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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung ungesättigter
Kohlenwasserstoffe aus gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffen sowie eine zur Durchführung des Verfahrens besonders
geeignete Vorrichtung. Ein bevorzugtes Verfahren betrifft die Herstellung
von Ethen oder Propen aus Ethan oder Propan.
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Die
unvollständige
thermische Spaltung von gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffen zur Gewinnung ungesättigter Kohlenwasserstoffe wird
seit vielen Jahren großtechnisch
betrieben. Dabei werden Spaltöfen
eingesetzt, bei denen der gesättigte
Kohlenwasserstoff bei Temperaturen von 750 bis 885 °C teilweise
in ungesättigten
Kohlenwasserstoff und Wasserstoff thermisch gespalten wird.
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Das
Verfahren benötigt
für die
verschiedenen Verfahrensschritte, wie dem Erhitzen des Ethan bis
zur Spalttemperatur, der Reaktion selbst und der anschließenden Aufreinigung
des Produktgemisches, beträchtliche
Energiemengen.
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Eine
Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens könnte darin
bestehen, einen möglichst hohen
Umsatz bei der Spaltreaktion anzustreben.
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Die
WO-A-02/94,743 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Durchführung
von radikalischen Gasphasenreaktionen. Dabei wird ein durch thermische
Zersetzung von Vorläufern
von Radikalen in einem vorgelagerten Schritt außerhalb des Reaktors erzeugtes
und Radikale enthaltendes Gas in den Reaktor eingeleitet.
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Aus
der WO-A-00/29,359 ist zusätzlich
bekannt, dass die Standzeit des Katalysators durch die Gegenwart
von Wasserstoff verlängert
werden kann. Der Wasserstoff wird hier dem Eduktgas beigemischt.
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Ferner
ist bereits vorgeschlagen worden, Dichlorethan mit Hilfe von Laserlicht
in Radikale zu spalten und diese in Radikalkettenreaktionen, wie
zur Darstellung von Vinylchlorid, einzusetzen. Beispiele dafür finden
sich in SPIE, Vol. 458 Applications of Lasers to Industrial Chemistry
(1984), S. 82–88,
in Umschau 1984, Heft 16, S. 482 sowie in den
DE-A-2,938,353 ,
DE-C-3,008,848 und
EP-A-27,554 . Bis
heute hat diese Technik allerdings keinen Eingang in die industrielle
Produktion gefunden. Ein Grund mag darin liegen, dass sich die bislang
vorgeschlagenen Reaktoren für
einen Dauerbetrieb nicht eignen.
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Mit
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren bereitgestellt, das
einen im Vergleich zu herkömmlichen
Verfahren verlängerten
kontinuierlichen Betrieb eines Spaltofens gestattet.
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Im
Vergleich zu den bekannten Verfahren werden erfindungsgemäß aus Vorläufern mittels nicht-thermischer
oder thermischer Zersetzung in einem oder mehreren räumlich begrenzten
Bereichen innerhalb oder außerhalb
des Reaktors, aber getrennt von der eigentlichen Spaltreaktion,
Alkylradikale erzeugt, die in einem nachfolgenden Schritt in den
sich durch den Reaktor bewegenden Gasstrom eingeleitet werden. Durch
die Bereitstellung von erhöhten
Konzentrationen von Alkylradikalen in räumlich begrenzten Bereichen
wird die nachfolgende thermische Spaltung des Eduktes gefördert. Außerdem werden
bei der Erzeugung der Alkylradikale solche Bedingungen angewandt,
dass die Koksbildung minimiert wird.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines
Pyrolyseverfahrens von Kohlenwasserstoffen, mit dem im Vergleich
zu herkömmlichen
Verfahren bei ansonsten gleicher Betriebstemperatur größere Umsätze möglich sind
oder mit dem im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bei ansonsten
gleichen Umsätzen
eine Absenkung der Betriebstemperatur, möglich ist.
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Es
wurde jetzt gefunden, dass durch Zuführung kleiner Mengen von Alkylradikalen
und/oder Wasserstoffatomen enthaltenden Gasen in den Reaktor eine
Vergrößerung der
Produktausbeute bei der kontinuierlichen Pyrolyse erreicht werden
kann, ohne dass große
Mengen an diesen Gasen zugesetzt werden müssen.
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In
einer Ausführungsform
(nachstehend mit „Variante
I" bezeichnet) betrifft
die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung ungesättigter Kohlenwasserstoffe
durch thermische Spaltung von gesättigten und/oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffen umfassend die Maßnahmen:
- a)
Einleiten eines Eduktgasstroms enthaltend erhitzten gasförmigen gesättigten
und/oder ungesättigten
Kohlenwasserstoff in einen Reaktor, in dessen Innenraum mindestens
eine Zuleitung für einen
Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen mündet,
- b) Einleiten eines erhitzten Gases, das durch thermische oder
nichtthermische Zersetzung von Vorläufern von Alkylradikalen erzeugte
Alkylradikale und/oder durch thermische oder nicht-thermische Zersetzung
von Vorläufern
von Wasserstoffatomen erzeugte Wasserstoffatome enthält, durch die
mindestens eine in den Reaktor mündende Zuleitung,
wobei das erhitzte Gas im Falle der Erzeugung der Alkylradikale
und/oder der Wasserstoffatome durch thermische Zersetzung mindestens
die Temperatur aufweist, die der an der Stelle der Mündung der
Zuleitung herrschenden Temperatur des Reaktionsgemisches im Reaktor
entspricht und wobei das erhitzte Gas im Falle der Erzeugung der
Alkylradikale und/oder der Wasserstoffatome durch nicht-thermische
Zersetzung mindestens die Temperatur aufweist, die der Temperatur
des Taupunktes des Reaktionsgemisches an der Stelle der Mündung der
Zuleitung im Reaktor entspricht, und
- c) Einstellen eines solchen Drucks und einer solchen Temperatur
im Innern des Reaktors, so dass durch thermische Spaltung des gesättigten und/oder
ungesättigten
Kohlenwasserstoffs Wasserstoff und ungesättigter Kohlenwasserstoff gebildet
werden,
mit der Massgabe, dass im Falle der Radikalerzeugung
durch thermische Zersetzung dieses durch Erhitzen eines mit Inertgas
verdünnten
Vorläufers
von Alkylradikalen und/oder Vorläufers
von Wasserstoffatomen enthaltenden Gases erfolgt oder durch Leiten eines
Vorläufers
von Alkylradikalen und/oder Vorläufers
von Wasserstoffatomen enthaltenden Gases über eine Wärmequelle, deren Oberfläche mit
Inertgas gespült
wird und dass die Herstellung von ungesättigten halogenhaltigen aliphatischen
Kohlenwasserstoffen durch thermische Spaltung von gesättigten
halogenhaltigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen ausgenommen ist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
(nachstehend mit „Variante
II" bezeichnet)
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung ungesättigter Kohlenwasserstoffe
durch thermische Spaltung von gesättigten und/oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffen umfassend die Maßnahmen:
- a)
Einleiten eines Eduktgasstroms enthaltend erhitzten gasförmigen gesättigten
und/oder ungesättigten
Kohlenwasserstoff in einen Reaktor, in dessen Innenraum mindestens
eine Zuleitung für ein
erhitztes und Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltendes Gas mündet,
- d) thermische oder nicht-thermische Erzeugung von Radikalen
aus Vorläufern
von Alkylradikalen und/oder von Vorläufern von Wasserstoffatomen mittels
einer dafür
geeigneten Vorrichtung innerhalb eines vorbestimmten Volumens im
Innern des Reaktors,
- e) Einleiten des erhitzten und Vorläufer von Alkylradikalen und/oder
Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltenden Gases durch die Zuleitung in das
vorbestimmte Volumen, wobei das erhitzte Gas im Falle der Erzeugung
der Alkylradikale und/oder der Wasserstoffatome durch thermische Zersetzung
mindestens die Temperatur aufweist, die der an der Stelle der Mündung der
Zuleitung herrschenden Temperatur des Reaktionsgemisches im Reaktor
entspricht, und wobei das erhitzte Gas im Falle der Erzeugung der
Alkylradikale und/oder der Wasserstoffatome durch nicht-thermische
Zersetzung mindestens die Temperatur aufweist, die der Temperatur
des Taupunktes des Reaktionsgemisches an der Stelle der Mündung der
Zuleitung im Reaktor entspricht, und
- c) Einstellen eines solchen Drucks und einer solchen Temperatur
im Innern des Reaktors, so dass durch thermische Spaltung des gesättigten und/oder
ungesättigten
Kohlenwasserstoffs Wasserstoff und ungesättigter Kohlenwasserstoff gebildet
werden,
mit der Maßgabe,
dass die Herstellung von ungesättigten
halogenhaltigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen durch thermische
Spaltung von gesättigten halogenhaltigen
aliphatischen Kohlenwasserstoffen ausgenommen ist.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann vorteilhaft bei der thermischen Spaltung von Naphtha, bei der
Herstellung von Ethen aus Ethan sowie bei der Herstellung von Propen
aus Propan eingesetzt werden. Es eignet es sich darüber hinaus
auch zur Herstellung anderer ungesättigter Kohlenwasserstoffe
aus gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffen. Eine Übersicht über derartige
Spaltungsreaktionen findet sich in K. Weissermel und H.J. Arpe,
Industrielle organische Chemie: bedeutende Vor- und Zwischenprodukte,
5. überarbeitete
Auflage, Wiley-VCH, 1998, Abschnitt 3 „Olefine". Allen diesen Reaktionen ist gemeinsam,
dass die Spaltung eine Radikalkettenreaktion darstellt, bei der
neben dem gewünschten
Produkt ungewünschte
Nebenprodukte gebildet werden, die bei Dauerbetrieb zu einem Verkoken
der Anlagen führen.
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Unter
dem Begriff „gesättigter
oder ungesättigter
Kohlenwasserstoff" ist
im Rahmen dieser Beschreibung ein gesättigter aliphatischer oder
cycloaliphatischer Kohlenwasserstoff zu verstehen, der gesättigt ist
oder ein oder mehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff Doppelbindungen aufweist,
und der durch Spaltung in ungesättigte
oder höher
ungesättigte
aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe übergeführt werden
kann. Mehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff Doppelbindungen können isoliert
vorliegen oder konjugiert sein.
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Unter
dem Begriff „ungesättigter
Kohlenwasserstoff" ist
im Rahmen dieser Beschreibung ein ungesättigter aliphatischer oder
cycloaliphatischer Kohlenwasserstoff zu verstehen, der ein oder
mehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff Doppelbindungen aufweist und der
durch Spaltung des gesättigten
oder teilweise ungesättigten
Kohlenwasserstoffs entstanden ist. Mehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff
Doppelbindungen können
isoliert vorliegen oder konjugiert sein.
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Unter
dem Begriff „Vorläufer von
Alkylradikalen" ist
im Rahmen dieser Beschreibung ein gesättigter oder ungesättigter
aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoff zu verstehen,
aus dem durch thermische oder nicht-thermische Zersetzung in der
Vorrichtung zur Erzeugung von Radikalen Alkylradikale entstehen.
Vorzugsweise handelt es sich bei den Vorläufern von Alkylradikalen um
gesättigte Kohlenwasserstoffe
mit ein bis sechs Kohlenstoffatomen, insbesondere um Methan. Als
Alkylradikale zur Förderung
der Spaltreaktion kommen insbesondere Methylradikale in Frage.
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Unter
dem Begriff „Vorläufer von
Wasserstoffatomen" ist
im Rahmen dieser Beschreibung Wasserstoffgas oder eine organische
Verbindung zu verstehen, aus denen durch thermische oder nicht-thermische
Zersetzung in der Vorrichtung zur Erzeugung von Radikalen Wasserstoffatome
entstehen. Vorzugsweise handelt es sich bei den Vorläufern von
Wasserstoffatomen um Wasserstoffgas.
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Bevorzugt
ist die Herstellung von Ethen aus Ethan oder von Propen aus Propan
sowie die Spaltung von Naphtha.
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Als
erhitztes Gas zum Einleiten über
die Zuleitungen) in den Eduktgasstrom kann jedes Gas verwendet werden,
dass aus Vorläufern
von Alkylradikalen abgeleitete Alkylradikale und/oder das aus Vorläufern von
Wasserstoffatomen abgeleitete Wasserstoffatome enthält.
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Bei
Variante 1 des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die
Bildung von Alkylradikalen aus Vorläufern von Alkylradikalen und/oder
von Wasserstoffatomen aus Vorläufern
von Wasserstoffatomen in der Zuleitung zum Reaktor, vorzugsweise
kurz vor der Einmündung
der Zuleitung in den Reaktor. Die Zuleitung kann in die Reaktorwand
münden
oder vorzugsweise in das Reaktorinnere, um Wandreaktionen der erzeugten
Radikale zu vermeiden. Bei dieser Variante befindet sich also die
Radikalerzeugungsvorrichtung in der Zuleitung oder vorzugsweise
an deren reaktorseitigem Ende und die gebildeten Radikale werden
durch die Zuleitung in den Reaktor eingespeist.
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Gemäß Variante
II des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt die Einspeisung des Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder des Vorläufer von Wasserstoffatomen
enthaltenden Gases über
eine Zuleitung in ein vorbestimmtes Volumen des Reaktorinnenraumes
und die Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder von Wasserstoffatomen werden dort durch
die Einwirkung einer Radikalerzeugungsvorrichtung in Alkylradikale
und/oder in Wasserstoffatome gespalten. Die Zuleitung kann auch
hier in die Reaktorwand münden
oder vorzugsweise in das Reaktorinnere, um Rekombinationen der erzeugten
Radikale an der Reaktorwand zu verhindern. Bei dieser Variante sind also
Zuleitung und Radikalerzeugungsvorrichtung voneinander getrennt
und die Radikale werden im Reaktorinnern durch Einwirkung der Radikalerzeugungseinrichtung
gebildet.
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Für beide
Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann es darüber
hinaus angebracht sein, in der Nähe
der Mündung
der Zuleitung für
das Alkylradikale, Vorläufer
von Alkylradikalen, Wasserstoffatome und/oder Vorläufer von
Wasserstoffatomen enthaltende Gas eine weitere Zuleitung anzubringen, durch
die erhitztes Inertgas in den Raumbereich des Reaktors eingeleitet
werden kann, in den die Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome
eingeleitet werden oder in dem aus den Vorläufern von Alkylradikalen und/oder
den Vorläufern
von Wasserstoffatomen Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome erzeugt
werden. Dieses Inertgas dient zur Verdünnung der reaktiven Komponenten
und zur Vorbeugung des Entstehens von Koksablagerungen.
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Das
einzuleitende und Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen bzw. daraus erzeugte Alkylradikale und/oder
Wasserstoffatome enthaltende Gas kann daneben noch Inertgas und/oder
Gase, die Bestandteile des Reaktionssystems darstellen, enthalten.
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Beispiele
für Inertgase
sind unter den im Reaktor herrschenden Reaktionsbedingungen inerte Gase,
wie Stickstoff, Edelgase, z.B. Argon, oder Kohlendioxid.
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Beispiele
für Gase,
die Bestandteile des Reaktionssystems darstellen, sind Methan und/oder Ethan.
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Da
die Einleitung des radikal- und/oder wasserstoffatomhaltigen Gases
die Temperatur im Reaktor nicht verringern soll, empfiehlt es sich,
die Temperatur von Gasen enthaltend nicht-thermisch erzeugte Radikale
und/oder Wasserstoffatome mindestens so hoch zu wählen, dass
diese mindestens der Temperatur des Gasstroms am Ort der Einmündung der
Zuleitung in den Reaktor entspricht, während die Temperatur von Gasen
enthaltend thermisch erzeugte Radikale und/oder Wasserstoffatome üblicherweise erheblich
höher ist,
als die Temperatur des Gasstroms am Ort der Einmündung der Zuleitung in den Reaktor.
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Bei
der Erzeugung der Radikale und/oder der Wasserstoffatome durch nichtthermische
Zersetzung ist es auch möglich,
dass das Alkylradikale, Vorläufer
von Alkylradikalen, Wasserstoffatome und/oder Vorläufer von
Wasserstoffatomen enthaltende, erhitzte und in den Reaktor einzuleitende
Gas eine Temperatur aufweist, die unterhalb der Temperatur des Reaktionsgemisches
am Ort der Einmündung
der Zuleitung in den Reaktor liegt. Es ist aber erforderlich, dass
die Temperatur des Alkylradikale, Vorläufer von Alkylradikalen, Wasserstoffatome und/oder
Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltenden, erhitzten und in den Reaktor
einzuleitenden Gases mindestens die Temperatur des Taupunktes des
Reaktionsgemisches an der Stelle der Mündung der Zuleitung im Reaktor
aufweist.
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Vorzugsweise
wird das einzuleitende Gas erst kurz vor dem Einleiten oder Eindüsen in den Eduktgasstrom
erhitzt. Typische Temperaturen des einzuleitenden Gases bewegen
sich im Bereich von 900 bis 2000°C,
vorzugsweise 1200 bis 1700°C.
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Der
durch das eingeleitete Gas hervorgerufene Effekt ist neben der gewählten Temperatur
auch von der Natur des Gases und auch von dessen Menge abhängig. Üblicherweise
setzt man insgesamt nicht mehr als 10 Gew.%, vorzugsweise nicht
mehr als 5 Gew. %, besonders bevorzugt 0,0005 bis 5 Gew.%, bezogen
auf den Gesamtmassenstrom im Reaktor zu.
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Typischerweise
wird mehr als 90%, vorzugsweise mehr als 95 %, der benötigten Reaktionswärme durch
die Heizung der Reaktorwände
zugeführt, während die
durch das heiße,
radikal- und/oder wasserstoffatomhaltige Gas zugeführte Wärme im Falle der
thermischen Radikal- und/oder Wasserstoffatomerzeugung zur vorgelagerten
Zersetzung des Vorläufers
von Alkylradikalen und/oder des Vorläufers von Wasserstoffatomen
dient. Im Falle der nicht-thermischen Radikal- und/oder Wasserstoffatomerzeugung dient
die durch das heiße
radikal- und/oder wasserstoffatomhaltige Gas zugeführte Wärme dazu,
dessen Temperatur über
der Taupunktstemperatur des Reaktionsgemisches and der Stelle der
Einleitung zu halten.
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Es
wird angenommen, dass das Einleiten eines alkylradikal- und/oder
wasserstoffatomhaltigen erhitzten Gases die Radikalkettenreaktion
im Eduktgas fördert,
was letztendlich zu einer erhöhten
Konzentration von Radikalen und einem erhöhten Umsatz bei der Spaltreaktion
führt.
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Als
Zuleitungen für
das Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome enthaltende erhitzte
Gas können
alle dem Fachmann für
diesen Zweck bekannten Vorrichtungen eingesetzt werden. Beispiele dafür sind Rohrleitungen,
die in den Reaktor münden und
die an ihrem reaktorseitigen Ende vorzugsweise eine Düse aufweisen.
Bevorzugt werden Zuleitungen, die unmittelbar vor ihrem reaktorseitigen
Ende eine Heizvorrichtung für
das erhitzte Gas aufweisen.
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Die
Mündung
der Zuleitungen kann in der Reaktorwand liegen. Vorzugsweise münden die
Zuleitungen in das Innere des Reaktors, insbesondere in die Mitte
des Gasstroms im Reaktor, so dass das erhitzte Gas möglichst
nicht mit den Reaktorwänden in
Kontakt kommt.
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Die
Erzeugung der Alkylradikale aus Vorläufern von Alkylradikalen und/oder
der Wasserstoffatome aus Vorläufern
von Wasserstoffatomen kann in der Zuleitung zum Reaktor erfolgen.
Es ist aber auch möglich,
eine Vorrichtung zur Erzeugung von Alkylradikalen und/oder von Wasserstoffatomen
am Ende der Zuleitung für
das Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder das Vorläufer von Wasserstoffatomen enthaltende
Gas anzubringen oder die Vorrichtung zur Erzeugung von Alkylradikalen
und/oder von Wasserstoffatomen ist im Innern des Reaktors angebracht und
erzeugt innerhalb eines vorbestimmten Volumens eine erhöhte Alkylradikal-
und/oder Wasserstoffatomkonzentration, und die Zuleitung zum Reaktor
mündet
in dieses vorbestimmte Volumen und gestattet die Einleitung von
erhitztem Gas, wie Inertgas und/oder Vorläufer von Alkylradikalen und/oder
Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltendes Gas.
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Die
Erzeugung von Alkylradikalen aus Vorläufern von Alkylradikalen und/oder
von Wasserstoffatomen aus Vorläufer
von Wasserstoffatomen kann durch thermische oder nicht-thermische
Verfahren erfolgen. Beispiele für
nicht-thermische Verfahren sind die photolytische Spaltung mittels
elektromagnetischer Strahlung oder Teilchenstrahlung oder die Erzeugung
von nicht-thermischen Plasmen mittels elektrischer Entladungen.
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Bei
Variante I des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird im Falle der Alkylradikal-und/oder
der Wasserstoffatomerzeugung durch thermische Zersetzung ein mit
Inertgas verdünntes
und Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltendes Gas eingesetzt oder das Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltende Gas wird über eine Wärmequelle geleitet, deren Oberfläche mit
Inertgas gespült
wird. Diese Maßnahmen
tragen deutlich zur Verringerung der Tendenz zur Koksbildung bei.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome enthaltende, mit
Inertgas verdünnte
und einzuleitende Gas in der Zuleitung unmittelbar vor der Einleitung
in den Reaktor elektrisch erhitzt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird das Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltende, vorzugsweise mit Inertgas verdünnte und
einzuleitende Gas am Ende der Zuleitung unmittelbar vor der Einleitung
in den Reaktor durch eine Vorrichtung zur Erzeugung von Alkylradikalen
und/oder von Wasserstoffatomen, insbesondere durch eine elektrische Entladungsstrecke,
geleitet.
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Eine
weitere bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst die
Erzeugung eines thermischen Plasmas aus Inertgas, Abkühlung des
thermischen Plasmas durch die Zuführung von Inertgas auf die
gewünschte
Temperatur, so das ein Gas mit einer Temperatur erzeugt wird, die
ausreichend hoch ist, um aus einem Vorläufer von Alkylradikalen und/oder
aus einem Vorläufer
von Wasserstoffatomen Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome erzeugen
zu können,
Vermischen dieses Gases mit einem Vorläufer von Alkylradikalen und/oder
einem Vorläufer
von Wasserstoffatomen und Einleiten dieses Alkylradikale und/oder
Wasserstoffatome enthaltenden Gemisches in den Reaktor.
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Eine
weitere bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens betrifft den
Einsatz von Gasen, die von Vorläufern
von Alkylradikalen und/oder Vorläufern
von Wasserstoffatomen abgeleitet sind, und in denen mittels einer
elektrischen Entladung, vorzugsweise einer Funken-, Barriere- oder Koronaentladung,
Radikale erzeugt worden sind.
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Eine
weitere bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens betrifft den
Einsatz von Gasen, die von Vorläufern
von Alkylradikalen und/oder von Vorläufern von Wasserstoffatomen
abgeleitet sind, und in denen mittels einer Mikrowellenentladung
oder einer Hochfrequenzentladung Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome
erzeugt worden sind.
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Noch
eine weitere bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
betrifft den Einsatz von Gasen, die von Vorläufern von Wasserstoffatomen
abgeleitet sind, und in denen mittels einer chemischen Reaktion
gleichzeitig Hitze und Wasserstoffatome erzeugt worden sind. Beispiele
dafür sind
die Verbrennung oder die katalytische Umsetzung eines Überschusses
von Wasserstoff mit Sauerstoff im oder kurz vor der Einmündung der
Zuleitung in den Reaktor. So kann eine Knallgasflamme eingesetzt werden,
wobei Wasserstoff im Überschuss
eingesetzt wird und bei der vorzugsweise ein Inertgas zugesetzt
ist. Ganz besonders bevorzugt ist die Umsetzung eines Überschusses
an Wasserstoff mit Sauerstoff in Gegenwart von Inertgas an einer
katalytisch wirksamen Oberfläche,
z.B. an Platin.
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Noch
eine weitere bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
betrifft den Einsatz von Gasen, die von Vorläufern von Alkylradikalen und/oder
von Vorläufern
von Wasserstoffatomen abgeleitet sind, und in denen in der Zuleitung
zum Reaktor oder in einem vorbestimmten Volumen im Innern des Reaktors
mittels einer photochemischen Reaktion Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome erzeugt
worden sind. Ein Beispiel dafür
ist der Einsatz einer in der Zuleitung zum Reaktor angebrachten
zur Erzeugung von Alkylradikalen und/oder Wasserstoffatomen geeigneten
Strahlungsquelle, wie einer Excimerlampe, einer Quecksilberdampflampe, einem
Laser, sowie die Einstrahlung von zur Erzeugung von Alkylradikalen
und/oder Wasserstoffatomen geeigneter elektromagnetischer Strahlung
oder von Teilchenstrahlung, wie von alpha- oder beta-Teilchen, in
die Zuleitung zum Reaktor bzw. in den Reaktor.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird ein Reaktor eingesetzt, der im Innern mindestens ein auf einem
gasdurchlässigen
Träger
angeordnetes katalytisch aktives Metall, Metalllegierung und/oder
Metalloxid aufweist.
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Als
katalytisch aktives Metall, Metalllegierung und/oder Metalloxid
kann jede Verbindung eingesetzt werden, die unter den im Reaktor
herrschenden Reaktionsbedingungen beständig ist, beispielsweise nicht
schmilzt und die eine katalytische Aktivität auf den Verlauf der Spaltreaktion
ausübt.
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Es
wird angenommen, dass katalytisch aktive Oberflächen die Aktivierungsenergie
eines oder mehrerer Schritte der Radikalkettenreaktion absenken
und dadurch eine weitere Beschleunigung der Reaktion hervorrufen.
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Bevorzugt
wird als katalytisch aktives Metall bzw. als Metalllegierung ein
Metall oder eine Metalllegierung aus der B. Nebengruppe des Periodensystems
der Elemente, insbesondere Eisen, Kobalt, Nickel, Rhodium, Ruthenium,
Palladium oder Platin, sowie Legierungen dieser Metalle mit Gold,
eingesetzt.
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Ganz
besonders bevorzugt sind Rhodium, Ruthenium, Palladium und Platin.
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Beispiele
für katalytisch
aktive Metalloxide sind Seltenerdoxide und deren Gemische.
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Als
gasdurchlässige
Träger
lassen sich alle dem Fachmann bekannten Träger verwenden, die sich in
ausgewählten
Bereichen der Reaktorinnenwand und/oder des Reaktorinnern anbringen
lassen und die mit Zuleitungen für
Spülgas
versehen sind. Dabei kann es sich um einen Käfig handeln, der beispielsweise
von einem Gitter oder einer durchbrochenen Metallplatte gebildet
wird, der eine Katalysatorschüttung
aufnehmen und von dem Spülgas durchströmt werden
kann, beispielsweise durch zentrische Einleitung mittels eines perforierten
Rohres.
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Weiterhin
kann es sich bei dem gasdurchlässigen
Träger
um eine gasdurchlässige
Platte handeln, die von einem Flächengebilde,
wie einem Drahtnetz, aus katalytisch aktivem Metall umgeben ist.
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Bevorzugt
handelt es sich bei dem gasdurchlässigen Träger um einen porösen Formkörper. Dieses
kann aus dem katalytisch aktiven Metall, Metalllegierung und/oder
Metalloxid bestehen. Vorzugsweise handelt es sich um eine poröse Keramik,
die insbesondere mit dem katalytisch aktiven Metall, Metalllegierung
und/oder Metalloxid beschichtet ist ; oder es handelt sich um eine
poröse
Keramik, die mit dem katalytisch aktiven Metall, Metalllegierung
und/oder Metalloxid dotiert ist.
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Das
katalytisch aktive Metall, Metalllegierung und/oder Metalloxid kann
in beliebiger Form in oder auf dem gasdurchlässigen Träger angebracht sein. Dem Fachmann
sind derartige Anordnungen bekannt.
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Beispielsweise
kann das katalytisch aktive Metall, Metalllegierung und/oder Metalloxid
in der Form von Ausformungen mit einem möglichst grossen Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis vorliegen. Vorzugsweise
ist das katalytisch aktive Metall, Metalllegierung und/oder Metalloxid
als Beschichtung und/oder als Dotierung auf bzw. in dem gasdurchlässigen Träger angebracht.
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Für das Aufrechterhalten
einer möglichst
langen Betriebsdauer ist es erforderlich, die katalytische Aktivität des Metalls,
Metalllegierung und/oder Metalloxid möglichst lange zu erhalten und/oder
während
des Weiterbetriebs des Reaktors wieder herstellen bzw. regenerieren
zu können.
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Es
wurde gefunden, dass sich dieses durch Spülen der katalytischen Oberfläche mit
einem gasförmigen
Reduktionsmittel erreichen lässt.
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Als
gasförmiges
Reduktionsmittel lassen sich alte bei den im Reaktor herrschenden
Temperaturen gasförmigen
Reduktionsmittel für
Verkokungsprodukte einsetzen. Beispiele dafür sind Wasserstoff oder ein
Gemisch aus Wasserstoff und Inertgas.
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Die
Zuführung
des gasförmigen
Reduktionsmittels erfolgt über
den gasdurchlässigen
Träger
und wird durch diesen dem katalytisch aktiven Metall, Metalllegierung
und/oder Metalloxid zugeleitet.
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Dabei
kann das Zuleiten des gasförmigen Reduktionsmittels
kontinuierlich oder in vorbestimmten Zeitintervallen erfolgen.
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Das
gasförmige
Reduktionsmittel unverdünnt
oder zusammen mit Inertgasen, wie Stickstoff und/oder Edelgasen,
zugeführt
werden.
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Die
Temperatur des über
den gasdurchlässigen
Träger
zugeführten
gasförmigen
Reduktionsmittels wird zweckmäßigerweise
der Temperatur angepasst, die im Innern des Reaktors am Ort des
gasdurchlässigen
Trägers
herrscht.
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Durch
eine kontinuierliche oder intermittierende Injektion von heißen Gasen
in das Reaktionsgemisch lässt
sich der Umsatz bei der Spaltreaktion steigern und die Produktausbeute
erhöhen;
durch die parallele Spülung
mit Inertgas und/oder Reduktionsmittel lässt sich die Verkokung der
Oberfläche
des gegebenenfalls im Innern des Reaktors angebrachten katalytisch
aktiven Metalls, Metalllegierung und/oder Metalloxids effizient
verhindern bzw. verlangsamen und dadurch die Betriebsdauer des Spaltofens
verlängern
sowie der Umsatz der Spaltreaktion nochmals vergrößern. Beim
Spülvorgang
wird der Betrieb des Reaktors nicht unterbrochen.
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Anstelle
von oder zusammen mit dem gasförmigen
Reduktionsmittel können
in den Reaktor über
den gasdurchlässigen
Träger
dem katalytisch aktiven Metall, Metalllegierung und/oder Metalloxid ferner
Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen zugeleitet werden. Beispiele dafür sind weiter
oben aufgeführt.
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Bevorzugt
mündet
mindestens eine Zuleitung für
Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltendes heißes Gas in der Nähe des Eintritts
des Eduktgasstromes in den Reaktor.
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Dadurch
kann an dieser Stelle ein aus Vorläufer von Alkylradikalen und/oder
aus Vorläufer
von Wasserstoffatomen gebildetes, Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome
enthaltendes erhitztes Gas in den Reaktor eingeleitet werden, wobei
bereits bei Eintritt des Eduktgases in den Reaktor eine hohe Konzentration
an Alkylradikalen und/oder Wasserstoffatomen vorliegt, die zu einem
effizienten Verlauf der Kettenreaktion beiträgt.
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In
einer bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in den
Eduktgasstrom beim Durchlauf durch den Reaktor über mehrere Zuleitungen ein
aus Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen gebildetes, Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome
enthaltendes erhitztes Gas eingeleitet.
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Ganz
besonders bevorzugt ist die Anzahl der Zuleitungen im ersten Drittel
des Reaktors größer als im
zweiten Drittel und/oder im dritten Drittel.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann unter Verwendung der an sich üblichen Drucke und/oder Temperaturen
betrieben werden. Gängige Betriebsdrucke
liegen im Bereich von 0,1 bis 0,5 MPa (Ofenausgang); gängige Betriebstemperaturen
liegen im Bereich von 750 bis 885 °C (Ofenausgang). Die endotherme
Spaltreaktion benötigt
eine ständige Zufuhr
von Energie; dieses erfolgt bei der Passage des zu spaltenden Gases
durch den Reaktor.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist eine Absenkung der üblichen
Betriebstemperaturen möglich.
Dadurch wird eine wirtschaftlichere Verfahrensweise ermöglicht.
Anstelle einer Absenkung der Betriebstemperaturen ist eine Ausbeutesteigerung möglich.
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Die
Erfindung betrifft auch einen Reaktor zur Durchführung des oben definierten
Verfahrens umfassend die Elemente:
- i) in den
Reaktor mündende
Zuleitung für
den Eduktgasstrom enthaltend gesättigten
und/oder ungesättigten
Kohlenwasserstoff,
- ii) mindestens eine in das Innere des Reaktors mündende Zuleitung
für ein
erhitztes Gas,
- iii) mit der Zuleitung verbundene Quelle für einen Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder einen Vorläufer von Wasserstoffatomen,
- iv) in der Zuleitung angebrachte Vorrichtung zur Erzeugung von
Alkylradikalen und/oder Wasserstoffatomen aus Vorläufern von
Alkylradikalen und/oder aus Vorläufern
von Wasserstoffatomen,
- v) gegebenenfalls Heizvorrichtung für das Aufheizen des Gases in
der Zuleitung,
- vi) Heizvorrichtung für
das Aufheizen und/oder die Aufrechterhaltung der Temperatur des
Gasstromes im Reaktor, und
- vii) aus dem Reaktor führende
Ableitung für
den Produktgasstrom der thermischen Spaltung enthaltend ungesättigten
Kohlenwasserstoff, ausgenommen ungesättigten halogenhaltigen ungesättigten
Kohlenwasserstoff.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung auch einen Reaktor zur Durchführung des
oben definierten Verfahrens umfassend die Elemente:
- i) in den Reaktor mündende
Zuleitung für
den Eduktgasstrom enthaltend gesättigten
und/oder ungesättigten
Kohlenwasserstoff,
- ii) mindestens eine in das Innere des Reaktors mündende Zuleitung
für ein
erhitztes Gas,
- iii) mit der Zuleitung verbundene Quelle für einen Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder einen Vorläufer von Wasserstoffatomen,
- viii) am Ende der Zuleitung angebrachte Vorrichtung zur Erzeugung
von Alkylradikalen und/oder Wasserstoffatomen aus Vorläufern von
Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen,
- v) gegebenenfalls Heizvorrichtung für das Aufheizen des Gases in
der Zuleitung,
- vi) Heizvorrichtung für
das Aufheizen und/oder die Aufrechterhaltung der Temperatur des
Gasstromes im Reaktor, und
- vii) aus dem Reaktor führende
Ableitung für
den Produktgasstrom der thermischen Spaltung enthaltend ungesättigten
Kohlenwasserstoff, ausgenommen ungesättigten halogenhaltigen ungesättigten
Kohlenwasserstoff.
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In
einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung einen Reaktor zur Durchführung des oben definierten
Verfahrens umfassend die Elemente:
- i) in den
Reaktor mündende
Zuleitung für
den Eduktgasstrom enthaltend gesättigten
und/oder ungesättigten
Kohlenwasserstoff,
- ix) im Innern des Reaktors angebrachte Vorrichtung, die innerhalb
eines vorbestimmten Volumens im Innern des Reaktors aus Vorläufern von Alkylradikalen
und/oder Vorläufern
von Wasserstoffatomen Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome erzeugt,
- x) mindestens eine in das vorbestimmte Volumen im Innern des
Reaktors mündende
Zuleitung für ein
erhitztes und Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltendes Gas,
- iii) mit der Zuleitung verbundene Quelle für einen Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder einen Vorläufer von Wasserstoffatomen,
- v) Heizvorrichtung für
das Aufheizen des Gases in der Zuleitung,
- vi) Heizvorrichtung für
das Aufheizen und/oder die Aufrechterhaltung der Temperatur des
Gasstromes im Reaktor, und
- vii) aus dem Reaktor führende
Ableitung für
den Produktgasstrom der thermischen Spaltung enthaltend ungesättigten
Kohlenwasserstoff, ausgenommen ungesättigten halogenhaltigen ungesättigten
Kohlenwasserstoff.
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Als
Reaktor können
alle dem Fachmann für derartige
Reaktionen bekannten Typen eingesetzt werden. Bevorzugt wird ein
Rohrreaktor mit in der Strahlungszone senkrecht angeordneten Rohren.
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Vorzugsweise
besteht die Zuleitung für
das erhitzte Gas aus Rohrleitungen aus Metall, die in der Wand oder
vorzugsweise den Innenraum des Reaktors münden und die an ihrem reaktorseitigen
Ende eine Düse
aufweisen und die vorzugsweise unmittelbar vor ihrem reaktorseitigen
Ende eine elektrische Heizvorrichtung für das erhitzte Gas aufweisen.
In einer bevorzugten Variante besteht diese Heizvorrichtung vollständig aus
Keramik.
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Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Reaktors
umfasst einen Generator für
ein thermisches Plasma, beispielsweise einen Hochfrequenz-Plasmagenerator,
der mit der Zuleitung für
das Radikale enthaltende Gas zum Reaktor verbunden ist, wobei der
Hochfrequenz-Plasmagenerator mit einer weiteren Zuleitung für einen Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder einem Vorläufer von Wasserstoffatomen
und gegebenenfalls mit einer weiteren Zuleitung für ein Inertgas
verbunden ist.
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Der
Hochfrequenz-Plasmagenerator ist vorzugsweise in der Nähe der Einmündung der
Zuleitung in den Reaktor an der äußeren Reaktorwand
angebracht.
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Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Reaktors
umfasst eine Vorrichtung zur Erzeugung einer elektrischen Entladung, vorzugsweise
einer Funken-, Barriere- oder Koronaentladung, die mit der Zuleitung
zum Reaktor verbunden ist. Diese ist ebenfalls vorzugsweise in der
Nähe der
Einmündung
der Zuleitung in den Reaktor an der äußeren Reaktorwand angebracht.
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Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Reaktors
umfasst eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Mikrowellenentladung oder
einer Hochfrequenzentladung, die mit der Zuleitung zum Reaktor verbunden
ist. Diese ist ebenfalls vorzugsweise in der Nähe der Einmündung der Zuleitung in den
Reaktor an der äußeren Reaktorwand
angebracht.
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Noch
eine weitere bevorzugte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Reaktors
umfasst eine Vorrichtung, in der mittels einer chemischen Reaktion gleichzeitig
Hitze und Wasserstoffatome erzeugt werden, und die wenigstens zwei
Zuleitungen für
die Reaktanten sowie einen Brenner aufweist, der direkt in den Reaktor
mündet.
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Eine
weitere bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Reaktors
umfasst eine Strahlungsquelle, die in der Zuleitung zum Reaktor angeordnet
ist oder deren Strahlung in die Zuleitung zum Reaktor geleitet wird.
Diese ist ebenfalls vorzugsweise in der Nähe der Einmündung der Zuleitung in den
Reaktor an der äußeren Reaktorwand
angebracht.
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In
einer ganz bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Reaktors
ist im Innern des Reaktors mindestens eine poröse Keramik in Form einer Kerze
vorhanden, deren Oberfläche
mit katalytisch aktivem Metall, Metalllegierung und/oder Metalloxid
beschichtet ist und/oder die mit katalytisch aktivem Metall, Metalllegierung
und/oder Metalloxid dotiert ist, und die Kerze ist mit einer Zuleitung
für ein gasförmiges Reduktionsmittel
und/oder einen Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen zur Weiterleitung an das katalytisch aktive
Metall, Metalllegierung und/oder Metalloxid ausgestattet.
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Weitere
besonders bevorzugte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens
und Reaktors werden nachstehend anhand der 1 bis 9 beschrieben.
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Es
zeigen
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1:
Eine bevorzugt eingesetzte Vorrichtung zum Erhitzen und Einleiten
eines aus Vorläufern von
Alkylradikalen und/oder Vorläufern
von Wasserstoffatomen gebildeten, Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome
enthaltenden erhitzten Gases in einen Spaltreaktor dargestellt im
Längsschnitt
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2:
Eine Anordnung der Vorrichtung nach 1 in einem
Reaktionsrohr dargestellt im Längsschnitt
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3a und 3b:
Rohrreaktor mit Vorrichtung gemäß 1 im
Längs-
und Querschnitt
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4:
Eine bevorzugt eingesetzte Vorrichtung zur Erzeugung von Radikalen
durch ein nichtthermisches Plasma und zum Einleiten des aus Vorläufern von
Alkylradikalen und/oder Vorläufern
von Wasserstoffatomen gebildeten, Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome
enthaltenden erhitzten Gases in einen Spaltreaktor dargestellt im
Längsschnitt
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5:
Eine weitere bevorzugt eingesetzte Vorrichtung zur Erzeugung von
Radikalen durch ein nichtthermisches Plasma und zum Einleiten des
aus Vorläufern
von Alkylradikalen und/oder Vorläufern von
Wasserstoffatomen gebildeten, Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome
enthaltenden erhitzten Gases in einen Spaltreaktor dargestellt im
Längsschnitt
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6:
Eine Anordnung der Vorrichtungen nach 4 oder 5 in
einem Reaktionsrohr dargestellt im Längsschnitt
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7:
Eine weitere bevorzugt eingesetzte Vorrichtung zur Erzeugung von
Alkylradikalen und/oder Wasserstoffatomen aus Vorläufern von
Alkylradikalen und/oder Vorläufern
von Wasserstoffatomen durch Strahlung und zum Einleiten des Alkylradikale
und/oder Wasserstoffatome enthaltenden Gases in einen Spaltreaktor
dargestellt im Längsschnitt
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8:
Eine Modifikation der Vorrichtung nach 7 dargestellt
im Längsschnitt
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9:
Eine weitere Modifikation der Vorrichtung nach 7 dargestellt
im Längsschnitt
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In
einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
kommt der Eduktgasstrom beim Durchlauf im Reaktor mit einem Alkylradikale
und/oder Wasserstoffatome enthaltenden Gas in Berührung, das
in einer oder mehreren Heizvorrichtungen der in 1 skizzierten
Art erzeugt worden ist.
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Bei
der Heizvorrichtung handelt es sich um eine elektrisch betriebene
Heizpatrone (1), die vorzugsweise mit Keramikummantelung
versehen ist und die in einem Gehäuse (2) angeordnet
ist, das einen oder mehrere konzentrische Ringspalte (3)
aufweist.
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Das
Gehäuse
(2) kann aus Keramik und/oder aus Metall bestehen. Das
Gehäuse
besitzt vorzugsweise zylindrische Gestalt.
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Die
Heizpatrone (1) ist in dem Gehäuse (2) mittels einer
gasdichten, druck- und temperaturbeständigen Durchführung (4)
fixiert. Vorzugsweise handelt es sich dabei um eine mit einem Schraubgewinde
versehene Durchführung
(4), in welche die Heizpatrone eingeschraubt und fixiert
werden kann.
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Das
Gehäuse
(2) weist einen Gaseintritt (5) auf, durch den
ein Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltender und gegebenenfalls mit Inertgas
verdünnter Gasstrom
eingeleitet werden kann. Vorzugsweise befindet sich der Gaseintritt
(5) an der Außenwand des
Gehäuses
(2).
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In
dem Gehäuse
sind vorzugsweise mehrere konzentrische Ringspalte (3)
ausgebildet, durch die das Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer von
Wasserstoffatomen enthaltende Gas strömt. Diese Ringspalte (3)
besitzen mindestens zwei Öffnungen,
durch die das Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltende Gas in den Ringspalt ein- und
ausströmt.
Vorzugsweise sind diese Öffnungen
in Höhe
der vorderen und hinteren Endung der Heizvorrichtung angebracht.
Dies hat zur Folge, dass der Gasstrom jeden Ringspalt entlang der
gesamten Länge
der Heizvorrichtung durchströmt
und dass sich die Strömungsrichtung
des Gasstromes in jedem Ringspalt umkehrt. Der Gasstrom bewegt sich
in der dargestellten Ausführungsform
von der Außenseite
des Gehäuses (2)
durch die Ringspalte (3), wird in den Ringspalten (3)
mehrfach umgelenkt, und strömt
schließlich
längs der
im Innern angebrachten Heizpatrone (1) und danach durch
einen Gasaustritt (6), der vorzugsweise als Düse gestaltet
ist, in den Reaktionsraum.
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Das
Gehäuse
(2) kann aber auch lediglich einen Ringspalt aufweisen.
In diesem Fall strömt
das Gas sofort längs
der Heizpatrone (1) durch den Gasaustritt (6)
in den Reaktionsraum.
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Die
in 1 dargestellte Ausgestaltungsform mit mehreren
Ringspalten bietet den Vorteil, dass die Außenwand der Heizvorrichtung
sich durch das starke Aufheizen des Vorläufer von Alkylradikalen und/oder
Vorläufer
von Wasserstoffatomen enthaltenden Gases an der Heizpatrone (1)
nicht oder nicht wesentlich über
die im Reaktionsraum herrschende Temperatur aufheizt. Dies beugt
der verstärkten
Bildung von Koksablagerungen auf der Außenwand vor.
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In
einer weiteren Ausgestaltungsform kann die Außenwand der Heizvorrichtung,
insbesondere der Teil der Heizvorrichtung, der in den Reaktionsraum
hineinragt, mit einem inerten Material, z. B. einem Metalloxid,
Keramik, Bornitrid oder Siliziumnitrid beschichtet sein.
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Weiterhin
kann die der Heizpatrone (1) gegenüberliegende Innenwand der Heizvorrichtung
mit solchen Materialien beschichtet sein.
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In
einer weiteren Ausgestaltungsform weist die Vorrichtung mindestens
zwei getrennte Gaszuleitungen auf, wobei die eine Zuleitung der
Einspeisung eines Inertgases und die andere Zuleitung der Einspeisung
eines Vorläufers
von Alkylradikalen und/oder Vorläufers
von Wasserstoffatomen dient. Dabei ist die Zuleitung für den Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen vorzugsweise so angeordnet, dass die Vermischung mit
dem Inertgas erst kurz vor dem Eintritt in den Reaktionsraum erfolgt.
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Die
in 1 dargestellte Heizvorrichtung ist an ihrer Außenwand
mit einem Konus (8) versehen, an dessen Außenseite
sich ein Gewinde (7) befindet. Der Konus (8) und
derjenige Teil der Heizvorrichtung, der die abdichtende Kante für die Linienabdichtung ausbildet,
bestehen aus Werkstoffen, die etwa die gleiche thermische Ausdehnung
besitzen, insbesondere aus dem gleichen Werkstoff.
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Eine
mögliche
Anordnung der Heizvorrichtung am Reaktionsrohr ist in 2 dargestellt.
An das Reaktionsrohr (9) ist eine Halterung (10)
angeschweißt,
die ein Gewinde (11) sowie einen Vorsprung (12)
aufweist, der eine umlaufende Dichtkante bildet.
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Wird
nun die in 1 beschriebene Heizvorrichtung
in die Halterung (10) eingeschraubt, so schneidet die Vorsprung
(12) in den Konus (8) und bildet so eine zuverlässige Dichtung
aus.
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Dieses
Abdichtungsprinzip wird bereits in der
DE-A-44 20 368 beschrieben.
Ebenfalls wie in 44 20 368 bereits beschrieben kann eine zusätzliche
Abdichtung durch eine (in der
2 nicht
dargestellte) Stopfbuchspackung erfolgen.
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Die
in 1 dargestellte Heizvorrichtung kann in einen konventionellen
Rohrreaktor zur Herstellung ungesättigter Kohlenwasserstoffe
durch thermische Spaltung von gesättigten Kohlenwasserstoffen
eingebaut werden.
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Ein
solcher Einbau ist in den 3a und 3b schematisch
dargestellt.
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Der
Rohrreaktor umfasst einen Ofen sowie ein darin hauptsächlich senkrecht
verlaufendes Reaktionsrohr.
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Im
Allgemeinen ist ein solcher mit einem Primärenergieträger, wie mit Öl oder Gas,
befeuerter Ofen in eine sogenannte Strahlungszone (16)
und eine Konvektionszone (17) aufgeteilt.
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In
der Strahlungszone (16) wird die für die Pyrolyse erforderliche
Wärme vor
allem durch Strahlung der durch Brenner (16a) beheizten
Ofenwände auf
das Reaktionsrohr (19a) übertragen.
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In
der Konvektionszone (17) wird der Energieinhalt der heißen, aus
der Strahlungszone austretenden Rauchgase durch konvektive Wärmeübertragung
auf das in den 3a und 3b nicht
dargestellte durch die Konvektionszone (17) verlaufende Reaktionsrohr
(19a) übertragen.
Außerdem
kann das Edukt der Pyrolysereaktion, z.B. Ethan, vorgewärmt, verdampft
oder überhitzt
werden. Ebenso ist auch die Erzeugung von Wasserdampf und/oder die
Vorwärmung
von Verbrennungsluft möglich.
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Bei
einer typischen Anordnung wird flüssiges Ethan zunächst in
der Konvektionszone des Spaltofens vorgewärmt und danach in einem speziellen Verdampfer
außerhalb
des Spaltofens verdampft. Das dampfförmige Ethan wird dann wiederum
der Konvektionszone zugeführt
und dort überhitzt,
wobei bereits die Pyrolysereaktion einsetzen kann. Nach erfolgter Überhitzung
tritt das Ethan in die Strahlungszone ein, wo der Umsatz zu Ethylen
und Wasserstoff stattfindet.
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Infolge
der in der Strahlungszone und der im Eintritt der Konvektionszone
herrschenden hohen Temperaturen ist es vorteilhaft, die in 1 skizzierte Vorrichtung
nicht direkt innerhalb dieser Zonen anzuordnen, da sonst z.B. eine
definierte Temperatureinstellung des zur Förderung der Spaltreaktion eingeleiteten
erhitzten und Radikale enthaltenden Gases oder Gasgemischs nicht
oder nur erschwert möglich ist.
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Daher
wird eine Anordnung bevorzugt, wie sie in den 3a und 3b schematisch
dargestellt ist.
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Hierbei
ist der Spaltofen um ein zusätzliches, am
Deckel oder am Boden des Rohrreaktors angeordnetes nicht beheiztes
Kompartment (18) erweitert, das thermisch isoliert sein
kann. Aus der eigentlichen Strahlungszone (16) werden dann
Schlaufen des senkrecht verlaufenden Reaktionsrohrs (19a)
durch dieses Kompartment (18) geführt. In diesen Schlaufen, vorzugsweise
an den Bögen
der Schlaufen und mündend
in die senkrechten Abschnitten dieser Schlaufen, wird dann die Heizvorrichtung
gemäß 1 (19)
zum Einleiten eines erhitzten Radikale enthaltenden Gases montiert,
also in das Reaktionsrohr eingebaut, so dass der Eduktgasstrom an
diesen Stellen mit dem erhitzten Radikale enthaltenden Gas in Kontakt
gebracht werden kann.
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Die
aus der Strahlungszone (16) in das unbeheizte Kompartment
(18) geführten
Schlaufen des Reaktionsrohrs (19a) sind vorzugsweise mit
einer thermischen Isolation versehen.
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In
einer weiteren besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
kommt der Eduktgasstrom beim Durchlauf im Reaktor mit einem Radikale
enthaltenden nichtthermischen Plasmas in Berührung, das in einer oder mehreren
Vorrichtungen der in 4 und 5 skizzierten
Art erzeugt worden ist.
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4 und 5 zeigen
eine an sich bekannte Vorrichtung zur vorgelagerten Erzeugung von Radikalen
durch ein nichtthermisches Plasma aus einem gasförmigem Vorläufer von Alkylradikalen und/oder
Vorläufer
von Wasserstoffatomen oder einem Gemisch daraus mit Inertgas, sowie
die Einspeisung des Plasmas in den erfindungsgemäßen Reaktor.
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Dabei
werden in einem, vom Reaktionsraum der Spaltreaktion abgetrennten
Volumen, mittels einer elektrischen Entladung aus einem gasförmigen Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome erzeugt.
Hierbei kann der unverdünnte Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen verwendet werden, oder der Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder der Vorläufer
von Wasserstoffatomen kann mit einem Inertgas, wie Stickstoff oder
Edelgas, verdünnt
werden. Bei der elektrischen Entladung handelt es sich vorzugsweise um
eine Barriere- oder Koronaentladung. Die so erzeugten Alkylradikale
und/oder Wasserstoffatome werden dann in den eigentlichen Reaktionsraum
des erfindungsgemäßen Reaktors
eingespeist.
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Die
in den
4 und
5 dargestellte vorzugsweise
im erfindungsgemäßen Reaktor
eingesetzte Vorrichtung ist aus der
DE-A-196 48 999 bekannt. Die vorbekannte Vorrichtung
wird zur Behandlung von Oberflächen
mittels Hochdruckplasma eingesetzt.
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Vorteilhafterweise
wird die Vorrichtung zur Erzeugung eines nichtthermischen Plasmas
mit einem Abdichtungssystem kombiniert, wie es bereits für die Einbringung
einer Messsonde in einen Spaltofen zur Erzeugung von Vinylchlorid
aus der
DE-A-44 20 368 bekannt
ist.
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Abweichend
von der in
DE-A-196
48 999 beschriebenen Vorgehensweise wird die Vorrichtung zur
Plasmaerzeugung erfindungsgemäß bei wesentlich
höheren
Drucken von mindestens 5 bar, vorzugsweise 12 bis 26 bar, betrieben.
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Gegenüber dem
aus der
DE-A-196 48
999 bekannten Betrieb bei Atmosphärendruck sind zur Erzeugung
z.B. einer Barriereentladung wesentlich höhere elektrische Spannungen
erforderlich.
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Die
erfindungsgemäß bevorzugt
eingesetzte Vorrichtung zur Plasmaerzeugung umfasst einen Gaseinlass
(43), einen Plasmaerzeugungsbereich (32) mit mindestens
zwei Elektroden (33, 34) und einen Gasauslass
(28), der in einen Reaktionsraum (46) mündet, wobei
Reaktionsraum (46) und Plasmaerzeugungsbereich (32)
räumlich
voneinander getrennt sind.
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Ein
Beispiel der im erfindungsgemäßen Reaktor
eingesetzten und in der
DE-A-196
48 999 beschriebenen Vorrichtung wird im folgenden unter
Bezugnahme auf
4 näher erörtert, welche einen Längsschnitt
zeigt.
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Die
Vorrichtung weist ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse (20)
mit einem hinteren Ende (21) und einem vorderen Ende (22)
auf. Entlang seiner Außenseite
(23) ist das Gehäuse
(20) mit einem Konus (24) und einem Gewinde (25)
versehen. Gehäuse
(20) besteht aus einem leitenden Material, wie Metall,
vorzugsweise Stahl oder einem anderen Metall, das unter den im Reaktor
herrschenden Bedingungen beständig
ist.
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Im
Bereich seines vorderen Ende (22) verjüngt sich das zylindrische Gehäuse (20)
und weist im Bereich seiner Zylinderachse (26) eine als
Gasauslass (28) dienende Öffnung auf. Diese Öffnung kann
durch einen Stutzen gebildet werden. Im Bereich seines hinteren
Endes (21) trägt
das Gehäuse (20)
einen Flansch (29), welcher Kanäle und Zuführungen aufweist, die weiter
unten beschrieben werden.
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Im
Inneren des Gehäuses
(20) befindet sich ein zur Achse (26) axialsymmetrisch
angeordnetes, einseitig im Bereich des Gasauslasses (27)
geschlossenes Keramikrohr (30). Der Außendurchmesser dieses Keramikrohres
(30) ist so gewählt,
dass sich zur Innenseite (31) des Gehäuses (20) ein Ringspalt
ergibt, der im folgenden als Plasmaerzeugungsbereich (32)
bezeichnet wird. Die Innenseite des Keramikrohres (30)
ist mit Hilfe eines Metallauftrags, beispielsweise eines Leitsilberauftrags
leitfähig beschichtet
und bildet eine Elektrode (33) einer Plasmaerzeugungsvorrichtung.
Die andere Elektrode (34) wird durch das elektrisch leitende
Gehäuse
(20) selbst gebildet. Zwischen der als Innenbeschichtung ausgebildeten
Elektrode (33) und der durch das Gehäuse (20) gebildeten
Elektrode (34) befindet sich also das Keramikrohr (30)
und der ringspaltförmige Plasmaerzeugungsbereich
(32).
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Im
Inneren des Keramikrohres (30) befindet sich ein weiteres
Rohr (35), welches ebenfalls axialsymmetrisch zur Zylinderachse
(26) angeordnet, jedoch beidseitig offen ist. Dieses weitere
Rohr (35) ist mit Hilfe einer sich gegen das geschlossene
Ende (36) des Keramikrohres (30) abstützenden
Feder (37) im Bereich des vorderen Endes (22)
des Gehäuses
(20) innerhalb des Keramikrohres (30) mit Abstand
fixiert, so dass sich auch zwischen der Außenseite des weiteren Rohres
(35) und der leitfähig
beschichteten Innenseite des Keramikrohres (30) ein Ringspalt
(38) befindet. Die Feder (37) ist beispielsweise
drei oder vierflügelig
ausgebildet und ermöglicht
in jedem Fall einen ungehinderten Gasdurchtritt vom Innenraum des
weiteren Rohres (35) in den Ringspalt (38).
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Die
Feder (37) verbindet auch eine innerhalb des weiteren Rohres
(35) axialsymmetrisch angeordnete Hochspannungszuführung (39),
mit der die eine Elektrode (33) bildenden elektrisch leitfähigen Beschichtung,
wodurch dieser ein Wechselstrom zugeführt werden kann. Dagegen ist
das die andere Elektrode (34) bildende Gehäuse (20)
geerdet, so dass es gefahrlos berührt werden kann.
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Der
Flansch (29) am hinteren Ende (21) des zylindrischen
Gehäuses
(20) dient im wesentlichen der Zuführung von Gas und Hochspannung
sowie zur Erdung und zur Führung
des Gasflusses durch die verschiedenen Spalte innerhalb des Gehäuses (20). Der
zylindrische Flansch (29) ist mit Schrauben (40), welche
in den Aussenbereich des zylindrischen Gehäuses (20) eingreifen,
hieran befestigt. In seiner Mitte weist der Flansch (29)
eine isolierende, gasdichte und druckfeste Durchführung (41)
auf, durch welche die Hochspannungszuführung (39) axial in
das Gehäuse
(20) geführt
wird. Ferner weist der Flansch (29) einen Gaseinlass (43)
auf, der von einem äußeren Anschlussstück über einen
Kanal (42) bis in den Innenbereich des weiteren Rohres
(35) führt,
die hintere Seite des weiteren Rohres (35) dichtet mit
einem Dichtsteg (44) des Flansches (29) ab.
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Weiterhin
weist der Flansch (29) an seiner dem Gehäuse (20)
zugewandten Seite eine ringförmige
Nut (45) auf, deren Durchmesser so bemessen ist, dass sie
den Ringspalt (38) zwischen weiterem Rohr (35)
und Keramikrohr (30) mit dem Ringspalt des Plasmaerzeugungsbereiches
(32) zwischen Keramikrohr (30) und Gehäuseinnenseite
(31) abdichtend verbindet.
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Zum
Betrieb der Vorrichtung wird der Gaseinlass (43) mit dem
gewählten
gasförmigen
Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder Vorläufer
von Wasserstoffatomen beaufschlagt und zwischen Hochspannungszuführung (39)
und Gehäuse
(20) wird eine hochfrequente Hochspannung angelegt. Die
zu wählende
Spannung und Frequenz hängen
von der Art des Gases, der Geometrie der Anordnung, der Art der
Oberflächenbehandlung
und weiteren Faktoren ab und können
vom Fachmann frei gewählt
werden.
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Das
Gas gelangt vom Gaseinlass (43) in das Innere des weiteren
Rohres (35), durchströmt
dieses weitere Rohr (35) bis zur Feder (37), tritt
in den Bereich zwischen Feder (37) und geschlossenem Ende des
Keramikrohres (30) und wieder nach unten in den Ringspalt
(38) zwischen Keramikrohr (30) und weiterem Rohr
(35). Das Gas gelangt dann wieder zum Flansch (29)
in dessen Ringnut (45) und wird abermals, diesmal nach
oben, umgelenkt in den Ringspalt zwischen Außenseite des Keramikrohres (30)
und Innenseite des Gehäuses
(20), der den Plasmaerzeugungsbereich (32) bildet.
Nach Durchströmung
dieses Plasmaerzeugungsbereiches gelangt das Gas in den Bereich
des Gasauslasses (28) und verlässt dort die Vorrichtung in
den Reaktionsraum (46), wo die zu initiierende Reaktion
abläuft.
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Da
die leitfähige
Beschichtung des Keramikrohres (30) auf gleichem elektrischem
Potential liegt wie die Hochspannungszuführung (39), bleibt
das Gas sowohl innerhalb des weiteren Rohres (35) als auch
im Ringspalt (38) elektrisch unbeeinflusst. Die Umleitung
des Gases durch das weitere Rohr (35) und den Ringspalt
(38) erfolgt im wesentlichen zum Zwecke der Innenkühlung der
Vorrichtung. Das Arbeitsgas wirkt somit gleichzeitig als Kühlgas, wodurch
man sich eine weitere Innenkühlung
ersparen kann.
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Erst
im Plasmaerzeugungsbereich (32) befindet sich das Gas zwischen
den Elektroden (33), gebildet durch die leitfähige Beschichtung
des Keramikrohres (30), und (34), gebildet durch
das Gehäuse
(20), und wird durch die angelegte hochfrequente Hochspannung
teilweise ionisiert, also in den zur Erzeugung von Radikalen erwünschten
Plasmazustand versetzt. Beim Betrieb der Vorrichtung ist die Durchströmungsgeschwindigkeit
so hoch zu wählen,
dass der Plasmazustand auch nach Austritt des Plasmagases durch
den Gasauslass (28) erhalten bleibt.
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In
einer weiteren Ausgestaltungsform kann die Außenwand der erfindungsgemäß eingesetzten Vorrichtung,
insbesondere der Teil der Vorrichtung, die in den Reaktionsraum
hineinragt, mit einem inerten Material, z.B. einem Metalloxid, Keramik,
Bornitrid oder Siliziumnitrid beschichtet sein, um die Ablagerung
von Koks zu verlangsamen oder zu verhindern.
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In
einer weiteren, in 5 dargestellten Ausgestaltungsform
weist die Vorrichtung an Stelle des Gasauslasses (28) eine
oder mehrere Bohrungen (47) im Gehäuse (20) auf, durch
die Radikale enthaltendes Gas in den Reaktionsraum (46)
austreten kann.
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Die
erfindungsgemäß eingesetzte
Vorrichtung ist an ihrer Außenwand
vorzugsweise mit einem Konus (24) sowie einem Gewinde (25)
versehen.
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Eine
bevorzugte Anordnung der Vorrichtungen nach 4 und 5 am
Reaktionsrohr ist in 6 gezeigt.
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An
das Reaktionsrohr (48) ist eine Halterung (49)
angeschweißt,
die ein Gewinde (50) sowie einen Vorsprung (51)
aufweist, der eine umlaufende Dichtkante bildet. Wird nun die in 4 bzw. 5 beschriebene
Vorrichtung in die Halterung eingeschraubt, so schneidet die Dichtkante
(51) in den Konus (46) und es bildet sich eine
zuverlässige
metallische Dichtung aus.
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Dieses
Abdichtungsprinzip ist aus der
DE-A-4,420,368 bekannt. Ebenfalls wie dort
bereits beschrieben kann eine zusätzliche Abdichtung durch eine
Stopfbuchspackung (in der Figur nicht dargestellt) erfolgen.
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Die
Anbringung der gesamten Vorrichtung am Reaktor kann in der gleichen
Weise erfolgen, wie in den 3a und 3b dargestellt.
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In
einer weiteren besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
kommt der Eduktgasstrom beim Durchlauf im Reaktor mit einem Alkylradikale
und/oder Wasserstoffatome enthaltenden Gas in Berührung, das
in einer oder mehreren Vorrichtungen der in 7, 8 und 9 skizzierten
Art erzeugt worden ist.
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In
dieser Vorrichtung werden Radikale und/oder Wasserstoffatome durch
Photolyse eines Vorläufers
von Alkylradikalen und/oder eines Vorläufers von Wasserstoffatomen
erzeugt, wobei der Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder der Vorläufer von Wasserstoffatomen
gasförmig
entweder in reiner Form oder im Gemisch mit einem Inertgas und/oder mit
einem gasförmigen
Reduktionsmittel vorliegen kann.
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Die
Photolyse findet dabei in einem vom eigentlichen Reaktionsraum abgetrennten
Raumbereich statt, welches von dem jeweiligen Gasgemisch) durchströmt und photolytisch
in Radikale gespalten wird. Das Radikale enthaltende Gasgemisch)
tritt dann durch eine Öffnung,
die als Düse
ausgestaltet sein kann, in den eigentlichen Reaktionsraum ein.
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Während der
Durchströmung,
aber gegebenenfalls auch noch nach dem Austritt aus der Düse, wird
der Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder der Vorläufer von Wasserstoffatomen
durch Wechselwirkung mit dem Licht einer geeigneten Lichtquelle
photolysiert. Dabei bilden sich Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome,
die dann die im eigentlichen Reaktionsraum ablaufende Reaktion fördern. Diese
Vorgehensweise hat den Vorteil, dass nur kleine Mengen des Vorläufers von
Alkylradikalen und/oder des Vorläufers
von Wasserstoffatomen gebraucht werden.
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Durch
das erfindungsgemäße Verfahren bzw.
im erfindungsgemäßen Reaktor
wird der Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder der Vorläufer von Wasserstoffatomen
gezielt und effektiv in einem von der eigentlichen Reaktion abgetrennten
Raumbereich in Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome zersetzt
und daher ist nur die Zugabe kleiner Mengen an Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder Vorläufer von
Wasserstoffatomen erforderlich.
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Zur
Durchführung
der beschriebenen Verfahrensvariante wird Licht aus einer für die beschriebenen
Zwecke geeigneten Lichtquelle durch einen Lichtleiter oder ein optisch
durchlässiges
Fenster, vorzugsweise ein Quarzfenster, in einen von eigentlichen
Reaktionsraum abgetrennten Raumbereich eingekoppelt und durchstrahlt
den Raumbereich selbst und vorzugsweise auch einen Teil des angrenzenden Reaktionsraumes.
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Im
Raumbereich bildet der Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder der Vorläufer von Wasserstoffatomen,
die gegebenenfalls mit Inertgas verdünnt sein können, ein Gaspolster aus, welches
den Lichtleiter oder das optische Fenster chemisch weitgehend vom
Reaktionsraum abkoppelt.
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Mit
der vorliegenden Erfindung wird die Tendenz zur Koksbildung an den
Reaktorwänden
minimiert und es wird ein Verfahren bzw. ein Reaktor zur Verfügung gestellt,
bei denen Licht in einen unter den Bedingungen der thermischen Spaltung
von Kohlenwasserstoffen oder unter ähnlichen Bedingungen betriebenen
Reaktor eingekoppelt werden kann. Dazu wird ein Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder ein Vorläufer
von Wasserstoffatomen in einem vom eigentlichen Reaktionsraum abgetrennten
Raumbereich zunächst
photolytisch gespalten und dann in den Reaktionsraum eingebracht.
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7 zeigt
eine im erfindungsgemäßen Reaktor
bevorzugt eingesetzte Vorrichtung zur photolytischen Erzeugung von
Alkylradikalen und/oder Wasserstoffatomen aus den entsprechenden
Vorläufern. An
einen Bogen des Reaktionsrohrs ist eine Halterung angeschweißt, die
in ihrem Inneren ein Gewinde (
52) sowie eine umlaufende
Dichtkante (
53) aufweist. In diese Halterung kann eine
konische Hülse
(
54) eingeschraubt werden, deren vorderes Ende als Düse ausgebildet
sein kann und die zwecks besserer Verschraubbarkeit z.B. einen Innensechskant
(
55) aufweisen kann. Wird die konische Hülse (
54)
in die Halterung (
56) eingeschraubt, so bildet diese mit
der Dichtkante (
53) der Halterung eine unter den Bedingungen
der Reaktion zuverlässige
Abdichtung. Dieses bewährte
Dichtprinzip wurde bereits in der
DE-A-44 20 368 beschrieben.
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In
die Halterung (56) kann unter Ausnutzung des selben Dichtprinzips
eine weitere Hülse
(57) eingeschraubt werden, die ein optisch durchlässiges Fenster
(58) enthält,
z. B. ein Quarzfenster, das mit einer halbdurchlässigen Metallschicht (59)
beschichtet sein kann, wobei das Metall vorzugsweise ein Hydrierkatalysator
und ganz besonders bevorzugt ein Platinmetall ist.
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Das
optische Fenster ist zwischen Halterungen (60, 61)
eingespannt, die an ihren dem Fenster zugewandten Seiten umlaufende
Aussparungen (62) aufweisen, die jeweils eine Dichtung
(63, 64), vorzugsweise eine Metalldichtung und
ganz besonders bevorzugt eine Golddichtung aufnehmen.
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Das
Fenster (58) wird von der Halterung (60) gegen
die Halterung (61) gepresst. Dies kann durch Verschraubung
der Halterung (60) mit einem Lagerring oder Lagerblöcken (65)
geschehen, der z.B. mit Sacklöchern
(66) versehen ist.
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Die
Halterungen (60) und (61), die Aussparungen (62)
und die dickere der Dichtungen sind so dimensioniert, dass sich
beim Verschrauben der Anordnung eine definierte Flächenpressung
der Dichtungen einstellt und das optische Fenster nicht beschädigt wird.
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Der
Zwischenraum (67) zwischen den Hülsen (54) und (57)
ist mit einer oder mehreren Gaszuleitungen versehen und bildet einen
vom Reaktionsraum (68) sowie vom Außenraum (69) abgetrennten Raumbereich.
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Die
Pyrolyse von beispielsweise Ethan zu Ethen findet im Reaktionsraum
(68) statt. Die gesamte Anordnung ist an einem Bogen des
Reaktionsrohrs montiert, der aus der eigentlichen Strahlungszone des
Ofens herausragt und von dieser thermisch isoliert ist.
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Durch
den Gaseinlass (70) strömt
ein Inertgas, z.B. Stickstoff oder ein Edelgas, oder ein Gemisch
eines Inertgases mit einem Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder einem Vorläufer von Wasserstoffatomen
oder ein gasförmiger
Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder ein Vorläufer von Wasserstoffatomen in
den Raumbereich (67). Das Gas verlässt den Raumbereich und strömt durch
die Öffnung
(71) in den Reaktionsraum ein.
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Durch
die permanente Spülung
des Raumbereichs ist das optische Fenster vom Reaktionsraum (68)
durch ein Gaspolster getrennt. Daher können Koksprecursoren, wie Acetylen
oder Benzol nicht an das Fenster gelangen und dort Koksablagerungen
bilden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das optische Fenster mit einer optisch halbdurchlässigen Metallschicht
beschichtet, wobei das Metall ein Hydrierkatalysator ist, z.B. Palladium.
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Wird
dem Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder dem Vorläufer von Wasserstoffatomen
nun eine geringe Menge an Reduktionsmittel zugemischt, so werden
Koksvorläufer,
die trotz Anspülung
bis an das optische Fenster gelangen, an dessen Oberfläche reduziert.
Dadurch können
sich auf der Oberfläche
des Fensters keine Koksablagerungen bilden.
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Das
Licht der Lichtquelle durchstrahlt das optische Fenster und überträgt Energie
auf die Moleküle
der Vorläufer
von Alkylradikalen und/oder die Vorläufer von Wasserstoffatome,
der dadurch in Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome zerfällt (Photolyse),
und die dann die im eigentlichen Reaktionsraum (68) ablaufende
Reaktion fördern.
Normalerweise ist die Erzeugung von Alyklradikalen und/oder Wasserstoffatomen
und deren anschließender
Transport in den Reaktionsraum schwierig, da diese unter den herrschenden
Druckverhältnissen
rasch rekombinieren.
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Bei
der erfindungsgemäßen Anordnung
werden jedoch das gesamte Raumbereich (67) und vorzugsweise
auch der Reaktionsraum (68) durchstrahlt. Dies hat zur
Folge, dass die gewünschten
Alkylradikale und/oder Wasserstoffatome auch in der Öffnung (71)
und in der dieser Öffnung
benachbarten Zone des Reaktionsraums aus dem Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder dem Vorläufer
von Wasserstoffatomen gebildet werden und somit sicher in das Reaktionsgeschehen
eingreifen können.
Daher sind keine hohen Strömungsgeschwindigkeiten
des Initiator- bzw. Spülgases
erforderlich, um etwa im Raumbereich (67)] erzeugte Alkylradikale
und/oder Wasserstoffatome schnell in den Reaktionsraum zu transportieren.
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Dies
bedeutet auch, dass die Initiierung mit sehr geringen Mengen an
den entsprechenden Vorläufern
durchgeführt
werden kann, wodurch nur in geringem Maß in das Reaktionssystem eingegriffen und
die Bildung unerwünschter
Nebenprodukte weitgehend unterdrückt
wird.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung und in 8 dargestellten
Ausgestaltung weist der Raumbereich (67) einen weiteren
Gaseinlass (72) auf, der bis nahe der Oberfläche des
optischen Fensters (58) geführt wird. So ist es möglich, das
Fenster und dessen unmittelbare Umgebung mit Inertgas oder einem
Gemisch aus Inertgas und Wasserstoff zu spülen, während der Vorläufer von
Alkylradikalen und/oder der Vorläufer
von Wasserstoffatomen gegebenenfalls als Gemisch mit Inertgas durch
den Gaseinlass (70) zugegeben werden. Durch eine solche Anordnung
lässt sich
das optische Fenster noch besser gegen Koksablagerungen schützen.
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Eine
weitere bevorzugte und in 9 dargestellte
Ausgestaltung ähnelt
der in 8 dargestellten Ausgestaltung. Der weitere Gaseinlass
(72) wird hier allerdings in Richtung der Öffnung (71)
geführt und
dient der Zuführung
des Vorläufers
von Alkylradikalen und/oder des Vorläufers von Wasserstoffatomen.
Der Gaseinlass (70) dient lediglich der Zuleitung von Inert-
oder Spülgas.
Auf diese Weise erfolgt die Erzeugung der Alkylradikale und/oder
der Wasserstoffatome aus den entsprechenden Vorläufern in der Nähe des Reaktionsraumes
(68) und entfernt vom optischen Fenster (58).
Dadurch ist ein weiterer Schutz des optischen Fensters (58)
gegenüber
Koksablagerungen möglich.
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Als
Lichtquelle kann jede Lichtquelle verwendet werden, deren Licht
zur Photolyse des verwendeten Vorläufers von Alkylradikalen und/oder
Vorläufers von
Wasserstoffatomen geeignet ist. Dies kann eine UV-Lampe (z.B. eine
Metalldampflampe) oder ein Laser sein. Bei Verwendung von Lasern
ist es bei der hier vorgeschlagenen Anordnung ohne Bedeutung, ob
ein gepulster Laser oder ein Dauerstrahllaser verwendet wird. Auch
Excimer-Lampen können
als Lichtquelle verwendet werden.
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Die
Einkopplung der eingesetzten Strahlung ist auf unterschiedliche
Weisen möglich.
So kann das Licht z.B. durch ein Lichtleiterbündel (wie in 8 angedeutet)
eingekoppelt werden. Weiterhin kann die Lichtquelle (z.B. im Falle
der Verwendung einer Metalldampf- oder Excimerlampe) direkt in der
Hülse (57)
hinter dem optischen Fenster eingebaut werden. In diesem Fall ist
vorzugsweise eine entsprechende Kühlung vorzusehen. Auch kann
das Licht durch ein weiteres Fenster in die Hülse (57) eingekoppelt
und durch Spiegel auf das Fenster (58) umgelenkt werden.
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In
einer besonderen Ausführungsform
wird zur Lichteinkopplung eine Vorrichtung analog zu den
DE-A-198 45 512 bzw.
DE-Gbm-200 03 712 verwendet.
Die vorbekannten Vorrichtungen dienen zur Beobachtung von Vorgängen im
Brennraum von in Betrieb befindlichen Verbrennungskraftmaschinen
und werden z. B. in Form sogenannter Zündkerzenadapter eingesetzt.
Neben Ihrem eigentlichen Einsatzzweck, der optischen Beobachtung
von Verbrennungsvorgängen,
sind solche Vorrichtungen aufgrund Ihrer Druck – und Temperaturfestigkeit
ebenso zum Einkoppeln von Licht in chemische Reaktoren geeignet,
in denen ähnliche
Druck-und Temperaturverhältnisse
herrschen wie in laufenden Verbrennungsmotoren.
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Falls
solche Vorrichtungen eingesetzt wird, könnte das in den 7, 8 und 9 dargestellte
optische Fenster mit dem beschriebenen Abdichtungssystem entfallen.
Die Lichtzuleitung würde dann
in Form eines Adapters analog einem oder mehrerer sog. Zündkerzenadapter
in eine in der Hülse
(55) befindliche Trennwand eingeschraubt werden.
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Die
Anbringung der Vorrichtung zur photolytischen Erzeugung von Alkylradikalen
und/oder von Wasserstoffatomen aus den entsprechenden Vorläufern am
erfindungsgemäßen Reaktor
kann in der gleichen Weise erfolgen, wie in den 3a und 3b dargestellt.