DE1032342B - Modulationseinrichtung unter Ausnutzung des Halleffektes - Google Patents
Modulationseinrichtung unter Ausnutzung des HalleffektesInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03C—MODULATION
- H03C1/00—Amplitude modulation
- H03C1/48—Amplitude modulation by means of Hall-effect devices
Landscapes
- Hall/Mr Elements (AREA)
Description
Soll bei einem Gleichstromverstärker eine möglichst große Nullpunktskonstanz erreicht werden, so wird
am besten das Trägerfrequenzverfahren angewendet. Dabei wird die zu verstärkende Meßgleichspannung
durch einen Relaiszerhacker in eine Wechselspannung umgewandelt und anschließend über einen Wechselstromverstärker
verstärkt. Die Umwandlung der Gleichspannung kann auch in einem wechselstromgesteuerten
Schaltgleichrichter oder in einem Ringmodulator vorgenommen werden. Zum Zweck der
Modulation wurde in letzter Zeit auch der Halleffekt bei Halbleitern ausgenutzt. Ein sogenannter HaIlgenerator
ist im wesentlichen ein rechteckiges Plättchen aus einem halbleitenden Material, das eine
hohe Elektronen- bzw. Defektelektronenbeweglichkeit besitzt. Wird an zwei gegenüberliegenden Seiten des
Plättchens ein Strom eingeleitet bzw. abgeführt und wird die Fläche des Plättchens von einem Magnetfeld
durchsetzt, so kann an den Seiten, an denen sich kein Stromanschluß befindet, eine Spannung, die sogenannte
Hallspannung, abgenommen werden. Diese Hallspannung ist dem das Plättchen durchfließenden
Strom und dem Magnetfeld proportional. Ein solcher Hallgenerator kann auf zwei verschiedene Weisen zur
Modulation eines Wechselstromes mit einer schwankenden Gleichspannung verwendet werden. Man kann
erstens die Gleichstromgröße dem Hallgenerator als Strom zuführen und die Trägerfrequenz als magnetische
Wechselgröße konstanter Amplitude den Hallgenerator durchsetzen lassen. Man erhält dann an den
zwei freien Seiten des Generators eine dem Gleichstrom proportionale Wechselspannung. Man kann aber
auch die Gleichstromgröße über die Windungen einer Spule mit Eisenkern zuführen und erhält dann ein
dem Gleichstrom proportionales Magnetfeld. Die Trägerfrequenz durchfließt als Wechselstrom konstanter
Amplitude das Halbleiterplättchen. Die abgegriffene Hallspannung ist dann ebenfalls dem schwankenden
Gleichstrom proportional. Beide Verfahren sind mit schwerwiegenden Nachteilen behaftet. Beim
ersten Verfahren induziert das wechselnde Magnetfeld in der Leiterschleife, in der die Hallspannung
entsteht, eine zusätzliche Wechselspannung, die sich beim Trägerfrequenz-Gleichstromverstärker als Nullpunktfehler
bemerkbar macht. Diese induzierte Wechselspannung läßt sich nur zu einem gewissen
Grad kompensieren, da der Hallspannung außer der Grundwelle der Trägerfrequenz auch noch die zweite
Oberwelle überlagert ist. Beim zweiten Verfahrenmuß, um einen guten Wirkungsgrad zu erzielen, der
Magnetisierungskreis weitgehend in einem ferromagnetischen Material verlaufen. Solche Werkstoffe
sind aber stets mit Hysterese behaftet; deshalb bleibt bei einem Meß strom Null noch eine Restfeldstärke
Modulationseinrichtung
unter Ausnutzung des Halleffektes
unter Ausnutzung des Halleffektes
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dr.-Ing. Heinrich Kalusche
und Dipl.-Ing. Viktor Stigler, Karlsruhe,
sind als Erfinder genannt worden
unbekannter Größe und Vorzeichen bestehen, die sich bei einem nachfolgenden Gleichstromverstärker ebenfalls
als Nullpunktfehler auswirkt.
Die oben angeführten Nachteile werden bei einer Modulationseinrichtung unter Ausnutzung des Halleffektes,
wobei eine Modulationsspannung das Magnetfeld eines Hallgenerators über einen Elektromagneten
mit Eisenkern beeinflußt, behoben, wenn erfindungsgemäß der Elektromagnet gleichzeitig von einem
Hochfrequenzstrom magnetisiert wird. Für die Hallspannung ergibt sich dabei folgender Ausdruck:
wobei R1,-^ H = +H'^ sin«j2i und ωχ die Trägerfrequenz
und o>2 die Hochfrequenz ist. H= und H~
sind die Amplituden eines magnetischen Gleich- bzw. Wechselfeldes. Die Hallspannung enthält also als
Modulationsprodukt die Frequenzen Cu1, ω2 + Cu1 und
CO2-OJ1. Durch Filter lassen sich die Frequenzen
O)2IcO1, die durch die HF-Vormagnetisierung entstehen,
leicht beseitigen, so daß nach der Siebung die Hallspannung
= Rh-1^ sin
1,
wobei Rh nur noch proportional dem magnetischen
Gleichfeld ist, also das gewünschte Modulationsprodukt übrigbleibt. Der infolge der Hysterese andernfalls
vorhandene Restmagnetismus des Eisenkreises kann jetzt nicht mehr stören, da der Eisenkern infolge
der HF-Magnetisierung ständig durchgesteuert wird und deshalb keine Remanenz mehr wirksam werden
kann.
Der Hochfrequenzstrom in der Vormagnetisierungsspule
induziert natürlich auch eine Hochfrequenz-
809 557/28S
spannung in der Gleichstromwicklung des Magneten. Diese kann aber ebenfalls durch einen vorgeschalteten
Tiefpaß von den Eingangsklemmen des Modulators ferngehalten werden. Die gleiche Wirkung wird erreicht,
wenn sowohl die HF-Magnetisierung als auch die Gleichstrommagnetisierung über die gleiche Spule
erfolgen.
Die Erfindung wird in der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt den eigentlichen Modulator;
Fig. 2 stellt ein Blockschaltbild der für einen Trägerfrequenzverstärker erforderlichen Einrichtung
dar.
In Fig. 1 ist im Luftspalt eines Elektromagneten mit Eisenkern 1 ein Halbleiterplättchen 2 angebracht,
an dessen gegenüberliegenden Seiten α und b ein Stromkreis mit dem Strom/ angelegt ist. An den
Seiten c und d des Halbleiterplättchens wird die modulierte Hallspannung abgenommen. Der Elektromagnet
1 ist mit zwei Spulen 3 und Ί, wovon die eine als Gleichstromsteuerwicklung und die andere zur
HF-Vormagnetisierung dient, versehen. Beide Spulen können auch in einer Wicklung zusammengefaßt
werden.
In Fig. 2 stellt 5 einen Wechselstromverstärker dar, der über einem Tiefpaß 6 von einem Hallmodulator
7 mit einer entsprechend dem Eingangsgleichstrom modulierten Wechselspannung beschickt wird.
Zwischen den Eingangsklemmen und dem Hallmodulator liegt ein Tiefpaß 8, der die im Hallmodulator
auftretende Hochfrequenz von den Eingangsklemmen zurückhält. Der Tiefpaß 6 verhindert, daß die in der
modulierten Wechselspannung auftretenden Hochfrequenzanteile in den Wechselstromverstärker eindringen.
Ein Hochfrequenzgenerator 9 versorgt den Hallmodulator mit der benötigten Hochfrequenz. Ein
Trägerfrequenzgenerator 10 versorgt sowohl den Hallmodulator als auch einen phasenempfindlichen
Gleichrichter 11 mit der Trägerfrequenz. Der phasenempfindliche Gleichrichter formt die verstärkte
Wechselspannung wieder in eine Gleichspannung um.
Claims (6)
1. Modulationseinrichtung unter Ausnutzung des Halleffektes, wobei eine Modulationsspannung
das Magnetfeld eines Hallgenerators über einen Elektromagneten mit Eisenkern beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet
gleichzeitig von einem HF-Strom magnetisiert wird.
2. Modulationseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die HF-Magnetisierung des Elektromagneten über eine besondere
Wicklung erfolgt.
3. Modulationseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die HF-Magnetisierung
zusätzlich von einer Wicklung für die Modulationsspannung übernommen wird.
4. Modulationseinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
in einer Wicklung für die Modulationsspannung induzierte HF-Spannung durch einen Tiefpaß von
der Modulationsspannungsquelle getrennt wird. '
5. Modulationseinrichtung nach Anspruch! oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Tiefpaß die in der Hallspannung enthaltene HF-Spannung zurückhält.
6. Modulationseinrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sie
bei einer Gleichstromverstärkereinrichtung verwendet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 557/289 6.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES53013A DE1032342B (de) | 1957-04-05 | 1957-04-05 | Modulationseinrichtung unter Ausnutzung des Halleffektes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES53013A DE1032342B (de) | 1957-04-05 | 1957-04-05 | Modulationseinrichtung unter Ausnutzung des Halleffektes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1032342B true DE1032342B (de) | 1958-06-19 |
Family
ID=7489034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES53013A Pending DE1032342B (de) | 1957-04-05 | 1957-04-05 | Modulationseinrichtung unter Ausnutzung des Halleffektes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1032342B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1150412B (de) * | 1960-09-09 | 1963-06-20 | Henry P Kalmus | Schaltungsanordnung zur Verstaerkung bzw. Messung einer Gleichstromgroesse |
| DE1223051B (de) * | 1963-08-16 | 1966-08-18 | Siemens Ag | Anordnung zur Umwandlung kleiner Messgleichspannungen in eine Wechselspannung |
| DE2846292A1 (de) * | 1978-10-24 | 1980-05-08 | Inst Cercetari Pentru Ind | Elektronischer amperestunden-zaehler |
-
1957
- 1957-04-05 DE DES53013A patent/DE1032342B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1150412B (de) * | 1960-09-09 | 1963-06-20 | Henry P Kalmus | Schaltungsanordnung zur Verstaerkung bzw. Messung einer Gleichstromgroesse |
| DE1223051B (de) * | 1963-08-16 | 1966-08-18 | Siemens Ag | Anordnung zur Umwandlung kleiner Messgleichspannungen in eine Wechselspannung |
| DE2846292A1 (de) * | 1978-10-24 | 1980-05-08 | Inst Cercetari Pentru Ind | Elektronischer amperestunden-zaehler |
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