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DE944746C - Verfahren zur Umwandlung schwerer Rueckstandsoele - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung schwerer Rueckstandsoele

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Publication number
DE944746C
DE944746C DEST4969A DEST004969A DE944746C DE 944746 C DE944746 C DE 944746C DE ST4969 A DEST4969 A DE ST4969A DE ST004969 A DEST004969 A DE ST004969A DE 944746 C DE944746 C DE 944746C
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DE
Germany
Prior art keywords
coke
fluidized bed
distillation zone
distillation
zone
Prior art date
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Expired
Application number
DEST4969A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Standard Oil Development Co
Original Assignee
Standard Oil Development Co
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Publication date
Application filed by Standard Oil Development Co filed Critical Standard Oil Development Co
Application granted granted Critical
Publication of DE944746C publication Critical patent/DE944746C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/28Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid material
    • C10G9/32Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid material according to the "fluidised-bed" technique

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umwandlung schwerer Rückstandsöle Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Umwandlung schwerer Rückstandsöle aus Erdöl zur Erzeugung niedrigersiedender Kohlenwasserstoffe.
  • Das Rückstandsöl aus Erdöl, das im Sinne der Erfindung umgewandelt werden soll, ist ein hochsiedendes Kohlenwasserstofföl, das bei gewöhnlichem Druck nicht verdampft werden kann, ohne daß die hochsiedenden Bestandteile gespalten werden. In der Technik fallen gegenwärtig verhältnismäßig große Mengen an getopptem Rohöl oder schwerem Bodensatz an, weil niedriger grädiges Rohöl verarbeitet wird, welches mehr Rückstand hinterläßt, und die Nachfrage nach Motorkraftstoff, wie Benzin, und anderen Erdölprodukten, wie Heizöl, erheblich ist. Daher wird mehr Rohöl verarbeitet und mehr Rückstand gebildet. Weiterhin ist man bestrebt, Rohöle zu destillieren, um höhersiedende Ausgangsstoffe für die katalytische Spaltung zu gewinnen; auch hierbei verbleiben höhersiedende Rückstandsöle.
  • Es ist bekannt, schwere Rückstandsöle aus Erdöl in Gegenwart eines Fließbettes aus feinzerteiltem inertem Feststoff zu spalten oder zu verkoken. Das Verkoken bei verhältnismäßig niedriger Temperatur ist mit Schwierigkeiten verbunden, wenn die Beschickungsgeschwindigkeit nicht sehr niedrig gehalten wird; dies ist darauf zurückzuführen, -daß die Beschickung zum Verkleben neigt und dadurch. die Fließfähigkeit des Feststoffes verschlechtert. Bei verzögertem Verkoken verläuft das Verfahren diskontinuierlich und gestaltet die Entfernung der Koksmasse auf dem Verkokungsgefäß problematisch. Bei einem anderen bekannten Verkokungsverfahren -wird der Rückstand auf bewegten heißen Koks versprüht; dies erfordert eine weiträumige und kostspielige Anlage und ist unter etwa 500° nur bei sehr niedriger Zulaufgeschwindigkeit des Rückstandes durchführbar, wegen der Ausbildung von Koksbrücken infolge Verkleben der Rückstandsbeschickung.
  • Bei anderen bekannten Umwandlungsverfahren wird das Rückstandsöl in einer Schlange und bzw. oder einem Behandlungsgefäß unter solchem Druck erhitzt, daß das erzeugte Gasöl nicht abdestilliert; der Koks bleibt hierbei in dem Öl zum großen Teil suspendiert und muß durch Filtration oder Zentrifugieren entfernt werden; durch beide Behandlungsarten wird der Betrieb belastet. Wenn man mit an sich erwünschten hohen Umsätzen arbeitet, können die Reaktionsprodukte,. die aus der Umwandlungszone kommen, nicht unmittelbar einer Destillationszone wegen des hohen Koksgehaltes zugeführt werden, der die Destillation zum Erliegen bringen würde.
  • Vorliegende Erfindung behebt diese Mängel der älteren Verfahren mittels einer verbesserten Destillationszone für die aus der Verkokungszone stammendenUmwandlungserzeugnisse.Diese werden erfindungsgemäß in oder auf ein' Fließbett aus er-Ntztern inertem Feststoff, vorzugsweise Koksteilchen, verteilt, z. B. versprüht. Das Fließbett wird auf etwa 48o bis 565° gehalten, so daß das destillierbare Öl, welches die Koksteilchen in dem Fließbett zurückläßt, rasch verdampft. Das heiße Fließbett wirkt in erster Linie als Destillationszone und nicht als Verkokungs- oder Umwandlungszone.
  • Nachstehende Beschreibung erläutert an .Hand der Zeichnung mehrere Ausführungsformen der Erfindung.
  • Fig. i zeigt eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens der Erfindung; Fig. 2 stellt eine Abänderung dar, bei der der Koks teilweise in der Destillationszone verbrannt und Wärme dem Verkokungsvorgang dadurch zugeführt wird, daß eine Verkokungsschlange in dem Fließbett der Destillationszone angeordnet ist; Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der Koks in einer Schlange verbrannt wird, die in dem Fließbett der Destillationszone vorgesehen ist, um diese indirekt zu beheizen; Fig.4 zeigt eine Abänderung, bei der die Destillationszone mit Fließbett unter vermindertem Druck steht.
  • Gemäß Fig. i ist 1o eine Zuführungsleitung für schweres Rückstandsöl aus Erdöl zu einer Vorheizschlange 12 und einer Verikokungs- oder Umwandtungszone 14; diese besteht aus einer Schlange und bzw. oder einem Zylinder zum Verkoken des Rückstandsöls und zur Bildung von Koks, Gas und destillierbaren Ölen, einschließlich Benzin, Heizöl, und einer 'höhersiedenden Fraktion, die sich katalytisch spalten läßt. Die Beschickung besteht aus dem Rückstandsöl der atmosphärischen oder Vakuurr.-destillation von Erdöl, getopptem oder unzerlegtem Rohöl, Teeren, Pech, Schieferöl, schwerem Rücklauföl usw. Das Rückstandsöl hat eine Dichte von etwa 0,934o bis 1,076o; einen Kohlenstoffgehalt nach C o n r a d s o n von etwa 5 bis 3o Gewichtsprozent und einen Anfangssiedepunkt über etwa 425° (Rückständ der atmosphärischen Destillation) oder über etwa 565° (Rückstand der Vakuumdestillation). .
  • Das Öl wird in der Verkokungszone 14 auf etwa 40o bis 5z0° erhitzt und bei einem Druck von etwa 6,8 bis 204 atü gehalten, bei einer Verweilzeit von etwa 2 bis 240 Minuten, je nach der eingestellten Temperatur und dem verlangten Umwandlungsgrad . Um zu verhindern, daß sich Koks an den Wänden 'der Schlange oder des Zylinders ansetzt, setzt man zweckmäßig feinzerteilten Feststoff, vorzugsweise Koks, in einer Größe von etwa 5 bis 2o Mikron der Ölbeschickung durch Rohr 16 zu; die Feststoffteilchen dienen als Niederschlagskerne für den gebildeten Koks sowie als Abrieb- und Reinigungsmittel für die Wände des Verkokungsgefäßes. Der Feststöffzusatz durch Rohr 16 beträgt etwa 4,3 bis 28,5 kg, vorzugsweise etwa 8,6 bis 17,2 kg je ioo 1 Ölbeschickung.
  • Der Beschickung aus Rückstandsöl kann durch Rohr 18 ein Verdünnungsmittel, wie Dampf oder eine niedrigersiedende Erdölfraktion, als Hilfsmittel für die Verdampfung des Rückstandsöls oder zur Verbesserung der Verteilung der gebildeten-Erzeugnisse in der Verkokungszone und der Verflüchtigung in der Destillationszone zugesetzt werden.
  • Wenn sehr schwere Vakuumrückstandsöle verarbeitet werden, empfiehlt es sich besonders, als Verdünnungsmittel eine niedrigersiedende Erdölfraktion, etwa bei 12o bis 26o° siedendes Schwerbenzin zuzusetzen, letzteres in einer Menge von 2o bis 120, vorzugsweise etwa 5o bis ioo Volumprozent des zu behandelnden, Rückstandsöls. Das Benzin vermindert die Viskosität des Rückstandsöls und ermöglicht so eine größere Beweglichkeit und kräftigere Abriebwirkung des Zusatzkokses auf den Gefäßwänden, so daß sich keine Ansätze bilden können.
  • Die Umwandlungs- oder Verkokungserzeugnisse verlassen insgesamt in Form einer Aufschlämmung von Koks in flüssigem Ö'1 die Verkokungszone 14 durch Rohr 22 und gelangen in die Destillationszone 24 mit Fließbett, die auf etwa 425 bis 565° bei einem Druck von etwa o bis 1,7 atü gehalten wird. Da pra@ktiscJh nur in Zone 14 gespalten oder verkokt wird, dient die Destillationszone nur zur Trennung der festen Koksteilchen von den. destillierbaren Ölen.
  • In Zone 24 wird ein dichtes Fließbett-26 mit Stand 28 eines in stark wirbelnder Bewegung befindlichen Feststoffes unter der Wirkung eines aufsteigenden Gasstromes gehalten; über dem dichten Bett befindet sich eine verdünnte Phase 32. Die Dichte des Fließbettes. beträgt etwa 6,8 bis 181,1g je 28,31 für feinzerteilten Koks einer Teilchengröße von etwa 37 bis 149 Mikron (ioo bis 400 Maschen). Im oberen Teil der Destillationszone ist zweckmäßig ein Abscheider, etwa ein (nicht dargestellter) Zyklon, angeordnet, der von den dampfförmigen Produkten beim Verlassen der Destillationszone durch Auslaßrohr 34 mitgerissene Feststoffteilchen entfernt und in die dichte Phase 26 zurückbringt.
  • Die gesamten Verkokungsprodukte aus Rohr 22 ziehen über Druckentspannungsventil35 in die Leitung 36 und werden dort durch eine Düse 38 über Stand 28 auf das dichte Fließbett 26 versprüht. Ein Teil der Verkokungsprodukte verdampft sogleich infolge Druckentlastung und zieht durch Leitung 34 oben in eine Fraktionierkolonne 42 ab. Die unverdampften Anteile fallen in das Fließbett 26, werden dort verdampft und ziehen gleichfalls durch Leitung 34 ab, so daß nur Koks im Fließbett 26 zurückbleibt. Nach einer anderen Ausführungsform gelangen die gesamten Verkokungsprodukte durch Leitung 44 in das Fließbett 26 unterhalb des Standes 28.
  • Um der Destillationszone 24 Wärme zuzuführen, wird in flüssigkeitsähnlichem Zustand befindlicher Koks oder Feststoff, der beim Verkoken in Zone 14 gebildeten Koks enthält, am Boden mittels eines Standrohres 46 mit Gleitventil oder einem anderen Ventil 48 entleert, welches die Abzugsgeschwindigkeit des Feststoffes aus der. Destillationszone 24 regelt. Der abgezogene Feststoff wird von Luft oder einem anderen oxydierenden Gas aus Rohr 52 aufgenommen und als Suspension über Leitung 54 dem unteren Teil eines Heizzylinders 56 zugeführt, in, dem sich eine dichte, flüssigkeitsähnliche und in wirbelnder Bewegung befindliche Feststoffmasse 58 mit Stand 62 unter einer verdünnten Phase 64 befindet. Die Oberflächengeschwindigkeit des im Heizzylinder 56 aufsteigenden Gases beträgt etwa o, 15 bis 0,76 m/sec; dies ergibt eine Fließbettdichte von etwa 6,8 bis. 18 kg je 28,3 1, bei einer Korngröße von 37 bis 149 Mikron oder einem feineren Korn. Heizzylinder 56 wird bei solcher Temperatur betrieben, daß die Feststoffteilchen auf etwa 540 bis 76o° erhitzt werden.
  • Heiße Verbrennungsgase passieren einen Abscheider, z. B. Zyklon 66, der die mitgerissenen Feststoffe abtrennt und über Tauchrohr 68 dem Fließbett 58 wieder zuführt. Die Gase ziehen oben durch Leitung 72 ab und kommen in einen Abwärmeverwerter od. dgl.
  • Der heiße Feststoff wird dem Heizzylinder 56 unten durch Standrohr 74 mit Regelventil 76 entnommen und von. einem Gas, z. B. Dampf, aus Rohr 78 aufgenommen. Die Suspension kehrt über Leitung 82 in den unteren Teil- der Destillationszone 24 als Wärmeträger für die Destillation zurück. Überschüssiger Koks wird aus Fließbett 26 durch Abzugsrohr 84 entfernt. Der Auf strom von Dampf und Gasen im Fließbett.26 wird so eingestellt, daß seine Oberflächengeschwindigkeit etwa o,15 bis 0,76 m/sec beträgt, was die obenerwähnte Dichte von Fließbett 26 ergibt.
  • Die dampfförmigen Verkokungsprodukte, die oben aus der Destillationstone durch Leitung 34 abziehen, werden in einer Fraktioniervorrichtung 42 fraktioniert; dabei wird eine leichte Fraktion aus Gas und Benzin mit einem Endsiedepunkt von etwa 22o° abgetrennt und durch Leitung 86 abgezogen, um gegebenenfalls zur Gewinnung von Benzin aufgearbeitet zu werden. Durch Rohr 88 im oberen Teil der Fraktioniervorrichtung wird ein Heizöl mit dem Siedebereich von etwa 22o bis 345° und darunter durch Rohr 92 ein- Gasöl mit dem Siedebereich von etwa 345 bis 54o° abgezogen, das als Ausgangsgut für die katalytische Spaltung dient. Der untere Ablauf, der oberhalb 54o° siedet, wird durch Leitung 94 entleert und aus der Anlage durch Rohr 96 entfernt oder besser in die Beschickungsleitung 1o vor dem Vorerhitzer 12 aufgegeben. Der untere Ablauf enthält etwas Feststoff, der durch Leitung 34 in die Fraktioniervorrichtung 42 mitgeschleppt war.
  • In Fig. 2 bezeichnet 1o2 eine Beschickungsleitung für schweres Rückstandsöl, die mit Dampf oder leichtem Erdöl als Verdünnungsmittel durch Rohr 104, unteren Ablauf als Rücklauf durch Leitung 1o6 und Koksteilchen, die als Niederschlagskerne für Koks und als Abriebmittel für die Heizschlange 1o8 dienen, durch Leitung 112 beschickt wird. Dampf wird als Trägergas für den Koks aus Rohr 113 zugesetzt. Das Rückstandsöl durchströmt im Gemisch mit anderen Stoffen Vorerhitzer 1o8 und kommt dann in 'die Heizschlange 117, die sich zum größten Teil innerhalb des Fließbettes der Feststoffmasse 114 in dem Destillationsgefäß 116 befindet. Die dichte; in flüssigkeitsähnlichem Zustand und in wirbelnder Bewegung befindliche Masse 114 hat einen Stand 118 und darüber eine disperse oder verdünnte Phase 122. Das Öl wird auf dem Wege durch Schlange 117 auf Verkokungstemperatur von etwa 48o bis 54o° erhitzt; der Druck wird auf etwa 34 bis 20.4 atü, die Verweilzeit des Öls in der Schlange 117 auf etwa 2 bis 5 Minuten gehalten. Das Öl wird in Schlange 117 durch indirekten Wärmeaustausch mit dem Fließbett 114 erhitzt.
  • Der Auslaß von Schlange 117 liegt über dem Stand 118; sein Ende ist abwärts gerichtet und trägt eine Düse 124, welche die flüssigen Produkte der Verkokung über das Fließbett 114 versprüht. Heizschlange 117 trägt nahe der Düse 124 ein Druckentspannungsventil 126. Die durch Druckverminderung frei werdenden Dämpfe ziehen nach oben durch Leitung 128 in die Fraktioniervorrichtung 132 ab, ähnlich der Fraktioniervorrichtung gemäß Fig. i. Das Destillationsgefäß 116 wird auf etwa 48o bis 565° und etwa o bis 1,7 atü gehalten. Die verdampften und destillierten Anteile werden zweckmäßig in einem Abscheiden z. B. einem (nicht dargestellten) Zyklon, von; der Hauptmenge der mitgerissenen Feststoffe befreit und ziehen durch Leitung 128 ab. Das Destillationsgefäß wird dadurch beheizt, daß Luft oder Sauerstoff durch Rohr 134 in das Fließbett aus Koks 114 eingeführt und Koks in entsprechender Menge verbrannt wird. Die Verbrennungsprodukte ziehen mit den Umwandlungsprodukten, durch Leitung 128 ab; sie.verdünnen das im Laufe des Verfahrens erzeugte Trockengas. Diese geringfügige Wertminderung des Heizgases wird aber durch den großen Vorteil aufgewogen, daß die Destillationszone mit dem" in flüssigkeitsähnlichem Zustand befindlichen Feststoff durch direkte Einführung eines oxydierenden Gases in das Fließbett aus Koks erhitzt wird. Überschüssiger Koks wird als feinzerteilter Feststoff aus der dichten Phase 114 durch Rohr 136 entleert. Heiße Koksteilchen werden am Boden des Destillationsgefäßes entnommen und über Leitung 112 mit dem Rückstandsöl vermischt, wie oben dargelegt wurde. An Stelle vonKoks aus Desti,Ilationsgefäß i16 können Koksteilchen von einer äußeren Quelle durch Leitung 1i2 zugeführt werden.
  • Der untere Ablauf des Fraktioniergefäßes 132 kehrt durch Leitung io6 in die Beschickungsleitung io2 zurück-oder verläßt die Anlage durch Röhr 138.
  • In Fig.3 ist 152 eine Leitung zum Einführen von Rückstandsöl mit Dampf oder leichtem Erdöl als Verdünnungsmittel und gegebenenfalls Koksteilchen in die Heiz- und Verkokungsschlange 154, die praktisch vollständig in den oberen Teil eines dichten, in flüssigkeitsähnlichem Zustand befindlichen Bettes 156 aus Koksteilchen in einer Destillationszone 158 eintaucht. Die dichte Phase 156 hat einen Stand 162 und darüber eine verdünnte oder disperse Phase 164. Der obere Teil von Schlange 154 endet über dem Stand 162, ist nach unten ab-Kebogen und trägt eine Düse 166 zum Versprühen der Verkokungsprodukte über die dichte Phase 156. Der Auslaß der Schlange zeigt ein Druckentspannungsventil 168 in der Nähe der Düse 166.
  • Die Temperatur- und Druckbedingungen in Schlange 154 entsprechen im wesentlichen denen der Verkokungsschlange von Fig. 2. Die Destillationszone wirkt in gleicher Weise wie die von Fig. i und 2; Koksteilchen werden von den beim Verkoken gebildeten destillierbaren Ölen und Gasen getrennt.
  • In den unteren Teil des Destillationsgefäßes wird durch Rohr i72 Dampf eingeführt, der die Teilchen in dichtem -flüssigkeitsähnlichem Zustand hält und die Verdampfung der Verkokungsprodukte unterstützt. In dem unteren Teil des Fließbettes 156 liegt eine Schlange 174, welche das Fließbett mit Wärme versorgt, die durch Verbrennen von Koksteilchen oder Koks in der Schlange erzeugt wird. Kokshaltige Teilchen werden unten aus dem Fließbett durch Standrohr 176 mit Regler 178 abgezogen. Der abgezogene kokshaltige Feststoff wird mit Luft oder einem anderen sauerstoffhaltigen Gas vermischt, das durch Leitung 182 zugeführt wird; das Gemisch oder die Suspension läuft durch Leitung 184 und -Schlange 174 und wird in letzterer verbrannt: Die Verbrennungswärme wird durch indirekten Wärmeaustausch auf das Fließbett 156 übertragen. Die Verbrennungsgase verlassen die Schlange 174 durch Leitung 186 und kommen gegebenenfalls in eine Einrichtung zur Rückge°vvinnung von Abwärme.
  • Überschüssiger Koks wird aus dem Fließbett 156 über Rohr 188 abgezogen. Dampf- und gasförmige Erzeugnisse entweichen oben durch Rohr z92, nachdem sie zweckmäßig in einem Abscheider von mitgerissenen Feststoffteilchen befreit .sind; und werden dann einer Fraktioniereinrichtung, wie sie im Zusammenhang mit Fig. r beschrieben wurde, zugeführt.
  • Gemäß Fig. 4 wird Rückstandsöl zunächst unter vermindertem Druck destilliert, wobei die verdampfbaren Bestandteile entfernt werden, dann verkokt und sodann unter vermindertem Druck destilliert. Das Rückstandsöl von der oben bezeichneten Beschaffenheit fließt durch Rohr 2o2 und Vorheizschlange 204 und wird dort auf etwa 2o5 bis .4oo° erhitzt. Wie oben' bereits ausgeführt wurde, werden im Bedarfsfall Dampf und Koksteilchen als Niederschlagskerne für den, gebildeten Koks zugesetzt. Das erhitzte Rückstandsöl strömt unter einem Druck von etwa o,68 bis 6,8 atü durch eine mit Ventil versehene Leitung 2o6 in den Destillationsturm 2o8, der unter vermindertem Druck von etwa 2,54 bis 50,80 Eg abs. mittels einer (nicht dargestellten) angeschlossenen Vakuumpumpe und eines (nicht dargestellten) .Kondensationssystems gehalten wird, zum Auslaßrohr 212.
  • Destillierbare Dämpfe entweichen oben durch Auslaßrohr 212, werde kondensiert und bilden das Ausgangsgut für eine katalytische oder thermische Spaltung. Das unverdampfte Rückstandsöl wird unten durch 214 abgezogen, passiert eine Heizschlange 216 mittels Pumpe 218 unter einem Druck von etwa 17 bis 2o4 atü, der die Verdampfung des Öls verhindert, und wird auf etwa 425 bis 54o° erhitzt. Das Öl wird während des Verkokungsvorganges vorzugsweise unter diesen Bedingungen während etwa 5 bis 6o Minuten gehalten. Koksteilchen und Dampf oder ein leichtes Erdöl werden gegebenenfalls als Verdünnungsmittel durch Rohr 2i9 in die Leitung 214 eingebracht, um ein Verkoken des Öls in Schlange 216 zu verhindern oder weitestgehend zu vermindern. Die Verkokungsprodukte strömen durch Leitung 222 mit Druckreduzierventil 224 in eine Destillationszone 226, in der sich ein in stark wirbelnder Bewegung befindliches dichtes Fließbett 228 mit Stand 232 und darüber eine verdünnte oder disperse Phase 234 befinden. Das Auslaßende von Leitung 222 ist. mit einer zweckmäßig nach unten gerichteten Düse oder Sprenglereinrichtung 236 ausgestattet; die Verkokungsprodukte werden mithin von oben nach unten über das Fließbett 228 versprüht.
  • Dampfförmige Verkokungsprodukte ziehen oben durch Leitung 238 in einen -Destillationsturm 2o8 ab, wo die hochsiedenden Fraktionen von mitgerissenen Feststoffteilchen und unverdünnten flüssigen Bestandteilen abgetrennt werden. Das Eintrittsrohr 238.liegt'tiefer als das Eintrittsrohr 2o6 der Rückstandsölbeschickung, so daß die.Dämpfe durch das Rückstandsöl gewaschen werden. Dadurch wird die Verdampfung der leichteren Fraktionen des Rückstandsöl verbessert, während die schwereren Bestandteile der aus Rohr 238 einziehenden Dämpfe kondensiert und die mitgerissenen Feststoffteilchen nebst unverdampfter Flüssigkeit ausgewaschen werden. Die Destillationszone 226 steht unter einem verminderten Druck von etwa 2,54 bis 5o,8oHgabs. Durch Rohr 242 wird dem Fließbett 228 Dampf zugeführt, der das Fließbett in flüssigkeitsähnlichem Zustand und in stark wirbelnder Bewegung hält und die Verdampfung unterstützt. Die Oberflächengeschwindigkeit des im Fließbett 228 aufströmenden Dampfes beträgt etwa o,i5 bis 1,5 m/sec bei einer Korngröße von etwa 37 bis 149 Mikron oder darunter.
  • Die Destillationszone 226 wird dadurch auf etwa 425 bis 5651 erhitzt, daß Koks in einer im Fließbett 228 liegenden Schlange verbrannt wird. Am Boden des Fließbettes wird Koks durch das Standrohr oder barometrische Rohr 244 abgezogen, das unten mit einem Regler 246 zur Steuerung des Koksabzuges aus dem Fließbett 228 versehen ist. Luft, die durch Rohr 248 eingeführt wird, nimmt den abgezogenen Koks auf und bildet mit diesem eine Suspension, die Leitung 252 und Schlange 254 im unteren Teil des Fließbettes 228 durchströmt. Das Fließbett wird so durch die Verbrennung von Koks indirekt erhitzt. Die heißen Verbrennungsgase ziehen aus Schlange 254 durch Auslaß z56 gegebenenfalls in einen Abwärmeverwerter ab.
  • Überschüssiger Koks verläßt das Fließbett 228 durch Rohr 258.
  • Bei allen Ausführungsformen der Erfindung werden inerte Stoffe wie Sand, Bimsstein, Kieselgur, Carborundum, vorzugsweise feinzerteilter Erdölkoks zur Bildung des Fließbettes in der Destillationszone benutzt; diese werden feinzerteilt in Mengen von 4,3 bis 28,5 kg je ioo 1 Beschickung zugesetzt, um die Wände -der Schlange oder Verkokungseinrichtung innen koksfrei zu halten. Beim Verkoken wird Koks gebildet; überschüssiger Koks wird feinzerteilt aus dem System entfernt.
  • Rückstandsöl, getopptes Rohöl oder unzerlegtes Rohöl werden praktisch vollständig in Koks, Gas und destillierbares Öl umgewandelt, bevor sie in die Destillationszone gelangen, wo das Gasöl rasch verdampft und die Zone nach kurzer Zeit verläßt. Da das schwere Rückstandsöl in der Umwandlungsschlange praktisch vollständig umgesetzt wird, schaden verhältnismäßig hohe Temperaturen in der Fließbett-Destillationszone nicht der OOualität des Produktes. In dieser Zone'wird das Gasöl von dem Koks abdestilliert; sie dient der Abtrennung von Koksteilchen, die beim Verkoken des schweren Rückstandsöls gebildet wurden, von dem destillierbaren Gasöl. Beispiel (Fig. i) Rückstand der Vakuumdestillation eines Gemisches aus Westtexas- und südamerikanischen Rohölen (spezifisches Gewicht 40187; Kohlenstoffgehalt nach C o n r a d s o n etwa 2o Gewichtsprozent; Viskosität größer als iooo sec Saybolt Furol bei 98,89°; Anfangssiedepunkt bei -Atmosphärendruck über etwa 565°) wird mit roh Raumteilen Benzin (Siedebereich etwa i5o bis 2o5°) je ioo Raumteile Rückstand verdünnt. Saat- oder Zusatzkoks einer Korngröße von 74 bis 149 Mikron wird in Mengen von etwa 25 kg je 159 1 Mischbeschickung eingetragen. Die Vermischung wird dem Heizgefäß 12 und dem Behandlungsgefäß 14. zugeführt und auf etwa 425° bei etwa 143 atü erhitzt; sie wird in der Behandlungszone 14 durch ein mechanisches Rührwerk in lebhafter Bewegung gehalten. Die Verweilzeit im Heizgefäß 12 und Behandlungsgefäß 14 bei Temperaturen oberhalb etwa 4i3° beträgt etwa i5o Minuten. Unter. diesen Umständen wird der Rückstand praktisch vollständig in Koks und destillierbare Produkte übergeführt, ohne daß sich auf den Gefäßwänden Abscheidungen bilden. Die Erzeugnisse des Verkökungsvorganges kommen aus Behandlungsgefäß 14 in die Destillationszone 24, in der sich Koks in flüssigkeitsähnlichem Zustand bei etwa 48o° und o atü befindet. Dampf, der in einer Menge von etwa io Gewichtsprozent der ölbeschikkung in die Destillationszone eingeführt wird, hält den Koks in flüssigkeitsähnlichem Zustand und erleichtert die Destillation. Die Besclückungsgeschwindigkeit für Öl aus dem Verkokungsprozeß zur Destillationszone beträgt stündlich etwa 5 Gewichtsteile je Gewichtsteil Koks in dieser Zone. Da das Öl dort über den heißen in flüssigkeitsähnlichem Zustand befindlichen Koks versprüht wird, verdampft es rasch und zieht oben durch Rohr 34 ab, ohne daß eine weitere Umsetzung stattgefunden hat. Der Koksgehalt des in die Destillationszone einziehenden Öls beträgt etwa 39 kg (einschließlich 25 kg Zusatzkoks, der mit der- Beschickung zugeführt war) je i591 Rückstand plus Benzin. Der Koks bleibt in der Destillationszone 24 in trockener, feinzerteilter Form und bildet einen Teil des dortigen Fließbettes. Das Destillat aus Zone 2.4 zieht in das Frcaktioniergefäß 42 ab und wird dort in Gas, Benzin, Heizöl, Gasöl und Bodensatz zerlegt. Der Mischrückstand plus Benzin liefert je i591 in der Destillationszone folgende Erzeugnisse: Erstens etwa 7,6 kg trockenes Gas, zweitens etwa 90,7 1 Benzinschnitt mit Siedebereich unter etwa 22o° (einschließlich Benzin als Verdünnungsmittel für das Beschickungsgut), drittens etwa i8,11 Heizöl im Siedebereich von etwa 22o bis 343°, viertens etwa 281 Gasöl im Siedebereich von etwa 343 bis 538° als Beschickungsgut für die katalytische Spaltung und fünftens etwa 5,6 1 höhersiedenden Bodensatz, der als Heizöl verwendet werden oder in das Verfahren zurücklaufen kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Umwandlung schwerer Rückstandsöle, die hochsiedende, bei normalen Drücken nicht ohne Spaltung verdampfbare Bestandteile enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ausgangsgut in flüssiger Phase in Gegenwart von etwa 4,3 bis 28,5 kg Zusatzkoks je ioo 1 Beschickungsgut in 2 bis Zoo Minuten bei etwa 4oo bis 510' und etwa 6,8 bis 2o4 atü praktisch vollständig in Koks, destillierbare öle und Gas umwandelt, dieses Reaktionsprodukt einsehlieBlich des Zusatzkolbens in eine in einer Destillationszone angeordnete Wirbelschicht von Feststoffen fördert, die auf etwa 425 bis 565' und etwa o bis. 1,7 atü gehalten wird, so daB die destillierbaren Öle ohne merkliche. weitere Umwandlung übergehen und die Koksteilchen in der Wirbelschicht zurückbleiben.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man diekokshaltigenTeilchen aus der Wirbelschicht der Destillationszone abzieht, sie in eine Heizzone fördert, in dieser mindestens einen Teil des Kokses abbrennt und dadurch die Teilchen aufheizf und diese dann als Wärmeträger in die Destillationszone zurückführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Beschickung zur Erzielung der Umwandlung in einem engen Durchgang, der in der Wirbelschicht der Destillationszone angeordnet ist, durch indirekten Wärmeaustausch aufheizt, indem man einen Teil des Kokses der Wirbelschicht verbrennt.
  4. 4. Verfahrnen nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet; daB. man die Beschickung in einer Rohrschlange aufheizt, die in die Wirbelschicht der Destillationszone eintaucht, und dieser Wärme zuführt, indem man einen Teil des Kokses der Wirbelschicht abzieht und in einer Rohrschlange verbrennt, die in die Wirbelschicht der Destillationszone eintaucht.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichne4 daß man das als Ausgangsgut verwendete Rückstandsölder Vakuumdestillation unterwirft und nur die höhersiedende flüssige Fraktion nach Abtrennung der verdampfbaren Bestandteile der Umwandlung unterwirft.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daB man die aus der Destillationszone über Kopf übergehenden öldäanpfe der Vakuumdestillationssäule unterhalb der Zuführungsstelle des schweren Rückstandsöls zuführt, um die Trennung der verdampfbaren Bestandteile von dem schweren Rückstandsöl zu unterstützen.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i zur Gewinnung erwünschter flüchtiger Bestandteile aus einem Gemisch, dadurch gekennzeichnet, daB man dieses Gemisch an einer verhältnismäßig dichten Wirbelschicht feinzerteilter inerter Feststoffe, die auf erhöhter Temperatur gehalten wird, destillativ zerlegt, indem die erwünschten flüchtigen Bestandteile über Kopf ohne merkliche weitere Umwandlung abziehen. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 543 884; kanadische Patentschrift Nr. 469 374; Chem. Zentralblatt, 1951, 1, S. 169i.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA469374A (en) * 1950-11-14 The Lummus Company Treatment of hydrocarbons
US2543884A (en) * 1947-08-12 1951-03-06 Standard Oil Dev Co Process for cracking and coking heavy hydryocarbons

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