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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz von Bauwerköffnungen
vor Hochwasser, vorzugsweise Fenster und Türen, die aus einem U-förmigen Rahmen
zumindest teilweise aus U-Profilen besteht, der fest am Bauwerk
verankert ist und aus Lamellen, die in den Rahmen eingeschoben und
durch den Rahmen gehalten werden, wodurch die Vorrichtung schnell
und einfach transportiert und montiert werden kann.
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Um
Gebäude
bei Hochwasser vor dem Durchfluten von Wasser und im Wasser mitgeführtem Sand
und Verunreinigungen zu schützen,
besteht die Notwendigkeit, die Bauwerköffnungen dicht zu schließen. Um
bei schnell steigendem Wasserpegel schnell reagieren zu können, sollte
die Schutzvorrichtung einfach und schnell transportiert und montiert
werden können.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Schutz
von Bauwerköffnungen
vor Hochwasser, vorzugsweise Fenster und Türen zur Verfügung zu
stellen, die schnell und einfach transportiert und montiert werden
kann und die bei steigendem Hochwasser an die Wasserstandshöhe anpassbar
ist.
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Gelöst wird
die Aufgabe erfindungsgemäß mit einem
U-förmigen
Rahmen, der zumindest teilweise aus U-Profilen besteht, der eine
an der Innenseite zumindest teilweise in Längsrichtung des U-Profils verlaufende
Dichtung aufweist und dessen Außenseite
mit dem Bauwerk wasserdicht verbindbar ist. Außerdem ist in die erfindungsgemäße Vorrichtung
zwischen die beiden Schenkel des U-förmigen Rahmens mindestens eine
Lamelle mit zwei Längsseiten
einfügbar,
wobei mindestens eine Längsseite
eine Dichtung aufweist. Die Schenkel der U-Profile des Rahmens können ungleich
breit ausgebildet sein, wobei jedoch die Schenkel der U-Profile der Schenkel
des U-förmigen
Rahmens jeweils gleich sind.
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Vorzugsweise
ist die Dichtung auf der Längsseite
der Lamelle geklebt oder eingelassen.
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Vorzugsweise
verfügt
das Profil der Vorrichtung der einen Längsseite der Lamelle über eine
Ausbuchtung und dass Profil der anderen Längsseite der Lamelle über eine
Einbuchtung, die mit der Ausbuchtung auf der ersten Seite korrespondiert,
so dass die Profile ineinander steckbar sind. Dadurch können die Lamellen
formschlüssig
aufeinander gesteckt werden. Mithilfe der Dichtung entlang der Längsseite
der Lamelle liegen sie dicht aufeinander.
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Das
U-Profil des Rahmens ist bevorzugt nach oben geöffnet, so dass die Lamellen
von oben in den Rahmen eingeschoben werden können und nicht verrutschen.
Vorzugsweise sind mehrere Lamellen übereinander gestapelt. Und
vorzugsweise werden die Lamellen vom Rahmen gehalten und sind mit
dem Rahnen reibschlüssig
verbunden, so dass sie nicht nach oben gedrückt werden. Mithilfe der Dichtung
entlang der Innenseite der Schenkel des Rahmens gehen die Lamellen
eine dichte Verbindung mit dem Rahmen ein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
verfügt
der Rahmen an seiner Unterseite über
eine Ein- oder Ausbuchtung, die mit der Aus- oder Einbuchtung der
untersten Lamelle korrespondiert. Lamelle oder Rahmen verfügt entlang
der Ein- bzw. Ausbuchtung, also entlang der Längsseite über eine Dichtung. Wenn die
Lamelle in den Rahmen eingesteckt ist, geht sie eine dichte Verbindung
mit dem Rahmen ein und kann nicht nach oben gedrückt werden.
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Vorzugsweise
ist der Rahmen mit Schrauben und mit Abdichtungen mit dem Bauwerk
verbunden, damit das Wasser nicht durch unebenes Mauerwerk in den
Innenraum des Bauwerks eindringen kann.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird oben auf den Rahmen eine Abdeckung angebracht. Vorzugsweise
ist die Abdeckung mit dem Rahmen mit Schrauben verbunden. Bevorzugt
sind Rahmen und Abdeckung gegeneinander abgedichtet und Rahmen und
Lamellen durch die Abdeckung miteinander verspannt. Daher kann auch
bei starkem Hochwasser und hohem Wasserdruck kein Wasser in den
Innenraum des Bauwerks gelangen.
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Vorzugsweise
ist die Vorrichtung reversibel am Mauerwerk anbringbar, damit sie
nach dem Hochwasser demontiert und ggf. bei einem folgenden Hochwasser
wieder montiert werden kann. Ebenfalls bevorzugt ist sie daher leicht
transportier- und lagerbar.
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Vorzugsweise
stellt die Vorrichtung auch einen Schutz gegen Einbruch und Vandalismus
dar, da das Bauwerk bei Hochwasser in der Regel unbeaufsichtigt
ist.
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Ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Schutz
von Bauwerköffnungen
gegen Hochwasser, bei dem der Rahmen vor die Bauwerköffnung montiert
wird, die Lamellen in den Rahmen eingelegt werden und ggf. eine
Abdeckung oben auf den Rahmen montiert wird, die Rahmen und Lamellen
miteinander verspannt.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand der 1 – 9 erläutert. Diese Erläuterungen
sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken
nicht ein.
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1 zeigt den Rahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sowie die Teilschnitte entlang den Linien A – A und B – B.
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2 zeigt einen Schnitt durch
die Unterseite des Rahmens aus 1.
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3 zeigt einen Teilschnitt
durch eine obere Ecke des Rahmens aus 1.
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4 zeigt die Draufsicht sowie
eine Seitenansicht einer Lamelle.
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5 zeigt einen Teil der Seitenansicht
einer Lamelle.
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6 zeigt die Forderansicht,
einen Längsschnitt
und einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung.
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7 zeigt eine Vergrößerung aus
dem Längsschnitt
der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus 6.
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8 zeigt eine Vergrößerung aus
dem Querschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus 6.
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9 zeigt eine perspektivische
Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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In 1 ist der Rahmen 1 der
Hochwasserschutz Vorrichtung, sowie Teilschnitte entlang der Linien
A – A
und B – B
dargestellt.
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Der
Rahmen 1 besteht zumindest teilweise aus U-förmig miteinander
verbundenen U-Profilen 17 und einem Querbalken 12,
der die beiden Schenkel 18 des Rahmens 1 miteinander
verbindet. Im Rahmen 1 sind Bohrungen 10a vorgesehen,
um den Rahmen 1 mit Schrauben 10 fest mit dem
Bauwerk zu verbinden. Ausserdem sind im Rahmen 1 Bohrungen 15a vorgesehen,
um auf den Querbalken 12 des Rahmens 1 eine Abdeckung 14 an
zu bringen. In Längsrichtung
entlang der Innenseite des U-Profils der
Schenkel des Rahmens 1 sind Aussparungen 5a zur
Aufnahme einer Dichtung 5 vorgesehen. Der Ausschnitt V,
der einen Querschnitt durch die Unterseite 11 des Rahmens
darstellt, ist in 2 genauer beschrieben.
Der Ausschnitt W, der eine obere Ecke des Rahmens darstellt, ist
in 3 genauer beschrieben.
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In 2 ist ein Schnitt durch
die Unterseite 11,V des Rahmens 1 dargestellt.
Der Rahmen 1 besteht an den Schenkeln und entsprechend
seiner Ausführungsform
an der Unterseite 11 aus einem U-Profil 17, dessen
einer Schenkel 2 mit seiner Außenseite 3 mit dem
Bauwerk verbunden wird. Das Profil 17 der Unterseite 11 des
Rahmens 1 korrespondiert mit der Ein- oder Ausbuchtung
der untersten Lamelle 6 und kann U-förmig ausgebildet sein. In der Unterseite 11 des
Rahmens 1 befinden sich Bohrungen 10a, um den
Rahmen 1 mit dem Bauwerk zu verbinden.
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In 3 ist ein Schnitt durch
die obere Ecke W des Rahmens 1 dargestellt. An der Innenseite
des U-förmigen
Schenkels 4 befinden sich Aussparungen 5a für Dichtungen 5,
die die Lamellen 6 und den Rahmen 1 gegeneinander
abdichten. Im Rahmen 1 sind Bohrungen 10a vorgesehen,
um den Rahmen 1 mit dem Bauwerk zu verbinden. Ausserdem
sind im Rahmen 1 Bohrungen 15a vorgesehen, um
eine Abdeckung 14 an zu bringen.
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In 4 ist eine Lamelle 6 mit
zwei Längsseiten 7 dargestellt,
sowie ein Schnitt durch die Lamelle 6. An der einen Längsseite 7 ist
eine Einbuchtung 9, an der anderen Längsseite 7 eine zur
Einbuchtung korrespondierende Ausbuchtung 9. Eine Vergrößerung des
Ausschnitts der einen Längsseite X
ist in 5 dargestellt.
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5 zeigt eine Vergrößerung einer
Längsseite 7,
X der Lamelle 6, wobei an die Längsseite 7 eine Dichtung 8 angebracht
ist.
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6 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung
sowie einen Längsschnitt
und einen Querschnitt durch die Vorrichtung. In den Rahmen 1 sind
Lamellen 6 eingeschoben. Der Rahmen 1 wird mit
Schrauben 10 fest mit dem Bauwerk verbunden. Zwischen Bauwerk
und Rahmen 1 wird eine Dichtung 16 angebracht.
Die Lamellen 6 werden gegen die Schenkel 18 des
Rahmens 1 mit Dichtungen in Längsrichtung 5 abgedichtet.
Untereinander werden die Lamellen mit der an einer Längsseite 7 befindlichen
Dichtung 8 abgedichtet. Auf den Rahmen wird eine Abdeckung 14 angebracht,
die mit einer Dichtung 13 gegen den Rahmen 1 abgedichtet
ist und mit Schrauben 15 mit dem Rahmen verbunden ist.
Der Ausschnitt Y wird in 7 genauer
erläutert,
der Ausschnitt Z in 8.
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In 7 ist eine Vergrößerung eines
Teils des Längsschnitts
Y des Rahmens 1 aus 6 dargestellt.
Die Lamellen 6 werden über
eine Dichtung 8 an ihren Längsseiten 7 gegeneinander
abgedichtet. Im Rahmen 1 sind Bohrungen 10a vorgesehen,
um den Rahmen mit Schrauben 10 am Bauwerk zu befestigen.
Der Rahmen 1 wird mit einer Dichtung 16 gegen
das Bauwerk abgedichtet. Die Lamellen 6 werden über Dichtungen 5 auf
der Innenseite 4 in Längsrichtung
der Schenkel 18 des Rahmens 1 gegen den Rahmen 1 abgedichtet.
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8 zeigt eine Vergrößerung aus
dem Querschnitt Z der Oberseite 12 des Rahmen 1 aus 6. Auf der Innenseite 4 entlang
des Schenkels 18 des Rahmens 1 sind Dichtungen 5 eingebracht, die
die Lamellen 6 gegen den Rahmen 1 abdichten. Der
Rahmen 1 ist mit Schrauben 10 fest mit dem Bauwerk
verbunden. Zwischen Bauwerk und Rahmen 1 befindet sich
eine Dichtung 16, die den Rahmen 1 gegen das Mauerwerk
abdichtet. An der Oberseite 12 des Rahmens 1 sind
Bohrungen 15a vorgesehen, um eine Abdeckung 14 an
zu bringen.
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In 9 ist eine perspektivische
Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Sie zeigt den Rahmen 1, in den die Lamellen 6 eingeschoben
sind. Der Rahmen wird mit einer Dichtung 16 mit Schrauben 10 am
Bauwerk befestigt. Rahmen 1 und Lamellen 6 werden
mit einer Abdeckung 14, die mit Schrauben 15 mit
dem Rahmen 1 verbunden ist, gegeneinander verspannt. Abdeckung 14,
Rahmen 1 und Lamellen 6 werden mit einer Dichtung 13 gegeneinander
abgedichtet.