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DE10331133A1 - Aufblasbare Airbagentfaltungsführung - Google Patents

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DE10331133A1
DE10331133A1 DE10331133A DE10331133A DE10331133A1 DE 10331133 A1 DE10331133 A1 DE 10331133A1 DE 10331133 A DE10331133 A DE 10331133A DE 10331133 A DE10331133 A DE 10331133A DE 10331133 A1 DE10331133 A1 DE 10331133A1
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Germany
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airbag
inflatable
cushion
deployment guide
bladder
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DE10331133A
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John Holly Sonnenberg
Bob Davisburg McGee
Jim Royal Oak Sonnenberg
David E. Clawson Hoeft
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Autoliv ASP Inc
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Die Erfindung stellt eine in sich geschlossene, kompakte aufblasbare Airbagentfaltungsführung bereit, die eine aufblasbare Blase umfaßt, die an einem aufblasbaren Airbagmodul angebracht ist. Die aufblasbare Blase bläst sich früh in der Entfaltung des Airbags auf und füllt, überbrückt oder deckt dadurch einen hohlen Raum, der in der Nähe des Airbagkissens gelegen ist, ab. Das Airbagkissen kann sich auf seiner gewünschten Bahn richtig durch die Dachverkleidung des Fahrzeugs enthalten, ohne verzögert, beschädigt oder gefangen zu werden.

Description

  • ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft aufblasbare Fahrzeugairbags. Im besonderen betrifft die vorliegende Erfindung eine Entfaltungsführung zur Verwendung mit aufblasbaren Fahrzeugairbags wie etwa aufblasbaren Vorhängen.
  • 2. Beschreibung des Stands der Technik
  • Bei Automobilkollisionen mit geringer Geschwindigkeit werden Insassen, die Sicherheitsgurte angelegt haben, im allgemeinen daran gehindert, gegen Objekte, die sich innerhalb des Fahrzeugs befinden, wie etwa die Windschutzscheibe, das Armaturenbrett, die Tür, die Seitenfenster oder das Lenkrad, zu prallen. Bei schwereren Kollisionen jedoch können sogar angegurtete Insassen gegen das Innere des Wagens stoßen, da ihr Moment so groß ist, daß sie mit diesen Objekten in Kontakt gelangen, bevor die Sicherheitsgurte sie völlig abbremsen können.
  • Herkömmliche Airbagsysteme wurden entwickelt, um Sicherheitsgurte durch Entfalten zwischen einem Insassen und den inneren Oberflächen des Fahrzeugs zu ergänzen. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts des Insassen mit dem Inneren des Fahrzeugs. Ein herkömmliches Airbagsystem besteht typischerweise aus mehreren Teilen einschließlich eines Airbagkissens, eines Sensors und einer Aufblasvorrichtung. Der Airbag ist typischerweise aus einem dünnen Nylongewebe hergestellt, das gefaltet ist, um in ein Lenkrad, ein Armaturenbrett, einen Dachrahmen, eine Innenabdeckung oder einen anderen Raum in einem Fahrzeug zu passen. Das Airbagsystem ist darauf abgestimmt, Sensoren im Fahrzeug zu benutzen, um die plötzliche Verlangsamung, die für einen Aufprall mit einer vorherbestimmten Intensität kennzeichnend ist, festzustellen. Wenn das System einen Aufprall mit ausreichender Schwere feststellt, sendet es ein elektrisches Signal zur Aufblasvorrichtung. Die Aufblasvorrichtung erzeugt dann ein Aufblasgas zum Füllen des Airbagkissens. Das Aufblasgas wird dann in den Airbag geleitet und bläst diesen auf. Wenn ein Insasse des Fahrzeugs mit dem Airbag in Kontakt gelangt, nimmt der Airbag die Kraft des Aufpralls des Insassen auf. Das Aufblasgas wird dann aus Öffnungen im Airbag abgelassen, wodurch dieser schließlich entleert wird.
  • Airbags wurden für die Sicherheit eines Insassen zuerst im Vorderteil eines Fahrzeugs verwendet. In jüngerer Zeit haben Fahrzeughersteller und Lieferfirmen Airbagsysteme für den Seitenaufprall entwickelt, um Fahrzeuginsassen während Seitenaufprallkollisionen besser zu schützen. Diese Airbagsysteme, die allgemein als "aufblasbare Vorhänge" bezeich net werden, sind dazu bestimmt, sich während eines Unfalls aufzublasen, um die Fenster, Türen und seitlichen Oberflächen des Fahrzeugs abzudecken.
  • Aufblasbare Vorhangsysteme sind häufig in einem Gehäuse befestigt, das im Fahrzeug über den Türen gelegen ist. Typischerweise ist dies mit einer Befestigung des Vorhangs entlang des Rands des Dachs des Fahrzeugs hinter der Innenverkleidung wie etwa einer Dachverkleidung, der Verkleidung der A/B/C/D-Säulen, ATLs, Sonnenblenden, Haltegriffen, Mantelhaken und sogar Witterungsdichtungen verbunden. Es muß beim Entwerfen derartiger Anbringungsschemen darauf geachtet werden, daß sichergestellt ist, daß ein Airbag, wenn er aufgeblasen wird, fähig ist, die Dachverkleidung richtig zu verschieben und sich um die Innenverkleidung des Fahrzeugs herum zu entfalten und sich im Fahrzeug zu entfalten, damit er so angeordnet ist, daß er die Fahrzeuginsassen schützt.
  • Während der Entfaltung des Airbags breitet sich das sich aufblasende Kissen so aus, daß es sich erst in Bereiche bewegt, die den geringsten Widerstand mit der inneren Fahrzeugverkleidung bieten. Wenn der Innendruck des sich aufblasenden Airbags ausreichend wird, um die Innenverkleidung zu verschieben, bewegt sich der Airbag rasch in den Innenraum des Fahrzeugs und wird völlig aufgeblasen.
  • Beim Sicherstellen, daß aufblasbare Vorhangairbags während einer Kollision richtig entfaltet werden, ist man auf verschiedene Schwierigkeiten gestoßen. Erstens ist in vielen Fahrzeugen hinter der Verkleidung nahe dem eingebauten Airbag ein hohler Raum gelegen. Derartige Hohlräume sind häufig an der Oberseite der strukturellen Säulen oder der Verkleidung des Fahrzeugs vorhanden. Die hohlen Räume, die an den Oberseiten von Säulen wie der B-, C- und D-Säule gelegen sind, sind von besonderer Bedeutung. Während der Entfaltung des Airbags füllt der sich ausdehnende Airbag manchmal diese hohlen Räume. Wenn dies geschieht, können die Bereiche des Airbagvorhangs, die in die hohlen Räume eingedrungen sind, bei ihrer Entfaltung in den Innenraum verzögert werden, wenn die Dachverkleidung nachgibt. Tatsächlich kann sieh der Airbag als Ganzes oder teilweise in der Verkleidung verfangen und dadurch an einem richtigen Entfalten gehindert werden. Schließlich kann der verfangene oder fehlgeleitete Airbag seine Ausdehnung fortsetzen und möglicherweise die Verkleidung vom Fahrzeug lösen und vielleicht in den Fahrgastraum schleudern.
  • Zusätzlich weisen die Säulenbereiche in vielen Fahrzeugen einen auseinandergehenden Flansch auf, um die Form der Säule mit der Dachverkleidungsoberfläche zu verschmelzen, um eine optisch ansprechendere Erscheinung bereitzustellen. Häufig ist ein Überlappungsraum der Säule über die Dachverkleidung von zumindest 10 mm bereitgestellt, um sicherzustellen, daß zwischen diesen Elementen kein Zwischenraum als Folge normaler Toleranzens auftreten wird. Diese Überlappung bietet ein weiteres Hindernis für die richtige Entfaltung des Airbagkissens.
  • Diese Entfaltungsprobleme wurden durch das Hinzufügen von Entfaltungs"rampen" oder -"führungen", um einen sich entfaltenden Airbag über hohle Räume und zur Dachverkleidung zu lenken, behandelt. Derartige Entfaltungsrampen sind im allgemeinen aus einem festen Material hergestellt. Die Rampen sind häufig bis zu 1 bis 1,5 Zoll dick, um einen ausreichenden Widerstand bereitzustellen, um den Airbag so zu lenken, daß er sich richtig durch die Dachverkleidung entfaltet. Aufgrund ihrer Größe und Form können diese Rampen den Airbaganbringungsvorgang verkomplizieren. Zusätzlich erhöhen die Rampen die Kosten der Airbagsysteme in den Fahrzeugen und nehmen hinter der Verkleidung Raum in Anspruch.
  • Demgemäß wäre es ein Fortschritt in der Technik, eine aufblasbare Airbagentfaltungsführung bereitzustellen, die in das Modul des. aufblasbaren Vorhangs integriert ist. Zusätzlich wäre es vorteilhaft, eine Führung bereitzustellen, die nur dann, wenn es nötig ist, wie etwa während der Entfaltung des Airbags, zur Verwendung angeordnet wird. Ferner wäre es ein Fortschritt in der Technik, eine Entfaltungsführung bereitzustellen, die während der Aufbewahrung wenig Raum in Anspruch nimmt und wenig Gewicht und Kosten zum aufblasbaren Vorhangsystem hinzufügt. Eine derartige Airbagentfaltungsführung wird nun offenbart.
  • KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung wurde als Antwort auf den gegenwärtigen Stand der Technik und insbesondere als Antwort auf die Probleme und Bedürfnisse der Technik, die durch gegenwärtig verfügbare Airbagentfaltungsführungen noch nicht völlig gelöst wurden, entwickelt.
  • Die Erfindung stellt eine in sich geschlossene, kompakte und billige Führung für die Entfaltung von aufblasbaren Vorhangairbagkissen bereit. Im wesentlichen beinhaltet die Erfindung eine aufblasbare Führung zum Lenken eines Airbagkissens über Hindernisse wie hohle Räume, um eine richtige Entfaltung des Airbags sicherzustellen. Die aufblasbare Entfaltungsführung kann in Airbags und Airbagmodule aufgenommen sein. Die Erfindung beinhaltet auch Verfahren des Entfaltens eines Airbagkissens unter Verwendung einer derartigen aufblasbaren Führung.
  • Die aufblasbare Airbagentfaltungsführung der Erfindung weist eine aufblasbare Blase auf, die typischerweise durch einen Aufblaseinlaß an der Außenseite (oder der Fahrzeugfensterseite) eines Airbagkissens angebracht ist. Der Aufblaseinlaß kann mit einem sich früh füllenden Abschnitt des Kissens verbunden sein. Die Blase und der Einlaß können in das Webedesign des Kissens integriert werden oder können jeweils getrennt ausgeschnitten und zusammengesetzt werden. Die aufblasbare Blase kann auch in einem Airbagmodul enthalten sein. Als solche kann die aufblasbare Blase am Airbag angebracht werden oder statt am Airbag direkt an der Aufblasvorrichtung oder dem Aufblasvorrichtungsgehäuse des Moduls angebracht werden.
  • Wie kurz erwähnt wurde, beinhaltet die Airbagentfaltungsführung auch einen Aufblaseinlaß. Der Aufblaseinlaß gestattet, daß Aufblasgas vom Airbagkissen oder vom Füllschlauch, der an der Aufblasvorrichtung angebracht ist, in die Blase der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung verläuft. Um dies zu bewerkstelligen, kann der Aufblaseinlaß an einem ersten Ende mit einem Airbagkissen und an einem zweiten Ende mit der aufblasbaren Blase gekoppelt sein.
  • Im allgemeinen nimmt die nicht aufgeblasene Blase der aufblasbaren Führung wenig Raum ein und kann daher im Inneren des Abdecksystems eines bestehenden Airbagmoduls untergebracht werden. Die Führung kann so gestaltet sein, daß sie nahe dem hohlen Raum in der Verkleidung angeordnet ist, wenn das Airbagmodul richtig in einem Fahrzeug eingebaut ist. Dies bringt die Führung für eine richtige Entfaltung während eines Kollisionsvorfalls in Stellung.
  • Bei der Entfaltung des aufblasbaren Vorhangs wird ein Teil des Gases, das sich in das Airbagkissen bewegt, in die aufblasbare Blase geleitet. Dies kann entweder dadurch erreicht werden, daß der Aufblaseinlaß der aufblasbaren Blase mit dem Inneren des Airbagkissens fortlaufend ausgeführt ist, oder dadurch, daß der Aufblaseinlaß direkt an einer Öffnung der Aufblasvorrichtung oder des Aufblasvorrichtungsgehäuses angebracht ist. In jedem Fall wird die Blase rasch durch das Gas von der Aufblasvorrichtung gefüllt.
  • Die Blase verhindert das Eindringen des Airbagkissens in Hohlräume der Verkleidung. Um dies zu bewerkstelligen, kann die Blase von einer solchen Größe sein, daß sie den gesamten verfügbaren Raum im Hohlraumbereich in der Verkleidung einnimmt. Die Blase würde daher durch das Einnehmen des Raums und das Bereitstellen eines Widerstands gegen das sich ausdehnende Kissen das Eindringen des Airbagkissens in den hohlen Raum verhindern. Alternativ kann die Blase von einer solchen Größe sein, daß sie sich ausreichend ausbläst, um den hohlen Raum lediglich abzudecken. Auf diese Weise hindert die Blase das Airbagkissen daran, während der Entfaltung des Airbags in den hohlen Raum einzutreten. Bei noch anderen Alternativen ist die aufblasbare Blase von einer solchen Größe, daß sie sich aufbläst und einfach einen Abschnitt des hohlen Raums überbrückt.
  • Bei der Verwendung entfaltet sich die aufblasbare Blase in oder über den hohlen Raum, während sich das Airbagkissen weiter füllt. Wenn sich das Airbagkissen aufzublasen beginnt und sich von seiner Aufbewahrungsstelle abwärts zu schieben beginnt, widersetzt sich die gefüllte aufblasbare Blase der Kraft, die durch das sich aufblasende Airbagkissen auf sie ausgeübt wird. Dies hindert das Airbagkissen daran, irgendeinen Hohlraum im Verkleidungshohlraum als einen Weg des geringsten Widerstands zu "sehen". Das Airbagkissen bläst sich daher auf, bis es durch die Dachverkleidung über den Verkleidungsrand und hinaus in die Fahrzeugkabine entweicht.
  • Die Blase ist so gestaltet, daß sie sich entweder vor dem Airbagkissen oder sehr früh während des Aufblasens des Airbagkissens aufbläst. Aufgrund der Form und der Größe der Blase wie auch ihrer Nähe zu einer Aufblasvorrichtung bläst sich die aufblasbare Blase rasch auf. Die aufblasbare Blase ist so gestaltet, daß sie sich aufbläst, den Druck hält, um die richtige Entfaltung des Airbags sicherzustellen, und dann für den gleichen Zeitraum wie der Rest des Kissens aufgeblasen bleibt. Die aufblasbare Blase entleert sich dann mit dem Rest des Moduls.
  • Die Erfindung beinhaltet auch Verfahren zum Führen der Entfaltung. eines beliebigen Airbagkissens durch das Anordnen eines aufblasbaren Aufbaus im Weg des Airbagkissens. Derartige Verfahren können die Schritte des Aufblasens einer aufblasbaren Blase in einen Leerraum, der nahe an einem Airbagkissen gelegen ist, und des Aufblasens des Airbagkissens beinhalten. Wenn sie aufgeblasen ist, fördert die Airbagentfaltungsführung das richtige Aufblasen des Airbagkissens. Bei diesen Verfahren können die Blase und das Airbagkissen zur im wesentlichen gleichen Zeit aufgeblasen werden oder es kann die Blase vor dem Airbagkissen aufgeblasen werden.
  • Diese und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung und den beiliegenden Ansprüchen offensichtlicher werden oder können durch die Ausführung der wie nachstehend bekannt gemachten Erfindung erfahren werden.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Damit die Weise, in der die oben angeführten und andere Merkmale und Vorteile der Erfindung erhalten werden, leicht verstanden wird, wird unter Bezugnahme auf besondere Ausführungsformen davon, die in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht sind, eine ausführlichere Beschreibung der im Vorhergehenden kurz beschriebenen Erfindung gegeben. Unter der Voraussetzung, daß diese Zeichnungen nur typische Ausführungsformen der Erfindung darstellen und daher nicht als den Umfang der Erfindung beschränkend betrachtet werden sollen, wird die Erfindung durch die Verwendung der beiliegenden beschrieben und erläutert, Zeichnungen, in denen
  • 1A eine Querschnittsansicht eines Airbags der Erfindung ist, der eine an der B-Säule angeordnete aufblasbare Entfaltungsführung aufweist;
  • 1B eine Querschnittsansicht eines Airbags ist, die die Entfaltungsführung gemäß 1A in ihre Stellung gefaltet und zur Entfaltung angenäht zeigt;
  • 1C eine Querschnittsansicht eines Airbags ist, der mehrere Entfaltungsführungen gemäß der Erfindung aufweist;
  • 1D eine Querschnittsansicht eines Airbags ist, die die Entfaltungsführungen in ihnen entfalteten Stellungen zeigt;
  • 1E eine Querschnittsansicht eines Airbags ist, der mehrere Entfaltungsführungen aufweist;
  • 1F eine Querschnittsansicht eines Airbags ist, der die aufblasbaren Entfaltungsführungen in ihren entfalteten Stellungen zeigt;
  • 2 eine Querschnittsansicht eines in einem Fahrzeug eingebauten Airbags, der die aufblasbare Entfaltungsführung der Erfindung beinhaltet, ist, wobei der Airbag in seiner verstauten Gestaltung gezeigt ist;
  • 3 eine Querschnittansicht eines in einem Fahrzeug eingebauten Airbags, der die aufblasbare Entfaltungsführung der Erfindung beinhaltet, ist, wobei der Airbag teilweise entfaltet gezeigt ist;
  • 4 eine perspektivische Ansicht des Inneren eines Fahrzeugs ist, das den teilweise entfalteten Airbag von 3 beinhaltet; und
  • 5 eine perspektivische Ansicht des Inneren eines Fahrzeugs ist, das einen völlig aufgeblasenen aufblasbaren Vorhangairbag beinhaltet, der den Airbag der Erfindung verkörpert.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden am besten unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen gleiche Teile durchwegs durch gleiche Bezugszeichen bezeichnet sind, verstanden werden. Man wird leicht verstehen, daß die Bestandteile der vorliegenden Erfindung, wie sie in den Figuren hierin allgemein beschrieben und veranschaulicht sind, in einer breiten Vielfalt unterschiedlicher Gestaltungen angeordnet und ausgeführt sein könnten. Somit soll die nachfolgende ausführlichere Beschreibung der Ausführungsformen der Vorrichtung, der Systeme und der Verfahren der vorliegenden Erfindung, wie sie in 1A bis 5 dargestellt sind, den wie beanspruchten Umfang der Erfindung nicht beschränken, sondern ist nur für gegenwärtig bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung stellvertretend.
  • Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen zeigen 1A bis 1F Querschnittsansichten verschiedener Ausführungsformen der aufblasbaren Airbagführung der Erfindung. 1A zeigt eine erste Ausführungsform der aufblasbaren Airbagführung 10, die in ein aufblasbares Vorhangairbagkissen 40 aufgenommen ist. Die aufblasbare Airbagentfaltungsführung 10 weist eine durch einen Aufblaseinlaß 30 am Kissen 40 angebrachte aufblasbare Blase 20 auf. Der Aufblaseinlaß 30 verbindet die Blase 20 entlang eines oberen Bereichs des Kissens mit dem Airbagkissen 40. Dieser obere Bereich des Kissens ist als Füllkammer 49 definiert. Die Führung 10 ist angeordnet, um sich in den Bereich über der B-Säule 50 eines Fahrzeugs zu entfalten, der zwischen der Oberseite der Verkleidung und der Metallsäule einen hohlen Raum beinhalten kann. Es ist gezeigt, daß das Vorhangkissen eine Anzahl von Abteilungen 44 beinhaltet, die durch Trennwände 47 getrennt sind. Das Kissen 40 kann auch einen nicht aufgeblasenen Bereich 45 beinhalten. Die veranschaulichte Airbaggestaltung ist nur beispielhaft und in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung können selbstverständlich andere Gestaltungen verwendet werden.
  • Die Anbringung der aufblasbaren Blase 20 an der Füllkammer 49 des Vorhangs 40 gestattet, daß die Blase 20 vor dem Aufblasen des Airbags 40 zusammen mit der (zur gleichen Zeit wie die) Füllkammer 49 aufgeblasen wird. Dies hilft sicherzustellen, daß sich die aufblasbare Blase 20 richtig entfaltet, bevor sich der Airbag 40 deutlich in hohle Räume ausgedehnt hat. Sich früh aufblasende Bereiche des Airbagkissens 40, die zur Anbringung der Blase 20 geeignet sind, beinhalten Bereiche nahe an den Airbagaufblaseinlässen 38, die Füllkammer 49, und Bereiche im Hauptflußweg des durch die Aufblasvorrichtung verströmten Gases. Diese durch die richtige Anordnung und durch die verhältnismäßig geringe Größe der aufblasbaren Blase 20 ermöglichte frühe Entfaltung bringt die aufblasbare Blase 20 vor der Entfaltung des Airbagkissens 40 in Stellung. Dies hilft sicherzustellen, daß das Airbagkissen 40 richtig von hohlen Räumen weggeführt wird. Das Kissen 40 kann unter Verwendung von Befestigungspunkten 42 an einem Fahrzeug angebracht werden.
  • Der Aufblaseinlaß 30 der Entfaltungsführung 10 kann ein Verbindungsbereich der Blase 20 sein, oder kann ein gesonderter Bestandteil ein, der an der Blase 20 und am Airbagkissen 40 angebracht ist. Der Aufblaseinlaß 30 kann die Blase für eine Aufblasgasversorgung am Airbag 44 anbringen. Er kann die Blase 20 zur Versorgung mit Aufblasgas alternativ direkt an der (nicht gezeigten) Aufblasvorrichtung anbringen oder am (nicht gezeigten) Gehäuse der Aufblasvorrichtung. Schließlich kann die Blase 20 in einigen möglichen Gestaltungen mit einem Einlaß 30 und einem (nicht gezeigten) Auslaß versehen sein, um eine Strömung des Aufblasgases durch die Blase 20 zu gestatten.
  • 1B zeigt die Beziehung der aufblasbaren Blase 20 zum Airbagkissen 40, wenn sie sich in ihrer gefalteten und entfalteten Gestaltung befindet. Im besonderen wird die Blase 20, wenn sie entfaltet ist, in Bezug auf das Airbagkissen 40 darüber gefaltet. Die Figur zeigt das Falten, das stattfindet, wenn der durch den Airbag zu füllende hohle Raum unter dem eingebauten Airbag 40 gelegen ist. Ein anderes Falten kann auftreten, wenn der Airbag 40 in Bezug auf einen hohlen Raum anders angeordnet ist. In einigen Ausführungsformen der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung 10 kann eine derartige Anordnung der entfalteten aufblasbaren Blase 20 durch ein Falten der aufblasbaren Blase 20 in die richtige Stellung zur Aufbewahrung sichergestellt werden. Die aufblasbare Blase 20 kann auch zuerst über das Kissen 40 gefaltet werden und dann durch Befestigungen 22 auch daran angebracht werden, um die richtige Entfaltung noch weiter sicherzustellen.
  • Die aufblasbare Entfaltungsführung 10 der Erfindung ist unter Verwendung von Verfahren, die in der Technik des Entwerfens und Aufbauens von Fahrzeugairbags allgemein bekannt sind; aufgebaut. Als Ergebnis kann die Blase 20 durch Verfahren, die Vernähen, Verkleben oder Hitzeverschweißen beinhalten, am Airbagkissen 40 angebracht werden. Bei derartigen Airbags 40 können die Blase 20 und der Aufblaseinlaß 30 aus Materialien, die den beim Airbag 40 verwendeten ähnlich sind, oder sogar aus Teilen von Material, die beim Vorgang des Zusammensetzens des Airbags 40 übrig geblieben sind, aufgebaut sein. Dies könnte Material beinhalten, welches vom nicht aufgeblasenen Bereich 45 des Kissens 40 geschnitten wurde.
  • Zusätzlich kann die Blase 20 im Webdesign des Airbags 40 beinhaltet sein, wodurch sie und der Aufblaseinlaß 30 zu Teilen werden, die eine Einheit mit dem Kissen 40 bilden. Dies erleichtert den Herstellungsvorgang und verringert dadurch möglicherweise die Kosten.
  • Nach der Anbringung der Blase 20 am Airbag 40 unter Verwendung eines beliebigen des in der Technik bekannten Verfahrens kann die Entfaltungsführung zur Verwendung gefaltet werden. Die Blase 20 kann gegen eine äußere (oder zum Fenster gerichtete) Fläche des Airbagkissens 40 darüber gefaltet werden, um den Airbag 40 als fahrerseitigen oder fahrgastseitigen Airbag nutzbar zu machen. Dies stellt die richtige Anordnung der Entfaltungsführung 10 sicher. Dieses Falten kann durch Anbringen der Entfaltungsführung 10 an der beabsichtigten Fläche des Airbags 40 dauerhaft gemacht werden. Diese Befestigungen 22 können unter Verwendung von Verfahren wie etwa Vernähen, Hitzeverschweißen, Klammern oder Verkleben durchgeführt werden.
  • 1C zeigt ein alternatives Airbagkissen 140, wobei es sich hier um ein aufblasbares Kissen handelt, das zwei aufblasbare Airbagentfaltungsführungen 110a, 110b der Erfindung beinhaltet. Hier beinhaltet das Airbagkissen 140 eine erste aufblasbare Blase 120a und eine zweite aufblasbare Blase 120b. Die erste und die zweite aufblasbare Blase 120a bzw. 120b sind der aufblasbaren Blase 20 der im Vorhergehenden beschriebenen Ausführungsform ähnlich, und jede weist einen Aufblaseinlaß 130a, 130b auf. Dieses Airbagkissen 140 stellt Entfaltungsführungen 110a, 110b an zwei Stellen bereit und ist daher zur Verwendung in einem Fahrzeug mit mehreren hohlen Räumen entlang des Entfaltungswegs des Airbagkissens 140 geeignet. Diese Ausführungsform zeigt die Anordnung der Führungen 110a, 110b über einer B-Säule 150 und der C-Säule 170. Zusätzliche Führungen wie 110a, 110b können entlang längerer Vorhänge, die mit zusätzlichen hohlen Räumen verwendet werden, angeordnet werden, um die richtige Entfaltung sicherzustellen. Hier sind die Führungen 110a, 110b erneut entlang einer Füllkammer 149 mit dem Airbagkissen verbunden. Der dem oben beschriebenen ähnliche Vorhang beinhaltet Abteilungen 144, die durch Trennwände 147 getrennt sind, und weist einen nicht aufgeblasenen Bereich 145 auf. 1D zeigt das Kissen 140 von 1C mit den zur richtigen Positionierung zur Entfaltung über den Körper des Airbagkissens 140 gefalteten und durch Befestigungen 122 daran angebrachten Entfaltungsführungen 110a, 110b.
  • 1E zeigt noch ein anderes Airbagkissen 240, das andere Ausführungsformen der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung 210 der Erfindung aufweist. Diese Figur zeigt ein Airbagkissen 240, das mehrere aufblasbare Entfaltungsführungen 210a, 210b aufweist. Bei diesem Kissen 240 umfassen die Führungen 210a, 210b zusätzliche Ausführungsformen der Erfindung. Mehrere Führungen, die ein Airbagkissen 240 mit mehreren aufblasbaren Blasen 220a, 220b bereitstellen, können in einem Airbagkissen wie etwa einem aufblasbaren Vorhang 240 mit einem großen Entfaltungsbereich, der sich über mehrere hohle Räume erstreckt, aufgenommen sein. In 1E weist das Airbagkissen 240 eine erste aufblasbare Airbagentfaltungsführung 210a und eine zweite aufblasbare Airbagentfaltungsführung 210b auf.
  • Dieses Airbagkissen ist zur Verwendung in Fahrzeugen geeignet, die zum Schutz der Wageninsassen große Airbagkissen wie etwa 240 benötigen, die mehrere (nicht gezeigte) Airbagaufblasvorrichtungen erfordern. Die erste aufblasbare Airbagentfaltungsführung 210a umfaßt eine aufblasbare Blase 220a und einen Aufblaseinlaß 230a, der in einem Bereich angeordnet ist, welcher mit der Stelle der B-Säule übereinstimmt, und auch als ein erster Airbageinlaß 234a dient. Bei dieser Entfaltungsführung stellt die Auslösung einer durch den Einlaß 230a an der aufblasbaren Blase 220a angebrachten (nicht gezeigten) Aufblasvorrichtung das Aufblasen der Führung 210a unmittelbar vor dem Aufblasen des Airbagkissens 240 bereit. Das durch die Aufblasvorrichtung erzeugte Aufblasgas wird durch einen Airbagauslaß 232a zum Airbagkissen 240 geleitet.
  • Das Kissen beinhaltet ferner eine zweite aufblasbare Airbagentfaltungsführung 210b, die hinter der ersten Führung 210a in einem Bereich, der mit der Stelle der C-Säule 270 übereinstimmt, angeordnet ist. Die Führung 210b wird durch Aufblasgas, das vom Airbageinlaß 234b durch die in einem oberen Bereich des: Kissens gelegene Füllkammer 249 geleitet wird, aufgeblasen. Diese Führung 210b beinhaltet eine aufblasbare Blase 220b und einen Aufblaseinlaß 230b. Die aufblasbare Blase 220b beinhaltet ferner einen Blasenauslaß 232b, durch den das Aufblasgas zum Airbagkissen 240 strömen kann, und Füllabteilungen 244, die durch Trennwände 247 voneinander getrennt sind. 1F zeigt das Kissen gemäß 1E mit den in die Stellung zur richtigen Entfaltung herabgefalteten und durch Befestigungen 222 am Kissen 240 angebrachten aufblasbaren Blasen 220a, 220b.
  • 2 ist eine Querschnittsansicht des Fahrzeugairbags von 1A und 1B, der in einem Fahrzeug 2 eingebaut gezeigt ist, in seiner verstauten Gestaltung. Diese Figur zeigt ein durch eine Airbagbefestigung 60 am Dachrahmen 56 befestigtes Airbagmodul 8, das eine Entfaltungsführung 10 aufweist. Das Airbagkissen 40 ist in einer Modulabdeckung 48 eingeschlossen gezeigt. Das Airbagmodul ist in einem Raum, der durch den Dachrahmen 56, eine Dachverkleidung 54, die das Modul vom Fahrgastraum 58 trennt, und die B-Säulen-Verkleidung 52 definiert ist, eingeschlossen gezeigt. Bei dieser Gestaltung ist ein hohler Raum 18 unter dem Airbagmodul 8 auf dem Weg des Aufblasens des Airbagkissens 40 gelegen.
  • Wenn sie sich in einer gefalteten oder verstauten Gestaltung, wie sie etwa in 2 gezeigt ist, befindet, ist die aufblasbare Airbagführung 10 im allgemeinen klein genug, um mit gegenwärtigen Airbaggehäusen verwendet zu werden. Im besonderen fügt die Airbagführung 10 wenig Umfang zum gefalteten Airbagkissen 40 hinzu und benötigt eine minimale Menge an Aufblasgas. Dies gestattet, daß sie zu einer bestehenden Airbagausführung hinzugefügt wird, ohne Veränderungen am Gehäuse, der Befestigung oder der Entfaltungsausrüstung des Airbags erforderlich zu machen. Dies hilft, die Kostenbelastung des Hinzufügens der Aufblasführung zu verringern. Die aufblasbare Airbagführung 10 kann auf verschiedenste Weisen gefaltet oder gerollt werden, um sie in ihrer verstauten Gestaltung anzuordnen.
  • 3 zeigt eine ähnliche seitliche Schnittansicht des befestigten Fahrzeugairbags 40 gemäß 3, wobei hier der Airbag 40 teilweise entfaltet und die Entfaltungsführung 10 völlig aufgeblasen gezeigt ist. Wenn sich das Airbagkissen 40 aufzublasen beginnt, zwängt es die Abdeckung 48 auf und beginnt, durch die Verbindung zwischen der Dachverkleidung 54 und der B-Säulen-Verkleidung 52 in seine Stellung im Fahrgastraum 58 zu fallen. Früh während dieses Vorgangs entfaltet sich die Entfaltungsführung 10, da sich die aufblasbare Blase 20 unter Verwendung von Gas von einer Airbagaufblasvorrichtung aufbläst, das entlang eines oberen Abschnitts des Airbagkissens 40, der eine Füllkammer 49 bildet, geleitet wird. Die aufblasbare Blase 20 ist so angeordnet, daß sie den hohlen Raum 18 blockiert, indem sie den Zugang dazu versperrt, ihn zumindest teilweise füllt oder ihn zumindest teilweise überbrückt. Die richtige Anordnung kann durch Falten der Blase 20 entlang der Trennwand 47, die die Blase 20 vom Airbagkissen 40 trennt, unterstützt werden. Dies kann zusätzlich durch Anbringen der Blase 20 durch eine Befestigung 22 in dieser darüber gefalteten Gestaltung am Airbagkissen 40 verstärkt werden. Eine derartige Befestigung 22 kann in Form von Nähten, Schweißstellen, Klammern, Klebstoff oder anderen geeigneten Verfahren oder Materialien erfolgen.
  • Die aufblasbare Blase 20 wird zwischen der Dachschiene 56 und der Verkleidung der B-Säule 52 angeordnet und aufgeblasen. Auf diese Weise "blockiert" die Blase 20 den hohlen Raum 18, indem sie ihn völlig oder teilweise abdeckt. In einigen Ausführungsformen der Führung 10 wird die Blase 20 gestaltet sein, um den Hohlraum durch ausreichendes Füllen des Raums im Hohlraum 18 zu blockieren, damit das Eintreten des Airbagkissens 40 in den Hohlraum deutlich verhindert wird. Andere werden den Hohlraum 18 durch Verwendung einer Blase 20 blockieren, die so gestaltet ist, um jedweden Zugang zum hohlen Raum 18 deutlich abzudecken. Noch andere Ausführungsformen führen das aufblasbare Airbagkissen 40 durch das Bereitstellen von aufblasbaren Blasen 20 vom hohlen Raum 18 weg, die als Führungen über Abschnitte des hohlen Raums 18 wirken, um als Brücken zu wirken, die das Airbagkissen 40 darüber hinweg führen.
  • 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Führung gemäß 1A, 1B (gestrichelt) in entfaltetem Zustand sowie eines teilweise entfalteten Airbagkissens 40. Diese Figur zeigt die Funktion und die Anordnung der Führung 10 gemäß der Erfindung während der Entfaltung des Airbags 40. Diese Figur zeigt die über der B-Säule 50 befestigte Entfaltungsführung 10 in Verwendung mit einem aufblasbaren Vorhangairbag 40, um einen (nicht gezeigten) Fahrzeuginsassen, der auf dem Sitz 4 sitzt, zu schützen. Dies ist nur eine der möglichen Befestigungsstellen für die Führung 10. Hier beinhaltet die gestrichelt gezeigte Führung 10 eine aufblasbare Blase 20 und einen Aufblaseinlaß 30. Diese Führung 10 erhält das Aufblasgas durch die Anbringung des Aufblaseinlasses 30 der Führung 10 am Airbagkissen 40, so daß das Innere des Airbagkissens 40 mit dem Inneren der aufblasbaren Blase 20 fortlaufend ist, indirekt von einer (nicht gezeigten) Airbagaufblasvorrichtung. Dies gestattet, daß das Aufblasgas frei von einer Aufblasvorrichtung durch das Airbagkissen 40 und den Aufblaseinlaß 30 in die aufblasbare Blase 20 strömt. Die Blase 20 ist hier so gefaltet und angeordnet dargestellt, daß sie einen hohlen Raum in der B-Säule 50 richtig blockiert. Diese richtige Anordnung wird durch Befestigungen 22 sichergestellt, die Nähte, Schweißstellen und/oder verklebte Verbindungen beinhalten können.
  • Das Airbagkissen 40 kann durch Befestigungspunkte 42, die über einen oberen Rand des Airbagkissens 40 hinweg gelegen sind, an dem Dachrahmen 56 eines Fahrzeugs 2 angebracht werden. Das Kissen 40 umfaßt ferner Abteilungen 44, die sich aufblasen, und die durch Trennwände 47 teilweise voneinander getrennt sind. Das Airbagkissen 40 beinhaltet ferner einen sogenannten "nicht aufgeblasenen Bereich", der vorzugsweise nahe der Kopfstütze des Vordersitzes 4 des Fahrzeugs gelegen ist. Das Kissen wird durch eine (nicht gezeigte) Airbagaufblasvorrichtung aufgeblasen, die an einem Airbageinlaß 34 angebracht ist, der Aufblasgas 6 durch die Füllkammer 49 in das Kissen 40 überträgt. Der Airbag 40 kann auch Haltebänder 62 beinhalten. Bei diesem Airbag, der die Führung 10 gemäß der Erfindung verkörpert, überlappt der Airbag die C-Säule 70 nicht, wodurch der Bedarf an einer Führung 10 an dieser Säule verhindert wird.
  • 5 zeigt eine perspektivische Ansicht des Inneren eines Fahrzeugs, das die aufblasbare Airbagentfaltungsführung 10 gemäß 4 beinhaltet. In 5 ist die Entfaltungsführung 10 in einem Fahrzeug 2 mit einem völlig entfalteten Airbagkissen 40, hier einem aufblasbaren Vorhangairbag, befestigt und entfaltet gezeigt. Die Entfaltungsführung 10 wird hinter und/oder über der B-Säulen-Verkleidung 52 aufgeblasen. Die Entfaltungsführung 10 wird aufgeblasen, um das Kissen 40 daran zu hindern, in den hohlen Raum in der B-Säule 50 einzutreten. Als Ergebnis wird das Airbagkissen 40 richtig in das Fahrzeug 2 entfaltet, um einen Schutz bereitzustellen. Die richtige Airbagentfaltung ist kritisch, um den richtigen Schutz der Fahrzeuginsassen sicherzustellen.
  • Somit offenbart die Erfindung eine aufblasbare Airbagentfaltungsführung. Die Führung umfaßt als erstes eine aufblasbare Blase. Diese Blase blockiert durch das Füllen, Abdecken oder Überbrücken eines hohlen Raums nahe des gefalteten Airbagkissens während der Entfaltung des Airbagkissens den Zugang zum Hohlraum. Dies hilft, Fehlfunktionen des Airbags wie etwa unvollständiges oder falsches Entfalten zu verhindern. Derartige Fehlfunktionen können verursacht werden, wenn der Airbag, der während des Entfaltens dem Weg des geringsten Widerstands folgt, in einen hohlen Raum in der Verkleidung des Fahrzeugs eintritt und dort stecken bleibt, während sich das Kissen aufbläst.
  • Die vorliegende Erfindung kann ohne Abweichen von ihren Aufbauten, Verfahren oder anderen wesentlichen Eigenschaften, wie sie hierin allgemein beschrieben und nachstehend beansprucht werden, in anderen besonderen Formen verkörpert sein. Die beschriebenen Ausführungsformen sind in jeder Hinsicht als veranschaulichend und nicht als beschränkend zu betrachten. Der Inhalt der Erfindung wird daher anstatt durch die vorhergehende Beschreibung vielmehr durch die beiliegenden Ansprüche angegeben. Alle Veränderungen, die in die Bedeutung und den Umfang der Äquivalenz der Ansprüche gelangen, sollen in ihrem Umfang erfaßt werden.

Claims (35)

  1. Airbagentfaltungsführung zur Verwendung mit einem Airbagkissen, wobei die Airbagentfaltungsführung eine aufblasbare Blase mit einem Aufblaseinlaß umfasst, wobei sich die Blase, wenn sie in einem Fahrzeug eingebaut ist, entfaltet und einen in der Nähe eines Airbagkissens gelegenen Hohlraum blockiert, wodurch das Airbagkissen am Hohlraum vorbei geführt wird.
  2. Airbagentfaltungsführung nach Anspruch 1, wobei die aufblasbare Blase der Airbagentfaltungsführung eine Kammer eines Airbagkissens umfaßt.
  3. Airbagentfaltungsführung nach Anspruch 2, wobei die aufblasbare Blase der Airbagentfaltungsführung in ein Airbagkissen gewoben ist.
  4. Airbagentfaltungsführung nach Anspruch 2, wobei die aufblasbare Blase der Airbagentfaltungsführung am Airbagkissen angebracht ist.
  5. Airbagentfaltungsführung nach Anspruch 1, wobei der Aufblaseinlaß der Airbagentfaltungsführung an einem ersten Ende an ein Airbagkissen und an einem zweiten Ende an die aufblasbare Blase der Airbagentfaltungsführung gekoppelt ist.
  6. Airbagentfaltungsführung nach Anspruch 1, wobei der Aufblaseinlaß der Airbagentfaltungsführung an einem ersten Ende an eine Aufblasvorrichtung und an einem zweiten Ende an die aufblasbare Blase der Airbagentfaltungsführung gekoppelt ist.
  7. Aufblasbarer Airbag, umfassend ein Airbagkissen; und eine Airbagentfaltungsführung, die eine aufblasbare Blase und einen Aufblaseinlaß aufweist, wobei die Blase so gestaltet ist, daß sie sich, wenn die Airbagentfaltungsführung in einem Fahrzeug in der Nähe eines hohlen Raums eingebaut und an eine Gasquelle angeschlossen ist, aufbläst und den hohlen Raum blockiert, um die richtige Entfaltung des aufblasbaren Vorhangs zu fördern.
  8. Aufblasbarer Airbag nach Anspruch 7, wobei das Airbagkissen ein aufblasbares Kissen ist.
  9. Aufblasbarer Airbag nach Anspruch 7, wobei die aufblasbare Blase der Entfaltungsführung eine Kammer des aufblasbaren Airbags umfaßt.
  10. Aufblasbarer Airbag nach Anspruch 8, wobei die aufblasbare Blase in den aufblasbaren Airbag gewoben ist.
  11. Aufblasbarer Airbag nach Anspruch 8, wobei die aufblasbare Blase durch Vernähen, Verschweißen oder Verkleben am aufblasbaren Airbag angebracht ist.
  12. Aufblasbarer Airbag nach Anspruch 7, wobei der Aufblaseinlaß der Airbagentfaltungsführung an einem ersten Ende an den aufblasbaren Airbag und an einem zweiten Ende an die aufblasbare Blase gekoppelt ist.
  13. Aufblasbarer Airbag nach Anspruch 7, wobei der Aufblaseinlaß der Airbagentfaltungsführung an einem ersten Ende an eine Aufblasvorrichtung und an einem zweiten Ende an die aufblasbare Blase gekoppelt ist.
  14. Airbagmodul mit einer aufblasbaren Airbagentfaltungsführung, umfassend ein Airbagkissen; eine aufblasbare Airbagentfaltungsführung, die eine aufblasbare Blase und einen Aufblaseinlaß aufweist; und eine Aufblasvorrichtung zur Bereitstellung von Gas für das Airbagkissen und für die aufblasbare Airbagentfaltungsführung.
  15. Airbagmodul nach Anspruch 14, wobei die aufblasbare Blase der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung eine Kammer des Airbagkissens umfaßt.
  16. Airbagmodul nach. Anspruch 14, wobei die aufblasbare Blase der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung in das Airbagkissen gewoben ist.
  17. Airbagmodul nach Anspruch 14, wobei die aufblasbare Blase der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung am Airbagkissen angebracht ist.
  18. Airbagmodul nach Anspruch 14, wobei der Aufblaseinlaß der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung an einem ersten Ende an das Airbagkissen und an einem zweiten Ende an die aufblasbare Blase gekoppelt ist.
  19. Airbagentfaltungsführung nach Anspruch 14, wobei der Aufblaseinlaß der aufblasbaren Airbagentfaltungsführung an einem ersten Ende an die Aufblasvorrichtung und an einem zweiten Ende an die aufblasbare Blase gekoppelt ist.
  20. Airbagkissen, umfassend ein Hauptaufprallkissen; und ein Führungskissen, das durch einen Aufblaseinlaß an das Hauptaufprallkissen gekoppelt ist, wobei das Führungskissen in der Größe bemessen und gestaltet ist, um sich in den Weg des Airbagvorhangs zu entfalten.
  21. Airbagkissen nach Anspruch 20, wobei das Hauptaufprallkissen so gestaltet ist, daß es ein aufblasbarer Vorhang ist.
  22. Airbagkissen nach Anspruch 20, wobei das Führungskissen eine Kammer des Hauptaufprallkissens umfaßt.
  23. Verfahren zum Führen der Entfaltung eines Airbagkissens, umfassend folgende Schritte: Aufblasen einer aufblasbaren Blase in einen Hohlraum, der in der Nähe eines Airbagkissens gelegen ist, wobei die aufblasbare Blase in einem Fahrzeug eingebaut ist, wobei die aufblasbare Blase gestaltet ist, um den Hohlraum zu überbrücken; und Aufblasen des Airbagkissens, so daß die Airbagentfaltungsführung, wenn sie aufgeblasen ist, das richtige Aufblasen des Airbagkissens fördert.
  24. Verfahren nach Anspruch 23, wobei die Blase und das Airbagkissen zur im wesentlichen gleichen Zeit aufgeblasen werden.
  25. Verfahren nach Anspruch 23, wobei die Blase vor dem Airbagkissen aufgeblasen wird.
  26. Verfahren nach Anspruch 23, wobei das Airbagkissen ein aufblasbarer Vorhang ist.
  27. Verfahren nach Anspruch 23, wobei die aufblasbare Blase eine Abteilung des Airbagkissens ist.
  28. Verfahren nach Anspruch 27, wobei das Airbagkissen ein aufblasbarer Vorhang ist.
  29. Verfahren zum Entfalten eines Airbagkissens, umfassend folgende Schritte: zeitweiliges Überbrücken eines Hohlraums, der in der Nähe des Airbagkissens gelegen ist, durch Anordnen eines aufblasbaren Aufbaus im Hohlraum; und Aufblasen des Airbagkissens, so daß die Airbagentfaltungsführung, wenn sie aufgeblasen ist, das richtige Aufblasen des Airbagkissens fördert.
  30. Verfahren nach Anspruch 29, wobei das Anordnen des aufblasbaren Aufbaus und das Aufblasen des Airbagkissens annähernd zur gleichen Zeit erfolgt.
  31. Verfahren nach Anspruch 29, wobei der Schritt des zeitweiligen Überbrückens eines in der Nähe des zeitweilig aufgeblasenen Airbagkissens gelegenen Hohlraumes das Aufblasen einer aufblasbaren Blase im Hohlraum umfaßt.
  32. Verfahren nach Anspruch 31, wobei die aufblasbare Blase so in der Größe bemessen ist, daß sie den Hohlraum blockiert.
  33. Verfahren nach Anspruch 29, wobei das Airbagkissen ein aufblasbarer Vorhang ist.
  34. Verfahren nach Anspruch 29, wobei die aufblasbare Blase eine Abteilung des Airbagkissens ist.
  35. Verfahren nach Anspruch 34, wobei das Airbagkissen ein aufblasbarer Vorhang ist.
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