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DE1034300B - Verkokungsverfahren zur kombinierten Gewinnung von Treibstoffen und Chemikalien - Google Patents

Verkokungsverfahren zur kombinierten Gewinnung von Treibstoffen und Chemikalien

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Publication number
DE1034300B
DE1034300B DEE11652A DEE0011652A DE1034300B DE 1034300 B DE1034300 B DE 1034300B DE E11652 A DEE11652 A DE E11652A DE E0011652 A DEE0011652 A DE E0011652A DE 1034300 B DE1034300 B DE 1034300B
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DE
Germany
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coking zone
coking
coke
solids
zone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE11652A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
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Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE1034300B publication Critical patent/DE1034300B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B55/00Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material
    • C10B55/02Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials
    • C10B55/04Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials with moving solid materials
    • C10B55/08Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials with moving solid materials in dispersed form
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/28Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid material
    • C10G9/32Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid material according to the "fluidised-bed" technique

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verkokungsverfahren zur kombinierten Gewinnung von Treibstoffen und Chemikalien Die Erfindung bezieht sich auf die pyrolytische Umwandlung von Erdölrückständen in einem Wirbelschichtverfahren, wobei normalerweise flüssige Kohlenwasserstoffdestillate, die als Treibstoffe und als Ausgangsstoffe für katalytische Crackprozesse verwendbar sind, sowie als Chemikalien oder chemische Zwischenprodukte geeignete Kohlenwasserstoffe erhalten werden.
  • Die erfindungsgemäß umzuwandelnden Rohstoffe bestehen aus schweren hochsiedenden Ölen, die durch Katalysatorbestandteile verunreinigt sind oder wärmebeständige Bestandteile enthalten, für die andere Verfahren zur Verbesserung der Oktanzahl nicht geeignet sind. Vorteilhafte Ausgangsstoffe sind z. B. Erdölrückstände, Steinkohlenteere, Schieferöle, Asphalte, Extrakte USW.
  • Gemäß der Erfindung bringt man ein schweres Öl, z. B. einen Vakuumrückstand, in einer zur Gewinnung von Treibstoffen dienenden Wirbelschichtverkokungszone (primären Reaktionszone) mit 450 bis 650°C heißen Koksteilchen in Berührung, wodurch ein Teil des Öls verdampft und in verhältnismäßig leichtere Kohlenwasserstoffdämpfe zersetzt wird. Gleichzeitig setzen sich auf den Feststoffen Rückstände ab. Die Verweilzeit der Feststoffe wird so geregelt, daß nur ein Teil der Beschickung in Dämpfe umgewandelt wird. Danach zieht man die Koksteilchen zusammen mit den anhaftenden Resten des schweren Öls aus der Verkokungszone ab und mischt sie mit zusätzlichen Mengen hocherhitzter Koksteilchen in einer zur Gewinnung von Chemikalien dienenden Verkokungszone (sekundären Reaktionszone), die vorzugsweise als Transportleitung ausgebildet ist, so daß die erhaltene Mischung auf über 650°C, vorzugsweise auf 650 bis 870°C, erhitzt wird. Dies hat die Umwandlung des Restes der Beschickung in leichte ungesättigte Stoffe und ähnliche Verbindungen zur Folge, die als chemische Rohstoffe von Bedeutung sind. Nach Entfernung etwa mitgerissener Feststoffe werden die dampfförmigen Umwandlungsprodukte aus den beiden Verkokungszonen gesondert gewonnen.
  • Die aus dem Strom, der die zur Chemikaliengewinnung dienende Verkokungszone verläßt, abgetrennten Feststoffe werden gereinigt und ihre Hauptmenge zur Aufrechterhaltung der Verkokungstemperatur im Kreislauf in die Verkokungszone zur Treibstoffgewinnung zurückgeführt. Der Rest wird im Kreislauf durch eine Heizzone geführt und darin - vorzugsweise durch teilweise Verbrennung -auf eine um 50 bis 450°C höhere Temperatur erhitzt, als sie in der Verkokungszone zur Chemikaliengewinnung herrscht. Danach leitet man die aufgeheizten Feststoffe in die Verkokungszone zur Chemikaliengewinnung.
  • Es ist bereits ein Verfahren bekannt, wonach schwere Rückstandsöle einer zweistufigen Umwandlung unterworfen werden. Nach diesem Verfahren werden die vorerhitzten wärmeübertragenden Teilchen in der primären Reaktionszone jedoch nicht in einer Wirbelschicht verwendet, sondern sie passieren diese auf Grund ihrer Schwerkraft lediglich in vertikaler Richtung. Die aus der primären Umwandlungszone austretenden, mit sehr hoch siedenden Rückständen befeuchteten Teilchen werden anschließend unter Verwendung eines Heizgases rasch auf 820 bis 1370°C erhitzt. Bei diesen hohen Temperaturen werden zwangläufig ganz andere Produkte erhalten als im erfindungsgemäßen Verfahren, das in der sekundären Reaktionszone mit einer Temperatur von maximal 870'C und äußerst kurzen Verweilzeiten arbeitet.
  • Es wurde gefunden, daß das erfindungsgemäße Wirbelschicht-Verkokungssystem bei hohen Feststoff-Öl-Verhältnissen oder niedrigen Feststoff-Verweilzeiten in der primären Verkokungszone die Erzeugung von Treibstoffen ermöglicht, wobei das behandelte Öl nicht vollständig umgewandelt oder gecrackt wird. Die nicht völlig umgewandelte, auf den Feststoffen befindliche Beschickung wird sodann in einer hoch erhitzten sekundären Verkokungszone vollständig umgewandelt. Für das Verfahren benötigt man nur einen einzigen Strom im Kreislauf geführter Feststoffe, um die gesamte für das Verfahren benötigte Wärme wird von einem gemeinsamen Heizsystem geliefert; dieses besteht vorzugsweise aus einer Verbrennungskammer, in der ein Teil der kohlenstoffhaltigen Teilchen teilweise verbrannt wird und so den Rest der Teilchen aufheizt. Hervorzuheben ist, daß gemäß der Erfindung die leichtere, stark wasserstoffhaltige Fraktion der Beschickung der Treibstoffherstellung und die schwereren, weniger Wasserstoff enthaltenden Bestandteile der Chemikalienherstellung zugeführt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders zur Behandlung Aangenc Rückstandsöle, d. h. solcher Öle, die eine beträchtliche Menge unterhalb etwa 480°C siedender Bestandteile enthalten. Die primäre Verkokungszone dient zur Verdampfung der leichteren Bestandteile eines solchen -langen« Rückstandsöles und die sekundäre Verkokungszone zur vollständigen Umwandlung der minderwertigen schweren Rückstandsöle. Die leichte R äwlierbarkeit der in der primären Verkokungszone in Treibstoffe umgewandelten Fraktionen macht das Verfahren sehr anpassungsfähig.
  • Die für das Verfahren gemäß der Erfindung verwendeten wärmeübertragenden Feststoffteilchen können außer aus den bevorzugt verwendeten, im Verfahren anfallenden Koksteilchen aus. feinkörnigen, meist katalytisch inerten, wärmebeständigen Feststoffen bestehen, z. B. aus Bimsstein, Kieselgur, verbrauchtem Katalysator, Sand, Metall oder feuerfesten Kügelchen. Da es sich bei dem angewandten Verfahren um ein Wirbelschichtverfahren handelt, besitzen die Feststoffe vorzugsweise eine Größe von 40 bis 500.; manchmal kann die Größe der Feststoffteilchen jedoch beträchtlich über diesen Bereich hinausgehen und nach der Siebanalyse z. B. 0 bis 1000 p, betragen.
  • In der Zeichnung bestehen die Hauptteile der gezeigten Anlage aus einer primären Wirbelschicht-Verkokungskammer 10, einer sekundären Verkokungskammer 20 in Form einer Transportleitung und einer Wirbelschicht-Verbrennungskammer 30. Die Beschickung, z. B. ein Vakuumrückstand, der zur Verringerung des Wärmebedarfs des Systems zweckmäßig vorerhitzt sein kann, wird durch Leitung 1 in die primäre Verkokungskammer 10 eingespritzt. Das eingespritzte Öl tritt durch eine Vielzahl von Öffnungen in die Kammer ein; um eine geeignete Zerteilung des Öls auf die aufgewirbelten Feststoffe zu erreichen, kann man ein Zerstäubegas einblasen.
  • Die primäre Verkokungskammer 10 enthält eine Wirbelschicht aus Koksteilchen. Die Temperatur in dieser Verkokungszone kann zwischen etwa 450 und 650°C betragen. Niedrigere Temperaturen von unter 540°C kommen dann in Frage, wenn man schwere, als Ausgangsstoffe für katalytische Crackprozesse geeignete Destillate wünscht; bei etwas höheren Temperaturen, über 540°C, arbeitet man dann, wenn man leichtere Destillate, z. B. Benzine, als Primärprodukte erzeugen will. Durch die Leitung 2 wird ein inertes aufwirbelndes Gas, vorzugsweise Dampf, von unten in die Kammer 10 eingeblasen. Die Gaszufuhr wird dabei so eingestellt, daß die Aufwirbelungsgeschwindigkeit zwischen etwa 0,06 und 1,5 m/Sek. beträgt.
  • In der primären Verkokungskammer arbeitet man mit einem hohen Feststoff-Öl-Verhältnis bzw. mit niedriger Feststoffverweilzeit, so daß nur ein Teil der eingespritzten Beschickung verdampft und umgewandelt wird. Die Menge der in dieser Zone umgewandelten Beschickung hängt hauptsächlich von dem Feststoff-Öl-Verhältnis ab, jedoch kann man auch die Verkokungstemperatur, die Geschwindigkeit des aufwirbelnden Gases usw. ändern, um die Umwandlung zu steuern. Je nach Beschaffenheit der Ausgangsöle ist es erwünscht, etwa 30 bis 800/, der Beschickung in dieser Zone in unter 545°C siedende Produkte umzuwandeln.
  • Die Umwandlungsprodukte ziehen durch die Verkokungskammer aufwärts in ein Zyklonabscheidersystem 3, in dem die mitgerissenen Feststoffteilchen von den Dämpfen abgetrennt und in die Feststoff-Wirbelschicht zurückgeführt werden. Dieses Zyklonabscheidersystem kann sich auch außerhalb der Reaktionskammer 10 befinden. Die Dämpfe werden sodann zur Gewinnung der gewünschten flüssigen Destillationsprodukte in üblicher Weise getrennt, z. B. durch Fraktionieren. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, dient ein aufgesetzter Gaswäscher 4 zur Abkühlung und Abtrennung der schweren, hochsiedenden Endfraktionen. Die bei dieser Wäsche aus den Dämpfen auskondensierten schweren Endfraktionen werden zweckmäßig durch die Leitung 5 in die Verkokungskammer zur nochmaligen Behandlung zurückgeführt. Einen Teil davon kühlt man im Wärmeaustauscher 6 ab und führt ihn durch die Leitung 7 in den oberen Teil des Gaswäschers 4 zurück, wo er als Abschrecköl dient. Die bei dieser Anordnung kondensierten schweren Endfraktionen haben vorzugsweise einen Anfangssiedepunkt zwischen 510 und 620°C. Die abgekühlten Dämpfe verlassen den Gaswäscher 4 durch die Leitung 8 und werden zur weiteren Behandlung den üblichen Aufarbeitungsverfahren zugeleitet (in der Zeichnung nicht dargestellt).
  • Durch die Leitung 9 werden die Feststoffe zusammen mit den nicht umgewandelten Teilen der Beschickung in die sekundäre Verkokungszone 20 geführt. Am Eingang dieser Zone treffen die feuchten Feststoffe auf zusätzliche Mengen durch die Leitung 22 zugeführter hoch erhitzter Feststoffe, deren Mengen und Temperaturen ausreichen, um die Temperatur der Mischung auf etwa 650°C zu bringen. Die als Transportleitung gestaltete sekundäre Verkokungskammer besteht vorzugsweise aus einem aufrechtstehenden, engen, langgestreckten Rohr, das zweckmäßig mit feuerfesten Materialien ausgekleidet ist. In den unteren Teil dieser Verkokungszone bläst man ein Auftriebsgas, vorzugsweise Dampf, oder auch andere Gase, z. B. leichte Kohlenwasserstoffgase, in solchen Mengen durch die Leitung 11 ein, daß die Suspension mit Geschwindigkeiten von über 1,5 m/Sek. durch die sekundäre Verkokungszone getragen wird.
  • Bei dieser hohen Temperatur wird der flüssige Rückstand auf den Feststoffen rasch in leichte ungesättigte Verbindungen und ähnliche Stoffe umgewandelt. Zur Vermeidung einer unerwünschten thermischen Zersetzung der Umwandlungsprodukte werden die Umwandlungszeiten möglichst gering gehalten. Vorzugsweise soll die durchschnittliche Verweilzeit der Dämpfe der Umwandlungsprodukte in der Reaktionszone vor dem Kühlen zwischen 0,1 und 1,0 Sekunden betragen. Etwas anders ausgedrückt, der Grad der Umwandlung der auf den Feststoffen abgelagerten, der sekundären Verkokungszone zugeführten flüssigen Rückstandöle in C3 Umwandlungsprodukte beträgt auf koksfreier Basis zwischen etwa 20 und 50 Gewichtsprozent. Beim Durchströmen der Transportleitung werden die Feststoffe fast völlig getrocknet, die darauf abgeschiedenen kohlenstoffhaltigen Rückstände zersetzen sich und bilden Koks, der ein Teil der Feststoffe wird. Der die sekundäre Verkokungszone 20 verlassende Strom wird in einem Zyklonabscheider 12 rasch entstaubt. Die gasförmigen Umwandlungsprodukte verlassen den Abscheider 12 durch die Leitung 13. Bei ihrem Austritt aus dem Abscheider werden diese von einem durch die Leitung 14 zugeführten Kühlmittel bis unter die Cracktemperaturen abgeschreckt. Als Kühlmittel nimmt man vorzugsweise ein schweres Kohlenwasserstofföl, das aus den in dem Gaswäscher 4 gewonnenen schweren Endfraktionen bestehen kann. Anschließend leitet man die abgekühlten Produkte durch die Leitung 13 in eine entsprechende Anlage zur Gewinnung der gewünschten Chemikalien und Kohlenwasserstoff-Fraktionen. Für diese Abtrennung kommen Kristallisier-; Fraktionier-, Absorptions-, Adsorptions- und andere Verfahren in Betracht.
  • Die im Abscheider 12 abgetrennten Feststoffe rieseln durch die Leitung 15 in einen Abstreifkessel, in dem alle an den Feststoffen haftenden Kohlenwasserstoffe ausgetrieben werden. Durch die Leitung 17 führt man ein Abstreifgas, z. B. Dampf, in solchen Mengen in den Abstreifkessel 16 von unten ein, daß die darin enthaltenen Feststoffe den Wirbelschichtzustand annehmen. Die aufsteigenden Gase ziehen oben aus dem Abstreifkessel ab und werden durch die Leitung 18 in die verdünnte Feststoffphase der primären Verkokungskammer 10 eingeleitet. Die Hauptmenge der Feststoffe fließt aus dem Abstreifkessel 16 durch die Leitung 19 in die primäre Verkokungszone, um dieser Wärme zuzuführen. Zur teilweisen Abkühlung der im Kreislauf der primären Verkokungszone zugeführten Feststoffe schaltet man zweckmäßig noch einen Kühler, Dampfgenerator oder Wärmeaustauscher 28 in die Leitung 19 ein. Dadurch wird das Verfahren insofern noch elastischer, als die sekundäre Verkokungszone dann mit höheren Temperaturen betrieben werden kann und man in der primären Verkokungszone mit einem höheren Feststoff-Öl-Verhältnis arbeiten kann, ohne daß die zulässigen Temperaturgrenzen überschritten werden. Zweckmäßig kann man in dem Kühler 28 Dampf zur Verwendung innerhalb des Verfahrens selbst erzeugen.
  • Der Rest der Feststoffe im Kessel 16 fließt durch die Leitung 21 zum Wiederaufheizen in die Verbrennungskammer. Zur Unterstützung der Beförderung der Feststoffe in die Verbrennungskammer 30 kann man in die Leitung 21 von unten durch die Leitung 23 ein Auftriebsgas einblasen, z. B. Dampf oder Luft. Die Kreislaufführung der für das erfindungsgemäße Verfahren verwendeten Kontaktfeststoffe ist kein Bestandteil der Erfindung.
  • Die Mittel zur Erzeugung der für das Verfahren erforderlichen Wärme sind ebenfalls nicht Gegenstand der Erfindung. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, benutzt man eine Wirbelschicht-Verbrennungskammer, um darin die ihr zugeführten kohlenstoffhaltigen Feststoffe teilweise zu verbrennen. Durch die Leitung 24 bläst man von unten in diese Kammer 30 Luft oder ein anderes, freien Sauerstoff enthaltendes Gas in solchen Mengen ein, daß die in der Kammer befindlichen Feststoffe aufgewirbelt und die brennbaren Bestandteile teilweise verbrannt werden. Auf diese Weise werden die Feststoffe auf etwa 50 bis 500°C über die in der sekundären Verkokungszone herrschende Temperatur erhitzt. In der verdünnten Feststoffphase über der Wirbelschicht befindet sich ein Zyklonabscheidersystem 25, in dem mitgerissene Feststoffe von den Abgasen abgetrennt werden. Die Abgase entweichen sodann durch die Leitung 26. Normalerweise ergibt das Gesamtverfahren einen Überschuß an Koks; dieser überSChuß kann durch die Leitung 27 entnommen werden. Der wieder aufgeheizte Koks wird - wie bereits oben beschrieben - durch die Leitung 22 in die zur Chemikaliengewinnung dienende Verkokungszone zurückgeführt.
  • Natürlich sind auch andere Vorrichtungen zur Lieferung von erhitzten Feststoffteilchen für das Verkokungsverfahren anwendbar. An Stelle der in der Zeichnung gezeigten Wirbelschicht-Verbrennungskammer lassen sich für die teilweise Verbrennung auch Brenneranlagen mit ruhender Feststoffschicht oder Staubfließbrenner verwenden. Ferner kann man gegebenenfalls noch andere direkte oder indirekte Wärmeaustauschvorrichtungen vorsehen, z. B. Heizsysteme mit umlaufendem Metallschrot; außerdem kann man zum Aufheizen der Feststoffteilchen auch nicht im Verfahren erzeugte flüssige oder gasförmige Brennstoffe in den Verbrennungsanlagen verheizen.
  • Die Bereiche der Arbeitsbedingungen, die bei dem durch die Zeichnung erläuterten Verfahren zulässig sind, sind in nachstehender Tabelle I zusammengefaßt. Tabelle I zeigt außerdem ein typisches Beispiel für solche Arbeitsbedingungen. Tabelle II zeigt besonders Beispiele von Produkten, die sich aus der angegebenen Beschickung herstellen lassen, wenn man nach dem Beispiel der Tabelle I arbeitet.
    Tabelle I
    Gesamtbereich Beispiel
    Kontaktfeststoff
    Koks
    Teilchengröße, in ,u............................... 0 bis 1000 40 bis 500
    mittlere Teilchengröße, in ,u . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 250
    Wirbelschicht-Verkokungszone zur Treibstoffgewinnung
    Druck am Dampfauslaß, in kg/cm2 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 " 28 0,4
    Verkokungstemperatur, in ° C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 450 " 650 510
    Umwandlungsgrad bis 545° C (1), in 11/o . . . . . . . . . . . . . 40 " 90 58
    Temperatur der frischen Feststoffe, in ° C . . . . . . . . . . 540 " 870 705
    Verhältnis Koks zu Öl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 " 20 6
    durchschnittliche Feststoffverweilzeit, in Minuten .... 1 " 10 2
    Geschwindigkeitdes aufwirbelndenDampfesinGewichts-
    prozent, bezogen auf die frische Beschickung . . . . . . . 2 " 50 5
    Dichte der Wirbelschicht. ... ... .... ...... . ... . ... 0,64
    (1) Als »Umwandlungsgrad bei 545°C<< bezeichnet man die Differenz aus 100 Volumprozent frischer Beschickung und den über
    545°C siedenden Produkten (ohne (Koks).
    (Fortsetzung Tabelle I)
    Gesamtbereich Beispiel
    Verkokungszone zur Chemikaliengewinnung
    Druck am Auslaß, in kg/cm2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0 " 28 0,4
    durchschnittliche Temperatur, in ° C . . . . . . . . . . . . . . . 650 " 870 705
    Mengenverhältnis des wieder aufgeheizten Kokses zu
    dem feuchten Koks aus der Verkokungszone zur
    Treibstoffgewinnung............................ 0,1 " 10 1
    Temperatur des wieder aufgeheizten Kokses . . . . . . . 760 " 1100 900
    Auftriebsgas, m3/kg feuchter Koks . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,003 " 0,06 0,028
    Feststoffbeschickung,in kg/m3.................... 16 " 320 64
    Koksdurchsatz, in kg/Min./m2.................... 4870 " 97400 48700
    Feststoffgeschwindigkeit, in m/Sek.................. über 1,5 6,1
    durchschnittliche Dampfverweilzeit vor der Abküh-
    lung, in Sekunden.............................. 0,1 bis 10 1
    Umwandlungsgrad in C3 Kohlenwasserstoffe (2), in @(0 10 " 50 30
    Wirbelschicht-Verbrennungszone
    Temperatur, in ° C .............................. 760 " 1100 900
    Dichte der Wirbelschicht.......................... 0,4 " 0,8 0,64
    (2) Als »Umwandlungsgrad in C3 Kohlenwasserstoffe« bezeichnet man die Gewichtsprozente der Produkte mit 3 oder weniger
    Kohlenstoffatomen geteilt durch 100 Gewichtsprozent frische Beschickung abzüglich der Koksmenge.
    Tabelle II
    Beschickung: Langer Rückstand eines Öls
    aus Süd-Louisiana
    0,9484/15,6° C Dichte, 4,8 Gewichtsprozent Kohlenstoff-
    gehalt nach Conradson, 450° C Siedebeginn,
    0,1 Gewichtsprozent Asche, 1,51 Atomverhältnis H : C
    Produkte: in °/o, bezogen auf frische Beschickung:
    Verkokungszone zur Chemikaliengewinnung
    Wasserstoff . . . . . . . . . . . . . . . . 0,1 Gewichtsprozent
    Methan ................... 1,3 Gewichtsprozent
    Äthan .................... 0,5 Gewichtsprozent
    Äthylen ................... 1,8 Gewichtsprozent
    Propan .................... 1,0 Gewichtsprozent
    Propylen................... 1,6 Gewichtsprozent
    C,- Kohlenwasserstoffe ....... 2,5 Volumprozent
    Benzol..................... 0,6 Gewichtsprozent
    aromatischer Teer . . . . . . . . . . . 5 Gewichtsprozent
    Primäre Verkokungszone
    C3 Kohlenwasserstoffe ....... 4,0 Gewichtsprozent
    C4 Kohlenwasserstoffe ....... 1,5 Volumprozent
    C4-Benzine, bis 220° C siedend 10,5 Volumprozent
    zwischen 220 und 545°C sieden-
    des Gasöl . . . . . . . . . . . . . . . . 63,5 Volumprozent
    Brutto-Kokserzeugung....... 5,3 Gewichtsprozent
    Anmerkung: Sämtliche über 545°C siedenden Produkte aus
    dem die Verkokungszone zur Treibstoffgewinnung verlassenden
    Strom werden bis zur völligen Umwandlung im Kreislauf geführt.
    Es kann auch eine Transportleitung zur Umwandlung der Beschickung bei den niedrigen Anfangstemperaturen und eine Wirbelschicht-Verkokungszone zur Umwandlung der restlichen Teile der Beschickung bei hohen Temperaturen verwendet werden. Wie jedoch ausgeführt, bevorzugt man für die zur Treibstoffgewinnung dienende Verkokungsstufe ein Wirbelschichtverfahren, da hier verhältnismäßig lange Feststoffverweilzeiten erforderlich sind. In der zur Chemikaliengewinnung dienenden Verkokungszone dagegen sollen die Berührungszeiten kürzer sein, deshalb bevorzugt man für diese Stufe einen als Transportleitung ausgebildeten Staubfiießreaktor. Als Beispiel für weitere mögliche Abänderungen sei noch erwähnt, daß man, statt sämtliche Feststoffe in der Leitung 15 abzustreifen, nur von dem für dieV erbrennungskammer bestimmten Teil der Feststoffe die anhaftenden flüchtigen Bestandteile zu entfernen braucht.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verkokungsverfahren zur kombinierten Gewinnung von Treibstoffen und Chemikalien, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Erdölrückstand in einer zur Gewinnung von Treibstoffen dienenden Wirbelschicht-Verkokungszone unter Umwandlung eines Teils des Rückstandes in dampfförmige Umwandlungsprodukte mit 450 bis 650° C heißen Koksteilchen in Berührung bringt bei Aufrechterhaltung einer verhältdismäßig niedrigen Verweilzeit der Feststoffe, die Koksteilchen zusammen mit den anhaftenden Resten des Rückstandes aus der Verkokungszone abzieht und die abgezogenen Teilchen in einer zur Gewinnung von Chemikalien dienenden Verkokungszone zum Aufheizen auf über 650° C, bei Aufrechterhaltung einer mittleren Verweilzeit der Dämpfe von weniger als 10 Sekunden, mit zusätzlichen Mengen hocherhitzter Koksteilchen mischt, die dampfförmigen Umwandlungsprodukte der - ersten Stufe und die leichten Kohlenwasserstoffdämpfe der zweiten Stufe gesondert abzieht und gewinnt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Chemikaliengevinnung eine als. Transportleitung ausgebildete Reaktionszone verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem die zur Chemikaliengewinnung dienende Verkokungszone verlassenden Strom abgetrennte Koks abgestreift wird, die Hauptmenge des abgestreiften Kokses der zur Treibstoffgewinnung dienenden Verkokungszone zugeführt und der Rest einer Heizzone, in der er unter teilweiser Verbrennung erhitzt wird, zugeleitet und dann im Kreislauf in die zur Chemikaliengewinnung dienende Verkokungszone zurückgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennkennzeichnet, daß man die leichten Kohlenwasserstoffdämpfe aus der zur Chemikaliengewinnung dienenden Verkokungszone nach Entfernung mitgeschleifter Feststoffteilchen sofort mit einem verhältnismäßig kalten schweren Kohlenwasserstofföl abschreckt, die schwereren Anteile des Umwandlungsprodukts aus der der Treibstoffgewinnung dienenden Verkokungszone dabei abtrennt, diese zusammen mit dem Abschrecköl in die zur Treibstoffgewinnung dienende Verkokungszone zurückführt und ein Nettokoksprodukt von 1 bis 20 % der frischen Beschickung aus dem Verfahren entfernt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heißen Koksteilchen mit einem Feststoff-Öl-Verhältnis von 1 : 10 in die zur Treibstoffgewinnung dienende Verkokungszone eingeführt werden und die mittlere Verweilzeit in dieser Verkokungszone zwischen 1 und 10 Minuten gehalten wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Koksteilchen in der zur Chemikaliengewinnung dienenden Verkokungszone 650 bis 870° C beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 561420.
DEE11652A 1954-12-08 1955-12-08 Verkokungsverfahren zur kombinierten Gewinnung von Treibstoffen und Chemikalien Pending DE1034300B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2561420A (en) * 1949-01-07 1951-07-24 Lummus Co Continuous hydrocarbon conversion process and apparatus

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