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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein brennkraftbetriebenes Setzgerät der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art. Derartige Setzgeräte werden
z. B. mit festen Brennstoffen in Form von mit Pulver befüllten Kartuschen
oder zu Tabletten gepressten Pulvern betrieben. Die Setzgeräte weisen ein
Gehäuse,
eine wenigstens teilweise im Gehäuse angeordnete
Kolbenführung
und einen in der Kolbenführung
axial versetzbar angeordneten Setzkolben auf. Der Setzkolben wird
bei derartigen Setzgeräten über die
Verbrennungsgase des Brennstoffes angetrieben. Über diesen Setzkolben sind
dann Befestigungselemente, wie Nägel,
Bolzen oder etc., in einen Untergrund eintreibbar. Nach jedem erfolgten
Setzvorgang muss der Setzkolben wieder in seine Ausgangsstellung
zurückversetzt
werden. Die Treibladungen werden einer Treibladungsaufnahme im Setzgerät z. B.
in Form von Magazinstreifen zugeführt. In der Regel wird der
in einem Führungskanal geführte Magazinstreifen
nach erfolgtem Setzvorgang über
einen Transportmechanismus um eine Kartusche weiter transportiert.
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Bei
einem aus der
DE 30
35 928 A1 bekannten brennkraftbetriebenen Setzgerät erfolgt
der Kartuschentransport über
einen Mechanismus der über einen
Anpressvorgang des Setzgerätes
an einen Untergrund betätigt
werden kann. Der Transport wird jedoch blockiert, wenn das Setzgerät nach dem
Anpressen an den Untergrund nicht ausgelöst wird. Diese Blockade kann
aber über
eine Betätigung
des Abzuges aufgehoben werden, z. B. zum Zwecke der Entladung des
Setzgerätes.
Der Mechanismus beinhaltet dabei einen Transportschieber, der an
der versetzbar im Gehäuse
des Setzgerätes
angeordneten Kolbenführung
im Bereich des Kartuschenlagers angeordnet ist. Dieser Transportschieber
wirkt dabei über
einen Transporthebel mit einer Transportklinke zusammen, die am
Magazinstreifen angreift.
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Von
Nachteil hierbei ist, dass die im Kartuschenlager befindliche Kartusche
weiter transportiert wird, auch wenn diese nach dem Auslösen des
Setzgerätes
nicht gezündet
wurde. Ein erneuter Auslöseversuch
mit derselben Kartusche ist nicht möglich.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Setzgerät der vorgenannten
Art zu entwickeln, das die vorgenannten Nachteile vermeidet und das
einen zuverlässigen
Kartuschentransport gewährleistet,
wenn ein Setzvorgang erfolgt ist. Dieses wird erfindungsgemäss durch
die in Anspruch 1 genannten Massnahmen erreicht, wie nachfolgend
gezeigt wird.
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Die
Besonderheit der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Transporteinrichtung über das
Zündmittel
von einer den Treibladungstransport verhindernden Stellung in eine,
wenigstens einen teilweisen Treibladungstransport ermöglichende Transportstellung überführbar ist.
Hierzu wird die Zündbewegung
des Zündmittels,
wie z. B. des Zündstiftes,
ausgenutzt, wenn dieses auf eine in der Treibladungsaufnahme befindliche
Treibladung gefahren wird. Durch diese Massnahme wird sichergestellt, dass
eine unverbrauchte Treibladung nur dann durch die Transporteinrichtung
vollständig
bis zur Treibladungsaufnahme oder auch nur ein Teilstück des Transportweges
weit bis zur Treibladungsaufnahme transportiert werden kann, wenn
das Zündmittel
nach dem Auslösen
des Setzgerätes
auch tatsächlich
auf die Treibladung aufgeschlagen ist. In dem Falle, dass das Zündmittel
nicht bewegt wurde, wird auch die Transporteinrichtung nicht freigegeben,
so dass dieselbe Treibladung bei einem erneuten Anpressen des Setzgerätes noch
einmal in der Treibladungsaufnahme gekammert werden kann. Unverbrauchte Treibladungen
werden nicht automatisch transportiert.
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Von
Vorteil ist es ferner, wenn die Transporteinrichtung ein Transportfederelement
aufweist, über das
ein in den Führungskanal
eingebrachter Treibladungsvorrat, wie z. B. ein Treibladungs-Magazinstreifen
oder ein Kartuschenstreifen, in Transportrichtung elastisch beaufschlagt
ist. Durch diese Massnahme kann in technisch einfacher Weise ein
Transportvorschub des Treibladungsvorrates erreicht werden.
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Günstig ist
es weiterhin, wenn die Transporteinrichtung wenigstens ein Sperrelement
aufweist, das über
ein Federelement in Richtung auf eine in den Führungskanal eingerückte, den
Treibladungstransport sperrende Lage elastisch beaufschlagt ist. Über diese
Sperrelemente kann der Treibladungsvorrat bzw. der Treibladungs-Magazinstreifen
in seiner Position in dem Führungskanal
fixiert werden, bis eines oder jedes der Sperrelemente betätigt wird.
Die Sperrelemente wirken dabei günstigerweise
mit Ausnehmungen zusammen, die seitlich an dem Treibladungs-Magazinstreifen
angeordnet sind. Durch diese Massnahme kann der durch die Transportfeder
bewirkte Vorschub in einfacher Weise kontrolliert werden.
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Vorteilhaft
weist die Transporteinrichtung wenigstens ein Stellglied auf, über welches
das wenigstens eine Sperrelement aus seiner, in den Führungskanal
eingerückten
Lage entgegen der Kraft des Federelementes in eine aus dem Führungskanal
ausgerückte,
den Treibladungstransport ermöglichenden Lage überführbar ist. Über dieses
bzw. diese Stellglieder kann das oder jedes Sperrelement einzeln
angesteuert werden.
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Von
Vorteil ist es ferner, wenn das wenigstens eine Stellglied über das
Zündmittel
von einer Freilaufstellung in der ein Ausheben des Sperrelementes
durch das Stellglied verhindert ist, in eine Betätigungsstellung überführbar ist,
in der das Ausheben des Sperrelementes durch das Stellglied ermöglicht ist.
Ist ein weiteres Stellglied vorgesehen, so kann dieses z. B. ausschliesslich über den
Anpressmechanismus des Gerätes
gesteuert werden. Auf diese Weise kann die Steuerung bzw. ein Teil
der Steuerung der Transporteinrichtung auf technisch einfache Art
verwirklicht werden. Hierzu kann es günstig sein, wenn an dem Zündmittel
ein Steuerelement angeordnet ist, zum Überführen des Stellgliedes von der
Freilaufstellung in die Betätigungsstellung,
wenn das Zündmittel
nach dem Auslösen
des Setzgerätes
von einer zündbereiten
Stellung in die Zündstellung
versetzt wird.
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Vorteilhaft
sind zwei Sperrelemente vorgesehen, die axial versetzt im Bereich
von sich gegenüberliegenden
Seiten des Führungskanals
angeordnet sind. Durch diese Massnahme kann die Transportbewegung
der Transporteinrichtung in zwei Teilstücke bzw. Teilstrecken unterteilt
werden.
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Für eine vollständige Transportsequenz
zur Überführung einer
neuen Treibladung in eine Position koaxial zur Treibladungsaufnahme
und optional vorhergehend zur Entfernung einer verbrauchten Treibladung
aus der Position koaxial zur Treibladungsaufnahme, ist dann die
aufeinander folgende Betätigung
beider Sperrelemente erforderlich.
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Weiterhin
günstig
ist es, wenn die Sperrelemente als Klinken ausgebildet sind, die
jeweils verschwenkbar an einem Schwenklager angeordnet sind. Durch
diese Massnahme können
die nötigen Betätigungskräfte und
der Betätigungsweg
des oder der Stellglieder gering gehalten werden.
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Von
Vorteil kann es ferner sein, wenn die Schwenklager an einem Führungsgehäuse für das Zündmittel
festgelegt sind, wodurch eine kompakte Bauweise erzielt werden kann.
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Weitere
Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Es
zeigen:
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1 ein
Detail eines in seiner Ausgangsstellung befindlichen erfindungsgemässen Setzgerätes in teilweiser
Schnittansicht,
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2 einen
Schnitt durch das Setzgerät
gemäss
der Linie II-II aus 1,
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3 einen
Schnitt durch das Setzgerät
gemäss
der Linie III-III aus 1,
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4 einen
Schnitt durch das Setzgerät
in teilweise angepresstem Zustand entsprechend 3,
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5 eine
Detailansicht der Zündeinheit
des Setzgerätes
in Längsschnittansicht,
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6 einen
Schnitt durch das Setzgerät
in vollständig
angepresstem Zustand entsprechend 2,
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7 einen
Schnitt durch das Setzgerät
in vollständig
angepresstem Zustand entsprechend 3,
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8 einen
Schnitt durch das Setzgerät
in ausgelöstem
Zustand entsprechend 3,
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9 einen
Schnitt durch das Setzgerät
in teilweise abgehobenem Zustand entsprechend 2,
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10 einen
Schnitt durch das Setzgerät
in teilweise abgehobenem Zustand entsprechend 3.
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Das
in den 1 bis 10 dargestellte Setzgerät 10 weist
eine in einem Aufnahmeraum 24 eines ein- oder mehrteiligen
Gehäuses 11 verschieblich
angeordnete Kolbenführung 13 auf,
wobei sich die Kolbenführung 13 über ein
Federelement 17 im Gehäuse 11 abstützt, das
die Kolbenführung 13 in Setzrichtung
beaufschlagt. In einem Führungsraum 14 der
Kolbenführung 13 ist
ein Setzkolben 15 axial versetzbar angeordnet. An der Kolbenführung ist eine
als Kartuschenlager ausgebildete Treibladungsaufnahme 18 für Treibladungen 71,
wie z. B. Kar tuschen, angeordnet, über die der Setzkolben 15 antreibbar
ist. Eine insgesamt mit 20 bezeichnete Zündeinheit
dient der Zündung
einer in die Treibladungsaufnahme 18 eingebrachten Treibladung 71 (vgl.
insbesondere 1). Wie insbesondere 5 zu
entnehmen ist, weist die Zündeinheit 20 dazu
ein in einer Zündstiftführung 21 geführtes und über ein Federelement 25 beaufschlagbares
Zündmittel 23 auf,
welches vorliegend als Zündstift
ausgebildet ist.
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An
dem Gehäuse 11 ist
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
noch ein Handgriff 12 angeordnet, der einen Auslöseschalter 19,
zum Auslösen
der Zündeinheit 20 und
damit eines Setzvorgangs durch einen Anwender des Setzgerätes 10,
trägt.
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Die
Kartuschen 71 sind vorzugsweise in einem als Treibladungs-Magazinstreifen 70 ausgebildeten
Treibladungsvorrat magaziniert, der in einen Führungskanal 22 einführbar ist
und der über
eine insgesamt mit 30 bezeichnete Transporteinrichtung transportiert
werden kann. Die Transporteinrichtung 30 beinhaltet zunächst ein
als Rollfeder ausgebildetes Transportfederelement 39, welches
mit einem freien Ende an einer Ansatzstelle 29 am Gehäuse 11 im
Bereich nahe der Zündeinheit 20 und
des Aufnahmeraums 24 festgelegt ist. Ist ein Treibladungs-Magazinstreifen 70 in
den Führungskanal 22 entgegen der
Transportrichtung 63 eingeschoben worden, dann wird das
Transportfederelement 39 gespannt und beaufschlagt den
Treibladungs-Magazinstreifen 70 in Transportrichtung 63.
Die Transporteinrichtung 30 beinhaltet ferner zwei seitlich
zum Führungskanal 22 und
sich versetzt gegenüberliegend
angeordnete, vorliegend als Klinken ausgebildete Sperrelemente 31, 32.
Diese Sperrelemente 31, 32 sind jeweils schwenkbar
an einem Schwenklager 35, 36 am Führungsgehäuse 28 der
Zündeinheit 20 angeordnet
und sind dabei über
Federelemente 33, 34 in Richtung auf den Führungskanal 22 elastisch
beaufschlagt, wie insbesondere den 2, 6 und 9 zu entnehmen
ist. In der in den 1 bis 3 dargestellten
Ausgangsstellung des Setzgerätes 10 befindet
sich das erste Sperrelement 31 in Eingriff in einer seitlichen
Ausnehmung 73 des Treibladungs-Magazinstreifens 70,
während
das zweite Sperrelement 32 an einer Erhebung zwischen zwei
Ausnehmungen 72 auf der anderen Seite des Treibladungs-Magazinstreifens 70 anliegt.
Beide Sperrelemente ragen dabei in den Führungskanal 22 hinein
(vgl. insbesondere 2 und 3). Beide
Sperrelemente 31, 32 weisen noch jeweils einen
als Schrägfläche ausgebildeten
Betätigungsabschnitt 37, 38 auf.
Diese Betätigungsabschnitte 37, 38 können jeweils
mit Stellabschnitten 47, 48 von zwei Stellgliedern 41, 42 zusammenwirken.
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Das
erste, als Stift ausgebildete Stellglied 41 ist auf derselben
Seite des Setzgerätes 10 angeordnet,
wie das Sperrelement 31 und ist an der Kolbenführung 13 festgelegt.
An dem freien Ende des Stellgliedes 41 ist der vorliegend
als Schrägfläche ausgebildete
Stellabschnitt 47 angeordnet, der in der Ausgangsstellung
des Setzgerätes 10 gem.
den 1 bis 3 beabstandet ist zum Betätigungsabschnitt 37 des
Sperrelementes 31. In dem Führungsgehäuse 28 der Zündeinheit 20 ist
eine Führung 45 ausgebildet
in die das Stellglied 41 gegen die Kraft eines Federelementes 43 einfahren
kann.
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Das
zweite, als Stift ausgebildete Stellglied 42 ist auf derselben
Seite des Setzgerätes 10 angeordnet,
wie das Sperrelement 32. Das Stellglied 42 ist dort
verschieblich in einer Führung 46 in
dem Führungsgehäuse 28 der
Zündeinheit 20 angeordnet,
in der es sich über
ein Federelement 44 abstützt. Der Stellabschnitt 48 des
Stellgliedes 42 ist vorliegend als flügelförmiger Fortsatz ausgebildet.
In der in den 2 und 3 dargestellten
Ausgangsstellung des Setzgerätes
befindet sich das Stellglied 42 mit seinem Stellabschnitt 48 in
einer Freilaufstellung 50, in der der Stellabschnitt 48 aus
der Axialprojektion des Betätigungsabschnittes 38 ausgeschwenkt
ist. Ein Betätigen
des Sperrelementes 32 über
den Stellabschnitt 48 und den Betätigungsabschnitt 38 ist
in dieser Freilaufstellung 50 nicht möglich.
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An
dem Zündmittel 23 ist
ein Steuerelement 26 vorgesehen, das einen Steuerabschnitt 27 trägt. Über diesen
Steuerabschnitt 27 kann das Stellglied 42 mit
seinem Stellabschnitt 48, bei einer Bewegung des Zündmittels 23 in
Setzrichtung 60 auf die Treibladungsaufnahme 18 zu,
nach Art einer Kulissensteuerung von der Freilaufstellung 50 in
eine Betätigungsstellung 51 überführt werden,
in der der Stellabschnitt 48 in die Axialprojektion des
Betätigungsabschnittes 38 eingeschwenkt
ist, wie nachfolgend noch genauer erläutert werden wird.
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In 4 wurde
das Setzgerät
aus 1 mit seiner Mündung
in Setzrichtung ein Stück
weit an einen hier nicht sichtbaren Untergrund angepresst. Hierdurch
wurde die Kolbenführung 13 zusammen mit
dem Stellglied 41 in Richtung 61 zur Zündeinheit 20 hin
verschoben. Das Stellglied 41 geriet dabei mit seinem Stellabschnitt 47 in
Anlage an den Betätigungsabschnitt 37 des
Sperrelementes 31, welches dadurch entgegen der Kraft des
Federelementes 33 (in 4 nicht
dargestellt, vgl. daher 2) aus seiner Sperrstellung
in der Ausnehmung 73 des Treibladungs-Magazinstreifens 70 ausgehoben
wurde. Nachfolgend wurde der Treibladungs-Magazinstreifens 70 unter der
Kraft der Transportfeder 39 (vgl. 1) in Transportrichtung 63 weitertransportiert
bis das Sperrelement 32 unter der Kraft des Federelementes 34 in
die nächste
Ausnehmung 72 des Treibladungs-Magazinstreifens 70 einfiel
(vgl. 4). Der Treibladungs-Magazinstreifens 70 befindet
sich jetzt in einer Lage, in der eine frische Treibladung 71 koaxial
zur Treibladungsaufnahme 18 angeordnet ist.
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Beim
Andrücken
bzw. Anpressen des Setzgerätes
an einen Untergrund wird über
ein an der Kolbenführung 13 angeordnetes
weiteres, hier nicht dargestelltes Stellglied das Zündmittel 23 gespannt und
in seine aus 5 zu entnehmende Zündposition
gebracht.
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In
den 6 und 7 ist das Setzgerät in seinem
vollständig
an den Untergrund angepressten Zustand wiedergegeben. Durch die
Bewegung der Kolbenführung 13 in
Richtung 61 wurde die Treibladung 71 in die Treibladungsaufnahme 18 eingeschoben
und dort gekammert, wie insbesondere aus 7 ersichtlich
ist. Das Sperrelement 31 befindet sich immer noch in seiner
vollständig
ausgehobenen Stellung, in der es durch das Stellglied 41 gehalten wird.
Das Sperrelement 32 hingegen greift weiterhin in die Ausnehmung 72 ein.
Das Stellglied 42 mit seinem Stellabschnitt 48 befindet
sich weiterhin in seiner Freilaufstellung 50, und die Transporteinrichtung 30 somit
in ihrer den Treibladungstransport verhindernden Stellung.
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In 8 wurde
das Setzgerät
bereits gezündet,
wie an der verbrauchten Treibladung 71 zu erkennen ist.
Das Zündmittel 23 wurde
dazu nach Betätigen
des Auslöseschalters 19 (aus 1)
unter der Kraft des Federelementes 25 (aus 5)
zündwirksam
auf die Treibladung 71 zu bewegt. Dabei gelangte das Steuerelement 26 mit
seinem Steuerabschnitt 27 in Eingriff mit dem Stellabschnitt 48 des Stellgliedes 42,
welches dadurch in seine aus den 8 bis 10 ersichtliche
Betätigungsstellung 51 überführt wurde,
in der der Stellabschnitt 48 in der Axialprojektion des
Betätigungsabschnittes 38 liegt. Die
Position der Sperrelemente 31, 32 ist dabei unverändert.
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In
den 9 und 10 ist das Setzgerät in seinem
nahezu vollständig
vom Untergrund abgehobenen Zustand wiedergegeben. Die Kolbenführung 13 und
beide Stellglieder 41, 42 wurden in Setzrichtung 60 gegenüber der
Zündeinheit 20 bewegt.
Dadurch wurde von dem Stellglied 41 zunächst das Sperrelement 31 freigegeben,
welches daraufhin von dem Federelement 34 in Richtung auf
den Führungskanal 22 verschwenkt
und zunächst
an einer Erhebung zwischen zwei Ausnehmungen 73 des Treibladungs-Magazinstreifen 70 in
Anlage gebracht wurde. Direkt nachfolgend wurde dann über den
Stellabschnitt 48 des Stellgliedes 42 der Betätigungsabschnitt 38 des
Sperrelementes 32 beaufschlagt und das Sperrelement 32 aus
der Ausnehmung 72 ausgeschwenkt. In dieser Transportstellung
der Transporteinrichtung 30 wurde der Treibladungs-Magazinstreifen 70 daraufhin
von dem Transportfederelement 39 (vgl. 1)
soweit weitertransportiert, bis das Sperrelement 31 in
eine nachfolgende Ausnehmung 73 einfallen konnte. Der Treibladungs-Magazinstreifen 70 befindet
sich daher in den 9 und 10 in
einer Zwischenstellung, in der das Kammern der nächsten unver brauchten Treibladung 71 nicht
möglich
ist, da sie nicht koaxial mit der Treibladungsaufnahme 18 ausgerichtet
ist.
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Beim
vollständigen
Abheben des Setzgerätes
vom Untergrund wird das Stellglied 42 durch eine in den
Figuren nicht sichtbare Kulissensteuerung wieder von seiner Betätigungsstellung 51 in
seine in 2 dargestellte Freilaufstellung 50 und
das Setzgerät
als solches in seine Ausgangsstellung überführt. Eine Betätigung des
Sperrelementes 32 ist nun ohne eine erneute Betätigung des
Zündmittels 23 nicht
möglich.
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Bei
dem erfindungsgemässen
Setzgerät
wird daher ein Treibladungstransport u. a. dann zuverlässig vermieden,
wenn zwar der Auslöseschalter 19 betätigt wird,
das Zündmittel 23 bzw.
der Zündstift
aber nicht auf die Treibladung 71 schlägt. Das Stellglied 42 wird
dann nicht in seine Betätigungsstellung 51 überführt, so
dass das Sperrelement 32 nicht aus der Ausnehmung 72 ausgehoben
wird, wenn das Setzgerät
wieder vom Untergrund abgehoben wird.
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Ferner
kann bei dem erfindungsgemässen Setzgerät eine Elementedetektionseinrichtung
vorgesehen sein, die den Anpressvorgang unterbindet, wenn kein Befestigungselement
in der Bolzenführung
bzw. im Befestigungselemente-Magazin detektiert wird. Das Stellglied 41 kann
dann das Sperrelement 31 nicht aus der Ausnehmung 73 ausheben,
so dass der Treibladungs-Magazinstreifen 70 nicht transportiert
werden kann.
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Es
können
weiterhin noch Stellelemente zum manuellen Ausheben der Sperrelemente 31, 32 aus dem
Führungskanal
vorgesehen sein, so dass ein in dem Führungskanal 22 befindlicher
Treibladungs-Magazinstreifen 70 aus dem Setzgerät entnommen
werden kann, auch wenn dieser nicht vollständig verwendet wurde.