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Die
Erfindung betrifft ein Schloss mit einer motorischen Schließ- und Ausstelleinrichtung,
mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen.
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Ein
derartiges Schloss ist in der
DE 37 21 963 C1 an einer Kraftfahrzeugtür vorgesehen,
die lediglich mit einem solchen geringen Schwung zu schließen ist,
dass die Fahrzeugtür
in eine Vorschließlage
gelangt, in der die Drehfalle von dem Schließbolzen in eine Rastlage geschwenkt
wurde und eine Sperrklinke vor eine Raste an der Drehfalle eingefallen
ist. Anschließend
verstellt ein Motorantrieb den Schließkeil von der Vorschließlage in
eine Hauptschließlage,
wobei eine elastische Türdichtung komprimiert
wird. Beim Öffnen
des Schlosses ist zunächst
der Schließkeil
von seiner Hauptschließlage in
die Vorschließlage
zu verstellen und danach die Sperrklinke – aus dem Verstellbereich der
Drehfalle anzuheben. Die Verstellwege beim motorischen Öffnen und
Schließen
der Fahrzeugtür
sind jeweils gleich. Das zum Verstellen des Schließkeiles
vorgesehene Hebelgetriebe ist aufwändig zu fertigen und zu montieren.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Schloss mit den Merkmalen
im Oberbegriff des Patentanspruches 1 anzugeben, mit dem eine Fahrzeugtür oder -klappe
nah an einem Verstellteil anzuordnen ist, ohne dass beim Verstellen
der Fahrzeugtür
oder -klappe und/oder des Verstellteiles die Fahrzeugtür oder -klappe
und das Verstellteil aneinander oder an einem anderen Bauteil anstoßen und
dabei eventuell beschädigt
werden.
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Diese
Aufgabe ist durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
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Vor
dem Verstellen des Verstellteiles und/oder vor dem Verstellen der
Fahrzeugtür
oder -klappe zusammen mit dem Verstellteil wird entweder der Schließbolzen
oder die mit dem Schließbolzen zusammenwirkende
und von der Sperrklinke verriegelte Drehfalle zusammen mit der Sperrklinke
jeweils in Öffnungsrichtung
der Fahrzeugtür
oder -klappe in eine Lage verstellt, in der sich die Fahrzeugtür oder -klappe
in einer Ausstelllage befindet. Wenn das Verstellteil lediglich
separat verstellt werden kann, ist die Fahrzeugtür oder -klappe in der Ausstelllage
aus dem Verstellbereich des Verstellteiles verstellt. Falls die
Fahrzeugtür
oder -klappe aus der Ausstelllage zusammen mit dem Verstellteil
verstellbar ist, befindet sich in der Ausstelllage in den Verstellbereichen der
Fahrzeugtür
oder -klappe und des Verstellteiles kein anderes Bauteil, an dem
die Fahrzeugtür
oder -klappe bzw. das Verstellteil anschlagen und dadurch eventuell
beschädigt
werden könnte.
Bei diesen Verstellbewegungen bleibt die Fahrzeugtür oder -klappe über das
erfindungsgemäße Schloss
verriegelt. Wird das Schloss durch ein Anheben der Sperrklinke beispielsweise
in einer Hauptschließlage
oder in einer Vorschließlage
bzw. in der Ausstelllage entriegelt, so kann die Fahrzeugtür oder -klappe
vollständig
geöffnet
werden.
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Drei
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
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1 ein erstes Ausführungsbeispiel
in einer vereinfachten Seitenansicht auf den Heckbereich eines Cabriolets,
das einen Gepäckdeckel
und eine Verdeckklappe aufweist,
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2 den in 1 dargestellten Gepäckdeckel, der bei von der Sperrklinke
verriegelter Drehfalle aus der Schließlage in die Ausstelllage hochgeschwenkt
wurde,
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3 die bei verriegelter Drehfalle
aus der Ausstelllage gemäß 2 zusammen mit dem Gepäckdeckel
hochgeschwenkte Verdeckklappe,
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4 ein zweites Ausführungsbeispiel
mit einer oberen und einer unteren Heckklappe an einem Kraftfahrzeug
und
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5 ein drittes Ausführungsbeispiel
mit zwei seitlich hintereinander angeordneten Fahrzeugtüren an einem
Kraftfahrzeug.
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Das
in den 1 bis 3 vereinfacht in einer Seitenansicht
auf den Heckbereich eines Cabriolets dargestellte erste Ausführungsbeispiel
weist zur Verriegelung eines Gepäckdeckels 1 an
einer Verdeckklappe 2 zwei im hinteren bis mittleren Längsbereich des
Gepäckdeckels 1 seitlich
gegenüberliegend
angeordnete Schlösser
mit jeweils einer Drehfalle 3, einer Sperrklinke 4 und
einem Schließbolzen 5 auf,
der von dem Gepäckdeckel 1 nach
unten absteht. Der Gepäckdeckel 1 ist
an seinem vorderen Bereich um eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende,
an der Verdeckklappe 2 ausgebildete Schwenkachse 6 aus der
dargestellten verriegelten Hauptschließlage oder einer nachfolgend
beschriebenen Vorschließlage bzw.
einer Ausstelllage nach oben schwenkbar, wenn die Sperrklinke 4 von
der Drehfalle 3 weg verstellt ist und sich die Drehfalle 3 unter
der Kraft einer Feder in ihre den Schließbolzen 5 freigebende
Offenlage verstellt hat. Der Schließbolzen 5 wirkt beim
Schließen des
geöffneten
Gepäckdeckels 1 mit
einer Drehfalle 3 zusammen und verschwenkt diese um eine
Achse 11 in eine Vorraststellung und danach in eine Hauptraststellung,
in denen die Sperrklinke 4 vor eine Vorrast und danach
vor eine Hauptrast an der Drehfalle 3 einfallen kann. Wenn
die Sperrklinke 4 vor die Hauptrast der Drehfalle 3 eingefallen
ist, befindet sich der Gepäckdeckel 1 in
seiner Vorschließlage,
in der eine nicht dargestellte motorische Schließ- und Ausstelleinrichtung
aktivierbar ist. Falls die Drehfalle 3 beim Schließen des
Gepäckdeckels 1 lediglich
in eine Vorverriegelungslage gelangt ist, in der die Sperrklinke 4 vor
die Vorrast der Drehfalle 3 eingefallen ist, lässt sich
die Schließ-
und Ausstelleinrichtung nicht aktivieren. Dadurch ist ein motorisches
Schließen
des Gepäckdeckels 1 nicht
möglich.
Es kann jedoch vorgesehen sein, dass sich der Gepäckdeckel 1 von
seiner unvollständig
verriegelten Vorschließlage
in eine unvollständig
verriegelte Ausstelllage verstellen lässt. Wurde die Drehfalle 3 beispielsweise
in der Ausstelllage durch Anheben der Sperrklinke 4 entriegelt
und dadurch der Schließbolzen 5 freigegeben,
verstellt die Schließ-
und Ausstelleinrichtung zumindest nach einer Öffnungsbewegung des Gepäckdeckels 1 das
Verstellelement in eine Lage in Schließrichtung des Gepäckdeckels 1,
dass nach dem nachfolgenden Schließen des Gepäckdeckels 1 und Verriegeln
der den Schließbolzen 5 festhaltenden
Drehfalle 3 durch die Sperrklinke 4 sich der Gepäck deckel 1 in
der Vorschließlage
und nicht in der Ausstelllage befindet. Ebenso kann die Ausstelllage der
Vorschließlage
bzw. die Vorschließlage
der Ausstelllage entsprechen.
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Wurde
die Drehfalle 3 beim Schließen des Gepäckdeckels 1 lediglich
in ihre Vorraststellung geschwenkt, in der die Sperrklinke 4 vor
die Vorrast der Drehfalle 4 eingefallen ist, kann der Gepäckdeckel 1 erst
dann von der Schließ-
und Ausstelleinrichtung in die Hauptschließlage verstellt werden, wenn
durch Entsperren der Drehfalle 3 bzw. Anheben der Sperrklinke 4 der
Schließbolzen 5 freigegeben
und der Gepäckdeckel
geöffnet
und anschließend
erneut derart geschlossen wird, dass der Schließbolzen 5 die Drehfalle 3 in
ihre Hauptraststellung schwenkt, in der die Sperrklinke 4 vor
die Hauptrast der Drehfalle 3 einfällt und dadurch die Vorschließlage des
Gepäckdeckels 1 erreicht
ist. Ein Sensor oder Schaltelement erfasst die Vorschließlage der
Drehfalle 3 und aktiviert die motorische Schließ- und Ausstelleinrichtung, die
dann ein nicht dargestelltes, mit dem Schließbolzen 5 verbundenes
und an dem Gepäckdeckel 1 etwa
in Verstellrichtung des Gepäckdeckels 1 verstellbares
Verstellelement in eine Lage in Schließrichtung des Gepäckdeckels 1 verstellt,
in der sich der Gepäckdeckel 1 in
seiner in 1 dargestellten Hauptschließlage befindet.
Bei dieser Verstellbewegung wurde eine nicht dargestellte Klappendichtung komprimiert.
In dazu analoger Weise kann durch Verstellen des Verstellelements
in Öffnungsrichtung
des Gepäckdeckels 1 der
Gepäckdeckel 1 über die
Vorschließlage
hinaus in die Ausstelllage verstellt werden. Vor, bei oder nach
dieser Verstellbewegung in die Ausstelllage kann die Sperrklinke 4 aus
dem Verstellbereich der Drehfalle 3 angehoben werden, wodurch
der Schließbolzen 5 freigegeben
ist. Der Gepäckdeckel 1 kann
nun geöffnet
und beispielsweise in seine maximale Offenlage geschwenkt werden,
in der ein hinterer Gepäckraum
vollständig
geöffnet
ist.
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Die
Verdeckklappe 2 oder ein die Verdeckklappe 2 stützender
Rahmen ist über
ein übliches Schloss
mit einer um eine karosseriefeste Achse 7 schwenkbaren
Drehfalle 8 arretiert, wenn beim Einschwenken der geöffneten
Verdeckklappe 2 in die in 1 dargestellte
Schließlage
ein vom vorderen Bereich der Verdeckklappe 2 nach unten
abstehender Schließbolzen 9 die
Drehfalle 8 in eine Hauptraststellung verschwenkt hat,
in der eine an der Karosserie schwenkbare Sperrklinke 10 durch
die Vorspannkraft einer Feder selbsttätig vor eine Hauptraste der
Drehfalle 8 eingefallen ist.
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In
der Hauptschließlage
des Gepäckdeckels 1,
in der sich die Drehfalle 3 in ihrer Hauptraststellung befindet,
in der die Sperrklinke 4 vor die Hauptrast der Drehfalle 3 eingefallen
ist, kann das nicht dargestellte Verstellelement in Öffnungsrichtung
des Gepäckdeckels 1 über die
der Vorrastlage des Gepäckdeckels 1 entsprechende
Lage hinaus verstellt werden, wodurch der Gepäckdeckel 1 in die 2 entsprechende Ausstelllage
gelangt. In der Ausstelllage ist der hintere untere Randbereich 13 des
Gepäckdeckels 1 über den
oberen Bereich eines hinteren Stoßfängers 14 angehoben.
Nach dem Lösen
des üblichen
Schlosses durch Anheben der Sperrklinke 10 aus dem Verstellbereich
der Drehfalle 8 und einem durch Federkraft bewirkten nachfolgenden
Verschwenken der Drehfalle 8 in eine den Schließbolzen 9 freigebende
Offenlage kann die Verdeckklappe 2 bei von der Sperrklinke 4 verriegelter
Drehfalle 3, die den Schließbolzen 5 festhält, zusammen
mit dem Gepäckdeckel 1 manuell
oder motorisch um eine im hinteren unteren Bereich der Verdeckklappe 2 ausgebildete
Fahrzeugquerachse 15 bis in die 3 entsprechende Offenlage geschwenkt
werden. In der in 3 dargestellten
maximalen Offenlage der Verdeckklappe 2 kann das ebenfalls
nicht dargestellte Falt- oder Klappverdeck des Cabriolets in einen
hinteren Aufnahmeraum 16 unterhalb der nachfolgend zusammen
mit dem Gepäckdeckel 1 wieder
geschlossenen Verdeckklappe 2 eingebracht werden. Wenigstens
ein Sensor oder Schalter kann die maximale Offenlage und/oder eine
Zwischenlage der Verdeckklappe 2 erfassen und im Zusammenwirken
mit einer nicht dargestellten Steuerung verhindern, dass in der
Offenlage oder der Zwischenlage der Verdeckklappe 2 das
den Gepäckdeckel 1 an
der Verdeckklappe 2 verriegelnde Schloss durch Anheben
der Sperrklinke 4 geöffnet
wird und dadurch der Gepäckdeckel 1 zusätzlich hochgeschwenkt
werden könnte. Nach
dem Schließen
der Verdeckklappe 2 kann das mit dem Schließbolzen 5 verbundene
Verstellelement von der Schließ-
und Ausstelleinrichtung motorisch in Schließrichtung des Gepäckdeckels 1 derart verstellt
werden, dass der Gepäckdeckel 1 aus
der 2 entsprechenden
Ausstelllage, oder wenn zwischenzeitlich das Verstellelement von
der Schließ- und
Ausstelleinrichtung in eine Lage verstellt wurde, die der Vorschließlage entspricht,
aus der Vorschließlage
in die 1 entsprechende
Hauptschließlage
zurück
verstellt wird. Zumindest in dieser geschlossenen Lage der Verdeckklappe 2 und
des Gepäckdeckels 1 ist
das Cabriolet mit geöffnetem oder
geschlossenem Klapp- oder Faltverdeck fahrbereit.
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Das
in 4 vereinfacht dargestellte
zweite Ausführungsbeispiel
ist an einem Kraftfahrzeug vorgesehen, das in dem dargestellten
Heckbereich des Kraftfahrzeugs eine obere Heckklappe 17 und
darunter eine untere Heckklappe 18 aufweist, die an einer etwa
horizontalen Trennfuge 19 aneinander angrenzen. Die obere
Heckklappe 17 ist um eine obere Fahrzeugquerachse 20 nach
hinten oben schwenkbar. Die untere Heckklappe 18 kann um
eine untere Fahrzeugquerachse 21 nach hinten unten in eine etwa
horizontale Beladestellung geschwenkt werden. Die geschlossene obere
Heckklappe 17 ist über
zwei seitlich gegenüber
liegende, erfindungsgemäße Schlösser 22 verriegelbar.
Die geschlossene untere Heckklappe 18 ist über zwei
seitlich gegenüber
liegende normale Schlösser 23 arretierbar.
Die erfindungsgemäßen Schlösser 22 weisen
jeweils eine mit einem Schließbolzen 24 zusammenwirkende
Drehfalle 25 auf, die um eine Achse 26 an der
Fahrzeugkarosserie schwenkbar ist. Beim Schließen der oberen Heckklappe 17 ist
diese lediglich in eine Vorschließlage einzuschwenken, die sich
etwa zwischen der durch eine ausgezogene Umrisslinie dargestellten
Hauptschließlage
und der durch eine unterbrochene Randlinie dargestellten Ausstelllage
befindet. In der Vorschließlage
ist eine Heckklappendichtung nicht oder kaum komprimiert. Sobald
beim Schließen der
oberen Heckklappe 17 die Vorschließlage erreicht ist, in der
im Zusammenwirken der Drehfalle 25 mit dem Schließbolzen 24 die
Drehfalle 25 in eine Hauptraststellung geschwenkt wurde,
in der eine um eine fahrzeugfeste Achse 27 schwenkbare
Sperrklinke 28 vor eine Hauptrast der Drehfalle 25 eingefallen ist
und dadurch die Drehfalle 25 festhält, wird eine nicht dargestellte
Schließ-
und Ausstelleinrichtung aktiviert, die dann die in der Vorschließlage befindliche
obere Heckklappe 17 in die durch eine ausgezogene Umrisslinie
dargestellte Hauptschließlage
einschwenkt. Dies wird in analoger Weise zu dem ersten Ausführungsbeispiel
dadurch erreicht, dass der Schließbolzen 24 an einem
in Verstellrichtung der oberen Heckklappe 17 verstellbaren
Führungsteil
befestigt ist und das Führungsteil
von der Schließ-
und Ausstelleinrichtung in Schließrichtung der oberen Heckklappe 17 verstellt
wird. Durch ein Verstellen des Führungsteiles
bei in der Hauptraststellung befindlicher Drehfalle 25 kann
somit die obere Heckklappe 17 aus der Hauptschließlage in
die Ausstelllage oder von der Vorschließlage in die Hauptschließlage verstellt
werden, wobei eine Heckklappendichtung entspannt oder komprimiert
wird. Die Unterscheidung zwischen der Vorschließlage und der Ausstelllage
wurde deshalb getroffen, da bei dem Ausführungsbeispiel die Verstellwege
der oberen Heckklappe 17 von der Vorschließlage in
die Hauptschließlage
und von der Hauptschließlage
in die Ausstelllage unterschiedlich sind. Wird in der Ausstelllage
die Sperrklinke 28 aus dem Verstellbereich der Drehfalle 25 angehoben,
wodurch die Drehfalle 25 den Schließbolzen 24 freigibt,
und anschließend
die obere Heckklappe 17 zumindest etwas geöffnet, wird das
mit dem Schließbolzen 24 verbundene
Verstellelement derart in Schließrichtung der oberen Heckklappe 17 verstellt,
dass sich beim nachfolgenden Schließen der oberen Heckklappe 17 bis
zum Einfallen der Sperrklinke 28 vor die Hauptrast der
Drehfalle 25 die obere Heckklappe 17 in ihrer
Vorschließlage befindet.
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Die
untere Heckklappe 18 ist in 4 in
ihrer durch eine ausgezogene Umrisslinie dargestellten Schließlage von
dem normalen Schloss 23 verriegelt, das eine um eine karosseriefesten
Achse 30 schwenkbare Drehfalle 31 aufweist, die
beim Schließen
der geöffneten
unteren Heckklappe 18 im Zusammenwirken mit einem Schließbolzen 32 in
die dargestellte Hauptraststellung schwenkt, in der eine um eine
fahrzeugfeste Achse 33 schwenkbare Sperrklinke 34 vor
eine Hauptraste der Drehfalle 31 eingefallen ist und dadurch
die Drehfalle 31 sowie im Zusammenwirken mit dem Schließbolzen 32 die
untere Heckklappe 18 festhält. Bei geschlossener oberer Heckklappe 17 kann
die untere Heckklappe 18 nicht geöffnet werden, da sich im Öffnungsverstellbereich der
unteren Heckklappe 18 der untere Randbereich 35 der
oberen Heckklappe 17 befindet.
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Um
ein Öffnen
der unteren Heckklappe 18 zu ermöglichen, ist die Schließ- und Ausstelleinrichtung derart
zu aktivieren, dass das mit dem Schließbolzen 24 verbundene
Verstellelement nach außen
verstellt wird und dadurch die obere Heckklappe bei in der Hauptraststellung
befindlicher Drehfalle 25 aus der betreffenden Hauptschließlage in
die durch eine unterbrochene Randlinie dargestellte Ausstelllage
ausschwenkt. In der Ausstelllage ist die obere Heckklappe 17 aus
dem Öffnungsverstellbereich
der unteren Heckklappe 18 verstellt, so dass sich nach
einer die normalen Schlösser 23 öffnenden
Betätigung
einer am oberen oder zusätzlich
inneren Randbereich der unteren Heckklappe 18 angeordneten
Handhabe oder eines manuell oder ferngesteuert betätigbaren Schalters
die untere Heckklappe 18 in die durch eine unterbrochene
Umrisslinie dargestellte, etwa horizontale Öffnungslage verstellen lässt.
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In
umgekehrter Weise kann die geöffnete
untere Heckklappe 18 nur dann geschlossen werden, wenn
sich die obere Heckklappe 17 wenigstens in ihrer durch
die unterbrochene Randlinie dargestellten Ausstelllage befindet,
die somit zuvor zumindest in die Ausstelllage auszustellen ist.
Nach dem Schließen
der geöffneten
unteren Heckklappe 18 und Verriegeln durch das normale
Schloss 23 kann die in der Ausstelllage von der Drehfalle 25 festgehaltene
obere Heckklappe 17 durch ein Verstellen des Verstellelements
und damit des mit dem Verstellelement verbundenen Schließbolzens 24 in
ihre Vorschließlage und
darüber
hinaus in ihre Hauptschließlage
verstellt werden.
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Bei
dem dritten, in 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist die Fahrzeugtür
oder -klappe eine hintere seitliche Fahrzeugtür 36. Das Verstellteil ist
eine davor angeordnete vordere seitliche Fahrzeugtür 37.
Die beiden Fahrzeugtüren
sind jeweils von einem Schloss 22 verriegelbar, das dem
gleich nummerierten, erfindungsgemäßen Schloss in 4 entspricht. Die vordere Fahrzeugtür 37 ist
um eine vordere, etwa vertikale Schwenkachse 38 schwenkbar
an der Fahrzeugkarosserie angelenkt. Die hintere Fahrzeugtür 36 ist
an ihrem hinteren Bereich um eine hintere, etwa vertikale Schwenkachse 39 schwenkbar
an der Fahrzeugkarosserie befestigt. Das dritte, in 5 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht im
wesentlichen dem zweiten Ausführungsbeispiel
gemäß 4. Der wesentliche Unterschied
ist lediglich darin zu sehen, dass bei dem dritten Ausführungsbeispiel
sowohl an der vorderen Fahrzeugtür
als auch an der hinteren Fahrzeugtür ein erfindungsgemäßes Schloss 22 vorgesehen
ist. Dies ist deshalb erforderlich, da beim Öffnen der vorderen 37 oder
hinteren Fahrzeugtür 36 diese
an der jeweils anderen hinteren oder vorderen, in der Hauptschließlage oder
Vorschließlage
befindlichen hinteren 36 oder vorderen Fahrzeugtür 37 anstoßen würde, da sich
die Öffnungsverstellbereiche
der Fahrzeugtüren 36, 37 überlagern.
Damit beispielsweise die mit einer durchgehenden Umrisslinie in
ihrer Hauptschließlage befindliche
vordere Fahrzeugtür 37 beispielsweise
in die durch eine unterbrochene Umrisslinie dargestellte Offenlage
oder darüber
hinaus in eine maximale Offenlage verstellt werden kann, ist zunächst das
mit dem Schließbolzen 24 verbundene
Verstellelement der hinteren Fahrzeugtür 36 bei in der Hauptverriegelungslage
befindlicher Drehfalle 25 in Verstellrichtung der hinteren
Fahrzeugtür 36 derart
zu verstellen, dass die hintere Fahrzeugtür 36 in die durch
eine unterbrochene Umrisslinie dargestellte Ausstelllage gelangt,
in der die hintere Fahrzeugtür 36 aus
dem Verstellbereich der vorderen Fahrzeugtür 34 geschwenkt ist.
Danach kann vor oder nach einer Verstellbewegung des der vorderen
Fahrzeugtür 37 zugeordneten
Verstellelements in eine der Vorschließlage entsprechende Lage oder
in eine der hinteren Fahrzeugtür 36 entsprechende
Ausstelllage, bei der die Drehfalle 25 der vorderen Fahrzeugtür 37 von
der zugeordneten Sperrklinke 28 in der Hauptverriegelungslage
verriegelt ist, die Sperrklinke 28 aus dem Öffnungsverstellbereich
der Drehfalle 25 angehoben werden. Die Drehfalle 25 kann
dann unter der Kraft einer Feder in ihre den betreffenden Schließbolzen 24 freigebende
Offenlage schwenken, in der die vordere Fahrzeugtür 37 beliebig
zu öffnen
ist. In vergleichbarer Weise kann die hintere Fahrzeugtür 36 geöffnet werden.
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Bei
den ersten beiden Ausführungsbeispielen
wurden jeweils seitlich gegenüber
liegende Schlösser
verwendet. Ebenso kann an Stelle dieser Schlösser jeweils lediglich ein
Schloss vorgesehen sein, das beispielsweise in einer Symmetrieebene
an einem Randbereich der Fahrzeugtür oder -klappe angeordnet ist.
Sind seitlich gegenüber
liegende, erfindungsgemäße Schlösser in
einem hinteren bis mittleren Längsbereich
der Fahrzeugtür
oder -klappe verwendet und ist die Fahrzeugtür oder -klappe um eine Schwenkachse
schwenkbar, so wird bei einem vorgegebenen Verstellweg des Verstellelements
ein zum Verstellweg größerer Hub
an dem von der Schwenkachse entfernten Bereich der Fahrzeugtür oder -klappe
erreicht. Bei den Ausführungsbeispielen ist
jeweils der Schließbolzen
mit dem von der Schließ-
und Ausstelleinrichtung verstellbaren Verstellelement verbunden.
Ebenso können
an dem Verstellelement die Schwenkachse der Drehfalle und die Schwenkachse
der die Drehfalle verriegelnden Sperrklinke ausgebildet sein. Der
verstellbare Schließbolzen
oder die mit ihrer Schwenkachse verstellbare Drehfalle kann an der
Fahrzeugtür
oder -klappe oder an dem Verstellteil oder an einem anderen Bauteil
angeordnet sein. Das Verstellelement kann der Schließ- und Ausstelleinrichtung
rotatorisch oder translatorisch verstellt werden. Die Ausstelllage kann
die Vorschließlage
bilden. Vorzugsweise ist jedoch in der Ausstelllage die Fahrzeugtür oder -klappe weiter
als in der Vorschließlage
ausgestellt. Wurde das betreffende erfindungsgemäße Schloss in der Ausstelllage
durch Anheben der betreffenden Sperrklinke aus dem Öffnungsverstellbereich
der zugehörigen
Drehfalle geöffnet
und entspricht die Vorschließlage
nicht der Ausstelllage, so kann das Verstellelement von der Schließ- und Ausstelleinrichtung in
eine der Vorschließlage
entsprechende Lage zurück
ge stellt werden, in der nach dem Schließen der Fahrzeugtür oder -klappe
diese von dem erfindungsgemäßen Schloss
wieder zu verriegeln und danach motorisch in die Hauptschließlage zu
verstellen ist.