DE10340525B3 - Netzstecker - Google Patents
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Abstract
Netzstecker mit einem Steckergehäuse, wenigstens zwei aus dem Boden des Steckergehäuses herausragenden Kontaktstiften und einer in dem Steckergehäuse gelagerten Zugentlastung, an der das Anschlusskabel befestigt ist, wobei die Zugentlastung gegen ein federelastisches Element beweglich gelagert ist, die Zugentlastung mit einem sich mit diesem bewegenden ersten Kontaktstück versehen ist, das Steckergehäuse mit einem zweiten Kontaktstück versehen ist, das Steckergehäuse mit einem in einem die Kontaktstücke einschließenden Stromkreis liegenden Melder versehen ist, wobei der Melder aktiviert wird, wenn auf die Zugentlastung ein Zug ausgeübt wird, der die Kontaktstücke in Berührung bringt und damit den Stromkreis schließt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Netzstecker mit einem Steckergehäuse, aus dem Boden des Steckergehäuses herausragende Kontaktstifte und einer in dem Steckergehäuse gelagerten Zugentlastung, an der das Anschlusskabel befestigt ist, sowie eine mit einem solchen Netzstecker versehene Netzsteckeranordnung.
- Netzstecker elektrischer Geräte können bei dem Auftreten einer Zug- oder Querkraft auf das an sie angeschlossene Kabel mechanisch derart belastet werden, das sie oder die Steckdose, in die sie eingeführt sind, beschädigt werden. Weiter kann es sein, dass eine unbeabsichtigte und unbemerkte Trennung vom Netz eintritt, was bei manchen Anwendungsfällen – etwa im Krankenhaus – fatale Folgen haben kann.
- Aus der
DE 39 23 977 ist bereits ein Netzstecker bekannt, der mit einer Reißsicherung versehen ist, die die Kraft einer in einem Winkel zur axialen Richtung des Netzsteckers wirkenden Zugkraft (Querkraft) mindert. Dieses wird dadurch erreicht, dass das Anschlusskabel des Netzsteckers federnd gelagert ist und sich bei Auftreten einer seitlich wirkenden Kraft in Richtung der Zugkraft neigt. - Der Nachteil dieser Art Netzstecker besteht darin, dass der Netzstecker für in zur Richtung des Netzsteckers axial wirkende Zugkräfte nur unzureichend gesichert ist und eine unbeabsichtigte Trennung vom Netz weiterhin unbemerkt bleibt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Netzstecker bzw. eine Netzsteckeranordnung zu schaffen, bei der die Gefahr einer Beschädigung von Stecker oder Steckdose bei Auftreten einer Zug- oder Querkraft auf das Kabel verringert ist.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass bei dem eingangs genannten Netzstecker die Zugentlastung gegen ein auf Belastung ansprechendes Element beweglich gelagert ist, die Zugentlastung mit einem sich mit diesem bewegenden ersten Kontaktstück versehen ist, das Steckergehäuse mit einem zweiten Kontaktstück versehen ist, das Steckergehäuse mit einem in einem die Kontaktstücke einschließenden Stromkreis liegenden Melder versehen ist, wobei der Melder aktiviert wird, wenn auf die Zugentlastung ein Zug ausgeübt wird, der die Kontaktstücke in Berührung bringt und damit den Stromkreis schließt.
- Die Netzsteckeranordnung ist erfindungsgemäß mit einem eingangs genannten Netzstecker und einem Zwischensteckerteil versehen, wobei bei dem Netzstecker, die Zugentlastung gegen ein auf Belastung ansprechendes Element beweglich gelagert ist, die Zugentlastung mit einem sich mit diesem bewegenden ersten Kontaktstück versehen ist, der Netzstecker mit einem zweiten Kontaktstück versehen ist, am Boden des Netzsteckers erste Kontaktpunkte, die mit den ersten Kontaktstücken elektrisch verbunden sind, angeordnet sind, und bei dem Zwischensteckerteil zwei an dessen Boden angeordneten, mit den ersten Kontaktpunkten des Netzsteckers zusammenwirkenden zweiten Kontaktpunkten vorgesehen sind, zwei Kontaktlamellen zum Aufnehmen der Kontaktstifte des Netzsteckers vorgesehen sind, ein elektrisch auslösbarer Linearantrieb vorgesehen ist, ein von dem Linearantrieb betätigter Auslösemechanismus vorgesehen ist und eine auf dem Zwischensteckerteil axial gegen ein eine Kraft ausübenden Mittel verschieblich gelagerte, das Steckerteil aufnehmende, von dem Auslösemechanismus bei dessen Aktivierung betätigte und dabei den Netzstecker auswerfende Auswurfhülsehülse vorgesehen ist.
- Der Zwischensteckerteil ist vorzugsweise mit einem Melder versehen.
- Das eine Kraft ausübende Element kann ein federelastisches Element sein, es kann sich dabei aber auch um einen elektromotorischen oder pneumatischen Antrieb handeln.
- Als elektromagnetischer Entriegelungsmechanismus kann ein elektrothermisches Element (Bimetall) eingesetzt werden.
- Die Auslösung kann bei einer bevorzugten Ausführungsform auch durch Fernauslösung (etwa im Brandfall) erfolgen, die Auslösung kann auch bei einem Auftreten eines Fehlerstroms oder einer Übertemperatur erfolgen.
- Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung erläutert. Dabei zeigt:
-
1 eine Schnittdarstellung durch einen derartigen Netzstecker, -
2 . eine Schnittdarstellung einer Netzsteckeranordnung in gestecktem Zustand und -
3 eine Netzsteckeranordnung in getrenntem Zustand. - Der in
1 gezeigte Netzstecker weist ein Steckergehäuse16 mit aus dem Boden des Steckergehäuses16 herausragenden Kontaktstiften1 ,1 mit Anschlüssen13 ,14 , einem Schutzleiteranschluss15 und einer in dem Steckergehäuse16 gelagerten Zugentlastung4 ,9 auf. Die Zugentlastung ist in bekannter Weise mit einer das vordere Ende des Anschlusskabels3 einklemmenden Schelle4 und einer Kabelführung9 gebildet. Dabei ist die Zugentlastung4 ,9 gegen eine Druckfeder8 beweglich gelagert und mit einem sich mit diesem bewegenden ersten Kontaktstück5 versehen. Das Steckergehäuse16 ist mit einem von Kontaktringsträger7 getragenen zweiten Kontaktstück6 versehen. - Das Steckergehäuse
16 ist mit einem in einem die Kontaktstücke5 ,6 einschließenden Stromkreis11 mit Vorwiderstand10 liegenden optischen und/oder akustischem Melder12 versehen, der aktiviert wird, wenn auf die Zugentlastung4 ,9 ein Zug ausgeübt wird, der die Kontaktstücke5 ,6 in Berührung bringt und damit den Stromkreis11 schließt. - Die in
2 dargestellte Netzsteckeranordnung ist mit einem ähnlichen Netzstecker16 versehen, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel fehlt aber in dem Netzstecker16 der Melder12 . Stattdessen sind am Boden des Netzsteckers16 erste Kontaktpunkte21 ,21 vorgesehen, die mit den ersten Kontaktstücken5 ,6 elektrisch verbunden sind. - Ein Zwischensteckerteil
2 ist vorgesehen mit zwei an dessen Boden angeordneten, mit den ersten Kontaktpunkten21 ,21 des Netzsteckers16 zusammenwirkenden zweiten Kontaktpunkten22 ,22 , zwei Kontaktlamellen23 ,23 zum Aufnehmen der Kontaktstifte19 ,20 des Netzsteckers16 . Die Kontaktlamellen23 ,24 sind über Leiter31 ,32 mit in die – nicht gezeigte – Steckdose einzusteckenden Kontaktstiften1 , verbunden. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Schutzkontakt des Netzsteckers16 – wie in einigen Ländern üblich- als dritter Kontaktstift18 ausgebildet, der mit einer Schutzleiterverbindung24 in dem Zwischensteckerteil2 zusammenwirkt. - Ein elektrisch auslösbarer Linearantrieb, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer Spule
34 und einem Kern33 besteht, betätigt bei Aktivierung über ein von einer Druckfeder32 belastetes Stößel29 einen Auslösemechanismus mit einem ersten Verriegelungshebel25 , einem zweiten Verriegelungshebel26 , einem Auslösungsachsbolzen27 und einem Achshalter35 für die Verriegelungshebel25 ,26 auf. - Eine auf dem Zwischensteckerteil
2 axial gegen eine Druckfeder38 verschieblich gelagerte, das Steckerteil16 aufnehmende Auswurfhülsehülse37 wirft bei Aktivierung des Auslösemechanismus25 ,26 ,27 den Netzstecker16 aus. - Die Figuren verdeutlichen, das die Auswurfhülse
37 bei Einsetzen des Steckers16 gegen die Kraft der Feder38 gegen den Körper des Zwischensteckerteils2 bewegt, gespannt und verriegelt wird, bei Auslösung wird die Verriegelung gelöst, die Auswurfhülse37 freigegeben und der Stecker16 durch die Kraft der Feder38 unter Trennung der Kontaktstifte19 ,20 aus den Lamellen23 ,23 , ausgeworfen. - Eine – nur als vergossener Block dargestellte – Elektronik
28 speist bei Ansprechen der Zugentlastung die Spule34 und bewirkt so die Auslösung des Auswurfmechanismus und das Auswerfen des Steckers16 . Die Elektronik weist einen optischen und/oder akustischen Melder36 auf, der den erfolgten Auswurf meldet.
Claims (3)
- Netzstecker mit einem Steckergehäuse (
16 ), wenigstens zwei aus dem Boden des Steckergehäuses (16 ) herausragenden Kontaktstiften (1 ,1 ) und einer in dem Steckergehäuse (16 ) gelagerten Zugentlastung (4 ,9 ), an der das Anschlusskabel (3 ) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass – die Zugentlastung (4 ,9 ) gegen ein federelastisches Element (8 ) beweglich gelagert ist, – die Zugentlastung (4 ,9 ) mit einem sich mit diesem bewegenden ersten Kontaktstück (5 ) versehen ist, – das Steckergehäuse (16 ) mit einem zweiten Kontaktstück (6 ) versehen ist, – das Steckergehäuse (16 ) mit einem in einem die Kontaktstücke (5 ,6 ) einschließenden Stromkreis liegenden Melder (12 ) versehen ist, wobei der Melder (12 ) aktiviert wird, wenn auf die Zugentlastung (4 ,9 ) ein Zug ausgeübt wird, der die Kontaktstücke (5 ,6 ) in Berührung bringt und damit den Stromkreis schließt. - Netzsteckeranordnung mit – einem Netzstecker mit einem Steckergehäuse (
16 ), wenigstens zwei aus dem Boden des Netzsteckers (16 ) herausragenden Kontaktstifte (1 ,1 ), und einer in dem Netzstecker (16 ) gelagerten Zugentlastung (4 ,9 ) an der das Anschlusskabel (3 ) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass – die Zugentlastung (4 ,9 ) gegen ein federelastisches Element (8 ) beweglich gelagert ist, – die Zugentlastung (4 ,9 ) mit einem sich mit diesem bewegenden ersten Kontaktstück (5 ) versehen ist, – der Netzstecker (16 ) mit einem zweiten Kontaktstück (6 ) versehen ist, – am Boden des Netzsteckers (16 ) erste Kontaktpunkte (21 ,21 ), die mit den ersten Kontaktstücken (5 ,6 ) elektrisch verbunden sind, angeordnet sind, und – ein Zwischensteckerteil (2 ) vorgesehen ist, mit – zwei an dessen Boden angeordneten, mit den ersten Kontaktpunkten (21 ,21 ) des Netzsteckers (16 ) zusammenwirkenden zweiten Kontaktpunkten (22 ,22 ), – zwei Kontaktlamellen (23 ,23 ) zum Aufnehmen der Kontaktstifte (19 ,20 ) des Netzsteckers (16 ), – einem elektrisch auslösbaren Linearantrieb (33 ,34 ), – einem von dem Linearantrieb (33 ,34 ) betätigten Auslösemechanismus (25 ,26 ,27 ) und – einer auf dem Zwischensteckerteil (2 ) axial gegen ein eine Kraft ausübendes Mittel (38 ) verschieblich gelagerten, das Steckerteil (16 ) aufnehmenden, von dem Auslösemechanismus (25 ,26 ,27 ) bei dessen Aktivierung betätigten und dabei den Netzstecker (16 ) auswerfenden Auswurfhülsehülse (37 ). - Netzsteckeranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischensteckerteil (
2 ) mit einem Melder versehen ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2003140525 DE10340525B3 (de) | 2003-09-03 | 2003-09-03 | Netzstecker |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Country Status (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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2003
- 2003-09-03 DE DE2003140525 patent/DE10340525B3/de not_active Expired - Fee Related
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