3 dargestellten
Stellungen des Setzgerätes 10 in
eine Aussparung 27 eines Zündstiftes 17 eingreift.
Der Zündstift 17 ist
in einer Zündstiftführung 17.1 axial
versetzbar geführt
und stützt sich
an seinem, dem Kartuschenlager 18 abgewandten Ende über ein
Federelement 28 an dem Gehäuse 11 ab. In der
in 1 dargestellten, an einen Untergrund U angepressten
Stellung des Setzgerätes 10 ist
der Zündstift 17 über den
Mitnehmer 26 des Anpressgliedes 19 in Richtung 60 in
seine zündbereite Stellung überführt worden,
in der das als Druckfeder ausgebildete Federelement 28 gespannt
ist.
-
Über einen
an einem Handgriff des Setzgerätes 10 angeordneten
Auslöseschalter 23 kann
in dieser Stellung des Setzgerätes 10 ein
Setzvorgang ausgelöst
werden. Hierzu kann über
eine hier nicht dargestellte mechanische Verbindung zwischen dem Auslöseschalter 23 und
dem Mitnehmer 26 der Mitnehmer 26 bei einer Betätigung des
Auslöseschalters 23 aus
der Aussparung 27 ausgeschwenkt werden, so dass der Zündstift 17 freigegeben
wird und auf die Kartusche 41 fährt.
-
Insbesondere
im Dauerbetrieb kann sich das Setzgerät 10 und vor allem
dessen Setzwerk 12 stark erwärmen. Um einen Betrieb des
Setzgerätes
bei überhöhter Setzgeräte- oder
Setzwerktemperatur zu verhindern und Schaden vom Setzgerät und seinem Anwender
abzuwenden, ist an dem Setzgerät
ferner noch eine insgesamt mit 30 bezeichnete Sicherheitseinrichtung
angeordnet, die insbesondere den 2 und 4 zu
entnehmen ist.
-
Diese
Sicherheitseinrichtung 30 beinhaltet zunächst ein
auf die Temperatur des Setzwerkes 12 bzw. des Setzgerätes 10 reagierendes
Stellwerk 31 dessen Aufbau nachfolgend noch genauer erläutert werden
wird. Das Stellwerk 31 ist seitlich der Kolbenführung 14 angeordnet
und über
ein Übertragungsglied 38 gelenkig
mit einem als Sperrklinke ausgebildeten Sperrelement 34 verbunden,
welches an einem Schwenklager 34.1 verschwenkbar gelagert
ist.
-
In 2 ist
das Stellwerk 31 in seiner ersten Stellung 32 wiedergegeben
in der das Stellwerk 31 einen Betrieb des Setzgerätes 10 zulässt, da
die Temperatur des Setzgerätes 10 bzw.
des Setzwerkes 12 eine kritische Temperatur bzw. eine Grenztemperatur
nicht überschritten
hat. In dieser Stellung 32 befindet sich das Sperrelement 34 in
seiner Freigabelage 37, in der es aus einer Aussparung 29 in
dem Anpressglied 19 ausgerückt ist. Eine Verschiebung
des Anpressgliedes 19 in Richtung 60 (siehe 1)
und damit ein Spannen des Zündstiftes 17 ist
möglich.
-
In 4 hat
die Sicherheitseinrichtung 30 auf eine zu hohe Temperatur
des Setzwerkes 12 angesprochen und befindet sich in ihrer
zweiten Stellung 33, in der das Stellwerk 31 einen
Setzvorgang mit dem Setzgerät 10 blockiert.
Das Stellwerk 31 hat dazu das Übertragungsglied 38 in
Richtung 61 versetzt und damit das Sperrelement 34 um
das Schwenklager 34.1 in Richtung 62 in seine
Sperrlage 36 verschwenkt, so dass das Sperrelement 34 mit seinem
freien Ende in die Aussparung 29 an dem Anpressglied 19 eingreift,
wie aus den 3 und 4 ersichtlich
ist. Das Anpressglied 19 befindet sich dabei in seiner
Ruhelage, in der das Mündungsteil 13 von
dem Gehäuse 11 beabstandet
ist und in der der Zündstift 17 nicht
gespannt ist.
-
In
den 5 bis 6 ist das Stellwerk 31 des
vorbeschriebenen Setzgerätes 10 dargestellt. Das
Stellwerk 31 weist ein längliches Gehäuse 24 auf in
dem ein Stellelement 35 in Form eines Memorymetall-Drahts
parallel zur Gehäuselängserstreckung verlaufend
angeordnet ist. Das Stellelement 35 ist an einem Ende an
dem Gehäuse 24 festgelegt
und an seinem gegenüberliegenden
Ende mit dem Übertragungsglied 38 verbunden,
das teilweise aus dem Gehäuse 24 herausragt.
Zwischen einem Absatz 24.1 des Gehäuses 24 und dem Übertragungsglied 38 ist ein,
als Zugfeder ausgebildetes Federelement 39 angeordnet,
welches das Übertragungsglied 38 und das
Stellelement 35 in Richtung auf die erste Stellung 32 des
Stellwerks 31 belastet (vgl. 6).
-
Wird
das Stellelement 35, wenn das Setzgerät überhitzt, über eine bestimmte Grenz- bzw. Schaltpunkttemperatur
hinaus erwärmt,
dann dehnt sich der Memorymetall-Draht sprunghaft aus. Der Übertragungskörper 38 wird
in Richtung 61 bewegt und damit das Stellwerk 31 in
seine zweite Stellung 33 überführt (vgl. 5).
In dieser Stellung 33 ist das Sperrelement 34 über das
Stellwerk 31 und das Übertragungsglied 38 in
seiner Sperrlage 36 gehalten (vgl. 4).
-
Bei
einer Abkühlung
des Setzgerätes 10 und des
Setzwerks 12 kühlt
auch das Stellelement 35 wieder ab. Das Federelement 39 löst dann
nach WErreichen der Rückstelltemperatur
die Rückverformung
des Stellelementes 35 aus Memorymetall-Draht aus. Das Übertragungsglied 38 wird
dadurch ein Stück
weit in Richtung 63 zurück
ins Gehäuse 24 bewegt
und das Stellwerk 31 somit wieder in seine erste Stellung 32 überführt, in
der das Sperrelement 34 über das Stellwerk 31 und
das Übertragungsglied 38 in
seiner Freigabelage 37 gehalten (vgl. 2).
-
Das
Stellelement 35 weist zusammengefasst also die folgenden
Funktionen auf: Temperaturmessung (andauernd, absolut), Temperatur-Grenztemperatur-Vergleich,
Betätigung
der Sperrfunktion, Temperatur-Rückstelltemperatur-Vergleich
und Auslösen der
Entsperrung. Die Voreinstellung der Grenztemperatur, der Rückstelltemperatur
und der Hysteresegrösse
des Memorymetalls kann dabei über
eine gezielte Auswahl der Memorymetall Legierung erfolgen.
-
In
den 7 bis 9 ist eine weitere Variante
eines erfindungsgemässen
Stellwerks 31 wiedergegeben. Das dort wiedergegebene Stellwerk 31 weist
ein als Bimetallwendel ausgebildetes Stellelement 35 auf,
welches in einem Gehäuse 24 angeordnet
ist. Ein Ende des Stellelementes 35 ist fest an dem Gehäuse 24 angebunden,
während
das gegenüberliegende
zweite Ende des Stellelementes 35 an einem drehbar an dem
Gehäuse 24 angeordneten Über tragungsglied 38 festgelegt
ist. An dem Übertragungsglied 38 sind
auf der Umfangsfläche
seines kreisförmigen
Abschnittes 38.4 Vertiefungen 38.2 angeordnet,
die mit einer Rasteinrichtung 38.1 zusammenwirken. Bei
einer Erwärmung
des Setzgerätes 10 bzw.
des Setzwerkes 12 erfolgt eine rotative Bewegung des mit
dem Übertragungsglied 38 verbundenen
freien Endes des Stellelementes 35 durch eine thermische
Ausdehnung desselben. Jedoch wird das Übertragungsglied 38 über die
Rasteinrichtung 38.1 mit einer bestimmten Kraft in ihrer
aus 8 ersichtlichen ersten Stellung 32 gehalten.
Erst bei Erreichen einer bestimmten Temperatur die mit einer voreingestellten
Grenztemperatur übereinstimmt,
ist durch das Stellelement 35 erzeugte Drehkraft so gross, dass
das Übertragungsglied 38 entgegen
der Kraft der Rasteinrichtung 38.1 in Pfeilrichtung 69 verschwenkt
wird (vgl. 9) und derart von der ersten Stellung 32 in
die zweite Stellung 33 überführt wird. Die
Rasteinrichtung 38.1 rastet dabei wieder in die zweite
Vertiefung 38.2 ein und hält das Übertragungsglied in dieser
zweiten Stellung 33. Bei Abkühlung des Setzgerätes 10 bzw.
des Setzwerkes 12 erfolgt eine entgegengesetzte Drehung
des Stellelementes 35, wobei wiederum ab einer bestimmten Temperatur
das Drehmoment des Stellelementes 35 so hoch wird, dass
die Rasteinrichtung 38.1 aus der Vertiefung 38.2 ausrückt und
ein Verschwenken des Übertragungsgliedes
in Richtung 68 (vgl. 8) möglich ist.
Das Übertragungsglied 38 und
damit das Stellwerk 31 wird dabei wieder zurück in seine
erste Stellung 32 zurückbewegt.
Dieses Stellwerk 31 könnte
z. B. ebenfalls in dem in den 1 bis 4 dargestellten
Setzgerät
verwendet werden. Es wird diesbezüglich vollumfänglich auf
die Beschreibung zu den 1 bis 4 Bezug
genommen.
-
In
den 10 und 11 ist
eine weitere Variante eines erfindungsgemässen Stellwerks 31 wiedergegeben.
Das Stellelement 35 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Memorymetall – Zugfeder
ausgebildet, die in einer gut wärmeleitfähigen Kammer 24.2 des
Gehäuses 24 des
Stellwerks 31 angeordnet ist. Das eine Ende des Stellelementes 35 ist
dabei wiederum am Gehäuse 24 bzw.
dem Gehäuseabschnitt 24.2 festgelegt,
während
das andere Ende des Stellelementes 35 an einem als zweiarmigen
Hebel ausgebildeten Übertragungsglied 38 und zwar
an dessen im Gehäuse 24 liegenden
ersten Hebelarm 38.5 festgelegt ist. In dem Gehäuse 24 ist
ferner noch ein als Zugfeder ausgebildetes Federelement 39 angeordnet,
welches mit seinem einen Ende am Gehäuse 24 festgelegt
ist und dessen anderes Ende an demselben Hebelarm 38.5 des Übertragungsglied 38 angreift,
wie das Stellelement 35, wobei die Zugrichtung des Federelementes 39 im
Wesentlichen der Zugrichtung des Stellelementes 35 entgegengesetzt
ist. Das Übertragungsglied 38 ist
an einem Schwenklager 38.3 schwenkbar am Gehäuse 24 gelagert.
Anschläge 25 im
Gehäuse
begrenzen dabei den möglichen
Verschwenkungsweg des Übertragungsglieds 38.
In 10 ist das Stellwerk 31 in seiner zweiten
Stellung dargestellt, in der das als Memorymetall – Zugfeder
ausgebildete Stellelement 35 aufgrund der Überschreitung
der Grenztemperatur Stellelement 35 aufgrund der Überschreitung
der Grenztemperatur durch das Setzwerk 12 bzw. das Setzgerät 10 sprunghaft
seine Länge
verkürzt
hat. Das gegenüberliegende
Federelement 39 ist durch diese Verkürzung gestreckt und somit vorgespannt worden.
Ein mit diesem Stellwerk versehenes Setzgerät mit einem daran angeordneten
Sperrelement, welches mit dem Übertragungsglied
gekoppelt ist, befindet sich nun in einer nicht betriebsbereiten
Stellung.
-
Bei
Abkühlung
des Setzwerkes bzw. des Setzgerätes
kann das Federelement 39 nach dem Erreichen der Rückstelltemperatur
die Rückverformung
des Stellelementes 35 auslösen. Das Übertragungsglied 38 verschwenkt
dann wieder in seine erste Stellung 32 bzw. seiner Ausgangsstellung
zurück. In
dieser Stellung wäre
ein Setzvorgang mit einem Setzgerät wieder möglich. Dieses Stellwerk 31 könnte z.
B. ebenfalls in dem in den 1 bis 4 dargestellten
Setzgerät
verwendet werden. Es wird diesbezüglich vollumfänglich auf
die Beschreibung zu den 1 bis 4 Bezug
genommen.
-
In
den nachfolgenden Zeichnungen 12 bis 16 werden
noch weitere Varianten von Setzgeräten wiedergegeben, denen weitere
Einsatzorte erfinungsgemässe
Sicherheitseinrichtungen zu entnehmen sind. Wegen nachfolgend nicht
erwähnter
Bezugszeichen wird vollumfänglich
Bezug genommen auf die vorangehende Beschreibung, zudem in den 1 bis 4 dargestellten
Setzgerät.
-
Bei
dem in den 12 bis 13 dargestellten
Setzgerät 10 ist
die Sicherheitseinrichtung 30 im Bereich des Mündungsteils 13 angeordnet.
Das Sperrelement 34 ist als zylindrischer Körper ausgebildet
der in einer Führung 34.1 verschieblich
geführt ist.
Das Sperrelement 34 kann dabei vom Stellwerk 31 bei Überschreiten
der Grenztemperatur aus seiner Freigabelage 37, wie sie
aus 12 ersichtlich ist, in seine aus 13 ersichtliche
Sperrlage 36 überführt werden,
in der das Sperrelement 34 an einem in dem Magazin 20 befindlichen
Befestigungselementestreifen 50 sperrwirksam angreift.
Durch das Angreifen des Sperrelementes 34 an dem Befestigungselementestreifen 50 wird
ein Transport des Befestigungselementestreifens 52 in Transportrichtung 66 verhindert.
Nach einem erfolgten Setzvorgang kann somit kein neues Befestigungselement 51 mehr in
den Aufnahmeraum 13.1 des Mündungsteils 13 transportiert
werden. Ein an dem Mündungsteil 13 angeordnetes
Detektionsmittel 47 verbleibt daher in einer Sperrlage 46 in
der es mit seinem freien Ende 49 an einem Anschlag 11.1 am
Gehäuse 11 oder auch
direkt an der Kolbenführung 14 anliegt.
In dieser Sperrlage 46 ist ein Anpressen des Setzgerätes 10 an
einen Untergrund blockiert, so dass das Anpressglied 19 nicht
in das Setzgerät 10 hinein
verschoben werden kann. Ein Setzvorgang ist in dieser gesicherten
Stellung des Befestigungselementestreifens 52 nicht möglich.
-
In
dem aus 14 ersichtlichen Setzgerät 10 ist
die Sicherheitseinrichtung 30 im hinteren Bereich des Setzgerätes angeordnet
und kann mit seinem Sperrelement 34, das wiederum verschieblich
in seiner Führung 34.2 geführt ist,
sperrwirksam auf den Zündstift 17 einwirken.
In der in 14 dargestellten Sperrlage 36 des
Sperrelementes 34, ist ein Auslösen des Setzgerätes nicht
möglich,
da der Zündstift 17 nicht
in seine gespannte Position, in der das Federelement 28 zusammengedrückt ist, überführt werden
kann.
-
In
dem in den 15 und 16 dargestellten
Setzgerät
ist die Sicherheitseinrichtung 30 benachbart zu dem Kanal 42 angeordnet,
indem der Kartuschenstreifen 40 mit den Kartuschen 41 geführt ist.
Das Sperrelement 34 ist verschieblich in einer Führung 34.2 geführt die
zum Kanal 42 hin offen ist. In der in 15 dargestellten
Freigabelage 37 des Sperrelementes 34, ist das
Sperrelement 34 aus dem Kanal 42 ausgerückt, so
dass der Kartuschenstreifen 41 in Richtung 67 transportiert
werden kann. Überschreitet
die Temperatur des Setzgerätes 10 bzw. des
Setzwerkes 12 die Grenztemperatur des Stellwerks 31,
dann wird das Sperrelement 34 von dem Stellwerk 31 mittels
des Übertragungsglieds 38 in seine
aus 16 ersichtliche Sperrlage 36 verschoben.
In dieser Sperrlage 36 ragt das Sperrelement 34 sperrwirksam
in den Kanal 42 hinein. Das Einführen und Transportieren eines
Kartuschenstreifens 40 in Transportrichtung 67 ist
nicht möglich.
Ebenfalls kann nun kein Kartuschenstreifen 41 aus der entgegengesetzten
Richtung 68 in den Kanal 42 eingeführt werden.
Im oberen Bereich des Kanals 42 ist nämlich eine Sperrklinke 43 vorgesehen,
die an einem Schwenklager 45 am Setzgerät 10 angeordnet ist. Die
Sperrklinke 43 wird über
ein Federelement 44 in den Kanal 42 hineingerückt und
ist dort lediglich sperrwirksam für Kartuschenstreifen 41 die
in Richtung 68 von oben in den Kanal 42 eingeführt werden. In
Transportrichtung 67 kann die Sperrklinke 43 aufgrund
einer an ihr vorhandenen Auflaufschräge 43.1 aus dem Kanal 42 hinausgedrückt werden.
-
- 10
- Setzgerät
- 11
- Gehäuse
- 11.1
- Anschlag
- 12
- Setzwerk
- 13
- Mündungsteil
- 13.1
- Aufnahmeraum
- 14
- Kolbenführung
- 15
- Hohlraum
(in 14)
- 16
- Setzkolben
- 17
- Zündstift
- 17.1
- Zündstiftführung
- 18
- Kartuschenlager
- 19
- Anpressglied
- 20
- Magazin
- 21
- Federelement
- 22
- Führung (für 19 in 14)
- 23
- Auslöseschalter
- 24
- Gehäuse (von 31)
- 24.1
- Absatz
- 25
- gehäusefeste
Anschläge
- 26
- Mitnehmer
- 27
- Aussparung
(in 17)
- 28
- Federelement
- 29
- Aussparung
(in 19)
- 30
- Sicherheitseinrichtung
- 31
- Stellwerk
- 32
- erste
Stellung (von 31)
- 33
- zweite
Stellung (von 31)
- 34
- Sperrelement
- 34.1
- Schwenklager
- 34.2
- Führung
- 35
- Stellelement
- 36
- Sperrlage
(von 34)
- 37
- Freigabelage
(von 34)
- 38
- Übertragungselement
- 38.1
- Rasteinrichtung
- 38.2
- Vertiefung
- 38.3
- Schwenklager
- 38.4
- Abschnitt
- 38.5
- erster
Hebelarm
- 39
- Federelement
- 40
- Kartuschenstreifen
- 41
- Kartusche
- 42
- Kanal
- 43
- Sperrklinke
- 44
- Federelement
- 45
- Schwenklager
- 46
- Sperrlage
(von 43/47)
- 47
- Detektionsmittel
- 48
- Schwenklager
- 49
- freies
Ende (von 47)
- 50
- Befestigungselementestreifen
- 51
- Befestigungselemente
- 60
- Richtung
- 61
- Richtung
- 62
- Richtung
- 63
- Richtung
- 64
- Richtung
- 65
- Setzrichtung
- 66
- Transportrichtung
- 67
- Transportrichtung
- 68
- Richtung
- 69
- Richtung