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In
der
US 5,877,523 ist
eine Halbleiterspeicherzelle beschrieben, die für das Abspeichern mehrerer
Bits geeignet ist. Bei dieser Zelle befinden sich zwei voneinander
getrennte Floating-Gate-Elektroden an den Enden eines Kanalbereiches
oberhalb zweier daran angrenzender LDD-Bereiche von Source und Drain.
Zur Ansteuerung ist eine Control-Gate-Elektrode vorhanden. In den
beiden Floating-Gate-Elektroden können getrennt Ladungen gespeichert
werden, um so den betreffenden Programmierungszustand der Zelle
zu ändern.
In einem mittleren Anteil des Kanalbereichs befindet sich nur die Control-Gate-Elektrode über einer
dielektrischen Schicht auf dem Halbleitermaterial.
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In
der
DE 100 36 911
C2 ist ein Verfahren zur Herstellung einer Multi-Bit-Speicherzelle
beschrieben, die über
getrennte Anteile einer Speicherschicht verfügt, die für Charge-Trapping vorgesehen sind und jeweils
an den Grenzen zwischen Source bzw. Drain und dem Kanalbereich vorhanden
sind. Bei diesem Verfahren werden ein Source-Bereich und ein Drain-Bereich durch Einbringen
von Dotierstoff in einem Halbleiterkörper ausgebildet, über diesen
Bereichen eine für
das Speichern von Ladungsträgern
vorgesehene Speicherschicht zwischen Begrenzungsschichten angeordnet,
wobei die Speicherschicht insbesondere ein Nitrid und die Begrenzungsschichten jeweils
Oxid sein können,
und die Speicherschicht mit Ausnahme von Bereichen, die sich an
der Grenze zwischen dem Kanalbereich und dem Source-Bereich bzw.
an der Grenze zwischen dem Kanalbereich und dem Drain-Bereich befinden,
entfernt. Über einem
mittleren Anteil des Kanalbereiches ist daher die Speicherschicht
unterbrochen. Diese Struktur wird hergestellt, indem eine Hilfsschicht
hergestellt wird, die im Bereich der Speicherschicht eine Aussparung
aufweist, und an den Flanken der Hilfsschicht Spacer hergestellt
werden. Zwischen diesen Spacern werden dann die mittleren Anteile
der Speicherschicht entfernt. Erst danach wird die Gate-Elektrode
hergestellt und strukturiert.
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In
der
US 5,714,766 ist
ein Speicherbauelement mit einer Transistorstruktur mit Source-/Drain-Bereichen,
einem dazwischen angeordneten Kanal und einer Speicherschichtstruktur
zwischen dem Kanal und einer Gate-Elektrode beschrieben, bei dem
die Speicherschichtstruktur obere und untere Barriereschichten und
dazwischen angeordnete Nanokristalle umfasst. Als Material für die Nanokristalle
sind Silizium, Germanium, Silizium-Germanium, Siliziumcarbid, Galliumarsenid,
Indiumarsenid und andere IV-, III-V- sowie II-VI-Halbleitermaterialien
sowie daraus gebildete Verbindungshalbleiter angegeben.
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In
der Veröffentlichung
von J. von Borany et al.: "Memory
properties of Si+ implanted gate oxides: from
MOS capacitors to nvSRAM" in
Solid-State Electronics 46, 1729–1737 (2002) sind die Eigenschaften
von Speicherbauelementen beschrieben, bei denen durch eine Si+-Implantation in das Gate-Oxid als Nanoclusters
beschriebene Siliziumbereiche hergestellt wurden. Die Gate-Elektrode
ist direkt auf einer derartigen Schicht aufgebracht.
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In
der
US 6,335,554 B1 ist
eine Speicherzelle mit einer Charge-Trapping-Schicht beschrieben, die über den
Junctions zwischen LDD-Bereichen und dem Kanalbereich und an den
Flanken der Gate-Elektrode vorhanden ist. Über der Charge-Trapping-Schicht sind jeweils
spacerartig ausgebildete zweite Gate-Elektroden vorhanden, die über eine
oberseitige leitfähige
Schicht mit der ersten Gate-Elektrode verbunden sind.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Multibit-Speicherzelle anzugeben, die mit einer Fläche von
3 F2 pro Bit bei einer Groundrule von 90 nm
auskommt und sich mit STI-Isolationen
in einem Virtual-Ground-Array mit sublithographi schen, lokal begrenzten
und bezüglich
der Gate-Elektrode selbstjustierten Speicherbereichen herstellen
lässt.
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Diese
Aufgabe wird mit der Speicherzelle mit den Merkmalen des Anspruchs
1 bzw. mit dem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Ausgestaltungen
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Bei
der Speicherzelle ist eine Speicherschicht, die Nanokristalle oder
Nanodots enthält,
jeweils über
einem Bereich vorhanden, in dem der Kanalbereich an einen Source-/Drain-Bereich anstößt, und über einem
dazwischen vorhandenen mittleren Anteil des Kanalbereichs unterbrochen.
Die Speicherschicht ist planar und durch ein Material des Gate-Dielektrikums
gebildet. Vorzugsweise handelt es sich dabei um eine Siliziumdioxidschicht,
in der durch Ionenimplantation Nanokristalle aus Silizium oder Germanium
hergestellt sind. Die Speicherschicht reicht dabei vorzugsweise
ein geringes Stück unter
die Gate-Elektrode, was dadurch erreicht ist, dass zur Verlängerung
der Gate-Elektrode an sourceseitigen und drainseitigen Flanken der
eigentlichen Gate-Elektrode elektrisch leitende Spacer angebracht
sind, die elektrisch leitend mit der Gate-Elektrode verbunden sind.
Die Spacer sind gleichzeitig dafür
vorgesehen, bei der Implantation von Dotierstoff zur Ausbildung
der Source-/Drain-Bereiche eine selbstjustierte Anordnung der kanalseitigen
Grenzen dieser Source-/Drain-Bereiche
in Bezug auf die Gate-Elektrode herzustellen. Diese so genannten Junctions
befinden sich daher unterhalb der Speicherschicht und unterhalb
der elektrisch leitfähigen Spacer,
jedoch angrenzend an die eigentliche Gate-Elektrode.
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Die
eigentliche Gate-Elektrode kann durch eine Schicht eines Wortleitungssteges
gebildet sein, der insbesondere ein Stack aus einer oder mehreren leitfähigen Schichten
und einer Hartmaskenschicht zur Strukturierung des Wortleitungssteges
sein kann. Eine unterste Schicht, die die Gate-Elektrode bildet, kann
z. B. Polysilizium sein. Darüber
kann eine weitere Schicht, z. B. aus Wolframsilizid, zur Erniedrigung
des Bahnwiderstandes der Wortleitungen vorhanden sein. Die sourceseitigen
und drainseitigen Flanken der Gate-Elektrode können mit einem Überhang
versehen sein, unter dem jeweils ein elektrisch leitfähiger Spacer
angeordnet ist, so dass die Gate-Elektrode
bzw. der Wortleitungssteg insgesamt senkrechte oder zumindest ebene
Flanken aufweist. Der Überhang
kann dadurch gebildet sein, dass die unterste Schicht sich zu dem
Halbleiterkörper
hin verjüngt
oder dass die unterste Schicht schmaler ist als eine darüber vorhandene
weitere Schicht, die den Überhang
bildet.
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Bei
dem Verfahren zur Herstellung einer solchen Speicherzelle wird auf
dem Halbleitermaterial eine für
das Gate-Dielektrikum vorgesehene Schicht aufgebracht. Darauf wird
die Gate-Elektrode
aufgebracht und strukturiert, wobei die Gate-Elektroden eines Speicherzellenfeldes
vorzugsweise zu Wortleitungsstegen strukturiert werden. Durch eine
Ionenimplantation werden dann seitlich der Gate-Elektrode Nanokristalle
oder Nanodots hergestellt, wobei als Material hierfür Silizium
und Germanium sowie speziell Siliziumoxinitrid (durch Implantation
von Stickstoff herstellbar), Indium, Gallium, Zinn, Arsen und Wolfram
in Frage kommen.
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Es
folgt eine genauere Beschreibung von Beispielen der Speicherzellen
und des Verfahrens anhand der 1 bis 12.
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Die 1 zeigt in Aufsicht ein
Schema der Anordnung der aktiven Bereiche.
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Die 2 zeigt das Schema gemäß der 1 mit der Anordnung der
Wortleitungen.
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Die 3 zeigt das Schema gemäß der 2 mit der Anordnung der
Transistorstrukturen und Bitleitungsanschlüsse.
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Die 4 zeigt im Querschnitt ein
Zwischenprodukt einer Speicherzellenanordnung nach dem Herstellen
der elektrisch leitfähigen
Spacer.
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Die 5 zeigt im Querschnitt ein
Zwischenprodukt einer Speicherzellenanordnung nach dem Herstellen
der Source-/Drain-Bereiche.
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Die 6 zeigt die Anordnung gemäß der 5 nach dem Herstellen dielektrischer
Isolations-Spacer.
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Die 7 zeigt ein weiteres Zwischenprodukt
im Querschnitt nach dem Herstellen der Source-/Drain-Kontakte.
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Die 8 zeigt eine alternative
Ausgestaltung zu dem Zwischenprodukt des Querschnitts der 7.
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Die 9 zeigt einen Querschnitt
eines Zwischenproduktes eines weiteren Ausführungsbeispiels vor der Strukturierung
der elektrisch leitfähigen Spacer.
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Die 10 zeigt das Ausführungsbeispiel der 9 nach der Strukturierung
der elektrisch leitfähigen
Spacer.
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Die 11 zeigt das Zwischenprodukt
entsprechend der 9 für ein weiteres
Ausführungsbeispiel.
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Die 12 zeigt das Zwischenprodukt
entsprechend der 10 für das Ausführungsbeispiel der 11.
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Die 1 zeigt in der Aufsicht
einen Halbleiterkörper,
in dem aktive Gebiete AA (active areas) durch parallel im Abstand
zueinander angeordnete streifenförmige
Isolationsbereiche STI (shallow trench isolations) voneinander getrennt
sind. In den aktiven Gebieten AA sind die Transistorstrukturen der
Speicherzellen ausgebildet. Quer zu den Streifen der aktiven Gebiete
AA verlaufen ebenfalls parallel im Abstand zueinander angeordnet
die streifenförmigen
Wortleitungen WL.
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Die 2 zeigt die Anordnung der
Wortleitungen WL relativ zu den aktiven Gebieten AA auf der Oberseite
des Halbleiterkörpers.
Die über
die aktiven Gebiete AA führenden
Anteile der Wortleitungen WL bilden gleichzeitig die Gate-Elektroden
der Speicherzellentransistoren.
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Die 3 zeigt das Schema gemäß der 2, wobei noch randseitige
Spacer längs
der Flanken der Wortleitungen WL eingezeichnet sind. In den Zwischenräumen zwischen
diesen Spacern sind zwischen den Wortleitungen WL jeweils elektrisch
leitende Querverbindungen LI (local interconnects) angebracht, auf
denen die Bitleitungen BL, die längs
der aktiven Gebiete AA über
den Isolationsbereichen STI verlaufen, kontaktiert sind. Die Speicherzellen
befinden sich jeweils in einem aktiven Gebiet AA, wobei der Kanalbereich
unterhalb einer jeweiligen Wortleitung angeordnet ist und die Source-/Drain-Bereiche oberseitig
durch beidseitig dieser Wortleitung WL angeordnete Querverbindungen
LI angeschlossen sind. Die Ansteuerung einer Speicherzelle erfolgt
daher jeweils über
eine Wortleitung und zwei zueinander benachbarte Bitleitungen. Die
Speicherzelle ist insbesondere für
ein Speicherzellenfeld mit der Struktur gemäß der 3 geeignet.
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Es
folgt eine Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Speicherzelle
anhand von Beispielen bevorzugter Herstellungsverfahren. Ein Halbleiterkörper oder
Substrat wird mit einer für
die Transistoren vorgesehenen dotierten Wanne versehen. Die in der 1 dargestellten Isolationsbereiche
STI werden wie üblich
durch Ausätzen
parallel zueinander angeordneter Gräben, die anschließend mit
dielektrischem Material gefüllt
werden, hergestellt. Dazwischen bleiben die aktiven Gebiete AA aus
Halbleitermaterial stehen. Es wird dann ganzflächig eine Schicht aus dem für das Gate-Dielektrikum vorgesehenen
Material hergestellt. Das kann vor zugsweise dadurch geschehen, dass
ein thermisches Gate-Oxid von zum Beispiel etwa 6 nm bis 30 nm Dicke
hergestellt wird. In diesem Verfahrensschritt können auch Gate-Oxide für die Transistoren einer
Ansteuerperipherie (z. B. CMOS) hergestellt werden. Die Gate-Elektroden
werden auf dieser Schicht vorzugsweise als Teil eines jeweiligen
Wortleitungssteges hergestellt. Der Wortleitungssteg wird vorzugsweise
als Stack ausgebildet, der mindestens eine erste Wortleitungsschicht
und eine zweite Wortleitungsschicht umfasst, die mit einer Hartmaskenschicht
bedeckt sind.
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Die 4 zeigt im Querschnitt die
Anordnung aus dem Halbleiterkörper 1,
dem Gate-Dielektrikum 4 und der darauf angeordneten strukturierten Gate-Elektrode 5.
Die Gate-Elektrode 5 ist vorzugsweise ein Teil einer streifenförmig strukturierten,
elektrisch leitfähigen
ersten Wortleitungsschicht 9, die z. B. Polysilizium sein
kann. Zur Verminderung des elektrischen Bahnwiderstandes kann eine
zweite Wortleitungsschicht 10 vorgesehen sein, die z. B. Wolframsilizid
ist. Darauf befindet sich in dem dargestellten Beispiel bereits
die Hartmaskenschicht 11, die z. B. Nitrid ist. Mittels
einer Lackmaske und einer geeigneten Lithographie wird zunächst die
Hartmaske streifenförmig
strukturiert. Die strukturierte Hartmaskenschicht 11 dient
dann zur Strukturierung des gesamten Wortleitungssteges bis herunter
auf die Schicht des Gate-Dielektrikums 4.
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In
der 4 ist ergänzend noch
ein zweischichtiger Liner 12 dargestellt, der z. B. eine
dünne Nitridschicht
und darauf eine dünne
Oxidschicht umfasst. Dieser Liner 12 erleichtert die gleichzeitige
Herstellung von Transistoren der Ansteuerschaltung in der Peripherie
eines Speicherzellenfeldes. Bei den Transistoren der Peripherie
trennt dieser Liner 12 die Gate-Elektröde 5 von nachfolgend
angebrachten elektrisch leitfähigen
Spacern 7. Da diese elektrisch leitfähigen Spacer 7 innerhalb
des Speicherzellenfeldes bei jeder einzelnen Speicherzelle in elektrisch
leitendem Kontakt zu der Gate- Elektrode 5 aufgebracht werden
sollen, wird der Liner 12 innerhalb des Speicherzellenfeldes
entfernt. Das kann vorzugsweise nasschemisch geschehen, zunächst teilweise
unter Verwendung von HF zum Entfernen des Oxids, danach mit heißer Phosphorsäure, um
das Nitrid des Liners 12 vollständig zu entfernen. Im Bereich
der Peripherie bildet der Liner 12 jedoch eine Trennung
zwischen den Gate-Elektroden und dem elektrisch leitfähigen Spacer,
der somit selektiv zu dem Material des Liners 12 z. B.
in einem Trockenätzprozess
mittels SF6 entfernt werden kann. Dabei
wird das Speicherzellenfeld z. B. mit einem aufgebrachten Lack geschützt.
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Nachdem
der gegebenenfalls vorhandene Liner 12 im Bereich des Speicherzellenfeldes
entfernt worden ist, wird ein Material zur Ausbildung von Nanokristallen
oder Nanodots in der Schicht des Gate-Dielektrikums 4 durch
eine Ionenimplantation eingebracht. Dabei handelt es sich vorzugsweise
um Silizium- oder
Germanium-Atome. Nanodots können in
einer Siliziumdioxidschicht auch durch Einbringen von Stickstoffatomen
hergestellt werden, mit denen Bereiche von SiON gebildet werden.
Da die Gate-Elektrode 5 bzw. der Wortleitungssteg dabei
als Maske dient, bleibt der Bereich unterhalb der Gate-Elektrode 5,
eventuell abgesehen von den äußeren Randbereichen,
von den Nanokristallen bzw. Nanodots frei. Im Fall von Siliziumatomen
ist die Implantationsenergie zum Beispiel 6 keV und die Dosis zum
Beispiel 5 × 1015 cm–2. Die Implantationsenergie von
typisch 1 keV bis 20 keV wird an die Dicke des zuvor hergestellten
Gate-Oxids geeignet angepasst. Die Position der Nanokristalle in
der Schicht des Gate-Dielektrikums 4 fällt in etwa mit dem Ort des
Implantationsmaximums zusammen. Je nach der Wahl der Implantationsparameter
können
die Nanokristalle in der Schicht vorwiegend in einem mittleren Schichtanteil
konzentriert sein, so dass näherungsweise eine
dreilagige Schicht hergestellt wird, in der ein mittlerer Schichtanteil
Nanokristalle enthält,
der nach oben und unten von Schichtanteilen begrenzt wird, in denen
fast keine Nanokristalle feststellbar sind. Statt dessen können eine
näherungs weise
homogene Verteilung der Nanokristalle über die gesamte implantierte
Schicht sowie Zwischenstufen der beiden genannten Grenzfälle hergestellt
werden.
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Nach
der Reinigung der Oberfläche
wird konform eine für
die Spacer vorgesehene Schicht, vorzugsweise aus Polysilizium, in
einer Dicke von typisch etwa 30 nm abgeschieden. Diese Schicht wird anisotrop
rückgeätzt, so
dass die in der Figur im Querschnitt dargestellten Spacer 7 übrig bleiben.
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Die 5 zeigt zwei nebeneinander
angeordnete Speicherzellen eines Speicherzellenfeldes im Querschnitt,
in dem auch die mögliche
Ausdehnung der Speicherschicht 6 erkennbar ist. Die Speicherschicht 6 wird
gebildet durch die implantierten Bereiche der für das Gate-Dielektrikum 4 vorgesehenen
Schicht. Die Nanokristalle oder Nanodots sind in den 5 bis 12 durch Punkte in der Speicherschicht 6 angedeutet.
An den Flanken der Wortleitungsstege 8 befinden sich jetzt
die elektrisch leitenden Spacer 7 in elektrischem Kontakt
zu den Gate-Elektroden 5. Mit einer Implantation von Dotierstoff,
im Falle einer p-dotierten Wanne einer n+-Implantation,
werden die Source-/Drain-Bereiche 2 hergestellt. Die Implantate werden
in der üblichen
Weise ausgeheilt, um den Dotierstoff zu aktivieren. Wie in der 5 erkennbar ist, reichen
die Source-/Drain-Bereiche 2 etwas unter die elektrisch
leitfähigen
Spacer 7, so dass der Übergang von
dem Source-/Drain-Bereich 2 zum
Kanalbereich 3 jeweils von den Nanokristallen oder Nanodots
der Speicherschicht 6 und einem jeweiligen elektrisch leitfähigen Spacer 7 überdeckt
wird.
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Die 7 zeigt den Querschnitt
gemäß der 6 nach weiteren Verfahrensschritten,
in denen eine Seitenwandoxidation zur Ausbildung einer dünnen Oxidschicht 13 erfolgt
und eine dielektrische Schicht, z. B. ein Nitrid, zur Herstellung
der dielektrischen Spacer 14 aufgebracht wird. Für die Transistoren
der Ansteuerperipherie werden zur selbstjustierten Implantation
der Source-/Drain-Bereiche breitere Spacer benö tigt, die im Bereich des Speicherzellenfeldes
unter Verwendung zuvor aufgebrachter weiterer Liner 15 leicht
entfernt werden können.
Zwischen den dielektrischen Spacern 14 wird die Speicherschicht 6 entfernt,
so dass die Kontaktbereiche 16 gebildet werden, in denen
die Oberseiten der Source-/Drain-Bereiche freiliegen. Die Kontaktbereiche 16 können nach
oben mit Kontaktlochfüllungen 17 elektrisch
leitend kontaktiert und angeschlossen werden. Dazu wird ein leitfähiges Material,
z. B. Polysilizium, eingefüllt.
Die Kontaktlochfüllung 17 dient
auch als Querverbindung LI gemäß der Darstellung
der 3. Die Strukturierung
kann dadurch erfolgen, dass nach dem Einbringen und Planarisieren
des elektrisch leitfähigen
Materials der Kontaktlochfüllung 17 die
Kontaktlochfüllung 17 auf
die Bereiche der Querverbindungen LI rückgeätzt wird. Statt dessen ist
es möglich,
den Bereich zwischen den dielektrischen Spacern 14 mit
einem dielektrischen Material, z. B. Borphosphorsilikatglas (BPSG),
zu füllen,
darin Kontaktlöcher
herzustellen und diese Kontaktlöcher
mit dem elektrisch leitfähigen
Material der Kontaktlochfüllung 17 zu
füllen.
Dazu wird die übliche Maskentechnik
verwendet. Es folgen weitere Schritte zur Herstellung eines Intermetalldielektrikums
und einer Bitleitungsverdrahtungsebene samt Kontakten auf den Kontaktlochfüllungen 17,
die wie an sich bekannt in Minimal-Pitch ausgeführt werden. Es schließen sich
weitere Verfahrensschritte zur vollständigen Herstellung eines Speicherzellenfeldes
an.
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Die 8 zeigt den Querschnitt
der 7 für ein alternatives
Ausführungsbeispiel,
bei dem die Speicherschicht 6 nach der Herstellung der
elektrisch leitfähigen
Spacer 7 etwas abgetragen wird. Der Bereich der Nanokristalle
oder Nanodots ist so jeweils auf einen schmaleren Bereich über den
Grenzen zwischen den Source-/Drain-Bereichen und dem Kanalbereich
eingeschränkt.
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In
den 9 bis 12 sind Ausführungsbeispiele
dargestellt, bei denen die elektrisch leitfähigen Spacer 7 nicht außen am Rand
einer senkrechten Flanke der Gate-Elektrode hergestellt werden,
sondern unter einem Überhang
der ersten Wortleitungsschicht oder der nachfolgenden Schichten
angeordnet werden, so dass senkrechte oder zumindest weitgehend
planare Flanken der Wortleitungsstege 8 einschließlich der
elektrisch leitfähigen
Spacer 7 ausgebildet sind. Die 9 zeigt die Anordnung im Querschnitt
nach dem Aufbringen einer für
die elektrisch leitfähigen
Spacer vorgesehenen und kantenkonform isotrop abgeschiedenen Schicht
aus elektrisch leitfähigem
Material, vorzugsweise einer Polysiliziumschicht 19. Der
Stark des Wortleitungssteges 8 wurde in diesem Ausführungsbeispiel
zuvor modifiziert, indem die erste Wortleitungsschicht 9 seitlich
so rückgeätzt wurde,
dass sich diese Schicht zum Halbleiterkörper 1 hin verjüngt und
somit im Querschnitt die überhängende Trapezform
erscheint. An den Flanken der Wortleitungsstege 8 sind
so jeweils Überhänge 18 vorhanden,
unter denen die elektrisch leitfähigen
Spacer angeordnet werden. Da die erste Wortleitungsschicht 9 im
unteren Bereich schmaler ausgebildet ist als der Rest der Wortleitungsstege 8, wird
dementsprechend die Speicherschicht 6 durch die Ionenimplantation
auch teilweise unterhalb der Ränder
des Wortleitungssteges ausgebildet, so dass die elektrisch leitfähigen Spacer
auch bei diesem Ausführungsbeispiel
die Speicherschicht teilweise überlappen.
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Die 10 zeigt die Anordnung gemäß der 9, nachdem die Polysiliziumschicht 19 anisotrop rückgeätzt wurde.
Von der Polysiliziumschicht 19 verbleiben nur die unter
dem jeweiligen Überhang 18 vorhandenen
elektrisch leitfähigen
Spacer 7. Die elektrisch leitfähigen Spacer 7 bedecken
die der jeweiligen Gate-Elektrode zugewandten randseitigen Anteile
der Speicherschicht 6. Anschließend wird der Dotierstoff für die Source-/Drain-Bereiche 2 eingebracht,
der auch bei diesem Ausführungsbeispiel
ein Stück
weit unter die elektrisch leitfähigen
Spacer 7 gelangt, so dass die Grenze zwischen den Source-/Drain-Bereichen 2 und
den Kanalbereichen 3 jeweils unterhalb der elektrisch leitfähigen Spacer 7 angeordnet
ist.
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Die 11 zeigt den Querschnitt
eines weiteren Ausführungsbeispiels,
bei dem die erste Wortleitungsschicht 9 seitlich gleichmäßig rückgeätzt wird,
so dass beidseitig ein Überhang 18 durch
die zweite Wortleitungsschicht 10 gebildet ist. Auch bei diesem
Ausführungsbeispiel
werden unter den Überhängen 18 angeordnete
elektrisch leitfähige
Spacer 7 hergestellt, die in der 12 im Querschnitt dargestellt sind. Die
Spacer können
hergestellt werden, indem zunächst
ganzflächig
konform eine Schicht aus elektrisch leitfähigem Material, vorzugsweise
eine Polysiliziumschicht 19, wie sie in der 11 dargestellt ist, abgeschieden
und zu den Spacern 7 rückgeätzt wird.
Eine Polysiliziumschicht 19 lässt sich mittels Trockenätzung mit
sehr hoher Selektivität
zu dem Material der Speicherschicht 6, deren Grundmaterial
vorzugsweise Oxid ist, entfernen. Statt dessen können die Spacer 7 an
den Flanken der ersten Wortleitungsschicht 9 durch selektive
Epitaxie hergestellt werden, wobei Polysilizium das bevorzugte Material ist.
Die Anordnung der nachfolgend implantierten Source-/Drain-Bereiche 2 entspricht
dem Ausführungsbeispiel
der 10.
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Typische
Spannungen zum Programmieren, Lesen und Löschen der Speicherzelle sind:
Source
3 V, Gate 6 V, Drain 0 V zum Programmieren;
Source 0 V, Gate
4 V, Drain 1,5 V zum Lesen;
Source 4 V, Gate –5 V, Drain
0 V zum Löschen.
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Das
zweite speicherbare Bit wird entsprechend durch gegensinnige Polung
von Source und Drain programmiert, gelesen bzw. gelöscht.
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Die
Speicherzelle und das Herstellungsverfahren haben die folgenden
Vorteile: Es ist möglich, durch
STI-Gräben
begrenzte Speicherzellen eines Virtual-Ground-Arrays anzugeben,
für die
die aktiven Gebiete leicht lithographisch strukturierbar sind. Man erreicht
einen engsten Zwischenraum zwischen den Wortleitungen und benötigt zur
Herstellung nur ein allgemein übliches
thermisches Gate-Oxid, ohne dass eine komplexe Struktur der Speicherschicht aufgebracht
werden müsste.
Für die
Wortleitungen ist ein konventioneller Schichtaufbau, die STI-Gräben kreuzend,
möglich.
Die Speicherbereiche können
sublithographisch lokal begrenzt und bezüglich der Gate-Elektrode selbstjustiert
ausgebildet werden. Die Speicherschichten werden dazu erst nach
der Strukturierung der Gate-Elektrode bzw. Wortleitungen selbstjustiert
dazu hergestellt. Die Implantation der Nanokristalle bzw. Nanodots
ermöglicht
es, auf einfache Weise lokal fixierte und voneinander getrennte
Speicherbereiche für
Multibit-Speicherzellen herzustellen. Somit genügt eine Fläche von 3 F2 pro Bit
bei einer Groundrule von 90 nm. Die Gate-Elektrode wird nach der
Herstellung der Speicherschichten durch das Anbringen elektrisch
leitfähiger
Spacer selbstjustiert verbreitert. Die Speicherschicht endet selbstjustiert
zur Gate-Kante und zu den Junctions zwischen den Source-/Drain-Bereichen
und den Kanalbereichen. Die Verbreiterung der Gate-Elektrode erfolgt
nur bei den Speicherzellen des Speicherzellenfeldes, nicht jedoch
bei den Transistoren der Ansteuerperipherie. Damit ist auf einfache
Weise eine Optimierung sowohl der Speichertransistoren als auch
der Ansteuertransistoren möglich.
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- 1
- Halbleiterkörper
- 2
- Source-/Drain-Bereich
- 3
- Kanalbereich
- 4
- Gate-Dielektrikum
- 5
- Gate-Elektrode
- 6
- Speicherschicht
- 7
- elektrisch
leitender Spacer
- 8
- Wortleitungssteg
- 9
- erste
Wortleitungsschicht
- 10
- zweite
Wortleitungsschicht
- 11
- Hartmaskenschicht
- 12
- Liner
- 13
- Oxidschicht
- 14
- dielektrischer
Spacer
- 15
- weiterer
Liner
- 16
- Kontaktbereich
- 17
- Kontaktlochfüllung
- 18
- Überhang
- 19
- Polysiliziumschicht
- AA
- aktives
Gebiet
- BL
- Bitleitung
- LI
- Querverbindung
- STI
- Isolationsbereich
- WL
- Wortleitung