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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein- oder Auspressen eines
Rotors in einen oder aus einem Stator einer Exzenterschneckenpumpe.
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Exzenterschneckenpumpen
eignen sich besonders zur Förderung
von Dickstoffen, wie Putz, Mörtel
oder Zement. Es handelt sich dabei um Verdrängerpumpen, deren wichtigste
Bauteile ein feststehender Stator und ein rotierender Rotor sind.
Der Rotor ist meist entsprechend einem eingängigen Gewinde geformt und
besteht in der Regel aus Stahl. Der zugehörige Stator, der im Allgemeinen
aus einem Elastomer besteht, besitzt einen axialen Pumpenhohlraum,
der für
einen eingängigen
Rotor die Form eines zweigängigen
Gewindes aufweist. Es sind jedoch auch mehrgängige Rotoren mit entsprechend ausgebildeten
mehrgängigen
Pumpenhohlräumen im
Stator bekannt. Im zusammengebauten Zustand liegt der Stator am
Rotor unter Vorspannung dicht an, wobei jedoch im Pumpenhohlraum
Hohlräume
verbleiben, die nicht vom Rotor ausgefüllt werden. Durch diese Hohlräume wird
durch Rotation des Rotors im Stator Fördergut von der Saugseite des
Stators zur Druckseite hin gefördert.
Da der Pumpenhohlraum des Stators etwas enger ausgebildet ist als
die Abmessungen des Rotors erfordern würden, und der Stator am Rotor
mit einer gewissen Vorspannung anliegt, ist bei jeder beliebigen
Stellung des Rotors eine Dichtlinie vorhanden, die die Saugseite
des Stators gegenüber
der Druckseite abdichtet. Für
Reinigungs- und
Wartungszwecke müssen
Stator und Rotor demontiert und anschließend wieder montiert werden. Dazu
wurden bisher Spezialvorrichtungen verwendet, bei denen der Stator
vom festgehaltenen Rotor abgezogen und wieder auf diesen aufgeschoben wird.
Es handelt sich dabei um große
und schwere Spezialvorrichtungen, die an einem feststehenden Ort
aufgestellt und nicht zum Verwendungsort der Exzenterschneckenpumpen
transportabel sind.
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Ausgehend
hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute
Vorrichtung zum Ein- und/oder Auspressen eines Rotors in einen oder
aus einem Stator einer Exzenterschneckenpumpe zu entwickeln, die
einfach handhabbar und zum Einsatzort der Exzenterschneckenpumpen leicht
transportierbar ist.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung
die im Anspruch 1 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den abhängigen
Ansprüchen.
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Die
erfindungsgemäße Lösung besteht
im wesentlichen darin, dass ein Statorrahmen zur Aufnahme und axialen
Abstützung
des Stators sowie ein mit dem Statorrahmen unmittelbar oder mittelbar
verschiebefest kuppelbarer Hydrozylinder vorgesehen ist, der über ein
motorisch angetriebenes Hydraulikaggregat mit Druckflüssigkeit
beaufschlagbar ist. Die Kolbenstange des Hydrozylinders liegt im
Betriebszustand erfindungsgemäß unmittelbar
oder mittelbar gegen das eine Ende des in den Stator einzupressenden
oder aus diesem herauszupressenden Rotors an.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind Zentriermittel zur
achszentralen Ausrichtung des Stators am Statorrahmen vorgesehen,
die zweckmäßig als
in den Statorrahmen einsetzbare Haltebleche mit den Mantel des Stators
teilweise umfassenden, randoffenen Zentrierausnehmungen ausgebildet
sind. Vorteilhafterweise sind die Statorhaltebleche paarweise in
axialem Abstand voneinander quer zur Längsachse des Stators in den Statorrahmen
radial und axial unverschiebbar einsetzbar, wobei für unterschiedliche
Statorgrößen verschiedene
Haltebleche mit unterschiedlichen Größen der Zentrierausnehmung
gegeneinander austauschbar sind. Die beim Ein- und Auspressvorgang
auftretenden Reaktionskräfte
werden durch einen am Statorrahmen angeordneten Kopfhalter zur axialen
Abstüt zung
des Statorkopfs aufgenommen, der mit einem Durchbruch für den Durchtritt
des Rotors beim Auspressvorgang versehen ist. Für klein gebaute Statoren kann
ein zusätzlicher
kleinerer Kopfhalter am Stator eingesetzt und dort axial unverschieblich
fixiert werden. Um ein Ausknicken des Stators beim Ein- und Auspressvorgang
zu vermeiden, können
zusätzliche,
am Statorrahmen fixierbare Spannmittel zur Querverspannung des Stators
vorgesehen werden. Die Spannmittel weisen dabei zweckmäßig eine zur
Statorachse querverlaufende Traverse, zwei an den Seiten der Traverse
um eine zur Statorachse parallele Schwenkachse verschwenkbare, mit
ihren Hakenteilen am Statorrahmen einhängbare Hakenelemente und ein
mittig an der Traverse angeordnetes, radial in Richtung Statormantel
bewegbares, vorzugsweise als Spannspindel ausgebildetes Spannelement
auf.
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Zur
weiteren Verbesserung der Zentriereigenschaften beim Ein- und Auspressvorgang
ist gemäß einer
besonderen Ausgestaltung der Erfindung ein am Statorrahmen axial
geführter
Rollwagen vorgesehen, dessen Stirnseite ein gegen den ein- oder auszupressenden
Rotor unmittelbar oder mittelbar anliegendes Adapterelement aufweist
und gegen dessen Rückseite
das stirnseitige Ende der Kolbenstange anschlagbar ist. In Anpassung
an unterschiedliche Baugrößen des
Rotors können
verschiedene, gegeneinander austauschbare Adapterelemente mit unterschiedlichen,
stirnseitig überstehenden
Zentrierelementen vorgesehen werden. Dabei ist zumindest eines der
Zentrierelemente als stirnseitig am Adapterelement überstehender
Zentrierzapfen ausgebildet, wohingegen zumindest ein weiteres Zentrierelement
eine mit einem Zentrierrand versehene, stirnseitig offene Ausnehmung
sein kann. Die Zentrierelemente sind dabei so ausgebildet, dass
der Rotor beim Einpressvorgang auch eine leichte Querbewegung ausführen kann.
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Beim
Auspressvorgang können
Querbewegungen des Rotors gegenüber
dem Stator von einer Auspressstange aufgenommen werden, die zwischen
dem Rollwagen und dem rückwärtigen Rotorende
einspannbar ist. Die Länge
der Auspressstange sollte dabei mindestens der Länge des auszupressen den Rotors
entsprechen. An ihrem rückwärtigen Ende
ist die Auspressstange mit einer rückwärtigen Ausnehmung zur Aufnahme
eines Zentrierorgans des Adapterelements versehen.
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Eine
weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der
Statorrahmen zugleich als Laufschienen für den Rollwagen ausgebildete Seitenwangen
aufweist. Zumindest ein Teil der Seitenwangen ist zusätzlich mit
Randschlitzen zur Aufnahme von an den Zentrierblechen angeordneten Auslegern
versehen.
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Der
Rollwagen ist vorteilhafterweise als Kippwagen mit zwei unteren
und einem oberen Laufrollenpaar ausgebildet. Die Achsen der drei
Laufrollenpaare spannen im Querschnitt zweckmäßig ein rechtwinkeliges Dreieck
auf, wobei eines der beiden unteren Laufrollenpaare am freien Ende
einer Kathete angeordnet ist, die gegenüber der zweiten Kathete in
Verschieberichtung des Rollwagens voreilt.
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Eine
weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der
Hydrozylinder, das Hydraulikaggregat und dessen Antriebsmotor auf
einem Gestell angeordnet sind, das mit dem Statorrahmen lösbar kuppelbar
ist. Weiter ist es von Vorteil, wenn der Hydrozylinder, das Hydraulikaggregat
und dessen Antriebsmotor auf einem getrennten Aggregatträger angeordnet
sind, der parallel zur Verschiebeachse des Hydrozylinders am Gestell
verstellbar angeordnet ist. Damit kann der Abstand zwischen Hydrozylinder
und Stator einfach den Anforderungen entsprechend variiert werden.
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Zur
Erleichterung der Handhabung weist das Gestell an seinem einen Ende
ein Fahrrollenpaar und an seinem anderen Ende einen Handgriff auf.
Damit kann die gesamte Vorrichtung leicht an einen bestimmten Einsatzort
verfahren werden. Es ist von besonderem Vorteil, wenn das Gestell
im Betriebszustand auf den Seiten des Fahrrollenpaars und des Handgriffs
auf einer Unterlage abstützbar
ist und der Statorrahmen mit dem Gestell in einer gestreckten Arbeitsposition
und in einer gegenüber
diesem um 180° eingeklappten
Transportposition kuppelbar ist. Dies läßt sich besonders einfach dadurch
bewerkstelligen, dass der Statorrahmen und das Gestell mittels lösbarer Steckbolzen
kuppelbar sind. Ebenso kann der Aggregatträger mittels Steckbolzen in
verschiedenen Positionen des Gestells axial fixiert werden.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
der Statorrahmen oder das Gestell eine Haltevorrichtung zur Aufnahme
eines Zubehörkastens
für diverse
Haltebleche und Kopfhalter aufweist.
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Der
Antriebsmotor für
das Antriebsaggregat ist zweckmäßig als
Elektromotor ausgebildet, der beispielsweise über ein Starterkabel an eine
Kraftfahrzeugbatterie anschließbar
ist. Am Aggregatträger oder
an dem Gestell kann eine Kabeltrommel für das Starterkabel angeordnet
sein.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand des in der Zeichnung in schematischer
Weise dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es
zeigen
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1a bis 1c Seitenansichten der Rotorpressvorrichtung
in der zusammengeklappten Transportstellung aufrechtstehend, fahrend
und liegend;
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2a und 2b eine Seitenansicht und eine Draufsicht
der Rotorpressvorrichtung in aufgeklappter Betriebsstellung.
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3 eine Seitenansicht des
Aggregatträgers
mit Hydrozylinder, Hydraulikaggregat und Antriebsmotor;
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4 eine Seitenansicht der
Rotorpressvorrichtung zu Beginn eines Auspressvorgangs mit vergrößertem Detail
sowie am Ende des Auspressvorgangs;
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5a und 5b Seitenansichten der Rotorpressvorrichtung
zu Beginn und am Ende eines Einpressvorgangs für einen großen Rotor;
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6a und 6b eine Darstellung entsprechend 5 für einen kleinen Rotor;
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7a und 8a je ein in den Halterahmen einhängbares
Halteblech für
einen großen
und einen kleinen Stator;
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7b und 8b eine Draufsicht auf das Ende des Halterahmens
mit Kopfhalter für
einen großen Stator
und mit einem eingesetzten Kopfhalter für einen kleinen Stator;
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8a eine Ansicht des eingesetzten
Kopfhalters für
einen kleinen Stator;
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9a einen Schnitt durch den
Halterahmen mit Halteblech, Stator und Spannmittel;
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9b und 9c eine Seitenansicht des Halteblechs
und der Spannmittel aus 9a;
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10a einen Schnitt entsprechend 9a zusätzlich mit eingesetztem Rollwagen;
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10b und 10c eine Stirnseitenansicht und eine
Seitenansicht des Rollwagens nach 10a.
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Die
in der Zeichnung dargestellte Rotorpressvorrichtung ist zum Ein- und/oder Auspressen eines
Rotors 10 in einen oder aus einem Stator 12 einer
Exzenterschneckenpumpe bestimmt. Exzenterschneckenpumpen 10 sind
Verdrängerpumpen,
deren wichtigste Bauteile ein feststehender Stator 12 und
ein rotierender Rotor 10 sind. Die in 4 bis 6 dargestellten
Rotoren 10 sind entsprechend einem eingängigen Gewinde geformt. Der
zugehörige
Stator 12, der aus einem in einem metallischen Mantelgehäuse 14 angeordneten
Elastomer 16 besteht, weist die Form eines zweigängigen Innengewindes auf.
Im zusammengebauten Zustand entsprechend 5b und 6b liegt
das elastische Innenteil 16 des Stators 12 am
Rotor 10 unter Vorspannung dicht an, wobei im Pumpenhohlraum 18 Hohlräume verbleiben,
die nicht vom Rotor 10 ausgefüllt werden. Durch diese Hohlräume wird
durch Rotation des Rotors 10 im Stator 12 Fördergut
von der Saugseite zur Druckseite des Stators gefördert. Zu Wartungs- und Reinigungszwecken
ist es häufig
notwendig, den Rotor 10 und den Stator 12 zu trennen.
Dazu ist die nachstehend beschriebene Rotorpressvorrichtung bestimmt.
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Die
Rotorpressvorrichtung weist ein Fahrgestell 20 auf, das
nach Art einer Sackkarre mit zwei Rollen 22 und einem Handgriff 24 versehen
ist. In der vertikalen Stellung gemäß 1a und in der horizontalen Stellung gemäß 1c wird das Fahrgestell 20 auf
Stützfüßen 26, 28 unter
Abheben der Rollen 22 auf dem Boden 30 abgestützt. Zusätzliche
Stützfüße 32, 34 befinden
sich im Bereich eines eingeklappten Statorrahmens 36 und
im Bereich des Handgriffs 24. Um das Fahrgestell 20 in
den Fahrzustand zu bringen, wird es am Handgriff 24 erfaßt und in
eine Schräglage
entsprechend 1b unter
Absenkung der Rollen 22 auf den Fußboden 30 gekippt.
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Die
Rotorpressvorrichtung umfasst neben dem Fahrgestell 20 einen
Statorrahmen 36, der im Transportzustand entsprechend 1a bis 1c um die Achse 38 gegen das
Fahrgestell geklappt und mit Steckbolzen 40 an dessen Laschen 42 fixiert
ist. Die Vorrichtung umfasst außerdem
einen Aggregathalter 44, der mit Steckbolzen 46, 48 am
Gestell 20 in verschiedenen Bohrungsgruppen 50, 52 des
Gestells 20 fixierbar ist und der einen Hydrozylinder 54 mit
Kolbenstange 56 sowie ein Hydraulikaggregat 58 mit Öltank 60 und
elektrischem Antriebsmotor 62 trägt. Der Elektromotor 62 ist
so ausgelegt, dass er über
eine Autobatterie mit Hilfe eines Starterkabels mit Gleich strom
versorgt werden kann. Der Aggregathalter 44 kann durch
Entfernen der beiden Steckbolzen 46, 48 mit wenigen
Handgriffen vom Gestell 20 abgenommen und an diesem in
axialer Richtung des Hydrozylinders 54 versetzt werden.
Um den Statorrahmen in die in 2a, 2b gezeigte Arbeitsstellung
zu bringen, wird der Steckbolzen 40 gezogen, der Statorrahmen um
die Achse 38 um 180° geschwenkt,
bis der Ausleger 64 auf dem Fußboden 30 aufsteht,
und sodann mit dem Steckbolzen 40 in der in 2a gezeigten Strecklage
gesichert.
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Das
Gestell 20 und der Statorrahmen 36 weisen zwei
Seitenwangenpaare 66', 66'', 68', 68'' auf, die
in der in 2a und 2b gezeigten Strecklage paarweise
miteinander fluchten. Im Bereich des Statorrahmens 36 weisen
die oberen Seitenwangenpaare 66'' in
axialem Abstand voneinander angeordnete, nach oben randoffene Ausnehmungen 70 auf,
die zur Positionierung und axialen Fixierung von Halteblechen 72 bestimmt
sind. Im Bereich des Statorrahmens 36 sind außerdem an
den Seitenwangenpaaren 66'', 68'' nach innen abgebogene Winkelschenkel 74 vorgesehen,
die an den Positionen der randoffenen Ausnehmungen 70 nach
innen weisende randoffene Ausnehmungen 76 zum Einstecken
der Haltebleche 72 aufweisen. Die Haltebleche 72 greifen
in die oberen randoffenen Ausnehmungen 70 mit ihren Auslegern 78 und
in die unteren randoffenen Ausnehmungen 76 mit ihren Fußstücken 80 ein
(vgl. 9a, 9b). Ein wesentliches Merkmal
der Haltebleche 72 sind die teilkreisförmigen Ausnehmungen 82, die
zur Abstützung
des zylindrischen Mantelgehäuses 14 des
Stators 12 bestimmt sind. Um verschieden große Statoren 12 innerhalb
des Statorrahmens 36 exakt zentrieren zu können, sind
verschiedene Haltebleche 72 mit unterschiedlich großen Ausnehmungen 82 vorgesehen.
Je nach Länge
des zu bearbeitenden Stators 12 werden die Haltebleche 72 an unterschiedlichen
Positionen im Bereich der randoffenen Ausnehmungen 70, 76 am
Statorrahmen positioniert. An seinem Ende ist der Statorrahmen durch eine
Kopfplatte 84 begrenzt, gegen die sich der Stator 12 beim
Ein- oder Auspressen eines Rotors axial abstützt. Die Kopfplatte 84 weist
eine zentrale, nach oben randoffene Ausnehmung 86 auf,
die beim Auspressen eines Rotors für den Rotordurchtritt bestimmt
ist. Die in 8a gezeigte
Kopfplatte 84 ist starr am Statorrahmen 36 angeordnet.
Sie ist für
größere Statordurchmesser
bestimmt. Um auch Statoren mit kleinerem Durchmesser sicher abstützen zu können, ist
zusätzlich
eine austauschbare Kopfplatte 88 vorgesehen, deren Öffnung 90 einen
kleineren Durchmesser als die Öffnung 86 aufweist.
Wie aus 9a und 9c zu ersehen ist, wird der
in die Haltebleche 72 eingesetzte Stator von oben her mit Spannmitteln 92 zur
Querverspannung des Stators fixiert. Die Spannmittel 92 bestehen
im wesentlichen aus einer zur Statorachse querverlaufenden Traverse 94,
zwei an den Seiten der Traverse um eine zur Statorachse parallele
Schwenkachse 96 verschwenkbaren, mit ihren Hakenteilen 97 am
Statorrahmen 36 einhängbaren
Hakenelementen 98 und einer mittig an der Traverse angeordneten,
radial in Richtung Statormantel 14 bewegbaren Spannspindel 100.
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Da
der Rotor 10 beim Einpressen in den Stator 12 neben
der axialen Bewegung auch eine radial hin- und hergehende Bewegung
ausführt,
der die Kolbenstange des Hydrozylinders nicht ohne weiteres zu folgen
vermag, ist zusätzlich
am Statorrahmen 36 ein Rollwagen 102 axial geführt, dessen
Stirnseite ein gegen den ein- oder auszupressenden Rotor unmittelbar
oder mittelbar anliegendes Adapterelement 104 aufweist
und gegen dessen Rückseite
das stirnseitige Ende 106 der Kolbenstange 56 anschlagbar ist.
Zur Anpassung an unterschiedlich gestaltete Rotorköpfe sind
verschiedene, gegeneinander austauschbare Adapterelemente mit unterschiedlichen, stirnseitig überstehenden
Zentrierelementen 108 vorgesehen. Dabei ist zumindest eines
der Zentrierelemente 108 als stirnseitig am Adapterelement überstehender
Zentrierzapfen 108' und
zumindest ein anderes der Zentrierelemente als mit einem Zentrierrand
versehene, stirnseitig offene Ausnehmung 108'' ausgebildet.
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Der
Rollwagen 102 ist dabei zweckmäßig als Kippwagen mit zwei
unteren Laufrollenpaaren 110, 112 und einem oberen
Laufrollenpaar 114 ausgebil det. Die Seitenwangenpaare 66', 66'', 68', 68'' im Statorrahmen
und im Gestell, die paarweise im Abstand voneinander angeordnet
sind, bilden zugleich die Laufschienen für die Laufrollenpaare 110, 112, 114 des
Rollwagens 102. Wie aus 10c zu
ersehen ist, spannen die Achsen der Laufrollenpaare im Querschnitt
ein rechtwinkeliges Dreieck auf, wobei eines der beiden unteren
Laufrollenpaare 112 am freien Ende einer Kathete 112' angeordnet
ist, die gegenüber
der zweiten Kathete 114' in
Verschieberichtung des Rollwagens 102 voreilt. Hiermit
wird erreicht, dass der Rollwagen leicht zwischen die Seitenwangenpaare
eingeführt
werden kann und im aufgestellten Zustand beim Vorschub über die
Kolbenstange nicht in Vorschubrichtung kippen kann.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach 4a bis 4c ist der Vorgang beim Auspressen
eines Rotors aus dem Stator 12 einer Exzenterschneckenpumpe dargestellt.
Die Exzenterschneckenpumpe wird in diesem Falle so in den Statorrahmen 36 eingesetzt, dass
der Rotorkopf 116 durch die Öffnung 90 der Kopfplatte 84 bzw.
der Zusatz-Kopfplatte 88 hindurchgreift. In diesem Falle
wird zwischen dem Rollwagen 102 und dem nach hinten weisenden
Rotorende 118 eine Auspressstange 120 eingelegt,
deren Länge
mindestens der Rotorlänge
entsprechen sollte. Die Auspressstange weist an ihrem stirnseitigen Ende
eine Körnerspitze 122 auf,
mit der sie in eine konische Zentriervertiefung 124 eingreift,
die am Ende 118 des Rotors 10 angeordnet ist.
Auf der Seite des Rollwagens 102 weist die Auspressstange 120 eine
Vertiefung zur Aufnahme eines Zentrierzapfens 108' auf, der an
einem entsprechenden Adapterelement 104 angeordnet ist.
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Zur
Betätigung
des Hydrozylinders ist ein nicht dargestelltes Steuerkabel mit Betätigungselement
vorgesehen, das beim Niederdrücken
eine Bewegung der Kolbenstange auslöst. Die Kolbenstange schlägt dabei
zunächst
gegen die Rückseite
des Rollwagens 102 an und drückt sodann die Auspressstange
in Richtung Rotor, der gegen den festgehaltenen Stator aus dem Stato rinneren
nach außen
gepresst wird und dort von Hand abgenommen werden kann (4c).
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Das
in 5a und 5b gezeigte Beispiel zeigt die
Anordnung beim Einpressen eines Rotors 10 in den am Statorrahmen
eingespannten Stator 12. Hierbei weist der einzupressende
Rotor mit seinem Rotorkopf 116 in Richtung Rollwagen 102 und
wird dort vom Zentrierelement 108 eines geeigneten Adapterelements 104 aufgenommen.
Wird der Hydrozylinder von der in 5a gezeigten
Stellung aus über
das Steuerkabel betätigt,
schlägt
zunächst
die Kolbenstange 56 an die Rückseite des Rollwagens 102 an. Bei
weiterer Vorschubbewegung der Kolbenstange wird der Rotor 10 in
den festgehaltenen Stator 12 eingepreßt (5b).
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Das
Ausführungsbeispiel
nach 6a, 6b verdeutlicht im Vergleich zu 5a, 5b, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
unterschiedlich große
Statoren und Rotoren zusammengeführt
werden können.
Dazu bedarf es lediglich der Auswahl geeigneter Haltebleche 72,
eine in Statorgröße angepasste
Positionierung des Aggregathalters 44 im Gestell 20 sowie
der Auswahl der zu dem Rotorkopf 116 passenden Adapterelemente 104.
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Nach
dem Gebrauch wird der Stator mit oder ohne Rotor aus dem Statorrahmen 36 entnommen und
die Haltebleche und der Rollwagen sowie eine etwaige Kopfplatte
entfernt. Anschließend
wird der Statorrahmen um 180° gegen
das Gestell geklappt. Zu diesem Zweck wird der Steckbolzen 40 an
der unteren Stelle gezogen und im Bereich der Lasche 42 eingesteckt
( 1a bis 1c). Außerdem wird der Aggregatträger 44 vollständig in
das Gestell eingeschoben und dort mit Hilfe der Steckbolzen 46, 48 fixiert. Die
entnommenen Zubehörteile
können
in einen Zubehörkasten
eingeordnet und an einem der Rahmenteile befestigt werden. Außerdem können das
für den Motorantrieb
notwendige Starterkabel und das Steuerkabel auf eine am Aggregatträger vorgesehene, nicht
dargestellte Kabeltrommel aufgewickelt werden. Damit ist die Vorrichtung
transportgerecht zusammengeklappt.
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Zusammenfassend
ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung bezieht sich auf eine
Vorrichtung zum Ein- und/oder Auspressen eines Rotors 10 in
einen oder aus einem Stator 12 einer Exzenterschneckenpumpe.
Die Vorrichtung umfasst einen Stator 36 zur Aufnahme und
axialen Abstützung
des Stators 12 und eine mit dem Statorrahmen 36 unmittelbar
oder mittelbar verschiebefest kuppelbaren Hydrozylinder 54.
Der Hydrozylinder ist über
ein motorisch angetriebenes Hydraulikaggregat 58 mit Druckflüssigkeit
beaufschlagbar. Die Kolbenstange 56 des Hydrozylinders
liegt im Betriebszustand unmittelbar oder mittelbar gegen das eine
Ende des in den Stator 12 einzupressenden oder aus diesem
herauszupressenden Rotors 10 an.
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Eine
Besonderheit der Vorrichtung besteht darin, dass der Statorrahmen
und ein für
Transportzwecke vorgesehenes, das Hydraulikaggregat mit Hydrozylinder
tragendes Fahrgestell zwischen einer Transportstellung und einer
Betriebsstellung gegeneinander verschwenkbar sind.