DE20109417U1 - Hochwassersperre aus Systemboxen - Google Patents
Hochwassersperre aus SystemboxenInfo
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Classifications
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Die bekannteste Wassersperre besteht aus Säcken, die mit Sand gefüllt und zum Schutz vor Hochwasser aufeinander gestapelt werden. Eine weitere Hochwassersperre besteht aus einem textlien Behältersystem (Schlauchsystem, HS Behältertechnik), welches mit Wasser gefüllt wird.
Problem
Bei den Sandsäcken besteht das Problem, dass die Säcke und der Sand in ausreichenden Mengen vorhanden sein, und durch ein Unzahl von Helfern befüllt und unter äußersten Anstrengungen zur Einsatzstelle gebracht werden müssen. Außerdem ist der Sand nach dem Hochwasser mit Schlamm kontaminiert und muss aufwendig entsorgt werden. Das HS Behältertechnik lässt sich nur einreihig anordnen und ist somit bei steigendem Hochwasser nicht erweiterbar. Nach dem Gebrauch ist der Textüschlauch auf der Innenseite mit klarem Wasser (kostbarer Rohstoff) zu reinigen und muss absolut trocken sein um bei der Lagerung im zusammengerolltem Zustand Schimmelpilz und Verstockung zu vermeiden.
Lösung
Diese Probleme werden mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen beseitigt.
Mit der Erfindung wird erreicht, dass durch die Verbindung und Stapelung mehrerer Systemboxen eine feste Wand entsteht, die hohen Drücken standhält, und die bei weiter ansteigendem Hochwasser und hierdurch bedingten höheren Drücken durch den Aufbau einer zweiten Systemkette noch verstärkt werden kann.
Bauer Manfred, Stamsried
Die konischen Systemboxen werden ineinander gestapelt gelagert und können somit im Einsatzfall sehr rasch mit relativ geringem Personal aufwand vor Ort gebracht werden. Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen auch von nicht geschultem Personal mittels der Verbindungsstücke rasch aneinander reihen und mit Wasser befüllen. Dabei werden die die Systemboxen jeweils an den Öffnungen mit dem Verbindungsstück zusammen gekoppelt, indem das Verbindungsstück in den Verbindungsrahmen eingespannt und mittels des Befestigungsbügels mit der Box verschraubt oder verklemmt wird. Wenn eine Reihe komplett steht, wird diese mit dem ankommenden Hochwasser befüllt und leistet durch das zunehmende Gewicht Widerstand gegen das Hochwasser. Bei steigendem Hochwasser werden die Boxen mit dem Deckel verschlossen, so dass eine weitere Reihen von Boxen darüber gestapelt werden kann. Dies kann in mehreren Reihen übereinander geschehen. Der Druck der wiederum mit Wasser zu befüllenden oberen Boxenreihen verschließt den Deckel wasserdicht mit der jeweils darunter befindlichen Boxenreihe.
Zur weiteren Abdichtung einer aus mehreren Lagen bestehenden Boxenwand kann eine Plane aus reißfestem PVC (Gewebeplane) zusätzlich verwendet werden. Die Plane wird unter der ersten Lage mit den Boxen verklemmt und dann Lage für Lage nach oben gezogen und mit der jeweils obersten Lage verankert.
Bei dem Aufbau mehrerer Lagen kann der Wasserdruck auf die Boxenwand so groß werden, dass die Verbindung der Boxen nicht hält. In diesem Fall kann direkt hinter der ersten Wand eine zweite Wand aufgebaut werden. Dies lässt sich beliebig wiederholen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist die leichte Reinigung und Lagerung der Boxen und Zubehörteile nach dem Gebrauch. Es muss nicht darauf geachtet werden, dass die Boxen vollkommen trocken sind. Die Boxen lassen sich ineinander stapeln und somit auf wenig Raum lagern.
Die Erfindung kann auch Türen, Tore, Lichtschächte und Abgänge vor Hochwasser schützen. Mit Hilfe der Passstücke wird eine dichte Verbindung zu Mauern und Böden hergestellt. Dadurch, dass die Boxen auch im Winkel aneinander gereiht werden können, lassen sich Türen, Tore, Lichtschächte und Abgänge mit ihnen umbauen.
Zusätzlich lassen sich die Boxen auch zum Schutz einzelner Räume vor über die Kanalisation eindringendes Wasser verwenden. Dazu wird die Box mit dem auf der Unterseite
Bauer Manfred, Stamsried
anzubringenden Dichtungsring über den Kanaldeckel gestellt und mittels der Spreize mit der Decke des Gebäudes verklemmt.
Ein Ausführungsbeispiel nach Schutzansprach 1 wird anhand der Figuren 1 bis 6 erläutert. Es zeigen:
• Fig. 1 gekoppelte Systemboxen
• Fig.2 und 3 das Verbindungsstück
• Fig. 4 die Systembox mit Passstücken
• Fig. 5 und 6 die Systembox als Einzelelement mit Zubehörstücken
In Figur 1 sind die aus stabilem Kunststoff oder anderen Materialien wie ALU, Glasfaser oder PVC-Metallverbindungen bestehenden Systemboxen (1) mit Deckel (3) und Verbindungsstück (2) dargestellt.
In Figuren 2 und 3 wird das aus reißfestem Kunststoff oder Kunststoff-Gewebemantel (2) bestehende Verbindungsstück mit den beiden Aluminium-Verbindungsrahmen (4), sowie dem Verbindungsmechanismus (5) dargestellt. .
Figur 4 stellt die Verwendung der Box mit Passstücken (6) dar. Die Passstücke werden aus den gleichen Materialien gefertigt wie die Systembox oder aus Gummi, bzw. Hartschaumstoff.
Figur 5 zeigt die Verwendung einer Systembox nach Schutzansprach 12 mit Dichtungsring (7) als Passstück über einem Gullyrost (8).
Figur 6 zeigt die Verwendung einer Systembox nach Schutzansprach 14 und 15 mit einem aus Metall oder Kunststoff gefertigten und in der Höhe verstellbaren Zubehörstück (9), sowie dem Dichtungsring (7).
Claims (16)
1. Wassersperre gegen Hochwasser, bestehend aus Systemboxen, welche sich als Baukastensystem beliebig miteinander verbinden, stapeln und kombinieren, und durch Zubehörteile und Passstücke mit vorhandenen Gebäuden oder Gebäudeteilen erweitern lassen.
- dadurch gekennzeichnet,
- dass sich die konischen und somit stapelbaren Systemboxen (1) aus stabilem Kunststoff oder anderen Materialien wie Alu, Glasfaser oder PVC-Metallverbindungen durch Öffnungen an den jeweils gegenüberliegenden Seiten mittels der Verbindungsstücke (2) zu einem in der Länge und in der Höhe variablen, mit Wasser befüllbaren und dichten Behältersystem aneinander reihen lassen.
2. Wassersperre nach Anspruch 1
- dadurch gekennzeichnet,
- dass die Boxen in beliebigen Größen von 500 mm (H) × 500 mm (B) × 1000 mm (L) bis 3200 mm (H) × 3260 mm (B) × 5000 mm (L), vorzugsweise als Standardgröße 750 mm (H) × 990 mm (B) × 1770 mm (L) hergestellt werden können.
3. Wassersperre nach Anspruch 1
- dadurch gekennzeichnet,
- dass sich die Systemboxen auch im rechten Winkel verbinden lassen, indem die Öffnung an der linken oder rechten Seite der Systembox angebracht wird.
4. Wassersperre nach Anspruch 1 und 3
- dadurch gekennzeichnet,
- dass die Verbindungsstücke (2) aus einem reißfesten Kunststoff oder Kunststoff- Gewebematerial bestehen.
5. Wassersperre nach Anspruch 4
- dadurch gekennzeichnet,
- dass die Verbindungsstücke (2) mittels eines Verbindungsrahmens (4) in den Seiten der Systembox befestigt werden.
6. Wassersperre nach Anspruch 5
- dadurch gekennzeichnet,
- dass der Verbindungsrahmen(4) aus Alu, Hart-PVC oder anderen stabilen Materialien gefertigt.
7. Wassersperre nach Anspruch 5 und 6
- dadurch gekennzeichnet,
- dass das Verbindungsstück mit einem Befestigungsbügel (5) mit der Systembox verschraubt oder festgeklippt wird.
8. Wassersperre nach Anspruch 7
- dadurch gekennzeichnet,
- dass der Befestigungsbügel als Schraub- oder Klippmechanismus ausgearbeitet ist.
9. Wassersperre nach Anspruch 1 bis 3
- dadurch gekennzeichnet,
- dass die Systemboxen einen aus dem gleichen Material wie die Box selbst gefertigten Deckel (3) erhält, so dass die Box nach oben hin verschlossen werden kann, um so weitere Lagen von Systemboxen darauf stapeln zu können.
10. Wassersperre nach Anspruch 1 bis 3
- dadurch gekennzeichnet,
- dass an der Unterseite des Bodens der Systembox ringsum in Längs- und Querrichtung verlaufend Rillen eingearbeitet sind, in die Dichtungsstreifen (6) eingezogen werden können.
11. Wassersperre nach Anspruch 1 bis 3
- dadurch gekennzeichnet,
- dass an de Längsseiten der Systembox jeweils an beiden Enden senkrecht verlaufende Rillen eingearbeitet sind, in die Dichtungsstreifen (6) eingezogen werden können.
12. Wassersperre nach Anspruch 10
- dadurch gekennzeichnet,
- dass neben den Rillen im Boden der Box auch ein Rillenring zentral eingearbeitet ist, in den ein Dichtungsring (7) eingezogen werden kann.
13. Wassersperre nach Schutzanspruch 10 bis 12
- dadurch gekennzeichnet,
- dass die Passstücke (6 und 7) aus Gummi oder Hartschaumstoff gefertigt sind.
14. Wassersperre nach Schutzanspruch 1
- dadurch gekennzeichnet,
- dass die Systemboxen (1) über Gullys bzw. Abflüsse gestellt wird und eine Spreize (9) zur Decke des Gebäudes die Box verklemmt, um so austretendes Wasser aus Gullys bzw. Abflüssen zu verhindern.
15. Wassersperre nach Schutzanspruch 14
- dadurch gekennzeichnet,
- dass die Spreize (9) aus Stahl, Kunststoff, oder Alu gefertigt ist, aus 2, 3 oder 4 Teilen besteht, die ineinander geschoben und damit in ihrer Länge verändert werden können (Teleskopprinzip).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20109417U DE20109417U1 (de) | 2001-06-06 | 2001-06-06 | Hochwassersperre aus Systemboxen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20109417U DE20109417U1 (de) | 2001-06-06 | 2001-06-06 | Hochwassersperre aus Systemboxen |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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| DE20109417U Expired - Lifetime DE20109417U1 (de) | 2001-06-06 | 2001-06-06 | Hochwassersperre aus Systemboxen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
2001
- 2001-06-06 DE DE20109417U patent/DE20109417U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20020221 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20041102 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20080101 |